Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1269 (12.8.1922)
- Date
- 1922-08-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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' «V , \ - ' > . ' "« ' a;,:* VI; Mx. 1269 ' _" 'WM,' Vättistätz .: ßSStfoti* im Saale beendet hatte und zur „Beruhigung" ver Dvmnstvanten berufen wurde. Nur mit großer Mühe und Mer Anwendung aller seiner Otimmittol gelang es ihm, iä>Ä Ä auf das Üngebühriliche >ihre Benehmens hinwies, die De-Mv/irftrauten zu bevnhigen rmd und -um Abzug KU bewegen. Por ÄäM RathMe in der Dich^enfeksgüsfe hatte, sich. intzMlhen eine nach Hunderten zählende Menge von HausbesitzM WMämOölt-. tvelche Ae DMäkM tztKMeie!', Es tcktödeti Neuerlich Reden gehalten. Die Tore ins RätlMs vMMfi MpMt MO eilt großes Mfgevöt Von PMeisttaMchaft hiMrte MadeMalitzes Cindrihhett inS Rathaus. llltt 8 Uhr abMs zvgeü die letzten De'morlsttantett äv. Kehtlttt» i« der Ehritzlichsszialett Partrt? tzitt Geheimbttnb zük Reinigung von Judenstämmlirrgött uüb JuMsteÜritM. OaS FreiiaK-Abettdblatt der „Reichspost" berichtet ©btt her Existertz eitles Geheittibttttdes, dev sich aus DeütschuätioMLn, SÜzialdetttokraiett Und ChrWchfoziälett rekrütiM, üttd von seinätt Mitgliedern Unter anderem ber-j lanK: „In deinm Äettt dätf kern Tropfen jüdisches Blitt sein, du Värfst kÄrtz jüdische odev Mit Kudetttum infiszierte Lebensgefährtin haben Und keinen mit Judentum behafteten Ftemrd, denn äll das könnte deine Handlungen, vielkelcht ohne datz.dn es weißt, beeiNflnssen.." Das Ziel dieses GcheiMMndes ist Die Reinigung des deutschen Volkes VM'jüdischen Muterialismüs.' Bisher hat matt aber nüch ist keiner der drei angeblich att döt Sache beteiligten Parteien einen ernsten Schritt zu dev angestrebtitt ENtjudNng währgenmnmen. Km Gegenteil. Als vor etlichen Monaten das grotzdentsche Organ Wiens der Verbindung dev DÄrtschnätionalen Mit ArtNr T b e v i t s ch ein Ende mLHeN wöllch hat sich gegen diesen Neinigungsprozeß sösott in der - Partei eine lebhafte Opposition geltend gemacht, deren Wvrtfühkör. .MerkMtdlgevWeise jener Doktor RiHl ivär, der m der OefftNtlichkeit Mit dem SchlaMorte „Met sei in se'nter PäMr Antisemit!" hausieren geht. Auch dib svMMMükvatlscheN Arbeiter zeigen wenig NeigrkW tzeMe Me Führet abzNsngeN, denen sie ihre relative Besserstellung - gegenüber den übr igen städtischen BevölkemNgsschichten, Namentlich gegenüber dem seit drei JahrzehNM- VsN dstt /MteiOgten Christen" unullterbrvchett geretteten Mittelstand, verdanken. Bleibt also Nur die Christlichsoziale Partei, deren Hauptorgan, wie gesagt, jetzt mit den geheimen Plänen ans Tageslicht rückt. Werm das etwas zu bedeuten hat, ttöftti käntt das NUr eine Fronde der arischen Parteimitglieder gegen Die dominierende Stellung des Dr. Kienböck seich Nr als Söhn einer jüdischen Mutter im Sinne des Waidhofener Gesetzes ehrlos ist: Auch soll es wohl m Hinkunft lhristlichsozialen Ministern. mvmöKich gemacht wächech sich von „mit Judentum behafteten- Freunden" beeinflussen zu lassen. Es scheint sich also um eine BevschWörUntz heiMlichLr Änwärter auf diverse Minister-. po-rrefmÄes - nnd die Prcistdentenftellen des Rational-,' rvD.