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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-06 · Heft 1263 (6.8.1922) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1263 (6.8.1922)
Date
1922-08-06
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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rjiy-’V ’H ■?r- .'P'C'ftP ^/., 5;*^'^ f - *■ >. «Seite 10 «Steil, Sonntag Wiener Morgenzeitmrg. b. Vllgjzst 1922 Rr. 1863 fertiaaestellt. Der Entwurf, dem im Ausschuß sämtliche Parteien WMmnmt haben, wird in den nächsten Tagen iin Plemrm verabschiedet werden. Die neue Währungseinheit erhält den Namen 84tas, wird den Wert eines Fünfteldollars haben und, in Sjuaübcri Pfennige geteilt werden, >! Rückgang der Petrolenmproduktion in Borhslaw. Au8 Lemberg wird uns geschrieben: Nach den jüngsten Berechnungen muß mit einem namhafte« Rückgang der Naphthaproduktio« im Boryslawer Gebiet gerechnet wer- ,den. Diese Tatsache ist auf die Erschöpfung der Lager seit dom lJahve 1909 zurückzusühren. In einer Anzahl von Schachten ist das Tiefemaximum von 185o Meter üborschviben worden. Der Rückgang der Produktion betrug im letzten Jahre 60.000 Tonnen. Dagegen weisen die Gebiete jenseits des NHaphtha- ZMtrMNs eine Steigerung der Produktion auf. 8L prozeittige Prioritäts-Obligationen und VorzugsaMeu der Öberösterreichischen Wasserkraft- und Elektrizitäts- Aktiengesellschaft. Für die neuen, mit.5,8 Prozent verzinslichen [m«b mit einer 8 prozenttgen Prämie ansgestatteten PvioritätsiiOMgattonen der Öberösterreichischen Wasserkraft- und Elektri- .Zitäts-Aktiengesellschaft (Oweag) gibt sich, ebenso wie für die ^Borzugsakten dieser Gesellschaft ein außerordentlich reges Jn- -teresse kund. Die Emission von 1000 Millionen Kronen-Pviorijtcrts-Obligatwnen ist fast zur Gänze gezeichnet; die - Zeichnungen auf die Vorzugsaktien sind im vollen Zug. \ Güterverkehrseinschränkung. Wegen Arbeiterstreiks in der -Zuckerfabrik Süden wird mit sofortiger Wirksamkeit die Ausnahme von Wagenladungen, die für diese Zuckerfabrik bestimmt Hnd, bis aus weiteres gesperrt. Rollendes wird angchalten und den Absendern zur Verfügung gestellt. Güterverkehr mit Jugoslawien. Ueder Ersuchen der Südbahnbetriebsdivektion in Lribach wird die Annahme imd Abbeförderung von Sendungen aller Art nach Zagreb (Agram) Südbahnhof ab 6. August bis auf weiteres eingestellt. Sperrausnahmeverfügungen werden kein^ orteilt. Bis einschließlich 5. d. übernommene Sendungen können anslaufen. Auflassimg der Post- und Telegraphendirektion für das Burgenland. Das Bundesgesetzblatt vom 8. d. verösfentllcht eine .Verordnung der Bnndesregverung vom 28. Juli 1922 über die Auflassung der Postdirektion und der Telegraphendirekt i-on für Zas Burgerrland, wonach die im § 46 der Verordnung der Bundesregierung vom 32. Juli 1921 mit dem Sitze in Dodenburg'vorgesehene Postdirektton und Telegrophelchrvoktion für das Burgenland, die vorläufig in Wien'errichtet wurden, ausgelassen werden. Die Geschäfte der bisherigen Postdirektion für das Burgenkand gehen auf die Poftdirelklwn für Wien und Niederosterreich, jene der bisherigen Delearaphendirektion für das Burgenkand auf die Telegvaphendirektion für Wienund Niederösderroich