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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-26 · Heft 1283 (26.8.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1283 (26.8.1922)
Date
1922-08-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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i.a u <• f /(7«m Jp. 1381 «M, VdsMaur», bezüglich der auWMschm Banden in der s Mraine folgendes: Die Bewegung ist zwar ganz liquidiert, doch ist sie-im Vergleich' zum Jahre in ihder Ausdchnuüg Md > Bedenwrch . ., . getvordey. Eine so große Bande -wie zum Beispiel die von Machn,q'igchd -eS überhaupt' nicht -mehr, nur in den Gouvernements -Pobolien, Kiew und KrsupMe z n k iteiben sich noch kleW -zerftoMe Grüppen herum. Die erckgüWe Ausrottung dieftr Banden ist darum un? möglich, tza einerseits den Sowjets die entsprechenden ALwehrorgane fehlen, andererseits sich dieNähd werkontorrevolutionären Führer Petljnr a, S a w i n k o w und, W r a n g e l schädigend geltend macht. In - der letzten Zeit ist jedoch PettzNras Einfluß sogar in den Kreisen der Bourgeoisie sehr stark gefunken.' «i» Dichter — Pr»paga«dist der Reaktiv«. - V«scha«, S4. Tuzufi. (Wder „®r. Morgmzeimng".) Aas E i m feropol Mick berichtet, daß dort eine konterrevolutionäre Organisation entdeckt' wurde, welche gegen die Sowjetregivmng einen rmlitarischen Aufstand v-ovbewitet hatte. An der Spitze dieser Organisation stand'ein gewisser Oberst Michajil Dio-nisejewitsch Bosch e n k o. Eimr ' seimr rühWstJN Mithelfer .war der Dichter PuMaviötch der die' PrvMganidä leitete^ Ber Bosch ercko farch man einen ,Mfehl" Nr. 1, in welchem er sich als Herrscher Rußlands bezeichnet und zur Konstituante Aufrufen will. Er verwirft dbt Todesstrafe, die nur für Lemn, Dvotzky und die ündeven Volkskommissare gelten soll, und verspricht allgesneiinL ^lnrnestie für alle Russen, unter Weilchen er alle.El>nwohn,er Rußlands mit Ausnahme der Juden verstehen will. Die „Gospolitup" (Polizeimacht) nahm bereits 83 Berhaftuingen vor. Der Prozeß dürfte in nächster Zeit vordem Simferopoler revolutionären TribunÄFeginnen. r Die Tätigkeit der Amerika»« i« > A«tzla«K. Warschau. 24. August. (Tel. b, „SGr. Morgenzeitayg".) Die die tzillLorganisatiim „Ara" aus Rosla» berichtet, Versorgt sie gegenwärtig 10^44.692 Seelen (darunter 145.000 Kinder im Wolgagehiet,. 963.553 Kinder in der Ukraine, 5,250.000 Erwachsene im WolgageLiet und 880.1SS Erwachsene in der Ukraine). x Tagesbericht/ Neuerliche ErhSH««ge«-«stä»ttsche» 6te«er»t. V;/'.•/ : Der Finanzausschuß. der Gemeinde Wien beriet .Freitag die nerten. städtischen Steüervorlagen. Es handelt sich, wie bereits mitgeteilt, vor allem um folgende Entwürfe: ' \; ■' ' * Der Luxus Zuschlag zur Fremden- -immeratzgatze, der bisher 10 Prozent bettug, soll bis zu SV. Prozent erhöht werden können. Bon der LustbarkritSa-tz g abe. mügen dis Pauschale dem Länderten Geldwert angepaßt werden. Die Pauschalsumme soll bis zu 10 Millionen Kronen fest-, gesetzt werden können. In die Prozentabgabe sollen nunmehr auch die Einnahmen für Garderobe und Programme einbezogen werden. Die A n t v m o b i l a h g a b e, die, wie überhaupt die in festen Kronenbeträgen bemessenen Steuern ganz' besonders durch-die Geldentwertung erschüttert ist, wird in ihrer zweiten Jahresrate verzehnfacht. Da* die unveränderte Einhebung einem Mchlatz von SV Prozent gleichkornmon würde, wird sie dadurch in Wahrheit nicht erhöht. Daher soll auch für jene, die! die zweite-Jahresrate bereits vorzeitig, daS ist bis S0?Apvil, also in höherwertigen Kronen, bezahlt haben, die Erhöhung nicht einweten. Für die