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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-18 · Heft 1296 (18.9.1922) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1296 (18.9.1922)
Date
1922-09-18
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K'J .."tflftf,!^'-' 7'f ttmlnniifr K 700 Wi en: ^am Afcholan in der Expedition, II.,Tabqrstr. 1-3, oder in einerVerscHjeiflatelle (Trafik) monatl. K 30.000 Mit Posbreraand für Wien n. Oesterr. monatl. K ,30.000* Ts eh e c h o-S 1 owa k ei: Men. K20. Ungarn: Mon.< K150. Jqgoslawien: Mori. Dinar 25. Polen: Men. Mk. 1400. Deutschland: Mon. Mark 150. Frankqich: Monatlich Frcs. 6 KU" N*eJ»«ahl«aj:e» “WB bei Preberbolrangen Vorbehalten Nr. 1290 Wien, MonLsg, 18. September 1922?icfi«eho.sio*«*?k; tKhMk. K1.SO Italien: Monatl. 6 Lfc Rumänien: Mon. 40 Le Schwein und das Übrig« Ansland monatlich Fres. 3 Redaktion«. Wien, II., Taborstraue Telephone: 44-0-38,43-3^, ab 6 Uhr. abends 16-301 Tel.-Adr.: .Morgcnzeitnng' Wien O öst erreichisch es PcS&päf. kassen-Konto Nr. 159,69; 4. IaHkAang : ■ * Ag. * g. a!% ' Eaglaad für eine ge«einfa«e Aktion der Mächte znm Schatze dep neutrale« '■ Zone. , " ' Londvn, 16. September. Nach einer Mitteilung des RenLerschen Bureaus wird in englischen Regierungs- - kreisen angenommen, daß, falls man den Forderungen ' der Angora-kregierung entspräche, dies nicht weniger bedenten Wörde, als ans alle km letzten Kriege durch den Sieg über die Türkei errungenen Vorteile zu v e r z schien. Die britische Negierung erachte die tatsächliche und ständige Freiheit.der Meerengen als eine Lebens- Notwendigkeit, für die sie bereit sei, sich m i t ihrer ganz e n Macht einzusetze n. Etwas anders aber verhalte es sich mit der Fr a ge Konft a n t i n o p els. Es sei mehr als zwei Jahre her, daß der Beschluß gefaßt wurde, die Türkei so lle Konst antinopelnichtverlieren, und auf der Londoner Konferenz vom Jänner 1921 sei den Vertretern der KonstLntinopler und der Angoraregieruug bedeutet worden, daß die Alliierten die Frage K o n st a n t in o p e l s v o n d e r b e f r i e di ge n d e n Losung anderer Fragen abhangig machen. Die britische Regierung wünsche, daß ehestens, ein« Konferenz zusammentrete, und zwar wo immer nach Verständigung mit den-übrigen Machten. Die Konferenz müßte sich entschlossen dafür eintreten, daß ein dauernder Friede wie die Möglichkeit eines kemalistischen Angriffes ans Me neutraleu Zonen bestehe. An KeMK lH,a.sH-ü.«ch die Regierung donst e wegew Achtung der neutralen Zone gerichtet worden, aber angesichts der gereizten Stimmung und der maßlosen Forderungen der Kemakisten wäre es leichtfertig, ja gefährlich, bei einer diplomatischen Aktion stehen zu bleiben; es m usse auch ei ne entsprechendei bleiben; es müsse auch eine entsprechende Macht bereitstehen, um die Freiheit der Meerengen gegen einen Angriff der Türken zu verteidigen. Menü die Miierten durch die kemalistischen Truppen aus Koustautinopel vertriebe« würden, Ware 1 r" 11,1 11 1 . Kes ein hoch st derhängn i s 6 o l M <&' r e i g n D das weitreichende Folgeu in der ganzen islamitischen Welt und in alle» im WeMrieg geschlagenen Staaten nach sich ziehen müßte, die solcherart in bedeutendem Maße angespornt ' und ermutigt würden. Das Erscheinen der siegreichen Türke« aufeuropa i s ch e m U. s e r w ü r d e eine s e h r e r n st e S i t u a t i o n auf dem ga n z e n B a l k a n schassen. Es sei Sache der Alliierten, diese Gefahr z«! verhindern. Die britische Regierung sei entschlossen, alles z« tun, damit man zu einer befriedigenden LZsrrng gelange. Sie.habe sich an die übrige« Großmächte bezüglich deSSchutzesKonstti ntinopels und der neutralen Zone g«wendet. Gleichzeitig sei die britische Regierung an Rumanien, IngoslaWien und Grieche»land w