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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-16 · Heft 1294 (16.9.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1294 (16.9.1922)
Date
1922-09-16
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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1p "■ 7- --—r"”' -v\ >,' ,’■»•-ur^T ,. •^•‘v "Teiie 4 ' Me«, Tamstag Wiener Meffe. Der sechste Messetag. Im Messepalast Machte sich erhöhte Bewegung geltend. Die Einkäufer, die in den ersten Messetagen geprüft und verglichen und die notwendigen Informationen über Ausfuhr« und Einfuhrbewilligungen. Zollsätze nsw. eingeholt hatten, schreiten nun zu Abschlüssen. Einige Ledergalanteriewarenfirnren meldeten gestern beim amtlichen Messedienst Verkäufe von mehr als einer Milliarde Kronen an. Dir Abteilui^g. für Spielwaren hat den größten Erfolg unter den im Messepalast ausstellcndcn Gruppen. Einen speziellen Erfolg erzielte die junge österreichische Edelglasintmstrie, die zum erstenmal aus der Messe auftritt. In der kunstgewerblichen Abteilung dauert das große Interesse, insbesondere der nordischen Staaten und Amerikas, für die heimischen Qrwlitätserz-eutznisse cim In der Musikinstrumcntenbranche, die diesmal iw, großen, bequemen Räumen untcrgebracht ist, gingen besonders mechanische Musikwerke ab. In der Parfümevioabteilung war große Nachfrage nach Rasierapparaten fast in alle Länder. Seifen und Parfümerien lagen etwas stiller. In der Paprermesse belebt sich >>as Geschäft zusehends, insbesondere finden Ansichtskarten und die geschmackvoll adjustierten Wiener Bviefpapierka,fetten stets ivillige Käufer. In der neue« Hofburg gab es große Aufträge in Dämonunb Kinderkleideru nach Jugoslawien Sehr große Geschäfte in Jumpers und gestrickten Kleidern wurden nach Deutschland abgeschlossen. Sportkappen, Masche und Kleider gingen in großen Posten nach Rumänien, Wäsche und Kleider auch nach Serbien. Se'ncns der Tschccho-Skowakei war Nachfrage nach Gerrrnklcidern und Wäsche. Es wurden auch namhafte Geschäfte abgeschlossen. Der Geschäftsverkehr wäre jedoch zweifellos ein viel regerer gewesen, wenn in allen Fällen Sicherheit über Gewährung einer Einfuhrbewilligung vorhanden war«. Auch im Absatz nach Jugoslawien machen sich die Schwierigkeiten te: der Erlangung von Einfuhrbewilligungen sehr störend gclfcnb In der Stiftskafcrne war «yrute sehr guter Besuch, der von den Ausstellern auf das Wiedererichein'n der Zeitungen, auf die erhöhte Propaganda der Messe und auf bie Propaganda zurückgeführt wurde, die sie selbst durch auf eigener Apparaten in der Messe hergestellten Flugschriften, Zirkulare usw. emsaltet haben.'Unter den Besuchern b-nrerkte man heute mehrere Käufer au; Südamerika, dir für t>.' Unwrbandinngen mit den Wiener Firmen erneu spanische:: Dolmetsch verlangten. Die Rotunde -atie heute etrn?n Besuch, der eigentlich nur von bot des Er- &;tmtKgä;ageä übertrossen wurde. Die Tatsache, das; fortgesetzt neue Besucher aus dem näheren und wci-eren Ansland emtresfeu, machen sich naturgemäß auch i'n Geschäft bemerkbar. Die Zurückhaltung der letzten Togo, die einzig und allein in den hohen. Preisen, die begehrt wurden, ihren Grunb hatte, ist numnchr einer gewissen, allerdings noch immer beschränkten Kauflust gewichen, so daß cs, von einigen wenigen Branchen abgesehen, fast koi:-' ^arengruppa gibt, die nicht mit größeren Aufträgen nach de.:: Ausland bedacht worden wäre. Die