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Wiener Morgenzeitung · 1922-09-15 · Heft 1293 (15.9.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1293 (15.9.1922)
Date
1922-09-15
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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r Me«, Freitag hv St<Werfr«sekaste». Lartvaiar. Wenn. Hie selbstSndi» sind, svwird Ihre Lm- Kommevsteuer nicht monatlich von den Provisionen abgezogen, sondern Sie werde» eben selbstSndimittel- Zahlvngsauflraser betzruert. Ip diesem Falle müflen Sie aber auch Erwerdsleuer zahlen und Ihre Beschäftigung der SlenerbehLröe als ertoerb» steuerpstichtianmelden. Sind Sie jedoch sestoygesteltt. wenn auch nur gegen Provisionen, so unterliege» diese dem monatlichen Abzug. — Alberk F. Di« lleterweisung von Kronen ms Ausland ist unter allen Umständen an die Vervillioülig der Devtsenzentrale gebunden, auch wen« es sich «rn die Zahlung einer Darenschuld bandelt oder u« hie Einsevdnng «tnbassierter Gelder. — Fürsorge. Mobgebend sür d'e Abgabe ist dos im Vormonat tatsächlich «u-gezahlte Geha't. ' Noch» trägliche Aenderunoev sind der der nüchslen Verrechnung zu derückftchligen. Aaluralverpflegung ist derzeit mit 22o0 A. täglich zu bewerten. —- Ä. A. vm. Ohne Bewilligung der Deoisenzentrale wird die Mare »echt über die Grenze gelassen. Die Valuta ist der Devisenzenkrale erst nach Eingang anzubieten»' doch müssen Sie sich vorher die generelle oder besondere Ausfuhrbewilligung verschaffen. — .Fritz. Stet««. %m l. d. war die dritte Vale dar VoreinZaVlllng ay Sivkommenfieuer sür 1922 süllig. und zwar ein Viertel der letzten Borschreidung. Der 200'/,'ge Ausschlag wird amt. Dezember fällig. — Dermögeusadeabe. Wenn Sie nicktvorausgezahlt haben, so brauche» Sie keinerlei Erklärungabzugeben, or dem &X>*j0i%tn Ausschlag Können Sie fich nicht mehr ichirtzen, da' Sie hierzu vor dem 1. August Ihre Abgabe hütlen vvrauszädlen müssen. Das Dekenninis nachzu'ragen. dürfis jedenfalls ratsam sem. Briefiasten der Re-aNipm LH. 2t. I. Die gewünschte Ad» effr. lautet: H.. Heinestraße 16. — R. V. Wie». Die Nachrcht war natürlich n>lmal ernst zu nrhmen. — Fritz Kvh». Winden Sie sich an das Konsulat in Prag, wo Sre die gkwimichir Auskunft erhalten. Bühne und Kunst. Alts den Theatern. Im Burgtheate r oeht heute „Der junge Medar-dus" in Szene. Anfang 6 Uhr. Morgen wir- „Julius Cäsar" gegeben. Anfang 7 Uhr. Im A t o d c m i e t h e a t e r (Kanriyerfpiele des Burg-, rheaters) wird heute „Das Glas Wasser" gespielt. Morgen, neu einstuLiert, „Quality srreet". Anfang 7 Utzr. Schauspiele im- Redontensaal der Hofburg i» Wien. Heute Goethes „Clavigo". Regie Max Reinhordt. Beginn 7 Uhr. In der Bol! so per geht heute „Margarete" (Faust) mit Herrn. List als Gast . (Mephisto) in Szene. Beginn ötccrcl 6 Uhr. Morgen findet das letzte Auftreten des Kammersängers Robert Hutt von der Berliner Staatsoper als Rabames in „Aida" statt. Im Deutschen Volkstheater gelangt heute um 7 Uhr Bahrs „Wienerinnen", Samstag und Sonntag um 6 Uhr Schillers „Tan Carlos" mit Alexander Moissi als Posa zur Auffühmug. Im R a i -m u n d t h e a t e r wird hsute Hans Satzmanns Volksstück „Der Rebell" -s-n der PremierrnbLseh-ung gogebm. Morgen und Sonntag ,Mhello" mit Fritz Kortner in der Titelrolle. Im Johann Strauß-Theater gelangt täglich die Operette „Ihre Hoheit — die Tänzerin" zur Ausführung. In der Neuen Wiener Bühne .wird „Madame Lohengrin" (Gastspiel