Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1283 (26.8.1922)
- Date
- 1922-08-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/2979076-2980129-2980363--12121-2998632- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
W'ftf 8» ii</~ ÄiÄWÄ TS^qP^WJf^WV’^L’ K'^WZ,~g*tr ( ",' <«•>■' ' i ' ' Nr.' lM" , MM. S'antMg *—-—:—r-*h~- -:— ---^- :H'V: *>?,;.■; V ' .• . '■'": ".',■;■.'■ " ■ ■■'■'. ‘ : - ■;;•. Nk» de» Theater«..; Fm 9 li tz ÜK N K t.r ä u tz. T h e a 1 e r findet Diensiag, 8kS' 5<K Aüsfübiüpä der''Opereste b r e K ö h> i t — dl e'i T A n z «tI N* statt: 'Sn dieser VorMimg wielt Krrr Max B r v d zutn erstenmal die Nolle des Amon YM Siem. Sm © e ii t f * e n D o l tz s t tz e a t.' r ceht heute die dreiaßlige Komödie i e C r-3 i c h u n g d i> r ck Kp! ib r t* von Kays S. Reh tisch zum ersten Mob in Szene. —- Montag wird zur Feier von Hoeines Geburlst.,q ^Phigenie a u f T a u r, s" und Mittwoch als L a ü v t m a n n - Feier .Gabriel^ Schillings F t u ch t" gegeben. . . , - -' , -; ' Die' W i« n e r Mil l e l st ä n d s 0 pe reröffnet am 4. Otztöbek mir Mer NeuwlMie ung von »F i d e l i v* ihre Spie.saifSn. Als' Musikdirektor wurde KapellmeMr Myelin G r Ü m m e r ' engäg erd Die Inszenierung ha i Ober regisseur, De Georg K.g r, t in a n n .der Dresdner Staaisoper ftbcr« nvrnmen ©Vs eigene Oxernorcheher wird flir die e,Oper verflärtzt. Die Aufjüh'ung-n r. erden in dem,? *r dreien Z: eck adaptterfen k> roßen S ö p hie n s a a l.statlfinden. Am' vor allem den Mitgliedero des Wiener Opernvereines siir den M ileljiand Ge eaendett zu geben» diele Oper zu tzöien. wurde sie fSr tun , haben Oliioder r-n «uiis anoesetz:. Die Ürausilihrung des „ftatzr * n d e r G e f e l l r n" von Philipp S i lder mutzle auS.tcchni chen Gründen auf November verschoben werden. Wochen« pielplan der D o i k s o p er: Sonntag. %7 Adr, *ßol)t n g r i n". - Moisias. 7 Uhr. . m. t X/ •rr. >D enetag.- 7,8 Ahr. »D i e Boheme-. — Mlltwoch. l/^8' Ühr, ' KC a t a i e t ia ru s t ican a“. -— D e r B a t a z r o-. Donnei skag. V4S Ahr. d rg aret h 2" (Faust).' — Freitag. '/,8 Mr, „De r T r 0 u» b ä d 0 u r". >— Sametaa. yß Ahr. ,,R « g o.l e't - 0". Genoveva Wardtte grotze englisch!: Tragödin, Dst in London im Alter von. 85 Jahren gestorben.. GeriW.sML. Geschie-ene EhegatleR — LZzrch die BSohnMgsnsL umremrbAr. -Daß EheMreßungen durch die' Wohnungsnot mmiöglich gem-acht Merdvn» sind bekanntliH alltägliche Fälle. Daß aber, eine Ehescheidung durch diie Wohnungsnot' praktisch undurchfuhMr gemacht wird, ein solcher tragikomischer Fall beischZftigte gestern zum ersten Male einen Ferialsenat des ZivillandSSgeÄchtes. Der Selcher-meistev Johann K. und seine Gattin Luise hatten nach Löjähriger Ehe Scheidu-ngskl-agen gegen einander überreicht und -ihre Ehe wurde vom'Zivillandesgerichte aus' beiderseitigem. Verschulden iv-egen gcgeuiseitiger Beschimpsyngeu und Schisauen ges ch rede n. Da a>b«rr 'wedir der tzkschichene Gatte noch die geschiedene Gattin eine andere Wohnung finden konnten, wären sie ' zum Mrbleiben in der bjsherigen geme-inschrrflllchenMohnung gezwungen^ Wie die Gattin an-gab, wurde ihr'dadurch das Leben., zür'QÜÄl'gemacht; -sie'h-a,te die HLlle^auf'Evden.