Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1306 (29.9.1922)
- Date
- 1922-09-29
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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-r yr yv. Seite s Men, Frettüg SBtCtltlf SPlDKMNICiCttlt 29. September 1922 -—-1 ' ■ ^v ‘‘ ’>’■•'__ % i sos ««testen Errungenschaften auf diesem Gebiete in Anweniduyg brachten und aufbauten. In London hat bereitim Jahre 1866 die Baronin Mayar Rothschild ein HVisHeS ^autz» stummenerzichungshvim gegründet, in welchem das 'sogenannte .Sprechen geübt wurde. In Wien hat Dr. I. Deutsch eine jüdische Tauibstummenschnle gegründet und.in Amerika war es der portugiesische IH»e David I.,Se ixäS, der im Staat« Pennsylvania ein InMut für Taubstumme gründete. * Wichtig für Auswanderer «ach Südafrika! Das Londoner Bureau der Vereinigten jüdischen Emigrationskomitees versendet eine Information, der wir entnehmen, daß . die britisch-südafrikanische Regierung in jüngster Zeit von ihrem diskretionärem Rechte» die Einwanderung zu. verbieten, auch solchen Auswanderern gegenüber, welche den formalen Ein«- wanderungsbedingungen entsprechen, in verschärftem Maße Gebrauch macht. Das. Einwanderungsgesetz fordert von den Einwanderern nach Südafrika die Kenntnis einer der europäischen Sprachen, einschließlich der jüdischen Sprache, in Wgrt und Schrift, den Nachweis körperlicher Gesundheit und der finanziellen Mittel, die voraussetzen lasten, daß er lärrgere Zeit in Südafrika der Oeffenblichkeit nicht zur Last fallen werde. An Stelle der Barmittel genügt auch ein Affidavit eines in Südafrika wohnenden Verwandten oder Freundes, der die Garantie übernimmt, daß der Einwanderer -er öffentlichen Wohltätigkeit nicht zur List fallen werde. Das Einwanderungsgesetze stellt eS jedoch der Regierung anheim, einen Einwanderer ohne Angabe von Gründen einfach zurückzuweisen. Dieses Recht wird, wie erwähnt, in jüngster Zeit . besonders gegen Mische Einwanderer aus östeuropäiscken Ländern.in ausfallender Weise angewendet. Aus diesem Grunde , empfiehlt die südafrikanische Jewish Board,of Deputies aufs dringlichste allen jenen, welche »die Absicht haben, nach Südafrika, auszuwandern, sich vorerst-davon zu überzeugen, ob diese Verschärfungen noch gehandhabt werden, und Erkundigungendarüber einzuholen, welche Schritte sie zu unternehmen und Welche Bedingungen -sie zu erfüllen haben, um anstandslos nach Südafrika eingelassen zu werden. Es ist am besten, hierüber entweder bei verläßlichen in Südafrika lebenden Verwandten oder Freunden oder unter der nachfolgend angegebenen Ildresse Erkundigungen einzuholen: South African Jewish Board of Deputies 32, New Stock Exchange Johannesburg, South Afrika. . + FürsorgefoudS für Thaluzkm. Wir bitten, alle Gesinnungsgenossen und Freunde, welche die unserem Fürsorge- Werk für Chaluzim zugedachten Spenden nicht direkt bei u»S oder auf das Konto „Fürforgefonds für Palästina-Emigranten" bei der