egenderTeilnahmedieser St a a ten am aktiven Schutz der ne«trale» Zonen h e ran g e t r e t e n, 9 die angesichts der Gefahr einer Bereinigung der BulZgreu snit den Türken auch für sie ein Lebensinterefse bedeute. Die britische Regierung habe auch die Dominions arrft gefordert, sich mit entsprechenden Kontingenten an dem! Schutze det neutralen Zonen zn beteiligen. Die britische Negierung sei entschlossen, Re Abteilungen, die " ■ zur' DM po s s t o« ^»r-, k o m m a «da nt e n in Ko n st an Li ü o p e l Generals Harringlo n stehen, unverzü glich «nd wenn notwendig, in. bedeutendem M atze zu v e rst ä rien. Gleichzeitig We die b r itische Mittelmeerflotte den Befehl erhallen, sich mit allen Mitteln dem EindWingen türkischer Abteilungen in die neutralen Zonen entgegen zu stelle n und jÄ>en Versuch der Türken, das europäische User zu betreten, zu widerschen. ^: " lj Neuseeland hat die Ausforderüng der kritische« Regierung bereits angenomme«. M» ) ■aayjMeiMii^wMrMa«.«« ■j--»*'ruiininBrnai|i'1" > 1,1 ■.iiiiiaMmaw Die Frage sa« Kvastaatinapel. Paris, 17. September. (Havas.) Die Blätter verweisen darauf, daß Frankreich und Italien vor-. läufig beschlossen hüben, sich England anzuschließen, und Kemal Pascha zu verständigen, daß die Alliierten verlangen, daß die neutralen Zonen geachtet werden, und stellen fest, daß die britische Note bezüglich der Haltung der britischen Regierung in der Frage des nahen Ostens die ^Üebereinstimmung der Standpunkte der Alliierten bekräftige. Ferner stellen sie fest, daß die Alliierten darin einig sind, die R ü ck g a b e' K o n st amtin o p e l s »a n d i e Türkei für unerläßlich zu halten. Andererseits betonen sie, daß Frankreich und Italien, indem sie England ihren Willen kundgegeben haben, ^die Grundsätze dev Freiheit der Meerengen und der Wahrung der neutralen Zonen bis zur allgemeinen Regelung des Friedens zu garantieren, keinerlei andere Zusicherung gegeben haben, da der ftanzösischen Regierung viel daran liege, genauer darzulegen, daß die bisher ergriffenen Maßnahmen in keiner Beziehung den Bedingungen des zukünftigen Friedens vorgreifen. MeservierLe HattLAg Ameeikas. Paris, 17. Sepembter. (Wolfs.) Nach einer Meldung des ,Mw Aork Herald" aus Washington hat der Ober-, kornmstsär der Vereinigten Staaten in Konstanttnopel Konteradmiral Bristol die telegraphische. Weisung erhalten, gemeinsam mit den Alliierten dör Rot. in Smyrna' zu steuern, aber keinerlei Verpflichtungen im Namen der amerikanischen Regierung einzugehen. Das Blatt meldet weiter, die private amerikanische Hilfsorganisation für den nahen Osten habe wegen der Ausbringung von ztvei Millionen Dollar av die Oefsentlichk-»it appelliert. Der letzt« Nest der griechische« Armee gefaage«. London, 16. September. (^Havas.) Die türkischen^ Truppen haben die letzte griechische Armee, die sich noch . in Kleinasien befand, ungefähr 7 6 0 0 M a n n unter dem Befehl des Generals Petriades,.gefangen genommen. ,• Ein aeat» deatsch-fraazSfifches Lie?eraagss>»kam«!e«. Berlin, 18. September. (Tel.-Komp.). Zwischen /den ffchvenden Konzernen der chemischen Industrien Deutschlands und französischen Industriellen ist vor erlügen Tagen ein uurftnrgveiches Lieferungsabkommen albgeschlossen worden. An dem Abkommen ist besonders'der'AnNnkonKern hervorragend beteiligt. Eiae astgalizische Äbardaaag bet« BSiberbaab. Genf, 16. September. (Wolsf.) Eine ostgalizische Abordnung ist in Genf eingetroffen und hat dem Völlerbundrat und der VölkerbundversaMmlung eine Denkschtist übereicht, worin geben die von der Polnischen Regierung in Ostgalizien.angeordneten Wahlen für den Polnische n Landtag Protesttert wird. Die Abordnung ersuchte den. Völkerbund, . das der ost- 'galizischen Bevölkerung, durch die internationalen Ber- . trage znstehende Recht zn