Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1257 (31.7.1922)
- Date
- 1922-07-31
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Vorläufig haben S.re Nickis zu zahlen Wenn jedoch die Vorschreibn.ig für 1920 erwläi vnd auf meor als 6000 K lautet, io werden Si»'das 4<0sgche zu zercknen haben. Die Zuschläge kommen hiebei nickt in Beiracvt. — Maschinen. Eine Erneuerungsreseroe kann mir dann steuerfrei angelegt werden, wenn Sie oröentlrche Bücher sj'rhien, so dak sich fesiftellen läßt. wann d'e Maschinen angetä afft und wanw sie erneuert wurden und daß es ch nur um ewe Ersahamchastang handelt. — R Gott». Wolnschem'ick haben Sre mckt bis rum 19. November 1921 die ganzen damals föllia gewesenen Rüciistände beM't. Daher der 60®/0io.e Zuschlag. — Sttoslvrrrenburg. lwre Frage läfzt sich nur beam'. orten, wenn Sie »ns auch Ihr übriges Einkommen vekanntg.-ben. Lenn die Einkommensteuer rickiet sich nach der Kühe des GefamteinkvnM»''S. Sie betragt von 6,000.000 ü {üi 1921 488.8t0 A. Mi.tteilmit>en ans drin PnlüikilN. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Sanel Beer. / Neber Haarschwund. Die Beobachtung des. Haarschwundes wird für alle Menschen ein Gegenstand der beständigen Sorge und der Anlatz zum Aufsuchen eines Heilmittels.-In der-Verzweiflung sucht der Betroffene meist zuerst Hilfe bei den von der Reklame ausgeschriebenen Mitteln gegen Haarausfall. Nach längerem Gebrauche der sehr teueren und schön' hergerichteten Haarmittel, der verschiedenen Haarwässer, Waschmittel, Pomaden und Salben sieht man sich getäuscht und versucht es dann gewöhnlich mit einem Arzte. Einzelne der käuflichen Mittel mögen gewitz keine schädlichen Bestandteile enthalten,'sondern die üblichen den Haarboden reizenden Medikamente, dochder Uebelstaud besteht darin, daß diese Mittel Iwahllys gegen , die verschiedensten Haarkrankheiten, und deren Folgen, den Haarausfall, .angewendet werden und daher meist nutzlos sind. . Ohne Feststellung der. Ursache, des Haarschwundes, gibt es keine sachgemäße Behandlung dieses Zustandes. Ein gewissenhafter Arzt und Kenner'.des Leidens, wird dann dem Patienten won vornherein nicht allzu große Hoffnungen aus die Besserünß der -Haarkrankheit machen,t "und die Enttäuschung wird Ausbleiben, andernfalls wird' ihre sichere Heilung in Aussicht gestellt werden. x Vor allem muß festgehalten werden, daß nur dort ein Nachwuchs von Haaren zu erwarten ist, wo lebenssähige Haarpapilen da sind. Die Diäognose hat also in erster Linie diese Momente zu berücksichtigen oder .von gefährdeten Stellen die Schädlichkeiten abzuhalten. Als Haarausfall bezeichnen manche Menschen schon den normalen Vorgang der Abstoßung der Haare, die sich dann wieder erneuern. Int'Alter tritt gleichfalls-eine Erschöpfung der. Haarpapilen ein, wodurch das Kopfhaar dünner und schütter wird. . Wovor sich die meisten Männer insbesondere fürchten, ist die Entstehung des als Glatze bekannte« Haarschwundes. Wie dieser Zustand entsteht, darüber ist man sich in wissenschaftlichen Kreisen noch immer nicht klar. Wegen der Form der Glatze, deren Grenzen von den Schläfen oberhülb den Ohrmuscheln bis zum Hinterhaupte verlaufen, hat man an Druck durch, den festaufsitzenden, luftundurchlässigen Hut gedacht, der gewisserinaßen eine Kompression