-'jvtL de^HepnW. zu ha'Mln- Die Herren haben auch bepM der Partei gefunden. . Jn.eichM.WiM das Donnerstag in.der „Reichspost" ev-! schien, wurden Tsch^ngäskan und Damerlan als ' die geeignetsten- ExekutoMn des chrWichsozialen ParteiwWns gefeiert. Es wäre auch tvrrmch schwer zu sagen, welche Mfinner würdiget. waren, den Wettbewerb mit Hejjas und, den anderen "Modernen Propheten des AhvifterftuM MftünehMett,. als ' diese Latarenhäuptlinge. Denn: „An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen." Eine historische EritlNernug. Am 11. d. jährte sich zum 400. Male jber Gedenktag einer historischen Gpiifode, die zwar wenig bekannt ist, aber dennoch in der G^chichte Oesterreichs nicht ohne Bedeutung war. Am 11. August 1822 ließ Ferdinand von.Habsburg, der Bruder KarlS des Fünften und nachmalige Kaiser Ferdinand der Erste auf dem Hauptplatz in Diener-Roustadt den Bürger-, Meister von Wien, Dr. Martin Capim, genannt Martin Siebend ärger, und fünf andere Mitglieder des Wiener SbMrates ent hanpten. «Dieser Wütige Prozeß bildete den Abschluß einyr Erhebung des Wiener BürgeMms gegen das kaisevliche Regime ber UchevgangSzett, in welcher nach dem. Tode Maximilian des, Ersten die Habsburger in Spanien resNerten urck Dsutschland vernachlässigten. Diese Evirmetuug m einen aufrechten Vorkcknpfer der; Wiener BÜrgen-echte, wurde von der.Gemeinde Wien durch Enchülliu-ng eines Gedenksteines am WiMer Raihau-st feierlich Ibegangen, welcher am Gedenktage (11. August) vom geschästsführeuden BizedürgeMr-eister Gm me tlin g enthüllt wurde. Der . Grdsntstetn bestndet sich bsim Hauptaufgang der Mngstr-cchensvont des Rathaestes an der JMensvite des nordwestlichsn Duvmpfei-lerS. Er trägt die Inschrift: Dom BoMmpfer für die Freiiheis MenS npld die Rechte der. Stände goM, FKrstenwiMf,. Dr. Martin Gapstr^ gemnstt Maybitt Wvger, IWf BfteMvMeister von Mon,' Wte?' 'dem Wen in Wiener Nogstädt ixMihauptet am 11. Auhnst 1522, setzte Stein die Stadt Wien M 400. WcheMr. seines Todes- . M ' . Der drwsch» RMyAMtzieptog. Gestetw mMgs «mpsina der Deutschs' GsWdte^itt Wien Dr. Pfeiffer ans Anlaß DeS dmtschett Nationalfeiertages die WMMx der deuMtztr MMis' iittsMsn Feier. In einer -grzen Rede wies - ch dümüf hin, daß män dch Betgangenheit nicht veWssG-MiP,!-'man' ———-,,v ,.,,.,«^,...5. Wmm MN5LMH8MW. muffe vielmehr die Tore aufreißen, und sich die ganze ruhmreiche Geschichte Deutschlands. in Erinnerung bringen. Waren auch die -jetzigen. Tiägt: ttüb, so verbürge doch dem deutschen Volke seine Geschichte und seine hervorragenden Eigenschaften eine große Zukunft. N i ch t i m Z e i ch e n des Mibit.ärisMN.s, wohl aber im'Zeichen der geistigen und wrrischäftlichen ArbÄt. Nachdeür. Dr. Pfeiffev. (gÄndet hatte, stittnnte das GotiesMann-QMrtett die itöUe deutsche NationalhYMtte „Deutschland, Deütschlättd Über alles" an. Hm Laufe des Vormittags fandett in Mehreren Gotteshäusern feierliche Attdachtest statt; dem Gottesdienste iitt Städttentpel wohnte der deutsche Legationssekretär Dokto- Alberti Ai. , . Berlin, 11. Augnsü (Wolfs.) Der Tag der Wielderherstellung der deutschen Einheit, der dritte Jahvestag der Verfassung, wurde, hmte mit einer amtlichen Feier aller Behörden in Berlin im großen Saale des Reichstages unter lebhafter Beteiligung der Bevölkerung in würdiger Weise begangen. Nach dem Reichs- und Staatsminister erschien um 12 Uhr der Reichspräsident, der mit den Klängen des Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" begrüßt