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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-29 · Heft 1286 (29.8.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1286 (29.8.1922)
Date
1922-08-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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T m« TZOTJ swirtr, L-'rettlnag Mener MotKtnzcttttnq. yS. tiuflufl 102* Keile ft * Eins 'Mj'rozeutlge Erhöhung der Gcnossenschaftöuinlagen de« Kleidermachcr Wiens. ff ent vornlittags fand eine Konferenz der Gesunltvorstchiliig ter Wiener Kleidermacher-- Ge»»offrn',chai: sinn, in welüer (•.»>: Grund der der Genossen« schaftsleitnng vom Plenum erteilten Ermächtigung, entsprechend der Geldentwertung und "den (('. > .lernissen für eine klaglose Fortführung des GcnossenschaftsbetriebeZ, die Umlagen zu er» hölien, der Beschluß gefaßt, diese Gebühren um 500 Prozent zu erhöhen. Demnach haben, die Gencsscnschaftsmitglieder der vierten Er>rerl'steucrklasse WO»: P . in der dritten 12.000 K>, m &.*r zweiten 00.000 K. und in tcr ersten Ertverbstenerklasse 48.000 K. pro Jahr an Gcuosleu,-'aftSuinlagen zu bezahlen. * Die neue Berechnung der GaS. und Strompreise. Wie aus dein Rathaus mitgeteilt wird, wird für die Woche vom 20. bis -einschließlich 86. d. ein Gaspreis von 1800. K. festgesetzt. Der Strompreis beträgt für diese Periode 287 K. für Lichtstroni und 180 K. für Kraftstrom. * Die BurgcnlLndler in Wien. Die durch die Verzögerung der Uebergabe des Bnrgenlandes geschädigten Burgenländler hielten Sonntag eine Besprechung ab. Es war eine größere Anzahl von Geschädigten erschienen, deren Gesamtschaoenssnmme mehr als zehn Milliarden deutschösterreichisch« Kronen beträgt. Die Beratung führte zur Gründung eines Aktionsausschusses, in den unter anderen berufen wurden: Hermann Zehetrnayr (Wien, 8. Bez., Pfarrhofgass« 18) als Obmann,, weiter Bezirksarzt Dr..Zoltan Szel (Neusjedl am See), Mnllermeisier Josef Karacsony, Pressekonsulent Sarbot (Sauerbrunn), Josef Maurer (BüraernEer von Jennersdorf) und schließlichbie Rechtsanwälte Dr. Hacker (Mener-Neustadt), Dr.'B. Kardegg und Doktor Eugen Schuster (Wien). ES wurde eine Reihe von Mcrßnchinen beschlossen, um für die geschädigten Burgenländler eine der gegenwärtigen Geldentwertung entsprechende. Schadens- »ergütung durchzusetzen. Im Interesse jedes Betroffenen liegt es, sich umgohend beim Obnraun zu melden. . * Bon den städtischen Bädern. Der Stadtsen-at mußte in seum letzten Sitzung eine Erhöhung der Preise in den städtischen Warmbädern beschließen, dadie -bisherigen Preise weit hinter der Teuerung zurückgeblieben waren. Die' neuen Preise betragen:Wolks'bäder 2. Klasse 880 K., 1. Klasse IE K., Kinder,karten 80 K>; in den städtischen Warmbädern Theresseiuhad, Jöraerbad und Floridsdorf ein Wannenbad 3. Masse 2900 K.2. Klasse 4306 K., ein Dam p fb ad 2. Klasse 8000 K>, bezw- 6500 K., 1, Klasse 6000 K., ein Schwimmbad im Mvgerbad 2. Klasse 1800 K., 1. Klasse 820o K. Die erhöhten Pveffe treten am 80. August in Kraft. Gleichzeitig hat der Stadtsenat beschlossen, die städtischen Sommer'bäver, einschließlich des Strandbades Gänfehäufel, wegen der ungünstigen Wetterberhältnisfe ad Montag den 4. September M schließen. * Ein Opfer des Antisemitismus. Wir haben c>m 11. Juni d. I. darauf aufmerksam gemacht, daß sich ein Nichtjude, Abkömmling eines altadeliaen Geschlechtsin schwerer Not befinde, da er durch seinen Philosenntrsmus umsein ganzes Hab und Gut gebracht worden ist. Der Erfolg unseres Aufrufes »st leider nicht