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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-28 · Heft 1305 (28.9.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1305 (28.9.1922)
Date
1922-09-28
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 5?ien, Tonnersta ' Wiener Morgenzeitang. 28. September 1922 »r. 1305 fpielhauS) und Dr. Ernst L e rt (Oper) eine große Anzahl er«, folgreicher Abende, deren Niveap bewies, daß trotz der katastrophalen wirtschaftlichen Verhältnisse wertvolles künstlerisches Schaffen möglich ist. Das' Schauspielhaus hat im vergangenen Spieljahr einen Zyklus m oderner Dramen heranSgebracht, der mit Paul KornfeldS„Himmel und. Hölle" eindrucksvoll eingeleitet wurde. Schwächer, aber stellenweise sehr eindringlich, war Friedrich Wolfs biblische Tragödie ,.Tamar". Sehr umstritten ist die Aufnahme von Bronne n S „V a t e r m o r d" gewesen» daS trotz seinet Unzulänglichkeiten — es ist ein naturalistisches Erstlingswerk des Autors — den Zuhörer bezwang. Dagegen siel .Stern hei ms Komödie „MAlton 8escaut" vollständig ab. Vortrefflich geriet die Neuinszmierung von Hauptmanns „Michael Kramer" und Strindbergs Passionsspiel „Nach Damasku s". Dieser Zyklus bot immerhin ein Spiegelbild der Qualität unserer zeitgenössischen Produktion: Gutes, Mittelmäßiges und Ambitiöses ohne Tiefen/ In unserer Oper errang Korngolds „Totx Stadt" nur einen Publikumserfolg: die vielen Schwächen dieses Werkes konnten auch der Frankfurter Aufführung nicht jene Nachhaltigkeit sichern, welche di» vor^"sgegangenen Werke deS jugendlichen Komponisten errangen. Die drei Einakter- Opern des Frankfurters Hindemith, zeigten ein Können, das aber die persönliche Note noch vermissen läßt. Von B a rtoks,„Ritter Blaubart" und „Der holzgeschnitzte Prinz" kann nur nochmals wiederholt werden, daß die Unzulänglichkeit der Libretti jede Konzentration auf di« zarte, kl^ngschöne Mufik hinderte. Musikalisch war jedenfalls der Bartok- Abend der wertvollste des Jcchces. Defvemdöt hat die plötzliche Absetzung der Oper „Prinzessin Girnara" des talentierten Wieners Egon Wellesz. Man erwartet, daß -Direktor Lert das seinerzeit mit großer mühevoller Sorgfalt inszenierte Werk, unbekümmert aller Gegeneinflüss« außerhalb deS Hauses, wieder auf den Spielplan setzen wird. Das Neue Theater, das sich immer verdienstvoll um gute moderne Literatur bemühte, bringt nach einer Mitteilung Direktor Hellmers in diesem Jahre unter anderem eine „Faust"-Jnszenierung, ferner die Aufführung von Beer-- HofmannS so selten gegebenen „Grafen von Charolais" und die Uraufführung 'der jüdischen Dichtung „Was in der Geige steckt" von I. L. P e r e z. Auch die Aufführung von David P i n s'k i s „E i s i k S ch e f t.e lu wird in Erwägung gezogen.' Dr. R. W. Aus den Theater«. Im Burgtheater gelangt morgen Shakespeares Tragödie .Julius Cäsar" zur Aufführung. Es rnrken mit die Damen Blsl'treu und Lewinsky, die Kerren Aslon, Arndt. Baumgortnfr, Benard. Bl"m. Doneqoer, Dackler, Devrient, Etdlih. Elmhötp, Luder. Löbling, Käusiermann, Mofer, Mvncza. Müller. Emm rrch Reimers, Georg D-imers. Rub. Sckm'dt, Sckott. Sckmö!