wurde. Im großen Saale war über dem Präsidentensitz der neue Reichsadler angebracht und darunter standen in einem Rahmen von Eichenlaub die Worte „Einigkeit und Recht und Freiheit" aus dem Liede, das-hmte zum Liede der deutschen Republik geworden ist. Der badische Siaatsminister H u m m e l hielt die Festrede, in der er die Reichs- Verfassung als grvßaÄigstes Gesetzeswerk mit dem Ziel oer AusrechterhaltUug der Reichseinheit. feierte. Ihr demokratijcher und sozialer Inhalt sei unveräußerliches Gut. des dmtschen Volkes geworden. Die Gegensätzlichkeit zwischen den demokratischen Bedürfnissen der,Mt und der politischen Herrschaft der Reaktion hätten das alte Reich zerbrochen. Auch das neue Deutsche Reich würde, wenn ein Gegensatz zwischen dem Geiste der Verfassung und der .Haltung der führenden Schichten einträte, zugrunde gehen. Daher seien Sammlung aller Kräfte und Schutz der Rechts0r.ldnung iM^. Er begvÜßtL die Verständigung zwischen Bayern und dem Reich auf das lebhafteste Md stellte mit Freude das einmütige Bekenntnis Süddeutschlands zum Reiche fest. Berlin, 11. Äugust. Wolff.) AnNßllich der Feier des Vev- MMngstages richtM PrüfUmt Ha'MNg an bdn R>e>ichSprüj'tdentsn ein Dökchvcmvm worin er die HoffUmvg ausspvicht, daß die große deutsche ReipuWk stetig vorwärts schreite auf dom Wche des Friedens, der zü idmet gntm WvsiäMtzung, zu Ge» dÄheN Md Glück führe. Dör ReichsipväsildMt HÄ hierauf in eiMn MtzgMmn gedankt, worin es heißt, DmtschbaM» kwfse, daß vle-gMchM Grundsätze Md Ideale der tzemeiManteM ve» pMikcvMschen Staatsform zu einer guten Verständigung und zu Mer glücklichen Völker führen mögen. Sch. Zsch. H«r,vitz gestorbe«. 8-»««. 10. Aügust. (I. C. B.) Jlt >cr-Nacht b»m. 8. auf den 9. d. verstarb in Berlin in der Mitte der 60er ' der lbÄannte jüdische Philosoph und Publizist Sch. Jsch. Hurwitz. Der Verstorbene war einer der markantesten Denker des mühebräischen Gchristtums und überhaupt emer der ersten, die tiefschürfende philosophische Probleme < im muhebrälrschen Schrifttum zur Diskussion stellten. Hurwttz, der aus einer sehr angeschenen und orthodoxen, im russischen JudeMm 'der vormaligen Generation einflußreichen Familie stammte, schrieb Abhandlungen über die Philosophie des Jud'enülMs, den Chassidismus und Me Kabbälah. Zum ersten Wale erregte er großes Aufsehen, als or vor etwa Io Jahren nh der Monatsschrift „Haschiloäch" eine Artikelserie über das Wesen und die Existewberechtigung des Judentums veröffentlicht hat. Diese Arbeit fand Über den Rahmen dev hebräischen Literatur hinaus auch inn internationalen Schrifttum große Beachtung. Er war seit einem halben Jahre krank und wegen einer partiellen Lähmung an der freier Büwegüng gehindert. Die GeftKttNNg David FrieLVKNtts. -Berlin, 10. August. (I. E. V.) Am Mittwoch d. 9. d. ' um 10 Uhr vvMrtttags fand von der alten Halle des israelitischen Friedhofs zu Berttu-Mißensoe auS die feierliche Bestattung der sterblichen Ueberreste David Frischmanns unter ungewöhnlich, zahlreicher Beteiligung der künstlerischen und geistigen Kreise Berlins statt. Von den anwesenden jüdischen Schriftstellern sind unter anderen zu mnüeri: Gfy N. B i a l r k, Dr. G l j a s ch 0 w (Baal Machschoweth), S.