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Wiener Morgenzeitung · 1922-08-02 · Heft 1259 (2.8.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1259 (2.8.1922)
Date
1922-08-02
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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* - i-n t*TT f *v„ ' .1 y' * T" ^ra «*.;« '"fc'p i k £< i-avi^f -> p^rt ^y*fif '| *yv ’<T* -‘-{MT*' °" >- _, ^«Jf« \ ' j Veite S ~_ Mm/ MlNttroÄ - -; ■ / M^d.M^ttVttWkMA' -'' - iueisters Josef Fabianos. Am, 2. Juni gegen i Uhr nachts bemerkte der Wehrinany Karl' Dorrer aus dern Dache eines Nebengebäudes des Fabianos-Hauses Flammen hernusschlagen. Dorrer alarmierte die Bewohnerdenen es alsbald gelang, das Feuer zu löschen. Der Leiter des Gen-?armeriepostens, Engelbert Gassaner, untersuchte die Brandstelle, und stellte sogleich fest, daß der Brand von der Straße aus durch ein in die Dachrinne gelegtes angezündetes Strohbündel'gelegt worden war. Bon der Brandstelle führte eine deutlich sichtbare Strohspur über die Straße zum gegenüberliegenden Hause, wo Tieger im ersten Stock wohnte. Obzwar, die Straße mit tiefem Staub bedeckt war, loaren die verstreuten Strohhalme ganz rein und frisch. Wahrend der Verfolgung der Spur hörte der Postenführer ganz deutlich das Knarren der .Gartentür des -Hauses, als ob jemand dort gelauscht. und sich erst hastig zurückgezogen hätte. Die. Strohspur endete bei dieser Gartentür. Jan Erdgeschoß des -Hauses lag beim Stiegenausgang veiftreutes, teilweise verkohltes Stroh von derselben Beschaffenheit wie das anc Tatorte Vorgefundene. Dieser Wahrnehmung vemnftchten den Gendarmen, die Wohnung Tiegers zu betreten. Tieger sprang sogleich aus dem Bett. Der Gendarm sagte ihm auf hem Kopf zu, daß er im Verdacht der Brandstiftung stehe, und. beim Verhör bemerkte er an der. Stirne Tiegers einen Belag von frischer Asche, im Kopfhaar kleine Strohteile. Diese Feststellungen hatten zur Folge, daß Tieger in Untersuchung gezogen und schließlich der Brandlegung angeklagt wurde. Tieger hate entschieden bestritten, den Brand gelegt zu haben. Auch vor dem Untersuchungsrichter stellte er jedes Verschulden in Abrede. Vor Gericht erklärte er feierlich, ganz schuldlos zu sein, er könne sich nicht er- . klären, wie dieser furchtbare Verdacht auf ihn fallen konnte Die Staatsanwaltschaft führte einen Indizienbeweis hauptsächlich in der Richtung, daß die frischen Strohspuren vom Brandort zur Wohnung Tiegers für seine Täterschaft sprechen. Das Stroh sei auch von derselben Beschaffenheit gewesen, wie das tm Stalle des Beschuldigten verwendete. Schuhmacher Fabranos glaubt, ein Motiv für die Tat darin erblicken zu können, daß Tieger hoffte, nach, dem Abbrennen des Hauses in den Besitz des Anwesens zu gelangen, weil Fabranos nicht die Mittel zu einem Wiederaufbau besitzt. Ein allerdings sehr merkwürdig konstruiertes Motiv. Die Verteidigung verwies auf den guten Leumund, den Tieger in Eisenstadt genießt, wo er seit 36 Jahren sein Geschäft betreibt. Die vorgebrachten Indizien seren fadenscheinig, durchaus unzureichend, einen unbescholteneu Kaufmann eines schweren Verbrechens schuldig. zu; erkennen. Dieser Auffassung pflichteten die Geschwyrney^^i, sie verneinten einstimmig die auf das Verbrechender Brandlegung^ lauernde Schullffrage, worauf Hermann). Tieger von der Anklage fr e-isg ef röche tr