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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-26 · Heft 1283 (26.8.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1283 (26.8.1922)
Date
1922-08-26
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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jvh''V*' v*■' ' ■ < Kr. 1283 . "i'> *• 'V v;t v V;V mtn, Tamstay Wiener MMe»zerr««s^ 26. rrtßvst l-SS Meile ts dem Thopägesetz fernesteheß, in" e i n^et gemeinsame» Wischen Vertretung^ in einer^Jewifh agench vereinigt zu sein. Der AgsidaMrer Iq.ko.^. RtziAe' dW/KG? nehmlichdie Durchsetzung Ne'fiH'; f-lAensHv8re« .'Mttar-7 LeitSLeschlusies zuzüschtei'betr ^isl, "L'AMkke^'Äivz stach hje^r Zentmlmtssitzunc; l,,Israelit" vom 19. Mai 1921):. „Man fontt' dhste MherMibnng sagest, ^ß diq brcnilendr Liebe' zu Epez Aisröel und der entschlossene Witte zur umfassenden prWschen Arbeit' im. Lande geradezu das beherrschende Moment der ganzen Tagung bildeten." Die Zionisten ' 'müßten -Angesichts der ungeheuren Größe der ihrer harrtznbeiryvelMchichtlichen Aufgabe stbh jvch glücklich sein, wenn auch" die dem Einfluß &efc. Rabbiner und chasstdrschen Führer gehorchetiiden Millionenmassen /des Ostens ihre'ganze moralische Und nmierrelle Kraft an das.gigantische Werl des Aufbaues setzen Mollen", Der linke Flügel, -der Agnda drängte Vorwärts. Er war gewillt, soweit es die überaus schwachen Mittel der Aguda-erlaubten, aktive positive Palästinaarbeit und- Palästmapvlftit zu betreiben. Zunächst -wurde der .Keren.Hajischuw gegründet, aus besten Satzungen die folgenden Paragraphen von besonderem Intereste sind: § 2. „Die Gesellschaft will am wirtschaftlichen Aufbau, Palästinas - im Geiste der jüdischen Tradition ar- 1 beitem 'Ave gesamte Tätigkeit muß in Einklang mit den OestimumWen des '.jüdischen Religionsgesetzes stehen, das sie' unbeschadet der zwingenden Vorschriften des 'englischen Rechtes als geltendes Recht des jüdischen Volkes anerfemtj. Die Gesellschaft ruft das jüdische Volk zur Mitarbeit auf, von der Ueberzeuguug durchdrungen, daß die überwiegende Vtehrheit des Wischen Volkes feinen Traditionen die Treue, wcchrt , und den ^vrrtschastlicheu- Aufbau. Pala-'. stinas in e>imr -Weise vornehnren will, daß das aufblühende . Palästina, zugleich ein religiöses Zentrmn für das jüdische - Volk werde." Interessant ist ferner, 'daß in den Paragraphen 21 mW 29.ähnlich wie beim Jüdischen.Nationalfonds die, JnstlMtron der Erbpacht, also des Gemeineigentums und des IMvrdüalbesitzes, eingeführt wird. Die A. J. gründete ferner die Baugesellschaft Binjan Haarez, die bereits einHe tauserch Dunau: Landes angekauft hat. Die palästinensische Agüda errichtete ein Emigrationsbuvean in Jerusalem sowie eine Infornmtionsstelle für industrielle und sonstige Auskünfte. Bon bedeutenderen kolonisatorischen Arbeiten der A. I. Jet die Tabakpflanzung in Gederah ertvcihnt. In einem zu meiner Kenntnis gelangten Hausberjcht des Herrn Dr. Ehrmann an den > geschäftsführewden Ausschuß und die 'deutsche Palaftinazenirale des Älgudas Jisroel vom Immer 1922 heißt es: „Der Gesamteindruck, den die Verhältnisse in Erez Jisvoel he^worrufen,-gibt die Gewißheit, daßes höchste.