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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-30 · Heft 1226 (30.6.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1226 (30.6.1922)
Date
1922-06-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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»H-H. »«rart. Wienev Äiörgenzeiiuns. Eine würdige Inszenierung — bis auf die entsetzlichen Säulen, die man vor die Königsburg gestellt hatte. Wir haben sie in der.Fabrikshalle gesehen, als Georg Kaisers „Gas" gegeben wurde. Dort waren sie am Platz. Nach Theben hätte mvn sie nicht verpflanzen dürfen. Und ein vortreffliches Ensemble — bis auf die dritte Magd. Ausgezeichnet Josef Z e t e n i n s und Elisabeth Markus, die sich überraschend entwickelt. Voll Verdienst trotz sichtlicher Indisposition Erika. W a g n e r und die Herren Kutschera, Pater, Schr.eiber, Stöger und. Tcnbler. — Moissi wurde wieder stürmisch gefeiert und mit Rosen überschüttet. O. A. / Aus den Theatern. Burgthcater und Operntheater bleiben von morgen bis einschließlich 31. August geschlossen. In der Volksoper wird heute „Tosca" mit Herrn Jean. M a j e r s k i als Cavaradossi gegeben. Morgen erfolgt die Erstaufführung von „Eine Nacht in Venedig". Im Deutschen V o l k § t h e a t e r tritt heute Alexander Moissi als Fedja in Tolstois „Der lebende Leichnam" auf, morgen wird Bahrs Lustspiel „Wienerinnen" ausgc führt. Im Theater in der Josefstadt verabschiedet sich Frl. Käthe Dorsch (Berliner/Lessingthcater) in der Picardscheu Komödie „K i k i". TJ' In der Renaissanecduhne beginnt Josef König am Montag den 3. Juli in der dreiaktigen Schwanknovität „V ö r s e nfi ebe r" von Max Neimann und Otto Schwach ein längeres Gastspiel. In den weiteren Hauptrollen sind die Damen Pia Arnold, Luise Liebstoeckl, Maja Serura, Lola Urban-Kneiidinger, Cornelia Wildt und die Herren Eugen Günther, Karl Nauth, Karl Urban/beschäftigt. Die Inszenierung des Schwankes, besorgt Oberregisseur Julius Herzka. Der gestohlene Stuttgarter Rembrandt in London. Das Neulich aus der staatlichen Galerie in Stuttgart gestohlene Gemälde „Paulus im Gefängnis" von Rembrandt ist nach London gelangt und dort zum Kauf angeboten worden. ' „Der Born Judas", das größte und vornehmste Sammelwerk jüdischen Legendenschatzes, ist um einen fünften Band bereichert worden. (Preis in Pappband 60 Mk., Halbpergament 150 Mk.) Dieses Werk Bin Corions sowie „Die Sagen der Juden" desselben Autors sind wichtige Bestandteile jeder jüdischen Bibliothek. Beide Werke liefert die Buchhandlung R. Löwit (Dr. Präger), 1. Bez., Rotenturmstraße 22, zum festgesetzten Preis zuzüglich des bekannten Teüerungszuschlagrs. Gestempelte Krone ---- — .03 Centimes. Auszahlung Wien ----- — .02% Centimes. Sn Zürich notierte 8ke österreichische'Kronr . . . -.02'/. . (-.02'/. am 28. Suni) die osierr. gestempelte Krone. —.03 (-.03 am 28. Suni) fcfe kschechische Krone . . . . 10.10 (10.10 am. 28. Suni) die Mark... . ... . . 1.46 t 1.52 am 28. Suni) Agram.. 1.67 ( 1.70 am 28. Suni) Sofia 3.42 ( 3.45 am 28. Suni) Budapest ......... —.53 (-.53 am 28. Smi) Äbarsexau »«»«« .»» —.UV , (-.11'/. am 28. Suni) übrigen Länder geladen werden. Die Expertise findet Dienstag den 4. Juli um 9 Uhr vormittägs im Sitzungssaals des Finanz- und Budgetausschusses statt. Steuervereinsachung und Vermögensabgabe. Der Unterausschuß zur Beratung der steuertechnischen Vorlagen führte in seiner gestrigen Sitzung die Generaldebatte über die ihm zngewiesenen Vorlagen — A b g a b c n t e ch t 8 nt i tt elgef etz und Steuervereinfachungsgesetz — ab. Hierbei wurde vornehmlich die Frage des Abbaues des gesamten. Beamtenapparates erörtert, den) die Veranlagung der Vermögensabgabe, obliegt. Die Vertreter der Regierung, übernahmen die Verpflichtung, bis zur nächsten Sitzung.