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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-13 · Heft 1270 (13.8.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1270 (13.8.1922)
Date
1922-08-13
Page
Seite 8 (sequence 10)
Language
German
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' ,f r ^eite 8 * . Wien, Sonntag Wiener Morgenzertung. 13. August 1922 Ar. 1270 keuvigen Airbeters. Ihre Schlaftrachbarin, die von der 9ktitr mit wenig Reizen ausgestattet ist und deswegen von der gefangenen Atämrerwelt beharrlich übersehen wurde, geriet beim Anblick dieses ^lngebindcs irr neidvolle Erregung, beherrschte 'sich aber und wartete bis zur nächsten Inspizierung durch Organe der Oberstaatsanwaltschast, denen sie dann alles berichtete. ' Franz Wmdrsch und der Bankier wurden, zur Verantwortung gezogen. Mndisch , wegen Verbrechens des Mißbvguches der Amtsgewalt, der andere wegen Verleitung, und gestern'vor dein Einzelrichter Oberlandesgerichtsrat Dr. Os io unter Ausschluß der Oestcnti-ichkeit die Verhandlung durch geführt. Den Strafantrag vertrat Staatsanwalt Hoftat Doktor Wach s mann. Verteidiger waren Dr. Jana; Kurt R o senfelL und Dr. Hans Zanten. Beide Angeklagte waren im Ivesentlichen geständig. Drei Mädchen wurden ans der Haft vorgeführt und als Zeuginnen gehört. Der Richter erkannte beide Angeklagten schuldig und verurteilte den Frau; Windisch zu fünf Monaten, den Bankier zu drei Monaten schweren Kerkers. Der Mordproze'tz ÄaÄdarr.- Danszkhs Aussage. Budapest,. 11. August. Im Strafprozeß Landau wurde heute als Zeuge Oberleutnant. Tanszky einvernommen, gegen den vor denr Militärgerichtshof gleichfalls ein Strafverfahren wegen Mißhandlung der beiden Landaus anhängig ist. Danfzky sagte unter anderen:: Am 19. September -wurden die beiden Landaus von Sipos verhaftet. Am nächsten Tage gab ich Befehl, zur Einvernahme, und da hörte ich, daß Haupt mann Berczy auf Befehl des Kricgsminifters in der Kaserne erschien, um die beiden Landaus in das Ministerium zu bringen. Ich war hierüber empört, denn der Minister h a t t e! e i n e r l e i Recht, die Maßnahmen des Generalstabes zu durchkreuzen.-Der Zeuge sagt, er habe den Fall deshalb nicht rascher erledigt, weil jeder Mann sein Schicksal abzuwarten hat. Doch die beiden. Landaus hatten RnPpert, -der sich chrer annahm. Ter ganze Fall war kein Fall Landau mehr, sondern eine Angelegenheit zwischen R u P p e r t und der nationalen Armee, zwischen Ruppert und der christlichen Sache. Aus Einlvendung des Präsidenten, weshaW über das Verhör kein Protokoll ausgenommen wurde, erklärte er, >daß der GenerÄstab zur Protokollaufnahme nicht verpflichtet 'war, das sei Aufgabe der Polizeisektion. Bis dahin hatte der Fall drei Instanzen zu passieren; ich weiß nicht, aus welchen Gründen Landau diese drei'Instanzen nicht abwarten wollte. Ruppert ruft dazwischen: Weil er ermordet wurde 1 Zeuge ruft Ruppert zu: Er wurde nicht ermordet, denn er ist Selbstmörder geworden, das werde ich beweisen. Zeuge . sagt weiter aus, als er in die Zelle Landaus trat, sagte er: „Du Schurke, du ekelhafter Jude, wie wagst du es, diesen ekelhaften Ruppert zum Minister zu schicken?" Für diese Aeußerung, sagt der Zeuge, übernehme ich die Verantwortung. Er Mt zu, Landau geohrfeigt zu haben, und 'daß Landau in seinem Beisein etwa 3o Sekunden lang