perart. gewesen, -baß der Betroffene seiner Sorgen hätte enchMn werben kömn. Seine Lage hat sich jetzt wieder verschlMmdrt . und wir müssen von neuem unsere Lest? bitten, sich visses Mnnes und seiner Familie anzünehmen. Wir sehen gerne Spenden entgegen, die wir allsweisen und ihrer Bestimmnng zuftihren werden. ■ ' " * Mindestfahrpreise aus den Eisenbahnen im Bereiche der Stadt Wien. Eme Verordnung des BnndeSminisieviums für Verkehrswesen vom 18; August 1922 fetzt mit Gültigkeit vom 1. Septein-ber ‘1922' ble Mindestfahrpreise für den Verkehr mit Stationvit Im Gebiete der Bundeshauptstadt Wien in der dritten Wagenklasse mit 400 K., in der zweiten Wagenklasse mit 800 K. urch sn der ersten Wage „klaffe mit 1600 K. fest. . Eine furchtbare Bluttat eines Irrsinnigen. Wu8 Lugano wird gemeldet: Heute Lötete in einem Anfall von GeisteKaestörthoit der Sojährige Bauer Borla drei von feinen fünf Ämaerri, indem er Ihnen mit einem Rasiermesser den Kopf abschnitt. Hievauf erschlug er seinen Schwiegervater. Borla, der sich durch einen. Schuß schwer verletzt - hatte, wurde verhaftet. * Amtlicher Wetterbericht. In Oesterreich und in den nördlich benarchbarte-n Ländern herrscht schönes, heiteres Wetter vor. Früh morgens war eö ziemlich kühl. Die Temperatur stieg in Wien bis 21 Grad.'In Frankreich ist «8 meist trüber geworden. Vorallssage r Schönwetter, morgens kühl, tagsüber angenehm warm. Vereine» Borträre und Versammln«ge«. Uran ja. Keuke. 6 Abr (Großer Saal): Durch den West-Su-qi». 7,8 Uhr (Großer Saal): Der Kampf mit dem Berge. 1, 8n Ew»m und Eis. 7,8 Uhr tKleiner Saal): Ilnlv. Prof. Dr. Adolf Wilhelm: Reise in.Kleinasien. — Morsen. 5 Adr (Großer Saal)'! Zn den Felswänden Tirols. 7,8 Ähr, (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heileren Wiener Musist. 7°8 Uhr (Kleiner Saal): Prof Dr. Rudolf S ch m i d: GrahsmMll^nnd d>e Enimicklung des Televhonr.. L u g e n d v e r e i n Ahawath Zion. Keule, 7 Ilhr abends, Ausschußsihung. Ernährung. Woja. Wiedereröffnung der Mittelstandsküche, 1. Bez., Griechengrsse 8. Die infolge Adaptierungsarbeiten vorübergehend geschloffen gewesene Mütelstandsküche, 1. Bez., Griechenaasse 3, wurde am 27. b. wieder eröffnet. E8 wird bemerkt, daß Annreldungen für diese Küche, in welcher vorläufig noch eine Anzahl vou Angehörigen des Mittelstandes. Platz finden kann, ausschließlich im. Zeniralbnreau, 9. Bez., Berggasse 7, Montag, Mittwoch und Donnerstag von 4 bis halb 6 Uhr entyegengenommen werden können. Bühne und Kunst. Deutsches Vslksthester. ^Zun» ersten Male: „Die Erziehung durch Kolibri", Komödie in drei Akten von Hans I. Reh fisch.) Das Premierenpublikum, dem das Animierstück «Der Jungfernkranz" recht und der -teuerste Sitz zu „Laus doch nicht itttmer nackt herum" billig ist, das den Kitsch „Flamme" bejubelte, aber bei Claudels „Täusch" einnickte, da8 bei Sternheims „Kassette" wütend tobte, aber Fuldas aufgesnschtem „Dummkopf" mit gerührtem Lächeln zustumnte, hat diese Komödie aus künstlerischen und sittlichen Motiven stürmisch abgelehnt. Grund genug, die Novität näher zu betrachten. Das Stück läßt sich wie eine gut gemachte, kecke Dutzend-Satire aus Spießbürgertum« preußischen Kasten« geist und Beamten-Hochmut an. Regiemngsrat Hagedorn, dem Titeh Würde und Bilreäüherrlichkeit.