Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1259 (2.8.1922)
- Date
- 1922-08-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Wiener Morgenzeitung. 2. August 1822 Nr. 1259 Lsten, Mlttwocy Tagesbericht. Zionisten! Mit Rücksicht auf die durch die Ratifizierung des Mandates geänderte Lage, hat die Exekutive den End« iermin des laufenden Schekeljahres bis 15. d. verlängert. Benützet die nächsten vierzehn Tage zu eifriger : Schekelwerbung. Wir müssen innerhalb dieser zwei Wochen die Anzahl der in Oesterreich verkauften Schekalim um mindestens zehntausend erhöhen. Zionisten, tut Eure Plicht! Zionistisches Landes- und Lokalkomitce. Schekel sind Lei folgenden Stellen zu haben: Zionistische Bezirkssektionen und Zionistisches Landeskomitee, 2. Bez., Taborstraße 20 a. Bezirkssekttonen, die zu wenig Schekelblocks haben, mögen solche ehestens beim Landeskomitee,' 2. Bez.,'Tabor- .straße 20 a, beheben. Die Tätigkeit des Czernorvitzer Palästina-Amtes. Das Palästina-Amt in Czernowitz veröffentlicht die folgenden Angaben , über die durch das Amt dirigierte Palästina- Wanderung: In den Monaten Januar bis Juni 1922 übersiedelten nach Palästina 172 Familien mit 718 Personen, weiters wurden abgefertigt 61 Einzelreisende (Nichtchaluzim), .79 Chaluzim und 15 Chalnzoth. Unter den Abgefertigten befand sich die letzte Gruppe der Kooperative Bersch ad, die zweite Gruppe der Wi nograder und die erste Gruppe der Umainer Kooperative, ferner die zehnte und elfte rumänische Kwnzah sowie die erste Gruppe der Handwerker- Kooperative „Hamch". Das Anwachsen der Emigrations-Bewegung ist hauptsächlich auf das Konto von Nord- Bessarabien zu setzen, wo Hunderte von ukrainischen Familien, hauptsächlich Klcinkanflente und Handwerker, mit einigen! Vermögen bereit stehen und darauf warten, daß ihnen die Einreise nach Palästina ermöglicht werde. Durch Erleichterung der Immigrotionsbcstimmnngen könnten große Gruppen von überaus tauglichen Elementen nach Palästina kommen, die neben ihrer Arbeitskraft und ihrer Liebe zum Lande auch noch entsprechende Kapitalien mit» bringen würden. Der Anteil der Chaluzim an der Wanderung betrug in diesem Halbjahre nur 8,6 Prozent, obgleich bereits neue Gruppen ausgebildet wurden und die zwölfte rumäniche Kwuzah schon monatelang auf die Abreise wartet, konnte bisher infolge der strengen Einwanderungsbsstimmungen, der Abtransport derselben nicht durchgesührt werden. WaA die Herkunftländer anlangt, so stammen mehr als -75 Prozent aller Emigranten aus der Ukraine, der Rest verteilt sich auf Rumänien und Polen. In der Bukowina beftnden sich gegenwärtig mehr als 100 Ehaluzim, die einerseits bei Privatunternehmern alS Tischler, Maurer, Schlosser und Elektrotechniker ausgeibibdet iverden, andererseits auf mehreren Gütern landwirtschaftlich tätig sind. Die nötigen Mittel für. die Errichtung eigener Betriebe konnten bisher nicht aufgebracht werden. Auch die Schaffung einer eigenen Farm ist infolge Geldmangels über das Stadium des Projektes noch nicht hinaus- . gekommen. , * Da die Unterkunftsverhältnisse der Ehaluzim in Czernowitz nicht ganz zweckentsprechende sind, Hai der neugegründete Verein Jed'vde Hechaluz, der im engen Kontakte mit dem Palästina-Amte arbeitet, eine Aktion auf Errichtung eines eigenen großen Chaluzheimes unternommen. In Nord - Bes'sarab ien gibt es eine ganze Reihe von Ausbildungsgruppen für Chaluzim, die dem