geschlagen wurde. Die Folterungen waren nicht bei ihm, sondern im Ministerium begangen worden. Heber den Tod Landaus sagte' er, der alte Handcm schätzte das Geld weit höher als das Leben, und deshalb inszenierte er den Selbstmordversuch und schnitt sich in das Handgelenk. Es ist ihm jedoch nicht gelungen, darum habe er sich am Hosenriemen aufgehängt. Ter Zeuge sagt weiter aus, daß er in der Kaserne mit Ueberraschnng die den beiden Landaus bewilligten Begünstigungen sah; als er erfuhr, daß diese dom Ministerium verfügt worden seien, befahl er, da der Minister kein Recht zur Ver-. fügung hatte, die beiden Schufte von stinkenden Juden in Einzelzellen zu bringen, damit die Begünstigungen aufhövvn. Als >der Zeuge auch die Mißhandlungen seitens feiner Untergebenen in Abrede stellte, hält chm der Präsident vor, daß diese selbst die Mißhandlungen zugegeben halten. Zeuge: Unter welchem Druck diese gestanden haben, will ich nicht untersuchen. Auch die Aussage des Profosen ist unrichtig. Auf Anfrage des Verteidigers, ob es wahr sei, daß Dobe die Erhebungen geleitet hätte, sagt Zeuge: Nein, die hatte niemand anderer zu leiten als ich. In meiner MbtenLung gab es keine Mißbräuche. Die J-Abteilung wurde als Spionageabwehrabtei'lung auf Grund einer Verordnung des Minist e r P r ä s i -d e n t e n H u s z a r ausgestellt. Die Details bilden "ein Amtsgeheimnis. Der Angeklagte Sipos war ein Fanatiker der Arbeit. Ohne seine Hilfe wäre die Arbeit der rumänischen und französischen Sektion unmöglich gewesen. Ich bin stolz auf seine Leistungen. Der Privatvertreter Ruppert richtet Fragen an den Zeugen und sagt: „Sie erklärten, im Laufe Ihrer Aussagen, ich wäre ein Ihnen verhaßter politischer Gegner. Demgegenüber muß ich erklären, daß es nicht m-vm Ehrgeiz ist, von einem Einbrecher als Gegner betrachtet zu werden." Zeuge: Das bitte ich mir aus, ich weise das zurück! Der Präsident erteilt dem Abgeordneten Ruppert nnen Ordnungsruf und droht im Wiederholungsfälle mit energischen Maßregeln- Zeuge: Ich werde mir hierfür auf anderem Woge Genugtuung verschaffen. Ruppert sagt nun, daß Haupimann Berczy erklärte, T habe dem Zeugen zu wissen gegeben, daß gegen die bei-den Landaus keine Verdachtsgrürtde vorliegen und gefragt,' weshalb -ie Hast dennoch aüfrechtechalten werde. Zeuge: Mir hat.er hierüber nichjs gesagt. Ich hatte neme Gründe gehabt, sie weiter aufrechtzuerhalten. Ruppert: Sie berufen sich fortwährend auf das 1 m ts geheim ui s und soeben sagten Sie, Sipos, habe bssi >em mmänischen Gesandten einen Einbruch verübt. Ist >as kein AmtsMeimWL Ze u g e: Das haben Abgeordnete schon iu einer Interpellation erörtert. Ruppert: Warum ließen Sie sich, als Sie sich in der Nacht des 29. September in die Kaserne begaben, von einem großen Detachement umgeben?. Zeug e: Begleiter nehme ich mir so viele mit, als es mir beliebt, wie sollten diese jungen Leute, lernen, wie Erhebungen gemacht werden? In der Frage der Beeidigung beantragt der Staatsanwalt Dr. Moro.cza, daß der Zeuge von der Verpflichtung des Amtsgeheimnisses enthoben werden muß. Der Zeuge erklärt, er könne einen Teil seiner Aussagen nur i u geheimer Verhandlnng Vorbringen. . ' Ter Staatsanwalt protestiert gegen die Stellung, denn es tvnrde gewissen Kreisen zur Freude gereichen, wenn sie ausposaunen könnten, daß es in der Affäre Landau