Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1247 (21.7.1922)
- Date
- 1922-07-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Wien, Freitag Mene« Morgenzeitung. Ein Canova-Relies aufgefunden. In der ungarischen Geneinde Gy 5 mrö wurde ein eingemauertes Marinorrelief geiunden, ein Origmalwerk von C a n o v a, das einen trauernden Genius 'davftellt. Das Werk wurde Ende des achtzehnten Jahr- -underts von der gräflich Wartenslebenschen Familie der kdirche zur Aufbewahrung, übergeben und um die Mitte des »origen Jahrhunderts eingemauert. Eine ukrainische Ausstellung in Berlin. Der Verband icr ukrainichen Hoimarboitergenossenschaften in Charkow, die ,UkrajinkustarsPrlka", die die handwerkliche und künstlerische Betätigung insbesondere der Landbevölkerung zusammenfaßt, »eranstaltet im Berliner staatlichen Kunstgewerbemuseum eine Ausstellung von Bauernarbeiten. Es werde fast ausschließlich Erzeugnisse der Jahre 1921 und 1922 gezeigt werden: Teppiche, Stickereien, Keramiken, Schnitzereien und Puppen, vor allem rus den Landschaften Podolion, Poltawa, Charkow und Kiew. Gerichtssaal. Die Ermordung des Juweliers Adler. In: Haufe Schönbruunerstvaße 190 int 12. Bezirk wurde am 25. November v. I. eine grauenhafte Bluttat Vori'vbt. Der Goldarbeiter und Uhrmacher MaxisnMan Adler wurde in seinem Laden ermordet aufgefunden. Wenige Minuten nach der Tat gelang es, die beiden Mörder, den 34jährigvn, nach Mnihöf, Bezirk Oedeuburg, Mündigen, landwirtschaftlichen Arbeiter Joses Miletics und den 26jährigem, in Füles, Bezrri Oedenburg, geborenen Kellner Jakob N eüb au er fest-' zun-ehmen. Gestern hatten sich die beiden. vor dem Schwurgericht unter Vorsitz des Hofrates Dr. Hotter wegen Raubmordes zu veräntworten. Zuerst winde Miletics in Abwesenheit des Mitangeklagten vernommen. Er bekannte sich auf die Frage des Vorsitzenden schuldig. Im Gegensätze zu feinem halben Geständnis in der Voruntersuchung leugnete der zwoite Angeklagte Jakob Ütoubauer jode aktive'Mitwirkung an dem Morde. Die Frage des Präsidenten, ob er sich schuldig fühle, boantwortete' Neubauer mit einem entschiedenen Nein! Die Verhandlung wurde am. Abend zu Ende gefiihrt. Das Urteil. Die Geschwornen beautwovteten die auf, Raubmord lautende Schnldfvage für den Artgeklagten Miletics mit 11 „Ja", für den Angeklagten Neubauer mit 12 ,Ha". Ans Grund dieses Verdiktes dc-rurteiilte der Gerichtshof beide Angeklagte zu lebenslangem, schwerenKerker. MAetics und Ne-u-bauer nahmen den Urteilsspruch gefaßt entgegen. Miletics hielt sich Bedenkzeit offen. Der V-ertoidiaer' des Neubauer meldete die Nichtigkeitsbeschwerde und d'-' ruftrng an. Volkswirt Gestempelte Krone — —.02 (Senn-us Auszahlung Wien —.01^ Centimes. Ln Zürich notierte die österreichische Krone . . . -.01*/4 (-.01V, am 19. Juli) die österr. geltemvelle Krone. — 02 t-.on/« < am 19. Juli) die tschechische Krone .... 11.60 (11.65 am 19- Luli) die Mark.. 1.- ( 1.07'/, am 19. 3uli> Agram.. 1.52V- ( 1.52'/. am 19. Juli) Sofia ... . 3.27 ( 3.30 am 19. Lullt Budapest.. 0.38", ( 0.39V, am 19. Juli) Warschau. 