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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-11 · Heft 1268 (11.8.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1268 (11.8.1922)
Date
1922-08-11
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Das ApvNo-Lheaker nU cf!« . Sonntaoe Nachmitf'ia^Doriicüimgcn ‘ m»t .t>Prr^ ‘"heirtprowimm s\j orrBflhi-tn ^rci'cn, ire che uw 3 Xltvt be i c \ £*r £*»tom>ot;cethauf iit ftir acht Loge im voraus cinperid itf.unb empfi-lt es sich, des großen^ Andranges wegen, Billette rechlzett'a zu >ösen wb sind solche an der Theaterkoss». im BaM. 1.. Rotenwrmstrake 16. und in allen Kartenbureaus erhätt'ich Dir.öchsle NachmiUogevcr. itellung sinder Sonu'.ag den 13. d. Mell. . Gerichtssaal. Die Einwendungen gegen die . Kündigung. Ein Ferrotsenot des Zlvillandtsgeni les..unter Vorsitz des Vizepräfidenlen Dr. I a i k n e r hat eine für alle Gekürckigten wichtige Entscheidung gefällt. Die von ihrem Kauplmieier Karl BaHmann gekündigten Untermieterinnen Ernsslim ß a!» p er n und Fanny Rose n z weig halten gegen dir Kündigung beim Bezirksgerichte schriftlich die Einwendung erhoben, und zwar grschai dies mil den Worten: „Gegen die Kündigung erhebe ich in off wer Frist die Einwendung." Das Bezirksgericht wies diese Einwendung als nicht angebracht zurück, weil sie n i ch t begründet sei, eine nicht begründete Einwendung aber nichts anderes iei als gar kei-e Ein- Wendung. .Gegen diese "Entscheidung brachten die Gekündigten die Berufung an das Z'vttlandesgericht ein. Der Berufungssenat h a b d,ap richterliche U iteil auf. weil die Einwendungen gegen die Kündigung e r st i n d e r 6 t r e i t v e r h a n d l u g latsächlich auszusühren seien. Die Sache gelangt nun an den O b r r st enG«richtstz o f. der da» letzte Wort in dieser wichtigen Frage zu sprechen haben wird. . \ ■ ■ ' . Volkswirt. Gestempelte Krone —,Oiy4 Centimes. Auszahlung Mieri — —.01 Centimes. In Zürich notierte Sie österreichische Krön.» . . . —.01 (—.01 am 9. August) die österr. gestempelte Krone . —.Oi7*- (—.01 >/4 am 9. August) die tschechische Krone . .. . . 13 — <12.95 am 9. August) die Mark.. 0.61 ( 0.65 am 9. August) Agram. 1.577a (1.627, am 9. August) Sofia . . . . . , . ... 8.25 ( 3.25 am 9. Augui) Budapest. 0.36 ( 0.36. am 9 August) Varschau. 0.077, ( 008 am 9. August) Der Kampf um die Devise». Wie vorauszusehen war. hat die Wiedereinführ-ung der stäatlicheu Bewirtschaftung der fremden Zahlungsmittel zu schweren Störungen des Wirtschaftslebens geführt. Star..d es für den Kundigen im vovhimm fest, daß man durch eine nrarkttechnische Maßnahme eftren organischen Fehler der Volkswirtschaft, wie ihn der Devisenmangel zum Vor? ,schein bringt, nicht beseitigen kann, so mußten die Störungen des Wirtschaftslebens auch dadurch verschärft werden, daß es sinnlos war, auf einem einzelnen Gebiete eine Zwangsbowntschaftung einzuführen, sonst aber Produktion und Konsum ihrem Schicksal zu überlassen, indem man sie formell weiter einer Freiheit teilhaftig werden läßt, deren Nachteile sie voll zu tragen haben, wcchrend deren Vorteile bei der gebundenen Devisenbewirtschaftung gar glicht in Erscheinung treten können. Tie Konsequenzen der ftaat- , lichen Devisenbewirtschaftung