Waemeinen Depositenbank, Taborstraße, einzahlen, bei der EmMhlung. ihre? Spenden an anderen Stellen ausdrücklich zu verlangen.daß die Gelder uns überwiesen werden. Ueber jeden- Betrag, den wir erhÄten, geht dem Spender eine Lttrittung unseres BuveauS zu; außerdem erfolgt der Ausweis der Spenden — sofern das Gegenteil nicht besönlders gewünscht wird — in der „Morgenzertung". Palästina- Amt, Wren, 1.. Bez., Bauernmarkt 21. * Auflösung der Direktion der niederosterreichischen Landesbahnen. Bekanntlich hat.die österreichisch« BundeKbahnvorwaltu'ng "die gesamten Strecken der niederosterveichischen Lan- -d^sbahnen in Pachtbetrieb übernommen..Da nunmehr die Vorarbeiten für die endgültige Uebergabe aller.Geschäfte der Direktion der nrederöstetreichlschefl Landesbahnen an die Bundoöbckhnverwaltung abgeschlossen sind,»-wird die Direktion für die mederösierreichschen Landesbahnen mit ZV. September 1922 aufgelöst^ Die niedeTosterreichischen . Alpenbahnen (St. Pölten—, Gußwerk,. Obevgrafepdorf—RuprechtHöfen), die niedewsterreichische Waldvrertelbähn (Gmünd— Groß-Gerungs, Gmünd— Litschau, W-Nagelberg^Heidenreichstein) und dre Lokalbahn Willenlwrf—Reunkircheu der Bunde?bahn.d irektio» W ien -West, dre Lokakbah» Retz—Drosendorf, die elektrische Lokalbahn Wien—Landesgrenze nächst Hamburg, die Lokalbahn Siebeübrunn—LeopoldÄ»orf—Engelhartstetten—Art, die Lokalbahn Korneubur^—ErnlÄuu-nn, die Lokalbahn Gänserndorf—Gannersdorf, - dre Lokalbahn Stammersdorf—Auersthal und dieLokalbahn Ernstbrunn—Hohenau—Pohsdorf—Gaunersdarf dor BundeSbahndirertron Wien-Nordost zur Betriebführung übergeben. Vom 1. Oktober 1922 an sind daher alle Zuschriften in Angelegenheiten der bisherigen niederösterreichischen Landesbahnen an jene Wiener Bundesbahndivektiyn zu richten, welcher die in Betracht kommende Lime zrrgewiessn Wurde. * * . 1 : ♦ ■ * Di« Böhe -rr Lebens«ittelz«sch8sse in der Jett vom 1. bis IS. Oktober 1922. D'e Wirk'amkeit der Abdaugeletze» ist brkannftich semerzeil dir 15. Vklsder t. 3. verlängert worden. ' Da» Au»m<ch der Lehenrmiltelzulchäffe für die Woche bleibt unverändert. Er gelten für die Zeit vom 1. dir 15. Oktober folgend« Sähe: Arde'lnrkmer ohne Kollektioye.traq:. Schwsrardefter wSchenilich^ 1S7S 8.. tägltch 279 8. Normalorbeiter sowie die Eheoattinnrii lLibenSgeführtinnen. Wirli' asissührerinnen) aller Arbeitnehmer wöchentlich ilb5 8^ täglich 1928. Arbeiwedmer (Norm ilorbeiter,, die tm Mvnatsbezuge stehen, für die Zeit vom L bis 15. Oktober 2475 8. Arbeitnehmer mit Kvlrekftoveitrag: Schwerarbelter wöchentlich 703 8 . täglich 117 8. Normalorheler syw-e die Ehegattinnen (Ledensgesährltonen, Wuiichattsführerinnen) aller Ardeimebmer «öchentlich 475 8., täglich 79 8. Arbeitychmer lNormalarveirer) die >m Monatsbezuge stehen. für die,Zeit vym 1. dir 15. Oktober 1018 8. Die Kinder ollrr Arbeitnehmer erholten in her Woche 1155 8., täglich 192 8. Für die Zeit vom 1. dir IS. Oktober 2575 8, Perioden in einem Fürirrkeverhältnis und andere beihilisbedüriiiae Personen beziehen wöchentlich 1155 8.. täglich 165 8. * Steuerrückstände bezahle«! Der Magistrat macht neuerlich darauf aufmerksam, ^datz für alle rückständigen Beträge, an Mitteilungen ans dem PnbliknN. PfriitiW fi*:sckes rohe« P8r Gänse K 38.000 bis 42.