Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1257 (31.7.1922)
- Date
- 1922-07-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Iiu(UninerKi40 oderiiiÄÜ»«rVer8chlei*Btelle (Tr*fik) monatlichiK SpÖO V, ' j ■i'Sj'* NKt|F«fbrer "JT'JarrzzTi; ,7»%fi‘9-C;h b-S lowak ai $. Mon;Iv20.U n sf #rn Marie.$00. D eti^cnläi? dV"' Mon. Mark ,60,V^ra-n’k-_ r' ei-c D: Moyatliek?rerk. 6 ij NaehiahlunKen /;’ tei PreiferhShunjjen Vorbehalten r l*r" Tschccho-Sl«*ak*i I tsthoch. K 1»20 Italien.: Monätl.,6. lari'i Y; ' Rii^xtS ofrrfn:4 Mök.' ’46.‘ S ch wei z and das übrig* Ausland-monatlich Ft«e<3j «**•' * i*> ' - r ’ >•• »<V£«S ■' 5 ‘h*,*-- riwb X Redakti on,u. Administjrajti »,8 ^en, ll.}'Tabor^trasse,,i:“^!l' V Sa > * TllirÄär.': ,Mör«fenzeiiüag1‘l .1. cll^ien'; 'QestenjIicbiSelies Poatspari. kassen-;l£'onto Nr. i 50.693 Wieq, MontaK »1. I«N 1S22 4- I.Zahrgang - t,":i r \ 3>Ä'|(fviÄi.,. ’ 30,. Juli. Haväs,)^ Wie dke chijilterfmetden, hi^der griechische GMLftstWger aestiertz iw Ministerium des Aevtzern eine Note überreicht, worin GriecheulMd förchelt Änr W' ikrmÄchbgun y ztzv Besetzung Konstantin opels ansn cht. Griechenlands hieißt es in der Rote^ beabsichtigt auSschlietzlich im vyllen Einvernehmen mit den Verbündeten zu handeln. Die EtzttzLDiMng ist,' 4vi e die Blätter melden nnv^züglich verw eige r t w y rd enl7: ■ ir •;.v < . -■.; Athen, l30. Juli. Dir den verbündete^ Negierungen überreichten^? griechischen , Notenerklären^ die.Besetzung Konstantinopels i glsdaS:^Heln^i^eMiFtel^zur Be-- ) ch leustMüng 5de-.-Ar'iedenss chl.usses und .ersuchen dir-RegieriMgenE demgemäß den^BesatzüngÄrnPpen Weisungen zu erteilen, sich einer Won der griechischen Armee.-Mt :-zü widersetzen.. Die Erklärung H arring" t v n 8, dvß .jede, gegen Konstantinopel gerichteie Mion mit - G e w-alt v er h yn dern würde, hat st ä .o ft n E i nd r.u ck dirigiert. / London,- Juli. Meuiex^ Nach einer Meldung^ aus M alta hat das zweite Regiment von Snffex den - Befehls erhalten, sich nach Konstantino p e l ein- .£*‘ i.f £. ~*5< polnischer Ministerpräsident. Warschau, 2st. Juli. Staatschef Pilfndski richtete ön den Sejmpräsidenten ein Schreiben, in welchem er den Rektor der jagellvnischen Universität Julius Ndwak znm > Ministerpräsidenten designiert. In. der Abendsitzung beS HauptauSschusies wurde diese Kandidatur zur Kenntnis der Abgeordneten gebracht, worauf sich 240 Stimmen für die Kandidatur und 184 gegen. die Kandidatur aüssprochen. Professor Nowak ist sofort ag die Bildung der Kabinetts geschritten. in eine besiere Zukunft führery Nur ein' rep u b l i? a n i-!sch eS D e üts ch l ä.n d,"in, t»em der Schwerpunkt links liege, könne seiüen AufgübeU igerecht werden. -Bei der ^zü Jahresende zu erwartenden '.Reichsprasidentenwahl werde die militärlsch-mönarchsstische! Reaktion > alles daransetzen» um zum'. Ziel zu gelängen.