-des Unterausschusses ein Elaborat vorzulegen, wodurch ermöglicht j werden soll, die gesamten Arbeiten, die'mit der Vermögensäbgabebemessung im Zusammenhang stehen, bks längstens Ende März nächsten Jahres zu beendigen. Ausfuhratgabe für die nach Oesterreich., ausgeführte tschccho-slowakische Kohle.. Die von der tschecho-stowakischen Regierung eingchobene Ausfuhrabgabe für die nach Oesterreich ausgeführte Kohles wurde auf Grund der im Jänner d. I. zwischen den Vertretern des.tschecho-slowakischen Ministeriums für öffentliche Arbeiten und den Vertretern des österreichischen Bnndesministeriums für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten in Prag gepflogenen Verhandlungen für den Monat Juli 1922 mit zehn Prozent der in Kraft stehenden Abgab es ätze festgesetzt " Die Krlsgsanlrthelrage in -re TschrchostoWakei. Aus Prag wird telegraphiert: Die tschechischen Blätter meleen zur Zurückziehung des Kriegsonleikeaefehes. daß in absehbarer Zeit weder diese. noch eine verbesserte Vorlage dem, Parlament vorgelegt werden wicd. »Narodny Listy" fordern dir Bildung einer Liga gegen die Einlösung der Kriegsanleihe GrSNnrms einer Prv-uklsybLrfe in PretzSrrrg. Sn Preßi'urg wurde am 25. d. die neugeschäffene Produktenbörse feierlich eröffnet. Tie Börse lagt im dortigen kleinen Dedoutensaal. Dis Eröffnungsrede dielt der Präsident der Bratlflavaer Handelskammer. S t o d o l .a, auf dessen Smt.talive die Errichtung der Börse hauptsächlich z'urückzustihren ist. - Freie Ausfuhr von AerssUen ans Rumänien. Die höchste Approvisionierungsuvd Mssuhrtommlision hat beschlossen, die Ausfuhr aller Zereatten, auff-p Weizen-, Korn» und Getreide- Produkten, vollkommen srcizugeben. Dieses Regime •- bleibt in Kraft, bis ein Bild der Gesannprvduklion möglich iein wird. Erhöhung des Privar-iskvnts iä Budopsft. Das Kartell der Budapest» Großbanken hat den bisherigen Zinsfuß von 11.25 Pw;enr auf 13.25 Prozent e r h ö h t. Da tue Bonkm in d'r nächsten Zeit große Grfchäfte mit dem neuen Getreide durchführen wollen, wird allgemein befürchtet, daß dies die neuerliche E r h ö h u » g d e r Brv 1 p r e t \ er zur. Folge haben wird. .; - Derttner Börse. Berlin» 29. Suni. Die krisenhäfts innerpolitische Lage, welche zu einer Reichstagsauslösung zu führen droht» hat in 30. Juni 1922 "" Seite 7 nirtschlisllrchen Kreisen eine große Beunruhigung beroorgeruf« Die nächste Folge war eine weitere erhebliche Steigerung « Devisenkurse. Der Dollar erreichte den Stand von 366*/,. Ai Effektenmärkte dielt die Unsicherheit an. Für 2udustrte-Dk!t« fehlte es <m jeglicher Unternehmungslust Dir wenigen Ilmsätz waren Zufallegeschäfte und .die Kursbewegung gestaltete sich mj regelmäßig bei wenig belangreichen Deränderunarn nach obr und unten. Auch Schiffahrts-Aktien hatten keuie einheitlich Tendeiu. Bank-Aklien schwächten sich um eine Kleiniäkett alt Ausländische Anleihen . waren fest bei höherer Bewertung sll valutarische Papiere. Türken begegneten vorzugsweije Snteresj und stiegen teilweise sehr beträchtlich. Ungarische Renten wme> nur wenig und ungleichmätzrg verändert. Oesterreicher neigte« zur Adjchwächung. Deutsche Anleihen konnten sich behaupten. Schlüßkurser Türkische Lose 3500.