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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-13 · Heft 1270 (13.8.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1270 (13.8.1922)
Date
1922-08-13
Page
Seite 6 (sequence 8)
Language
German
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'r.’^v. V vywv-i-t" * >ir f jn * ’s V -7-' ’ - RVW yv*'F •* v pf^i» i ' r-*. Seite 6 ' 72:en, Sonnlag gefettet? Morgenzettung. * L»attrSt«w«re z« raSbigest Preise» im Möbelhaus K. M a n n e. Wien, Vl>.,j Schdltevfeidvosse 24 (TeL29-lM). Große Auswahl von Luxus« und Elikinkdekn, gebogenen Sesseln in zediegenfi^r Ausführung. ' * I, Rekvröpreif«» f*o«ft Altpapier in. gröberen und Kleinsten QuavMKn Großhavdlung Sol d a» VÄl», Kvhrmann» gaffe 2, Telephon 33-2-83. * Pelzho«» Gebrüder Drointv, Wien. N, Glsckev» galse 8. Werkstätten Wien. II., Ruevvgasse 37. Fttwle in den B e'r K a u f s K a l l e n am K <irlsplak <Tel: 51-2.80—8S. 5l«n-^0—Pelrworen aller Art. neueste Modelle, in feinster Ausführung flels lauernd. * * Z»r Kördersog des iS-ifrben Lan-werüs. Die unter der Aufsicht des zionistischen Landeskomitees für Oesterreich stehende „Jüdische G e w e r b e f ö r d e r un n s gesell s S> a f i" betreibt unter anderem eine SchßoNerw e r d st 8 t i «. deren Zweck es ist. jü>if«Kk>.Schwerhandwerker sowohl ffir den Aufbau PoMinas deromudilden als ouib i^nen die Grundlagen für eine vrodoktive §x>st'enr zu schaffen Damit dieser Zweck err-i*t werde, ist es nötwevd<o. dak das Vn'er» nehwm steis voll befckäiiivt ist, da nur io eine möglichst große Zahl von js'di'tden Lunten deremaedi'det werden kann. Die südliche Gewerbefvrderungsa,sel!schast Wendel sich da''« an die bre'te Oeffeotlictdeit mst der Avf'orderuna, diese rnii Arbeit zu versoraen, indem jeder leine Schlosse arbeiten von ih er Werk» fläi'e ausführen läßt. Dies» ha! elektrischen strasianlned und ist überhaupt vollkommen mvdssm einoerichiei, daher edr lstt!rm"sfäbig. Sine Reihe tüchtigster Geloster sorgt für g e d i »fien> st e Ausführung jämilicker übernommenen Arbeiten de! relalio niedrigen Breien. Aufträge wollm gsrichket werden cm die Adresse: Jüdische Gewerbeför'üerringsg e s < l l f ch a f 1, Wien. Itt., A p o st t l g a s f e SS, oder II.» Ta^borstratze 59. Tel. 40-3-16. * Don rrotz« Bedeutung für vie'e Industriezweige ist die patentierte Neuheit »Slop'-Umversal-Dübelhülse und «.Skop"- -rlniverfolschlaohohrer. welche eine voklstäMye Umwälzung auf dem Gebine der Montag« hervoroerufen hat. „Slop" ist das Delestiaunamiitel, das rhne langwieri e Vorarbeiten ousmeihelt, ausstrmmt usw.. ohne Äo'zdübel. ohne Gips und obre Befchädiguna der W"nde jede SSraube oder Kaden rasch und unlösbar mit j-der Mauer verbindet. Die Verwendungsmöglichkeit der ^S'op'-Unwersal-Düdeldülse ist unbegrenzr. D-i elektrischen Emrichiungen. Gas» und Wasserinst-illaiionen. Röhre n- und Kabrllsitunoen, bei Vefefligungen von Tafeln, Schildern an Wänden usw., Überall dort, wv Schrauben und Nägel die Verbindung Herstellen sollen, ist „Sivp" das billigste, nie versagende Mittel, der kleine Kiifsjaktor von großer Tragweite^ VorfLhnmg grails. Verlangen Sie Prospekte von der Fabrik iür elektrische ^*1onn und Elekkomaterial. Dr. Ernst Fachs & (St., Wien, Laurenzerberg 4, Telephone 15-0-13. 