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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-19 · Heft 1245 (19.7.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1245 (19.7.1922)
Date
1922-07-19
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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ttote 8 Wiek, Mittwoch u^-et der^ verdienstvollen Regie Richard Weicherts war zurleich der Abschiedsabend eines Teiles unserer Lederttendsten Schauspieler: Jakob FÄdhammrr, Robert' Taube. Gerda DiüUer gehen nach Berlin. Frida Brod (ssrne Schwester Max ^rodS) nach Zürich. Mit Karl Ebert rmd Ebelsbacher der-« irnigten sich diese Vier, die in Frankfurt zu schauspielerischen jZersönUchkeiten. herangereist sind, noch einmal zu Men; unver- Michen Abschiedsabend im Saalbau. — Die Theaterserien »pachten zunächst das Gesamtgastspicl der Rotieröühne-tt> Berlin (ResideUz-, Tvianon« und Kleines khealer).-Die lieferten dem Fraiüfmter Publikum den Nachveis,- wie Delikatesse lund nnsentimentale. echte Menschlichkeit »U§-so manchem fast verstmvbten Konversationsstück, noch herruszuarbeiteü Möglich 4ss.. Schnitzlers. „Das weite Land" war-nur eine Folie für die großen Darftellungsgaben serene Tr.ie.sch' und Arnold Korffs, der als Regisseur das 8gnze feinfühlend leitste. Auch aus WildeS „Eine Frau »hne Bedeutung" schufen die beiden Künstler im Berei« dem übrigen Berliner Ensemble aus einLm geistveichelnden Lalqnstück ein erschütterndes Drama. Das Gleiche gilt — wenn »uch nicht .im gleichen Matze — für ady Windmeres ch e r" . eirmn erfolgreichen?lbend, der hauptsächlich der Zpielle-itiM Alfved Rätters und dem reichen Komren Wer- Rer W esti^r h o l d t s und Carola T o e l l e s zu danken ist. ^-7 Während der Saison gestierten: Richard Feist als Michael Kramer, er.erwies sich als ganz vorzüglicher Charaktevschaup^jic,r. Sodann, wäre noch 'der mittelmäßige Klosterbruder des Herrn Bunze in „Nathan der Weise" zu vermerken. Dr. Roberf Weiß. Ares de« Theater«. In der D o l k 8 o p e r gcht heute PuceiniS „Tose a" nkt Fräuloin Rantzau in der Titelrolle in Szene. Den Cavarawssi singt Herr I. Guttmann als Gast; den Scarpia singt berr Hagen. In den weiteren Partien-wirken mit Frau Blecknan und die Herren Markowsky, Eckner, Männling, Zebisch rrtd Weber. Gastdirigent: Herr Egizio Maflmi. — In der norgen stattsindenden Aufführung von Verdis „T r o u b a- »our", in welcher Herr Heinrich Schlusnus von der Berliner Staatsoper als Graf Luna sein Gastspiel beginnt. veraMiedet ich Herr Kammersänger Karl Jörn als Maurico vom Wiener Publikum. Gastdirigent: Herr Egizio Massini. Im - Bürgertheater werden morgen „Die Ylocken von Corueville" gespielt. Preisa«Sschreibe« d«S Wiener jüdische^ Gesangvereins. Der Wiener jüdische Gesangverein schreibt einen für jeder« nann.zugänglichen Konkurs f ü r d i e b e st e st i l i st i s ch e Bearbeitung jü.di sch er Volkslieder für Chor ruS. Bedingungen: 1. Die Bearbeitungen können für drei-, »ver- . ^nd mehrstimmigen Frauen-, Männer- und gemischten 8hor a capella - sowie mit. Instrumentalbegleitung jeder Art -.Papier, Orgel, Orchester, usw.) gesetzt sein. 2. Es werden drei khrenpveise im Betrag von 30-DoO, 20.000 und 10.000 Kronen verliehen. Der Vorstand des. Wiener jüdischest -Gelangvereins behält sich, vor, diese Beträge entsprechend her valutarifchen Verhaünisien zur Zeit dhr Verleihung zu erhöhm. 