der Blntgefäße der Kopfhaut herbeisührt, und durch schlechte Ernährung der Haarpapilen diese, zum Schwunde bringt. Wieviele Momente auch für eine solche Annahme sprechen, so kann sie doch nicht restlose Aufklärung schaffen. Vielrnehr Wahrscheinlichkeit hat die Theorie Dr: Steins, der die Glatze mit der . übermäßlichen Talgdrüsensekretion in.Beziehung bringt. Die Kopfhaut ist dort, wo sie wenig fettreich ist, reich an Talgdrüsen. Deren starke Ausbildung und Talgäb.sonderung führt nun gewissermaßen zur Erdrückung der Haarpapillen, wobei es zuerst zum vorzeitigen Absterben, daün zur Bildung von kürzeren und dünneren Haaren, und schließlich zum völligen Haarschwund kommt. Tatsächlich sieht'man den Beginn des Haarschwundes oft genug mit reichlicher Talgabsonderung, den fettigen Schuppen, einhergehen. . - - K . . Eine Beziehung der Talgsekretion bestDtsicherlich auch mit der Ges'chlechtsfunktion. Die in der^ Pubertät aufivetenden,,Wimmerl" sind ja ein Folgezustand der durch , übermäßige^Talgabsonderung entstandenen Verstopfung der Drüsengänge. Daß Frauen im allgemeien Ppw der. Glatze ' verschont werden, dürfte eben mit dem' im vierten Jahr«^ zehnt beginnenden Rückgänge dev Geschlechtsftinktiön Zusammenhängen. , . . . .. . ... . ' fffA Aus dieser.Darstellung‘ ist die Ursache Her ÄlatzeA- Wdung erkenntlich >und damit auch die Möglichkeit der B ehändlüng, Vie „vor allem. iti eineic, energU|en Unterdrückung der^igen Schu^penbilbung LeMü . .....:f- V: ' Neben dieser Form, des HiiaAchwundes'isv der- HagrattßM ' ' Vach'' JMtzpstnW,. AnWönsstanMW^ ,TyMrrs/'. Grippe^ bekannt. Hier 'häv MN 'nG^eisiMH die HaaarHpiW eingedrilngenen ' GisftS nach ENWievmrtz meist £dy*v*m*nC£ */mm fuhh 7$Im$C fraupjm**. Sicher gibt es auch Haarausfall aus rein nervöser Ursache, wobei in dem vqm beschädigten Nerven versorgten' Gebiete Schwund eintritt. , Zur Genüge bekannt ift auch plötzliches Ergrauen und ' plötzlicher Haarausfall1 nach schweren seelischen Erschütterungen. Ungeklärt ift bisher dvr fleckförmige Haarausfall, wobei eine kreisförmige, haarlose Scheibe sich bildet. Auch hier dürften Ernährungsstörungen auf nervöser Basis eine 'Rolle spielen. Diese Erkrankung ist heilbar. Ganz anders zu werten sinh die Haarkrankheiten, die durch Eindrigen von Pilzen, in die Haarpapillen entstehen. Die häufigste, Pilzinfektion ist der Kopfgkind, FavuL. der zu fast vollständiger Enthaarung und dauernder Entstellung führt, und bei uns sehr selten vorkommt. Hingegen findet man bei uns bisweilen ganze Epidennen von infektiösem Haarausfall bei'Schulkindern, Es stellen sich kleine, runde, haarlose Scheiben qm Kopfe ein, die aber nicht wie Heim Kopfgrind zum . völligen dauernden Schtvund. führen.. *. .; Eine ähnliche Pilzerkrankung stellt die Bartflechte dar. die zu tiefen Geschwüren führen kann. Die 'frühzeitige Erkennung dieser infektösen Haarkrankheiten ist.wegen der leichten Uebertragbcrrkeit^ dieses Leidens,auf andere Schulkinder und der Bartflechte, besonders in den Rasierstuben, sehr wichtig. Isolierung der kranken Personen verhindert die Weiterverbeitung der sehr entstellenden Krankheiten. . Aerztlicher FrageUaften. N. B. Nach der Scharlacherkrankung ist ärztliche Beobachtung wegen - möglichen Eintretens von Nachkrankheiten (Nierenschädigung) wichtig. — Seebad. Nierenkranke