0.09 ( 0-09'/, am 19. Juli) Weiterer Rückgang der Devisenkurse. Obwohl gestern kein Börseverkehr statffand, wurde doch der Clearing der Devisenzentrale abgehalten. Hierin drückt sich nicht nur formell die Loslösung, des Bahrten-' geschäftes von der Börse aus, sondern dieser Vorgang hat auch materiell seine Begründung in der Notwendigkeit, Handel und Industrie täglich mit den notwendigen fremden Zahlungsmitteln zu versorgen, da sonst hei gleichzeitigem Ausfall des Clearing- und des Bhrseverkehrs eine Unterbrechung in der Befriedigung des legitimen Bedarfes eintreten würde. Bor der Abschaffung des freien Devisenhandels wurde der Ausfall des Clearings an börselosen Tagen nicht so störend empfunden, da man sich im Verkehr von Bureau zu Bureau.die fremden Zahlungsmittel beschaffen konnte, während fetzt nach der neuen Verordnung der Verkehr von Bureau,zu Bureau ausdrücklich verboten ist. Künftig wird daher täglich, mit Ausnahme von Samstag, der D e v i s e n c l e a r i n g a b g e h a l t e n werden. Die gestrigen Notierungen zeigen eine weitere Ermäßigtlng der Preise der frenrden Zahlungsmittel: Dollar 36.794 (gegen 37.544 am 19. d.), Pfund 164.575 (gegen 168.225), Schweizer Franken 7048,75 (gegen 7237,75), tschechische Krone 817,40 (gegen 835,90), Reichsmark 69,95 (gegen 78,70), polnische Mark 6,33 (gegen 6,88). Dieser Rückgang der fremden Zahlungsmittel ist um so erfreulicher, als eine Kürzung der Zuweisungsquote nicht erfolgte, sondern der legitime Bedarf voll befriedigt wurde. Allerdings wurde jeder, der zur Bezahlung von Schaumweinen und französischen Seidenstrüknpfen Devisen in Anspruch nehnren wollte, unnachsichtig zurückgowiesen, und das nruß auch in Zukunft geschehen. Die niedrigeren Notierungen der Devisenzentrale hatten ihre Stütze in der Besserung der österreichischen Zahlungsmittel in Zürich, wo die gestempelte Krone sich auf 0,0175, Auszahlung Wien auf 0.02 erholte. Auch in Amsterdam, Prag und B e rl i n hatte die Krone gestern Besserungen zu verzeichnen. Nachstehend die amtlichen Devisenkurse: Veröktenllieliürix 6er vevisenrentrale vom 20. Juli* 1922. Devisen (Schecks utid Aus- ' Kur« v. w. Juli . Zahlungen) fuß 0e,d Wnre . Qeld War# Amsterdam {; 1 holl. Gulden . 4V, 14387.50 14342.50 147'7.50 14752.50 Agram 1 jug. Kronen . . . . 6 105.97 106.03 110.47 .110.53 Belfernd > VInar ...... 6 423.88 424.12 441.88 442.12 Berlin l deutsche Reichsmark .. 5 69.95 70.05 , 78.20 78.30 Brüssel 1 belgische Francs. . . 4•/, 2934.50 2935.50 30(9.50 3010.50 Budapest 1 Ungarische Kronen , 0 25.97 26.03 28.72 28.78 Bukarest 1 Lei ... . . . , 6 Christiania 1 norweg. Kronen . 51/, 6174. - 6176.— 6149.- 6151.— Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 8023.75 8026.25 7973.75 7976,25 London 1 Pfund Sterling ... 3 164675.- 164725.-168273.-168325.- Madrld 1 Pesetas ...... 5'/, 5798.75 5801.25 5673.75 5676.25 Mailand I Lire .; . . . . . 6 1674.70 1675.30 1749.70 1750.30 New York 1 Dollar. 4 36494.- 37fofi,-.37744.- 3775L- Baris I Braves ...... ] 5 3084.50 3085.50 3231.50 3235.50 Prag 1 tschccho-slow. Kronen . 5 819.90 820.10 837.40 837.60 Sofia 1 Lewa .6'/. 224.45 230.05 249.95 250.05 Stockholm t schwcdischeKronor . 4*/. 9523.50 9525.50 9698.50 9701.50 Warschau t polnische Mark . . 7 6.38 6.12 6.91 6.95 Zttrich 1 schweizerische Francs . 3V, 7C98.75 7101.25 ' 7248.75 7251.25 Noten Amerlkan. Noten V. 5 Dollar auiw. 367941- 36806.- 37544.- 37556.- . ,> , kleinere ... Belgische Noten 100 Francs . . 2919.50 : 2420.50 2989.50 2990.50 Bulgarische Noten zu 1000 Leva . 224.95 225.05 . 241.45 241.55 » . » 10Q- « ». , , kleinere. , . Dlnische Noten 100 Kroner . , 7938.75 7941.25 7898.75 7901.25 Deutsche Noten zu 1000 Mark. , 69.05 70.05 78.70 78.80 . » kleinere.... Engl. Noten von 5 Llvrest. aufwr. 164575.- 164625.— 168225.— 163275.- „ „ kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . 3069.50 3070.50 3219.50 3220.59 Holländische Noten ICO Gulden . 