Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1251 (25.7.1922)
- Date
- 1922-07-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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M. 1251 Wiek, Dienstag M Brief noch dem sonstigen Auslände .300 A. kosten. Selbstredend werden auch die Gebühren für Postanweisungen, Geldd'riefe, Rekommandationen, Exprchzustellung, Drucksachen im allgemein«!» vervierfacht. .. ' . . Die Gebühren für die Teilnehmer am Telephonverkehr sollen, wie bereits berichtet, um 152% auf 75.000, IM.OOO und BOO.OOO K.» ab 1. September d. Z., die Sp-eckgebühren ab 15. August um 200% erhöht werden. Die definitive Entscheidung über die Tarife wird das Finanzminisierlllm nach Anhörung der wirtschaftlichen Korporationen ireffer. Die Gerüchte über die TuLakregie. Derzeit kein Berkanf geplant. Präsident Löffler des Roichsverbandes der Trafikanten \itt uns mit, das; .er beim Bundeskanzler Seipel vorg.» sprachen habe, um eine dezidierte Auskunft über einen Verkauf der Tabakregie zu erhalten. Bundeskanzler Seipel erklärte folgendes: Gerade in dem jetzigen Moment könne von einem Verkauf der Täbak- Vrgie nicht gesprochen werden, da vor einigen Tagen mit der österreichischen Sektion -der Reparationskommission bindend vereinbart wurde, daß zur Erlangung der Ententekredite die Einnahmen der Monopole herangezogen werden können. Ein BerHauf des Ta'baknronopols könnte erst daun erfolgen, bis neue Vevein'barungen mit der Neparaticmskommission getroffen werden, was derzeit nicht beabsichtigt sei. Tatsache ist, daß sich viele Personen wogen des Verkaufes des Tabakmonopols bemühen, und 'daß in Regierungskreisen der Wunsch vorherrscht, die Tabakregie aktiv zu gestalten. Der Mord in SiMMerinZ. Geständnis der Mörderin. Nach vielen vergeblichen Veosuchen, Frau Mtschvfskh Ml Geständnis zu bringen, hat sie sich endlich gestevir nachmittags zu einem solchen herbsrgelassen. Sie sollte gerade wieder nach einem — den: x-ten — ergebnislosen Verhör in ihre Zelle Kurückgeführt werden, als sie sich die Sache überlegt' und eine, wenn auch rückhältige, Schilderung ihrer Tat gab. Nach ihrer Darstellung qualifiziert sich diese nicht als Mord, sondern als Totschlag. Ihr Gatte soll von der herabfallenden Tür erschlagen worden sein, die sie mit voller Wucht, weil er sie nicht in die Wohnung lassen wollte, ausgerissen habe.' Als sie erkannte, daß ihr Mann tot sei, habe sie- Angst bekommen, und die bekannte Verstümmelung der Leiche vorgenommen, um sich ihrer besser entledigen zu können. Erleichtert oder reuevoll hat. sich Frau Mlksrbl'stky «ach dem Geständnis nicht gezeigt. Ihr einziger Schmerz, dem sie in allen ihren Verhören leitmotivartig immer wieder Ausdruck gab, galt ihrem — gestohlenen KLaschtrog. Dieser Diebstahl hat die Frau außer Rand und Band gebracht und war nach chve-r Darstellung auch die Werj anlassung zu der letzten ehelichen Szene, die einen so gvcvnen- . vollen Abs chlrrß gesunden hat. Erster österreichischer Hilfsverrin fkr arme kranke Jude«. Schonin den letzten Jahren vor dem Kriege kannte man in Wien den Jammer großer SPrtalsnot. Jetzt aber ist diese infolge 'der allgemeimn Verelendung, welche alljährlich