werden beiM Baden im Freien große Vorsicht üben müssen. Näheres, kann nur der behandelnde Arzt entscheiden. — Sormenkm. Die heilende Wirkung der Sonnenbestrahlung wird auf die ultravioletten Strahlen zurückgeführt. Natürliche Bösonnung ist der künstlichen vorzuziehen. — Mehirngeschwulst. Die angeborene Vorlagerung eines Gehirnteiles (Gehirnbruch) ist immerhin Line bedenkliche Mißbildung. Bisweilen gelingt^ operativer Schluß der Schädeldecke. Jedenfalls ist Schutz der Weichen Gehirndecke vor Verletzung wichtig.' Ob das Kind lebensfähig ist, läßt sich ohne Besichtigung schwer entscheiden. Fußball. Jüdischer Sportverband. In einer Zeit, in der das Geld den Großteil seiner Kaufkraft' verloren hat und in dev deshalb die Menschheit Hemmungs¬ und rücksichtslos sich bemüht, es 'zu erlangen, sind die Anschauungen und Ansichten gewaltig verschoben.'Die einst so markanten Grenzen zwischen,-gm. und.schlecht, recht und unrecht sind.jetzt, undeutlich, verschwommen,'sa,'vollkommen verschwunden. Der Zweck .heiligt die Mistel, Und so beschäftigen' sich bereits Volks- und Bürgerschüler mit dem'^ Problem, wie man M Saus und Braus leben ohne^tatsächliche, der Ge-, memschaft nutzbringende Arbeit zu . leisten, An einer Zeit, in der man die hie und da schüchtern 'austauchendm Jdeäle 'mit „Papiersetzen" totschlägt, hat eine Körperschaft, die in erster Linie moralischen und'kulturellen Zwecken genügen soll, einen schweren Stand. Der Einzslmensch und auch die Vereinigung betrachten alle Dinge von dem. Gesichtswinkel, „was haben wir vor dir",, wobei die Frage.fast, ausschließlich finanziellen Inhaltes ist. Der Jüdische Sportverbanö, dem leider keine ' nennenswerten Beträge zur. Verfügung stehen, vermag, zumindest vorläufig, seinen/Mtglivdern keine Unterstützungsgelder zufließen zu lasten, und so ist es bei Berücksichtigung der gegebenen Verhältnisse nur zu erklärlich, daß die oberste jüdische Sportbehövde sich unter den angeschlossenen Vereinen nicht der erwünschten Popularität und des notwendigen Ansehens erfreut. Und doch vermag der Jüdische Sportverband eminent praktische Vorteile zu bieten. Er, als die Exekutive der zusammengeschlossenen einzelnen Versink ist. ein ' Machtfaktor, mit dem alle Schattierungen und Schichten der Sportloute rechnen müssen Und > der demgemäß einen gewiffen Einfluß geltend machen kann. Kadimah, Hasmonoa und in den. letzten Tagen Hazair haben den Vorteil des Zusammenschlustes der jüdischen Sportvereine am eigenen Leib erfahren. Diese KlubS geben ein treffendes Beispiel dafür ab, daß der Jüdische Sportverband praktische Angaben zu lösen vermag. Er ist die sicherste Stütze der. ihm angeschlostenen Vereine, da er ihnen zu ihrem Recht verhelfen kann. Die Klubs sollen sich aber nicht nur dann an das Bestehen der von ihnen selbst geschaffenen Körperschaft erinnern, wenn sie letztere? brauchen, sondern sie sollen sich bemühen, ihr endlich einmal ihren Wirkungskreis zu kennzoichnen. Heute wird, der Jüdische Sportverband ■ um halb 8 Uhr im . Heim der Hakoah, 1. WiesingerstraßS 11, tagen. Alle Delegierten sollen bestimmt erscheinen, um in drin- . genher. ÄngelMicheit^ ihre Ansicht ' run.dzugeb.en, bic' Exekutivmitglieder des Verbandes haben bereits um 7 Uhr zu erscheinen. ■> ' ... . < ' Mr:hoffssn,tz daß. sämtliche. 