- Denn die Vechältnisse, die zur gerichtlichen' Scherdüng ' geführt hätten- ' daibsrten jetzt in verschärftem Maße fort. '/Nun besaßen E geschiedenen ^-Mitten «iiu Häüs in-Mr Laudongasse. Die Gattin verfiel auf die Idee, ewem der Mieter in diesem Hause die Wohnung zu kündigen, indem sie dnn- - genden- Eigondedarf geltend machte. Der Gekündigte-erhob die Einwendung nach dem Mietevschutzgesetze und bestritt den" Eigenbedarf der Klägerin, da sie ja doch eine Wohnung habe. Der Mageveriveter Dr. Bar da sch-erwidertewiemayd könne gerichtlich geschiedenen Eheleuten,- die schon während der Ehe daS gemeinsame Ausanrenleben nicht mehr ertvagen. konnte-n,^ zumütm, nach der gerichtlichen Scheidung in der gemeinsamen Wohnutrg zu verbleiben, wenn ein anderer Aus-weg gesunden werden könne. Wie--qualvoll-das Leben für die Frau in der bishMgSn gemeinsamen Wohnung sei.^gehe schon daraus hervor, daß sie erst dilrch -einen umstä-Michen Besitzstörungsprozeß die Benützung des Klosetts erkämpfen mußte/ zu dem ihr geschiedener Gatte ihr de-n Zutritt verwehrte, -s-erner daraus,' -daß sie von einem Sohne, -der zum Vater hält, 'bepast beschimpft wurde, haß sie gezwungen war, gegen -ihn die' Ehvenbeleidigungsklage zu überreichen, infolge deyen er vmn Strafbezirksgerichte 1 zu <H,t^Dagon-'.,A>erests. verurteilt Mrde., Das Bezirksgsvicht JofefstM fand durch diese Umstände den . dringenden Eigenbedarf der Klägerin gegeben und erklärte die Kündigung' für/ wirksam. In der Berufung gegen dieses Urteil! vertrat «der Gekündigte den Staad-, Punkt, daß der dringende Eigenbedarf -ein selbstverschAl- ,deter sei, weil die.Ehe aus beiderseitigem Berschubden geschieden wurde. Der Berufungssenat (Vorsitzender Dr. Fanta) gab der Berufung keine Fol g e und bestätig t e die Wirksamkeit der Kündigung, weil das Gericht nicht zu prüfen habe, durch welches Verschulden der Eigenbedarf an-der Wohnung lMvorgerufenwürde. Zugleich wurde die Revision an den Obersten Ger-ichtIhof für zulässig erklärt. Wie ei« eAgttfches Gericht atitt« iSmilische ZLöheiLerr hestrsit. - London, 23. August. (I. C, B.) Eine wüste. Szene, ähnlich denjenigen,-die sich des öfteren in Polen und Ungarn ab-' spielen, er-öignete sich vor einigen Tagen in einem Coupe auf /der Strecke, Mschen Liverpool und W'igan. Im Zuge befand sich ein jüdischer Reisender namens Weinst ein., Ein christlicher. Mitveisender, George . W h.i t I i n g, randalierte