Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1242 (16.7.1922)
- Date
- 1922-07-16
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Rr. 1342 Wien. Sonntaq Ms der Volksoper. Es ist der Volksoper pcXuuflcn, den I ^tften Bariton der Berliner Staatsoper, Heinrich Schlusnus, der soeben für die Titta-Ruffa-Rollen an die Metpopolitan- Oper engagiert wurde, noch für ein Wiener Gastspiel zu . gewinnen, welches der Künstler Donnerstag. den 20. d. als Luna in „Der Troubadour" beginnt. Schalom.Asch ln «Uglisch. Der Verlag Fisher Unwin hat soeben eine englische Ausgabe des bekannten Werkes von Schalom Asch „Onkel Moses" erscheinen lassen. Die ' Kritiken - der - englischen ..PresseMer. das Buch sind durchaus ermunternd. Der Kritiker des „Obfevver"- znm Beispiel schreibt: „Die Athmosp'häre des Buches ist erstaunlich. Auch ist es der beste Fund Fisher Unwins -in ton letzten Jahren." ---//WtzriMssM. Der Aaudmord in der Sch^rrbrnnnerstraße. - Am nächsten Donnerstag werden sich vor ton Geschwor-. nen tor aus. dem BurgenLgnd gebürtige Landmann Josef ' Milet ics' und ' der Kellner .Jakob Neubauer wegen Raubmordes zu verantworten haben. Die.beideu Verbrecher haben am 26. November v. I. den Goldarbeit er Maximilian Adler in der Schönbrunnerstraße 190 in grausamer Weise'- durch Schläge auf den Kopf und Ersticken mit einem Knebel e rmor d et und Geld sowie Schmucksachen' im Werte von nahezu zwei Millionen Kronen geraubt. Sie wurden wenige Minuten nachher, als sie aus dem.Geschäfte flüchteten, auf der. StvLße' sestgenommen. Angesichts der brütenden. Beweise' — die' gan^e Beute wurde bei ihnen gefunden — legten sie sofort ein ' volles Gestädnis ab. Den Vorsitz in der' Schiourgerichtsver-" Handlung wird Hofrat Dr. Hotter führen. Zwei Manier als Parteien in einem Ghetrennungsprozesse.! In einem Ehetrennungsprozeß^ der gestern., in zweiter. Instanz das Oberlandesgericht beschäftigte, war sowohlaus der Klägerals auch auf der Anklagebank ein Mann zu finden, und damit chatte es folgendes Bewandtnis:. Die Eheleute, Ferdinand und Mlhelinine R. hatten sich seinerzeit nach acht-, tägiger Bekanntschaft geheiratet. Genau so lange dauerte die. Ehe selbst. Nach acht Tagen'ging das Paar aufeinander und ließsich einverständlich scheiden; später folgte dann die Ehe-' trenrrung durch das Zivillandesge-richt. Sowohl der Mann als:- auch die Frau erbat, und erhielt schon vor dem 'Trennungsurteil die Dispens von dem damaligen Landeshauptmann, und beide gingen eine Dispensehe ein. Nun brachte aber der Che-' bgudsverteihiger vorschriftsmäßig die Berufung gegen das Ehetr^ynungsurteil ein und darüber fand gestern vor dem 'Ober-' lchtdesgerichfe unter. Vorsitz.pes Hvfrates Or. End er die BerhÄh«yjgv.staÜ..^Me.geschiedenes Frau E-MM/eWinen mW - hatte ihren Dispensgatten zur Verhandlung entsendet, der auf tor Klagevbank Platz nahm. Mss der Angeklagtenbank saß der geschiedene'Mann^ semekseM MÄssalls Wpenschegatte. Die beiden Dispensmänner . hyttenerstz gestern' im Gerichtssaal Bekanntschaft Kmächt.'' ^r'MetotndSverleidiger beantragte die Aufhebung des Ehetvennungsurteiles tos Zivil- - lattdesgevichteS und. Abweisung des Chetrennungsbegehrens, weil die Unüberwindlichkeit der gegenseitigen Abneigung nicht nächgewiesen sei und bei einer achttägigen Ehe auch nicht nach-- gewielen werden