^ M^ge Mer Rejrublikaner und ' Kriegsgegner daran denken!: ' ' Unter -den -Anwesenden/MMden .sich bas Mitglied der englischen^ FrixbensfrÄrnde Mr. Wilfried Mel- * l p ck, der .4n,'.denMer,.HpraD>-.'ei»ö Medehielt. , Äus Oesterreich, England, FrMreich, Holland und^'UW-. rikä sowie aus zahlreichen, großen deutschen Städten waren S y m P.a t h i i ku n d gx L u n g en emgelaustw Die Kttn-gtzbunAy in WidUr In allen größere iHtäbten Suropas UUd den Der-/ einigten Staaten von ^NoMWikä wurde in Ausführung deß Beichlusies. des, Zwesten Internationalen Kongressesder / Kriegsopfer und KriegGeilnehmer, älljährlich am. sSst.^Zuli» atz, de« Tage deUKriegsausbruches, M'der!ganzen:Mest^Hndgeb«ng«?Dogeu' tyrt;,Krieg/zu: per-. anftälten^ MW-' auch in Wien irC ‘mö«;; “ie'ip tWkt^ samwlunge^MW der Lystmg: / ssir einen dauernd,;» Weltfrieden demops^lert. ' In der BolkS Halle d^, ne>reri''Nßthauses sryb^eine. Der Heiden" Kundgebungen stach NM einer ejflleiternsm Retze/dtz' Horsitzenden Garden Gedichte^ dieHeg'n Krieg und Militarismus gerichtet sind,/mm ^ortraz^eöigch^Miß sied, dir hma,f. Me Ministerkrise in Italien. Der Sozialist Turatt beim König. Rom, 29. Juli. Der König hat heute nachmittags den Führer der parlamentarischen sozialistischen Gruppe, T n r a t i, in fast einstündigeb Audienz empfangen. Die Blätter verweisen auf die große Bedeutung dieses Ereigmsies. Die extremistischen Sozialisten verurteilen dagegen heftig den Schritt Tnratis und das Parteiorgan „Pvanti" erklärt, daß die Anhänger des -Zusammengehens der Sozialisten mit der bürgerlichen Mehrheit im Parlament von nun an als außerhalb der'Par 1 eistehend angesehen.werden müssen. Orlando wird morgen dem König tiber das Ergebnis seiner Unterhandlungen berichten. Rom, M. Juli^ (Stefani.) Orlando hat die Misfioit der. Käbinettsbildnug z u r ü Ä g e l e g t. Der König berief hierauf den Präsidenten der Kammer de Nicola. Dieser hatte abends eine lange Besprechung mit Facta, dessen Wiederbetrau u n g man für möglich hält. Die Sozialisten haben es abgelehnt, an einer von Orlando vorgeschlagenen Kombination mit den Faszisten oder mit der Rechten teilzunehmen. - . .ichMtzbG^Deüchc:We^..bn»deü'Wdch.^L^ den KriegSgrift «a«endes Berfohonngsbundes mit den Worten: „Nie wieder Kri<-g!" Schließlich wurde folgende, für alle StaMen gleichlautende Resolution angenommen' »Die Mästend er'ammlung entbietet allen gleichfiredrnde« Zalammenlüns en, die gegenwärtig in Europa und > Amerika abgehölten werden, die brüderlichen Grüße; sie vereinigt sich mit ihnen und erklärt ihren Haß gegen Schweden Krieg; sie verpflichtet sich, »rt alle« gleichstrebenden Krregsdsinsigegntrn aller Länder gememsam zvsammenMwirle«, daß Zustände grichaffm werden, die dafür bürgen, daß es keinen Krieg Mehr gibt. Nach Rrzitation des „Gesang der Toten" spieße die Kapelle die Marseillalse, die stehend angetört wurde, woraus.sich die Te-lnehmer?u «nem Zuge formierten und unter klingendem Sv'nle revolutionärer Weisen zum Parlament U'gnt, wo nach einer Rede Pie»re Ramus lhnrschastsloser Soziaüst) die Demonstranten sich zerstreuten. l Die »weite Versammlung fand 'm Drehers Katharinensaal