- höchstes Erdengut bedeuten, wird von: .Onkel seiner Gattin, dem steinreichen heiteren Genießer Leberecht, den der Neffe Negierrmgsrat als „Ritter von der. Elle" gründlichst verachtet, gehörig in die Schule genommen. Der alte Herr geht schembar mit dem Tode, ab-und vermacht seinem einzigen Erben, der hübschen, lebensfrohen, darbenden Frau Regienmgsrat, und ihrer jüngeren Schwester seinen sehr einträglichen Salon ,,Kolibri". Die Urkunde, ist so abgefaßt, daß die Erben dieses Hamburger Geschäft des seligen Onkels für . ein — Freudenhaus halten müssen. . Nun beginnt die landläufige Komödie bemerkenswert zu werden. Dieser Negierungsrat Hagedorn ist nicht nach jener Schablone gerabertei: Schnarrender Assessor mit Lincal im Leib, dreckige-Schnauze nach unten, jämnrerliche Ergebenheit nach oben hin, gefestigte moralische Persönlichkeit nach, außen, selbstsüchtiger Feigling dahenn; dieser Negierungsrat ist von Mem Dichter gestaltet.. Ein Mann, der mit den geheiligten Moralbegrifsen einer alten preußischen Beamtensanrjlie aufgewachsen ist, kommt in Versuchung und wehrt sich nach Kräften. Die Satire wird vom. Augenblick der. „TestaHentseröffnung" zur Tragikomödie. Hagedorn hält sich gut, er ist'der einzige, der sich gut hält,-und die Entrüstetem?die sich über „Verspottung deutschen Beamtentums^, Wägten, waren mit Blindheit geschlagen.. Erst nach durchwachter, ehrlich durchkämpfter Nacht, erst bis er sich das graue Elend angetrunken, erliegt er, dem Verführer, einem verbummelten Genie. Undes ist bezeichnend, daß dieser Gegenspieler dem stark alkoholisierten Helden der Komödie die Aussicht auf eine neue großartige Beamtentätigk-eit — Neuordnung, Monopolisierung und Leitung des gesamten Frendenhauswesens der. zivilisierten Welt — aufdisputieren muß, um ihn zum Eröschafstantritt zu bewegen. Gestaltet ist dieser Regierungsrat, der sofort wieder Haltung einnimmt, wenn nach dieser Verführungsszene die „Geschäftsführerin" des Salons Kolibri eintritt, den neuen Chef zu begrüßen und beim Anblick der leibhaftigen Schande wieder stark wird — vortrefflich, wenn. er nach geglückter Verführung im „Salon" zur Lebensfreude erwacht, aber auch sofort Jttteresse für ordnungsmäßige und sorgliche Führung der Büchet zeigt. : In diesem ein wenig gezivü.ngen ulkigen Schlußakt klaet sich alsbald auf, daß >das vermeintliche Freudenhaus ein völlig einwandfreier Modesalon ist, ein hochsittliches Unternehmen mit-hochsittlichen Angestellten, dessen sich der Herr Negiernngsrat nicht zu schärnen braucht. — Hingegen mußten sich die empörten Psuivufer schämen, als der am Leben gebliebene Erbonkel auf der Bildfläche erschien und seinen hochmogenden Neffen aufklärte. Er hat sich nur überzeugen wollen, ob" der sittengestrenge Regiemngsrat gar so felsenfest ist, er hat dem engstirnigen Aburteiler bloß eine saftige Lehre erteilen wollen. — -Merdies rrvch öem bornierten, blamierten Publikum. — Szenenführung, Dialog, Zeichnungen der Nebengestalten, stehen hoch über dem Niveau ähnlicher Komödien. Auch jene Stellen des Schlußaktes, welche als „empörende. Zoten" empfunden wurden, sind es keineswegs. Wamm hie Aufregung, wenn in einem vermeintlichen Freudenhaus von „Arbeitszeit" gesprochen wird 5 Die weiblichen Angestellten solcher Unlernöhmungen leisten, dieweil sie die rnännlichen Gäste vergnÄgen, schwere, harte Arbeit; ..und auch die Forderung nach einem „Betriebsrat" dürfte die weMichen Theatevgaste nicht entrüsten, wie einige Freudenhausprozesse vor dem Strafgericht erwiesen haben. Die Rolle des RegiemngSrabes spielte ein neuer Mann, Herr D u m o n t, so, daß man ihn nach dieser ersten Begegnung als Künstler von Rang ansprechen darf, der für das Deutsche Volkstheater ein Gewinn ist. Den genialischen RaisonNeur des Stückes hatte man einem