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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-12 · Heft 1238 (12.7.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1238 (12.7.1922)
Date
1922-07-12
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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'' , r ^r’ i* v ' Wft 8 SSfrti. MMWE Mener VLor^enzeltuns. 12. %ii\ 1922 Nr. 1238 ckla.rheit darüber zu haben, nn welcher Weis« der Staat In Hinkunft sein Defizit decken wird, wenn er, wie § 3 deS Gesetzes bestimmt, auf die Inanspruchnahme der Noten«, presse verzichtet. Von größer Bedeutung sei die Horgeschichte der Vorlage über die' Notenbank. Die Regierung hat den Großbanken dafür, daß sie die Mittel zur Begründüng der Notenbank zur Verfügung stellten, eines der wichtigsten Privilegien des Staates, das Notenprivilegium, zingegebcn. Das, was. die Blanken aber dafür leisten, ist r u ß e r o r d e n t l i ch w e n i g. Die Befürchtung,, das; hie Gründung der Notenbank ln dieser Form eine Societas leonina zuungunsten des Staates werden könnte,', wird'erst dann zerstreut werden können, wenn das Stacht der Notenbank insbesondere die 'Antwort ans die Frage.'gibt, ob die notwendigen Sicherungen zugunsten des Staates-gegenüber den Großbanken geschaffen sind. Die RegierUütz könnte wenigstens einigermaßen dadurch Beruhigung'schaffen, daß sie Mitteilungen in der Richtung macht,' tvann oie Konstituierung der Bank erfolgen wird und wann, insbesondere die Bestimmung des § 2 in Wirksamkeit treten wird^vouach die Bank alles aufbietcn soll, damit der Kurs der Golddevisen nicht weiter steigt. . - , . Aus den vorgebxächten Gründen können die Sozialdemokraten die Verantwortung-für dieses Gesetz nicht übernehmen und werden gegen das Gesetz stimmen. , Abg. Dr'. S ch ö'nb a u eb (Deutsche Bauernpartei) betonte, die Grundbedingung'für ein günstiges. Funktionieren der Notenbank.ist,' daß'das eigene Bankkapital hie Schulden, die der Staat'bei.'her Oesterreich isch-ungarischen Bank ausgenommen hat, vollkommen, deckt. Diese Schulden dürsten sich gegenwärtig aus. rund 400 Milliarden belaufen; Der Redner.äußerte-schwere Bedenken, ob der Staat seit dem Jndexgesetz intj Laufe des Jahres die Einnahmen selbst durch eine Anleihe so werde steigern können, daß er seine Bedürfnisse, werde befriedigen können. Ferner wendet er sich dagegen, daß man wieder zu einer privilegierten M o n o p o l'b a n k zürückkehren wolle und beantrag deshalb, im § 1' das Wort „ausschließliche" zu streichen. Wir wollen warten, bis das Statut kommt, geben aber schon heute unseren Bedenken nach den gekennzeichneten Richtungen l Ausdrück. , Bundesminister für Finanzen, Segur, wendete sich zunächst gegen den Antrag des Abg. Dr. Schönbauer, der Notenbank kein Monopol zu geben. Die Streichung des Wortes „ausschließliche" im § I. würde, der Anschauung Tür und Tor öffnen, als ob der Staat sich bei irgend jemand anderem als bei der Bank Geld verschaffen oder Staats« note? ausgeben wollen - Gerade durch das Wort - ausschließliche" soll sestge« legt werden, daß