-Schneor, David Einhorn, I. Fichmann, Sch. Ben Zion (Guttmann), Bergelsohn Md Sch. I m b e r, Die jüdische bildende Kunst war vertreten durch die Maler und Bildhauer L. Pasternak Md Mark Schagall. Bon politischen Persönlichkeiten hemMbe mW^SsnMr Grufenhevg, Dr. Schema «ja Zevrtt,- Dr. Viktor AaeöLsohn und Doktor Handtke. AußLpdM tvareik alle Mischen, politischenund KulMrorganrsätiönen Berlins vertreten. Nach den üblichen Zerenroniett hielt der Oberrabbürer her Berliner Mischen Gemeinde Dr. Levi bem ver» storbenW c großen Mschtzv OchriMeller einen warmen Nachruf, in welchem er die Trauer der JMnheit über den . unevsMchen, PMst aMrückj^ KjMuf zeichnete Eh.. N. Pirlik unter MMr Ej^rlfsösMst Nr. Zühove eitt"Bild-' yon dre menschlichen und dichtMschen. Persönlichkeit Frisch-, Ma^nZ. BmU schrote die, ^ragi^ HM, MiMn,Hchpift- 12. August 1922 ' Seite 5 - —————---—-------r~4 tums, die in einer Zeit des Tief- und Stillstandes einett großen Repräsentanten verliert und Vas; so eine Lütte entsteht, die nicht ausgefüllt werden kann. Frischmann — sägte Bialik — war: eine hohe, originelle Kraft im hebräischen Schrifttum. Bor ihm schrieben dte hebräischen Schriftsteller Liebeshymnen an diehebräische LiteraiNr uüd die Kültür, FrischnmNnschuf selbst LiteWklr, FrischMänN War KNltur. Btalik sprach am Grabe M großen jüdischen Schriftstellers auch die Hoffnung ans, daß jetzt, wo das jtidlsche Volk PalästiNä hat, der Stillstand im jüdischen literarischen Schaffen durch eine Neue Blüte deß Schrifttums in Palästina Unterbrochen iverden wird: Nach Bialik schilderte Dr. Viktor Jaeöbsühn die Rolle Frischmanns in der-Renaissance des jüdischen Geistes: Dann sprachen Bergelsohn im Namen der jüdischen Litetatett und Sch. Ben Zio n-G uttmann im Namen der hebräischen Schriftsteller in Palästina. Hierauf wurde der Sarg zu Grabe'geleitetwo die Anweserrden am, offenen Grabe und vor der ^Witwe und den Kindern Fvischmanns vorbetdesilierten. Rem 9itVetina«t»-AÄeki»ote«. In einerGejMchafterzähliedi-FraueinesbeßanntenMnlerz in UngöckeiN tev-ndiger Weise von einem sronzöftschen. Kerkensiß. Sie schlldeclt dvtz wit einem s'ol.stn WäppenspiM geschmi-ckte Portal, die, feierliche Ärrbstslimmung des Parkes, die Vornehm« heit her Sch'vßarchiteküir Und die melänchöiischr Einsäckkeit so eindringtichi öüß die Gesellschaft moz im Bättne ötzk romantischen Ei-zähluna wak und Mutlos nwörte. In die Stille platzte Liebet« mann mit dieser Bemertzuna hinein: - ,.Det ist gerade so wie neu« lich im Grunewald. Da war en ÄauS Ürii'n Spruch: Klein aber mein. Uiid oäödk war n Schild: is M verkooftN?' Liebörtüan hci! einst das llleirie Töchterchen BödSs äernati. Als dis Sitzungen beendet waren, stellte sich dtt Kleine bot daß Bild und fkagie: , „Ist das Bild iju fekiig?" - Lisbermann: ,,Ja, jetzt ist das, Bild fertig." Das üind: „Konimi das Bild nu zu Papa ins Museums LiebermänN: „Ja. jetzt koninit das Bild zU Papa." Dos Kino: ,>UNd danN Kockckt ein güldener ÄähNrrli darum?" . , ' Lieberyran : ,Io. dann wird es eingerahmt." . Dos Kind : „Uno danN wild es auch Wohl schön?" Auf einem Fest wurde Lirbermann gefragt, ob er dir dritte Frau eines Kliristleis. der t^ VeM Ruf stünd, feine Frauen oft und schnell zu wechseln, kennen lernen mSchte. Er sagte' „Nee, die überspring ich." * Das Neueste ist... DasNeueste ist nämlich, daß es frt . manchen Gegenden im Sommer heiß sein soll Die bekannten ättestev Leute, von denen es