Merkaz-Hechaluz in Kischinew unterstehen und es bestehen sowohl landwirt- ' schaftliche Farmen als Tischlereiwerkstätten. Ebenso befinden sich in Altrumänien ukrainische Chaluzgruppen, so in Bukarest, wo die Chaluzim einen elekrotechnischen Kurs -besuchen, und in Galatz, wo sich eine große Gruppe mit Tischbereiarbeiten beschäftigt. Zusammen sind tveit mehr als 200 Chaluzim in den genannten Gruppen organisiert. . Falls die rumänische Regierung in nächster Zeit die Transimigration polnischer Emigranten über Rumänien nach Palästina gestatten wird, dann ist mit einer noch stärkeren Emigrationsbswegung über Czernowitz zu rechnen. Um die Erteilung dieser Bewilligung bemüht sich das Palästina-Amt in Bukarest bei den zuständigen rumänischen Stellen. Das jiidtsche Schulwesen in Lewberg. (Bon unserem Lemberger Korrespondenten.) Am Schlüsse des vierten Schuljahres darf der Lembergrr Jüdische Schulverein auf ein gutes Stück gedeihlicher.Avbeit im Dienste der nationalen Jugenderziehung zuvückblicken. Es war einige Tage nach den traurigen Novembervorfällen des Jabrrs 1918. Die jüdische Bevölkerung war von einer 'tiefen Depression erfaßt, nächtliche Ueberfälle auf jüdische Häuser und nnevwartetr Verhaftungen unschuldiger Personen infolge von Denunziationen waren auf der Tagesordnung mch nebenbei stand die Stadt fast ununterbrochen im Feuer der schwvven Geschosse. In dieser Zeit wagte es ein kleines Häuslein von Menschen, mit Dr. Israel Münzer, Direktor Julius Eisler und dem verstorbenen Dr. Gerftn Zipper cm der Spitze, ein rin Hinblick aus die Bechältnisse ebenso gewagtes als bedeutsames Merk ins Lüben zu rufen. Vielleicht wäre es unter normalen Umständen überhaupt nicht geschaffen worden, vielleicht bedurfte es gerade einer Desperadostimm,ung, die in jenen Tagen so manche Ne aschöpfung auf jüdischem Gebiete, wie z. B. auch die Tageszeitung ,„Cbwila". ershchen M. Kaum M hMes. Labr wav veöslosftn und wir hatten ein ganzes Netz von'Schulen, und als dann dank der energischen Bemühungen Prof. Hausners eine große Realität erworben wurde,-schien die Basis für die Entwicklung des Schulvereins gegeben. Es kam eine. Zeit schwerer,-schier unüberwindlicher .materieller Sorgen, dazu ein ebenso schwerer Kcnnpf um das Oeffcmlichkeitsrecht, es gab Augenblicke, wo man den Zusammenbruch befürchtete, dennoch gelang es denadministrativen und pädagogischen Leitern, in erster Reihe dem wackeren Präsidenten Dr. Münzer, dom in letzter Zeit Staatsbahnrat Melzer zur Seite stand, das geschaffene Werk über die schwersten Klippen hinüberzuleiten. 'Es ist lebensfähig, weilcs trotz mancher ihm anhaftender, noch gntzuma ehender .Fehler, von denen schließlich keine Institution frei ist, volkstümlich geworden ist und tausende jüdischer Eltern es als selbstverständlich anschen, ihre Kinder in die Mische Schule zu senden. Man mnß die Jugend nur beobachten,'wie sie in- und außerhalb der Schule ihre treujüdische Gesinnung betont, es genügt, einen Blick in die hebräische E l e m e n t a r s ch u l e zu werfen, aus der einem eine so warme, jüdische Atmosphäre entgegenweht, um die Zukunftsbedeutung dieser Anstalten entsprechend würdigen zu können. Nun hat bereits zum dritten Male seit Erteilung des OesfeMchkeitsrechtes die. Reifeprüfung an dendrei Mittelschulen stattgefunden und die' glänzenden Resultate sprechen für den Ernst, der die Zehrer und Schüler der Anstalten erfüllt. Einige statistische Daten.geben ein anschauliches Bild der bisherigen Entwicklung. Die Gesamtzahl der Schüler betrug im verflossenen Schuljahre 1183, hiervon entfielen 160 aus die hebräische Volksschule, 38 aus den ersten Jahrgang des hebräischen Lehrerseminars,- 43 auf das hebräische P ä d a g o g i u ni, 340 Schüler besuchten das klassische Knabeng y m n a s i u m, 348 Schüler das R e a l g y m n a s i u m.