sind eine planmäßige Regelung der Produktion und. sofern ein organischer Devisenmangel besteht, eine Rationierung des Konsums. Da aber diese Folgerungen nicht gezogen wurden, so kann man das Schauspiel beobachten, wie sich im'Gefolge dieser Maßnahme Prodnktion und Konsuln in'den Haaren liegen. Den Konsumenten wäre eine Verbilligung, der Produktionscrgebnissc durch eine Einschränkung der Freiheit des Devisenverkehrs schon recht, wenn sie' sich nur auf diesem Wege einstetten könnte; sie hat sich aber nicht eingestellt, und der Konsum hat mit einer Teuerung zu ringen,, die ihresgleichen bisher nicht hatte und wofür Produktion und Handel die Zivangsbewirischaftüng der Devisen verantwortlich machen. Sie fordern daher die, Aufhebung der .Verordnung, während die Konsumenten nach immer schärferen Maßnahmen rufen. Dazu kommt, daß sich diese Frage teilweise ,;u einem Kämpft zwischen Wien und den Ländern zuzusprtzen scheint, so daß eine rem wirtschaftliche Angelegenheit nicht nach wirtschaftlichen, sondernnach politischen Grundsätzen ausgetragen zu werden droht. Nichts kennzeichnet deutlicher die durch die staatliche Devisenbewirtschaftung. hervorgerüfeiren Gegensätze als die gestern in Wien und in. Innsbruck abgehalteuen Versammlungen, die sich mit der Devisenvcrordnung befaßten. Kundgebungen gegen die-neue Devisenördnung in Wien. Mit. der Tagesordnung: /.Können wir unter der neuen Devisenördnung unsere 'Betriebe aufrechtechalten?" hielten der Verband, der Kanfleute, Gewerbetvoilbenden und Industriellen Oesterreichs ■ gemeinsam mit der Bereinigung der Zollfveilogcrbesitzer gestern abends im großen Saal der Handelskammer eine massenhaft besuchte Versammlung ab,. in welcher die starke Erregung dcx wirtschaftlichsn Kreist, die sich ihrer wegen der neuen Devisenördnung bemächtigt hat, tvioder- - holt in scharfen Dorten .unfb. stürmischen Kundgebungen zum Ausdruck kam. Die. Bundesministeüien für Finanzen und Handel waren in der Versammlung durch Delegierte vertreten. g Verbandspräsident Liers, der die Debatte mit e-inem Referat einleitet'e. gab zunächst dem Unmut darüber -Ausdruck, daß eine für dos gesamte Wirtschaftsleben so tief einschneidende Verordnung -ohne Befragung der wirtschaftlichen K ö r p e r s ch a f t e n erlassen wurde. Nun stehe man vor der wichtigen Frage:- Wie können wir unsere Betriebe noch auftechc-'rhalten? Wir sinh, betonte Redner, der Dcvlsenzentrale auf G>cade oder Ungnade ausgeliefert und da die S«Menle.'JervsUchtet Änd, die E r p o r t y a l u t a an d» :xTrr*cr ^3rsvi*jrcTMraß. Teoisenzenirale abzuliesern und ihnen die notwendigen Te» Visen von ihr. uicht zugeteilt werdcu. können sie ihren vor der Erlassuna der Beroronuog ekngegangenen Verpflichtungen •xv. d:S Ausland nicht n>:ch:v,innen und nicht etwa bcshalv, we'l. keine fremden Valuten vorytui rn, sondern weil' sie. se, »)er verschwend"", sind.. Wenu in dies"n schweren Zeiten das Vertrauen des A,issand"s pnn österreichischen .Kaumauu als Aktiv- Post für unsere Stadi. zu bucken war, so werde nunmehr auch dieser Kredit untergraben. (Lebhafte Zustimmung.) Im Inland ist der Verkauf von Waren r-e'en ausländische Valtuta verboten, obwohl die- Gemeinde V'-en. sich, an dieses Verbot nicht