jungen Schauspieler, Herrn Duschinskh, nnvertraut und damit das Stück schwer geschädigt. Er war keinen Augenblick glaubwürdig. Eine sehr angenehmermgewöhnlich anmutige Erschkinung ist das neue Fräulein S ch e u r i ch, das ebenso wie die Damen Dolckmar und Keller sowie Herr Schreiber um die Darstellung verdient sind. Unmöglich die einswdierte Strammheit des Herrn Schumann. Gezwungene Forschheit Mt Gott weh. Ueber di« Eveignisse des bewegten Abends haben wir bereits berichtet. O. A. Ans dsn Theatern. Im' Deutschen Volkstheater wird morgen zur Vorfeier von H a u p t m a n n s Gebuitsru; „Gabriel Schillings Flucht" gegeben. Freitag gelangt Artur Schnitzlers Einakterzyklus „Lebendige Stunden" zur Aufführung. Herr O n n o spielt die von ih>N kreierten Hauptrollen in allen vier Einaktern. In den übrigeir Hauptrollen sind beschäftigt die Damen Wagner, Föry und Dolckmar, die Herren Forest, Amon, Jordan, Nowotny, Jivald, Sana und Lackner. Für Sonntag den 8. September, halb 8 Uhr, wurde als erste Nachmittagsvorstellung Schnitzlers „Liebelei" und „AbschiedZsouPer" angesetzt. In der VolkSoper setzen morgen Frau Sanden und Herr Ludwig ihr Gastspiel in „Cavalleria rusticana" fort. . , Gerichtssaal. Sie diebische Hausgehilfin, Wegen verchiedener großer Diebereien hatte sich gestern di« wrgen Diebstahls schon w'c7'.'.y>-li vorbestrafte HausgehUfin Anna Uhl vor einem Schösfeusenc'! unter dem Vorsitz deS Hofrat cs Tcbachner. zu l .uai^wartcu. Di« Anklage legt der Uhl zur Lost, im Dezember ll-20 als. Hausgehilfin ihrer.Dienstgebiriu Ilona L a p e l vier Sffln \ lecher, eine antike.Schale sowie 'dem Herren Feltzl KMnsrls ein Haar Herrenschühe gestchlen zn. habe.', ferner in der Zen voiir September 1921 bst Jia>'..:r .1022 e.us tem Be'."- ih/cv Tienstgeberin Elisabeth W i :n N'. e r Vciidnobeiu' 4c :ujuim..'* Herrenwäsche, Leintücher^ ein Gev-tbuch. Scit'eufti.iimp>e, v ibergeschirr, ein japanisches Service ans 18 Dasi'en,. ,'echs Schaun uitb drei Krügen, weiter» Siick'erd.', Handschuhe, Odern usw usw. entwendet zu >Mv, Die von Dr. Fr i-.i D ’o-; rländer verteidigte Angeklagte gibt einen Teil der DiU)s:ähle zn/ lengnet aber insbe« sondere, dein Felix Leirenield. der sic um 12 Uhr nachts auf der Slraße ansprach und mit nach Hanse nahm, woselbst sie auch nächtigte, ein Paar Hcrrcnschnhl' gestohlen zu haben. Dieser tleug.' hat aber ängcgct-cn, daß er die Schuhe, als er mit der Uhl nach Hanse kan.'., ans bas Bert im Dicnstbotenziininer stellte, h» der -Fttib die Wohnung veru><.cr.e und erst beim Nachhansekormncn den Diebstahl entdeckte; während dieser Zeit war nur die Uhl in der Wohnung gcweseu und hat -die Schuhe beim 83ct> lassen derselben unter ihren lllcidcrn weggetragen. Einen Teil der DiobSbeilte stbastte 0e m die Wohnung ihres Geliebten Ev!>ard'Mich a l k a, einen Teil zu ihrer Schwester Ros« Haje k. Dort wurde»», die UL'n!h-'u>en Sachen auch geftlnden und iheert rechtmäßigen Eigentnniern zurückgestellt. Nach dnrchgcführter Verhandlung verurteilte der.Gerichtshof die Airgektagle;>r zwei Iaören schweren Kerkers. Die Harrsbesorger mb die Aufhebung der ReinigÄNKSgeldverordnirng. Bekanntlich hat der Verfaffungsgerichtshof die Verordnung über das Reinigungsgeld der Hausbesorger aufgehoben -und den B ü r g e r m e i st e r verpflichtet, diese Aufhebung in: Amtsblatt« zu publizieren, -was auch geschehen ist. Unter Berufung darauf vertveigerte ein Hausbesorger gegenüber dom Hausbesitzer die Fortsetzung der Reinigungsarbeiten,- weshalb er-gekündigt wurde. Der Gekündigte