14247.5C 14302.50 117'7.50 14722.50 Italienische Noten v. 100 Lire aufw. 1649.70 165C.30 1729.70 17.30.30 . . „ , kleinere . . . iugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar 421.33 421.62 439:33 434.62 429.88 430.12 436-88 437.12 » „ kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . 6034;- 6101.- 6079.- 6081.- Polnische Noten v. 500 Mark au'w. 6.33 6.37 6.88 6.92 » , kleinere .... Rumänische Noten zu l0O0 u.5OOLel 227.94 228.06 .224.95 225.66 ' , ' , kleinere . . . 219.94 220.06 Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel . . . * 100 . , , kleinere . , Schwedische. Noten . 100. Kronor . Schweizerische Noten iOO Francs 9423.50 9426.50 Ocfl3.50 95t 1.50 7043.75 7051.25 7237-75 7241-25 Spanische Noten 100 Pesetas . s Tschacho-slow. Not. v. 1000 aulw. 5718.75 5721.25 5613.75 5616.25 817.40 817.60 635.90 836-10 . ' ' , kleinere . . ' HRear.Noten tneueFm.l za IOO) Kr. 26,09 26.15 28.87 28.93 , „ zu 10.004 Kr. , . , kleinere . .... ■ — BanknotenAMlarrf: 616 Milliarden Kronen. Der Ausweis der Oesterreichisch-ungarischen Bank nach dem Stande vom 15. Juli zeigt eine Steigerung des! Banknotenumlauses in der zweiten Iuliwoche um 33.98! Milliarden auf 616.8 6 M i l l i a r d e n Kronen. Das i kommerzielle Portefeuille ist um 22.2 auf 213.77 Milliar- ' den Kronen neu gestiegen,, an Staatsschatzscheinen wurden > 25 Milliarden neu begeben; ihre Gesamtsumme beläuft sich, derzeit auf 436.9 Milliarden Kronen, doch haben sie; 1 noch nicht, ganz den Weg zur Nojerrpresse gefunden. Der! : Met all sch atz werft eine Zunahme von 241.601 auf 1.34 Millionen Kronen auf; berechnet man den für Zollzahlungen festgesetzten Kursen repräsentiert er einen Wert von 6.2 Milliarden Kronen. Neuerlicher Kurssturz der Reichsmark. Die Mark ist gestern neuerdings auf den internationalen Plätzen znrückgegangen; m Zürich fiel sie van 1.075 auf 1 (nach 0.98), in Amsterdam von 0.525 auf 0.48. Dieser Rückgang ist auf die Schwierigkeiten zurückzuführen, denen die Erfüllung des deutschen Moratoriumsansuchens begegnet, und im Zusammenhänge damit gab es gestern in Berlin wielderum eine stürmische D evi se nh ausse, wobei der Dollar zettwerttg 533 notierte und sich schließlich bei 520 behauptete. Orientbank. v. D. Organ sierte Zivn'slen. wetcke Anskünste über den Bezug von Aktien der Orientbank A G. wünschen, erhalten dieselben beim Sekretärin des zioniiiilchen Landeskom't'e«. II., Taborftaße 20X, ab 10 Ilhr vormittags. Wiener organilierle Zionisten werben ersacht. sich persönlich ein-, zufinden, da f rfftücfce Auskünfte vorläufig nur an Zionisten in der^Pronjnz gegeben werden. Der österreichische Finanzplan und die jugoslawischen Unternehmungen. Aus Laibach tmvd berichtet: Im „Slovenski Narod" wird die Regierung ersucht, jene Unteruchmungen, die. formell ihren Sitz in Wien haben, deren Arbottsgebiet aber in Jugoslawien liegt, vor den Lasten des neuen österreichischen Finanzgesetz-es zu schützen, um die wirtschaftliche Schwächung dieser Untern>chinnngen zu verhüten. (Mit diesen Lasten ist /die .ZwangAM-eiihe gemeint; sollte die jugoslawische Regierung wirklich einen Versuch machen, die evivähn-ten Unternehmungen zu schützen, so kämen zu den mnerpobittschen Schwi-rvigkeffen der Sanivwng noch auswärtige hinzu und der Ertrag der Zwangsanleihe würde eine Schmälerung erfahren. Der Friedonsvertrag bietet aber fremden Staaten keine Handhabe, sich in unsere Steuergesetzgebung eiuzimrischen. Sollte jedoch Jugoslawien, an dessen Widerstaiild die Aushebung der