3. Die Jury besteht aus Herrn Prof. S.'Braslavsky als Vorsitzenden und mehreren fachkundigen Mitgliedern,"welche' vom Wiener jüdischen' Gesangverein gewählt werden. 4. Die Unzureichenden Werke dürfen weder gedruckt noch jemals aufgeführt worden sein. 5. Die Einreichung erfolgt an Herrn Dr.'E. Schubert, Wien, 1. Dez.,' Tuchlaaben 8, bis spätestens 15. September d. I. unter Decknamen, Mit einem gleichlautenden Decknamen ist' ein 'geschlossener, dem Manuskript beizufügender Briefumschlag zu versehen, dar-Namen und Adresse des Einsenders zu enthalten hat und erst nach Verleihung der Pooise geöffnet werden wird. 6. Die prämiierten Werke geleit in das Eigentum des W. I. G. V. über und werden von diesem aufgeführt. Der W. I. G. V.' behält sich vor, auch nicht prämiierte Werke zwecks Aufführung vom Komponisten zu, erwerben. 7. Die Jury beendet ihre Arbeit bis spätestens -15. Oktober und die nichtprämiiert'^n Werke können bis zum 81. Dezember d. I. in der obgenannten Kanzlei abgeholt werden. Auslandstournee der Moskauer Habimah. Wie I. C. B. meldet, soll die rühmlichst bekannte hebräische Dheatergesellschaft Habimah in Moskau dir Erlaubnis erhalten haben, eine Gastspielreise nach Europa und Amerika anzutreten, unter der Bedingung, daß sie wieder. nach Rußland zurückkehre. Die Ausreise der Gesellschaft, von deren künftleviischen Leistungen bisher so viel Rühmliches'ins Ausland'gsdvungen '-ist, soll zusammen mit dem Künstbcrt'hMLr Stanislawskis, .einem der bedeutendsten Förderer dar Habimah, angetreten werden. . Die Heimkehr der Warschauer Gobelins. Die Sowjedveyiernng gibt jetzt, gemäß den Deftimimungen des FriÄ^nsver- ' träges, von Riga, vre ngch Rußland ' gsbrachten Polnischen Künstschätze zurück. So ist eine Sendung mit kostbaren Möbeln aus dem Warschauer Kvni-gsschloß und aus hem Sommer- - Palais Marienski, das sich König StaniÄaus Ponratowski ge- . baut hat, nach Warschau odgegangen. Schwieriger. war die■: Herausgabe der Pracht vollen Gobelinsammlung zu erreichen, die seit dem 16. Jahrhundert Eigentum polnischor : Könige tvar, seidene, mit Gold, und Silber durchwirkte. Bildteppiche nioderiändischer Arbsit.. Unter den 186 Teppichenist t am kostbarsten eine Serie, di« „Sündstut", die sich zeitweilig in Danzig 'befunden-hat. Sie war 4m '17. Jahrhundert' von der . polnischen Krone in finanzieller Not an Danzig als Sicherheit '. für »irre Anleihe verpfändet, und wurde- 'im .18. Jahrhundert i nach Begleichung der Anleihe nach 'Warschau zurückgsbvacht.' ' Maxim Gorki, der sich -längere Zeit in Berlin äüfhielt, - reiste stach' Petersburg,' ist aber neusvdnigs in Berlin eisige- ' troffen, 'um dovt' Aufenthalt zu nehmen. Man wollt« 'ihn in - Petersburg verhaften.; - ' Richard Strauß ist nach siebc-njähriger Pause vor daS ' Publikun, seiner Heimatstadt M ü n ch « n getreten. Cr begleitete J einige Gruppen seiner Lieder, -die Gisa Berg mann vollendet - sängi Dträuß, der stürmisch gestiert wurde, blöibt -bis -zw den j SLl.chstrger Festspielen in. Garmisch und arbeitet on «irrer ntrien Oper. . ' ' WreZjlev Msetzenzeitung. ^_ Gerichtssaal. Geschäftliche KSsse. Die Damenfchneidorin Anna M. brachte -Hegen ihre Wohnnngsgeberin, di« Bankbe-amtensgLttin Marie Eisler, beim Strafbezirksgericht 1 eine Ehrenbeleidigungsklage ' ein, weil dir Geklagte ihr vorgehalten habe, sie empfange Herrenbesuche und ertverbe auf verdächtige Weise ihren L-cbe-usuntorhalt. Die