18-2-55, rs-3-30. Vereise, DrrLraze ««» Versar««lr»irgLir. , Lspvranto vslegitaro äsWien. Montag den' tk Uhr abends, im Saale der Brzirksvertretung, S. Bezirk. Währtngerstratze 43, Vortrag des Kerrn Dr. Aetuw G h e z, Deputierten 'aus Italien, über „La raoriin ta urbo Poap.ei* (Die tote Stadt Pvmpei). Eintritt frei. Säst» willkommen. Urania. Leute, V*« Uhr (Großer Saal): Beherrscher der Lüfte. - 8 Mr (Großer Saal): Durch den West-Sudan. — Morgen V-6 Uhr (Großer Saal): Durch den Wrst-Sudan.— 6 Uhr (Großer Saal) r Wilv-Afrcka. Ernährung. DieLebensmittelmärkte. PreiseSchgänse in Gemüse. — Auch Flstfchssrlen billiger. DK Großmarkthalle zeigte gestern bas lebhafte Bild des Wochenendes. Reichliches Angebot in allen Fletschgattungen, das iedoch nur geteiltem Interesse begegnete, wie es in dtefet Jett schon lange das Gepräge des Marktes ist. Dar Publikum beschränkt sich auf die billigen Sorten. Unter, dem Druck der großen Vorräte wird die Preisbildung in Schranken gehallen. Lebhafte Nachfrage fand ein größeres Angebot von geräuchertem Rindfleisch, das mit 1C.OOO& pro Kilogramm abgegeben««- e Das inländische Rindfleisch ist etwas zurückgegangen und notierte 9600 bts 16.000 rumänisches Rindfleisch wurde mit 8860 bis 13.0C0 K., Gefrierfleisch mit 6200 bis 7600 £. abgesetzt. Schweinefleisch bljeb im Preise unverändert. Sehr viel Schaf* fleisch zu L000 Ä. pro Kilogramm war gestem auf dem Markt, serv»r Kalbfleisch zu 900o. bis 19.000 K. Speck notierte 28.000 bis 82000 Filz 54.000 bis 35.000 K., Schmalz Li.000 bis 23.000 K. pro Kilogramm. Sind also die Preise ziemlich stabil, ja sogar rückläufig, so ist doch der Vergleich gegen das vorige Wochenende erschreckend in der hier Mm Ausdruck kommenden ansteigenden Tendenz. Gegen die Vorwoche hat fich Rindfleisch um 1860 bis 4500 K., Kalbfleisch UM 1500 bis 5200 K., Schaf» fleisch um 500 K^ Pferdefleisch um 1200 bis 1400 &, Schweinefleisch um 10CO bis 4000 Ä., Schmalz um 1CC0 K., Filz unk Speck um 10.000 bis 14.000 K. pro Kilogramm erhöht. Wie gewöhnlich herrschte gestern auch ledhaste Nachfrage nach Seefischen — 3660 bis 55CO K. — pro Kilogramm im Gegensatz zu allen anderen Fischgattungen, die nur schleppend abgesetzt wurden. ' Auf dem Naschmarkt waren Gemüse wieder Überaus reichlich zugeführt und zeigten Preisrückgänge. Kartoffeln haben fick ermäßigt um 200 K., Gurken um 200 bis 300 K., Zwiebeln um 250 bis 270 K., Knoblauch um 200 K. pro Kilogramm. Spinat nolisrie 900 bis 960 K., Paradeiser 1800 dis 2200 K.» grüne.Bohnen 2100 bis 2500 K. pro Kilogramm, sehr schöner Kohl kostete 400 bis 600 K., Weißkraut 1000 K., RotkrM 6v0 bis 1200 K. pro Stück. Auch der Obfimorki war reichlich beschickt. Aus Ungarn find die ersten Trauben angelangt, die mit 4000 bis 5000 K. pro Kilogramm nur an R-stauraieure abgegeben wurden. Zuckermelonen kosteten 1800 K., Birnen 600 bis 3000 K.» Aepfel 800 bis 1800 K., Marillen 1800 bis 2400 K., blau« Pflaumen» stnd etwas gestiegen, 1500 bi» 1860 K. pro Kilogramm. dem Pilülikiilii. 