viele Tausende aufs Krankenlager zwingt, .viele Tausende von Heimen zur Krankenpflege unfähig, gemacht hat, ins' Grenzenlose gestiegen. Ein Oesterveicher kann lömmechm «och hoffen, wenn die Krankheit ihn nicht m kurzer Frist fällt,, seine Angehörigen nicht m ihren Bemühungen erlahmen, SPrtalshtlse zu finden. Aber alle die ärmeren Juden, die schon so lauge in Wien wohnen, aber Anfällig nach ebnem mrdeven Nachfolgestaat zuständig sind, lveil die bekannte Optionspraxis ihr Oesterve-ichertum nicht am ernen nen wollt«, haben, sobald sie arm sind, keinerlei Anspruch auf Hilfe. Sie sind Ausländer^ müssen selbst die Spitalskosten bezahlen und zwar die der. zweiten Klasse, die heute täglich 800 0' K. betragen. , . Es gibt infolgedessen fast in jede-r Straße Wiens einen schiVerkraq-ken Juden ohne jede Pflege. Einmal hudelt es sich um eine Witwe mit mehreren Kindern, die infolge der ■v Unmöglichkeit,' einen Platz, im Spital zu erlangen, von der Gefahr dauernder Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit bedroht ist, einmal mn einen Familienvater, einmal um einen Jungen, , der, wenn'er sich operieren lassen könnte, seinem Beruf erhalten bliebe. Nirgends sehen btefe Opfer der Zeit und der politischen Umstände Rettung,idenn auch der „Erste österreichische Hilfsverein für arme kranke Juden", der seit vierzehn Jahren jüdischen Patienten Plätze im Spital versorgt und für die Heilkosten auskomnrt, droht zusaMnenzubrechen. Noch stehen ständig ' fünfund z >w a n zig der Aevmften und HtlfebMrstigsten unter seinean Schutze,' Nx»8 monatlich eine Ausgabe von 6,000.000 Krone«' erheischt; aber ringsum sicht Inan 'Existenzen zusammenbrechen/ Leben erlöschen, die gerettet werden, könnten, wenn jeder jüdische Bruder, jede jüdische Schwester sich dem so wichtigen Vereine anschließen und ihn durch Spenden Unterstützen würde. Tretet daher dem „Ersten vstdrreichischen .Hrlfsverein für arme .kranke I u d e n", Wien, 2. Bez., Untere Augartenstraße Nr. 13, bei. Der Ehrenpräsident: Oberrabbiner Pros. Dr. P. H. C Hajes. Der Vorstand: Dr. Julius Fl es ch, Dr. Karst N a t.ä n s o n, Regievungsvat Rudolf Taussig, Dr. Moritz Kellner, Siegmund A l e k s a n d r o w i c z, Dr. K-avl Blum.- Spenden nimmt die Administration . .der,Miener Movgenzeitung" entgegen. Wsiettev MoMnzeitütttz.__ MteilMgar aus dWIMMn. Ätmy Newmann Heinrich Jung Koiomeji Oallzicn) K6smark (Slowakei) Verlobte Wien, im Juli 1922 «zzg Heu eröffnet! SchuhSiaus „Zum Str*aflenhof“ Wien,11«, TÄ@rstr. . 24 a HerPGH-s, DAMtzK-, h h und GesetEscBiaffts*2&|||!,|{jg @ in erstklassiger Ausführung sss konkurrenzlosen Preisend 515 Ein j irdischer Heimkehrertransport. Keirte, ys7 lltzr abends, geht ein .tzeiindebrerzng mit über 500 jüdischen Kriegsflüchtlinge» aus Galizien vom Nordbahnhof ab. Morgen folgen uetkrre, Transporte. * Das Neueste ist... Das'Neueste ist nämlich d-cr Boamtenabbau. 