Geklagte erklärte bei der gestrigen Verhandlung, .ihr'. Mann habe der Klägerin gesagt, er dulde in feiner Wohnung di«. Herwilbesjlch« nicht urchr, worauf. hie Klägerin eowidertv, das .seien geschäftlich« B.ef u ch e, und sie 'könne 'übtügens in ihrem Zimmer machen wassie wolle, das gehe niemand etwas an. Der Gatte der Geklagten bestätigte dies als Zeuge und fügte hinzu, er könne au „geschäftliche" Besuche nicht glauben, weil bei den Besuchen deutlich Küsse gehört wurden. Die Klägerin, gleichfalls äls Zeugin vernommen, gab an, sie sei vom Mietamte, wo sie als 'Wohuuugsuchende -vorgemerkt war, „i n diese Woh n n n g g e s e tz i" worden. Die Geklagte Hab« es sehr übel aufgonommeu, daß sie von Etswogen eine Mitbewohnerin in ihrer Wohnung bekommen- und habe sich redlich bemüht, ihr das Wohnen daselbst so unangenehm als möglich zu machen. Wenn sie sich auch alles gefallen ließ, -weil oben «ine andere Wohnung absolut nicht zu bekommen fei, so brauche sie sich dochnicht auch -den schwerwiegenden, unbegründe-ien Vorwurf der Chelentc gesall-en zu lassen. Sie. sei 61 Jahve alt und -die Herrenbesuche seien geschäftlicher Natur. — Richter: Sie sind aber'doch D a m o n schnsidevin. — Zeuge: Und die Küsse? Sind die auch geschäftlicher Natur? (Heiterkeit.) — Der Richter, Landesgevichtsrat Dr. Grün, sprach die Geklagte frei, well Aussage gegen Aussage stehe, und im Zweifel zugunsten der Geklagten entschieden werden müsst. Volkswirt. Gestempelte Krone ----- .017/8 Centimes Auszahlung Wien ----- — .OIV2 Centimes. 3n Zürich notierte die österreichische Krön: .... —.01 (—.017* cm 17. Fuli) hie österr. gestempelte Krone. -0 V (-.02 am 17. Juli) die tschechische Krone .... 11.70 (11.70 am 17. Juli) die Mark. ..', 1.13 (1.15 am 17. Juli) Agram. .. 1.52V2 ( 1.54 am 17. Juli) Sofia ......... ( 3.30 am 17. Luli) Budapest . . .- . . . . , . 0.41 ( 0.40 am 17. Luli) Narschau. . ... - . . . 0 097» ( 0-997, am 17. Luli) Ohne Kronenstabilisierung keine . SMiMNg^ . . . Von Rechtsanwalt Dr. Siegfried Pistmer. Der neue Finanzplan enthält wohl manche Momente, die für die Stabilisierung und Sanierung der Krone von Belang sein könnten,, doch können diese allein für sich dieses Ziel nicht erreichen. Die Errichtung der Notenbank, die Erhöhung der Steuern, der Beamtenabbau können solange keine Wirkung haben, dis nicht die Krone stabilisiert ist. Die Stabilisierung der Krone muß das Primäre sein. Denn ohne Stabilisierung ist jede. Budgetierung unmöglich. Aehnlich wie in einer Privatwirtschaft nur daun ordnungsgemäß gewirtschaftet werden kann, wenn der Besitzer die Einnahmen und Ausgaben, die Zlktiven und Passiven kennt, so muß - auch die Grundlage eines jeden Finanzplanes' vorerst die genaue Feststellung der Hohe der Einnahmen und der Ausgaben der Aktiven und Passiven sein. Erst wenn die Einnah-' men und die Ausgaben feststehend sind, kann man daran gehen, finünzielle Maßregeln zu treffen; solange dies nicht,der Fall ist, ist jeder Finanzplan ein Lavieren im Dunkeln, zumal sich der Wert der Krone fortwährend verschiebt und mithin auch die Ausgaben und Einnahmen des Staates ganz unvorhergesehene Aenderungen erfahren. Der österreichische Finanzminister müßt« als erste ünd grundlegende Maßnahme die Stabilisierung der Krone durchführen und erst dann zw anderen Reformen übergehen, denn sonst sind seine sämtliche» Bemühungen selbst bei' den besten Ideen zur Erfolglosigkeit