halte' und n a ch w eiSbar! hre Nebenprodukte ' aus der Gaserzeugung ':ur gegen tschechische Valuta, die sic wieder zur o-ahlung der Kohle benötige, verkaufe. (Rufe: Hört'. Hört!) - Für Verkäufe ncs Ausland müsse sie ab'geliesert Werder:, da müsse ieder Geschäftsmann, der. zur Aufrechterhaltung seines Betriebes ansländifche Valuta braucht, zugrunde gehen. Ans die Frage, ob die kaufmännischen. gewerblichen und' industriellen Betriebe noch aufrecht erhalten werden können, scholl der einstimmige Ruf entgegen: .,Nein! Sperren wir zu!" Redner: Ein Betrieb sei' leichter gesperrt als wieder anfgebaut. Er mirpfohle daher, der Regierung die Forderungen der Kaufmanwschaft zu unterbreiten.' Sollen Handel,. Industrie l nnd Gewerbe in der Lage sein, ihre Pslickteu gegen den Staat erfüllen zu können, dann müsse, er auch ihren berechtigten Wünschen Riechnung tragen. (Lebhafter Verfall.) - Kastnnerrat Pollak betonte, daß durch die neue Dcvisenordmmg in zablreicken Gewerben A r b e i i s l o sigkeit herbeigeführt wird. Biele Ilnternchmungen, deren Existenz auf dem Fremdenverkehr aufgebaut sei, werden.zugrunde gehen, wenn die Einfuhr von Luxus waren aesperrt werde. Kommerzialrat Tscholnitt: Auck die Industrie mit lebenswichtigen. Artikeln sei in ihrer Existenz gefährdri. Ti-'. M a r g a r i n i n d u st r i e sei schon gezwungen, wegen Mangel an Devisen eine Bet rieb s re du k tion eintreten zu lassen. Die Gefahr der vollständigen Stillegung der Betriebe stehe vor der Türe. 'Kommerzialrat Schneider, erklärte, wenn .die Devisenordnung nicht. aufgehoben werde, so werde Wien als Trans i t h a n d e l s v l a N aufhören zu exilstieren und Budapest. Präg und Pretzlb'urg werden 'den. Vorteil haben. Herr:M'endel wünscht:: daß'div Devisenzentrale verhalten 'werde, ^Halbmonatlich oder mindestens monatlich. öffentlich Rechenschaft zu legen über'den Einlauf der Devisen wmh Mer deren. Verwendung. ... Dr. Kann 'prach ' über >ou d r o h e n d e u Ware n- ' Mangel, .der noch-zuferner Hungersnot führen werde. Herr G r i m verlangte die Einsetzung einer fachmännischen Kommission in der DevisenzentrÄe zur Kontrolle für d i c Zuweiiung d-rr Devisen. ' Nachdem noch mehrere Redner gesprochen hatten, wurde eine Resolution einstimmig angenommen, in welcher durch ein aus der Versammlung hervorgegangenes eugeves Komitee die weicntlichen Vorschläge und Anregungen im-Referat und in der Debatte zur-sofortigen Wviterleitung an. die Regierung zusammengefaßt wurden. . . Beschwerde«! des Kleidermachergewerbes. - ' In einer zweiten' BersamnÄung, die von den Delegierten der.Bmnchenveremignngen der Kleidermacher abgehalten wuvde, erörterte Vorsteher Spevak die durch die neue Devisenverovdnung hervvrgepnfen.nl Erschwerungen , des Wirtschafts - . lebens. Er verwies darauf, daß wohl kein Getverbe vom Auslande so abhängig sei wie die Schneiderei. Sämtliche Stoffe und Zubehöre müssen ans England, der.Tschechö-.Slowakei oder' dem. übrigen Ausl<uche h«zogen^w>HM, Pa- DMchösterre.ich. .Mw. verschwindende Textilindustrie chave, von der keine 5 Prozent" des Gescuntbedarfes geliefert werden können. .Durch den Vorgang -der- Deviseuzentrale, die-erstnach Tagen, und dann nur einen Teil des angeforderten Bedarfes, meist nur ein Zehntel, .