die /Notenbank die e i n z i g e Stelle ist, i dre' berufen ist, die WährUngswirtschast im Staate zu fiihren. / Wenn infolge- der Katastrophalen Wirkung des Marksturzes — es ist ja ein Orkan, den wir mitmachen — eine Valutetthausse in solchem Umfange eingetreten ist, so ist gerade das ein Orund ' mehr, die Maßnahmen des. Finanzplanes raschestens durchzusühren. / Auf die Frage des Abss. Dr. Bauer, wann die Notenbank konstituiert werden wird, antwortet der Minister,, daß Ws s oraschalsmögbich geschehen wird. Als spätesten. Terinin habe, er sich den 45. August gestellt,. ..Selbstverständlich wird mit dem Augenblick der Konstituierung/Ider Bank ihre Verpflichtung nock» §' 2 wegen Haftung fürHn Kurs der Krone eintreten. Auch aus diesem Grunde soP die Notenbank so rasch wie möglich ins Leben gerufen 'werden. - Der Minister bezeichnet^, als die beiden Zwecke der Nctcnbankgründung: d e.m Notenumlauf, der im Zeitpunkte der Konstituierung, in einer bestimmten Höhe vorhanden sein wird,'/eine.Deckung zu geben und für die Zukunft die neue' Notenbank nur gegen Deckung zu beanspruchen. Wenn mran mich nun fragt, sagte der Minister, ob wir bei den gegenwärtig konstatierten Erscheinungen mit diesen Mitteln üuskommen werden, so antworte ich: Jg. Denn ich bin der Ueberzeugung, daß, wenn die Notenbank gegründet' ist,'/ für den Fall natürlich, daß die katastrophalen Erscheinungen in Deutschland nicht andauern, eine Rückwirkung auf die valutarischen Verhältnisse eintreten muß.. Jedenfalls aber müssen wir daä Gesetz erledigen, denn, nur dann ist Aussicht vorhanden, das; diest Konsequenz eintritt, .und daß wir die Möglichkeit haben, die Atempause, von/der ich schon einmal sprach, ausznsüllen. Abg. Dr. Baue r: Der Minister hat auf die Frage, wie er seine- Staatsausgaben zu 5estreiten gedenkt, wenn er , den Zugang zur Noten Presse nicht mehr hat, und - andererseits die Zwangs anleihe nicht mehr als 400 Milliarden Papierkronen einbringt, gesagt, er sei .inUellich, der' Ueberzeugung, daß. er au-kommen werde. . Diese Ueberzeugung des Ministers kann uns, noch nicht den Mut,geben, wirklich einen Paragraphen zu beschließen, .der, wenn sich'diese Hoffnung deS Fi: c-r:Ministers als falsch Herausstellen sollte, dann einfach Bebautet, daß man die Staatseus gaben nicht bestreiten kann. Wenn nun der,. Finan^mimster sticht so öhneweiters au./kommt, wie er hofft, daM entsteht die Gefahr, daß, er doch zur.. Notenpresse wiÄ» gei^n müssen, nur daß er, tveil ihm der direkte Weg verspekrt ist, ' einen indirekten Weg öeschn-itcn ncuß, der. nntev Amständen noch viel gefährlicher sein kann und der insbesondere den Staat auf Gnade und Ungnade den Banken ausliefern muß. - Müidesminister Segu-r: Wenn man mir die Frage oorlcgt, ob ich die Verantwortung dafür übernehmen kann, daß'der Staat" mit den. Geldern auskommt, die er zur. Versü^mq haben.wirdM kann ich. daraus nur Ue Widern — beweisen läßt sich so etwas selbstverständlich nie — daß burcT) die Annahme des Finanzplanes und des Gesetzes über die Notenbank meiner innersten Ueberzeugung nach die