ÖCO Frflnkl’s Nachf., Wien, II., Glockeng. 15 Zu jeder frOteJigebratono (Vihwe/ An die ta„ (f m iprozentige BerzögeruNgszus chla g eingehoben wird.. Es ist daher:im Inieresse der Mgabepflichflgen, d« rückständigen .Betrage-«och vor dnm 1. Qktober zu -«Mhlen. : * Wiener Bühnengräßeu al» Fußball,ptrltt. Auch di« berühmtesten Sänger und Echrnlpicler, .'ie -a-/Wiener Publikum schon so oft von her'.Buhne herab erfreut und entzück^ haben, Sn seit geraumer Zeit das Training des Fußballspieles urlv n nach einer Rerye: kleinerer Veranstaltungen am SckuS- 'tag den 7,;Otkftber auf - dem Simyrennger Sport-Pstch mst sinem.großen Wettkampf vor die.' moß« Oeftzntl'Mest tvettzn. Die MnüMst -'der! BühnenÄnstler ‘ wucd durchweg aus ersten Stärs tex-lCpec. '«M des"Muvachekterr- :'best«W, so daß di« Wiener Gelegenheit haben werden, emen Pieeaver, Bohnen, Höbling, Norbert, Manowarda,' Huber, Schmäle, Damggex «sw.,.um Üur M PrMinentesten zu neytzen, einmal ist pimM Ememble aus ekrism FußbaÜfeld auitretM M sehe». > QemL88 )1e5 in der „wiener Zeitung14 vom 23. d. verlautbarten Kundmachung haben die Aktionäre das Bezugsrecht auf die neuen Aktien in dqr Zeit vom. 29. September bis einschliesslich 6. Oktober 1922 während der üblichen Geschäftsstunden bei der Kasse der „Maawirim" Transport- A.-G., Wien,!., Bauernmarkt 24, bei sonstigem ErlöscheÄ anzumelden, bar zu bezahlen und die alten Aktien zwecks Abstempelung bfeizubringen. Wien, den 28. September 1922. Der Verwaltungarat der „Maawirlm‘1 Transport-A.-G. * ei» Kommnnistischer Slonimnoerel« fSr e'ne drei- ««ddreihtgprvzeniize Vvhnherablehung. Aus 8 l a d n v wird derichlel: Der hiesige kömmuniiliiche Konsum "«rein .B u. d o u e n o st", der m.'hrere eigene'Bäckereien besitzt.^ hat den Böck-rgekilfen den 8oll'ktivver!rag g k'mdigt. Der Konsumverein beantragte eine 33*/,'ge ,L v h n b e r a d letz u n d. Lm Aliisichkrotdes Vsr'in-; befindet sich der Sekretär der kommu» nil.iiche" Pariei, Z^roieclni. ' * Lehrerstreik in Salzburg. D e gesamte Lehrerschaft der Volksunv Bürgerschulen.' des aanM Landes Dalzbnra ist gestern in den Streik g'..".et?n, da. ihre Forderung rvrch sofortiger Auszahlung der x ückstä n digsn B e zü ge und nach einer geregelten Flüssigmachung der weiterhin fällige« Gebühre« bisher nicht erfüllt Ws. -er ist T.