^ 254 Schülerinnen das M.ädchenghmnasium, an allen Anstalten erteilten 02 Lehrer und Lehrerinnen den Unterricht. Im lausenden Sommertermiw bestanden die Re i'f c p r ü f u n g 7 0 Schüler, hiervon 13 mit Auszeichnung und 23 Schülerinnen, hiervon 6 mit Auszeichnung. Tie Prüfungen fanden im Beisein des Vertreters der Landesschulbchörde statt, der sich über das Prüfungsresultat überaus lobend anssprach. Großes Gewicht legte die Leitung aus die Förderung der Hygiene unter der Jugend, und bestellte zu diesem Zwecke einen Schularzt, ebenso wurde der.Turnunterricht sehr intensiv ertoilt. In dieser Hinsicht erscheint die Errichtung einer Turnhalle dringend geboten. Bon der jüngsten Stufe an wurde im Rahmen des Gesangsunterrichtes das jüdische Lied und der liturgische Gesang gepflegt, ebenso aus dieHebung des jüdischen Bewußtseins durch Veranstaltung von Schulfeiern und hebräischen Vorstellungen an historischen Gedenktagen hingearboitet.- Ueber Lonibevg hmans hat der Jüdische Schn-lverein 76 l>ehrL-ischeN'Spr>achschuM"in der Provinz seine Fürsorge gewährt und will diesem Avbertszweig in Hinkunft eine gesteigevte Aufmerksamkeit znwenden. Der Verein wird jedoch seine großen Aufgaben in dieser und auch manch anderer Richtung nur dann erfüllen können, wenn Hm die Mithilfe der großen Mischen OeffnEchkeit zuteil werden wird, an'der es leider-bis nun zum großen Teile gemangelt hat. Ergeht um.die Erziehung einer gut jüdischen Generation, das können' einzelne Menschen unmöglich allein zustande bringen. Unabhängig vom' Jüdischen Schulderem hat auch die Mi s r a ch i orgamsation vor drei fahren als gesunde BasiS ihres pädagogischen Programms eine hebräisch-polnische Volksschule ins Leben gerufen, die guck sveguenttertist und bis nun schäm.Resultate aufzuweisen hat. Falls die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen werden, soll auch eine misrachistische Mittelschule gegründet werden. Vom Kere« Kajemett?. Die Spendensummen des Keren Kajemeth l'Jsrael waren von 1902, dem ersten Jahre seines Bestandes, bis 1920 stetig, von 12.000 Pfund Sterling bis auf 162.000 Pfund Sterlig, gestiegen. Das Jahr 1921 brachte zum ersten Male einen Rückgang, mch zwar auf 129.000 Pftmd Sterling. Es bestand die Hoffnung, daß dies nur eine vorübergehende Erscheinung sei. Jedoch die Ergebnisse des 1. Semesters 1922 zeigen einen weiterer) Rückgang, und zwar im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Borjähves von 61.400 Pfund Sterling aus 36.700 Pfund Sterling» also unl nicht -weniger als 40 Prozerrt. Die nachstehende Tabelle, welche die dem Hanpibuveau abgeführten Spendensummen in Pfund Sterling sowohl für das 1. Semester 1922 als auch für das' Vorjahr ünführt, zeigt, daß an diesem Rückgang fast. alle Länder beteiligt sind. Vereinigte Staalen 6743 Pfund Sterling im 1. Stzin?ftel, des Jahres 1922 (7647 Ptuud Sttrlung im Lahre 1921), England 5166 (5282), Mesopotamien 4605 M0.14Q', Tschecho-Sloywkyl 2607 (1359\ Erez Israel 2341 (1629), Polen 1822 (2978), Australien 1453 0428), -Deutschland 1240 (3572), VOstgalitten 829 (1023), eflbafriha 771 08). Kolland 668.