-», Seydelmann. Slraßni. Strebinger, Wowra, Wiesner, Kml Zrska und Philipp Zeska. Anfang sieben Uhr. — Wegen Erkrankung mehrerer Mitglieds muß im Burg idealer e ne Generalprobe zu der am Samstag den 30. d. fiat Endenden Erstaufführung von Ludwig Fuldas Lusiiviel .Des Esels Schatten« ausnahm-weile ent'allen. Dir bereits ansqesandten Permanenzkarten für den Besuch der Generalprobe haben demnach diesmal keine Gültigkeit. Im Operntheater wird morgen „D i e D o h s m e" gespielt. ' Im Redoufenfaal der Lofbürg ist morgen zum ersten Male .Stella". Ein Schauspiel für Liebende von Goethe. (M-lwirkende: die Damen Lossen. Ramdousek. Renffurlh, Servaes. Thimig, d'e Lerren Di»terle,'A). Kronert, Rainer» Schneiberhan. Regie: Max Reinhardt). Anfang f i e d e n U h r. 3m Akademretheater wird morgen „Qua* \ i t y Street" (Im stillen Sätzchen) von F. M. Barne gesehen mit d^n Damen Aknoy, Büra, Glosiy. Mayer. Mityen, Mell, Murhammer und Seidler, den Herren Luder, LcUer, Kramer. Pranger und Aomd«rg. Anfang srel> enllhr. Im Deutschen Volks t h^e ater verabschiedet sich morgen Alexander Moissr in Tolstois .Der lebende L e i ch n a nt". Für, Samsjag wurde Der, lleins Schauspiel «Baccarat" mit den Damen: Sternsreck, Schweighofer und Thaller. den Lerren: f omma, Werner-Kadie. Kutschera, Gibt er. Irrald. Ferstl und Strahl , in den Loupirollen ang-ietzt. Die Proden für die nächs e Novität, dar Schauspiel „Tendresse" von Lenry Bataille, iür de deutsche Bühne überießt und bearbeitet von Robert Blum, mit Mrzzr Günther und Oskar Beregt in Len Loupirollen haben bereits degoonen. Spieileiler: Friedrich Rosenthal. , Im A a i im ch. - T heat« r gelangt Sonntag und Monlag die Llltagsiragödie ,N j u" mit Lrcen Moijst a>s Dichter und Frau Iphcmna Lerwin.Moijst in der Titelrolle zur Aufführung. Am 3. und 4. Oktober veroblchredet sich Fritz Kortner als O hello und Karl Letmann in „Lidalla*. Donnerstag den S. Okioder ist Premrerenadend und zwar gelangt das heilere Ehespiel von Richgrd Keß er „Der Schildpatt» .komm" zur Lrstoüsiührung. Die Lauptrcllen liegen in den Länden der Kerren: Kurt Lrsien. Ludwra Stärk. Leinz k.ifcher. E-uard Löibner und der Damen: Annemana St-insicek, «Grete Bolckmar. Anna Anzengruber: die Inszenierung leitet Dr. Rudolf Beer. Im W i e n e r B Ü r g e r t h e a t e r wird morgen zum ersten Mal „D i r P ost m e i st e r t n". Operette von August Nerdhardt, Musik von Leon Sessel, ausgesthrt. Ser Aranla-Chor wird im Laufe der kommenden Saison in Verbindung «>t anderen Chorvere nigungen unter der Leitung von Dr. Sans Pietz mit der AuMrung kröhe, er Werke (2. und 3. Symphonie von G. Wa ler. Ea 1)u,-Melle von Schubert und des »Feuerreiters" von K.' Wolfr vor die Oeffent» ttchkeit tr-tem Dis U,bringen finden jeden Montag von 7«7 bis V*9 Uhr abcnds im vtraüß-Lann-r-Saal des Aonzerthauses statt. 'Auiravme neuer Mitglieder vor jeder Probe. Maxi« Gorkrtj beging am 25. 