Einzelheiten gebe, von denen' die Oeffentlichkeit nichts erfahren dürfe. Wir haben nichts z u vcrhei nt liche u, sagt der Staatsanwalt, und deshalb spreche ich mich gegen den Ausschluß der Ooffemlichkeit aus. Gegen die Beeidigung des Zeugen verwahrt er sich, weil gegen ihr: ‘ein Strafverfahren im Zuge |ei. Der Gerichtshof beschloß, die Vorgesetzte Behörde des Oberleutnants Tanszky zu ersuchen, ihn von der Verpflichtung des Amtsgeheimnisses zu entbinden. Bei der nächsten Einvernahme wird darüber entschieden werde,i, ob diese in geheimer oder öffentlicher Sitzung erfolgen solle. Der Fedsk-Prszeß. Lemberg, 12. August. (Telegramm der „Wiener Morgenzeitung".) In den letzten Tagen wurde die Liste der 36 G-eschwornen-.festgesetzt, aus denen die Geschwornenbank für die auf den 5. September festgesetzte Schlußverhandlung gegen den des Attentats aus den Staatschef Pilsudski angeklagten Studenten F e d a k ansgelost werden soll. Die Verhandlung dürfte ungefähr 14 Tage dauern. Man erwartet während dieser Zeit Demonstrationen seitens der Ukrainer. Volkswirt. Gestempelte Krone — —.01V< Centimes. Auszahlung Wien — —.01 Centimes. 7 8ü Zürich notierte die österreichische Äronr . . . —.01 (—.01 am 11. August) die vsterr. gestempelte Krone. — .017* (—.0Ü/4 am 11. August) die tschechische Krone . . . 13.57V, (13.17% am 11. August) die Mark. . . . . . . , 0.657* ( 0.62 am II. August) «gram.. 1.57l/, (1.577, am 11. August) Sofia., . . 3.10 ( 3.25 am 11. Augult) Budapest .; . . . . . 0.39 ( 0.37 am 11. August) ««schau..... . . . . 0.077. ( 0-077, am 11. August) 9roLendeck«nq und Inflation. - Von Dr. Mare Siegelberg. Die Gründung der Notbank scheint ihrem raschen Und günstigen Abschluß entgegen K»r, gehen, wodurch die Frage der Bedeckung unserer Währung und der Eindämmung der Inflation wi-eder stark in den Vordergrund trat. Es ist nicht uninteressant, mit Rücksicht auf die große Bedeutung dieses Problems die Zusammenhänge zwischen der Noten-' deckung und den Schwankungen des Geldwertes näher zu untersuchen. Die Zunahme der Geldzeichen hat nicht immer die inflationistische Wirkung einer Geldentwertung. Oft ist es gerade ein Zeichen des Aufstieges der Volkswirtschaft. Eine rapide Steigerung der Produktion und parallel damit des Konsums verändert nicht nur die Umlaufsgeschwindigteit der vorhandenen Geldmenge, sie erfordert auch — mrd das. besonders in der Zeit einer Merrascheüden Besserung.— eine technische Vergrößerung der Zahl der ,im Umlaufe besiMichen Geldnöten. Allerdings erhält diese neu^ Geldmenge gewöhnlich ihre Deckung hauptsächlich durch Jndustrrewechsel, da die Steigerung der Produktion ihre erste Wirkung auf die Erfordernisse und den Geldbedarf der Industrie ausübt. Von ganz anderen Folgen ist aber die Zunahnre der Geldmenge, wenn sie auf das Sinken der Kaufkraft der GeldeinMt zurüchuführen ist. Ihre umnittelbare Ursache ist in diesem Falle der Umstand, daß für be-iläufig dieselbe Zahl der volkswirtschaftlichen Prozesse inrmer mehr Geldzeichen notwendig sind. Das Sinken der Kauftraft des Geldes hat die echte Inflation zur Folge, das Andaüern dieser Jnfllrtion bewirkt wiederum das weitere Sinken des Wertes der Geldeinheit. Zwischen diesen beiden Monrenten besteht also eine Wechselwirkung, wobei keines von beiden den urvmittelbaren Ausgangspunkt, die unmittelbare Ursache der