Lohnstlhrlverksantomotzlle gilt die Erhöhung nur für die letzte DiertelahrSrate. Die Pferdeabgabe, die geyenwäriig 5000 Kronen jährlich betr^Mnd^dchch.HpM^WfDdchMng lohnt, soll verfüufzigfacht werden. '*' Boir per KonzesfionSabgabe kannda die laufende Abgabe von konzessionierten Unternehmungen bereits zu Jahresbeginn eingezahlt wurde, nur bse UebertragungSabgabe erfaßt Ivecken; sie soll verzehnfacht werden. DK L ntzM w a r e n a b g a b e wird von 7 auf 18,Prozent ^echöht. ' " Die größten Einnahmen bezieht die GeMeücke auS.der Fürsorgeabgabe. Mne allgemeine Steigerung derselben selbst in Keinem Maße würde zweifellos den Anlaß zu neuen BMeuerungen bieten und' mußte daher trotz der drängenden Finanznot v e vitt i e d e n werden. Wohl aber wird es möglich fein, durch einen systematischen Ausbau der Fürsorgeabgabe leistungsfähigere Schichten , stärker heranzuziehen und so auch hier zu differenzieren. Diesen Beginn einer planmäßigen Entwicklung stellt die Er- . Höhung der Fürsorg eabgabe ' der Banken, We chsustützen, BörseneompLoirS usw. dar,, die von nun an 8 Prozent bezahlen werden. Bei dieses Novellierung beschloß der' Mnanzausschntz', daß Spar- Md Konsumvereim, ferner Erwerbs- und' Wirtschastsgenofsenschast, die MWeßlich DärlcheNSgeschäfte- Mächen und im Lestirnmte ÄeWnö' veMleir dürfen, von dev Erhöhung der ' Fürsorgsabgabe ausgenommen werden solleir. J, Der Zuschlag zur allgeWiMÜ Väat?1tH en E rw e.r bHstx-Urr^ -der der Mneinde Wir' ' weÜL - t» . -; Der. beispiellose-Anstieg der allgen^einen Teuerung, der in der letzten Indexziffer von 124 Prozent noch nicht seinen letzten Ausdrück findet, hat auch für die Zeitungen neue Lasten zur Folge. Neben der Erhöhung der Personalauslagen haben sich auch die zur technischen Herstellung notweMgen' Materialien, insbesondere . Papier und Versandkosten, außerordentlich verteuert. Es ist für die Zeitungen unter den heutigen Verhältnissen nicht mehr möglich, mit den bisherigen Einnahmen aus Bezug und Versand die Erzeugungskosten zu bestreiten. Auch die „Wiener Morgenzeitung" muß eine neuerliche Erhöhung ihrer Bezugsgebühren Eintreten lassen, um nur halbwegs den berechtigten Anforderungen ihrer Angestellten und Mitarbeiter sowie den technischen Notwendigkeiten entsprechen zu können. Die Leitung der „Wiener'Morgenzeitung." ist überzeugtauf das Wohlwollen ihrer Leser und Freunde zählen zu können. Sie kann mit Recht von ihnen erwarten, daß sie ihr Möglichstes tunwerden, nicht nur selbst ihrem Blatte^ über die schwere Zeit hinwegzuhelfen, sondern auch für die „Wiener Mörgenzeitung" , neue Leser, n-ene Abonnenten zu werben und die für die Fortführung des Organs notwendigen Mittel durch eine . Erweiterung des Leserkreises, aufzubringen. Die Aufgaben der jüdischen Presse sind außerordentlich schwer und vielseitig. Ueberall wächst die antijüdische Stimmung in den Massen,, denen das Demagogentum einer bis zur Groteske-unfähigen Politik das Judentum als den Schuldtragenden denunziert. In der jmdschen Bevölkerung selbst steigert sich die Not bis zur. -Verelendung und die jüdische Presse hat unablässig da-, mit zu tun, alle Schichten des jüdischen Volkes an ihre UMBBsgaaa diesem Jahre zusteht, soll auf 800 Prozent für die erste und 500 Prozent für die zweite Erwerbssteuerklafse hinaufgefttzt werden. Der Finanzausschuß beschloß eine E r h ö h u n g der Gemeindeumlagen zur allgemeinen Erwerbs st euer im Ausmaß von tausend Prozent hr der ersten Erwerbssteuerklasse, während die Vorlage eine achthundertprozentige Erhöhung vorsah, in der zweiten eine Erhöhung aus achthundert Prozent, gegenüber einer solchen von fünfhundert Prozent der Vorlage. EttdlichsollendieSteuerstraseufürHinter- Ziehungen bis zum Fünfzigsachen erhöht werden können. Dies soll im Nahmen^ eines Gesetzes geschehen, das allgemein die Strasgvenzen ^m Administrativversahren des Landes- ' beziehungsweise der Gemeinde auf das Hundertfache/ beziehungsweise Fünfzigfache erhöht. Im übtigen wurdm die Vorlagen mit geringfügigen textlichen ÄendenmM ‘ vom Finanzausschuß genehmigt/' Sie werden am Montag . irn^StadtseWt und am Dienstag im Gemoinderat als Landtag beraten werden. Ej«e Goldkrone — 17.