knne.. Der Vertreter - tos getrennten und dispettsverheirateten Ehemannes erwiderte, es sei nicht Nur die Kürze tor Ehe, sondern auch die Kürze tor Bekanntschaft vor der Ehe in Betracht zu ziehen. Es sei ohne weiteres zu gauben, daß ein Paar, das sich erst Tage kennt, nach achttägiger Ehe daß ein Paar, das sich erst acht. Tage kennt, nach achttägiger Ehe tnennungsurbeiles hätte zür Folge, daß die Frau zwei rechtmäßige Ehemänner — ihren geschiedenen Mann und ihren Dispenschegatten — und der Mann zwei rechtmäßige Frauen — seine geschiedene Frau -und seine Dispensehegattin — hätte. Der Berufungssenat gab der Berufung des Ehebandsverteidiger's keine Folge und bestätigte das Ehetrennungsnrteil, well die Unüberwindlichkeit 'der Abneigung schon dadurch erwiesen sei, daß tor Mann eine, andere Frau, die Frau einen anderen Mann gesucht und gefunden hat. IBörsen-KommlsslonsgeschSft und Wechselstube MAG ID ft Co. | Wien* l-y. Hohenstaufengasse 11 4027 « - --- , n i ’ . . ..„.' Volkswirt. Gestempelte Krone —.02 Centimes. AuszahMrg Wien --- — Centimes. Sn Zürich notierte Sie österreichische Kronr . . . -.01-/»- (-.01-/. am 14. Fuli) die kslerr. gestempelte Krone. —.02 (-.02 am 14. Juli) die Isct ethische Krone .... 11.75 (11.— am 14. Suli) die Mark. 1.18 ( 1.11: am 14. Suli) Agram.. . . 1.52»/, ( 1.55 am 14. Suli) Sofia .......... 3.30 ( 8.30 am 14. Juli) Budapest ......... 0.12 ( 0.42V, am 14. Suli) Warschau..... ... 0.08»/, ( 009'/, am 14. /Suli) Kritische Streiflichter. Ern zusammengeschrumPftcS Vaterland und eine Anwartschaft auf Kredite brachte der Oesterreicher aus dem Weltkriege heim. Es war sein Verhängnis, daß im Friedensvertrag, der sich doch sonst ' über Sentimentalitäten skrupellos hinwegsetzte, zwei so diametral entgegengesetzte Dinge, wie die Schaffung- Politischer, durch . Bajonette festgelegter Grenzen, mit Versprechungen,, die der Achtung vor der Humanität zu entspringen schienen, zusammengekoppelt wurden. Mit dem versttiflimelten Vaterland würde sich, der Oesterreicher vielleicht schon ausgesöhnt haben, wenn die Kredite nicht gar so. lange aus sich hätten _Wipn^MMenzeituttS. ,_ _ warten lasseDHDkölaH erschöpfte sich dw ganze Kunst unserer StaatsnEnner. Win, ''m den Hauptstädten der Entente zu.werbeilMamfl/dersjnss/in, einer Stunde, in welcher dürEein nienMM^ÄZührest der ^egftrede der anderen verklärtMrdeNMchW' äüsMtWe!Wechsel ein-" gelöst werde. Aber 8er Wechsel, ist nicht eingelöst, sondern immer wiederprolönigiext. Wöpden/Die,.Kürzung der Gesamtsumme düM irWvischest auMezahlte Teilbeträge wird .von dem ohnrstachtigHr Gläubiger wenig beachtet, von dem Schuldner aber,' der großen Entente) sehr hoch veranschlagt. So schreitet dchin'-'der Oesterreicher> der nvch immer an die Humanität dev anderen''zu glauben geneigt ist,' als Träumer von Krediten! durch W/WAh/'üM sich-"bisweilen in 'einen mit Gbit^ der Entente 'und' den Valutenkursen hadernden Ankläger zu verwandeln. » ... ... V . . . Heute möchte man Wohl einsehen — Zeit wäre es schon 7—, daß es schade «wgr um die Mühe, die auf die Realisierung - der Kredite verwendet wurde, Um die Energie, die vergeudet.würde,.