1Ü2 WÄSCHE* SALON D. ROSENFELD WIEN I. KOHLMARKT Ö TEL. 1, 3325 . KARLSBAD ALTE WIESE TEL. 121/VI KOMPLETTE BRAU TAUS STATTÜNG EN Emil Reinkraut Wie», IX. Vorlobie wo Wien, am 8. August 1922 Wien, IX. Lotte Seidenwerk Sälomon Safrin Wien, XVI. Stffisow (Polen) Verlobte Wien, im August 1922 Statt jeder besonderen Anzeige in Fl Timte Wie» Verlobe Wien, im August 1922 (In Fa, Jefeel tu Geller) laden alle Verwandtem, Frot&de txnä Bekannten zu Ihrer am SO. August 1. J. um halb 4 Uhr nachmittags im Schmalzfcof-Tempel statthndenden TRAUUNG höfliohßt ein« ■ «599 T«l«rr^Adr.! BediaoWekel, Wien, Vt, SehTa«lehofsas«e in. Anlässlich der Verlobung meines Freundes Herrn Philipp Frächter mit Fräulein Regine Dankner gratuliere ich herzlichst Juda Brautistein Zur Verlobung meines Freundes Herrn Philipp Frächter mit Fräulein Reglne Dankner gratuliere ich herzlichst Salomoh Süsskind Meinen Freunden Fräulein Regine Dankner und Herrn Philipp Frächter gratuliere ich herzlichst Leo Rattoer , — ...-.y i i — *——**■■■■-■■ "■ ■■■ - ■ Unserem Freunde Herrn Philipp Frächter gratulieren wir herzlichst anlässlich seiner Verlobung mit Fräulein Rfegine Dankner Geschwister Ochshorn Möbelfabrik J. Spira Feine «>» M. DL 1~3 Wohnungseinrichtungen. (Ecke Karl Schweighofergasse) TEPPICHHAUS BRACH & Co. VI., MarlsbflfenirsBa 79 159 §t*t« -gtößU* Lager lir. Teppichen, yorhSugeo, Tlsetadecben, «ftvorlegcrn «owlc echte Knflpt- und Smyrna-Teppiche. Afftlke und medertie na. an m ^»am 3bel ErySH««g der Semmel-reife. Glerchzeittg mit der Erhöhung des Brolpretfes tritt am Montag auch eine Sihohung der Semmeipreife in Kraft. Eine Semmel wird 220 K. kosten. Der Preis des Exirabroles würbe auf 3080 K. für das Kilogramm und he* der weißen Decken 164a BshdbL,^ Ausbau eleganter Wohnungen ut & Co. Wlenr I,, Sallaritfitte Nr. 3 (Palais Coburg) 18. August 1922 Nr. 1276 für Herren, Da me nun d K I n'"dl e'r' . in erstklassiger Ausfühfütig * EM' konkusT^nslisseß PfirieiH M» . - im . 515 Schuhhaus »Zum SfnaflenSiof* Wien, Bi., Taborifr. 24s BBnteTBaaSBmaui±a3i8aqf^ Parfümerie- und (Jnmmiwareö Julius Spiegel jun., Wien, II., Gloekengasse 14 , ~ T«Isph<m'4«-i-6S.' ' 1; ‘ ..f •:r-> HoiohsB Lntgor in säatlitlxan Mar&enartikoln. 4ti ÖB1L anne ¥11., SeiiotteiifildgnsiB 24 Telephon 39-1-09 auiai GRÖSSTE (AUSWAHL SIN LUXUS-r. (UND STIL- MÖBELN (GEBOGENE SESSEL MASSIGE PREISE 440 Kultusu. Justiztaiar& u. Barette liefert in schönster Ausführung die bekannteste Spezialfirma iss RUDOLF «MM Wie«, .fTror“h"fer45^39 GegrQndeS 18SS—Growe Ans Wahl Jehister Stötfa 1 MessbesteHungesi Warnung! Meine Frau, welche die eheliche Gemeinschaft mit mir aufgelöst hat, verkauft ohne jede Berechtigung aü» dem mir gehörigen Textilwarengeschäft, Wien, XX. Universmnstrasse 40/32, Waren zu schleuderhaften "Preisen und behält den Erlös für sich. Ich warne das P. T. Publikum davor, diese Wären anzukaufen, da Ich sbnsf d<?i allen Käufern meine Sehadener3atzan9prSche gerichtlich geltend machest werde. Josef Rates BuHm rmd Kimft SBteset Kymödie»ha«s. . Passtonsspiele, die die LÄdeu GHMi auf