wegen der Anwesenheit eines Juden im Abteil und schrie: „Wir wollen k e in e- Inden m e h r! Die. Iu d en - k ä m p f e n n i e 'mä l s f ü x K ö ni g ü n d R e i ch!, riß. daS Abteilfenster auf und wollte den Inden hinauswerfen. Gin Zugsbeamter, der Whitling zu beschwichtigen versuchte, wurde auch niedergeschldgeu. Run zog ein Mitreisender die - Notbremse' und ÄhitlmgMur-de' verhaftet. Das Gerichtverhängte über ihn einen Monat Zuchthaus und oine Geldstrafe MvLKeirzeitiirrs. t von einem Pfund Sterling w^gen Mißhandlung des Zttgsbeamien und einem weiteren Pfund Sterling wegen der Beschädigung der Kleider des Weinstein. üJlcne Oesterreichische Schatzscheine vom Jnljre 1922 I (b er je i t dreiMou'dt'g kü ndbar unb tSkoyipiesäbig. ' Bsi un-'ekiindiatM Jahrrsbrsitz Zü'ßrr^kn d-.rrch das Pyllsparkafsen-Ämt. dl: Banken und Lparklch n. während d:r ütliche'. MchÄtS eck Mm - VolksWiri. ■■■ \ ■' ' 28. Aagüst 1SS2 , «me 7 geschlossen, das, währendas Gesamtaktjeukapital der neuem Notenbank 100 Millionen Schweizer Fraukeü betraM wird, der Bundesregierung die Aebernahme von 6 0 . P r o z e n? des A.ktienkdp'itäls, alsv von 60 MMoyen FräWn, garantierte. An diesenl Konsortiums sind -re! BaUkenorgamsationen beteiligt: . . - - 1. Der Vtrhand österreichischer Banken und Bankiers mit ungefähr 48 Millionär Franken (Organisation der Großbanken). / 2. Di« Bankenvereinigunß mit rund einer Million Franken (Organisation per Mittel-, und Minbanken). 3. Der Verband der Wiener Basik- und KommissioitSfirmen mit ungefähr drei Millionen, Fr-anksn (Organisation der Einzelfirmen). Somit sind r-Und 50 Millionen Franken der zu übernehmenden Aktienquote unter den Orgänisatiorren des!Bankenkapitals fest ansgeteilt/ Ueber den Rest von zehn Mil- -lionen Frauken sind noch Verhandlungen zwischen Len drei Gruppen des Konsortiums im Gange, deren Ergebnis, nicht ' tohne Einfluß auf das künftige Verhältnis zwischen Großbaükerr einerseits' uwd Mittel- - und Kleinbanken andererseits fein wird. Unter den Großbanken, die während der Berhandlungeu mit der' Regierung infolge ihres kapitalistischen Uebergewichtes ganz die Führung an sich gerissen und Mf die Gestaltung der Nvtenbanksätzungen einen bestimmenden Ein- ,-! fluß ausgeübt ha^en, nehmen bekanntlich , die französische! Länderbank und die englische Angloban^ die erste Stelle ein. Auf jede dieser beiden Großbanken entfällt eine Teilguote von viereinhalb'Millionen Schweizer^ Franken, bei deren Ausfall die ganze finanzielle Konstruktion der Notenbank ins Wanken kommen würde. - , u Gestempelte Krone — —.007+ Centimes. Ärls/ahlrmfl Wien --- ~.ÖöB/B Centimes. In Iäkick yötierie 'dst LstetreiLiscke lsiront . —.00% .(--.00% am 24. August) bsterr. gelstmpelte Krone. —.00% l—.(>0% am 24. August) die ts-leciischs Krone .... 