Konsolidierung eintritt. . Das Gesetz' wurde hierauf im allgemeinen in der vom Unterausschuß vorgeschlagenen Fassung angenommen. Nach einem Referat des Abg. Abiklas wird die Wirksamkeit des. 2 e b c \\ s m i t-t elzuschußabbaug e s e tz e s^bis 1v. Oktober verlängert. Die deutsche Iwarrgsanlerhe - - Berlin, 11. Juli. (Wolfs.) Der Steuerausschuß des Reichstages hat heute die zweite Lesung des Zwangsanleihegesetzes erledigt. Die Höhe der Zwangsanleihd wurde auf 70 Milliarden Mark festgesetzt. Es wurde ein Antrag angenommen, wonach das gesamte Ergebnis der Zwangsanleihe zur Abdeckung der Sachlieserungen an die Entente bestimmt ist. Zahlungseinstellung der Südtiroler Filialen der Bank für Tirol. . Innsbruck, 11. Juli. Aus H o z e n wird dem „Allg.' Tiroler Anzeiger" berichtet, daß die Südtiroler Filialen der Bank für Tiwl und Vorarlberg die Zahlungen eingestellt und beim Bozcner Kreisgericht dje Eröffnung , des Ausgleichsverfahrensbeantragt )haben.' Ursache der Zahlungseinstellung ist das Mm ratorium. f ü r die K rieg.sanleibebelehnnngcn, wodurch der -Bank die Hereinbringunx, der Außenstände unmöglich gemacht wird. Vor einem hoLündischen - 4hErstreik. Aus Duisb u r g wird gemeldet: Das bei den holländischen Reedereien beschäftigte Schiffahrtspersonal hat durch den holländischen Transportarbeiterverbcmd Forderungen an die Uncernehmer gerichtet. Die Forderungen richten sich gegen die im vorig-'n Jahre' erfolgte ze-hnprozentige Lohnherabs e y u n g. Die Verhandlungen haben bisher zu keinem Ergebnis geführt. Die holländische Organisation wird daher in den nächsten Tagen den Streik'erklären. Tritt dieser Streik ein, dann ist das bei den deutschen Firmen beschäftigte Personal ohne weiteres gezwungen, in einen Solidaritätsstreik einzMreten. Are holländische Schiffahrt beherrscht zu vier Fünfteln den Verkehr zwischen Amsterdam und den Ruhroncn' Ein Streik würde das deutsche Wirtschaftsleben gewaltig schädigen. Kompaß, Allgemeine Kredit- und Garantiebank. In der am 10. d. unter Vorsitz des Präsidenten Rudolf Kraßl- Traißenegg abgehaltenen Verwaltungsratssitzung wurde der Rechenschaftsbericht für das Jahr 1921 genehmigt und beschlossen, bezüglich des Reingewinnes von 110,161.029 K. 43 H. (plus 106,028.847 K. 26 H.) der Generalversammlung vorzuschlagen, die Reserven mit 76,833.574 K. 68 H. (plus 74,555.313 K. 16 H.) zu dotieren, für die 25prozentige Dividende der Aktionäre (13.5 im Vorjahre) 18,750.000 K. zrr verwenden, dem zu gründenden Pensionsfonds 7,600.000 K. züznwewden, schließlich den nach 'der Bezahlung der statutenmäßigen Tantiemen verbleibenden Rest von 3,469.024 K. 88 H. auf neue Rechnung'vorzntragem Die neunte ordentliche Generalversammlung wurde für Donnerstag den 27. d. um 4 Uhr nachmittags im Sitzungssaale der Bank (1.' Bez., Wipplingerstraße 30) anberanmt. Deutschland gegen eine Zollrmd Paßabfertigung im Eifenbahnznge. Das Bundesministerinm für Verkehrswesen hat, wie das Gremium der Wiener Kaufmannschaft mitteilt, die Paß- und Zollabfertigung im Personenverkehr mit Deutschland im Eifenbahnznge angeregt. Dieser