-Zeit für Agudas Jwroes ist, - durch ' intmfive .Beteiligung ans wirtschaftlichem wie auf kulturellen: Gebiete ihren Einfluß in Palästina geltend zu rnachen und ^n. erweitern." Der inneren Palästinapolitik, die besorwsrs von der A. I.- Iugend allen. Ortes stürmisch gutgeheißen 'wich, entsprachstdie chlßechN Manifestasionen .dieser Umorientiernng.' Zunächst., wurden. Verhandlungen; mit der Zionistischen Orgaitisativj: M 'UWlegÄtW'^b'''IÄ.lsh /Agency erstrebt. Düse aber stchrtöi: nicht zum Ziele. Auch den Ver- /. ^tüvlungeft/deuM -I. tvar keinerlei Erfolg geschieden. MestwrmOuhr^tzßrM. I. an. Sir Herbert 'ScüM'el, Churchills scharfe Äutivort an die A. I. dürfte» .noch, in aller Erinnerung sein. Diese wiederholten Vorstöße, her A/'.I. sind,' so bedauerlich sie auch' dom Gesichtspunkt der Eiichaltung omer außenpolitischen. Einheitsfront des jüdischen Volkes sein mögen, em nicht zü igtrorierendes Anzeichen dafür, Haß Kräfte' in der Ä. I., die .unztveideutig -mn positiven gemeinsamen Aichbautverk nutder Zionist:-, 'fchen: Organisation bereit wären, durch die politischen Ver-. haltnisse 'zu negative::, .hemnmchen. Sonderaktionen bedrängt wurden. Arlch.in der A,> I. ist i>k Einsicht. gereift, daß sie unfähig ist, selbstmidig em irgendwie bedeutungsvolleres Palästinawerk zu verrichten. Denn es wich in Palästina die verschiedenartigster: Schulest geben, aber nur e i n Jordan-Stauwerk. Man,, wird, den Erzeugnissen der palästinischen Industrie es nicht ausehen können,, ob sie von gesetzcstreuen oder abtrünnigen" jüdischen. Härchen gearbeitet sind..In wirtschaftlichen und außerpolitischeu Angelegenheiten darf es vernünftigerweise keine Paraltelmst:- trrtionrn zweier rultnrpolitisch , differenzierter Organisationen gehen. Das kommt.auch tut obenerwähnten HauSbericht des Herrn Dr. Ehrmanu, zünr 'Ausdruck. Es wird von den unbefriedigender: Beziehungen der A. I. zr:p Zio- ' rnstlschen Organisation gesprochen: „Hier wäre Nur dann ein Weg des Zusanttnenarbeitens zu 'finden, wer:n die ^Zionistische Organisation grundsätzlich sich auf" wirtschaftliche Angeleg'ercheiwn beschränkenwurde, in denen sehr , wohl ein Miteinarvdevgehen nwglich ist," Nun besteht freilich auf unserer Seite das berechtigte Bedenken, ob die Orthodoxie nicht ans der:: belanglosesten wirtschaftlichen Anlaß cm kulturelles Politikum machen würd-e. Man wird vielleicht zunächst den Versuch einer Kooperation in wirtschaftl-ichei: Angelegenheiten machen müssen, und es sind <n:ch auf der'Gegenseite m. E. alle Anzeichen 'dafür vorhanden, daß ive-nigftens die verantwortlichen Faktoren guter: Willens sind. Quertveibeveiel: der rmversöhnlichen Hitzköpfe beider Lager werden