schützen. . Bevorstehende BetrieSserttsteIvAg bei den WLtksMtzer Ei?e««erke«. Prag, 17. September. „Tribuna" meldet, daß die W i t k o w i tz e r Eisenwerke im Laufe dieser Woche den Betrieb ihrer Stahlhütten und .Walzwerke einstellen werden, j Gestempelte Krone Auszahlung Wie» 3« Zürich notierte die österreichische Kronr ... die' österr. gestempelte Krone , die tschechische Krone^.' ^. die Mark.... . Agram. •/.. Sofia Warschau —.007g -.00-/4 rentimeO -.oo*/* (-.oov4 ~.oov, (-.oov, 17.40 (17.45 , 0.S51/, (-.367.; 1-80 (1.90 ä S.30 (3.20 .0:21 (0:21 0.08 (0.08 cm 10. SeD am 16. Sept:s cm 16. 6epr:j cm 16. SepKj am 16. Septh cm 16. S eW cSn 16. SepH dm 16. Se'pD Bkyerrr Will Steine AsssLiiÄder. Berlin, 17. September. Wie die Blätter aus München melden, hat die bayrische Regierung, um'einen Ausverkauf des Landes hintanzuhalten, die Behörden zum scharfen' Vollzug, der Fremdenverordnung' angewiesen^ Der Aufenthalt von Ausländern darf mm nach bewilligt werden, wenn die betreffenden Personen durch triftige Gründe und nicht durch eine! B e r g n ü g u n g s r e i s e ins Land geführt werden^ st. Die WiederhersteLRRF der eNrost.-..-'st..? psischerr HriedeKS. . LovdoN, 17. September.. Wie das ReMbW Bureau aus Washington meldet, brachte heute Brit te u irn Rep rasenLa nten h ause eine Entschließung ein, S , der Präsident H a r d i n g erspcht wird, im Interesse W industriellen Weltfriedens die ihm geeignet'erscheinende Schritte-zu tun, um den sozialen und politisches Frieden in Europa wieder herzustellen. Die Entschließung sagt weiters, der Zeitpunkt erscheine a!^ günstig für eine Neuregelung des Vertrages von Versailles und der Reparaironsfrage. Es sei klar, daß die RegieruD der VereiniMn Staaten sich nicht abfeits^tzttMbürMA^ / 8se^ . ' London, 17. Septembers (Reuter.) Wie ,-DaiNj Mail" aus Smyrna meldet, sei Lori neuerlich ein! groß e r Br and ausgebrochen. Da verschiedene LenL^ versicherte», sie hatten gesehen, daß Türken in das neuerlich ausgebrochene Feuer Petroleum gegossen hätten, ordnete der ftanzösische Admiral eine genaue Untersuchung an, die jedoch keinen Beweis für diesd Behauptung ergab. 1 Die Gemeinde Wien «ad die LLader- ■ bäak.; ‘ Wie der.„W i ener © on n- und Mont a 9 d Z e 11 tt tt g" aus finanziellen Kreisen mttgeteilt wird,! hat die Gemeinde Wien ihr Verhältnis zur L ä u d e r- 6 a n! g e l öst, das länger als ein Vierteljahrhundert währte. Eine der hervorragendsten Epochen der Wieners Kommunalgeschichte findet mit der Tatsache, daß nunmehr die Länderbank aufhört, als Bankier der Gemeinde zu fungieren, ihren Abschluß. Der Aufstieg Dr. Lueger s war damit verknüpft, daß die Länderbank bei der Ver-! stadtlichüng deS Gas- und Elektrizitätswerkes Dr. Luegep zu Hilfe eilte und ihm die Mttel zur Durchführung! seiner weitreichenden Plane im Interesse Wiens zur Verfügung stellte. Zwischen dem Generaldirektor der Bank August L 0 h n.st e i n und Dr. Lueger entwickelte sich! auch ein persönliches freundschaftliches Verhältnis, das bi^ zum Tode deS letzteren wahrte. Auch unter Bürgers meister W e i S k i r ch n e r und dem Direktor R 0 t t e r der LSnderbank blieb das freundschaftliche Einvernehmen! zwischen Bank und Gemeinde auftecht. Der gewesene Direktor der Länderbank und nunmehrige Finanz refereut^ der Gemeinde, Stadtrat B r e i t n e r, hat das Verhäl-' nir zur Länderbank g e l 6 st. j Als Bankier der Gemeinde fungiert fortab die! Riede r öst e r r e i ch i f ch e ESc 0 mpt e - G e sellsch-ft. . . + ■ Die Ursache dieser Veränderung soll in der ä b l e ynenden Haltung der Länderbank, den durch den! Index vom August vorübergehend ge-, steigerten Geldbedürfnissen^der Gemeind^ tro-tz mehrfacher Deckung Rechnung zu! t^aaeu. Ltt suchen sein. ■>'

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