-r Landesschulrat und die Landesregierung haben alle Schritte eing.'leiiet, um dem Verlangen der Lehrerschaft Rehn.mn zu tragkn. ' * Siebente österreichische Klaffenlotterie. Der ErneuerungStermin zur fünften Klaffe endet am Abend des 2. Oktober, Montag. Bis zu diesem Tage könnpn jene Spieler, welche an den Ziehungen der fünften Klaffe teilnebmhen wollen, die Erneuernngslose fünfter Klaffe unter Zahlung der einfachen Klaffenemlage und Bozweisung der Lose vierter Klaffe, bei jener Geschäftsstelle beziehen, bei welcher sie die Lose vierter Klaffe gekauft haben. Die Ziehungen der fünften Klaff«, welch« im Zichun^ssaale, Mon, 3. Bez., Marxergaffe 1, Parterre, stattfmden, beginnen am 9. Oktober, nehmen 21 Tage in Anspruch und weiden am 9.,Nvvembex beendet. * Oeflerreichische» Mnseum. Dom 1. Oktober an wird der freie ckütriit in die Sammlungen aufgehoben und am Dtenstaa Mittwoch, Donnerrtaq und^reitag ein Sintrittsgeld von 2CC0 8., an S amitaq 'owte 6 v n n- und § e i t rta n en ein Eintritt-geld vonMY 8. eingeloben; Fachgelehrte. Künstler, Lehrkräfte uvd Studierende ter Äunst-,' miffensckastltcken und grwerb'tcken Lehronsiosten haben gegen Dorwei ung ihrer Legitimaponek sowie Schulen unter Führung von Lehrern an all t« Besuchstagen freien Zutntt. Besuch, und Benützung der Diblislhek «nd Lesesöle blecht i-ack wie.vor unentgeltlich. Antan, Oktober wird d e vom Muieum veranstalte»« u s st e l l u « g von Gläser nderLlasjieir» »u s, der Empire- und Bte derm eterzeit" im 1. Stockwerke des Instituts ^Zugang Stu.enring 51 er. öffnet. Am Sonntag de» 1. Oktober werden die F ü h r ungsvortrüne wieder ouiaenommen tstetr '/.II Ähr). 1. Oktober Möbel der Barockzeit, 8. Oktober Möbel der Louir XVI-Zeit und der Empire, 15. «nd 22. OKtvder vlosousstellung.?S. Okt' der Sammlung von 'EmoNs. * Jüdisches Realgymnasium. Anläßlich der Erteilung deS OeffentlichkeitSrechteS an daS jüdische Real» gymnasium wird die Elternschaft der Schüler dieser -Mttelschule demnächst eine F e st v e r s a m m l u n g veranstalten, zu der schon heute alle Förderer und Freunde dejüdischen Schulwerkes eingeladen sind. Ort und Zeit der Veranstaltung wird noch , näher, bekanntgegeben Werden. * Ueyeanftkti )ur onentauid)« Spracke». An der Bund.'«le^ran,lall für veienkalischr Sprächen» VH., Aandlgasse 39 (im Gebäude des Stattsävmnasiumrl. werden wie alljährlich von Mitte OKlober btr Ende Zuni in wöchentlich 1 bis 4 Stunden -milden 5 und 8 Uttr abends folgende Sprachen lgelehrt: Arabilch. Albanisch, Bulgarisch..Neugriechisch. Persisch, Rumänisch. Bus »sch. Serbokroatisch. Spaniich ^und Türkisch. Ausgenommen «erden Personen beiderle' Gelchlechle» von 15 Zähren an. Einsckre'bunsen vom 2. vir 7. OKlober abend» 6 bis 7 Uhr Da» Schulgeld beträgt für eine Unterrichtsstunde in der Woche fü, das ganze I. Semester 10010 8.. die Eieschreibeaebühr 5000 8. Au »Künste erte'lt -er Direklor Reg..Rat Dr. Friedrich Q ad r*k zur Zeit der Linschreibi""«,; schrilttichen Anfragen möge die A«t«orlkarte deigeschlos'en werden. * EsPerantoknr» für Dernfslehrer. L-Hrer und Lehrerinnen, welche an einem " eigens skr Beruirlehrer aus plychologisch-wiffenschaitlicher Grundlage vvrdereilelen S peranlo« Kur» teilzunehmen »ünlchen, mögen hiervon den Lehrerv e r e i n G s p r ran t o, Wien, VUl.,8a«mttlmgp atz 5, oerständigen. * Kr«1-sbergscke» Mü-chen-Erziehunas-Jnflituk, Wie«. Ansiolg.n wegen Aufnahme von einigen Z a h laß g i ingen in diese» allhewShrte jüdische tm Pralercotlage oelegene Grziehunasheim iür Mädchen deanlwvrtet die Direktion^ 1L, Döckhngstrahe 69, Tel.