-.um.pem Gedächtnis derjenigen aufzuhelfen, die ihrer Versprechungen vergaßen, Aber auch für-ein Volk ist es schwerliebgewordenen Hoffnungen' und Wünschen zu entsagen, und >sospuken dien Kredite noch immer in Pen . Köpfen herum. Nach der Feststellung' des Bundeskanzlers,, daß sowohl die Mächte als auch die privaten..Gruppen, , mit. denen wir in Verhandlungen stehen, uns sagten, daß sie uns jetzt im Augenblick nich,1 , d ie Kredite geben könn-. t e n, aber, später .werde, .es..möglichwerden, sollte man meinen, daß der Traum von Krediten ausgeträumt sei. Aber kaum hatte der Kanzler gesprochen, da tauchte die Meldung über eine Hilfsaktion Morgenthans aus,, die mit. einem, Kapital von 50. Millionen Dollar das vollbringen soll, was .bisher, weder den Mächten, noch , den privaten >. Gruppen, gelingen wollte. Man ergi.ng, sich, in Betrachtungen darüber,., wie die schon bestehende.oder vielleicht erst noch zu gründende Österreichische Gesellschaft es anstellen wolle, ury nach einem Jahre die oster-' reichische Industrie, wicherflüfzun.chten. Und man vergaß, darüber, daß vor dem Forum-der Pariser Konferenz das Projekt einer solchen Gesellschaft — das erste Projekt, uns zu sanieren schon vor mehr - als zwei Jahren. verhandelt worben-war und daß dje damals in Aussicht ge--, norymette internationale -Gruppe, deren Kapital von 200 NUPönest französischer Fxanken damals, als gesichert angegeben wurde, - sich gar nichts aufzulösen brauchte, weil sie sich niemals konstiturext hat. Es wäre - zu vexwundern/ daß gerade die^ Gruppe Morgenthans sich, gar nichts aüsden Generalpfandrechten, die, nachdem sie schon, so oft. aufgehobenwurden, > doch noch. nichtaufgehobensind, machen sollte- > ■ --- . >,-. - ...... , . Solche.. Pläne, untoMellmngen. mögen -einst., gut,-ge-r Wesensein^zMAufrichtunAOer Herzen, in den Woche deL. Notenbankgesetzes sind,sie ein Anachronismus, Eswar zugleich hie Woche von-Devisenkursen, die unmöglich zu machen gerade die-Notenbankgründung berufen, war.: Sie sind nicht unmöglich , gemacht worden, im GWnteil, sie scheinen dje Neigung zu haben, immer , höher , emporzuklettern'. BieMcht wird -.das/' än'derS.'/ werden,.föMd die Bank ins Leben getreten ist.! Denn siewird dafür zu-, kämpfen haben, daß /der /Kurs ihrer .Noten, wie er im' Kurs der Devisen aus Golbwährüngslänber zürn Aüs^ dmck kommt- .mindestens keine Berf.chlechter u n g erfahre. Das - ist freilich ein etwasvage abgestecktes Ziel oder vielmehr es ist gar nicht abgesteckt. Alles bleibt in Fluß und: dem Zufall ' Merlaffen, - sofern ein. für. alle-. mal nicht - bestimmt * wird), welchen Kurs die Bank zu verteidigen hat. Aber auf. das Kreditlos zumindest sollte nichts mehr..gestellt-werden, und vielleicht Wird das auch überflüssig sein, wenn-man sich doch darüber klar geworden sein wird, was man als „Verschlechterung" anzüsehen gewillt ist. Das wäre sicherlich viel zweckmäßiger als die Drohung mit' der Entziehung des' Privilegs'für den Fall, daß die Bank ihrer Verpslichttmg nicht nachkommt. Denn an der Verschlechterung des Kurses kann die Bäük nie ein Interesse habest, weil keine Notenbank an' einer zügellosen Notenproduktion interessiert ist. Diese könnte ihr nur der Staat auferlegen, also: gerade?derjenige- Faktor, der für die von chm begangenen Verletzungen des Statuts die Bank sachfällig zu machen hätte. . > Allerdings bleibt der Bank in Streitfällen der Weg zum Verfaffüngsgerichtshof offetr — wer aber bürgt dafür, daß die „höhere Gewalt" nicht schon früher