erhob die Einwendung beim Bezirksgerichte, dieses jedoch erklärte die Kinidignng für zulässig. ■ Gestern wurde auch die an das - Zivillandesgericht eiugebvacht« Berusttng deS Hausbesorgers abgewiesen und das erstrichterliche Arteil bestätig t, weil die Hausbesorger mrr berechtigt seien, die Aufhebungdes Vertrages zu begehren, nicht aber die Arbeiten zu verweigern. In der Eisfalle. Als der Gchilfe des Fleischhauers Josef Mahr Sir Favoriten an einem feuchtkalten 3lpril»norgen den Laden aufschloß. vernahm er aus der Kellertiefe ein starkes Husten. Er forschte nach und entdeckte in der Eisgrube einen Mann, der ihn zitternd und zähneklappernd um Rettung aus seiner hilflosen Lage bat. Der Gehilfe befreite den Fremden, cS war der 34jährige Dharrffeur Franz Maski, und Übergab ihn einem , Sicherhoitsivachmann. Maski war während der Nacht, mit zwei großen Säcken ausgerüstet, in den Fleischerladen eingedruirgen, um , aus dem Kühlraum Beute zu holen. In der Dunkelheit rutschte aber der Einbrecher in -die Eisgrnbe hinab, glitt bis auf den Grund und war nuu gefangerr. Alle seine Anstrengungen, sich aus der Eisfalle zu befreien, blieben vergeblich, die glatten Eis wände spotteten seiner Kletterversuche- -n-d schließlich gab der Mann weiter« Versuche auf. Auf dem Eise liegend erwartete er ergeben sein Schicksal. Hoch über ihm türn»- ten sich große Fleischüerge, das Ziel seiner Wünsche, die er wohl fasse»», aber nicht fortschleppen konnte. Maski, ein wiederholt abgestrafter Dieb, war vor dein Cinizelvichter Hofrat Dr. Czerny natürlich geständig, er bekannte auch einen Einbrnchsdiebstahl in der Restaurativn Franz Josefs-Bahichof, wo er die Zimmer des Personals und die Küche ausgeplündert hatte. Er wurde zn z 'v -;h -' b Jahren schweren Kerkers verurteilt. Volkswirt Gestempelte Krone Auszahlung Wien Fn Zürich notierte die österreichische Kronr. . . die österr. gestempelte Krone. die lschechische Krone .... die Mark.. Agram. .. Sofia ... . Budapest ......... Marschau.. ----- —*0O3/t Centime». ----- —.OOVz Centimes. -.007, (—.007, am 26. August) ~.007t (-.007, am 26. August) 19.70 (18.70 0.34 ( 0.29 1.477, ( 1.45 3.— ( 3.— , 0.28 ( 0.29 0.067, ( 0-067, am 26. August) am 26. August) am 26. August) am 26. Auiuü) am 26. Arigust) am 26. August) Devisennot und Gvl-krsnenrechnmrs. Detaittisten gegen Aroffisten. Die zentrale Deviscubewirischastung hat n-eben derr nun schon zur Genüge erörterten Schädigungen des Wirtschaftsverkehrs, die sich ans den '.»»»genügenden DevisLr»znweis»»»»gcn für die Rohstoff- und: Warenbezüge ergeben, auch noch dazu geführt, daß versucht wird, die Papierkrone bei Verkäufen irnmer mehr auszuschalten. Da jedoch die Strasia»»ktioneu siir die Forderung nach Bezahlung in Valuten immerhin abschre»ken!d wirken und überdies »vegen der Pflicht zur Ablieferung von Exportväluten die Verkäufer bei der Weigeru»»g, Papierkroneit anzunehmen, wohl nicht auf ihre Rechnung käme»», so beginl»t sich der Mißbrauch eiuzubürgern, daß bei. Warenlieferungen die P r -ei s e i n Goldkronen erstellt! werden. Danrit haben \n einer Reihe von Branchen die G r o s- \ siste)» den Anfang gemacht, wobei sie jedoch auf den cnt-! schlosserten Widerstand der Detaillisten stoßen, die I wohl wissen, daß sie ihrer Kundschaft gegenüber den gleiche»»; Vorgang nicht anwenden können, da die erschöpfte Kaufkraft der Kyüsumenten diese letzt« Belastun'gsprobe nicht mehr vertragen würde. Die Emfühmrrg der Goldkronenrecknuiia d»»rä die

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