Anregung wurde jedoch seitens der deutschen Behörde nur hinsichtlich der Luxuszüge stattgegeberi, dagegen bezüglich des übrigen Personenverkehrs auf die Dauer der gegenwärtigen Paß-Aus- und -Einfuhrbestimmunhen abgelehnt. Neue jüdische Unternehmungen in Palästina. Nach dem Han'delsbulletin der palästinensischen Regierung wurden, in Palästina neuerdings folgende Firmen handelsgerichtlich eingetragen: Palästinabank für Handel und Industrie in Jaffa Kapital 60,000 Pftncd Sterling), Sägewerk Arez in -Jaffa Kapital 2000^Pfund), Lebens- und Feuerversicherungsgesell-- schaft „Union"^in Jerusalem,'Hauptsitz Paris. Eine Korrespondenzstelle des Handelsmuseums in Hermannstadt. Das österreichische Handelsmnseum teilt mit, daß es in Sibiu'(Hermaimstadt) für das Gebiet von Transsylvanien eine Korrespondenzstelle errichtet hat. Zuschriften und Anfragen wären durch das Handelsmuseum, Wien, 9. Bez., Berggasse 16, jtt leiten. De« Brrkotvinaer Zentralverband gibt den Bukowinoer Industriellen, Kaufleuten und Gewerbetreibenden in Wien be kannt, daß an jedem Mittwoch, Punkt 7 Uhr abends, im Cafe Edison, 1. Bez., Franz Josefs-Kai 13, 1. ^tock, permanent allwöchentlich der Bnkowinaer Trefftag nur für gewerbe- ^berechtigte Verbanidsmitglieder stattsindet. Eintritt' nur gegen Vorweisung der Mitgliodskarte und der Gewerbedokumentc. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der /,Wiener Morgcnzeitung".) An der gestrige >" Warenbörse sprach sicir die Tendenz tes» aus. und für <lle Gal Unqen Etzemi''al'en wvrbeu ertzötzte Preise fnib runrcn relicllt. Interesse bestand nach tAlaübersalz kalziniert, Kriüalllvda. E7.wrlrnlk l 10/115, -Minmm. Blewl tte.- Essigsäure. AehKali, Biiulfit, -Paralfin, Pcirolhartpech, Kremserwelß und Wemst-'insälire. Abgeschlossen wurden: Aehnatron 128/130 zu I960 K., CyromKali 'U 4350 K. transit Wien. Essigialire 8,0 Prozent chemisch rein zu 4200 K., Zmonensrure zu 400 Mark ab Grenze. Wisserstas zu 175 K. Im Offert reqe ' lagen vor Alaun in SfükSn zü--32 Mark/ Bisi?rä>/ chemisch rein zu 6 50 Mark tronsit Wien, Bleiglölle Bi eiberq'er zu 2500 K. Wien. Maisdex'rin.D' 7'50 Dollar pro 100 zzllogramm, Flamm uß m l500 K. Gly win LS Grqd chemisch rein zu 150 Mark ab Wien. Euinmi ccrd.?u 11-5 Schilling iransit Wchn pro 100 .iiiionramm.-Kar; sranzösi chcs- F. G. zy 94 französischen . raufen lransit Wien. Knochenleim la zu-4-20.» Kupieroiir'iol 98/99 z.i 3400 K. »lransit Wien. Natron gelbblausaur^s Zu 12.000 Li. Wien, Salpetersäure 36 Grad ,-zu' 980 K , Schwefel in Stangen pro 10a .fulcpr''mm zu 96 Lire ab Trieü. Schn eielnatrium 60/62 zu 35 Mark W'tN, Sodaammoniak 96/98 zu 9 35 Dollar ab Grenze, Cododikorbonar U -u 7 .'6 K.. Soda klisioüisiert zu 220 K.,--Karnaubawochs. zu lSl 0 Ä.' ab Wien, Peterswalder Äronenzinkwel; zu 12 kchech. ob Grenze. - Ausgrboten wurden:Ungorisci'es Spriieöl la zü 60 una. Ä.. bollandisches Ia zu 0-64 bol!flnbtlcfic Gulden und Diebmärkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) / B o r st e n v i-e h m a. r ckt. Der - gestrige Auf trieb am Borstmviehmarkt belief, sich