„antyeift, kommen die Schneider. sowie deren 'Lieferanten, -die ' Händler, in ernste Bedrängnis. Die nach acht bis vierzehn Tage« Mgewiesene BaMta reicht, meist nicht einmal zur Deckung der S'offlosten aus, und der Schneider müsse Zubehör und ArbeitSlohn aus'eiaeasm Zecken. Cs fei.daher k:w Wunder,.daß ' die meisten Geschäftsleute, /die ohnemes nur . inchr in ausländischer. Valuta verkaufen, ihre Geschäfte unter allen möglichen Mötivievüngen. wie: „wegen Npbaub" oder „wegen Krankheit" oder „wegen' Assortieren des Lagers" schließen. Bei Fortdauer solcher'.Zustände sei ein Zugvundegchen der meisten Kleidermacherbetriebe unvermsidlich. Die - Versammlung beschloß. unverzücKch sowohl beim Bundesanzler als auch beinc Finanzminister dringendst vorstellig ul werden, um di" drohende Katastrophe für das gesamte. Gewerbe und die Konfektionsindustrie rechtzeitig abznwehren! Tirol fordert die Rückkehr zur Kriegswirtschüft. Gestalteten sich die Versammlungen ° in Wien zu tiiwt machtvollen Kundgebung für die Aufrechterhaltung des freien Handels und der WirtschaftsMrnng nach Grundsätzen des Wirtschaftlicheu Lideralis"'us. so bemhailten die einer gestern in Innsbruck unter -*' * Vorsitze dos. Landeshauptmann- Stellvertreters Dr. P c int Landhause abgehaltenen Konferenz -unterbreiteten Fo >:ygen nichts anderes als die Rückkehr zur Krcegswrrtschafr. In der Konferenz,, die sich mit der Ernächr-ungslage befaßte und an der Finanzminister S e g u r. uüd' Vertreter der! Tiroler Arbeitierorganiisat-ianen, der Arbeiterkammer sowie der '> Vorarlberger Handels- und Judnst-riekreise teilnahmen, brachte,: die Arbeitervertreter stne Fordemugen vor, die sie angesichts der Teuerung - in Tirol und der Auswüchse. des Fremdenverkehres auch' der Landesreglsvrlng übermittelt hatten. Diese Forderungen sind: - 1. Anforderung der in den Hotels, Gasthöfen. Fremdenheckbergen und bei Gsschästslmten im ganzen Lande eingehenden f r e m d e n V a l u t e n. 2. Die Banken ttnd Wechselstuben sind hinsichtlich der Abfuhrder einzelnen Valuten einer strengen Kontrolle zü unterwerfen. 3. Dre gesamten ausländischen Zahlungsmittel, di«-im Lande cmfznbringen sind, sollen der wieder zu errichtenden L an d e Seinkaufsstelle mit der Verpflichtung übevwiesen werden, sie i-n erster Linie zum Ankauf der unerläßlich notwendigen Lebensmittel zu verwenden. 4. Die Landesomkaufsstelle hat .diese Lebensmittel nur an i>ene Konsumenten.ovganvsationen und Kaufleute zu verteilen, die sich verpsplichten, den Konsumenten eine noch festzusetzende Wochenvat-ion abzugeben und hat den Aufkauf der Lebet, smittel durch reiche Leute zu verhindern. 5. Durchführung der Landtagsbeschlüsse und der geltenden Verordnungen.-die -die Verabfolgung von frischer Milch in den Hotels, Gasthöfen und Kaffeehäusern verbietieu. 6. -Strenge .Handhabung der Gesetze gegen -die Preistreiberei, gegen Bauern und Händler, Ersichtlichnrachimg der Preist in allen Geschäften 'des Landes. 