wurde. Hausmerstergrobheit als KtzydigUag»- grn«d Auch gestern hat dqs Zivillandesgericht, und zwar ein anderer Senat, die Entscheidung geWt, daß der Hausmeisterstreik als Vertragsbruch anzüsehen sei. Im vorliegendeen Falle trat aber die Stverkfvage in den Hintergrund, weil als Hauptkündigungsgrund die Grobheft des .Hausbesorgerehepaaves geltend gemacht wurde. Der Södbahndirektor Julius Neßler hatte in . seinem Hause in der Steinbauergasse im 12. Bezirk den Hausbesorgereheleuten Johann und Viktoria SPringschütz Wohnung und .Hausmeisterposten gekündigt, weil f amtliche Wohn- Parteien in einer Eingabe an den Hausadministrator sich über das Benehmen, insbesondere der Hausbesorgerin, beklagt hatten, welche alle Parteien in grober und unflätiger .Weise beschimpfte und auf höfliche Fragen grob oder schnippisch antwortete." Als werterer Kündigungsgrund wurde angegeben, daß die Hgusbesorgereheleute nur selten, seit dem Hausbesorgerstreik gar keine Reinigungsarbeiten im Hause Vornahmen, so daß dasselbe in allen Räumen vor Schmutz starrte und in einem jeder Beschreibung spottenden sanitätswidrigen Zustande sich befand. Das Bezirksgericht Meidling erkannte die Kündigung für wirks a in und verurteilte die .Hausbesorgereheleute, die Dienstwohnung samt Hausbesorgerposten sofort §U verlassen, weil durch das ungehörige Benehmen der Geklagten gegenüber den Hausparteien diesen das ZusabrenwohNen geradezu unerträglich gemacht lvurde.. Ueber die Berufung der Gekündigten fand heute vor einem Feriailsenat des Zivillandesgerichtes unter dem''Borsitze der Hofrates Doktor Lichtblau die Verhandlung statt. Die Berufung stützte sich darauf, daß die Weigerung zur Hausreimgung in der kritischen Zeit auf den Streik der .Hausbesorgerorganisationen sowie vorher und nachher aus.die Tatsache zurückzuführen sei, daß die ReinfKrngsmaterialien von dem geringen Reinigungsgelde nicht angeschafft werden können. Demgegenüber wies' der Klagevertreter Dr. Erich Freund darauf hin/ daß sämtliche Hausparteien sich.zu einer Erhöhung des Reinigungsgeldes um 200 bis 300 Prozent bereit erklärten/ und daß die Hausbesorgeteheleute sich trotzdem beharrlich weigerten, die Reimgungsarbeiten zu verrichten. Das grobe Benehmen sei.schon deshalb ein Kündigungsgrund, well vorangegangene schriftliche Verwarnungen.nichts nützten. Der Berufungsseimt gab der Berufung keine Folge und b e stä'ti.g te das erstrichterliche Urteil. In der; Begründung wurde hervorgehoben, daß die Geklagten'sich mit dem Streikbeschluß der Organisationen nicht, rechtfertigen können, weil der Streik ein Bs.rtragsbrnch sei. Uebrigens sei dir Verweigerung der Heinigungsarbeiten auch deshalb ungerechtfertigt, weil' dle, HanSpftrlPiett sich zu einer bedeutenden Erhöhung des Reimgüngsgeldes bereit erklärten. Bezüglich des groben Benehmens als MindigungsgruiÄ schließt sich , das'Be» rnfungsgericht dem erstrichterlichen Urteile an. . Gestempebte Krpns --- .YIV4 Centimes:, Auszahlung Wie« — —Centime». In Zürich notierte die öfterreiftische Krön? . . .01", (-.orv. cm 31. Juli) die hsterr. gesiempelte Krone .-Dl-, am 31. ' Juli) . dse'kscheckiische Krone . . . . J3.— (12.15 am 31. Juli) dje Mark . . . . . i . . : 0.82 ( 0.8V am Si. Juli) Agram. . 1.62 ( 1.62V» am 31. Juli) Sofia , . , . 8X0 f 3.— am Li. Juli) Budapest . ... 0.26 ( 0.29 am 31. Juli) Warschau. . . . . . . . 