Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1262 (5.8.1922)
- Date
- 1922-08-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. ttSS ' " SJÖtttt, Samstag sind er wurde deshalb ebenso wie Mar sofort ans freien "Fuß «stellt. Die Verhandlung bot ein wechselndes Bild. Iwan Petl, der duf eine psychopathische Veranlagung sich berief, war tm großen und ganzen geständig. Hausbrunner, der einige fret Kunstgegenstände, die dem Zolan Mor von Iwan Perl jitr Rückstellung an Oskar Fischer übergeben wurden, im Dorochvunr zum Zwecke der Wertbestimmnug versetzt hatte, veranttvorte-te sich dahin, daß er diese Gegmstäto — es handelte, sich um zwei spätgotische Bronzen (Spruchbandengel) — nur zu dem Zwecke' Versetzt hatte, um sich Wer ihren wahren Wert mftmrneren zu können. Auf Grund der Ergebnisse des Bewe'isverfahrens wurde Iwan Perl, verteidigt durch.Doktor Salten, zu zwei Jahren schweren Kerkers, unter Einvechnurg einer siebenmonatlichen Untersuchungshaft verurtoAt. Hausbrünner wurde im Sinne der Ausführungen seines Verteidigers Dr. Vranjican, welcher die volle lKlaubwurdigkelt der Verantwortung Hausbrnncrs bewies, freigesprochen. Die ArbeiLsVerweiHerUAk vcr polizeilichen ^ausMeistevin. Der Hausbesorgerin des Polizeikcnnmissäriats Josefstadt tn der Fichvmanngasse wurde Wohmug und Dienstposten gekündigt, weil sie die Reinig,lngsarbeiten im Hause sehr mangelhaft ausgeführt und schließlich ganz eingestellt habe. Die Hausbesorgerin Afra Hrasch brachte als Einwendung gegen die Kündigungvor, daß sie mit dem Reiuignngsgeld nicht das AuSlangen gefunden habe. Das Bezirksgericht Josesftadt erklärte die Kündigung für wirksam. Das Zivillandesgericht (Ferialsenat unter Vorsitz des Hosrates Dr. H e l l m e r) hat die gegen das Aovar evngobvachte.BmMng der Gekündigten mit der Begrünidung abgewiesen, daß die Hausbesorgerin ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen sei, und daß da) von ihr ÄS unzureichend erklärte Remignngsgeld nicht zur Einstellüng der Arbeiten berechtigen könne. Arrch Greise Müsse« arLeiten. Die Mnfrkprofessorsgcrttin Marie Wolfrum hatte ihrer Unternrieter-in, tor Verkäuferin in einer Trafik Emma Fohr, daS möblierte Zimmer gekündigt, weil -ihr Mann trytz seiner 72 Jahve den Klavierunterricht fortsetzen, und sie selbst, die nicht viel jünger sei, einen Kommissionshandel betreiben müsse, um das Löben fristen zu können. Musikunterricht und Kommissionsgeschäft können über nicht in demeinen ihnen zur Verfügung stehenden Zimmer betrieben werden. Das Bezirksgericht Hietzing erklärte die. Kündigung für wirksam:, weil der Gatte der Klägerin im Musikunterricht nicht gestört werden dürfe, weshalb für ein zweites Zimmer dringender Eigenbedarf gegeben sei. Bei der gestern über die Berufung der Gekündigten vor einem Ferialsenaie des ZivMandesgerichtes unter Vorsitz deS Hofrates Dr. Klang stattgcha-btM Verhandlung, wurde, von der Gekündigten geltend gemacht, daß die Klägerin zwei Häuser in Hietzing habe -und daß tot Musik unterricht ihres Gatten nicht unbedngt notwendig sei, keinesfalls aber ein nennenswertes Einkommen liefern' könne. Der Klagevertreter erwiderte, es bedürfe keines Hinweises darauf, daß man heutzutage vom dom Erträgnis zweier Häuser nicht 'leben könne. Dieselben reichten nicht einmal für das Mittagessen.in tor Gememschaftsküche