'Er ist die Rettung Oesterreichs, die einzig sichere, die einzig mögliche Rettung. Wenn sie auch nicht durchführbar ist, so ist sie doch wenigstens halbwegs durchführbar, das heißt bis zur Gründung eines Amtes für den Beamtenaböau und bis zu wunderhübschen Darlegungen vor ,der Oeffentlichkeit. Die Wiener Bevölkerung ist in angenehmster-Weise angeregt und beschäftigt. Teils damit, zu-berechnen, wieviel die Abfertigungen den Staat kosten, teils damit, festzustetten, wieviel durch den Abbau erspart werden wird. Jeder gemischte Warenhändler, der ein und fünfachtel Häuser mit Früchtenzuckevln, Lebzelt und Polentägrieß, der „grad ansgegangen" ist,, zu versorgen hat, jeder Gastwirt, der einem ebenso weiten Sprengel die unentbehrlichsten Nahrungsmittel, wie Tveberschmps und Markersdorfer, liefert, kann von der Höhe seiner -sozialen Notwendigkeit auf die Beamtenfchmarotzer effektvoll herabblicken und sich die schöne Pose des nützlichen Arbeitsmannes neben der hosrätlichen Drohne leisten. Die Hosräte a. St. schüttelten erst besorgt die Barte, die Hosräle u. St. kratzten in Ermangelung solcher Bärte, bedenklich das amerrkamsch-glatte Kinn. Aber sie haben-sich beruhigt. Denn es gibt berücksichtigungswerte Fälle neben der kaiomschen Strenge. Also wird abgebaut. Man weiß nicht wie, wann, was, wo — aber es Mrd abgebant. Herr Wbkurkä erzählt voll Stolz - dem Herrn Pimperlhuber der Regierung große Tat. Und die Wiener Bevölkerung ist hinsicht-ilich ihrer Ansicht über den Beamtenabban in zwei Lager gespalten. Die. einen sagen: nützt's nix, so schadt's nix, die anderen: 's is a Hetz und kost' n it viel. In der Zeitung aber steht zu lesen: Mit unerschütt- .lichem Vertrauen, tief durchdrungen, von Wert und Bedeutung der Maßnahme folgt -die BevölkeMng... ' Kater Murr. * Erinnerung an Boris Goldberg. In diesem Aufsätze (Nr. 1249 unseres Blattes vom 23. Juli) soll es statt Klötzel richtig K l a tz k i n heißen. * Abstürze im Naxqebieke. Wie uns aus Wr.-Neustadl berichtet wird, sind am Sonntag nachmittags die Leopvldine W 1 a s s a h aus Wien und kurz daraus der Beamte der Bivwu. Dovert-Werke in Wien Franz Süß abgestltrzt. Beide blieben tot liegen. * Entführte'Kinder.- Sonntag wurde der Polizeibehörde angezeigt, daß dine mittelgroße Frau mit blauem Kleid und schwarzem Hut gestern nachmittags vor 'dem Elternhaus,' 20, Bez., Dammstvaße 21, zwei spielende Mädchen, die achtjährige Hermine Dunkler und die fünfjährige Grete Eermak, weggelockt hat. Die Frau soll dann mt'iden Kindern, -die bärfuß waren, in Döbling gesehen'worden sein. . * KohlendiebstLhle im Brunner Nordbahnhof. Die Brünne.r „Lidove Novrny" nnlden: Die Brimner Polizei hat fsstgestellt, daß im Brunner Nordbahnhos drei Jahre hindurch Kohle im Werre von 1,884.000 tschecho-slowakischen Kr inen gestohlen wurde. Es wurden 18 Personen Verhaftet und gegen 12 weitere die Strafanzeige erstattet. * Ein Millioneneinbruch auf der Pratcrstraße. In der Zeit vom 22. d., 6 Uhr abends, .bis 24. d., halb 9 Uhr vormittags,/ -würde Jwrn Kanal, aus das ^welengeschäft des Moritz'Oest r rce'i ch er, 'Praterstraße 18,' erbrochen. 'Gestohlen wnr-den etwa 15 Kilogramm Silberwaren i-m Werte 'von etwa 10 Millionen Kronen. Darunter, befinden sich: 2o silberne Zigarett-endosen, 100 Stück ^silberne Eßbestecke (Firma I. C. Klmkosch), ein silbernes Mokkafervice für sechs Personen, ein Tee- und Kaffeeservice süv IL Personen, ein -bis fünf Merne Damenhandtaschen, zwei FvühstückgarMturen,- einige silberne BonbonnievLn ujw Bei d-.r Durchsuchung des Kanals watvde-n einige Silbersachen, die die Täter Mf der Flucht verloren haben dürften.