Ü00 P«Pierkronen. Die Geschäsi-leilung -er Ossterreichisch-uogarische»» Bank teilt mit. -aß die Sol - p a r 1 t S t (llmrechnungsverhSUnis drtrsffend -ie Zollzahlungen in Sold) für die Periode vom 28. August bis 2. September IRL mit 17.000 K. festgesetzt' worden ist. - Vom Keren Kajeineth l'Israrl Uebersiedlung nach Jerusalem. Lause «des Monats September übersiedelt das- HLUpthure'2u des Keren Kajemeth l'Jsrael, ail8 dem Haag nach Jerusalem. Irr Jernsabern sind alle. Vorkehrungen getroffen, damit die reguläre Ausnahme der Tätigkeit des Bureaus Anfang Oktober erfolgen kann-' Me für das HÄrptbureau bestimmten Zuschriften sind an Keren Kajemeth Jerusalem, PaWine Megra-mm-Nidresse: „Keren Iemsalam") zu richtend Mt der erfolgten Uobevsicklnirg des Hauptbursaus geht -ein langjähriger Wunsch. " der Zionisten und insbesondere der vielen tausende treuen Mtarbeiter de8 Keren' Kajemeth - in. Erfüllung, die diese schönste Jnstilntion deS Mischen BslkeS spit jeher in unm-ittolbare Verbindung mit dem Boden Erez IsrMS zu bringen wünschen. Dr-e ganze zionistische Welt erwartet von der Tätigkeit deS HauptburoanS in Jerusalem eine starke Belobung der Arbeit für die Erlösung des Volkes Ünd des Landes. Renrrlrche Lohnbewegung in Wiener Metavtnbnftrie. der Der Wiener JnW^ellenvevba-nd teilt mit: Die auf ' Grund deS letzten Index echöhten Löhne kommen vvvtragsgemäß der Memr Metallrndustvie das erstemal Ende dieser. Gi^W.ÄuSDwA. Der MetallackeitHwechand hat anfangs dieH Woche''an den Wietver Ittduswiellenverbomd die Fockövung; mch Mchchntägiger Bevechmmg des- Index gvstellt/ ftvuer auf i EShung M InIde^ und fckhere. AuSzMmg dis' letzten'; Ämex. Im MammenhMg dcnnit wuchs auch , w den siuzelnen : BetUioben von den Acksitern die Forderung gestellt, dis «bAv - Gmpfchlen des Wiener IndustviellenvevbcmdeS in dieser Wachs ' golÄsteten PörauSzAhkungen auf den dieswöchigen Lohn nicht Äzuzichen. i ' Der . Wisnch- Jnibustviell«n,vevbaNd, hat diese FovdernyL bat M-. MK>jheM ss&äsk .«MM näMU 26. a«SK^ 1922 Seite 4 ..i., .<i«,.v — iii■■ ■ ■■■!■ ui» >>»>>,- wxH sozialen Verpflichtungen zu mahnen. Da nun diese Presse selbst bedroht ist, muß sie sich in eigener Sache' an ihre Leser wenden und diesen nahelegen, das einzige. Organ, in dem ihre Sorgen, Ansprüche und Wünsche vertreten werden, nicht verkümmern zu lassen. Die „Wiener Mörgenzeitung, deren Schaffung eine große nationale Tat war, derell Bestarrd allein eine -Gewähr gegen ^' Unterdrückungsexzesse und Mundtotmachung bedeutet, muß auf das Verständnis des Judentruns rechnen können, wenn sie. die Sicherung ihres Erscheinens als . eines der -notwend.igsten Postulate des Augenblicks erklärt. Wir sehen uns gleich allen anderen Wiener Blattern genötigt, die Bezugspreise wie folgt zu erhöhen: Wonnementspreise ab 1. September: Wien (zum Abholen in der Trafik oder : - durch die Post) ..monatlich K. 16.000.-* Oesterreich (durch die Post) . . monatlich K. 16.000.—. Polen . ........ monatlich poln. Mark 1.400.—« Deutschland . . . . . . monatlich Reichsmark 150.—, Bulgarien . . . ... . . . . monatlich Lewa 50.