über. _' BSrse fir t<«»»irtfch«ftlkche Pn»d«Kte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Das Tranfltgeschäft stockt zurzeit wegen der Unmöglichkeit der Beschaffung von Daluken in genügenden Mengen vollständig und auch für den Lokalkonsum wird nur der notwendigste Bedarf gedeckt, wofür zur Gänze i n l ü n d i i ch e P r o v e n i e n z e n m Betracht kommen, die ober äußerst spärlich offeriert werden, weil einerseits die Lagerbestände schon sehr stark gelichtet sind, andererseits aber auch die Landwirte . sich zurückhaltend zeigen. Das Geschäft ist unter diesen Umständen ans ganz geringe Warenpartien beschränkt, für welche im Einblicke auf die Dringlichkeit des Bedarfes die gefordertem Prrife leicht erzielbar sind. Gehandelt wurde in den letzten Lagen niederösterreichischer Weizen und Lurgenländischer zu 2350 K.. nledervsteneichifches Korn zu 1900 K., rumänischer Mais zu 7 Lei ab Wien und Sugomais zu 6.4b Lei ob Wien. Dis Forderungen für Sugoweizen 77 Kg. stellen sich auf 19.75 jugofl. K. ab Wien. Abladung Schifsilation 18.50 jugofl. K. Für rumänischen Mais Schleppladung schwimmend wird 6.60/6.75 Lei, für österreichische Gerste 2.40 tschech. K^ slowakische 2 tschech. K. ab Grenze und hier lagernde slowakische Gerste 2.40/2.60 tschech. K. gefordert. Öberösterreichischer Laser erzielte 2400/2700, momentan sind ober kein« Offerte im Markte. Neuer rumänischer Kaser wird zu 7.50/7.75 Lei ab Schlepp Wien pro August und August-September offeriert. Ungarisches Nullermehl wurde zu 180/195 Ungar. K. umgeseht. Doggengleichmehl 75*/, z« 96/102 Ungar. &, Weizenbrolmedl und Roggenmehl zu 2700 K. Gefordert wird für doppelgriffiges Wehl 210/220 Ungar. K.. für prompte Verladung 3.80/3.90 tschech. K. ob Grenze, sür Jugvmehl Müller 26/r? jug. K. ab Spielfeld, amerikanische Patent» stellen sich aus 4100 K.. bleiben ober zurzeit wenig beachtet. K.eu und Stroh erhöht sich wegen mangelnden Aurgeboten stetig im Preise und erlöste gestern loses Keu 1100 Ä.. gepretzler 1200 K., Stroh lose 450 K.. gepreßtes 500 K. Del» ist in Kamburg nur in fremder Valuta erhältlich, daher wegen Dalulafchwierigketten von hier nicht deziehbär, gefordert wird 14.9/15 Schilling. Burma glaciert 18.9/16 Schilling, die hier lagernden Reirdeftände find belanglos. Külfenfrüchte Sehen in lebhafter Nachfrage, doch ist mangels Ware kein Geschäft. Knoblauch wird zu 4000 K. offeriert, während in Zwirdel kein Ausgebot im Markte ist. der ' Die > Devisenkurse. Zürich» 5. August. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von der. Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 0.66'/, (0.70), Kvlland 203.50 (§03.40). Nrw-Nork 526.- (526.25). London 23.43 (23.41). Paris 43.10 (43.15), Mailand 24.57»/, (24.17*/,), Brüssel 40.80 (40.80), Sopenbaaen 113.— (113.-), Stockholm 137.—(137.-), Christian« 89.75 (89.75), Madrid 81.60 (81.60), Buenos Aires 191.50 (191.-1, '»trag 12.80 (12.90), Budapest .0.25 (0.24), Agram 1.60 (1.55), Sofia 3.15 (8.20), Marschau 0.08(0.08), Wien Geld -.01»*. (—.01), Wien Ware (—.