für das Ehepaar ans. Unter ton heutigen Werhältmssm müssen auch Hausbesitzer und müssen anch Greise arbeiten, um leben zu können. Daß ein einziges Zimmer Äs Schlaf«, Speisezimmer, Musik- und Geschäftszimmer dienen soll, könne tom Ehepaar nicht zugemutet werden. Die Gcheleube seien twtz ihres hohen Alters zur Er- Merbstätigkeit gezwungen, und dadurch sei der dringende Eigenbedarf-hinlänglich begründet. Der Demsnngsseniat gab der Berufung kein« Folge und bestätigte das erstrichter'liche Urteil, weiil für - ton Musikunterricht ein eigener Raum notwendig, der Gatte tor Klägerin aber andererseits auf diese Erwerbstätigkeit angewiesen sei. Volkswirt. Gestempelte Krone ---.01% CeuLimes Auszahlung Wien --- --.01 Centimes. In Zürich notierte die österreichische Kronr . . . -.01 (-.007, am 3. August) die Lsterr. gestempelte Krone. -.01°,» (-.01". am 3. August) die tschechische Krone .... 12.90 (12.90 am 3. August) die Mark......... 0,70 ( 0.517* am 3. August) Agram.. 1.55 ( 1.55 am 3. August) Sofia 8.20 ( 8.2h am 3. August) Budapest ......... 0.24 ( 0.17V, am 3. August) Warschau.. 0.08 ( 0*08 am 3. August) Nrserliche Steizerung der Devisenpreise. Trotz -er Besserung -es Züricher Kroneuhursts. Die Lsterreichischen Zahlungsmiitel, dir Reichsmark und die ungarische Krone haben sich gestern in Z Ü r i ch erholt, wobei die Besserung der. ungarischen Krone (von 0.17*/, auf 0.24) recht erheblich mar. Auszahlung Wien hat wiederum den Stand von o.ol erreicht, die gestempelte Krone flies um 7, auf o.ol'/,. Reichsmark flieg .von 0.61 Vs auf Ö.70. Die tschechische Krone blieb unverändert 12.90. Die Erholung des Züricher Mark- und Kronenkurses äußerte sich in Prag in einer Besserung der deutschenZahlungsmittet um je eine tschechische Krone für 100 Mark, während Auszahlung Wien sich um 0.75 erhöhte. Ssterreichilche Kronennvten -Wiener Morse«zeitv«s. 5. August 1922 Seite 7/ um 2 auf 11 gestiegen ist.' In B e rlin siel der D o I l a r von 83 o aus, 7ZF.Lb„ während -sich.die Krone um 7 /» auf 155 besserte.. - ■ :' . y\ ' : ■’ Die Kurse der Wiener Deoisenzeitrale waren. gestern wiedttunr h ö h e r geha'tön. D«r Dollar flieg von 50.625 auf b 19C0, das Pfund von 226.250 auf 231.250, Schweizer Frank von. SS40auf 986b, ischechische Krone von 1247.80 auf 1288.50,. polnische Mark ven 7.70 auf 7.90, Reichsmark ocn 65.75 auf. 67 35, wogegen' die jugoslawischen, und ungarischen Zahsungs-, miltel sich im Preise ermäßigten. cieia Ware Kur* v. 31. Juli Geld. War« 615.40 .35 20085.- 20115.- 19705.- 19735. - 153,85 154.15 151.85 155.13 610.60 -619.10 620,60 .67,05 65.85 66.45 4923.- 3927. -; 3933. - 22.04 22.46 22.54; 8869!- 8881*— 861g'.- 8631.— 11! 92.— 11208.- 10942.- 10958.— 231800. - 232000.-226700. - 228900— 8040— 2378.50 52.125 4262— 1289— 374.50 _ _ „ 13540. - 13560.- 13240.- 13260— , 7.97 9893.- 8080. 23813 52.175 4268— 1291 — 325.50 7898— 2298.50 51.050 4137.— 1249— 319.50 8.03 . 7.77 9907.- 9693— . Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 4. August 1922. Devisen (Schecks und Auszin*. Zahlungen) luß Amsterdam f.T holl. Gulden . 4 V Agram 1-jntt. Kronen . . . , 6 Belgrad .1 Dinar ...... 6 Berlin l :deuts.chc Reichsmark 6 67.' Brüssel 11 belgische Pranfis , . ».-D,.: 4017. Budapest 1 ungarische Kronen ,. 6 1 21.95 Bukarest 1 Lei.6 Christiania 1 ftorweg. Kronen . 