Mechezirk), in der Renaissancelb ü h n e „Modium" (Gastspiel Beregi), im T h e a t e r i n der Josefst adt „Zum Segen Gottes" (Gastspiel .Haust Niese) gegeben. In den Op e r et t en bü h n cn wirb gegeben: Im Stadttheater „Ossenbäch", im Carl-Theater „Die Bajadere", im Bürgertheater „Die Liebe gebt um", im Johann Strauß-Theater „Dir Tänzerin" und im Lustspieltheat er „Das Dreimäderlyaus". äoinmtrfpitl«. „D i e beiden Leeren der gnädigen Frau" des Franzosen Felix Sandsra ist ein sehr anmutiges Lustspiel, auf die angenehmste Art unterhallend und — reinlich. Eine junge Frau, hat ihrem gelebten Gatten den Laufpaß gegeben, weil ihm sämtliche Damen ihres Bekanntenkreises nicht ohne Erfolg naHgelaufen waren. Als sie eines Tages sogar die Führerin der Frauenbewegung aus seinem Schotze lras. ließ sie fich scheiden und nahm, wie dies schöne, gekränkte Gattinnen in ihre« T-otze zu lun pflegen, einen argen, irvckenen Schulfuchs ins Laus. Wie fie zu dem ersten Satten zurückfindet und wie eine liebenswürdige alte Tante (der wir freilich schon öfters begegnet find, zuletzt in her «Fahrt ins Blaue') das Eheglück wiederherftrllt, »ird ergötzlich und, bis auf einige Längen des Schlußaktes, auch kurzweilig gezeigt; man ist in bester Stimmung, zumal der Dialog mit wirklich fröhlichen Bemerkungen und nachdenklichen Betrachtungen reich bedacht ist. Das Burgjhealer. das Valerie Martens ziehen ließ, wird auf ihr feines, entzückend' liebenswürdiges und vornehmer Spie! in der Hauptrolle dieses Stückes aufmerksam gemacht. Kier reift eine Meisterin ihres Faches. Eine köstliche alte Dame voll Scharm -ist die Tante Irene Emmy Försters u«d außer' ordentlich wieder Lans L o ck n e r. Der - hochbegabte Oskar Sima biegt »ine Rolle, die ihm nicht liegt, für sich zurecht und erzielt starke Wirkungen. Sin Parlser Kammerkätzchen mit unerhörtem Mundwerk wird von Anny Lan verdienstlich dargestkllt Die Novität, von Karl F oi'ejt trefflich inszeniert, fand starkes verdi«nie Zustimmung. ___ A. ' Gerichtssaal Tr» freigesprochener GatteEvrLcr. Ein vor vier Jahren in Pola verübter Gatrenmord aüs Eifer such:' beschäftigt« die Wiener Geschwornen..' Der 50jährige einstige Blumenhändler Friedrich Sl-ezak war angeklagt, feine Gattin Katharina durch Hacke irschlägc und Messerstiche getötet zu haben. Die Geschwornen verneinten die SchuldspcugL auf Mord, k.'.nnten; jedoch Friedrich Slezak des Verbrechens des Totschlages schuldig. Die Zusatzfrage . auf Sinnesverwrcrnng Wnrtze mit sechs „Ja" gegen sechs ,Hein" -beantwortet. Aus Grund dieses Verdiktes verkündigte der Vorsitzende WLM rn Swflaatü.%, - ' ■ v Wieyer Morsenzettrrng. * Volkswirt. Gestempelte Krone — —.00 Centimes. Anszahlung Wien ---- — vv^ Centime-. 2« Zürich notierte die österreichische Krone .... —.007< am 18. Sept.) die österr. gestempelte Krone.. —.CO7/» (—.— am 13. Sept.) hie tschechische Krone .... 17.80 am 13. Sept.) die «ark. .. . 0.S3V, am 13. Sept.) Agra« . . ..... ... 1.95 am 13. Sept.) Sofia .......... 3.25 (-.— am 13. Sept.) Budapest . . . . . ... . 0.17'/, - am 13. Sept.) Warschau. ....... 