Provinz stellte gestern ein grotzxs Kontingent der Besucher, ste trat auch in vielen Fällen als Käufer auf. Dr. HerKrich Airschhsrn qtfiovbzn. Vir erhalten die Nachricht vom plötzlichen Hinscheidsn des Tr. Heinrich Hirschhorn. Er stand in der Mitte der Treisziger. Ter Aalizrfthe Zionismus, der in den letzten Jahren viele Verluste zu verzeichnen hat, hat im Verstorbenen feiner Besten einen verloren. Er gehörte zu den: Schlag der in allen Lagern so spärlichen Menschen, denen die Idee ohne jede Uelbertrerbumz Lebensinhalt war. Auch sein privates Brvufslciben stellte er völlig in den Dienst der zionistischen Sache. Er arbeitete nicht nur, tun für sich zu verdienen, sondern ganz bewußt in gleicher W-eise, um sich Mittel zu verschaffen, der Idee des jüdischen Voltes dienen zu können. Seine glänzende Organisationsgabe, seine bedeutende Beredsamkeit, sein reines, edles Herz, die hervorragende Bcwooüchkeit seines Geistes — alles gehörte fehwrn Bolle. Er war ein Mann von seltener Rechtlichkeit und hohem persönlichen Mut. Er Ivar Beschützer aller Bedrängten —- nur zu oft nmter Gofährdrmg seines eigenen Ladens in den Zeiten der verschiedenen Truppen reg re mmgen m der Stadt seines Wohnsitzes. Es war daher natürlich, daß er von allen Schichten der Bevölkerung, sowohl der Mischen als «rch der polnischen und ruthenischen, geliebt und Vevchrt wurde. Er verlangte me äußere Amrkemmng, dem sein Mick war stets ans die Sache gerichtet. Sein Tod ist im gegenwärtigen Augenblick ein doppelt schwerer Verlust für dagalizische Jndeiltuni. Cch. T. Vo« Keren Kajrmeth l'Jsrnrl. Es wird neuerlich mitgeteilt, daß mit Rücksicht auf die Entwertung der österrsichischen Krone die Preise der Spcwdrirmittel ab 1. September 1922 folgendermaßen erhöht wurden: 1 Baum 10.000 Kr., l Eintragung ins zstem* Zp»l»hsa» ft ft' Esbr.Srsinin Wien, II., Glockengüsse $ Filiale ln den Verkäufsihallen -m Karleplatz ’ (Teloolioftai £>|>3-Sp-rr8!) - . Pelxinfraren iiH©r Art 5az, neueste Modelle, in feinster Ausführung stets lagernd. Werkstätten: Wien, U., Rueppgasse 37 Goldene B u ch 1 M i l l i o n K r., 1 D u n a m 250.000 K r. ^n den Anstvrisen der Zeitung werden bloß Sperren von über 10.000 Kr. namentlich ausgewiesen. Et« Hilferuf«ss dem Poltawa-Gebiet. Du Föderation ukrainischer Juden in London hat folgende telegraphische Mitteilung von der jüdischen Gemeinde irr K x e m e lt t f ch u k erhalten: H u n g e r - thPhuS und Cholera wüten unter uns und töten täglich hunderte von Menschen. Zeh n tause nd e W itwen und Waisen irren gleich Schlitten durch - die Straßen. Helftn Sie das Laben der großen Massen' des Mischen Volkes retten. Senden Sie uns Lebensmittel. Dt« MerkstStte -er fslfchen Fknfztg» tllufenbrr ««»gehoben. Die größte Banknotenfälschungssache, die je die Wiener Polizei beschäftigt hat, wurde kürzlich erfoglreich zu Ende geführt. Einen Begriff über den Umfang der Fälschungen gewährt die Tatsache, daß schon 40 Millionen Krone,n in Banknoten fertiggestellt und Vorbereitungen getroffen waren, um auch tschechische Noten in großer Menge zu fälschen. Die Werkstatt« hat sich in Leobe n öofutiden; die Verbreiter waren durchwegs in Wien ansässig. In den letzten Wochen sind in Wien und Budapest in großen Mengen Falsifikate der neuen österreichischen Muiszigkronennoten aufgctaucht, die bei genauer Prüfung dadurch kenntlich waren, daß der Fraurnkopf auf den falschen Noten verschwommen war und einen starren Blick zeigte, die