verurteilt. -0 Man muß sich aber doch darüber klar werden, daß eine natürliche Stabilisierung der Krone momentan nicht zu erreichen ist, zumal.derzeit und auch auf unabsehbare Zeit die politischen und volkswirtschaftlichen Verhältnisse nicht -danach angetan sind. E's muß daher zu einer künstlichen, dauerhaften Stabilisierung geschritten werden. Sie könnte etwa auf folgende Art erreicht werden: Der derzeitige Banknotenumlauf beträgt zirka 600 Milliarden. Es müßte nunmehr von einem kredit- und vertrauenswürdigem Institut die Berpflichtung übernommen werden, , die umlaufenden Kronennoten gegen Schweizer Franken in einem schon jetzt festzusetzenden Verhältnis nach etwa einem Jahre einzulösen.-Mit Rücksicht auf die . ^inzwischen im Inland eingetrotene Anpassung an die Weltparität, -die in manchen Artikeln sogar , schon überschritten ist, wäre ein Kurs von 3 Centimes für je 100 Kronen als Grundlage anzunehmen. Die Verpflichtung zur Einlösung sollten die Großbanken übernehruen. Damit «eine solche Hastmrg'für bst Ein-.- lösung der Noten übernommen-wird, müßt« bei dem betreffenden Institut für die umlaufenden Noten durch den' Staat der entsprechende Betrag in Schweizer Franken oder . in gleichwertiger Dollar- oder Pfundvaluta, beziehungsweise in anderen sogleich realisierbaren Goldwerten erlegtwerden. Um den jetzigen Banknotenumlauf zu decken, würde man 200 Millionen Goldfranken benötigen: . ’ . . . .'^s müßte ferner die weitere Aasaabe von _19. Juli 1922 Nr. 1245 Banknoten nur.gegen Einwilligung des Instituts erfolge^ welches die Ausgabe von weiteren-Banknoten nur in dem' Maße zulasseu wird dürfeu, als. ihr für die neugedruckterr Bayknoten der entsprechende Gegenwert in Goldvaluten erlegt werden wird. Die bisherigen Banknoten höre« dadurch auf, Geldzeichen von u n gewissem,' schwankendem Wert zu sein.und zu Anweisungen ans eine feste stabile Valuta, zahlbar nack> eine m I a h r e, Durch diese Maßnahme würde .-die Staats- und Privatwirtschaft zurück in normale Bahnen gelenkt werden.. Bisher ist -die ganze Privatwirtschaft auf das Sinken der Krone eillgestellt, fast alles beruht, auf das Spiel mit der Krone. Ist die Krone einmal stabilisiert, dann hören die gewaltigen Valutaschwankungen ans, es hören aber auch die Preissteigerungen und großen Preisschwankungen auf. Der Staat kann eine normale Bilanz aufstellen und endlich ans richtige Wirtschaften darangehen. Erst dann kann ein genauer Finanzplan aufgestellt' werden. Es sei noch bemerkt, daß der Staat bei einer Zwangsanleihe die. Verpflichtung übernehmen müßte, die Anleihetitres nach Aufhebung der Generalpfandrechte einzulöse«. Auch nur ein Teil der Aktiven des österreichischen Staates würde bestimmt hinreichen, um die Anleihe zurückzucrstatten. Durch eine solche. Verpflichtung würde der Zwangsanleihe, beif Erfolg beschieden fein. Auch ist der Vorhalt, daß durch eine Stabilisierung eine Jndustriekrise und Arbeitslosigkeit ein» treten werden, nicht begründet. Die Industrie und die Arbeiter werden sich den geänderten Verhältnissen leicht anpassen können, und müssen. Erst nach Festlegung der Krone sollte man darangehen, die Notenbank ins Leben zu rufen, wobei d i e n c u e Einheit durchaus nicht der Goldfranken s.einm n ß. Es würde momentan genügen, wenn in Oesterreich als Einheit etwa der fünfte oder besser der zehnte Teil eines Goldsranken als Einheit gelten würde, dies sowohl