—, Oester, .Staatsbahn 1255.50. Norüd. Lloyd 290.—. Der. Elbeschiff fahrt 695, Derlin?r Handelsgesellschaft 466.—. Kommerz. Privat bank 295. Dormstödler Dunk l84.—. Deutsche Bank 500.— Dlskonto-Kommandit 410.—, Dresdner Bank 310.—, National! ban.k, für Deulfchland —.—.Oesterr. Kredit 71.12. Oesterr Länderoagk 150.---» Reichsbank 221'—, Wiener Bankvereii 59.—, Wiener' Univnbcmk 60 —, Mg. ElektriMts.-Gefellfchaj 633.—, Bochumer Gußstahl 1075.—, Daimler-Motoren 391.25 Deutsch-Luxemburger 952.—, Deutsche Waffen u. Munition 1392.— Dynamit Nobel 596.—, Felten & Guilleaume 678.—, Gelsen kirchener Berg. 1005.—, Th. Goldschmidt 759.—, Karpene, Berg. 1776.—, Kirsch Kupfer 696.—, Höchster Farben 630'— Koheniohe-Werke 669.—. Laurahütie 2055.—, Mannesman^ röhrek 860.—, Phönix -Bergbau 1141.—, Schucksrt L Ca 635.-^-» Siemens L Kalskr 985.-. Telephon Berliner 451.— Die Depisenkurse. Jkrich, 29. Suni. (Devisenkurse. — Miigeteilt von de» Schweizerischen Kredilanstall.)? Berlin 1.46 (1.52/, Kolland 202.50 (202.40), Nrw Yortz 528.75 (527.50), London 23.20 (23.30),- Paris 4392 (44.2v> Mailand 24.5.2 (24.87), Brüssel —(42.10), Kopenhagen —(112.85), Slockholm -.-(135.50), ^Christiania (85.50/ 'Madr'.S —' (82.—), Buenos Aires —(188.50) ‘j-rog, 10.10 (1040), /Budapest —.53(—.83), Agram 1.67(1.70), Sofia 3.42 (3.45), Warschau —.11'/, (-.11 Vi). Wien Geltz —-02V (—.02’/,), Wien Ware —Oesterr. gesk Kronen Geld —.03 (—.03), Oesterr. gest. Kronen Dar« Derlrir, 29. Suni. (Devisenku'le.) Wien alles — — (-7-.—), Wien qbgeflempelt 1.83 (1.20'/,), Prag 702,60 (667.15). Budapest 36.- (35.55). BerUtt» 29. Suni. (Kurse der Devisenzentrale.) Noten : Dollar 370.35 (350.10), Pfund 1626.25 (1545.25), Sialientsche 1708.25 (1648.25), Polnikhe 7.S0 (7.60). Tschechofiowaktsche 702.50 (669.25), Alte österreichische Oesterr. gestempelte 1.97 (1.92'/,). ÄmsterSam» 29. Suni. (Devisenkurse.) London 11.80"/, (11.50V»), Berlin 0.74'/* (0.76), Paris 21.82'/, (21.87V8,) Schweiz 49.45 (49.40). Wien 0.01.42(0.01.35), KopenhagenBS.— (5580), Stockholm 66.92 (67.—), Christiania 4-2.25 (42.16). New York 260?/, (260.50), Brüssel 20.75 (20.80). Madrid 40.55 (40.55), Stallen 12,35* (12 32/,). Budapest Die pslAische Monopolpolitik. Warschau, 29. Juni. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) veber Antrag der Nationaldemokratcn wurde eine Sitzung der H a n d e l s- und I n d rr st r i e k 0 m m i s s i 0 n im Sejm einberufen, um die Frage der Regulierung des Handels mit altem Eisen zu regeln. Auf diese Weise droht den jüdischen Eisenhärrdlern der Verlust ihrer Existenz. Interessant ist, daß dieselben Nationaldemokraten, die gegen die Einführung, des Tabakmonopols mit dem Argumente auftraten, daß das Monopol die Entwicklungsmöglichkeiten des Handels und die Bürger an der Entfaltung ihrer Kräfte behindere, gegenwärtig die Einführung des Monopols für Alteisen verlangen. Abge-„ ordneter Farbstein bekämpfte in einer längeren Rede die?lrgumente der Natiorialdemokraten und beantragt angesichts der gegenwärtigen ungeklärten Negierungsverhältnisse die Vertagung der Kommission. Der Vorsitzende gab dem Anträge Farbstein statt und verschob die Sitzung bis zur Liquidierung der Kabinettskrise. Die Devifensturse. Sn Zürich sind gestern die österreichischen Zahlungsmittel unverändert