-Ar. 40-0« 16. * Bnkowinaer Leimkehrerkranspoek. Der BuKo^inaer Zentrgiverdand. »II.. MorLergäffe S.s fordert alle Dukachinäer auf. welche mit ihre» Mobilien die. Keimreise ünlreten wollen, die» zweck» ZusaMmenkellüng " emes Soriderhetmkehrerzuges raschest betfder Ge chSstsstM'täglich von 8 bi» 4 näckmiltag» an- -»melden. Rumäniichen Ketmkehrlchetn, oder rumänischen Reise' patz. Eeburt5- und Keimelsööiiumente^sind Mitzubringen. » LrrLert Loover ««d die ««erikanische» Nor «r«NLsKeftreku«se«. 8krb,rt K o o o « r.' gebenwSiti, Sloot». sehrttär jtr Kandel der Bereinigten Staaten von ßiordämlerika. ted m Oestetetcher als der großzüÄge Oriamsator deramtii. kmischen Hilfrülenstes m Ermnerung — steht dort. tm Kandels min'pe:ium einer Ädletlung vor. sich mit der Dereinheu> lichung oer von der Regierung kaupts-chlichst, zu beschaffenden Ltlikel Mützt rlr d in 'der Austäaltung uhiidsOendtger Lhpm . ’unk Gm* Mt MKttfUdica -ktzukrievlydukia oenst» arotzz "" , " '" "l11 1 .'TTTTfTVJ? ' Fortschritte gemacht hol; Wie der 0 este rrei cht sch» N o r m en a u sich üH f!ü'r Z n d u stri e und Gewerbe mifteilt. hat sich das American Entfineeririiir Standard Committ e fA. E. ,S. C.), der Anlegung Koover» sölgend, an alle Zn,-nieurnrrdände mit dem Ersu en gewendet, chekanntzu» geben, auf welchen Fachgebieten der industriellen Erzeuaung ihnen ine Pso r e i n h e 111 i ch u n n am nöliqsten und wünschenswertesten ist. D'e Antworten werden vom A. G. S. C. geordnet' und dem Handelsministerium übe, gep»n werde ', das wohl auf Grund de» erhaltenen Materials zu einer Notmenförderung großen Maßstades schreiten wird. * Aus dev Flucht aus Sowjet-Rnstl««-. Der Ingenieur Raphael B a r i sch aus Od-iia mußte irfofae Nachstellungen der Bolschewiken i" das Ausland flüchten. Sein«) hoch^ - be-aaten E>fer„ lütz er mit deiner a-samlen Kab». die eine« hohen Wert darstellte, in Rußland zurück und wendete sich nach Wien. Lr sonn nun nach, wie er die Litern und seine Kabe aus Rußland bringen lassen könnte, und ermnerle sich, daß Wer ein weitläufiger Verwandter wohne, den er unter dem Namen B^ris Eiweiß konnte. An Eiveiß. der seit dem DoriaHre-in'Oien unter dem Nomen Aron L e w 1 n' attläffig war. wand e sich Borls-b mit der st-raoe. ob er ihm nicht he'ien könne. Tatsächlich reiste Eiweiß bä'd'darauf nach Rußland, doch Hai er das in ih« aeseßte Vertrauen nam dner im Hiestgen/Sichecheitsbureau erl aitet-n Anzeige aröblich missbraucht. Er kam wohl zu den Litern, über brachte ihnen Grüße dis Sohnes.