51/* Kopenhagen 1 dänische Kronor , 5 ' Londori 1 Pfund Sterling . . , 3 Madrid 1 Pesetas . , . .. . . 5% Mailand 1 Lire . , . ... . 6 New York 1, Dollar . . .... 4 Paris 1 Francs- . ... . . . 5 - Prag 1 tscheclto-slow. Kronen . 5 Sofia I Lewa , . . '.6'/, Stockholm 1 sclnvödlscheKrouor . 4*1. Warschau 1 polnische Marl; . 7 Zürich 1 schweizerische Francs , 3% Noten Anterlkan. Noten v. 5 Dollar aulw. . kleinere . , . Eelgische Noten. 100 Francs . . Bulgarische Nöten zu 1000 Leva . i» , j 100 „ . . .; » kleinere. . . Dänische No)eh 100 Kroner , » Deutaclie Noten zit 1060 Mark . . . 4M . . . . » kleinere. . . , Engl. Noten von 5 Livrest. aulw. „ „ kleinere . . . . . Französische Noten JOO Francs . HoLandlsclie Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. IGO Lire aulw. „ „ kleinere . .... lugosl. Noten ungest. zu 100Q Dinar m v » n. 100 » , * „ kleinere . . Nonvegischc Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500.Mark aufw. » ,, kleinere .... IjtuRiänißChe Noten zu 1006 u. 500Lei , » kleinere' . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . JO»., . tf , „ kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs ' Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not, v. 1000 fiufj.v, „ » kleinere . . Ungar, Noten (neue Eni.) zu 1600 Kr. . » zu 10.000 Kt. ... . s kleinere . , . . . 7910.- 2301.50 51,000 4143.- 1251.— 320.50 7.83 9707.- 51 .m» . 52.C00 50.825 SM5'— 4SV5— 3905— 314— 309.- 316— 311— 299— icsso.- 11010,- 10715— 67.35 67.85 65,75 ' 23im- 231550*.— 226250— 231150.- 231450— 226150— 4240— 4250— 4H5.- 20000— 20t 50— 19625— 2358— 2362— 2278— 2348— 2352— 612— 614.- 616— . . 6C8— 6l0.— 611—. 8740— 87w— 8410— 7.90 7.98 7.70 7.85 7.94 7.66 380.50 390.50 344.50 ' 379^50 380.50 339.50 13335— 13365— 12960— 9315.- 9885.- 9840.- 7875— 7925.- 1288-5!) 7700— 1286.50 1247.50 1284.50 1247.80 1246.50 •22.14 22.26 22.64 21'.84 21Ä 'ä*ü 50.925 3915.— 311.- 3oi;— 10735.- 66.25 4125.- 19675.- 2282.- 618.'-7 613.- 8460*— 7.78 7.74 345.50 340.50 12990.- 8860.- 7750.- 1250.50 1249.50 22.76 ,23*46 Die ZWkUgsSeiyrrtschLftlMg der Devise«. ' Wien. 4. August. Die Dedisenzentrale teilt mit, daß die Eingänge im heutigem-Clearmg relativ günstig waren und daß es sogar möglich war, die in den letzten Tagen erzielten Zuteilüngsqüotett etwas zu v e r h e s s e r n. Es wurden zugeteilt für die mehrfach genannten Artikel der ersten Gruppe, das sind Getreue, Fett, Kohle usw., 75 Prozent, für die Artikel der zweiten Gruppe (Rohstoffe^ Urprodukt'e usw.) 40 Prozent, für die Artikel der dritten Gruppe (Halbfabrikate usw.) 20 Prozent und für die Artikel der vierten Gruppe (Mehr öder minder entbchrliche Gegenstände) 1V Prozent. Eine Versammlung der Wiener Kaufmannschaft. Gestern fand im großen Saal des Gremiums der . Wiener Kaufniannschaft unter Vorsitz des Gremialpräsidenten Korn-l Spitzer eine Versammlung von Delegierten aller kaufmännischen Branchen statt, in der die Gefahren der neuen Devisenovdnung: Die drohende Stillegung von großen Handelsbetrieben und die Beeinträchtigung Wiens als Handelsplatz beleuchtet wurde. Die ganz unznr eich ende Zuweisung von ausländischen Zahlungsmitteln hat im Handelsverkehr zu Noch nie erlebten Situationen und Differenzen geführt. Die Kaustnannschast,' insbesondere jene der Leberismittel- und