geblieben. Die gestempelte Krone notierte 0.03. Sluszahlung Wien 0.02V*. Sn Berlin besserte sich die Ariszahtung Wien von l.80'/g auf 1,83, die Note von 1.92'/, auf 1.97'/,; diese Besserung der österreichischen Krone hängt mit der infolge der innerpolitischen Krise in Deulfchland an der gestrigen Berliner Börse cingelretenen Steigerung aller fremden Zahlungsmittel zusammen. Sn W i e n war gestern die Börse wegen des Feiertags gefchlvffen. es unterblieben daher die Nolieruugrn der fremden Zahlungsmittel. Die Südbahnkonferenz. Aus Venedig wird berichtet: Die Südbahnkonserenz hat die Abhaltung von Vollsitzungen für einen Tag unterbrochen. Bei der letzten Beratung des italienischen Entwurfes befaßte sich die Konferenz m'»t d>r Frage, wie der Dienst auf den einzelnen Linien zu regeln wäre, um einen regelmäßigen Verkehr zu sichern. Ein aus Vertretern der verschiedenen Staaten bestehender Ausschuß wird sich mit der Ausarbeitung eines Uebereinkommens betreffend die Freiheit der Verbindungen und des Transitvc kehres befassen. Der Ausschuß wird den italienischen Entwurf mit aller Sorgfalt prüfen, um sobald als möglich bestimmte Anträge unterbreiten zu können. Die Warenumsatzsteuer. Der Unterausschuß für die Warenumsatzsteuer beschloß in seiner gestern unter Vorsitz seines Obmannes Kollmann äbgehaltenen Sitzung die Einberufung einer Expertise, zu der die Handelskammern, die Avbeiterkanrmern und die Landivirtschaftslammern für NiederösterWch. ^blrriehungMste dieLandesfulturrgte der Z^apid-Spart«! 2 : 2 (2 : 0). Ein moralischer Erfolg der ohne Nridil spielenden Rapid- Mannschast. — Wessely und Wittka nach Halbzeit kampfunfähig Hohe Warte. 36.000 Zuschauer. Schiedsrichter Retschury. Rapid: Paulcr;'Schlosser, Stejskal; Klär, Brandstätter, Nietsche; Wvndrak, Wittka, Knthan, Bauer, Wessely. / Spar'ta: Pcyr; Hojer, Pospischil; Kolcnaty, Kada, Perner; Sedlacek, Janda, Pilat, Sronbck, Cervcny. Rapiö'wav es nicht vergönnt,'auch den dritten und letzten seiner großen internationalen Kämpfe, zu einem ziffernmäßigen Erfolg zu gestalten und damit einen.noch.nicht dagewesenen .Hat-trick zu vollbringen, obwohl die Wiener /Mannschaft gerade diesmal ihr bestes Spiel in dem großen.Ringen der letzten Wochen lieferte.. Vor Beginn des Wettkampfes horte/ man vielfach die Aieinung laut werden, daß bereits ein unentschiedener Ausgang als großer Erfolg der Wiener anzusehcn wäre, und nach dem Verlauf des Spieles, das — alles in'allem betrachtet — eine gewisse Neberlegenhcit der Tschechen nicht verkennen ließ, schien Rapid tatsächlich mit einem blauen Auge d'avongckommen zu s?in. Bei näherer. Betrachtung stellt sich die Lache aber wesentlich anders dar; 9iapid vermochte trotz einer Reihe widriger Umstände dem gewaltigen Gegner derart hart zuzusetzen, wie es noch kaunl je pntcr solchen Bedingungen einer kontinLntaren Mannschaft gelungen sein mag, und der gestrige Tag bedeutet für den Exmeister in Wirklichkeit einen großen moralischen Erfolg. Trotz des Fehlens von Uridil — dessen Mitwirkung auch unter den gegebenen Verhältnissen wahrscheinlich den Sieg der Wiener herbeigeführt hätte — drängten die. Gvünen den Gegner bald zurück und machten während des größtm Teiles der ersten Spielzeit ein Plus geltend. Erst als nach der Pause Wessely rmd später Wittka kampfunfähig geworden waren, gelang cs den Gegnern, eine kurze Schwächeperiode der scherlasteten. Wiener Verteidigung auszunützen und kurz