6. fein S0j Shrtger S ch r r l i st e l i e r j u b »t S u m. Cs ist bemerkenswert, wie das Talent des «o>en ru'fisLen D'chters, der bekanntlich das Leben eines BarWlers führte^, entdeckt wurde, und wie er. d/; en wirkli^er Name M. P e s k o w lautet, zu seinem La ii':stel!er''amen staü!. In Tiflis enrhlte er — es find setzt '0 Ja re her — seinem Lebrer A.' M. K a l u z n s s ene Geschi te. .de er von emem all n Zigestner nehdri halte. Ka'innij veronlaßte tdn. da« Grzoblte io oit niedcm'schreibe». Do« Manu dript wurde anonym an die Redaktion e'»er Zeillchri't gelendet. Das B'att rrkl^'tsib bereit, die Erz'dluna r» drucke», mn'-te ober dgious a»lmerksam. daß 'die Dr äblung nt:' t nezeichnet sei. A,,^ Anraten semes Lebrers 'ertigte nun Pesknw das Mo-n'kr'pt mit . orim Gar^jj" und be'ielt lnr^e'hin diesen Di<tername». der sem'n Träger w»> b»rü mt macit?. Neben den > u»dervoll''n Erzähl» ge» u"d Sk'zzey Gnrkits e-r^nq je n Drrma «Nachiajyl"' den giöhtcn Erfolg. Gorklj lebt gegenmärlig in Ber'in. " Gericktsfaal. Die Gattin als Sklavin. Der Inhaber einer Wucherei im 10. Bezirk, Josef Bruna. datte bei der Polizei' die Anzeige erst tstt, seine Galiin Karolme habe ihm b Kilogramm Marmelade in Flaschen sowie ein größeres Quantum Spagat ent -endet, ferner vermisse er die Wäsche, die e r i h r anläßlich der Keirat im Jahr» 1909 oekaufl. Er slellle gen-n seine Gat'in den Antrag auf Einleitung des Strafverfahren*. Por Kurzem fand di» Verhandlung gegen Karvlin» Bruna vor dem Bezirksgerichte Favoriten stalt. Die Frau erzählte unler aro''kr Aufregung dar Drama ihrer Ehe. Sie war früher als erste Krall 'm Geschäsie ihres Mannes tätig. Sie w ßle nicht, als 9e im Jahre 1909 deirateie. daß ein örzlliches Gutactlen i^ren Manu als hereditär be'astetbezeichne! Eie arbe'te von früh bis in h.e finkende Rächt wie eine Sklavin. Di'rch ihren Flei'r und ihre Ärbeik w rr es möglich, daß sich ihr Mann ein Laus, eine Billa und ein Automobil kau te. Sie besitze nlchis und sei arm. Er mikha'delte sie, sei unaemeln brutal und roh und hlntergebe sie. Er lebe nur seii.em Vergnügen und bringe seine Zeit im Gastbau'e zu. Von den ihr zur Last gelegten ^Dieb, stählen" wisse sie nichts. Der als Zeuge erschienene Privatklager zeigte dem Richter drei kleine Päckchen und rief: ..Mit diesem R a 11 e n a i f t hat sie mich vergiften wollen." Die angeklagte Gattin bemerkte, daß ihr Gal!« dieselbe Beschuldigung gegrn seine erste Gattin und . später ge*rn seine Konkubine erhoben Hube. Dem Akte lag ein ärztliches Gutachten de», welches den Monn als ge'st g nicht normal dezeichnel. Auf die Fra:e, warum sie sich von ihrem Manne nicht scheiden lasse, bemerkte die Frau: „wegen de- Geschäftes und weil ich nichts besitze." Gäbe es etwas anderes für mich, ich würde es mit Freuden a»n.»hmen. Der Richter vertagte die Verhandlung, um neuerlich ein Gutachien über den Gtisteszusiand des Mannes einzuholen. Eik Wohnu«gsschwindler. Erngewrsier' Otto Strotz, der zur Erledigung seiner „Geschäfte" rm Automobil vorsichr, versprach anfangs Juni dem Direktor einer Filmgesellschaft sowie einem zweiten bei der Unterredung anwesenden Herrn Wohnungen zu verschaffen. Er erklärte,- die Zahlung für die Wohnungen erst in Empfang nehmen zu wollen, bis die Herren im Besitze der Wohnungen Miiteilungm ans dem