Külonialwarenbranche, hegt ernste Besorgnisse hinsichtlich der Versorgung der Bevölkerung Mit Lebensmittelm In einer Reihe, bemerkenswerter Reden wurden all diese Zustände geschildert. und einstimmig der Ruf.nach sofortiger Aufhebung der Devisenverordnung erhoben. In der zum Schluß angenommenen Resolution wurde dringend verlangt, daß die Devisenzenttale sich bei der Zuteilung von Devisen eines Beirates der wirtschaftlichen Kreise bedient, dem ein entscheidendes Votum eingeräumt ist. Da die bisher in Aussicht genommene Erleichterung bei dev Ablieferung der Exportvaluta vollkommen ' ungenügend ist, wivd ferner das Verlangen gestellt, daß' unter allen Umständen die Exporivalntä zur Deckung des Importbedarfes gänzlich freigegeben! wird. Trotz der für den Handel katastrophalen Situation kann die Bertreümg der Kanstnännschaft die vielfach vor-; geschlagene Sperrung der. Betriebe nicht empfehlen und Muß den Kattfleuten drMgend nahelegen, mit Aufwendung aller Kraft ihre Betriehe fölangr fortzuführen, bis die Regrernng in Erkenntnis der nachteiligen Wirkungen, welche diese Betördnuttg auSgeldst hat, ihre Vorschriften wieder aUshebt. Eine Mion der Innsbrucker Kaustnannschast. \ 2lus Innsbruck wird berichtet: In der -Gremialvor* samml-ung der Känfmannschäftwnrden Maßnahmen gegen die Knebelung des Geschäftsverchrs durch die neue Devrsenverord» nung erörtert. Nach einer -längeren Aussprache, in welcher die Vertreter der einzelnen Branchen ihren Standpunkt,darlegtxn, wurde beschlossen, sich zunächst an die Gremialvorstände der anderen Lander zu wenden, um deren Standpunkt keimen zu lernen. In der nächsten Woche wird dann ein endgültiger Beschluß gefaßt werden. Erleichterungen in Vorarlberg. Die Korrespondenz Herzog meldet aus Bregen z: Die Vorarlberger.Landesregierung hat, telegraphisch bei der Bundesregierung. Vorstellungen wegen der /katastrophalen Wirkungen der neuen Devisenordrmng erhoben und hierauf telegraphisch die Mitteilung erhalten, daß die Filiale Bregenz der Oefterreichisch-ungarischen Bank ermächtigt wurde, den .Vorarlberger Banken den direkten Abverkauf von Devisen zum letzten Clearingkurs zur Bezahlung von Getreide, Fett und Kohle in jenen Fällen zu gestatten, in . denen der Landeshauptmann bestätigt, daß anderenfalls eine Störung in der Approvisionierung oder der SMstand von Betrieben unvermeidlich wäre. Biszum 11. d. können Waren auch ohne Vorweisung einer Valuta-Abgabehescheinigung exportiert werden. Die Ablieferung der Exportvaluteu. Durch die Verordnung über die Mlieferung tor Export- Valuten ist die Aufgabe von Ausfuhrsendungen <m, die Beibringung einer Bestätigung der Devsienzentrale geknüpft worden. Ue!ber Einschreiten der wirtschaftlichen , Hcmptkorporation>en wurden, unbeschatot der AAieferungsverpf-lichtlung der Exportvaluten, die Bvrkehrsanstalten ersnächtigt, zunächst bis zum 11. August Ausfnhrsendungen ohne diese Be- - stätigung anzunchmen. Den.wirtschaftlichen Korporationen wurde eine Berlängemng dieser Frist zugesichert, falls bis dahin die technischen Vorarbeiten nicht beendigt sein sollten. Zur Erlangung der späetr erforderlichen generellen Aufgabebewilligungen ist die Abgabe einer Erklärung notwendig, für die Formulare bei der Devisenzentvale aufgelegt werden. Diese Formulare sind ab M tttwoch den.9. d. zu beziehen: Für industrielle Firmen beinr Hauptvevband tor Industrie ÖLfterrirHS, 3. Bez., Schwarzenbergplatz 4, bezw. bei den Fachverbändrn des Haup^ver^2^.