0.08 am 13. Sept.) Die Frage der RoteadanL. Bekanntlich haben die Anglo-Austrian-Bank und -die zentral-europäische Läwderbank auf Grund von Beschlüssen ihrer Londoner, bezw. Pariser Verwaltungsräte ihre Beteiligung an der Gründung der neuen Notenbank, nachdem die Starnti'n bereits vom Hauptausschuß genehmigt waren, davon abhängig gemacht, das, an diesen Statuten eine Reihe von Aen gerungen vorgenommen werden. Dia über diese Anträge formulierten Aenderungcn au dem Text der Notenbankstatuten sind den ausländisä>en Verwaltungsräten der beiden Banken inzwifchen zur Kenntnis gebracht worden. Ihre endgültige Zustimmung zu diesen Jormulierurlgen, bezw. zu den erteilten Erläuterungen liegt nunmehr vor. Die wesentlichsten Aenderungen sind folgende: 1. Soll, von den Bavbeständen der Bank ein mindestens dem cingezahlten Aktienkapital gleichkounnender Betrag an gemünztem, und ungemünztvm Edelmetall (Ba-luten) jederzeit effektiv außerhalb Oesterreichs gehalten werden. Nach Oesterreich sollen diese Werte imr auf Grund eines einhelligen Beschlusses des Generalrates «eingesührt werden können. (Art. 87, neuer letzter Msatz.) 2. Söll die österreichische.Regierung verpflichtet werden, unter den Generalräten, die sie zu ernennen hat, je ein von den Verwaltungen der beiden Banken präsentiertes Mitglied zu ernennen. Es wurde vereinbart, -daß die Regierung sich in aller Form verpflichte, je ein von den beiden Banken präseirtierbes Mitglveg zu ernennen, so lange der Besitz in Notenbankaktien der genannten zwei Institute mindestens je eine Million Schweizer Franken beträgt. 3. Soll im großen ganzen sür gewisse Beschlüsse des G> neralrates, vor allem in solchen Belangen, wo inflationistische Mrkungen ausgelöst werden können, Stimmeweinhettigkeit erforderlich sein. (Artikel 86.) lind zwar: a) Für die schon ertvähnten Beschlüsse gemäß Art. '87, neuer letzter Absatz, b) Für Beschlüsse iöber die Zulassung von Wertpapieren zur Belehnung, soweit es sich nicht um Wertpapiere handelt, die bei der Uebernahm des kmnmerziellen Portefeuilles der österreichischen Geschäftsführung der Oesterreichisch-ungarischen Bank zur Boüehung durch die Notenbank bereits zugelassen sind. (Art. Kl, neuer fünfter Absatz). . c) Zu Geschäftsabschlüssen mit der Bundesverwaltung, durch tvelche mittelbar oder unmittelbar Banknoten <m die Bundesverwaltung ausgefolgt werden, mit Ausnahme des in Art. 30, Abs. 1, angeführten Falles, der vollen Bedeckung durch Gold oder Devisen (Art. 24, neuer letzter Absatz.) Die. weiteren Abänderungen sind minder wesentlicher Natur und zielen aus die Verhütung von unerwünschten Einflüssen der Staatsgewalt ab. Der von der Regierung ernannte Präsident hat kein Einspruchsrecht gegen die Beschlüsse' des Generalrates. (Art. 26, Abs. 5.) Das Einspruchsrecht des Staatskommissärs wird auf Beschlüsse eingeschränkt, die mit den Gesetzen oder mit den Satzungen in Widerspruch zu stehen - scheinen. Das Einspruchsrecht aus dein Grund der Wahrung des öffent-richen Rechtes wird beseitigt. Srhöhu»g des Zollsxfschlage». Durch eine Verordnung des Bimdesministeriums für Finanzen vom l.n September 1922 wird der Zollaufschlag. im Falle der Zollzahlung in Bankiroten auf das 800fache des nach den geltenden Tarifätzen sich ergebonden Nominalbetrages der Goldzollschuld erhöht. Für die im Abatz 2 des 8 1 der Finanzzolltariftrovelle augLführten Waren sind/die Zölle unter Zugmndelegung der in diesem Gesetze festgesetzten neuen Zollsätze mit 70 vom Hundert der jeweils verlautbarten vollen Goldparität einzuhsben. Hierbei sind sürv-stasstc, roh, der T.-Nr. 2 a und Tee der T.