die Verfassung vnd ihre Gerichtshöfe susperrdiert haben werdet Es ist kein glücklicher Gedanke gewesen,solche Dinge in das Gesetz über die Notenbank aüfzunehmen, die den Berjüngungsborn. für -unsere . Wahrung und Wirtschaft bilden soll. Letzten Endes bleibt-der Staat -Richter in eigener! Sache, denn er repräsentiert die Macht. Wenn er einen Streit Mt der Bank haben sollte," wird nicht! der., Staat den kürzeren ziehen; er wird.immer, die Macht, haben,, für bon ihm selbst begangene Sünden andere schuldig werden zu lassen. Man hat das vor kurzem erst erlebt, als! er den „bösen Willen" im - Verborgenen wirkender Kräfte für das Aussteigen der Valutenkurse trotz des inzwischen eingetretenen Rückganges der Mark verantwortlich machte. Daß aber die Erholung der Mark nicht zugleich von einer Erholung der Krone begleitet war/hat seinen Grund darin, daß die Ursachen die auf den Kurs der Kxone drücken, ungeschwächt fortwirken. Wenn der Notenumlauf in' einer Woche uni 80 und itt der nächsten wieder um 33. Milliarden dermchrt wird, so nützt keine Stärkung der- Geister, nützen keine Sanierungspläne,- sind, alle psychologischen Einwirkungen vergeblich; biedr e in e O uÄ n t'i tat erweist sich I als stärker-denn alle Diwbunüen. Hofstnmqen. und : IH. ^vli 192-2 Seite Äschwörungss-ormeln. Und so darf-man sich nicht Wundern» daß 'einem Notenumlaltf von 562- Milliarden ein Kurs von 0,01.76 entspricht/wyhrerch kaum vor einer Woche, als bloß eirt Ümlauf von 610 Milliarden vorhanden war, noch ein Kurs von 0,02 in Geltung war. ' - -- ch- . 'Je, mehr der Notemtmläüf zunimmt, desto, günstiger wird freilich das Deckungsverhältnisder vom Staate und . Finanzkapital in die Bank eingebrachten Goldeinlagen und Devisen zu den von der Bank: zu übernehmenden Kronen-! noten. Das ist Paradox, 'hat aber!gar nicht'düs Tröstliche, das man ihm zuschreiben möchte. In dieser Besserung des Deckungsverhältnisses drückt sich Mur dw Verminderung des Realwertes des Notenumlaufes aus, aber gerade darin besteht die Katastrophe her Krons. Denn sö' wie 0,01.75 für eine Krone weniger ist als 0,02,^ genau so.w!rd die. GesäMtnotenmenge bei einem niedrigeren KtonenMs'.- .weniger , wert. Es gehört nun.,M',hen ..Wsetz'en.'ber.'WeWllurse, - daß 'sie auf eine Zunahme des Notenumlaufes viel'^schneller reagieren als die Notenproduktion; Noten 'nachliesern kann, um dürch eine gvößeüe Mengrj den tmrch eine- Senkung des ' Kronenkurses hervorgerufenen Abbruch des früheren! höherön/Reqlwörkes. /hes/'r GesäMnotestMMfes? wettzu- . machen her ÄeHsekkurs kauft, der Notenproduktion stets davon, er kann sich nicht stabilisieren, solange die Quantität nicht stabilisiert ist. \ #. v '.So kommt' denn alles ans den - Stillstandder' Notenpresse an, nicht aber aus das ' Deckungsverhältnis der Noten zu den Golddevisen. Auch, die Arrsgabe bedeckter Nöten) muß M, Kftd/inWonMch!-wirken) und bas : Notenbankgesetz bietet dagegen^^ keine. Sicherüngem Der Stillstand tor Notenpresse setzt eine energische Deflations- : Politik voraus); /diese ist. aber eine MachffraS^, Daß - .der -Kampf üm den Index-ÜMrttelbar nüch deLMötenbänkaktion' eingesetzt hatte, war kAn Züfall, .sondern in der! Logik der. Tatsachen , begründet. Dennhas Jüdexshstem sichert 80 Prozent der Kevölkertzng .'gcheüAie'.Kchäden der Inflation, -und diese'"P0 OrozMffagten W^bffex..die gewisse-Wohltat Mer Sicherung m^'öre ungewisse.Promesse auf die Zukunft, die die Deflation erst Wer Leiton. der GMawart/hHäus.' GrssMt./' Ms JtzdtHystÄn-?h<zH!