Rosette unter -dem Franenkopf schlecht ansgeführt war und daß auf der Rückseite der Farbenton ein grelleres Rot zeigte, überdies sich das Papier stärker anfühlte als bei den echten Noten. Der Kleiderhändler Lazar Uri erstattete am 22. v. Dl. iw Sicherheits-burean die Anzeig.', daß er am I selben Tage durch einen Abgesandten einer Bndvpefter Firma einen Betrag vor: 14 Millionen Kronen -erhalten habe und daß sich darunter Falsifikate - befanden. Es erwies sich, daß der ( lleberbringer des Geldes ein Abgesandter des Bankhauses Galandau e r n. B artos in Budapest war. Das . Sicherhoitsbureai: fetzte sogleich die Oberstadthauptmannschaft in Budapest in Kenntnis und durch sie wurde' festgestellt, daß dieses Bankhaus neun Millionen österreichische Kronen in Fünfzigkronennoten um ungarisches Geld von esiwem angMchen Texti-lagentetr Adolf Kn oll in Wien gekauft habe.. Es beb-urfts mühevoller Erhebungen, bis der Mann schließlich am 2. d.. in der Person des Agenten Mrahckn Knoll zu Tisza- Boktany im Marmaroser Komitot geboren, ansgesorscht tvuvde. Man verhaftete ihn im israelitischen Tempel in der Stump er gasse. Mit ihm zugleich wnvde auch fein bedeutend jüngerer Bruder Matthias Knoll unter dem dringenden Verdacht der Mitschuld verhaftet. Die Brüder leugneten anfangs entschiedenst. Endlich gäb Abraham Knoll zu, daß er die falschen Banknoten durch BevmiMliig eines gewissen Franz M ü h l ba u e r in Kenntnis ihrer Unechtheit von zwei ihm dem Namen nach unbekannten Personen zmn Vertriebe erholten habe. Er räumt« ei,n daß eS im ganzen zehn Millionen gewesen seien, und gab schließlich zu, noch weiter« 15 Millionen Kronen gekauft un-d mit 20 Prozent des Nennwertes bezahlt zu haben. Er gab auch zu, daß die im Bankhaufe Galawdauer u. Bärtos beschlagnahmten ntzuü Millionen Kronen von ihm herrühren und daß er sie dort um den vollen Nennwert verkauft hat. Er ist in der letzten Zeit utehvfach nach Budapest gefahren und wurdeauf zwei dieser Reisen von seinem Bruder Matthias begleitet. Es gelang schließlich den von Knoll bezeichneten Mühlbauer in der Person des früheren HandeiSogruten und ÄödergalanteriewarenhändlerL Salomon Mühlbauer, zu Berhomoth in der Bukowina geboren, auszuforschen und zu verhaften. Er gab bei dem Verhör zu, die ihm von Knoll zugeschriebene Rolle gespielt zu haben, will aber. bloß als Vermittler deS Kaufes mit den beiden Brüdern Eitron gewesen sein. Durch die nun nach langen Nachforschungen geglückte Verhaftung der beiden Brüder Eitron war die Spur, wieder weiter zu den unmittelbaren Fälschern vorgedrungen. Der ein« Bnider, Ire Eitron, zu Tarnopol geboren, Kaufmann, der zweit«, Süsse Eitron, zu Tamopol geboren, ist gelernter Schlossermeister, gab an, daß er di« Falsifikate von einem gewissen Eisenstein erhallen hat, der ihm im ganzen 40 Millionen geliefert haben soll. Der G«uannte wurde in der Person des Handelsangestellten Leon Eisenstein, zu Sniathn geboren, zugleich mir seinem Bruder, dem erwerbslosen Gemischtwarenhändler Norbert Eisenstein, verhaftet. Zugleich mit den Brüdern wurde ihr Schwager Simon Jäkob S e l i n g e r unter dem dringenden Verdacht der Mitschuld verhaftet. Eisenstein gab zu, daß die falschen 40 Millionen auch-durch sein« Hände gegangen und daß er ste vö« einem etwa 30jähvigen Mann, von dem er nur wisse, daß er 16. September 1-SS Nr. 1294 ' „Pepi" heiße, erhallen hat,- der in der Nähe von Graz wohne . und daß er ihn durch eine gewiss« Ez.ovkeS