0.08'/r ( 0’Q87, am 3i. Juli) Poxpriifung -es Devisenbedarfes. Wien, 1. August. Die Devisenzentrale teilt mit: Das zBündesministerium.für Finanzen hat in Anbetracht det überans gfößen Valutaansprüche, die in letzter Zeit an die Devisenzentrale gestellt wurden und die auf eine Ueber- Levorrätrgung der Industrie und. des Handels mit Devisen sotvie auf Angstkäufe schließen lassen, die Devisenzentrale beauflagt, den bei. ihr angemeldeten Bedarf an ausländischen Zahlungsnntteln einer Ueberprüfung zu unterziehen und' ihn bis auf weiteres nach Maßgabe der allgemein- ' wirtschaftlichen Notwendigkeit und Dringlichkeit zu befriedigen. Zur.Ausübung dieser Vorprüfung erscheint es daher, notwendig, i!aß die Parteien die gestellten Valutaanfprüche mit den das Schuldverhältnis gegenüber dem Auslande dartnenden Belegen (Fakturen, Frachtbriefe usw.) begründen. Diese Ansprüche sind von den Parteien jedoch nach wie vor nicht direkt bei der Devisenzentrale, sondern bei den befugten Devisenhändlern anzumeldeü, die diese Anmeldungen ihrerseits aus den in der Devisenzentrale herejts aufliegenden neuen Drucksorten beim Schalter 6 der Devisenzentrale vorzunehmen haben. Da die Devisenzentrale dsiiech die Verordnung vom 6. Juli 1922, B. G. Bl. Nr. 399, verhalten ist, nur Valutaansprüche solcher Firmen zu befriedigen, dir nicht über eigene frei verfügbare Bestände an ausländischen Zahlungsmitteln verfügen, verladt sie in jedem einzelnen Falle die' Beibringung einer entsprechenden erdesstättigen ErklLrung, zu deDH WWigyM,.hie,,HeMnzWftatz Eigene, Foynulare aufgeleMH< Muster WWenjentraleersucht die HeWwn .Händler, nur mit MchenPelegen und Erklärung gen begründete Ansprüche für das morgige Clearing ent" gegen^ünehmen ünd diese längstens bis halb 12 Uhr Leim Schalter 6 einzurejchen. " Das Clearing beginnt wie bisher um halb 1 Uhr nach mittag 8. Die Anmeldungen zum Verkauf von Valuta sind von den befugten Händlern und Einkäufern in der bisherigen Weise (auf rotem Formular) vorzunehmen. Da die Durchführung der der Devisenzentrale vorgeschriebenen Vorprüfung entsprechende Zeit erfordert, hat die Devisenzentrale angeördnet, daß ihr in Hinkunft die entsprechend belegten Bedarfsanmeldungen intmet schon einen Tag vorher eingereicht werden, so daß.sie erst an dem dem Einreichungstage nächstfolgenden Werktage ins Clearing gelängen. Die am 3. d. eingereichten Bedarfsanmeldungen gelangen demnach erst pin 4. d. ins Clearing und muß aus diesem Grunde auch das Clearing am 3. d. entfallen. Erst ab 4. d. findet sodann das Clearing wieder täglich statt. '_ ©ittfttfjtfaem. Die österreichische Regierung bereitet eine Verordmung vor, detzufolge tue gesamte Einfuhr von Waren für zwei Monate eingestellt wird. Ausgenommen von dieser Maßregel sollen nur Mehl, Fett und K o h l e bleiben. Gleichzeitig soll das Verbot des freien Devisenhandels noch weiter verschärft werden, indem der Kreis der am Devisengeschäft teilnehmenden Banken und Firmen noch enger gezogen und der Devisenbedarf für Zahlungen das Ausland noch strenger zensuriert werden soll. Bon dieesr Maßnahme, die die Einfuhr von Luxuswaren unterbindet und in ihren weiteren .Wirkungen einem zweimonatigen Auslandsmoratoriuw. gleichkommt, erwartet die Regierung die Möglichkeit, die für den dringlichsten Lrbensmittelbedarf notwendigen Devisenmengen voll anfzubringen und die Anforderungen für, die Einfuhr -von^^ Halbfabrikaten zur Hälfte zu.