(781), 'Italien 615 (864), Kanada 612 (491', Argentinien 582 (2211). Elsaß-Lothringen 542 (704), Cbina 500 (2398), Betzarabien 428 (536), Neu-Seelond 384 (1902), Ostsihstjen 351 .(25), Belgien 343 ^305), Straits Settlements 348 (1440). Weil» galtztn 299 (400), Aegypten 296 (166), Griechenland 275 (303), O e st e r r e i ch 275 (1559). Schweiz 275(434). Türkei 235 (54), Litauen (Aowno) 220 (999), Lettland. 217 (489), Litauen (Wilna) 208 (63), Bukowina 198 (597), Lrgnivl-anten 197 (559), Tunis 190 (21), Estland 133 (299). Indien 112 (636). Iuqyslawten.111 (1460). Chile 110 (-), Japan 106 (44), Smyrna 106 (-). weitere Länder 304 (6861). zusammen 36.725 (61.434) Pfund Sterling). # ' Für den. Spendenrückgastg lasten sich derschiedens Gründe anfü'hren. Die Valutenentwertung hat iu fast aller: Gebieten Zentral- und Osteuropas -werteve rapide Fortschritte gentacht, so -daß auch große Spendenste igerungen in LaudeSwährung, bei Umrechh n fl m .Pfrmd ein Minus ergeben. Die Juden rn den Ländern mit guter Valuta wieder waren von großzügigen Sanmrluugen für verschiedene Wohlsahrtszwecke beansprucht. Auch die neue Organisation - des K e r e -n H a j e s s o d, die zur Deckung der laufenden BMrfmste Erez Israels alle Kraft aufbieten mußte, hat einen^ Großteil der jüdischen Energien an sich gefesselt. Dabei bestand in der Oeffcrlllichkelt keine Klarheit^ darüber, daß der Keren Hajessod nicht in der Lage tvar, die gebühreuiden ^20 Prozent seiner Rememnahmen dem Keren Kejenteth 'l'Jsrael abzuführen, und daß dieser daher auf seine eigene Anstrengung angewiesen ist, um die.für Herr Boderrkauf nötigen Mittel anfznbringen. Alle diese Gründe zusaurmengefaßt, läßt sich doch nicht verkennen, daß die Jndenschaft, vor allem der valutastnr'ken Länder, ihrer Verpflichtung gegenüber ihvenr Nationalfonds in ganz ungenügender Tbcise nachgekommen ist. ■ Gegen die Gefahr, daß die. zentrale Idee der „Geullach Haarez" verdrrnkelt werde, macht sich aber schon allenthalben eine erfreuliche Reaktion geltend. Die größte zionistische Landesorganisation, jene der Bereiniglen S t a a t e n v o n Nord a m e r i k a, hat sich als erstes aus ihre... Pflicht gegenüber den: Keren Kajenreth l'Jsrael besonnen. Bei ihrer 25. Konvention, welche vom 25. bis 27. Juni in . Philadelphia tagte, wurden einhellig folgende bedeutsame Veschlüsse gefaßt: „Die Konvention entbietet denr Keren Kajemeth l'Jsrael zu feinenr zwanzigjährigen Julbilämn herzlichsten Glücktvunsch Geschaffen und gefördert. von der zionistischen Bewegung, ist der Keren Kajemeth l'Jsrael zu einenc Pstiler ihrer- Kraft geworden. Seine glänzenden Leiftnnigen in Palästina und die Größe seiner Aufgaben haben den Keren Kajemeth l'Jsrael zu einem machtvollen und unentbchrlichen Faktor beim -Aufbau des jüdischen Heimatlandes gemacht. Er istftir immevdar zun: Eckstein des zionistischen Bauwerkes geworden. Die Zionistische Organisation verbürgt neuerdings dein Keren Kajemeth l'Jsrael ihre vollste Unterstützung, indent sie die erfolgreiche Verwirklichung seiner erhabenen Ziele in beständig wachsendem Ausmaße mit BestiNuncheit erwartet." ' Gleich daraus hat' die Zionistische Organisation von Kanada auf ihrer'18. Konvention, die vom-2. .bis 4. Juli in Ottawa tagte, ausgesprochen: „Die Erlösung des Bodens von Erez Israel stellt eine der