—> Die Bezugspreise für das übrige Ausland sind am. Kopse des-Blates ersichtlich. Nachzahlungen - bei Preise - erhöhung Vorbehalten. Verschleißpreise für Wien und Oesterreich ab Sonntag' den 27. August: An Wochen- und Sonntagen . . . . . . K. 600.-^ An Montagen , K. 400.—i] Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung", Wien, 2. Bez., Taborstraße 1—3. . Woche in Verhandlungen mit dem MewllackViiervöckLnLs' einzutreten, in welcher Werse bis zur vertragsmäßigen Fest- 9 setzung des Index im Monate September der schwierigen Lage der Arbeiterschaft vinerseits und-den ungünstigen Gekdver- HAtnissen der Industrie andererseits Rechnung getragen weckest könne. : Im Sinne dieser Antwort bleibt e8 daher in dieser Woche hei den/Modalitäten der Auszahlung in der Wiener' Metall-, istdustvre wie'in den Dageszöitun>gen vom lS.d. Verlautbart war^ Es dürfen daher jene Betriebe, die im Sinne der Empfehlung, des Wiener Jndrrstriellenverbandes anfangs didser Woche Vorauszahlungen geleistet haben, am normalen Lohnauszahlungstage dieser Woche seWverständlich nur mchr detz Rest des Lohnes M Auszahlung brrngru. —---. _ /» Jntrrastionnlr Hochschnlknrse, Wien/ List ot LnxUsL leotarers/ J. England of To D ay. V Sie WiNiam Beoeridgs. K. C. D-, Direekor of^ the London School of Economics and PoMreal Science: Freitag dm 15. Septemher: Ltudy ok 7raäe Qycles. M. R. Fister, W. Sc., London: Misiwoch dest Lv. September: 77»e bocsi Oavsrnment ok England sinee 1904. Dr. T. E. S r e g o r. y, D. Sc. Leon., London: Donnerstag den 7. September: esntrsidanlring in tbe British Empire. Freitag den 8. September: The Balance of Träfe and the Foreign Exchange Problem. Prof. K. 8, Las K i, M. A. Oxon: Montag de» 1t. September: Recent Constitutional Changes in England. Mittwoch den 13. September: The Problem of Sovergnity. Mr- R. A. L a m ney. M. A. Oxon: Dienstag den! 12. September: The Problem ok the British Coal lndustry1 sinee the War. H. SvederportrS ge: Sir William Beveridge, K. L. B.: Montag den 14. September : ^eathsr Periodicity and Food snpply. Mr. fl. M. Nevinfon, M. A. Vxon: Dienstag den 15. September: Th6 Washington Conference. Dr. Silberk Satter, M. A. Cant., D. Sc. Econ, London: Montag tzen 18. September: The Political and Economlc Conditions of Jndia, with special reference to Centrat Europe,1 j Prof. L. L. Wa tker, S. 6. Vxsorb: Samstag -en! 16. September r The Philosophie Interpretation of the Einstein- Theory, - v/ .. -. * Polizeiliche Meldungen. (Aus Grund des Erlasses de?! Magistvates Wien wecken neue 'Meldedrucksorten »itii einigen Aenderuugen des Vordruckes zur Ausgabe gelangen. Eine' wesentliche Tsendevung der Meldungsvovschvisten besteht darin^' daß es den Parteien freisteht, einen Meldungsnachweis .Kuvertsorur (6g St) wie bisher oder einen offenen Mel-! d u n g s n a ch w e i s (L0 Ä.) zu -benützen. Nckst dem Moldungs-; nachweiS sind Von tz-sterveichlschen Bundesbürgern zwei, von' fremden Staatsbürgern drei M-eldezettel In hem zuständigen! SichorheltSwachzimmer. oder dem Bezirks-Polizeikom.missavrat;szu Ü-berveichsn. Werden die MlVezettel im verschlosseueu Melde-! kWert Überreicht, so entfallen die Unterschriften des Wohnungs-i gebers und des HastSeigentümerS (Stellvertreters), auf den'- MekdezettÄn und bei. weiblichen Personen als Unterpari-eten^ die Unterschrift des Hauseigentümers (Stellvertreters) auch auf. dem MÄdekuhert. Arme Parteien erhalten die Meldedrucksorten!' von den VezirtS-Pollzeikommissariaten unentgeltlich. Mit 'detzj NÄsM. der Est KruÄsrieu wick m si> d. begonnen.

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