^befriedigen. Die Erfahrungen, die man bis zum heutigen -Tage mit .der Berordnungspolitik der Regienrng gemacht hgt, waren nicht sehr günstig, und man wird auch hier güt'tün, eine Wirkung abzuwarten. Mit dem Einfuhrverbot , auf Luxus-, tvaren entspricht die ReMrung einer alten Forderung der Sozialdemokraten, die aber nur aus Politischen, Gründen gestellt wqir und deren Erststung diese Partei rtzit saurer Mrene aufnehmen muß, Von der Einfuhr^ Bearbeitung und Fertigstellung "dieser" Waren leben sehr breite Schichten des . Volkes, die selbst. eine zweimonatige Sperre nur schwer vertragen. Uebrigens hat sich der. Begriff der Luxuswaren in den letzten Jahren sehr geändert, und es ist fraglich, ob. ein generelles Verbot ohne die genaueste Aufzählung der -in Betracht kommendem Waren nicht eine Verschärfung ' der Arbeitslosigkeit mit sich bringen würde.)Die- «Vchtiche. ' §. August 1928 ) ßkr. 125S Seite einer solchen Verordnung ist sehr gering-anzuschlageft. Da sich der EinkaH'der wirklichen -^uxuswaren, Ww Schmuck, feiner Wäsche und Schuhen, .auch bisher nur auf eine sehr kleine, wenn auch geldkräftige Käuferschichte.beschränkte, so. kamen sie für das übrige Volk überhaupt nicht in Betracht. Die Verlockung zu überflüssigen Ausgaben siel daher ganz weg. Diese Volksschichten trugen ihr Geld viel lieber ins Gasthaus. Die Sperrung der Grenzen wäre nur von einem Gesichtspunkt aus zu befürworten: Wenn es gelänge, die ausgesperrten Wären in Oesterpeich zu erzeugen. Diese Aufgabe hat nicht die Regierung, son» dern die Industrie zu .lösen. Die NeberspeLuLation in Ungarn. BnLapes?, 1. August. (U. T. K. B.) Fmanzwinislek K a I! a y Halle gestern abends die Leiter der Budapesler Großbanken zu. emer-Besprechung geladen, um-nill ihnen die Maßnahmen z>> erörirrn, die greignet wären, die stürmische Bewegung aus dem Valulen- und Devisenmärkte zu beschwichtigen. Das Ergebnis der Besprechung, d e ei st um Mitternacht endete, soßte b« Minister, wie die Blätiec weiden, folgendermaßen zusammen r Dlö spekulativen Valulenlmd Devisenkäufe würden eine wesentl'che Einschränkung erfahren, wenn die Danken größere Energie bei Beschränkung der Gewährung von Krediten für Devisen und Valuten an den Tag legen würden. In diesem Falle würde der Minister von Zwang s- Maßnahmen obsehen. In dm nächsten Tagen werde der Fmanzm uister sich auch mit der Beschränkung , der Devisenu n d V a l v i e n g e s ch a f i c der k l e i n e n B au k en befasten. Er werde dann das Ergebnis dieser beiden Verfügungen obwarten, und wenn sie nicht cusreichen stMen. die Devisen»'und Valulcnipeiuloticn zu vermindern, dann werde er. wenn er auch die Durchführung vrn ZwongLmatznahmen nicht billige, gezwungen sein, eine Devisenzentrale zu errichten oder andere Dsrfügungen zu treffen, da nicht länger zugesehen werden könne, daß di« ungarische Krone in ganz unbegiündeter Weise herabgedrückt werde. Die Abwicklung des Dalutengeschäftes werde durch den Giro- und Kasienverein erfolgen, wovon der Minister gleichfalls «ine Milderung der Ileberspekuiaiion erwartek. Streik i« S«Ugo-Tarta«y. Budapest» 1. August. (U. T. A. B) Infolge Kohnstreitig-, keilen find 6000 Arbeiter des Salgo-Tarjanyer Kohlenreviers ^iu. de» Ausstand getreten. __ Die Deoife»k«rfe. Die gestempelte Krone ist gestern-in