statt. In dieser Versammlung tprachendieAbtzeordnrlen Aust erlitz und Leuthner- Die Lage in Aegypten. Aus London wird gemeldet: Der engtrsche Marschall Allen by richtete an den ägyptischen Ministerpräsidenten Sarvat Pascha ein Note, worin er mrtterlt, daß seine Regierung mit größiem Bedauern die in Aegypten durch eine Reihe von Morden an englischen Offizieren und. Soldaten errfftändene .Lage beobachte. Sie stelle fest, daß die ägyptische Regierung unfähig sei, die Schuldigen herauszusinden.. Allenby rät, alle Anstrengungen zu machen, damit die Gerechtigkeit - obsiege. , Andernfalls wäre t>ic englische. Regierung genötigt, das ganze ägyptische Problem neuerdings zirp rufen. Me wieder Krieg! Berlin, 30. -Juli. Anläßlich der achten Wiederkehr Los Tages des Kriegsartsbruches' veranstaltete der Aktionsausschuß „Ni e w i eder Kr reg" gemeinsam mit dreißig anderen Verbänden in über 2 5 0 d c it t s ch e n S t a d t e n, so auch in Berlin, eine Friedensdemonstration. Zu der hiesigen Demonstration hatiell sich Zehntansende Personen eingefunden.15 Schauspieler haben ihre Kurrst in den Dienst der Demonstration, gestellt.' Von 30 Rednern wtrrden Ansprachen gehalten, w'oRu^ 'chetv'odhöben-.' - w»^' daß in 4g£ garrzeU Welt die.gleiche Gefahr, bestehe, da dev Friede noch nichteingekehrt sei.-Die Parole der'Kriegs-/ gcgner ntüffc füL ft'mfzig Jahre lauten: Wachsamkeit und -Ä l a.r mb e r e i t s ch as Nur cher emheiüiche MllLdeLl.BotterkönmauL demSumpi der; Nachkriegszeit Verbot hebräischer Druckforten in Angarn. Budapest, 26. Juli. (I. C. B.) Die ungarische Post- und - TÄegraphendrrekt ion verbot die Beförderung - von Drucksorten und Anze'.gcn mit hebräischen' Lettern. Gemeint sind vornehmlich Verlobungs-, Tvauungs- oder Deschnerdungsanzeigen, in denen sich einige gewöhnliche hebräische Brocken im.'-kn. <. Gestempelter Krone Auszahlung Wien In Zürich nvtisrie die öjterreichische Ärou> die Ssterr. gestempelte Krone. die ffchtchlßhe 'Mönel. . dieMartz. . .. . . . . Agram . ... . . . .; Sofia Budäpest» » » » »' .01% Centimes. Centime-, —.oiVi (^Pl#/i -MV, f—.01«/* ' -l^io ’ (12.15 : 0.81 ( 0.86‘/s 1 E 3.3Y ( 3.25 » 0.30 ( 0,30 am 89. SuU) am 29. Juli) am 89. Juli) am 29. Zull) am 29. 3uü) am# Juli! am K. Äuli) Finanzminifter Segur in Prag. Letzten Fteitäg-Hni -er Bunbeskanzler die Gesandten -er Ententemächte.empfangen, um ihnen offlziell von dev parlamentarischen Verabschiedung -er Finanzgesetze Mitteilung zu machen und ihre Pusmerbsamkelt darauf zu lenken, m i e ny tnr en d i g c s rjrrn mehr ist, die formelle DnrchfsthMUg des bekannten Keschlpsses der UeparailonskommWvn zu- - e s ch l e ü »i g^e n. Zu diesem Zweckte hat sich auch -er sranzöfische Ligurdütor für die Scsterreichisch-MgWsche Bank Mr. MaMs begeben. SektionSchef Br. SHü lledlW von der Mgiernng ebenfalls nach Paris entsendet worden, üm der Neparatioüskommisiiön, die. sich beKanntlichdieAeberPriifuvg >des Rotenbankgesetzes vorbehalten hM ckstes^ hierfür: : eventnirll