18.60 (17-70 am 24 Auaustü d.?e N'arb. .... . .,. . . 6.25! 0.28 am 24 August) i'Ottint / . i . . . .... 1.45 '( 1A7'ja am 24. August) Ersia . ... . . . . . . -3.— l 3}0« am 24. Augu i) - , Tudaxes!.. . . . 0,32 ( 0.30 am 24 August) . Warschau ...... ... 0.06% ( 0*06'/* am 24. August) Wetters Steigerung der D^Viseupreise. ' Anhallen-sr RüGgsng^^ ösr Mark. Dje geilempelie Krona nvlier'e Sestern in Z ü r i K unserändert ,0.00%. Auszahlung Wien-- bessert« sich von 0.00% auf o,06%* die Mark fiel aus 0.25,>^ircn^^<^te^ Aufrvärtsbewsgüng bis zu 18-60 fort. In B ’i r .1 i n. iraf trotz des /Kurssturzes der Mar^ ch) ZlirM,kiye/Adschwöchuygsder i Hemden Zadlungsmiile! e.n, in P ca g gingen sie weM M8ck, däflegeh vertekisrMfie sich in W1 e "ü'nsüerdiygr sehr empfi "blich Pollar 835^0, (strqen 79 590am)M'tt-Y0ch). ,Pftind 374350. isch-echische «r'üyr MI8.5V igegen,2hM5o),, Mli'rM.^Mark,üü % verändert 0.90, ungarische Kröne.M.S4 (gegen 4Ö.19), . dagegen Awötz'gte stÄ die Reichsmark um rund 15 Ä. auf. 4S.L5. - - Nachste^nd tite'dMMn^ NoMungen-.) . ' VerMentliedünx 4ßr Devisenzentfale - vom 25) Augint 1922. fich ,W 4 6 6 6 i'1' 6 5 5 3 8* 4 5 . 5 6«/, r- ■3 DiHii* (Scheck itod Aus-^jn*.; zaHlungen) Am^t«rd8l« f.-l‘ holl. Gulden , Agram 1 jug. Krönen . . . . Belgrrcl 101nar . . . . Bcrt|u l deutsche Reichsmark, ... Brüssel 1 belgische. Francs . Budapest 1 tinpsrisclie Kronen , Bukarest 1 Lei , i . .. .? i . . . Chrhtisnta. 1 norsveg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kroiior . London 1 Pfund-Sterling . . . Madrid l Peseta« . . . . . . Msiiand 1 .Lire . . . ,. . , r , New York, 1'Dollar . . . . . Paris I Francs . . . . . . . Prag 1 ,tschec!io-slow. Kronen . loüal Lewa . . . . . . . . Stockholm I schwedlscheKronor . Warschau 1 polnische Mark' , Zürich l sdiwelzerisplie Francs . Amerikan. Noten v. 5 Dollar aviw. '-^7 - : -..'iv hteurere, . . B*l|*l$ehe Nöten 100 Francs . . .Bulgarische Noten zu 1000 Leva . . » 100 . . , „ kleinere. . . DSnlsche Noten 100 Kroner . . Dänische Noten zu 1000 Mark. . » » K ■ 100 « * M kleinere. . . . Engl, Noten von 5 Livrest. aidw, 374850.— 375150.— „ „ kleinere . . % . . Fratuöslsche Noten 100 Francs . HolUlndische Noten WO Gulden . Italienische Noten v; lOOLire'awfw,. , kleinere . , , lugojl. Noten utigest. zu 1000 Dinar . - . .wo •» i •< R kleinere - * Norwep^che Noten 100 Kroner . Pö1nl5Cl.o Noten v. 500 Mark aufw, , kleinere'. ... RnmiaisclicNoten zu 1000 u. 500 Lei . , - ,. „ kleinere Ru»*. Noten (Reniah'O zu 500 Rubel, » a * .i; 100 p „ » „ . kleiner«; . . Sch^rsdische1 Noten 100 Krönor , Schweizerische.Noten 100 Francs Spanlsbhe Noten' 100 Pesetas; . Tscfct-cho-slow, Not, v. lOOOaufw. » * -kleinere . Wagen Noten (neueEm.) ZU.1GQ0 Kr. „ * zu 10.000 Kn . . . 1 »-> kleinere Kurs 3l -August. Geld War« Geld War« 32825.- 32335.- 3N35.-3N65.