—), Oesterr. gest. Kronen Geld —.01'/, (—.01°/»). Oesterr. gest. Kronen Mare Äerli«» 5. August. (Devisenkurse.) Wien olles —Wien adgeffempelt 1.55 (1.53), girag 1902.60 (1797.75). Budapest 37.20 i33.45). Deriin» 5. August. (Kurse der Dev tsenzen träte.) Noten: Dollar 771.20 (738.25), Pfund 3466.50 (3383.50), Stalieuische 3521.26 (8846.50), Pvlnffcke 11.45 (11.50), Tschechoslowakische 1893.- (1812.—). Alte österreichische —(-.-), Oesterr. gestempelte 1.67»/, (1.55). Amsterdam» 5. August. (Devisenkurse.) London ULI'/, (11.52), Berlin 0.35»/* (0.38'/«). Paris LI.15 (21.25), Schweiz 49.17*/, (49.25). Wien 0.0057»/, (0.0055), Kopenhogen55.67»/, (55.78), Stockholm 67.60 (67.70), Christiania 44.25 (44.10), New-York 25850 (268.87), Brüssel 2002'/,. (20.05), Madrid 40.12'/. (40.10), 3ial>en 11.90 (11.85). Budapest 0.11»/, (-.-). Die Sowmerreise Ver HakrvKh. Von Artnr Baar. ui. Nach dem Spiel gegen Polrmia fand Sonntag abends «tot* Festkommas in der Toynbee-Halle statt. Saal und Galerie waren bis auf den letzten Platz' besetzt, als Ing. Schindler, Präsident des Makkaibi (Czernowitz) den Kommers eröffnete. Zu Ehren der Wiener Gäste waren Vertreter sämtlicher zionistischer Vereine, Verbindungen und Korporationen erschienen. Weiters konnte Ing. Schindler die Vertreter des Rumänischen Fußballverbandes, sämtlicher Ctzernowitzer Sportvereine uisw. begrüßen. Der Redner wies darauf hin, daß der Czernowitzer Makkabi dem vorjährigen Auftreten der Winrer Hakoah die Erbauung des eigenen Sportplatzes zu verdanken habe, er pries die Hakoah als Mutier der jüdischen Sportbewegung und sprach die Bitte aus, daß 'die Hakoah auch in Zukunft des Czernowitzer Makkabi nicht vergessen möge. Nach Ing. Schindler sprach der Ehrenpräsident des Makkabi, Dr. Bierer^ der in lärmiger Weise den Beweis erbrachte, daß schon in der Bibel vom Fußball .die Rede sei. In vortreMcher Rede forderte Dr. Krämer vom zionistischen Landeskomitee die anwesende Jugend auf, nicht zu verflachen, sondern auszuharren im Kampfe, da alle Kräfte jetzt dringender feien denn je. Von nicht endenwollendem Beifall wurde der Redner der/Wiener Hakoah begrüßt. Cr dankte für den herzlichen Empfang und für die brüderliche Gastfreundschaft, die die Hakoahner in Czernowitz gesunden haben. Er wies darauf hin, daß b-clide Vereine fast gleichzeitig ihr eigenes Heim gegründet haben. Im folgenden legte der Redner das gemeinsame Programin der jüdischen Sportler dar und forderte die Mitglieder des Makkabi ans, auf dem eingeschlagenen Weg fortzuschreiten. In rumänischer Sprache begrüßte der Präsident des Verbandes die Gäste. Er dankte den Hakoahnern für die.Förderung, die sie den: rumänischen Sporte angedeihen ließen und sprach die Hoffnung aus, daß auch die beiderseitigen Verbände Oesterreich und Rrmiänien bald in sportliche Beziehungen treten werden. Am Mittwoch traten die Hakoahner zürn dritten Spiel aus Czernowitzer Boden gegen Dragos Voha in folgender Ausstellung an: Dukdig; Scheuer, Grünseld; Mo-lnar, Dmcker, Polleck (nach Halbzeit Sludsky); Heß, Häusler, Neuseld, Grünwalld, Katz. . Die drückerrde Hitze bewirkte es, daß nur 4000 Zuschauer dem Spiel beiwohnten. Die Wiener bekundeten /im Felde eine gewaltige Usberlegenhsit. Ihr Angriff zeigte aber wenig Ambition, was wohl aus die Hitze und den Staub Kurückzusühren war. Heß hatte einen sehr schwachen Tag und auch Katz befindet sich