-widerriet ihnen bber, die Reite nach Oesterreih anzutreten, und veränlaßte sie, sümtl'che Zuwdlen des Znaenieurs tm Werte vonzweiemhalb Millionen deuischer Mark ihm »u übe, geben. Lr wendete sich nach Ber'in und kam vor v er Wochen von dort hierher- Indessen Hatte der Ingenser ersahrep. daß Lewin in Berlin aut großem Fuße gelebt, sich ein Bureau kostspielig einaericktet hat ui-d daß Lewin alle Ausgaben aus dem Srlö» einiser verkauften Juwelen bestritten habe. Eiweiß soll aul der MariqHiltrrs'raße eine neueing-ncktete Wyhnung um 100 Mil. . Honen Kronen gekauft und sich mit großrüglgen kaufmännischen Pl"nen getragen baden. Er wurde gestern unter dem Verdachte des Betrüger dem Ländesgerichte eingeliefett. * MinkettpehRNe der Miener Rechtsanwalls» «ehllsen im September 1822. Die Mindestgehalte der.Wiener Rechlsonwaltsgehillen für den Monat September be'raaen im ersten Za^r der Berufspraxis 200.S00 8., nach einjähriger Berufspräxi- 8.. nack zweiiähriser 34'.6v0 8., noch dreiiäßriger 421S00 8., noch fün.ffähriger 482.200 8., noch achtjähriger 842.50" 8., noch zwölfjähriger' 602.700 8. Dertrelunosdefugte Nechtsanwaltsoehilfen haben ohne Rücksicht auf die Dauer der - Berufeprixi» mindesten» 401.8 0 8. zu bekommen. Am °.y. September, ist auch ein Anschiffungshieträg fällig, der in der halben ^öhe obiger SeptembergeHalie ollen jenen Rech'sanwollsgehilfen ' zu bezahlen ist, die an diesem Tage bereits ununterdrohsn sechs; Monate i« Dienste stehen. Verheirateten ist für jedes Kind zum Anschoffunasbeiirag ein S5«/,'ger Zuschlag zu bezahlen, t« ganzen jedoch nicht mehr,als 100»/,. » N««halte SpeuS«« z«g«nsten -er «»Neidenden , jSdifdie« Skvdenlen in Oesterreich. Zur Linderuna der Nst der jüdffchen Studenten Lbermftteften dem 3ü bischen o ch s ch u l a n s s ch u ß, IX., Zimmermannplah 8: Jonas Quaste!. Shrffield 5 engl. Pftwd. Komitee der W i e n e r 8 o ch s ck ü l e r i,n P r z e m y s l 1,00^.000 8., 8 o m i t e e d e r W ie n e r K o ch s ch Ü l e r in Duczae j 200.000 8.. Sammlung Karl Drive s. Lemberg 11.0(0 poln. Mark. Friedr ch 8 r a u s, N. N.. Tobias Brecher (Rate pro Sep ember) je 100 000 8., Sammlung Oderlandergerichtsrut . Zolef König 94.000 8.. durch Dr. Richard 8 e ß k y: erlegte Buße kö.000 8.. Dr. Adolf K apra lt». Adolf 8 o h n. 8 r ä m e r L D r o ch, Dr. Dawld F r i e d m a n n, Fiume, A. & S. fl u » p'f, Siegnruvd Krakau e r. Lawr G r e i f. Karl' Land ei». flo«.-Ral Moritz-Greif je 50.000 8. , D». Larlö M o r p u r g o. Triest. Dr. M. R i ch t e r, Drzemysl. Leon fl lug m a n n. Philipp fl r o n je 80,000 8, S. G ui st et n. Salomo« floh!, Max Läufer, Leo L e w i t e r. Läufer L B a r d a ch. Keinttch 8 t r j ch. Prof. Dr. Otto M a r b ti r g. flugs 3: fl vhn. Rickard Kino je f.O.» io 8., Sammlung S. 8 u g e l 18.100, Erwin Koppel 15.000, David fl n o 11 12.5008.. * Die» findigä Wiener Post. Eine große Wiener Kor' porafton richtete an den B u n d'e r m i n 1 st e r ffi* flandel Emil Kraft eine Zuschrift, die von der Post mft folaende» Dormerk zurückkam: .Bundesminister