- . '223.85 224.15 228K5 226.15 895.40 896.60 903.40, 904.60 44.85 45.15 . 59.85 60.15 6117.- 6123.: ß02i:,; K27.V- - -51.96 52,04 ' 47.96 48M * 14224!- 142^!,~v 13844!-t J38&s!- 179924- 18008.-r 17192.- 17208.- 375400, - 373 00. ^358000;-3582C0.- 12940.- 12960.^ 12240.-, 12260.- 3(546,50 3649.50 3582.50 3585.50 33925— 83975. - 79S6S. - Y00151- 6385.- 6391.- 6334.- 6340; li 2699.-: 2701,-V 2599.- 2001.- 49I.5Ö 492^0 ,459.59!v. 466.50 22190— 23210.- 21M - 21l60.-! 9.97 , 10.03 9.97 :310.03 15993.- 16007.- 15243,- 35257.- 83550;— wsäpt 459,- •44a- 1774Ö!- 45.25 83650.- 6095i— 461.- 451.- 17760^ 45.75 79590.- 79690.— /SStzS.- 429.- 419.- 60.- : ' 357450.' 374750,- 375050,- 357350.- 6325,— 32715,- 3608,'— i , 3598.- 891,- 837.- 1404Ö>! — 9.90 . 9.8Q 658750 648.50 21885.- 15940.- -12575.— 2638.50 '2682.50 51;94 ' 5U84 6335, 32765.- 3612.- 3602.- 893.- 889.— 14060!- . 9.98 9.94 659.50 659.50 21915.U 15950.- 12725.- 2691.50 - 2685.50; - 52.08 . 51.96 6280.- 31025.- 3553— 3543— 898.- 893— 13665— 9.90 . 9.84 661.50 651.50 9975;- . 431— 421.- 17010*.- , 60.50 35775C. — 337650— 6290— 31075— 3557— 3547— . 9C0— ‘ 895— 13685!- 9.98 9.92 662;S0 ' 652.50 S:i 12025— 2590.50 2586.80- . 48,19 47.94 20915— 15210— 12075,— 2593.5« 2589.50 »48,11 40.06 ' Kie öfterretchische N«ti»«albauk. Ervichlung am 1, DÜoM. Nach MittailUM Ler Parll-Korvespondenz. soll nunmchr die fiir den 16. .September in Aussicht genomniena Gvün^ing und Betriebser Öffnung.der OestorMchischen Nationalbänk am Dkt o-ber erfolgen-'Das' an -.'bet'. Gründung beteiligt«- Bankenkapital Hat sich in einem.: Kouiortiunl zusammen- Die Judsstriekrtse t« der Tscheche; : Slowakei. Die ipdustriello Krise in? der Tschecho-Slowakei schriebet unaufhaltsam fort. Nach dem „Sozialdemokvat". fand in Pilsen ' eine Versammlung der Ävheiter^ der S k o d a w e r k e statt, von denen 2200- Arbeiter^ schon e-ntlassen würden und mchr als 400 davon bedroht ftridi Die Versammlung nahm Stellung gegen jede Mnftige -SteMvung .dor tschechischen Krone. Auch der 'allgemeine Ausschuß .der schecho-slowaSischen Handels- und Ge- -werbekammarn tritt zusammen, um über diese .Frage zu'beraten. Vorgestern' erschien benp Minister für soziale Füvsorge eine Abordnung der 1-schecho->slowakischen GeweMchaftsvrganis ationen, um ihn auf die ernste Lä-ge aufmerksam zu machen, die.' in per Jndn-strie Wter dem Einflüsse berschivdener Umstände, besonders aber durch den An fstieg der tsch ech-i scheu Krone entstanden sei, wodurch insbesondere die ^Auslftihr boschräzikt und vor allem in viner ganzen Riorhe von In-' -'dustriezweigen -AubeitslasiMit' herdorgevusen-^ei. Ändererseits' sei keine Zluswirkung des höhen Standes der Krone.