noch außer Form. Das Jnuentriv hingegen spielte glänzend. Helle Bewunderung erregten /wieder Neuselds Prachtschüsse. Nsberraschend gut hielt sich Drucker als Mittelläufer, obwohl seine Leistung noch nicht abgerundet war. Pollak befand sich in ausgezeichneter Verfassung, doch zwang ihn feine alte Verletzung, vorzeitig" äbzutreten. Slndsky war ein guter Ersatzmann. Die Verteidigung kam nie ernstlich ins Gefecht. Die Rumänen erwiesen sich als ^der schwächste Gegner, auf den die Hakoahner bisher getroffen waren. Neufeld erzielte in der siebenten Minute das erste Tor. In der 30. Minute 'buchte Grünwald nach einem Arsipiel von rechts den zweiten Treffer, gleich in der nächsten Minute erhöhte Häusler den Vorspru-ng. Neuseld brachte in der 87. Minute den Stand auf 4 :0. Die Wiener hatten das Pech, zweimal die Stange zu bombardieren. Nach Seitenwechsel erzielte Neufeld ein prachtvolles Bvllehtor. Gleich darauf schoß derselbe Spieler an den Torpfosten. In bet 45. Minute schloß Gvünwald den Tovreigen a'b. Mit 6 :0 crfö Sieger verließen Wiener das Spielfeld. Das Tressen, das wieder aus dem Makkabi-Platz stattfand, wurde von mir zur Zufriedenheit der Eirchsimischen ge-Niet. Presiestimmen. „Czernowitzer Mgemeine Zeitung": 1. ^- ,Me Wiener ,Hakoah", die heute ihre WettMÄe mit ,Makkabi" beginnt und Sonntag, mit „Polonia" fortsetzt, ist dem Czernowitzer Publikum vom vorjährigen Wettspiel '«och in frischer Erinnerung. Inzwischen ist dreise erstklassige' Mannschaft noch stärker, geworden, da sie-eine weitere Anzahl hervorragender Spieler'' eingestellt hat. Der Verein „Hakocch" wurde bekanntlich erst vor drei Jahren (!) gegründet. Trotzdem ihat ev sich in veichältnisnräßig kurzer Zeit in der Wiener Meisterschaft: eine führende Stellung erobert. In diesem Jahre ist'es dein Klub gelungen, sich unmittelbar hinter dem Wiener'Sportklub, >der nur zwei Punkte voraus hat, den zweiten Platz zu. erringen. Die. Stärke der. Wiener Hakoah-Tvuppe liegt in der Zuverlässigkeit jedes einzelnen Spielers, wie auch im wundervollen .Zusammenspiel aller. Ihr Spielstil ist das englische Kombinationsspiel. Die Ha ffs reihe' arbeitet imt der Genauigkeit und Präzffität eines Uhrwerkes.'Die hiesigen Sportvereine haben felbstverständlich gar keine Aussicht m gewinnen, aber jedenfalls werden sie Gelegenheit, finden, viel zu lernen. Einige Spieler, smd «ns noch unbekannt. In besonders guter Verfassnüss soll sich derzeit die Stürmerrelhe befinden, aus der die Goalgetter Gänsk und Nemes ' besonders hervorragen. Den , Posten eines Mü-eWnsers bekleidet Gutinann, der nach Ansicht .dgrMiener..Sportblätter, der beste MtttMänser Wiens ist. Inder Perteidigung-werden wir Scheuer und Tmmmer wieder-'! sehen uüd Goalkeeper Halpern kennen lernen." Varietee Böse Buben , H.» Praterttrasse M . Täglich, grosse internationale 1, Prem ISBk 1?