natürlich wie imrner vorkdnrmen. Aber man soll nicht vergeben, daß es außer den.Protestrabbinerr: auch, aufbauwillige Führer ir:' der Agnda gibt und daß wir alle dem zrtsibmnen können, ivas vor kurzem in der Frankfurter Ortsgruppe der A. I. Herr Rabbiner Horovicz (Jerusalern) unter stürrnischem Beifall m einem Bortmge ausführte: „Die kostbarsten'Kräfte und Energien, die in deir Awvehr-.rmd Verteidigiingsstellnngen absorbiert'werden, bedeukn/einen.unevsetzlichen Dertust für' die^'gvoßest, uuchtfschiäbbgrett, in" sehr kritischer Lage steckenden. Aufgaben von Binjair Haarez, . die m:r von der Gesamtheit des'Wischen Volkes und nur in einer Atlnosphäre der. Verständigung in: Wege' praktischer Korn- 'binatiönen gelöst sver'den können. Keinen Augenblick dlirsen 'wir es ans dem.Bewußtsein verlieren, daß die jüd/is.che Nation — trotz der Lieft», schiverwiegenden Gedie in unserer Mitte herrschen, zuweilen siEr gar ernste Gewissensf^en, deren Lösung man nicht den Zufälligkeiten eüstr jeivelligen 'parlgüMtavtschen Majo. risierung.änSsetze::^'.fetitn. — vor Gott und Menschen, vor der Gesamtheit des jüdischer: Volkes und v or den Bölk.ern'. der /Erde ein ermhertli-ches G a n z e.-s i st. Es soll und' Muß' ein, Weg gesunden ivevdendas/ist mein fester Glaube --' zum sre:willigen Zr:samn:e 1:schl 1:ß zu' gerne:ns am er Z io nsar b e: t, durch Klarstellung der- Grundsätze, ohne Zwanghafte. Bevolnt:-ndung, zu' friedlichen: Zusamtnenarbeiten' rrüt oder nebeneinander,, ohne Demüt!» gung, ohi:e Pveisgabc' von Prinzipien." . Das Vaterland ruft seine chm treu gebliebener: Kinder! Es kann keiner sich' freiunachen. Man kann keinen ansschließen." ' - - ' > - . Sehr spät erreichen uns diese Stimmen aus bisher gegnerischem Lager. Aber man soll sie deshalb nicht überhören. < Dr. Robert Weiß. Oestereeich. EiNherühmq tze» .Rchtt»»alrates. J-m Auftrag des^ Pevbandes -er sozia'L-emokratischm Ab» -Asordneten hat dessen Obmann Präsident -S e i tz gestern an -den Präsidenten der Stationalversammlung ein Schreiben gerichtet, worin m-ü Rücksicht ans dk Wirts che stlrche^. - süna.-n»/ Zi-elle und pol iti sche .Lage der Rep-nW der.Präsident^ ersucht Avird, den Nat-ionalrat ehestens,' und zwar spätestens' für einen Dag der nächstm Woche ei-nzubeM-fen.'Zugleich - wird an den Präsidenten W e-rS k r'r ch-n or in seiner^ Eigenschaft als Obmann des Ha n p'r a u-ssch uss.esdas Pr< suchen'gerichtet, auch diesen Äusschnß für nächste Woche emzuberufen, damit die Regierung Gelegenheit -Habe,/'die'«m Finanz-/. Ministerium vorbereitete Vorlage über diä Erhöharngl der S.tenereinh^eit«n zu unterbreiten."Schließlich' wird auch der Landeshauptinann H a u s e r in seiner^ EigeiPchast als. Obmann des An-s sch nj.se8 .für Aenß.evchs''ersucht, eine . Sitzung des Ausschusses^'fürnächste-Mache elnzubemsen, da esnotwendig sei, von,der Regierrurg Aufschluß über deZw eck: r> nd die Ergebnis-se .