7. Durchführung aller möglichen' Maßnahmen gegen die ungeheure. M i e t z i u 8 st e i g erungeri,, die die Hausherren durchzudrücken versuchen. Nach eiüem Berichte der Innsbrucker „Volkszeitung" versprach ferner Finanzminister Segur, diese Forderungen dcr Bnndesregiemng dorzulegen. Es bleibt nun abzuwarten, <o er sie auch vertreten werde; sollte dies der Fall jein. fo würde es kaum Mt seiner Mlyrung vereinhae n.?iufiuiT I9Z2 - Nr. rrytz -:----——------—: r 4 fetn, wonach er die Devisenbewirtschaftung , nur als eine provisorische. Mäßnahnre 'ansehe, die 'mit dem Beginneder Tä-tigksit der Nationalbank aufgehoben iverden soll. SIC. Devisenpreis?., Die österreichischelv Zahlungsmittel haben sich in Zürich auf dem Stande von 0,-0125 für die gestempelte Krone und 0,ÖJL für die Devise Wien stabilisiert.- Dagegen ist die Reichs mark.Von 0,65,,<tuf 0,61 zcirückgegangen, was eine Steigerung diis Dollars in Berlin üin mehr als' hundert Mark auf 889 zur. Folge hatte. Die t sch e ch i sich e,K r o n e. .hat wieder.' -deniDwnd von 13 i-n Zürich erreicht, es schwächte sich daher in P ta g Auszahlung Wien auf 0,0587, die. gestempelte-Krone auf 0,085 ab. Die ungar i s ch e Krone behauptete sich in Zürich a-nf dem Stande von- 0,36. . Bu-apester DevisenNuxle. Nach ^»inen Berichte tes „Magyarorizcka^ lftt das staatlichr Roteninstitut und die Skldtnstiiuts,eutrale heute mittags zum ersten Male prooisoriicke Weckielkurse festgestellt, u,p den drinaendslen Bedarf des Publikums an Valuten zu decken. Die Notiemngtn Tür den 10. August wa en folgende: Kaut ' Verkauf Mark 158 , 171 Holländische Gulden 56150 : 57005 - Dollar 1443,; 1466 Pfund Sterling 6459 6557 Französische Franken 11575 '■ 11755 Lire 6545 .6650 : Tichecho-slomakisi'« Kronen . 3570. ., 3625 Jugoslawische Kronen . 462.50 440 Dinar , 1730 1760 Lei 1294; 1305 Polnische Mark - :•0.207«; 0.21 Schweizer Franken 27550. ‘ 28000 Ts ist reckt sonderbar, daß. in dieser Liste. die Notierung 'der österreichischen Krone fehl!. Sollte dies, nieder einer der'derüchtiqten Nabelsticke Ungarns sein? ' - - -' / Frank eich gegen das Südbahn Übereinkommen von Venedig. Wie verlautet, ist bei der österreichischen und uugarischen Regiernng im Wege ihrer- Mösändtschaften in Paris ein Schritt der französischen Regierung..erfolgt,.hcr sich auf das Südbahnübereinkominen von Venedig bezieht. Beide Staate,, sollen aufgefordert worden sein, dem Abkomrnen -msolange nicht b e i z u t r e t e n, als nicht eine endgültige Regelung der italienischen Annuität erfolgt. Da das Abkommen von Venedig eine Sanierung des Süd- 'bahwbetriebes der Regelung der italienischen Annuität vorangehen lasten will, ist anzuuehmen, - daß das französische Prioritätenkomitee mit den, Ausmaß der Zugeständniste.Italiens u,rzufvieden ist und da'her in Oesterreich und Ungarn, die durch das Abkommen von Venedig schwer belastet sind, eine Stütze sucht, um einen Druck auf Italien ausziluben. Die Vieh durchfuhr in Uttgam gebührenfrei. Dos ungaiiiche Lanbrsernähtungsamt datm seiner vorgesirizitn Sitzung dem Vorschlag des Ackerbaumintstermms, für den Transitverkehr von Lebendvieh d,e G e b ü l) r e n s r e, h e i t wieder h e r z u st e l l e n. zugestimmt.' ' . Berliner Börsen Berlin, 10. August. Das vormittägige Einsetzen f bei - Devisenpreise führte zwar zu Beginn der BSrsennil zu ei«er wetteren Aufwarisbewegung am Industrie-Aktienmärkte, doch hielt diese.in welentlich engeren Grenzen - als gestern, und 'die Kauflulk schien wenig nochhalltg zn sein. Bald gewannen -sogar Grwinnsicherunaen der Spekulation das Uedergewicht. wodurch die Korse wesrntlrch »rmaßigl wurden und zu« Teil noch unter den gestrigen Kursstand heluntergingen. Fedochlrat in der zweiten Börsenjlunde wieder eine Befestigung ein, was auf di» neuerliche Beteiligung des Dollarkurses nach vorübergehender,ÄdickwLchung zurückgeführt wurde. 