ersten und weftntlichften Austzaibtzn dar, die erfüllt werden niüssen, unl den Aufbau des südischen - Nationalheims zu verwirklichen. Unbeschadet der Notwendigkort, für den Keren Hajestod alle Kräfte auMbieten, können - und müssen bei guter Organisiermtg rmd methodyscher Arbeit germg Mitarbeiter und Mittel für den Keren Kajemeth l'Jsrael gesunden werden." Von beiden Tagungen wurde eine Reihe von Ausführungsbeschlüssen gefaßt, um diesen Grundsätzen: Geltung zu verschaffen, Im Hinblick auf:.die Lyfftüngew gerahe^ der Vereinigten Staalen und Kanadas für den Keren ,Hajessod und andere jüdische Äktio^n läßt sich dort auch ein Un:- schü-ung bezüglich des Mmmelertvages zugunsten des Keren Kajemeth l'Jsrael erhoffen. ' . . ■ . , Wie verlautet, werden in der nächsten Zeit eine- Reihe weiterer TaMngen dem Bchspiel Nordamerikas folgen. Die Organisation des Keren Kajemeth . l'Jsrael/selbst fft intakt geblieben und bestrebt, dltrch verdoppelte Anstren- Mmgen den Rückgang des ersten Ssrnesters wettzumachen. Zu diesem Behufe hat das Hauptbureau unter anderem der: neiren Palästina-Film, welcher die Errungenschaften des Koren Kajemeth l'Jsrael für den Aufbarl Erez Israels in packenden Bildern vorführt, in den Dienst der Propaganda gestellt. Dieser Film hat bereits itt; der Tschecho-Slowakei und imn auch in Deutschland gute Wirkung geübt. Für die hohen Feiertage im Tischri. welche stets der Höhepunkt -der Werbearbeit für den Keren Kajemet l'Jsrael waren, ist in allen Ländern eine große Aktion im Zuge,' und wird insbesondere die Organisierung der Glückwu^lschenchebungsspenden zu Rosch ßascha-nah, der Sperrden beim Dhova--Aufrus,in den Synagogen und der Kaavoth-Spenden zu Jom Kippur durch-', geführt. Alle diese Anstrengrmgen muffen aber Vevgobens bleiben, wenn nicht die ganze Zionistische' Organisation inid das gesamte Judentum sich aufraffen und .diese Aktion tatkräftigst fördern. Nltr dann kan« sich das Jahresergebnis 1922 befriedigend gestalten imd es dem Keren Kajemeth l'Israel ermöglichen, daß er seiner hohen Aufgabe als Jr-strument der jüdffchen BodenPolM gerecht wird. Ausfxhrverbot für Automobile. Um der von Monat zu Monat zuitehmenden Verschie» Lang-von zu billigm Inlands-Preisen gekauften Kraftwagen österreichischer Fabrikation ins valntqstarke .Msland zu. begegnen, hat sich das Bundesministerium für Handel unter Zustimmung des Hauptausschusses der Nationalversammlung veranlaßt eschen, ein Au 8 f u h r v e r b o t fü r Au io m o b i! e zu erlassen. Dieses Ausfuhrverbot ist unter, dem 29. Juli im Bundesgesetzblatte vevlautbart und glerchzeitig durch Hinausgabe von Richtlinien an . die Grenzzollämter erläutert worden. Die Ausfuhr von Kraftwagen öfterreichscher Erzeugung fft von nun ab an eine Ausfuhrbewilligung geknüpft, welche bei der Zentralstelle für Ein-, Aus-, und Dnrchfuhr, Men, 1. Bez.; Johanmsgaffe 6, beantragt werden 5amt. Für den Automobil- Reffeverkehr sind wetttzehende Erleichter)lngen vorg"sehen. Wer eine Automobilveffe. in das Ausland plant,' hat; eine Bankgarantie dafür beizubringen, daß er den von' ihm benützten Wagen inner halb einer bestimmten kurzen Zeit (maximal drei Monate) wieder nach Oesterreich zurückbringen wird. Das For« nrular für diesen Garantiebrief ist ftir Wien und Mederöstcr^ reich ausschließlich beim Oesterreichffchen Autobmnibiilrlub, Wien, , 1. Bez.,. Kärntnerring 10^ für die übrigen Btmdesländer bei Sette 6