PilblikuN. Grosser Juwelendiebstahl! Zweckdienliche Angaben, die zur Eruierung jener Person, welche am 26. d. M. den Diebstahl im Hause XIX., Hohe Warte 11, beging und zur Dingfestmachuhg sowie zur Zustandfbringung der gestohlenen Gegenstände führen, werden unter Zusicherung vollster Diskretion und unter Gewähr für die Auszahlung der ausgesetzten Belohnung von Herrn Rechisanwalt Dr. N. Ki w e,!.. Auerspergstrasse 2, entgegengenommen -«•Mas»-»»»' c V St « ’« tu *>s» Vt* O c!' o v. |k|TI iaaaMuiuBaniUMMSi»aMUUMiUMUUi «oiiaaiain I Bestes B e t t ,d e r Weit!] Hiederlase: Wen, l., Sctiottenrng | 5 leleptlOD GG 2Q7!3,1 " | firfiBtes lagtr In Messing-, Stahlratir- und NiMtei j ' finsnnden / . Rngebotn lir Palästina-Rnlsindt j r SCHUHE für Hur r n, Dam en und K I n d o r , * in. erstklassiger Ausführung MT zu konkurrenzlosen Preisen im hn 515 Schuhhaus ,Zum Siraßenhof* Wien, II., Taborstr. 24 a ^amsssBaamstfi I --^"TOSEaKcasPräiiaa frisches 'poheswi-vm i—f* Gansfett' Gänse K 38.000 bis 42.000 Fpänkl's Nachf., Wienr II., Gloekeng. 15 Xu jeder H'-nuteit frisehflebrntena tJänaef feien, begchrte aber Vorläufige Spesenanzahlungen in Beträgen Von 20.000 bis 50.000 K. > . '. . Das Wohnungsamt, daß durch den Direktor von dep - Schwindeleien des Stroß Kenntnis erlangte, hat die Anzergy gegen ihn erstattet. Strost wurde verhaftet und dem Landes gericht eingeliefert. Er wurde wegen Betruges angeklagt. Die Anklage - bezifferte den durch die Betrügereien der» ursachten Schaden mit insgesamt 200.000 K. Das Urteil lautete auf sechs Monate Arrest. Volkswirt. Gestempelte Krone Auszahlung Wien In Zürich notierte die österreichische Kronr . . . die österr? gesiempelle Krone. die tsckeckische Krone . die Mark...... Aoram....... Sofia . . . . . . .. Budapest.. Warschau..... ----- —.0O7/8 Centimes. ----- — .OO8/* Centimes. —.OOVi (-.00'/. -.007, (-.007, 16.15 (16.80 -.337, (0.37*4 1.80 ( 1.887, 3.25 ( 3.20 0.227* (0.2)7, 0.067, (0.067, am 26. Sept.) am 26. Sepl.^ am 26. Sept.) am 26 Sept.). am 26. Sept.) am 26. Sept.) am 26. Sept.) am 26. Sept.( Die Sitnation in Gevf. (Von einem Finanzpolitiker.) England, Frankreich und die Tschecho-Slowakei haben sich.' bereit erklärt, die G a r a n t i e für je 20 Prozent der zugunsten Oesterreichs aufzulegenden Anleihe im Betrage von 650 Millionen Goldkronen zu übernehmen. Es ist nun zu erwarten, daß Italien, das in der Frage der Sanierung Oesterreichs stets gerne eine Extratour machte — man erinnert sich, daß eff rm Vorjahre die Aufhebung der Generalpfandrechte zuerst sabotierte —, entweder seinen Widerstand gegen eitle Bedeiliguntzr an der Staatsgarantie aufgeben oder daß die Sanierungsattion , auch ohne seine Mitwirkung fortgefnhrt werden wird. Das ist' keine optimistische Auslegung von Wahrscheinlichkeiten als Tat«' . sachen, sondern auf Grund 'der vorliegenden Berichte ist a nder Hilfsbereitschaft dvr Mächte nicht nr e h r zu 3 ta.et?' fein. Die österreichische Angelegenheit erscheint in den grund-' legenden Einzelheiten vom Völkerbmrdkomitee dnrchberaten, Md^ die Erklärung Balfours sowie der Entschlnß, die.Kreditsrageh schon am Samstag