Zürich unverändert O.oVh geblieben, dagegen ging Auszahlung Wien von O.Ol'/e ouf 0 0iv4 zurück; die A e i ch s m a r k er* Hölle sich von 0.80 auf 0.82, und daher ermäßigten sich die Devisenpreise in Berlin, wobei Kabel New-Dork\ pon 669.16 auf 643.13 zurückging. Die tschechische Ä r 0 n e ist in Zürich aus 13 gestiegen; in P r a g trat infolgedessen ein empfindlicher Rückgang: der österreichischen Krone ein. die sich von 0.11 auf 0.08 ermäßigte. In W len fand gestern kein Clearing statt» weshalb die amtlichen Nomrungen unterblieben. Die Ablieferung der Exportvaluta. Die Oefterreichifch- »rugarische Bank, österreichische Geschästssührüng, teilt mit: Zufolge der laut B-unbesHesetzblait vom 27. Juli a. c. erlassenen Verordnung des Bundesministermms für Finanzen, -betreffend die Ablieferung der Ex'po'rtvalu t a, sind dir aus den Exporten einfließenden ausländischen Zahllos, mittel an die Devifenzentmle im Wege der befugten Devffenhändler und Einkauf ct:zur Einlieferurvg zu bringen. Die bei den ausländischen Korrespondenten -der Ö-esterrelchffch-ungarischeu Bank zur Einzahlung gelangenden Beträge lverden in der Voraussetzung,'daß es sich um einge-. zahlte Exportdalnta handelt, sogleich nach-Einlangen der Gutschrift im Wege des Clearings zur Abrechmmg-gebracht werden. Für. Einzahlungen, welche Exportvaluta nicht betreffen und einek anderen, der Devffenverordmmg . entsprechenden Verwendung zugefiihrt wenden sollen, können darauf bezugnehmende Verfügungen nur dann berücksichtigt werden, wenn dieselben hm Generalsekretariäte Abt. 3 (Exportvaluta- Abteilung) der Oesterpeichffch-nugarischen Bank noch vor Durchführung der Abrechnung zukommen. Gleichzeitig wird darauf aufmerksam gemacht, daß durch die eingangs erlvähnte Derov'snung die besonderen Bestimmungen d e t Holzexportes nicht 1 ä n g i4 r t werden und daß die für solche Exporte abzulivfernde Auslandsvoluta nach wie vor der Oesterreichisch-ungarffchen Bank direkt emzulieseru ist. Erhöhung jugoslawischer Ausfuhrtarife. Aus Belgrad wird berichtet: In der Sitzung des finanzwirtschaftlichen Mnisterkomitees wurden die Ausfuhrtarife um SO bis 60 Prozent erhöht, und zwar für folgendes Artikel: Weizen auf 60,^ Eier auf 30g, Gerste auf 20, Oclfrüchte und Sämen auf 300, Geflügel aus IlX), Honig ans 10o,. frische Pflaumen auf 1t), gedörrte aus 6, Fett, aus 300, Gansfett auf 4o0, Speiseöl aus ' 300, Leder auf 200 Dinar pro 100 Kilogramm., Nachträglich tvird das Minffterkomitee die Ausfuhrtarife für lebende und geschlachtete Rmder und. Schweine unter 50 Kilogramm erhöhen.^ Sinke« der Getreidepreise in der Ukraine.. Aus verschiedenen Orten der Ukroilme wird ein beträchtliches Sinken der - Getveidepreise gemeldet, das durch das Erscheinen von Getreide der nmen Ernte aus den Märkten hssrvorgerusen wurde. HerbstanSsaat in Rußland. Aus Wo log da wird berichtet, das; -dievörbervitenden Arbeiten zur landwirtschaftlichen .Herbstkampagne schon begonnen haben. Im Gouvernement Wolögda soll die gleiche ^Anbaufläche mit Wintersaat bestellt worden wie im Iahte 1918. , , Erhöhung der Wertgrenzen im Postverkehr. Die Wertgrenze für NachnahmoseMtugen und Postanweisungen beträgt derzcit 100.000 K. Die Sicherung von Paketen durch Siegelj lack ist beroits öei eine.r^ ^Wertabga-be von. W.00 Kr. MH Leftn»

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