beanspruchte JnformaÄonsmateriül vorzulegen. ::ä: Heute früh ist Bundesminister S e g tt r' mit den Ministerialräten SR a tt tt und Brau»riS nach' Pra.tz abgereist, um die: Berhandlnnge» über die; Flüffigmachüng des. Restedes tschecho-slowakischett Kredites in^ yersönlicher Rücksprache - mit dem tsch echoslowakischen Finanzminifter R o w a k zum Abschlnst^^zv btiNjgen. < i AtzaMiste«d'0Mstirtik. in^Brrlö en. i <vviu^t (VW'; 4/tyv;i.wM^viv. «c-viiu-vv^vjicu. utiy - 'wuwywuj / i Pete^ 'Ma. z NE. io;MtzMnd.ey.>Ärch^ 'sim'.'MUrtsortz"' -selbes 'HÄeleet.'beÄesM'.. Mäznew' ryatik und widnzete sich dem Lehrberufe. Maznew war^ schon als Student- Anarchist, Und trat, nachdem er jeiuent '• zivilen Berufe entsagte, an die Spitze einer bewaffneten Anarchistengmppe, die bald da, bald dort ihr Unwesen , trieb und der Schrecken.der Bevölkerung und der Behörden wurde. Wiederholt rüstete die billMrifche Regierung m i l i t ä r i s ch e, E x P e d i t i o n e n gegen Maznew u nd dessen Bande ans, ohne daß es gelungen wäre, seiner habhaft zu werden. Die Industriellen in G a b r a w o und viele andere reiche Leute zahlen Maznew'freiwillig einen regelmäßigen Tribut, um rncht gebvandschatzt zu werden. Bor zwei Jahren fand zwischen der Bande Maznews und einer K a v a l l e r i e a b t e i l u n g ein mörderischer Kampf statt, der mit der Niederlage des Militärs, endete. Im Vorjahre gelang es, Maznew - gefangenzunehmen. Auf dem Wege nach Tirnowa eskortierte eine Gendarmerieabteilung Maznew. Plötzlich tauchten zwanzig bis, au die Zähne betvaffnete Leute auf, entlvaffueten die Gendarmen und befreiten Maznew. Dieser Tage wurde die Leiche Maznews gefunden. Ob er ein natürliches oder ein gewttltsames Ende gefunden'hat, fft noch unbekannt. Die Durchführu«gsbestimW«ngen zu den neuen Devifenverordnungen. Die Devisenzentrale hat im Einvernehmen mit dem Finanzministerium ' die D ur ch fü h ru'n gsch e st immungen zu dech neuen Brrordnnngen auf dem Gebiete des Devisenverkehrs erlassen. r Die wichtigsten Änderungen gegenüber denr bisherigen Rechtszustande sind, wie die „Wiener sonn-und Montasiszeitung^ erfährt: a) die Einführnng der Ex p o rt v a lu t a - Abgabe p f l i ch t für Waren nnd Wertpapiere, b) das Berb ot des fr'eien Han de 1 s in ausländischen Zahlungsmitteln und der Vermittlung von solchen Geschäften, e) das Berbot des RronenVerkaufes an daS Ausland, d) die Vorschrift, daß protokollierte Kaufleute ihren Bedarf an ausländischen Zahlungsmitteln bloß fü r b e r e i t s g ek a «f t e W a r'e n, . welche innerh ä lb de r n ä ch st e n zwei M on ate bezogen werden, eindecken dürfen, e) das dön Ausländern bisher zugestandene freie - Berfügüngsrecht über ihre legalen Kronenguthaben bleibt 4> ihnen wie bisher gewahrt, sie können daher dieselben auch jederzeit in ausländische Zahlungsmittel. wieder uw- ' wechseln. Dagegen bleibt die Erteilun g von Kronenkre>ite» je-licher Art an AuL^ l a n d e r, da sie für unsere Wirtschaft' höchst schädlich - absylut verbot«^