'Äereinsbertreter der.vepatuH' beiwöhnen werden, da wichtige Fragen aus der Tagesordnung Die HaKoah v» Czernowitz. . Z>«Ä.ho^efTIeg«. wwitz glänzendempfvngÄt.? niÄäg gegen' Malkabi aus ch. Zu Halbzeit stand M). TrHr^...^.E- TvrsHützen Meen Grünwald (3), , Hausled' “ ^uH. Heß, 40l)0 Zuschauer V^Wen.hem Treffen bei. Alm Sonntag schlugen , Wrten B:0r Ws HMl Mnd zür Pgusck- O: v. Die Tpve evzWen: Neu? ,o)j MüÄWM E^nHuHÄnie^M Rekordbesuch für M«rß?ykd^j5Mwe»i KeM«W Die Sommerreife de» W. A. F. St« «euerlicher Sieg. Die Sätteldorier siegten gestern nach ausgezeichnetem Spie^ gegen Sparta ln Bteierheide S: 1. Die Vienna in Holland. «1»e »mpstndttche Nieveelage. .. Die Döblinger. trugen gestern das Retourspiel Maastr'chier F. S. aus und unterlagen mit 2:6 Toren. gegen Die Ämateure i« Schweden. : . Ein. glänzender Sieg in Stockholm... Die Amateure stmgen am- Freitag' das erste Spiel ick Schweden ayk. Sie traten m Stockholm dem A. I. K. entgegen, den sie im Vorjahre 3:0 besiegten. Auch diesmal wardn sie ihrem Gegner jederzeit überlegen und ftrtigtenihll mit 6 :2 (2>:v) Toren ab. Die Wiener waren in ausgezeichneter Verfassung. Die Tore schossen Swatosch (2), tzanSl (2) urü» Kalman Konraid. Das Spiel wurde vom Schiedsrichter Gelbord geleitet. Der W. «. C. in Deutschlünd Ein Sieg und eine Niederlage. Der W. A. E. nahm in Kissingen an einem Fußballturnier teÄ, in dem er am ersten Tage dlirch die Würzburger Kistingen eine Niederlage emstecken mußte, wogegen er gestern emen eindrucksvollen Sieg errang. Am Samstag unterlägen die Praterleute gegen die Würzburger Kickers 2:6 (0:3). Der W. A .C. war nicht in dem Maße unterlegen, als es das hohe Resultat besagt, ja in der zweiten Hälfte spielte er sogar bester als fein Gegner. Geftev.r siegten die Wiener über die Berliner Tennis-Borussia nach überlegenoin Spiel 6:0 (2:0. - Das Rilndspielgewann die SMveMnrgung Fürth, die folgende Resultate erzielte: gegen Tennis-Borussia 11:0, gegen Würzburger Kickers 7:1. "? Der W. A. F. i« Pretzbvrg. Ein Sieg über den Makkabeä. Der W. A. E. absolvierte gestern mit einer kombinier« ten Mannschaft, in.der zwei Leute aus der ersten, darunter auch Jancsil, tätig waren, ein Spiel gegen den Pretzburger Makkabea. Die Hütteldörfer schlugen nach beiderseits schwachen Leistungen ihre Gegner 2 :0 (1:0). Die Erfolge des W. A. C. resultierten aus einem Durchbruch und einem „Elsers. ' . F. T. E. in Schweden. •* X.... -Budapest« Verein, der F T. C., erledigte am ^Freitag ein S^iel in Skandinavien. Er hätte schwer zu kämpfen, um in-Porköch>mg den dortigen F. C. zu besiegen. Schließlich {hätten M',Fränzstädter mit 2:1 (1:1) Toren, von dmeü Iva- > növsky und Schwarz je eines erzielten, das bessere Ende für sich, MM svitzltx . Sonntag gegrn eine Siockcholmer Aus. - ..:t,i tmb tonnte auch Mitlwock das Äevanche- 'MdslS nneplick^-en hallen^ ttohtem Pataky Diesmal nickt milfpieltc. Die Ätzte > > osten Obih und Metzer. Das irrikere Pkogramm.,dks Fr D E. sieht folgende Ep'ele vor: gegen Kamera' mna-Goieborgj Vertzryto-Döteborg wnd Gastch-Göteborg. Ki. 1» DS«e«tark.. . (Ein, Erfolg in Kopenhagen. ’ , , : , . J ' * ' , ‘ ’ ' ' ' ' '-^-"'*Ded'«ngatische. Meister trat am Freitag zum ersten Male •J9üi-MeL WMviSW,Louynee M Kopenhagen an. Aer ms& 4