auf 744 Stück, worunter sich 366 Fleisch, und 878 Fettschweine-befanden. Angesichts dec katastropyalLn Verteuerung -der fremden Zahlungsmittel,' sind die.Schweinevreise' neuerlich sprunghaft in.die Höhe geckapgen. F'etkschweine'..siud um'1400 bis 16M K.. nnd Flesschschwerys um 1400 bis 1600 K. pro Kilogramm gestiegen. Es notierten Fettschweine 7500 bis 7800 K., extrem 79v0 K. und Fleischschweine 6800 bis 7600 K. pro Kilogramm Lebendgewicht. — Pferdemarkt. .Zum gestrigen Markte würden 31 Schlächter« und 656 Gebrauchspferde gebracht. Verkehr lebhaft; Preise konstant steigend. Man zahlte: Zugpferde, leichte 80O.OOO bis 750.000 K schwere 1,200.000 bis 2,000.000 K., Kutschpferde 750.000 dis 1-200.000; Pferde für Schlachtzwecke-1200 'bis IM K. pro Kllv «ramm LedeMewiLt^ 62 dollandückc Gul-cm Nl'ed'zinal-Lebertran wasse^ell D. ,Ä. ' B. V. ab Wl:n zu 'ft norwegische Kronen. " N ä d r-, Lebensmittel und Kolo n i a I» waren verzeichne len flleidifolls feste Tendenz. Juni Abschlüsse gela qken gezuckerte Kondensmilch amerikanische pro Kiste ^14 Ilnzcn-Doient zu 4'60 Dollar Wien. Etbcsttlich . waren noch K a t s e e Scn'os superior zu 10.520, K.. Aio VII .zu 8900 K„ rul de Mmaszu 6800 K., Tee Pecco o-.ange zu 19.300 verzollt. Kakarpuloer Ia hollcindis s es in Päckchm zu . .650t). K.« Be s Burma U neue Lmle pro 5 1 Kiloaramm zu 1b Sch.lling waoqrn» rei Kainburg und zu 1750 K. Wien, Ärjstallzvcker zü 4000 Würsel zu 4500 K. W^en. Prager Börse. Prag, 11. Juli. Die Eröffnung der heutigen Börse war 'ehr schwach und auf einigen Gebieten artete diese Schwäche paar in eine Art )Deroute aus. Als Ursache des starken Angebotes wird die rapide Steigerung der tschechischen Krone und das gleichzeitige Sinken der österreichischen . und der Balkan- Devisen angesehen. Außerdem hatte die gestrige Notierung der Wiener Börse zahlreiche Verkäufe der Arbitrage zur Folye^TaS Hinauffchnellen der tschechischen Krone hatte einen gilnstigeir Einfluß auf Staatspapiere, welche sich insgesamt -befestigten. Von Bankpapieren schwächten sich Agrarbank-, Böhmische In« dustrialbank- und Pragobank-Aktien ab. Am Jndustrie-Aklien''. markte stellte sich nach der ersten Notierung eine leichte Be» 'estigung ein, welche jedoch im großen ^und ganzen bedeutnugslos war, , da sie im weiteren Verlause einer ausgesproch-.i 'lauen Tendenz Platz machte. Von Berkehrswerten verloren Bnschtichrader ^"-Aktien 10 K. Auf dem Exotenmarkte wiesen fast alle Wertgattungen Abschwächungen Auf,, insöe? ändere valutarische Papiere. Verhältnismäßig fest lägen chemi- 'che Papiere. > Am Devisenmärkte war das Geschäft bei ausgrebrzen Kurssenkungen sehr lebhaft. Nur Paris war widerstandsfähiger und gewann sogar 3o K. Weiter waren noch London und Brüssel, höher bewertet. Im freien Verkehr gaben Berlin, Konsta'ntinopel, W'-'U und - Warschau im Kurse nach, während Belgrad, Sofia uno Budapest Besserungen erzielten. -/ S cd I u s; k il r s e ' TüUi. Ei'enbahr-Anleide- 400 ^ranken 350.—, Bödm. Unlvnbank 419.—, Bötzm. Eskomvtebank 599.-. Böhm. Industrialbank 430.—, Zivnosleoskc, Banka 413.50. Anglvbank 29.