kennen gelcrni ■ habe. Die verhaftete Cäcilie CzorkeS gestand, daß sic es war die dem Eisenstein die faschen Millionen überM', und daß st» sic von einen: gewissen „Pepi" erhalten hat.' Dieser wurdr schließlich als -der ist Leoben wohnhafte Emil Palma erkannt und samt seinen: Kampagnon Ferdinand Vogel verhaftet. Unter dam Berdaü)tc der Mitschuld wurde auch PalmaS Gattin verhaftet. Der Verdacht gegen, sie wurde -deshalb rege, weil durch das eigene Geständnis Palmas sich ergab , daß er selbst schon wegen Notcnfälschunz in Untersuchung gestanden ist und mich damals seine Frau der Mitschuld verdächtig war. Krre« Kajrsreth l'Zsrarl, Jüdischer Nationaksöndr, H., Taborstroß« 59, Trlepdsn 40-8-1S» Ausreis Rr. 10/8 vom 29. bis 3». Maust 1922 -- 644.152 S. 70$. Siit Sab» 1922 mrarsamt 21,309.725 #. 05 S. — Zenkrale: LahrzeitbZume a. N. Elias Frisch 1. Ltpa 6^orr2. Sprjnze Lederer 18. SÄlomrl) Goldenbecq 14. Oz»m tSutman-r 14. Abr. Oslermann 10. Johanna Kenriettü Pvllak 22. Izchak Schwad:on 74, Stesm. Leifttton 26, Dr.Ketnr. Markus 29. Elnl jr 10)0 -- 1. Bez rk: durch Fr. Aii.'ermann: Poll rezek. Funk L Grünvut 16.38b. Diax Ernst 116.3(0. Kuqo Bojka a N. Marianne lO.COO'. — 2. Dezira: Fanny Mark 5189'70. Walrska Dadrr'e 21.00 ». st. Kflnner 2000. DIv. 1000. — Pratersprengel: d. Gerson Wiltlm: N. F. Ä. «. N. Meitsch Alster 10.000. a. N. Fa'wv AsIH 30.000. — Fa'n'zrit'prnde: V. M. Wrlc 1000. — 6. Är- Alrß: M?nvr,h d. Pnbin: Ch. Fel » 20(0, Re''. V-»senheÄ 1645, Div. 2497. — 7. Benrk: Friedrich Sinnreich 100 0V X 8. . zirk: B. 1000. — 9^ Dezirk - Smlg. Melclnor Beigl b. Ko'?;!, st rl. Blitz mit Kerrn Helm. Schndmak 39.00). — iO und lf. Bezirk: Eotd Buch Sandor sHtürii: Perlvdung Br-hr-Löwenstrin ky.4(0 (Umbuchung hiezu ad Ausw. 10/7 19.600). — AK. Landesverband : Dr. Pan» Stern (Kadima il 20.000. — Litachduth r Menachem Frostig 10.000. (Solo. Buch Ah. Zion cml. Mckstdatsratifizierung: d. vri. Fuchs: Sjah Bald aus 10000, d. Scharsstetii: £rin. Lindner 1801. Fr>. BrandM'«! cOOQ, NathailLirl .fja-1» £000, Dattenberg 2000,^ad'rmann 5000. Leop. Beraer 2060. Div. d. Fr!. KMdI 8700, d. Adr. Bla«: Isr. Karten 40.0, D-v. 4500. d. F. Sftg»r: M^'rr Lautrrbach, Mmnw Mitner. Div. ie 2000. ü. Ä.'r'b-rq: Sa>.-stümer 67N> Georg Helwtng 10.450, Engelderg 16 013. Div. 1300. --- Äjlenz: d. Markus varDarchach: Max Marpurao, Fnu. A. Dranichsiid'e»-. Anonym. Sara Saltirl. Vilrm Steiner, ie 500). R. N. 4200. F. Lölzl, K. Kblz'. S. Seidiuann. B. Wrizman^. N. N. je 2000. M. Aaorwn. L. v. D-ik'tich je 20(0. Dw. 5s 00. -- Bad (*v, stein: Lira Gwu 20.'00. — Dürn^rni: Gustav Berg'r lO.OOo Xirems: d. A. Neurer: F. DcUtch :000, Div. 50 0, — Möller,- tot) llOO ___ * Pcrsonalnachricht. Der Biind^spräsident hat dem langjährigei: uirlverdu'Nteu Chefarzt i. P. der Wiener Bezirlstrankenkasse Dr. Moritz Sch nepp, der kürzlich je-in LOjnhriges Toktorjnbiläum beging,, den Titel eines MedizinalratrS verliehen. * Die Zahl der Juden in Warschau. Scmt lieuesten statistischeii Feststellungen beträgt die Anzahl der Zitden in Warschau 321.997 unter 956.000 Gesamtbewohnern, mithin 33,68 Prozent. * Goldene Hochzeitsscier in der israelitischen Versorgunasanftalt. An: Samstag den 9. Septeinber fand im Betsaal der israelitischen Bersorgungsanstalt in der Seegasse eine schöne und seltene Feier statt. Das seit den: Jahre 1917 in der genannten Anstalt befindliche Ehepaar Josef und Anna W e i"ß beging das Fest der goldenen Hochzeit