- gefunden,'sc 37 Stück silbernes Eßbesteck, drei große silberne Tassen und^ verschiedene kleine Silbergegenstände. Für die Zustandebringung des gestohlenen Gutes' ist eine Be» lohmmg von drei Prozent bis ’ zu-m Höchstbetrage von einer Million Kronen auHgesetzt. Zur Warnung für Geschäftsleute, Wie berichtet, treibt sich eine Schwindlerin in Wien , herum, die sich ' bei Göschäfts» leuten emfindet und ihnen Gegenstände, die zur Reparatur erliegen, unter dem Borgeben-entlockt,^sie sei eine Verwandte des Bestellers. Der Inhaber der Firma Man dl e i. in der . Postgasse, dem sie einen grünen imprägnierten Gummimantel entlockt hat, hat auf die Ermittlung der Schwindlerin und Zustandebri-ngung des Gummimantels eine Belohnung von 50.000 Kronen auSgesetzt. ' * L6)lechies Wetter. In Oesterreich hat sich das Wetter verschlechtert. 'Vorgestern , und gestern kam es vielfach zu 5 .GMiM'Nr : Wt. Mr Einsetzen MsMer WM- M es. _25. Fnli 1SZS Seite 5 wesentlicher kühler geworden. Auch int übrigen Mitteleuropa herrscht kühles, meist trübes und regnerisches Wetter. Vorhersage: Veränderliches Wetter, zeitweise noch R'ögen in örtlich verschiedener Menge, ziemlich kühl, Winde wechselnder.Richtung. * Dem aUgemerkie» Wunfehs -er nestlichen Beurkre Rechnimg tragend, eröffnet der friih.ne Besitzer des Caf4 „Neubauhvf"^ Kerr Paul Ovoezynski, im ZUahof, Mariahilfersiraße 86», eine koicbers Restauration. Für vorzügliche Küche sowie aufmerksame Bedienung wird gesorgt, Vereine, Vorträge und Verfammluugen. > V o r t r a g O t t.o L a n g. Der bekann!e SLriststellek Kerr Olko L a n g , wird morgen, 7 Uhr abends, im Saale des NiederöslerreiLifchen Gewerbevereines. I., Eschenbachgasse 1, in einem Vortrag ein offenes Schre den an den FinanzminifterS-egur bekanntgsben und weiters darstrllen, wie unserer Not sofort ab?eholsrn werden kann und muß. Eintritt frei. Briefkasten der Redaktion. B. G. Sie können überzeugt sein, daß im Sinne ihrey Wünsche alles unternommen wurde, was möglich war^ Sie müssen auch gegebenen Situationen Rechnung trageni,' Der Betrag wurde seiner Bestimmung zugeführt. — R.,12, Wegen der Transporte erhalten Sie im zionistischen! Bureau, 2. Bez., Taborstraße 20 a, Auskunft. Dokuments sind notwendig. — K., Prag. Die gewünschte Adresse lautet: 1. Bez., Bauernmarkt 24. — M. M., 10. Das Einreisevisum müssen Sie sich bei der dortigen österreichischen Paßstelle gegen Erlag der Gebühren besorgen. ' - WÄhKemrd Kunst. Ehr««g Perez Hirschheiss ln Lrmderg.! (Von unserem Lernberger Korresponideuten.) . Der gefvierte Dramatiker Perez H i r s ch b e i n war ge« .legentlich der gestrigen Aufsührung seines Dramas „Die grüne' Wiese" -durch «die Wilnaer Truppe Gegenstand großer Ovationen, Hirschbein war auf Emladung der Direllian hier eingetroffen,,! um der Erstaufführrmg s>e>ines Stückes beiz-uwohnen. Es war einer der schönsten Abende, den uns die Wilnaer Künstler ge-.! boten hr'ben. Man hatte den Cindrttck, daß all« Sch-auspiel-er unter dam suggestiven Ei-nftusse ^es Dichters ihre Rollen mit erhöhter