-der'8teise des Vnndes kanzlcrs zu erlangen. . Äer Obnlünn des Arlsschusses für sozial-e Verwaltung, Abg.^ H a n u s ch, heabstchtigt, diesen Ausschuß für nächste Woche ein-; gnberufen, unt in -den Fragen der A r.öe i ts lose i:snr s 0 r ge . -vrft der finanziellen.'-Lage der K rankenk asstu sofort Vor-1 kchrnngen treffen zu können. ..- c- - ' Der Gre«zv§rkehr mit ZLAoiLawie«. Graz, 2',. Ungu-st. Das im Fe-'bruar d. I. zwischen Qesier- 'reich und Iugoflawler: .abgeschlossene ilobereinkonnnen über 'den-. Verkehr im Grenzgebre-t ist am 5. d. -in Kraft getreten. In Ausfirhrungdes ArAkelZ 'X bes-A-ebeveinkÄnnims' si:ch.- 'äU: 23. d. in -Radkersburg BcbolLmächtigte beider Staaten' züsamMn-.' gebeten, .um die näheren Best-iumMNge.n Mer die/'Tsirchführüng- . dieses ll-bereinkommens. enwernchmlich festzüfetztü. -warten Sie? Englische Stoffe, Leibnnd Bctt- Mscke, ltegsnms'nle!: ln StriLlcacarsn etc. etc^ kaufen Sic nirgends.so gut und bilijg wie bei v!L, TaborstraSe 48 Tsa.pha» 47-1-7©! ER garoa/ " j OpiNMLmrfch. Von «oft« «aß. * . / , Mandjil (Nordpersien), m Mai.! Wir. sitzen,, wärrrn und schweigen. Die Relaispser.de find noch nicht da. Wann sie kommen werden? — Der Posthalter.mir gegenüber zuckt die Achseln: „Wer woiß? — Bald.- — In zwei Stunden werden sie hier sein." .-1 D^r Himmel ist bedeckt; es ist drückend und schwül, das Zimmer ist voll-Wegen. Ein Diemr bringt-Dee -und Zigaretten. Wir tr-inken und rauchen. Der Perser wacht oiueu Ansatz Mr Konversation. Er war in Enrvpa, in Paris. Davon l-cbt er jetzt, seit er a>ls Po-sthalter in dem öden, kleinen Provinznetz sitztl. „Wie finden Sie Persien? Es ist alles schr zurückgeMeben, nicht wahr?" — Ich sage irgendeme hMche Phrase über sein Land. Dann schweigen wir. wieder, mid jeder folgt mit dem Ranch der Zigaretten seinen oigwen .GedäMn. ^. ........ - / DLr/HftnmeLbricht auf. Monoton rmrscht der -Regen.-'Eiste Elster krächzt -chren häßlichen -Rnf.' Endlich klingen - Schellen. Die Pferde sind da. . > . W-ie/das Gepäck verladen wird, fallen die Rosenin den DtvaßenMnntz.-Ich-hcvtte sie ans meinem Zimmer mitgenom-, mein . Warum? — Vielleicht, Nwil es die gleichen waren, wie sie m Adas Garten wuchsen. > Ein'Betteljnnge hobt die Blumen aus, aber schon ziehen die vier. Pferde an.' Mit klingendem Geläut fahren wir durch die regennassen-Wälder Mäns. - Wir fahren und fahren-ü: nnnntevbrochencm Trab; alle Stunden' werden -die Pferde g-ewechselt, -der, alte Kutscher tritt an den Schlag, fordert und erhält seinen Bakschifch, und der neue steigt-auf den- Bock. Es d:mMt, n-ichts ist.MLhr zu-erkennen in der.' regenfilisteren Nacht. Man hört rmr. die Schellen der Pferde, -nnd 'ab. und zu die Glocken der Eselkavawanen. Oft sind es Hindert Tiere, und jedes einzelne trägt seine Glocke, die ans die anderen! cchgestimmt ist, .so daß es Ms--er Ferne klingt wie das Läuten in per Osternacht in Rußlands , Die Straße .ist holprig. Der Wagen.stoßt -und. rattert. Unmöglich ' zu-' schlafen.' Die