rückläufigen Bewegung des Geldes bildet. Es besteht noch ein dritter Faktor, -der zum Inkrafttreten der beiden oben erwähnten einen Anstoß gibt. Dieser Faktor ist der Wert und die Bewegung des Geldes a n f d e m i n t e r n a t r 0 n a l e n G e l d m a r k t e. Das Sinken des Geldes gegenüber dem Gelde anderer Volkswirtschaften vermindert seine Kaufkraft auch im Jnlande und bildet den Ausgangspunkt und das stärkste Motiv für die Inflation. Dieser dritte Faktor, die Kaufkraft und der Wert des Geldes dein Auslände gegenüber, ist aber schließlich nur die Relation der internationalen Zahlungsbilanz. E.rn Staat, dessen Einfuhr die Ausfuhr, um ein Beträchtlich es über steigt, und dessen passive Handelsbilanz keinen Ausgleich in der Bewegung d e r Ka p i t <t t i e it u n d Zinsen e r h ä l t, m it ß mit d.em:.;fortwhhren'den Sinken de^ .Wer \ .i£I i.e' 1 ß'cx KiXd.LLrcheL rechnen, Den besten Beweis siiv die Richtigkeit dieser alter Lehre liefern uns die Erfahrungen der Kriegszeit. Während dieser sechs Jahre hat .unsere Krone trotz der vollständiger Veravnmng und des Sinkens.unserer Produktion nur sehr langsam ihren Wert ein gebüßt. Bei denr Umstürze stani unsere Krone noch auf zirka 40 Schweizer Centimes unL , erst in den: Augenblick, als unsere Isoliertheit ein Endr fand mdd wir dje Handelsbeziehungen zu den anderer Staaten wieder aufgenoinmen hatten und ein Faktor des Welthandels geworden sind, erst dann hat das rapide Sinken der Krone seinen Anfang genommen.,Je reicher wir wurden, je mehr Güter zu uns strömten, je höher dir Skala unserer Lebenshaltung stieg, desto tiefer sank de' Wert unserer Noten: Und es liegt kein Widerspruch darin. Denn gerade dann zeigte sich, daß wir arin sind und de/ Einfuhr keilte genügende Ausfuhr gegenüber stellen konnten und. so den Wert unseres Geldes immer tiefer herabdrücken mußten. Unsere Devisen waren im Auslande leicht zn finden und infolge des großen Angeibots'und kleiner Nachftage sank der Wert unseres Geldes immer mehr. Nicht durch die Bewegung der Waren im Jnlande wird der Wert des Geldes bestimmt. Denn produzieren wir weniger und sind wir dabei von der Weltwirtschaft abgeschlossen, so sind wir auch gezwungen, imseren Konsum ernzuschränken, die Kaufkraft des Geldes erleidet dabei keine Einbuße. Treten tvir aber in den Verkehr mit anderen Volkswirt- ' schaftzn, so hat unser Geld die Aufgabe, bestimmte Warenmengen zu vertreten. Werden diese Warenmengen im Verhältnis zu denen, die das Ausland ihnen gegenüber stellt, immer kleiner, so findet dieses Mißverhältnis seinen Ausdruck in der Euttvertung unseres Geldes. Wir kommen also zu dem Ergebnis, daß nur die passive Zahlungsbilanz — wohlgemerkt, nicht.Handelsbilanz — di e w.ahre Ursache des Abstieges einer Währung i st. Die Relation der Zahlungsbilanzen, 'der Wert der Geldeinheit nptß sich schließlich auch im Jnlande durchsetzen. Wir gelangen also zur Feststellung, daß rein währungstechnische Maßnahmen nicht geeignet sind, dem Sinken des Geldwertes dauernd einen Riegel, vorzuschichen Damit ist gesagt, daß eine genügende Bedeckung der.im Umlaufe befindlichen Geldzeichen noch nicht imstande sein kann, den Wert des Geldes im Verhältnis zu .