-Nr. 3, sofern ' sie über Häfen der ehemaligen österreisch-ungarischen Monarchie geleitet wurden, von dort im gvbundenen Verkehr an die österreichische Zollgrenze gelängen und soserne die' Erfuhr über diese Häfen unzweifelhaft nachgewiesen ist, ermäßigte Zollsätze, u. zw. für Kaffe, roh, 65 K. und für Tee 164 K. für 100 Kilogramm der Berechnung des Zolles zugruwde zu 'liegen. Die durch den'Zolltaris verfügte Zollfreiheit sür verschiedene Waren wird durch diese Verordnung nicht berührt. Die V>ecvrdung tritt, am 16. -September 1922 in Kraft. Die Liquidier»«- der OesterreLchischuugurischeu Baud. In der Sitzung des Finanz- und BudgetauSschusses vom 12. d. gelangte das,Gesetz betreffend die Ermächtigung an die Regi^rüng aus Anlaß der Liquidierung der österreichisch-ringarischeu Bank in- Verhandlung. Der Berichterstatter erklärte, daß nach -dem Uebereinkommen mit den AsÄMjtagtW die M dW ÄMe Zerrührende jKwe- 15. September 1922 _ Nr. 1293 bende Schuld Oesterreichs gegenüber der Notenbank im wesentlichen auf jenen Betrag reduziert wird, .der den abgestempelten Banknoten im Betrage von 7 428 Millio* ne n Kio« cn entspricht. Dieser Beirag ist im geg-enwärtigen Bankuotenumlartf bereits inbegriffen. Ter ans -der Liquidation sich ergebende Llnteil anr Reinvermögen der Bank bann mit ungefähr 3 5 Mi lli o n e n G o ldt ro n e n angenommen werden. Der zugleich mit -den zwischenstaatlichen Bereinbantngeu vorgelegte Gesetzentwurf enthält Enmächtigungen für die Regierung, die durch die Liquidation der Oesterreichilsch-uugarischeu Bank notwendig gewordenen Ab. konnnen mit der Bank selbst und den Liquidatoren abzuschlicßen und insbesondere auch aits der Liquidieruugstum Vcrinögettschaften zu erlmerben. Erforderlichenfalls sollen die Mittel hierzu durch Kreditoperatinnen aufgebracht werden. Abgeordneter B a u e r übte an dem Abkommen heftige Kritik. Dev FiMnzminister erklärt, daß die Regierung niemandem gegenüber irgendeine Bindung bezüglich der Verwendungder 35 Millionen Goldkronen eingegangen sei. Bei der Abstimmung wird -das Gesetz mit dem vorge. legten Uebereinkommen angenommen. Die su«ktiousslle Stellung der Aktie. Von Dr..«einrich Schreiber. Die f n Aktie n e lle S t elln u g der Ak tie ist eine zweifach e, je nachdem man sie vom Standpunkt der Gesellschaft oder vom Standpunfie de- G e s e l Ischasters (AktionälS) betrachtet. Für die G e s e lisch a s t ist dir Aktie das gceigne'e . Mittel, die zur Errichtung nvd zuin Betriebe dtS . geiellschaitlichm Unternehmkns benötigten Kapitalien cmfzubrivgen. Sie veibriest mit der Aktie die ihr gelristete Bermö-enSeinlage mit dem Rechte aui Dividende und Stimm; in der Genrralvklsammlung, solange die Grsellkchaft besteht und mit dem Reckte der Anwartschaft auf die Quote des LiquidationserlöseZ, sobald die Gesellschaft sich wieder auflöst. Die Aktie ist solcherart ein ATttcilsckei«, aber kein Schuldschein. Herr der Gesellschaft ist zwar der Altionär; aber, nur wenn ec in tompalter Maste e negroßen Besitzeauftrilt, vermag er ihr seinen Willen und seinen Sirmpel aufzudrücken» Die einzelne Aktie jedoch ist, so laut ihr Inhaber sich auch gebärden mag. machtlos und einflußlos. Damit ergibt sich auch die funktionelle SteÜung der Aktie auf feilen de- Aktionärs, je nachdem er über ein starkes Aktienpaket gebietet oder nur in dlm bescheidenem Gewände des Kleinaktionärs daherschreitet. Der Großaktionär beherrscht, leitet u»d lenkt die Gesell« schüft, ihr Geschick und die Wege, die sie wandelt. Der Kleiu« aktiv«är ist als bloßer Trabant rin Mitläufer, der oft bald müde wird, ausspringt und di: sozieiäre Gemeinschaft (Mitglied» schast) verläßt. Ebenso leicht