Krast unbekannt« daher zurück/ * Die Bagd «och der MiMardendiebt«. Nach der Milliardendiebi", die unter dem iolschen Namen Anna Mayer ln den. Akten der Polizei aefüdrt wird, entwickelt sich noch immer eine -uftegende Jagd. Die Zahl der Leute, die an der Lötung de» Falle» au» dem Publikum Mitarbeiten wollen, ist lehr groß. Eine deiongreicke Spur Hot man oder noch immer nicht gesunden. Die Diebin war schon einmal in Ungarn wegen einer großen Dienst diedstad ler in flaft, ist ab» damals entsprungen. Zn der Zeit wgr als ihr flelfershelftr ein gew,ffer D i l m o s Weinstein in flaft, der auch späterhin in W i b u in ihrer Gesellschaft gesehen worden sein soll. Auch dieser Weinstein verachte damals zu entkommen. Nun sust man auch ihn, und wegen; seiner wureen die ungarischen Behörden verständigt. Die Diebin hat alle» getan, um ihre Spur zu verwischen. * Grvher Diebstahl, in Graz. Ein Mann, der als Kaufmann Richard Kränk«, 82 Jahr« alt. und als Oberleutnant o. D. und Fabrikant Richard Fiedler austrat, hat in Graz der Lehrerin Melanie Premsok Bargeld. Juwelen. Gold- und Sllbermünzen tm Werte von 120 Millione« Kronen gestohlen. Er ist etwa 40 Jahre alt, ziemlich groß, hat etwas schwankenden Gang, ist glatt rasiert, hat dicke Nase, dunkelblonder zmückgekämmter flaar. drei goldene Zähne sowie eine» obgesprengten Schne'dezahn, dessen Ecke durch Gold ersetzt ist, im Oberkiefer. Er ist redegewandt, trögt olivgrünen Anzug und Haarigen Raglan» *, Selbstmord. Gestern erschoß sich der 57i8hrige Kersch E1 l en d o g en, X.. Laxenburgerslraße 39. Er l'tt an einem Gehirntumor und dürfte deshalb den Selbstmord begangen haben. , 1 i * Die Fastadenklellersr van^Allergrund. 3m neunten Bezirk treibt eine Gaune! bande ihr Unwesen, die ihr Gewerbe in einer Weise betreibt, die förmlich Ledensgefgdr bedeutet. Ihre Axt schildert am besten ein Erlebnis des Oberfinanzrate» Dr. Karl 8 o p v e n st e i n e r, das er gestern nacht» ln seinem Wohnhaus. Liechtensteinstratze 132. hatte. l(m etwa */,1 Uhr stütz erwachte er in feiner im erffen Stock' gelegenen Wohnung von Sk« ritten, die er au» dem Speisez'mmer hörte. Sr öffnete die Türe und soh eine Geslali, und zng eich drang fast zischend die , Mahnung an lein Ohr: i ch t s ch re i e n. s o n st s ch i e tz' i ch 1- Dr, Koppensteiner hielt e» für dar Geratenste, die Türe rasch zu schließen. Er verständigte die Kaurbesorgerin. die Sicherheft-wache holte : doch war indessen der Strolch.au» hem Z'mmer verschwunden. Die, Spuren an der F a s i a ded e s fl a u i e s lasten erüenneNj -aß Ler Dieb an der flauswn«v hmaufgekieitert Bisher haben ttch etwa z w S l f S h n l ich e F. ä l l e im 'neunten Bezirk allein ereignet: - auch au» anderen Bezirken find Anzelgen eingelaufen. Immer steigt -er Gauner zur Nachtzeit durck e«n offener Fenster in nicht zu hoch .gelegene Wohnungen. Zn eintM Fallen hat er -njehNllch« veüte an Juwelen. IW«' bew Udo Walche Macht» * , *