Vollendung wicderga'ben. .Nach dein Ende des dritten' Aktes bereitete düs PMÄum dem Ggst, der auf dev Bühne. erschien, eine stüvinische Kundgebung. Ansprachen hielten Direktor Maz-o mr Namen des Wi-lnaer Truppe, Dr. Anselm Kle>imnann im Namen der jüdischen Presse und des Literatendeveins, ferner ein Vertreter der. Arbeiterbi'chne und andere, Hirschbein, 'dem zahlreiche Blumenspendm und Adressen über-, reicht wurden, dankte grri'chrt -und hob die. Bedeutung der jüdischon Schriftsteller G-äliziens für die Entwicklung der jüdischen; Kultur und des jüdischen Theaters hervor. de« Lhester«. ' In der Volksoper geht heute Bizets „Carmen" mit Fra« Gelter in der Titelrolle in Szene. Als Don Jose setzt Herr Kammersänger Karl Jörn von der Metropolitcm-Oper in New-Äork sein Gastspiel fort. Den Escamillo singt Herr Hagen,, die Mioaela Fräulein Huber. Dirigent Herr Leo Kraus. — Moraen wird „Ein Maskenball" mit. Herrn Schlusnus als Reme gespielt. , . .. - .In der nächsten Zlufführung von Puceinis „Madame Butterfly" welche Donnerstag den 27 .Juli stattfindet, gastieren Frau Fried! Böhm vom Deutschen Landestheater m Prag als Cho-cho-san und Herr Anton Ludwig vom Nationalthetaer. in München als Linkerton. - Im Rdtmundtheater wurde.der Gastspielvertrag' Mit Franz Glawatsch fiir die Operetteuposse „Die Liebe geht um" von Robert Stolz, die täglich mn halb 8 Utzr abends zur Aufführung gelangt, bis. 15. August verlängert. Den Amor spielt auch weiterhin Fini Zernitz, die Veronika FräUldiitt Rosl Loihner. - Im Johann Strauß-Theater gelaugt die Operette „Ihre Hoheit — die Tänzerin", auch lveiter täglichen der Besetzung der Echausführimg zur Wiederholung. Eine neue Bialik-AnsgaVe. In den nächsten Tagen erscheint im R.. Löwit-Verlag, Wien, eine neue Ausgabe ausaewähler Gedichte Bialiks.. Die Ue-bersetzung besorgte Ernst Müller. Gerichtssaal. Der LebensMiLLelwNchep. '.Der GemifchtwarenhäMer Johann König war beim'' Strafbezirksgerichte -1 wegen Preistreiberei aygeklagt, weil er im Apri-l d. I. Emmentalerkäse um 6600 K. pro Kilogramm verkauft hatte. Der Angeklagte erklärte, der Gewichtsverlust durch Ei-ntrocknen nötige die Händler, bei- Hartkäse einen 27proZentigen Gewinn zuzuschlagen. Demgegenüber bezeichnet die Preisprüfungsstelle einen nur 20prozentigen Gewinn für! zulässig, weil durch sachgemäße Aufbewahrung der Gewichtsverlust sich auf ein Minimum reduzieren lasse. Der Richter Landesgerichtsrat Dr. Benes ch verurteilte den Angsklagten zu 48 Stunden Arrest. Der Bevnrte-ilte meldete die Beruftnrg an. Sechs Häuser und keine Wohnung. Der Fabrikant und Besitzer von sechs Häusern Edmuu-d L r ens e r kündigte .in einem seiner Häuser dem Architekten - Rudolf Fels e n st e r n die Wohnung, um dieselbe. seiner Tochter, einer Lehrerin in Liesing, zwecks Eheschließung mit einein Atzgersdorfer Lehrer, zuweisen zu können. Der Gekündigte bestritt den dringenden Eigenbedarf des Klägers, da Braut und Bräutigam in Liesing ihren Lehrberuf ausüben und eS Sachs, der Geiinvinde Liesing sei, ihren Lehrpersonen eine Wohnung zn- . zuweisen. Das .Bezirksgericht erklärte die Kündigung, für u n- , Ä ir kja^m^ da keine Notwendigkeit hesteh^ ' Paß MsingrL,