und formlos wie die Mitgliedschaft durch Erwerb der Aklien erlangt werden kann, ebenso bequem kann sie durch Veräußerung wieder gelöst und abgelegt werden.' Dir Aktie ist mühin rin besonders taugliches Mittel, Gesellschaft-« rechte nt erwerben und wieder abzugeben. Sie ist nur ein loseö und lockeres Band, dafich um Gesellschaft' und Gesellschafter schlingt, von ansehnlicher Dehnbarkeit und Geschmeidigkeit in der' Fähigkeit des raschen Umlaufes fast dem Gelde und seine» Zirkulationsvermögen vergleichbar. Dirgibt der Aktie von altersher den Stenipel der schranken-' losen M a r k t g 8 » g i g k e i t, die sich durch die breiten Tore der Börsenhallen ergießt. In Zeiten, »me den jetzige«, die durch eine gewaltige Börsenkonjunktur ausgezeichnet sind, kehrt daher die Aktie jene E i g e n h eiten ihrer funktionellen Stellung besonders kraß hervor, die sie im wahren Sinne des Wortezum Spiclball der Spekulation und der Gewinnsucht machen. Mit der Aktie wird da- Dörsevficber geheizt, um bald ein Strohseuer zu entfachen, darasch und raschelnd wieder verglimmt, bald zur Siedehitze anzusteigrnd, welche das Spiesgrtrirbe zur Weißglut, brinat. Oft und oft ist edie explosive Wirkung eine- „Krachs*, der diesen Prozeß zum Abschluß führt mrd das stolze, in di« Welten trotzende Kursgebäude in Trümmer legt und zu Schutt und Asche wandelt. In unseren Tagen aber, wo das schleichende Siechtum der Geldentwertung an Mark »nd Kraft de-Volk-Vermögens geht« ist der Aktie vollendeine absonderliche Funktion beschieden. Sie ist das P a l l r a t i v -or den zerstörenden Folgen der Notrnflut, sie schafft die scheinbar selige Insel iw Nateumrrre, auf der das Kapital als Strandgut landen «nd sich retten mochte, um nicht in die grause Untiefe der brandende» Strömung mitgcnssen zu werden. Doch kommen Gezeiten, in denen die Wogen auch an dieses Gelär.de leckend, seine Riffe abbröckeln, seine Wehre durchbrechen. Es sind die Tage, au denen die WüsserderGeldinjlation.immer- - u st r i g e» und dir Kurse gleichwohl — fallen, an denen die funktionelle Stellung der Aktie, die sie als Schutzdämm im Markte eiunimmt, ihren R i ß erhält. Staatseisenbahn-Gesellschaft. In den letzten Tagen haben unter der Leitung des zur Ausieilung der österreichischen und ungarischert Staatsschulden eingejetzteri SubkvluiteeL der Reparationskoutmission zwischen Verrreterit Dev Sukzelsionsstaaterr und der Staaiseiseubohu-Gejelljchaft VerHandlungen starlgesun-. den, die nunmehr zu einem UebereinkommenS-Enttvurf über vic Aufteilung. der au die Gesellschaft zu leisiendcu Einlösuuqsreute und der urspriinglick vor« der Gesellschaft emittierten, späterhin verstaatlichte«: Ohliganonen gesüh« haben. Dieser Entwurf unterliegt vorerst der Lkarisikation durch die beletligre«« Regierungen mch den Verwaltung-rar der Seilschaft und «vird sodann die Grundlage eines Vovansch'.age» für die selbständige Entscheidung ver Reparationsftnnmtssion darüber zu bilden haben, .«vie die derzeit im Iliirlaus. bcsindllcheu .Staarsobligativnen -durch Obligationen der berc-iligtel« SukzesstonSstaate» ersetzt werden sollen. Oester«eichisch-ungarische Bank. Da bei Leistungel« von größeren Zaliliingen das fyctjfcn von Vanknotenabfchnitwn über' höhere Beträge als eine bedeutende Erschweruna d«o Zahlungsverkehrs ompiunben wird, bereitri die O«fterr«»chifchungarische Bank die Ausgabe einer ue,»ev vankmuk -u L-'MW

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