die Buhnbvingm, wenden sich wohl, in erster Linie an die Döligwsen Gefühle der Christen Msd erst in letzter cm die. ästlMschen' des Voraussetzungslosen KMkerS, dessen AM durch diese Erwägung beträchtlich-erschwert wird. Indessen bieten.sie auch dem Indifferenten genug des Erschütternden: die Tragödie des idealistischen Utopismus, .dessen Meich nicht .von dieser Welt ist. und der von der praktischen Lebensbejahung immer, wieder ans Kreuz geschlagen wird, aber immer wieder auftrstcht. Im Besonderen: die alte Wahrheit,. daß der Prophet in feinem Vaterland nichts gilt, aufgezelgi an dem Autor dieses'berichmten Wortes. Dieser Autor war ein Jude und das iist kern Zufall. Urjüdisch' ist vor allenr das Grribeln nach dm tiefsten Problernen des Seins und Werdens, seit dm Tagm, da ein Jude verkündete: „Am Anfang erschuf Gott Himmel und Erde", bis zu dem Tage, da ein anderer Jude die Relativität des Zeitbegriffes aus einem neu konstruierten Weltbilde Meitete. Urjüdisch ist auch die Sucht, die Rechte des Menscheu, speziell «des arbeitenden Menschen, dem tyrannischen^ AnÄeuter abzutrotzen, seit der jüdische Gesetzgeber das ägyptische Joch Israels zertrümmert hat, bis Mir DerkuMmg des Erlöserwortes: „Proletarier aller Länder, vereinigt Mch!" 'Die einKelum Glieder dieser Jahrtausende Mevspannenden Kette zeigen.die verschiedensten ^Abstufungen: von dem Friedfertigen, .der durch Sanftmut und Mitteid veredelnd wirken will, bis zu -M, der nicht den Frieden zu bringen kommt, sondern das Schwert. Israels Hasser bviygen dem ersten Bevachtarng, dem zweiten zornige Rachsucht entgegen, rmd Verachtung wie Zorn übertragen sie auf das ganze Mische Volk. Sie hassen es, weil aus seinem Schoß die staatsgefährlichen Lehren hervovgehen, fie hassen es aber, auch, weil es einmal, als es noch fdbff einen Staat zu verteidigen hatte, eine Lehre, die nicht nur die gesellschaftlichen F>Uldamente des kleinen jüdischm, sondern auch die des großen ' römischen Reiches vernichtend untergrub, abgelehnt und den Verkünder dieser Lchre nach dem Rezepte^ bshan-delt -haben, das noch heute olle Schützer -der herrschenden Ordnung gegen noch so edle, die Menschhvitserlösung wollende Umstürzler anwendM. So sind die Lehren Christi nrchr noch als für ihn und seine Lehre für sein Volk tragisch geworden. Die christliches Dichter reizt aber natur-gemäß nur die Tragödie ihres Heilands zur dramatischen Gestaltung. Dieser Reiz ist uwlt und hat die mittelalterlichen Mysterienspiele geschaffen. Erst Luther hat von einer dramatischen 'Darstellung der Leihen Christi abgeraten, und doch ist im 16. Jahrhundert gerade ein protestantischer Dichter, Se'bchtian Wild, zum Vater der neuzeitlicher' Passionsfpiele geworden. Auf sein Werk griff im 17. Jahrhundert der Jesuit Rosmann zurück und gab ihm die Form, die sich unter -dem Namen ,^>berammergauer Passionsspi-el-e" bis heute Mendig erhalten hat. Das wür aber nur durch Freilichtansfühvungen möglich, , wie sie in Obevammevgau traditionlell fi5r Herren und Damen beim KvsrmIyx-ssvLor l!l.,Hpo8tslg.24 liLKaiaeiMl ’

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