-im Auslände wahrzitnehmen. Im Jnlände ze-ige sich kein Sinken der , °Le«beusmittLlpveise, dagegen eine Erhöhung der Arb eit s- ,l ö fi g k e i tj -.W 'inÄbesoüdere in .:der Gll a s i n d u st r.i e, wo Mnze . Unternchrnnngen zunr. Stillstland geHnnmen se-ien, und in',der Me t älil-- und'Text i lindustrie am deutlich-!sben zn-^bemerken »sei. Die Abordnung fordert im Namen des tsähechy-slowaki-schen <^oerkschasts.v.exlban>des, daß didsen Zuständen die nötige 'AufnwvksEWt Mgewe-ichet werde, und machte auf,die Börschläge auftne-Esam, die in diefer Hinsicht von -der Gewerkschaftsorgamsation erstattet worden svim. Der Minister erklärte, daß die Regierung die Angelegenheit aufüwrksam pe-vsolge sind daß sich auch der nächste Mimstervat damit beschäftigen wrrde^ Wunschgemäß tvevden Mch die Vertreter!der eiMlnen Bjetrichszweige zu Beratungen emberufen werden, um einen Weg zur ANhilfe zu finden. ' Nach dem „Pravv Lidü" schränkt auch die S ch u h i n d ustrie 'immer mchr Hnrn Detrieb ein, In emonr Drittel.aller. Beirrebe wird nur zwei 'bis drei Page in der Woche geavbeitet., Kein Betrieb arbeitet doll.. Bon 35.000 Arbeitern dieser 'Jndu- . strie feiern 26,000. Die „Prager Presse" meldet, daß die mährischen :Stahlwerke ihren Absatz vollständig verloren haben imd ■ daß öme' nme Krise drohe. ... ■ — ®enera!verf(im«lutts der Car» & . JeMnek « -G Die erste ordentliche Generalversammlung der Car» > u. Jell i n ek, Spedit-ions- und Lagerhaus-Aktiengesrllschaft, hat gestem stattgefunden. Es wurde beschlossen, eine Dividende von lOo Prozent, aüf.' das Äktienkapital von 24 Millionen Kronen auszuschütten, Oesterrerchifch-unsarische Bank. In der am 24. L. unter Vorsitz des Gouverneurs. Dr, SP i tz m ü i l e r abgehaltenen Sitzung des Generalrates der Oesterreichisch-ungarischen Bank für die österreichische/Äeschäftsführung bildete vornehmlich daS.^ unausgesetzte, in der letzten! Zeit rapide A n st e i g e n d e L Eskvmpteporiefeuilles des Notemnstriutes Gegend stand >der. Erövtemng. Der Generalrat gelangte hierbei ein- ' » mutig zu der AnfHauün-g, Hätz der beveits seit längerer Zeit ge«, übte rigvrose Vorgang bei der Wech>selzensitr auch weiterhin' beizubHalten, nach Umständen — unbeschadet der- Befriedigung des unzweifekhast legitimen Bedarfes noch . zu vevschärsen sei, Insbesondere wurde betont, daß es nichts Mfgabe der Baükleitnng sein könne, den Geldmittelumlauf zu vermehren, um Per privaten Wirtschaft die Festhaltungmobiler. Aktiven (Devisen, Valuten und Effekten) zu evmögliche-n. Dtzm-- gemäß wurde die Äbstcht der Bankleitung, die Anflprüche der Kveditwerber auch hei. voller Bonität der 'eingereichten Wechsel nur darin;u‘ befriedigen, wenn dieselben glaubhaft -machen, daß sie ihvm Geldbedarf nicht anderweitig, insbesondere durch Flüsiigmachung der bezeichneten Wstven decken können, zur Kechitnis genommen.; Im Äbrigen gelangten! Gdge«stS«lde de» laufenden GdschäftsgebarmH'zur.Berhandlüng^