Rosen, fallen mir wie-der ein. Wie Ada tanzbe, stand das ganze Znner voll von ihnen. Sie hatte sich lmM bitten 'lassen, aber als sie eimstal Mgescmgen, , achtete sie nicht der w-ahneichen, und MrechttMseüden Winke nchs.Znrnsi « der.'MuMr/ sondern folgte nnsetvnv rasenden. Taktklatschen.und. gab sich ganz ans /in Anom ielbiamen armenischen Kauze., J Plhtzlich halten wir, Der Kutscher svitt a^: den Schlag., Er will nicht mehr weiter, und es sind keine Rekäispferde -da. Eswerden auch so bald keme koin-men. Wir müssen warten. Gegenüber ist ^rne Dsebnde. Ihre Front ist offen, wie bei allen HäuseM-in Grlan. Eigentlich sistd -.swnichts anderes als ' nach der Straße M. offene Kästen. Um.dr«i Wände läuft esne ieppichbelegtie Lehmbank. 'Mf ih'r^ hocken rmr. om.ManSck, ein. Kupserbeck-en-Mlt glühetchen Kohlen, ein paar alte Peifer. Ich setze mich zu ihnen; die Nacht ist frisch. 1 >. Der Wirt in langem,..-blaarern Leinenwck und brauner Kalla, dem kegelförmigen persischen Fez,- bringt den Lve.! Er holt' ihn von einer Bar aus Lchni, ans,der die Teekanmn' .nu:- e'm offenes Hotzkohle.iche:ter - swhen. ..Darüber breiten, sich, ausgleichsalls ans. Lehm gefoMten Etageren seine Schätze mrs: Kttpferteller, wldtze Teegläser, Psiifen aller Art, . sche-ntzliche. europäische Basel: »i«d vor allem Lampen, die^ öblvohl zer-' brachen, pennoch seinen besonderer: Stolz zr: bilden schönen. Mch dem Tee rcn:cht der Wirtdie Pfeife an. Er Mt die '/LMbttckL, legt eine'gli'cheiche Kvhle auf dixu femgeschnit-tEn Tabak nn-d 'tnt-ein paar Züge, ehe er fie den Gästen reicht. Einer raucht eine Wasserpfeife, -das Wasser kollert und gluckst, wenn der Rauch aus dem langen Rohr sangt-, . Dann rollt sich einer nach dem andern , zum Sch-la-f zusammen,.nur ein Malloh mit weißem Turban veprichtet erst sein Gebet. Wie er niederkniet, sich hinwi-rft und wieder, srrfrichtet, wirft.die Lampe einen grotesken Schattentanz auf die weißgetünchte Wand. Ich bleibe allein mit einem Allen. Er hat seinen Barl brandrot gefärbt, auch! die Nägel sind rot von . Hemm. Er ist ganz,„trocken", wie hier «her AndlÄHge Ausdruck lantet, das/heißt, ausgedörrt und ansgelcu:g!i vom Opnunraüchen. U-mständlich bereitet er sich feuw Pfeife, knetet ein Stückchen .Opium zu recht und heftet es auf -den angewärmien Pfeiferckops. Dann.nimmt er ck.it der Zange eine glühende Kohle, Ws sie gegen das - Opmm und beginnt zu rauchen. Ein intensiver Mohngeruch steigt mtf. Der Wirt bringt' auch mir, «ine Pfeife und sieht mich' Mgend' an. - Warum - nicht?' Ich. habe eimnaf >die ganzen Ehicagoer Slums auf -der Suche nach Opmm durchlaufen, M: dieses Gift Vvnnö-n zu lerne». Aber es war vor krtrzdm .eine Razzia der Polizei gewesen, nüd ich bdkaut zwar die Tänze nackter Re^rinnen uüd Mllattümen Vvpgesetzt,' aber kei-ü Opium. Also griff ich rvach dev Pfeife.. , Nach ein paar Zügen'- hin ich Mr le'nttäatzscht. Das Opickn schmeckt widerlich, und außerdem ist die , Prozedur sehr gn-strenj ßcii-b. Man muß .mit. aller' Lnugenkraft den Rauch des ver- . brennenden Opmüts em^-vhen^ will man die-Pfeife in Gang halten. Mein ich habe mir in den Kopf gesetzt, die Opium- Sensation -kennen zu lernen, «und außerdem habtz ich. mit -einem . Maje das Gefühl, W.könne ich die Wartezeit.ans. dw Pferde mit'nichts anderem aMsüMn, und per'Lore.Unwidebprsilgsi^Ls, ra-uchte ich jetzt , nicht, .Md/so mache ich. Mir. nH.'