—, Vesierr. Kredit 2.1.-. Veslorr.-Ungar. Bank —. Wiener Anionbank 18.—, Wiener Bankverein — Buschliehrader Eisenbabn Lit. A 850.—, Lit. B 345.—, Ferdinands Nordbahn - Prag-Duxer —. lll>issig.-T-plcher Eisenbahn —, Nesiomiker Zuckerindullrie 970.—, Verein Elekrrizität Wien 39.- , Brosche 770.—, Zöllner Spirilus 745^-— Königshofer Zement 693—, Vreitseld-Tanek Z41.—, Rmohosier, 670.—, Simmering.'r k8.—, Rotkosieleher Textrl 3^0.—, Alpnio Monlan 260.-, Poldihüite 338.-, Prager Eilen 74Y.—. Skoha 417.-, Oesterr.Bcrg u. Kütten 835.-. Inwald 855.-^-. Vrtdapester Bors«. Budapest, 11. Juli. Die heutige Börse.«öffnete zurückhaltend und es machte sich Geschäftslosigkeit, später sogar Flauheit gellend. Mit Ausnahme einiger Papiere wurden die meisten bei sinkenden Kursen gehandelt. Die Kulisse tenowrte^ sehr geschäftslos. Es zeigte sich nur in Salgo-Aktwn vorüber« gehend einige Lebhaftigkeit. Ter Bankenmarkt law still. Muywuwerte waren alle mit Ausnahme von-Beocsiner-Aktren schwach. Am Kohlenmarlt wurden nur Ungar. .Allg. Kohlen-Aktren gehandelt, die übrigen waren vernachlässigt. Der Ersenmarrr war besonders flau. Ganz Danubius-Aktien schwächten sich nach vorübergehender Besserung wieder ab. 1 . Der Valuten markt war trotz der ui^rrgeren Zurrcher Kronennotierung flau und alle Westvalnten, mit Ausschluß ^der deutschen Mark, erlitten beträchtliche Kurseinbußen. Am De- Visenmarkt war der Verkehr still. #ch l u tz k u r \ e: Ung. Kredit 2650.-, Veste,r. Kredit Brilisch-Ung. Bank 760.-. Solgo Kohlen. 13.^00.-, Rimämuravyer 3625.—, Südbahn3650.-, Staatsbahn 17.300.--- Gran-Szoszvarer 7^00.—, Oberuog. Kohlen H KK).-, Dru cke Zieael 5500.-. Una. Allg. Kohlen 26.700.-. Unkäny Kohlen 11.700.-. Adria 16.000.—, Lloiilde chem. Fabrik Uno. Eisenbahnverkehr 2750.—, Anolvbank IdOO.—, Verein. Kolz 320.-, Koburg 3C00.-, Spodium 1875.-. v Berliner Börse. Berlin, 11. Rach englischen und sogar französischen Blätterstimmnngen scheint die Reparationskvmnusswn aus das deutsche Stundungsgesuch,'wenn auch nicht bermts fürdreZahlung vom 15. Juli 1922,' so doch für emen spateren Ternnn zu einem En!gegenkommen bereit zu sem. Dres gab den Anstoß zu einer bereits am Vormittag eingetreten-en und stch an der Mittagsbörse stark auswirkenden V e r s l a u u n g. So setzte der Dollar im Devisenverkehr mit 623 em und gab vis 488 nach. Dementsprechend gingen auch die anderen Westdevlse« zurück. Die Rückwirkung hrevon blieb auch auf dem Effektenmarkt nicht aus. Die Spekulation setzte ihre Reallsatwnen fort und wurde hier durch das Privatpubllknm ünterstlltzt. Das Ergebnis davon, waren durchschnittliche Kursrückgänge von 50 bis 80 Prozent. ‘1 V S cb I u ß ku rs e: Türkische Lose 3950.^-. .Vesten Slaälsdohn 1175.-. Nordd. Lloyd 345.—. - Der.-, Slbeschiffsahrt 925, Berlinrr Kandelsgesellschast 505.-. Äynstmrz. Pnvaibank 201, Darinstädler Bank 29t.—. Deulsche Dank 5^-. Diskovlo.Komma,idit 400.—. Dresdner Bank'306.--, Natlvnal- ' kür Lenllcdiand 2S2.—. vesierr. Kredit 72.26. vesierr.

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