vor das Plenum der Bölkerbundversamür.' "llung zu bringen, verleihen den Vorschlägen des Komitees ganz: konkrete und gewichtige politische und finanzielle Nnterlagen.' Die politischen Bedingungen der Kredithilse/ so weit sie' von Oesterreich zu erfüllen sind, muten diesem Staate keine be-- sonderen Opfer zu; es gilt lediglich, die Verpflichtung quf sich zu rrehmen, selbst nichts gegen ferne eigene Selb-' ständrgkeit zu unternehmen. Die Finanzkontrolle ist, wie aus den Erklärungen Dr. Seipels hervor-, geht, kein Streitobjekt mehr — die Parteien haben sich dcmrit abgefunden. Offen bleibt nur noch die Frage, wie wir es anstellen wollen, damit die zu erwartenden .Kredite nicht wieder^ dem Moloch des Konsums preisgegeben werden, ohne daß für. die Sanierung tatsächlich etwas heranskonrnrt. Darauf müssen wir gefaßt sein, daß von einer Aufzehrung der Anleihe,' wie dies mit dem englischen Vorschuß geschehen ist, nicht mchr. die Rede sein kann — sie wird Oesterreich unmöglich gernacht werden und es wird selbst aktiv dazu beitragen müssen. Es ist klar, daß die „inneren Reformen", die von uns verlangt wer-, .bett) diejenige Garantie bedeuten, die wir als Gegenstück zur Anleihetzarantie der Mächte zu leisten haben werden. Diese Re-, formen können sich nur auf-einen ernsten Kampf mit dem Defizit beziehen — es wird also eine nmfasiende Reorganisat.ion des Budgets vorgenommen< werden müssen, diese aber setzt einen Abbau der hypertrophischen Bnreaukratie,. eine Entstaatlichung der geldfressenden Staatsbetriebe und einen vollständigen U nr b a u d e S Steuerwesens und der Steuertechnik voraus, d. h. eine Heranziehung aller Schichten der Bevölkerung zu Steuerleistnn'- gen, di« nicht mehr durch die fortschreitende Geldentwerlmrg ' fiktiv werden und den Staat aus dem Leeren schöpfen lassen. Diese Reformen soll Oesterreich formell ohne jede Einmifchung Fremder durchführen, in'der Praxis werden sie unter dem wachsamen Auge der Kreditgeber stehen. Das Prograurm wird mit ihrer Zustimmung aufgestellt werden müssen und wohl aus diesem'Grunde werdest wir zirnr zweiten Male eine Völkerbunddelegation in Wien begrüßen. Die Kreditgeber werden es-aber in d«r Hand haben, Oesterreich znr Erfüllung der von ihm geforderterf Opfer zu zwingen/ denn einerseits wird die Finanzkontrolle das Jnstnrmem hierfür as»geben,- andererseirS wird eine Ansfolgung der Krdditbeträge von. tbrkm Placet,. abl)ängen, das sie, wie nun Geldgeber einmal sind, nicht leichtfertig aus der Hand 'geben merderr. Es müß hierbei in Betracht gezogen werden, daß di« Krevitaktion, wiewohl sie diesmal tatsächlich großzügig'ist, die. Aufbringung der Gelder doch den privaten Bankkonsori r t n überläßt. Die Subskription erfordert^ Zeit, und inzwischen . werden wir an der Durchführung des.FmanzplaneS arbeiren müssen. Und ^gerade weil die Mächte damit rechnen, dirß dieS Zeit erfordert,'haben sie die Gesamtsumme der Anleihe über«' Nach wie vor die Billi ln hoc; f3 F.an Stoffresten, für Anzag-i, Winter Mklu. Kieiiltr. Kus.Qma loJ.. l»., Linke WienitoJe 40. im Hof« 30 8695

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