Generalpfandrechte bisher scheiterte, trotzdem einen solchen Versuch machen, so wäre ein Entgegenkommen der österreichischen. Regierung in der Zwangsanlleilhesrhge nur um den . Preis von Konzessionen JugoslaNsivns in der Pfandrechtsfvage diskutabel.) . Airglo-Oesterreichische Bank. Die Frrmaänderuug in Anglo-Austrian Bank Limited, Niederlassung Wien, wurde nunmchr beim Handelsgericht eingetragen und damit erscheint die Sitzverlegung dieses Instituts vollzogen. Zu Nepräsoutanteu für den inländischen Geschäftsbetrieb wurden die bisherigen Mitglieder des Generalrates: die Herren Paul Engel, Gustav Korner, Dr. Wilhelm R o s e n b e r g, Hugo Schwarz, Dr. Hans Simon/ ferner Dir. George Malcolm Bonn g, C. B. bestellt, während Herr Ä7ax Eavaler de Anhauch als Repräsentant für Rumänien fungiert. Sämtliche Direktoren, Direktor-Stellvertreter, Prokuristen usw. wurden in ihrer Funktion bestätigt und werden die neue Firma in der gleichen 21. Juli 19224 Nr. 1247 Weise kollektiv zeichnen wie bsher die Firma der Anglo, Oesterreichischen Bank. Aktiengesellschaft der Liesinger Brauerei. Gestern wuvd> unter dem Vorsitze des Vizepräsidenten Hugo Büchner eim Sitzung des Verwalbungsvates abgehalten,. in welcher ein, Trauerkundgebung für den verewigten Präsidenten Dr. August M i l l e r - A i ch h o l z stattfand. Anschließend, daran wurde Dr. Heinrich M i l l e r - A i ch h o l z in den Berwaltungsrat kooptiert und zmn Präsidenten der Gesellschaft gewählt. Simmeringer Maschinen- und Waggonbait-Fabriks-A.-G. Unter dem Vorsitze des Präsidenten. Direktor Maxim« K r a ß n y - K r a s s i e n fand gestern die 53. ordentliche Ge« neralversaurmlimg der Aktionäre der Maschinenmid Waggonbau-Fabriks-A.-G. in, Simmoriug, vormals H. D. Schmid, statt. Wie aus dem GeschästsbeM)te zu entnehmen ist, ist die Simmeringer Fabrik in allen AbteiilungM noch voll beschäftigt und mit Aufträgen für mchvvre Monate verschon. > Im Königsselder Unternehmen war cs tmtz der allgemeinen Depression in dar lTschocho-Skowakei möglich, die Umsätze des avgelausenen Geschäftsjahres annähernd ans der Höhe des Borstchres zu halten. Insbesondere ist es hier gelungen, durch Speziaterzeugnisse aus dem.Geb>iete des Mo. toven- und Kranbaues einen teTweisen- Ersatz für das Ausbleiben der staatlichlen Waggon>aufträge zu finden. Die in Vorlage gebrachte Bilanz, welche mit einem Reingew'in« von '398.84 Millionen Kronen schließt,. wurde mit Stimmeneinhelligkeit genehmigt und dem Verwaltungsr-ate das Absolutorium erteilt. Vom Reingewinne wurden 35,000.000 K. als ittemunevation für gesellschaftliche Angestellte sowie zur Dotierung des UnterstützungsfoNds. für invalide Avbeiter und 100 Millionen Kronen fiir den Ernenerungssond ausgcschieden. Wettets wurde beschlossen, eine Dividende von 300 K. Pro Aktie auf >das gesamte Aktienkapital zur Verteilung zu bringen. Die Generalversammlung beschloß weiters.die Erhöhung des'Aktien kapitas von 125,000.000 K. aus 625.000.000 Kronen durch Ueberstellung des Betrages von 500,000.000 K. .aus dem Kapitalsre>ervefonds aus Aktioukapitail-Konto und A u f st e m p e l u n g des Aktü'Nnominales von 200 K. auf 1000 K. sowie die damit im Zusammenhang stchenden Statuteuänderungen. - Das statutenmäßig ausschoidonde Mitglied des Berwaltungsrates Herr August Lederer wurde wiüder- und die Herren Generaldirektor Adolf Fr,ei und Direktor Arthur.Kubic neu in den Berwaltungsvat gewählt. Die österreichischen Export- und Importwaren. Die dieswöchentliche Nummer des „Handellsmusoum" enthält