>dem Gelde des Auslandes, mit anderen Worten, die Kauflraft des Geldes, dauernd zu stabilisieren. Eine vollständige Goldbedeckung kann natürlich 'das von ihr gänzlich unabhängige^ Verhältnis zwischen Nachfrage und Angebot von ausländischen Wechseln nicht verändern. Ja, es ist wahr/ daß bei einer bestehenden Einlösungspflicht der Noten die Zahlungen an das Ausland durch Gold ermöglicht werden. Bleibt aber die Passivität der Zahlungsbilanz als eme chronische Erscheinung bestehen, so muß schließlich die Goldbedeckung zu den Zahlungen an das Ausland, das heißt zum Ausgleich dieser Passivität, bis zur gänzlichen . Auszehrung verwende) werden. Werden aber die Banknoten nicht erngelöst, so wird sich allmählich auf de-nr Goldmarkte ein Agio zugunsten des Goldes eirrstellen, Ivas der Geldentwerbung freie Bahn eröffnet. Man würde vielleicht demgegenüber^ einwenden, daß in Friedenszeiten eine Goldwährung genügen konnte, > um die Unebenheiten der Zahlungsbilanzen und die Schwankungen der' Devisenkurse mit der Spannung zwischen den beiden Goldpunkten.zu begrenzen. Man vergißt aber dabei, daß es in Wirklichkeit eine «dauernde Passivität in der Zahlungsbilanz nie gegeben hat. Dü vorübergehenden Unterbflangen konnten selbstverständlich durch das Medirml der Goldbodeckung günstig beeinflußt werden. Als Beispiel «biene die Bewegung dtzr russischen Währung im Frieden. Wenn zum Beispiel zur Sommerszeit die russische Zahlungsbilanz gewöhnlich stark passiv und ein großes Angebot an russischen Devisen auf dem Weltmärkte vorhanden war, so fand diese vorübergehende Passivität schon im Herbst dadurch einen kräftigen Ausgleich, daß zu dieser Zeit der Export des russischen Getreides einfetzte, und in'Rußland ein starkes Angebot von cmfs Ausland lautenden Wechseln entstand. So sank' im Sömmer der ruflische Rubel m Berlin bis auf 213 Mark, um im Herbst bis auf 216 Mark hinaerf zu klettern. Diese Spannung wurde nie größer und das verdankte «der Rubel der Golbbedeckung. Vor der Einführung der Goldwährung sank der russische Rubel im Sommer oft bis auf 160 dNark, stieg im Herbst in Berlin manchmal auf über 230 Mark. Die Goldbedecklng spielt gewiß, wie wir scheu, eine be- 'deutende Rolle, äber nur dann, wenn die Passivität einer'; Zahlungsbilanz mir von vorübergehender Dauer ist und durch ein stärkeres Angebot an ausländischen Devisen in eiem an'deren Zeitpunkte ausgeglichen werden kam. Die Menge des Goldes hat nicht die Ausgabe, eine chronische Unterbilanz auszusüllen. Denn i«n diesem Falle müßte die ganze Goldbedeckung, deren Zweck die Fun'dierung einer Währung ist, dazu verwendet werden, das fehlenbe Manko der Ausfuhr zu ersetzen. Braucht man aber zu diesem Zweck Gold? Dieselbe Rolle spielen auch Warenkredite wie auch alle jene Maßnahmen, die auf. eine begrenzte Dauer berechnet sind. Die StabilisieMNg der Wäh- Mpg kann dadurch nicht erreicht werden. ^Für die B ew e r t u n g d e r W ä h r u n g s e i n h e i t e i n e s S t a ate s, der im Berkehx mit anderen Mitgliedern der Weltwirtschat steht, ist nur die Relation der Zahlungsbilanz entscheidend. Die Goldbedecknng spie.lt nur dann eine Rolle, wenn die.se.Zahlnngsbilanz . n i cht.chronisch passiv i st, u m bas vor ü b e r g e h e n d e M i ß v e rhältnis zwischen Angebot und. Nachfrage a n D e v i s e n z u k 0 r r i g i e r e n. Betrachten wir das g e ge n w ä r t i g e österr e i- Ä.ÜLe. N.M1LN M. MÄMj wir M WEt W . »

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