^de^: für den Handel beim Gremium der Wiener Kaufmannschaft, 4. Bez., Schwarzenbergplatz 16; für das Gewerbe bei tor Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie, 1. Bez., Stnbenring 8—Io. Die von ton genannten Körperschaften mit Stempelaufdruck versehenen Formulare sind von ton Firmen her der Devisenzentvale, 1. Bez., Wipplingerstraße 34, einzureichen, wo die Ausstellung der gmevellen Bewilligungen, getrennt für Post- und Bahnsendungen, erfolgt. Einzelansuchen um Ausgabeüewilligungen, V'Llutenverz'icht usw. sind'nach wie vor von ton Firmen direkt bei tor Devisenzentrale einznbringen. Soweit Firmen um generelle Bewilligungen angesucht oder solche bereits erhalten haben, muß daS Ansuchen Ms dem neuen Formular wivtocholt werden. Wierrer Börse. Nach anfänglicher Hausse teilweise schwacher. Die Börse eröfsnete in voller Hausse, wenn auch die N.» gestrigen Privatverkehr genannten Taxationen nicht übernommen wurden. Es fiel jedoch gleich nach Beginn auf, daß Bankwerte sich zusehends befestigten, während die führenden Spekulationspapiere, Alpine-Aktien, Staatsbahnwerte und Krupp-Aktien, -abbröckelten. Auch Ischechische »mb ungarische Kul-issepa-piere gaben im Kurse nach. Die Abschwächung wurde mit der Erholung tor Krone und der Mark sowie mit der schwächeren Tendenz tor Berliner und tor Budapester Börse in Zusammenhang gebracht, und die Versorgung verstärkte die ReMstevungsne-igung, die bis zum Schluß anhielt. 3kur Südbahnwerte und Waagner-Aktien sowie Elektrizitätswerte lagen fest, ebenso österreichische Bankwerte, von tonen besonders Kreditaktien lebhaft begehrt warm,' während Zibnostenska-Aktien sich um 278.000 K. abschwächten. Ungarische Kredit überholten die Lünderbankaktien und stiegen um 64.000 K. auf 160.000 K. Im Schranken lauteten die Kurstaxationen anfangs fast durchwegs höher, im weiteren Verlaufe kam jedoch aus vielen Gebieten Ware zum Vorschein, die aus ton Kurs drückte. So schwächten sich u. a. ab: Brunner Maschinen um 100.000 Kronen, Lemberg - Czernowitz um 89.000 K-, Prager Eisen um 180.000 K., Rng. allg. Kohlen um 400.000 K., Apollo Um 90.000 K. und Schöller Zucker um 200.000 K. Charaktevistisch für den Schranken war aber gleichfalls die Festigkeit der Bank werte, im übrigen standen den Abschwächungen überwiegend Kurssteigerungen gegenüber, die bei vielen kleineren Papieren, wie Drogen, Rothmüller, Schember, Greinitz, bis zu 100 Prozent betrugen.' Sehr fest lagen Transportwerte, so' haben Dampschisf 860.000 K. und Buschtichrader lrt. 2t:. 400.000 K. gewonnen, während Nordbahnaktien von 10,900.000 K. auf 9 Millionen zurückgingen. Die größte Steigerung erzielten Tarbouches (um 778.000 auf 1,900.000 K.), Galicia besserten sich um 300.000 K. auf , 4,500.000 K., Pilsner Bväu Um 308.000 K. auf 4,008.000 K., Aussig Toplitzer erreichten die zweite Million. Die Steigerungen erstreckten sich gleichmäßig auf valutarische wie auf österreichische Werte. Der R e n i e n m a r k t lag schwach und auch Kriegsanleihen waren rückgängig. Ne» crof inet i Tuchhaus Mina Halpern, Wien,l!.,Scltmelzn.6 -°u verkauf von. Q?i§rmal 'bwtgtUaolaion- LLvrrvr»'. uad H>ctnaöal»tQ£rex2, au 'bilXlgrezi ^STö££p.uD.gspx«Uezx 1