- der D)eflätiön.. vörläufig.k eine Niederlage, bereitet; der Karstpf. um den Index> bewies, daß^Machtkämpft/Merzeitz-auf dem Boden tor Währung - aüsgeträgen werdest. / . ' . -^-ll- '. Fortdauer des reduzierLeu Börsenver-?' - K^hrs. - In/der gestern , abgehaltenen Plenarsitzung der-.'Wiener Börsekmnmerwürde beschlossen;-ün-der. Zeit vom/16. bis 29.' d. blo^-Montag) Mittwoch und^ Freitag-BörsetorsärMl-uMenüb- , zuhalten, um "die technische Wwicklüstg tor^Gesthäste-)zst .er-- - -möglichen. Ferner Wstrto^ ejue -Meihe laufender Notie'rungs- - gesuche sowie Personalangelegenheiten erledigt. ' Ä^r VkarWur^. - - Kündigung amerikanischer Guthaben/ New Aork, 15. Juli In der- Befürchtung, daß Deutsch» : laUds 'finanzieller:ZüsammeMuch. nicht'-mehr allzu fern sei, - bemühen sich die Bankiers, ihre Mach Deutschland gewährten; Kredite nach Möglichkeit"'-,wenigstens; znm T«l herein-; z u b r i n g e n. Der Gesamtbetrag. der ausständigen Krediti forderungen wird mit' 60 Millionen Dollar b^ifferst-- Die Entente fordert eine strenge Devisenordnung. Paris, 16. Juli. Der -Berliner Berichterstatter des „Journal" berichtet seinem Blatte über die . Ergebnisse der Beratungen to§: Garantieaüsschusses. Er spricht von.der Einbringung eines Gesetzes - im - Reichstag, burch das' S p e k u l a/ tiionen in ausländischen/ Devisen verboten werden und durch das . die Veschaffung von Devisen wie während des Krieges von' der Eenehnügung - des Reichsfinan.;- ministerinms'^^abhängig' gemacht -tvitd. Annullierung der Haprtalserhöhung Vrr MM-Mürantzlev. - Budapest/ 16. Jüli. - (Mtz.-,-.Del.-Koer.-ButL)!'DaSE Han.! delsgericht hat die Beschlüsse- ^er .-Hngsttn Generalversammlung tor Rima-Mur anher A.l-G. betreffend %*■ K'a p'italserhöhung von amtswegen annulliert, mit tor Begründung, daß den neu auszugebenden 'Aktien laut Beschluß der Generalversammlung solche Vorrechte eingeräumt Mrden, die mit dem Geiste des Handelsrechtes nicht vereinbar sind. -n. . Die Kapitalserhöhung H)ans Antrag des; Wiener Bankvereins und der Pester Ungarischen Kömmerzialbank vor einigen, Wochen beschlossen worden und hatte zum Zwecke, «durch ' Schaffung/ von Bv r zu g s a k t i e n ' mit: 25fächem Stimmrecht diesen Instituten die' Herrschaft über das Unternehmen - zu sichern. Dieser. Beschluß wurde mit. .„nationalen" 'Momenten begründet, da sich vorher eine ausländische Gruppe (mansprach von Stinnes und Otto Wolf) durch Aktienkäufe auf offenem Markt bemüht haben soll, die Mehrheit der Aktien /zu erwerben und dadurch die' Herrschaft über das Unternehmen , den genannten Instituten strittig zu machen. Die Ausgabe von . Prioritätsaktien war von der Generalversammlung tnU großer MLehrhoit 'beschlossen worden, doch beschritt,Ms Minorität ton Klageweg, die nunmehr einen glänzenden Sieg erfochten hat. Börse für laadwirtschafiliche Prodnlrte. Der Markt wies gcstern '-schwächereu Besuch aus, nachdem : infolge der verkürzten Vörs-enzelt. Besucher aus dem nahen Auslände fehlen. Die Grundtendenz des Marktes war infolge dgr fortschreltenden Entwertung der Krone'sehr fest. Bei Avschlüssen wurden ln allen Artikeln schr hohe Pvesse erMt. Das