ans wirtfchaitlichen als auch ans psychologischen Gründen. Cprozentige Schatzscheine Emission 1922. Arik dem 31. Juli 1922 wird -die Ausgabe der laufende.» Serie 1922—1 der sechsprozentigen österreichischen Staa-tsschatz« fcheme, die seit. 1. Februar 1922 im Gange ist, geschlossen. Ab 1. August 1922 wird mit der Ennssion einer neuen Serie von sechsprozentigen SchatzscheMon der Serie 1922—2 begonnen, -deren Rentabilität sich, wenn der Inhaber die Schatzscheine ein Jahr lang behält, bis 7,4 Prozent erhöht. Sie sind vom 1. August 1922 dabievt, mit Zinss6)einen fällig.am 1, Februar -und 1. August, versehen, und geilang-en spätestens am 1. August 1928 zur Rückzahlung. Sie. können von: Jnha-beir jederzeit für den ersten Tag des der Kündigung n-achfolgeudM vierten Ka-len^rmonats zur- Rückzahlung zum Nennwerte unter den für die Kündigung der sechspr-oMtigen Schatzscheine der Serie-1922^-1 vor.geschriehmen Modalikäteü Mkmidigt. werden,, Sie sind bei der Staatszeutralkasse in Mion, dem Postspar« kasscnamte in Wien, der Oesterr.-imgar. Bank, HauPtansbAt .Wien, sowie bei den Kreditinstituten und Sparkassen erhältlich und bei der Oesterr.-üng. Bank je-dorzvit eskomptderbar. Mit Rücksicht auf den noch zu Recht bestehenden GSkompte-Zinsfuß von 7 Prozent der Oosterr.-amg. Bank wird auch den Erwerbern der neuen Serie 1922—2 von sochsprozont’ijjen österreichischen Staatsschatzschoineu, die sich der Titres : innerhalb Jahresfrist seit. Ausgabe der Titres nicht entäußern, die .den Inhabern der bisherigen Serien von fechsprozentigen österreichischen .Sta-atsschatzscheinen unter gewissen Vorans- . setznngen bewilligle weitere Bonifikation von je einem VieriÄprozent des Nennbetrages zrLgeftanden. Luxuswareneinsuhrverbot in Jugoslawien. Die Inter« «ssentenkreise werden von der Wiener Hq.ndelska.mmer aufmerksam gemacht, daß — entgegen einzelnvir Zeitungsnachrichten — das iugoslawische Einftrhrver'bot derzeit noch m Kraft steht. Di« Praktische Aufhebung wird erst mit der Erlassung der erhöhten Luxusivareiveinslrhrzölle durchgeführt werden. Wieuer Warenbörse. , Dir Unsicherbeit auf dem Devisenma,bte rief naturgemäß auch auf der geskriegen Warenbörse Preisschwankungen bervor. Nach einigen Gattungen Cßemitzalien bestand rege Nachfrage wie zum Beispiel nach Ammoniaksoda transit und loko, Soda Die., Essigsäure, KristaModa mit Ausfubr. Nigrosin. OxaisSuxe. Kaliumpermanganat, DenzinsSure, Benzoes. Natr., Agar Agar und Äartosf Wrkemehl. . Aus geboten wurden: Alaun in Stücken zil 2l Mark transit Wien. Bittersalz chem. rem zu 6 Mark irnnfit Wien. Bletzucker raff, krist. rein weiß zu 60 Mark., Borax ln Stücken zu 68 Mark. Cblorkalk HC/U5 zu 10.50 Mark ob Salzburg transit. Chrvmkali zu 100 Mark transit Wien. Essigsäure chem. 80% zu 4750 K.. Gummr cad. zu HO Schilling pro 1- 0 Kg. transit Wien, Harz inl. transparent zu 1601K.. Paraffin 59/52 weiß 390 poln. Mark ab Petrovkc» Salzsäure 29/22 techn. rein. zu 7 Mark Wien ex Ballon. Schellack T. N. or. zu 410 Echllling transit W'en. Blockswefel zu 1109 K. verzollt ab Wien. Terpentinöl Wr. Neustadt zu HOtO K., ruff. kriställweid zu 1159 poln. Mark. Carnauba Wachs zu 195 Mark transit 4Uen. Javan Wachs pro cwt. zu 89 Schilling transit Wien, Montan-Wachs 39 Mark, Prrierswalder-Kronen Zlnkweck zu!2 tschech. K.. Pottasche 96,98 zu 57 Mark transit Wiey. Braunstein l. 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