3m Gegensatz zur schwachen Laltung am Industrie-Aklienmarkt stand die entschiedenst sie Kaltp'ng des Umsahgebietes der ausländischen Renten, wobei mrL.kanische. türkische, österreichische und ungarische Papiere betröchtlich höher bewertet würden. Der Aktienmarkt lag ziemlich unverändert, Sckistahrtewerte mäßig gebessert. Deutsche Anlei'-en tec t?rlrre se kletnen Brsterungen fest. - * Anläßlich des Lialionaiieiertages kein Effekteno b e r D e n i s e n v e r k e h r fiatt. *■ S ch lu ß k u r s e- Türkische Lpse 6700.—, Oelen. Staatsbahn 29^.—. Rordd. Llovd 405.—.. Ver. Eldrschistfatzrt.1130, Berliner Kandelsgesellswaft 770.—, Kommerz. Privatbank 284.50, DarmstSdl-'r Bank 266.50, Decitsche Bank 499.—, Viskonto-Kommandit 388.—. Dresdner Bank 281.—, Natianalbank für Deutschland 270.—. Oeslerr. Kredit 155.—, Oesterr. Tünderdank 675.—, Beichsbank 2(-7.50, Wiener Bankverein 100.—, .Wiener llnivnbank <94.75. Allg. Elektrizitäts-Gesellschast 893.—, Bochumer Giißstahl 1990.—. Datnüer-Motoren 520.—, Deutsch-Lvrerndurger 1800.—. Deutsche Waffen u. Munttion 1999.—, Dynamit Nobel 850.—. Felten L Guilleaume 1045.—, Gelsenkirchener Berg. 2000.—, Th. Goldschmtdt 1089.-. Larpener Berg, 4800.—, ckllsch Kupfer 930.—. Köckster Farben 9!2.—, Kotzen lohe-Werke 1410.— Laurahütte 2675.—, Mannesmonnrühren 1725.—, Dhönix Bergbau 2001)—, Echuchert & So. 980,50, Siemens L Kalske 1600.—, Telephon Berliuer 675.--. Vmdapefte« VSftse. Budapest, 10. August. Die Börse ervfsnele heute in zurückhaltender Stimmung. Gleich zu Beginn waren die Verkäufer überwiegend, so daß die Kurse auf allen Märkten sichtlich abdröcketten. Fm späteren Verlaufe besserte sich jedoch die Stimmung ein wenig und der größte Teil der Effekten gewann das Eröffnungsniveau zurück. Die Kursbefferungen waren aber nur in den Schwerpapieren zu bemerken. - Di« weniger favori» sterten Werte schioffen durchwegs unter ihrem Eröffnungsniveau. 2n der Kulisse waren Arhitrggepapiere sehr flau. Die Ursache war, daß die ungarische Krone in Men iM Privakoerkehr mil 37 bewertet wurde. Entsprechend der allgemeinen Lendenbesterien sich gegen Schluß die Kul'ssewerle. doch konnten bst Kurseinbuken nickt wettgemacht werden. Der gemifchie - Marh! tag nickt einheitlich. Der Mühlenmarkt war, vorübergehend flau, später stetig. Aus, dem EisivMarkt war die Tendenz bei geringem Verkehr nnverrmdert. S ch l n k k u r \ i: Ung. Kredit 3850.—, Oesterr. Kredi! 900.—. Brttisck-Ung. Bank '840.-. Salgo Kohlen 21.500.- BMamuravyer 7550.—. Südbahn47VV.- , Staotsdahn 29.300.-, Gran-S-aszvarer 12.200.—-» Oberung. Kohlen 21.000.—, Drasch Ziegel 12.5«).—, Ung. Allg. Kohlen 49.000.—, Urikany Köhler 27000.-, fflbtfa J22.000.-, Llottlde chem. Fabrik 6500.- ur.c. Eisenbablwerkehr ."200.—. Aiolovank 3000.—. Verein« H»U 3rS.-. Kobhkg 6S00.-, Spodmm 2SS0.-H

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