/der.'ersten eine . zweite Pseise zurecht. Interessiert schaue ich zu, wie das Opium -brotzelnd veobrenck „nn>d. durch -die feine , Oessnnng . in. den Pftisenkops rinnt. Dieser .Kopf ist ü-brrgsiis hirbsche, gll-e Arbeit, aus. roten: Porzellan'ckit goldenen Bl-aUornMne:ücn. In dern .BIattMrk erkenne ickf nrein Spiegslbild. Wie ich mich dafitzon sehe, tvevde ich m-ü-de und ich lasse nrich zicrucksinken. A!it unter dem Köpft ansgLbreitelen. Armen liege ich stach ans 'der Matte. Neben mir verglimmen in dem Atangal dir letzten/Kohlen. .Dst ^nft ist schwer vom -Opm-mrä'.rch und . ^ählendnnst. - Ich ‘ sichle meinen Körper schwer werde,: - und doch wieder leicht, als ob er'schwebe, i»'/all seiner.Wwere..Ich probiere, ob ich meine Arme noch hröen kann, und sehr nwin Spiegelb-ibd Wieder.cn dem- - Pfeife,ckppf. .Wirklichwunderhübsch ist das Blattwerk. Es 'ist sein' Rosenblatt, das mein'Bild trägt und gehört zu-dem Strauß,, den die'Arn:en-ier-cn'.in Händen hält. Also brachte doch Ada die Rosen auf mein Zim-lner? Ja, sie br-ürgt sie,'bringt sich selbst, und'-ich gehe unter, i-n Mosen und Dusinnd Dornen. BA ich' w i-odLr an stauche und -wandere endlos durch Wüsten und Felsen, bis ich wieder bei ihr bin, die ich.immer - geliebtl Und. ich senke.das/Haupt, sie <cher sagt: Warcnn bist idcc .so Mt zu mir? - - ' -' 1 Dann aber ist Ada wieder da und schwimmt über, einen See und. hinter ihr.schwick-me-n Mrcfend Mädchen. Am Ufer haltm belnrbante, flintenschwingende Reiter. Jemand sagt neben mir, das sei das Plakat für den neuen großen Film. Allem shrs Bild wird MMichk-vt- und ich bin kämpfend mitten unter den .Reitern. Mn Wder Tumillt, die Pferde, Nnnran ---sich nn-V .steigen, und fedes fragt mN Halse eine klingende Schelle. ■ Das'Schellengeläute schläfert mich ein. daß ich wie in'den .braunen Wellen eines Sees schanAe, -wn-nMos,- tranmlös,-bcs eisige Kälte mich.übsi-slntet. Ich greife um mich und finde -ncich 'in -meinen: Mä-ge'n -' liegend. Durch die Fenster-zieht die eisig ' ko>lte Ljtft der «chm Mm-genstühe. Wir halte» irgendwo ans der -Patzhöhe. Ich blicke hinmcs und sehe nur Schneeberge und Eis« ' grate, bis ein schwarzer Schatten bas Fenster vevdcrnk-elt. Laukl-08 taucht-er'ans und verschwinde:," eck zweiter!:nd dritter, eine eMüse Folge. . Eine -/ KqMlEaratvüne "zieht'-'-über^ den Paß, Tier hinter Tier,' in Mktöschr, srhsvex ans und ÄbjchwanketMü Gang; unheimlich, .unwiderstehlich, unendlich wie das Schicksal.

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