in vollster Rüstigkeit. Im Beetsaal ersickcnen viele Freunde und Gönner der Anstalt. Lbcrkarttvr Funke zelebrierte den feierlichen Gottesdienst, Herr Rabbilter Dr. Schwarz hielt an das Jubelpaar eine zu Herzen gehende Ansprache. Hierauf überreichte der Obmann des Bersorgnngshauskomitees Herr Kultnsvorsteher Dohan dem Jubelpaar namens des Vorstandes der israelitischen Kultusgemeinde eine schriftliche Gratulation nebst einem Ehrengeschenk. Nach Beendigung des feierlichen Gottesdienstes wurden dem Ehepaare durch Vorsteher Berger die vom Sanierungskomitce aufgebrachten wertvollen Geschenke überreicht. Nachmittags nberbrachte Stadtrar Speiser im Auftrag des Bürgermeisters dem Jubelpaare die Glückwünsche und das Ehrengeschenk der Stadt Wien. * Das „DruUche Avlllsblalt"' — eia Wrchsndlatt. Der Not der Zeit, die auch ein? der Zrikuagea ist, ilt das .Deutsche Bolßrblatt" zum Opfer gefallen, welches von nun als wirtschaftrpoliiische Wachenswrilt ericheinen soll. - Dieses Malt wurde zur Zeit, als 'die antisemitische Luegerei in Blüte stand, von D e r g a n t gegründet» der darin die skrup^l.vfelte und ordwärsie antisemitische Kehe entfaltete und seine Eprzialitöt in der Diltzalmordsuchr erblickte. Späte/ schwankte Blatt ins deutschnattonale Lag^r iiverzuletzt niaLte darin Kerr K u g e Iwoti n setnr nicht gerade hervorragende Politik, Während vornehmlich das Abendblatt ..Der Telegraph", der bald emgmg. der rüdesten anlisemit'schen Ketze diente. Ln letzter Zeit diente das Blatt vornehmlich miti>Iständifchen Wirtschoslsinteressen. * Ju»os!««i|chsk Kasanba« an der ttdria. Aur Belgrad wird uns geineidet: Die jugoilavische Regiemnq beschloß die schleunig« Errichtung dreier Kafenanlagen an der Adria und zwar in E a t! ä r v, S p a 1 a t o und E i r d v «n t c a. Di« Baupläne sind bereits fertiggestellt und Mit Pen Ausführungkarbeiten fvtl schon in nächster Zeit begonnen werden. * Die 3ttfi»s»aftoiutl«n Sochsch»lk«rse. Das Seßrelariät teilt mit: Das Programm der englischen Vorträge tm kleinen Fesisaale der Wiener llnioerlttät (Brgtnn 6 Uhr 30 Mur abends) für die Zeit vom 17. his 21. d. ist nun mehr solgrnder. Maßen feftgetttzt: Samstag den 16. d. Atr. K. F i n e r, Beeenl Eonltttulional Change» tn England: Montaden >8. d. Dr. Gilbert 6 t a t e r. The Political an Economic Evndit:ons oj India with special referencr Io Central Europa; Dirnstag den 19. d. Vr. S. W. N e v 1 n f o n. Th« Washington Conference of 1921; Mittwoch den 20. d. Mr. L. F t n«r. The Goc.il Government in Engtand stnee 1904. Änsotge der jedesmaligen Ueberküllung des Saale» werden die Besuchet dringend um rechtzfttiger Erscheinen gebeten. Eintritt frei, ohne Karten. * Der StüchmeNkerskretk in der Alanfrktionrindnstrie ist gestkln nach nahezu sünswächentlicher Dauer beendet worden. * Neue Lötz«, itt -er DU«e»kv«de«schneider> bra«che. Leute gelangt in der Vereinigung der Damenkunden, tchr.eidermeister und »Meisterinnen Wiens anaeschtosienen Brtciwe.i eine 25*/»ige Erhöhung der Arbeitslöhne alter Älasjen und Lohn- Kal«gorten als Anzahlung auf den neuen Lndex zur Auszahlung, lieber die Bestimmung der Arbeitslöhne der nächsten Lohnmoch« nach dem Index finden in den nächsten Tagen Vechandlungrn nnl den Arbeiteroertretern statt. L«» M-ster Hsflmr, 89« m Engras-Abtellung: «fit i ' sa n relßlihalliges Lager voo und Nutriamänteln sowie Stadtpeizan u. Pelzsakko! 8959 9795

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