eine instruktive Zusammenstellung der österreichischen Export- und Importwaren, sowie hauptsächlich Transitartikel unter Hervorhebung der Herknnfts- und Bestimiinurilgsländer, worauf Interessenten besonders aufmerksam gemacht seien. Ein weiterer Artikel bchandolt die Schwierigksiten der tschechischen Baumwollindnstrie. . .. Wiener Herbstmesse. Die Platzanweisungeir Kr die Wiener Herbstmesse sind in sämtlichen Messehäusern (Messetpalast, Neue Hofburg, Rotunde) abgeschlossen. Die Versendung der.Zulassungsbestätigungen wird im Lause dieses Monats erfolgen. Die umfangreichen Adaptierungen und Zubauten im Bkessepalast schreiten so rasch vorwärts, daß mit ihrer Fertigstellung bis 1. September mit Sicherheit zu rechnen ist. Der Verkehr mit Zement. Heute gelangt im Bamdesgesetzblatte eine Verordnung des Bimdesministerinms für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten betreffend Aushebung der Verordnung des Handelsministors vom 22. Dezember 1917 (Regelung des Verkehres mit Zement), zur VevöffenNchung. Güterverkehrseinschränkung auf den österreichischen Bundesbahnen. Wegen Güterstaimng mußte mit sofortiger Wirksamkeit bis einschließlich 26. d. die Annahme von Erlnnd Frachtgutwagenladungen in österreichischen Stationen, nach Stationen der Strecke Amstetten—Klein-Reifling sowie von Sondungon inr Durchzuge über diese Strecken eingestellt werden. Weiter mußte wegen Stauung in der Strecke Z e l t w e g—L a v a m ü n d die Annahme von Eil- und Frachtgutwagenladungen mit Uebergaug Lavamünd nach Jugoslaivien und darüber hinaus eingeschränkt werden. Gründung einer Holzaussuhrsettion in Prag. Wie uns ans Prag gemeldet wird, hat sich an Stelle des derzeit sich in Siqu'ibation beftndlichen Ausftchrverbandes der tschecho-ftowakischen Holzindustrie in Prag eine H o l z a u s f u h r s e k t i o n innerihalb des Verbandes der tschecho-slowakischon Importeure in. Prag gebildet. Diese SekiE hat den Zweck, durch gemeinsames und'einheitliches Vorgehen.den. gesamten Holzexport der tschecho-'slowaküschm Republik ans eine gesunde Basis zu stellen und mit kaufmännischer Solidität in einer eiicheitlichen Richtung M sichren. Die Sektion, -welche als eine selbständige Mteilung des vorgonannten Hauptverbandes der tschechoslowakischen Importeure und Exporteure ein-gsrichtet wurde und bereits ihre Tätigkeit aufgenomnien hat, hat ihren Sitz in Prag, 2., Jcmia 3. StabUifierAng der Aubelllttrses. M o s ä a u. 13. Zuli verspätet) (Rosta-Wien). Die Staatsbank zahlte am 1. Juli 1982 «n Äubeln li Rudel --- 10.000 alter Währum): ür 1 Vsund Sterling 1080 Rubel (am 9. Juni 19231060 Rube>). für 1 Dollar 230 ,240), für 1 kanad. Dollar^ 210 334). für 1 sranzö>. Frank 20 (2N. für 1 sckwed. Krone 56 (61). für 100 deutlche Mark 88 (83), für 100 polnische Mar i 6 (6), (iic 100 cslwsche Mark 50 (46). für 100 lettische Rubel 80 (55). für 1 Zehnrubeiooldstück 1200 (1250). lür 1 Silberrubel 50 (54). Der Vergleich des Kursstandes vom 9. Juni mit dem Ausweis vom 1.' Lult zeigt eine Stabilisierung des R u b e l k ü r s e s. Die Staatsbank^ hat ihren Diskont ermäßigt und wird bis auf weiterer für befristete und -un» besrtstelele. Einlagen 1 °L monatlich zahlen. Vom 1. Juli an Nimmt die Staatsbank Einlagen ans 1 bis 3 Monate an. die in Papiergeld eingezahlt und zum jeweiligen Tageskurs in Goldvaluta gebucht werden. Für diese Einlagen zahlt die Staatsbank 4% (jährlich). Handelsverkehr mit Spanien. Laut Mittolluua foex Kummer für Handel, Gewerbe mrd Industrie in Wien sind nun-