hintereinander zwei Treffer und damit den Ausgleich zn erzielen, ohne aber, trotz Uoberlogenheit im Felde, bem geschwächten Gegner den Sieg entreißen zu können. Der tschechische Meister hinterließ ziem ersten Male in seinen Wiener Gastspielen einen wirktich günstigen Eindruck, da das inchouierende Können der Mannschaft diesckäl nicht durch Devbheiicn und unfaires Verhalten der einzelnen Spieler beeittträchiigt wurde. Das gestrige Auftreten der Sparta erbrachte den Beweis, daß diese Elf derzeit wirklich um ein We^niaes Her die Algtzra U stellen. Ivare. SBei MiHe.r. nischer Durchbildung der einzelnen Leirte verfügt , die Meister- . Mannschaft über einen Angriff, dessen Zusammenspiel vielleicht nicht so vollendet, aber dafür auch nicht schablonenhaft und taktisch weitaus besser ist, und im denr alle fünf Spieler einen außerordentlichen Zug aufs Tor zeigen. Auch die Deckung der Sparta weist gegen den gleichen Mannschaftsteil seines Rivalen ein erüschiodenes Plus auf. Die Hallptstärke der Gäste lag nicht, wie erwartet, im Angriff, sondern in der vorzüglichen Deckungsreihe, die in Kada einen Dirigenten, von außerordentlichen Qualitäten besitzt. Einen Spieler gleicher Klasse üuf diesem Posten kann Wien heuten icht aufweisen. Der Angriff bot zeitweise ein ganz 'Hervorragendes, raffiniertes Zusammen-spiel, ließ aber einigermaßen die sonst so gefürchtete Schußsichevheit vermissen. Wohl wurden eine Unzahl „Bomben" gegen das. Tor der Wiener abgefmert, aber nur wenige dieser krachenden Erzeugnrffe trafen ihr Ziel, die meisten endeten weitab im Out. Aus dem vorzüglichen Quintett wäre Janda noch besonders hervorzu- - heben, wogegen 'Pilat diesmal etwas abfiel. Die Verteidiger reichen, obwohl durchaus erstklassig, keineswegs an die Cxtvaklasse der vorderen Linien heran. Beide leisteten sich etliche Schnitzer und auch, der Tormann war etwas unsicher.;• * Rapid verdankt seinen Erfolg diesmal vor allem der gmrz hervorragenden Leistung seiner Hintermannschaft, in der neben Nietsche speziell die beiden Verteidiger wahre Glanzleistungen vollbrachten. Hervorgehoben muß werden, daß Schlosser seinem Partner Stejskal, der viel effektvoller arbeitete, an Nützlichkeit nicht nachstarrd. Der alte Brandstätter rackerte sich wieder einmal mit sehr v.iel Erfolg, obwohl er gegen Kada einen besonders schweren Stand hatte, und auch Klär befriedigte; er sollte allerdings seine überflüssigen Spielereien lassen. Im Angriff war Hauer der am meisten beschäftigte, aber keineswegs beste Mann, und Küthan konte sich nur in der ersten Halbzeit zur Geltung bringen. Eine überraschend gute Leistung bot Wittka, der in seiner gestrigen Form, jeden änderen Stürmer hätte ersetzen können, nur eben Uridil nicht ersetzen konnte. Wondra? wurde wenig beschäftigt und Wessely kam nur in der ersten HMzeit in Betracht. Bis zu seiner Verletzung bot er aber ein wirklich gutes Spiel. 2iapid ist anfangs sichtlich etwas befangen, aber nachdeu: einige Sparta-Angriffe abgeschlagen sind, unternehmen die Wiener heftige Gegenstöße. Zweimal „tankt" Wittka, aber jedesmal gelingt den tschechischen Verteidigern noch in letzter Sekunde die Rettung. Ein scharfer Schuß Jandas macht Pauler große Mühe,, dann werden die Rapid-Angriffe immer nachdrücklicher, ein Volleyschuß Wondrals wird gerade noch abgewchtt. wobei der Ball auf der Torlinie liegen bletzbt. Nach Metz h" *••*••» 'A' .

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