-ÄIlliOm«»» K4«"ouaen „Czernowitzer Morgenblatt": „Die an der zweiten Stelle der Wiener Meisterschaftstabelle rangierende Hakoah beehrt uns abermals mit ihrem Besuch, um uns Gelegenheit zu geben, wchren, erstklassigen tnßball sehen zu können. Vernichtend war das Skove, mit wel« em unsere Fußballklubs im Vorjahre von der Wiener Hakoah heimgeschickt wurden. Es bewies den.großen Klassenunterschied, der unsere Slterem von denen des spielstarken Westens trennt. Die Gastspiele des spielstärksten Vertreters der blauweißen Farben am Kontinent -sind von größter spovMchler Bedeutung, sowohl vom Standpunkte der Propaganda, als auch der Verbesserung unserer eigenen Klasse. Die Hakoah ist die Verfechterin des feinen schottischen Stils und nach -den technisch hervorragenden Wiener Amateuren der nächstbeste Vertreter dieser Schule. Die Gastspiele der Wiener sind um so bedeutender, als sie diesmal die Möglichkeit hatten, ihre komplette Elf für die Sommertournee stellrg zu machen. Die Tournee erstreckt sich auf folgende Städte: Pveßburg, Mähr.-Qstvau, Lemberg, Czevnowitz, Klansenburg, Tenresvar, Konstantinopel, Amsterdanr, Rotterdam und Stockholm. (!!!) Gopziß -ist dies -eine große Wettspieilsevie, die an die Mannschaft gewattige Ansovdernngen stellt. Mit Rücksicht daraus nehrnen an dieser Reise 18 Spmer teil, die vorn Sektionsleiter. Baar und dem Wiener Schiedsrichter Lazams begleitet werden." . * Viele Spieler von bestem Klang befinden sich damurter, die Fußballer von internationalem Ruf sind und nebst Gansl, den wir bereits zur Gemige kennen, ost Pie Farben Oesterreichs oder Ungarns erfolgreich vertreten haben. Die Hakoah steht, wie bereits erwähnt, mit 32 Punkten an zweiter Stelle der Wiener Meisterschaft vor ■ Rapid und den Amateuren und gehört zur Extraklasse. Sie blickt gegenwärtig auf eine Reihe schwerer in- und ausländischer Kämpfe zurück, die ihr schöne, beachtenwette Erfolge' brachte. Ein BÄveis systematischen Trainings und ungebrochener Kampstskrast der Spieler ist es, daß die Mannschaft bei Saisonschmß imstande ist, eine so große Tournee zu unternehmen, um Wohl gleich darauf in hie neue Wiener M-vist-rschastskampagne Pro 1922—23 zu treten. Die Mannschaft tr.vt hier am.Samstag den 29. Juli am Makkabi-Spottplatz gegen unseren Makkabi an, am Sonntag den 30. Juli gegen Poloma ud am Mittwoch den 2. d. gegen Dvagösch-Boda, worauf sie ihre Weiterreise nach Siebenbürgen fortsetzt. Klausenburg ud Temesvar sind ihre nächsten Reiseziele, wo sie in der ersten Stadt gegen Hagibor, und Viktoria und in letzterer gegen den spielstarken Kiniszi antreten wird. Nack diesen Spielen begibt sich die Mannschaft in die Türkei, wo sie wahrscheinlich gegen, Gastrtz Serrail, die beste Konstantinopler Mannschaft, sviellen wird. Hierauf erfolgt eine kleine Atempause bis zur Rückreise nach den: Westen, dem weiten Delle der Tournee. Allen unseren Fußballfreundm sind die vier vorjährigen Gasffpiele der Wiener Hakoah in bester Erinnerung^ Sie stellten den Glanzpuntt des bei. uns bis dahin gesehenen Fußballs dar und bildeten für unsere heimischen Vereine-einen Ansporn zur modernen Spielkultur. Die von den Wienern hierbei erzielten Resultate waren fast.durchwegs zweistellige und stellten unserem 'heimischen Fußballsporte ein trauriges Armutsznbgnis aus. Sie laut-eten: Gegen Makkabi 10:0, gegen Polonia 6:1, gegen ein komb. Team 12:1, gegen Dragosch- Vvda 11:2. Hoffen wir, daß uns-ere Vereine diesmal besser abschneiden werden. Das Schiedsrichtercrmt für den 29. und 30. Juli wird Herr Nagy (Cluj) und für den 2, Arlgust Herr LazaMs (Wien) innehaben. ' Me wir muestens erfahren, hat die Wiener Hakoah ihr Reiseprogramm abgeändert und wird von da nach Wien zuriickkehren, um sich nach England (!!!) oinzuschiffen. Näheres bis zur Stunde unbekannt." Die Czernowitzer Blätter haben ziemlich viel Phantasie. (Die Redaktton.) _ Die Spiele der Vie««a. Von unserem Korrespondenten. Vienna—F. C. 5kerkraäde 5:0 (3:0). Der First Vienna Footballklub konnte gegen die - holländische Mannschaft einen wunderschönen Sieg ervingm. Die Wiener war?n den Holländern in Technik und Taktik stark überlegen und waren bestrebt, ein gutes und faires Spiel vorzusühren. Die Holländer^ haben Abstoß und können sich sofort vor dem Vienna-Tov fesffehen, doch Bader, der neue Tormann, leistet gute Arbeit. Langsam gewöhnen sich die Wiener an die Unebenüetten des Platzes und Angriff um Angriff rollt aus das Tor des F. C. Kerkraade. Der gut spielende holländische Tormann kann es nicht'verhindern, daß rn rascher Aufeimanderfotge durch Bulla und Heinlein prachtvolle Tore erzielt werden. Mt 3:0 werden' die Seiten gewechselt. Die Vienna ist nun nach Halbzeit be-, müht, nur mehr Fußballschulung vorzuführen. Der Ball wird präzis gestoppt und wandert nun flach von Spieler zu Spieler/ Nur seilten' könuen sich die Holländer aus der Umklämmerungi befreien. Weber, der diesmal Mitteffttirmer spielt, wirft seinen Angriff stets wieder nach vorne. 10 Minuten vor Schluß lnachen die Wiener wieder Emst und.erz'delen durch Mllla und Heinlein noch zwei Tore. Bei Vienna waren Weber, Tremmel, Bulla und Heinlein diei Besten. Den Gästen wurde ein überaus herzkicher Empfang bereitet. Enre genrütliche Jause bei Wiener Musik und Gesang vereinte nach dem Wettspiel beide Mannschaften. - Vienna-Kölner Club für Nasenspiele 3:1 (2:0). Auch dieses We::siucl k««me Virnn.-. vor einer, ansehnlichen Zu» sch.i/erniöuge licker für Nch -.ttschecker,'. Die Wiener si-.w von' Anbeginn an in Front,, sie sind den Rasenspielern ttchnsch und taktisch stets überlegen. Dauernd lag der schußfreudige Sturm dessen Jnnenspieler durch ihr genaues mck verständnisvolles' Zuspiel besonders gefielen, vor den: Tor der Kölner, dessen ■ Hüter schwere Abwehrarbeit leisten mußte. Die .wu'chbrllchartigen Angriffe der Rasenspieler, die manche günstige Schußbelegenheit ergaben, endeten meist bei der Wiener Länserreihe, rn der Tvmlmel eine^ gaz besondere. Leistung erbrächte. Bei den Nasenspielern gefiel besonders der Tormann Göbler, der seinen Klub vor einer größeren Niederlage bewahrte,.ferner der.linkes Verteidiger Haas und der Mittelläufer Mutz, der auch das Tor erziette. Bei Menna waren Tremmel, Ludwig und Weber, der. wieder Mtttelstürmer spiefte, die Besten. Blum konnte nicht, zu seiner gewohnten Forrn auflanfen, da er, an einer Verletzung litt. Aufstellung: Maurer; Blum, Raitrer; Tremmel, Chrvnka, Ludwig; Lehner, Heinlein, Weber, Bulla, Porlumu Die Amateure irr Schweden. (Tel. der „Wr. Morgenzeitung"). Die, Amateure trugen^ in Stockholni ein Wettspiel gegen Djurgavdcn aus, bas sie mit ü: 2 Toren gewannen. Zu Hcilbz^elt stand das Treffetl 2:2 unentschieden. Der M. T. K. besiegte den gleichen Gegner mit 8:1 Toren. 19188185

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