übrigens immer wenig« gibt, behaupten sogar, sich zu erinnern, daß auch im Salzkammergut und Nordtirol mitunter zwischen Juni und September die Sonne ge«^ schienen habe. Diesem Umsug ist gründlich gesteuert worden. Freilich gibt es auch jetzt große Äitterungsschwankungen. An einem Tag regnet es» und es ist kalt. Dafür ist es am nächsten Talg Katt, und es rdgnet. In den Sommerfrischen werden mit wütendem Eifer Ansichtskarten gekauft — die Fiemden möchten doch weiligstevs auf diesem Wege erfahren» wie die Gegend aussteht» wenn die Bergs, die angeblich hinter dem dichten Vorhang aus Nebel, Regen und Mißvergnügen stecken, ihr Kaupt frei tragen. Daß Berge vorhanden sind, kann als ziemlich wahrscheinlich beirachlet werden, denn wenn auch die Eingeboreneri den Grimming. Kaiserstein, Untersderg oder sonstigen Beherrscher des Landes bald nach Osten, bald nach Westen verlegen, so muß ja schließlich doch irgend etwas da sein, aus dem sich die tollkühn in die Nebelwildnis vvrdringeNden Mngtinge die Absätze vertreten. Mit einem ausgedehnten Schotterhaufen als Rxerzierfeld kann man zur Erklärung dieses Phänomens nicht mehr sein Auslangen finden. Der Kerr Profestor ist übrigens mit der Wendung dieser Dirige seht einverstanden. Morgens, miitags und abends preist er, M seine Wollweste und Erfahrung gehüllt, die Weisheit, die ihn das heurige Sommerwetter ahnen und auf den LaNdaufenhalt verzichten ließ.. Es ist gewiffermaßen der Sieg der Geisteskraft öter die Stumpfheit der Materie. Nach dem Gimsvmmer vvn 1921 war ein Flulfommer von 1922 logisch abzuletien, Und wärmer Wettet hätte mit einem roien Sirtch als falsch gebraudmarkt werden müssen. Wohlwollend und ermunlernd betrachlet der' wackere Mann das Barometer, desstn Oueckfilbersäule schön so tief gefallen ist. kdaß man die Defürchiuug hegen mutz» sie konnte ehestens kvnen Platz inehr finden. Die Frau Professor erwägt, ob man sich nicht als Svmmerfrischen-Ersatz eine kleine Heizung" gönnen solle. Ihr Gälte aber sagt zum Barometer: Nur fo - weiter, junger Mann» nur so weiter — — Kater Murr * Sttbertte ÄöchzM Am 19. August l. 2. feiert Herr Markus Tabak mit feinet Ehegatün Frau Adele ged. Tannenzapf die silbeW Kochzetl, Äm selben Tage feiert ihr ältester Sohn Med.' M a x i m t t i ä n T a d a k. feinen 24. Gedpristag. * Irrsinn oder Verbrechen? Aus KvmmnMßlbEM ist seit emiigen Tagen eiM' FMMspMon.,,hevschwuechyn, Äm dort 4.lutev der Maske eines ^oMwergastes geioohttt und etineu zweiten - Symme-vgast förmlich Msgeplündert hat- Her de>m'Wixt.r Höfer-- maier wohnte vpm' 13. Mar - l.J. an emo etwa IOjährig-e Jtzari» ' die sich Emnra Ml nannte, und sich firr die Gattin^ eines Likör- : fabvikcmjen in Troppau ausgab. Am 5. d. entst^irte sich die ' Frchr ans denr Gasthof mit der B-omevkunH, fte werde bakd wtedechommen» ^kam aber bishyr nicht, und hevMch stellte sich, hevans» daß sie - das Zrmemr eims nebenan wohnLnden Sonr- ' mvgqstes, W LehpvrS rstlfmeffer, erbwchen «EHfn.-fol-onde - Hachvtz, ßestbWn hchjr' eiMi' bra>unieü tzknzütz, dvej Mnterröcke.? eine gvarjgrürre Militärihose, einen geibeü Gummimantel, eine! tzraugrüne -Jätzechlnsä, dpei Paar schwarze -Schuhe, ein Paar > gMe GLnbLlM, zchn neue weitze Hemden, Äs Undechoselr, ei« ' Dutzend Weiße Dascheptücher, alles'mrit „L.- A/^ Mmarkt, ncnr py^erclen^» e«»»^ei8en A mss %