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Wiener Morgenzeitung · 1922-07-12 · Heft 1238 (12.7.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1238 (12.7.1922)
Date
1922-07-12
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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f»<;y rV*f'!'”' V Nr. 1238 Men, ArniwoH Meuör MoWnzötrunlz. * Die zweite Orientmesse in Bratislava wurde, wie mt§ gemeldet w:rd, am Montag in Anwesenheit des Handelsministers Dr. Lad. Novaf; des Ministers für die Slovakri Dr. Sr 0 ba r., des Finanzministers A. Nova k und des Ministers Mieura feierlich eröffnet. Der Eröffnung wohnten auch der französische Gesandte in Prag M. Couch et sowie der Vertreter der internationalen Donaukommission in Bratislava bei. Die zweite Orientmesse in Bratislava, die - in eigenen Gebäuden untergebrach^ ist, hat allgemeine Anerken-' nung gefunden. Es hat sich-durch die unermüdliche Tätigkeit des Präsidemen» des Abg. Kornel Stodola, der vom Direktor der Messe Dr. Gvegr aufs wirksamste unterstützt wurde, ein großer Fortschritt gegenüber der ersten Messe gezeigt. Die Vertreter der berufenen Organisationen gaben der festen Ueberzeugung Ausdmck, daß sich die Orientmesse in Bratislava in aller Zukunft behaupten wird. — Große Nachfrage herrschte gleich am ersten Tage für GeHrauchsgegenstände, insbesondere nach Textilien, Leber- und Galanteriewaren. Besonders gut vertreten erscheint das slowakische Gewerbe, das in der Gewerbeschule cme eigene, musterhaft zusammengestellte Ausstellung unte'gebracht hat. Die diesjährige Orientmesse dürfte bestimmt von gutem Erfolg begleitet sein. * Arnllicher Wetterbericht. In Oesterreich herrscht schönes heiteres Wetrer. 9m Laufe des Tages wurde es sehr warnk. De Temperatur Itieg meist ijber 30 Erad, Deutlchtand wird von Kühlen, nörolichen Winden überweht. Berlin hotte Gewitter. Vo>- aussage: Zunächst noch heller oder leichte Bewölkung, warm, später Trübung, vermutlich mit Gemüter. * Playmusik. Der Landesverband Wien der Kriegsinväü-- den und Kriegshinterbliebenen veranstaltet heute von halb 4 bis halb b Uhr nachmittags eine Platzmusik vor dem Rrthause. * Eine Kundgebung aus Buenos Aires. Der Bürgermeister von Buenos Aires I. B. B a r n e t ch e hat an Bürgermeister Reumann ein Schreiben gerichtet, nach dem der Bürgermeister von Buenos Aires und Otto M. Fleischer an ver Svitze jener Kommission standen, deren Aufgabe eZ war, v die Bestimmungen des Gesetzes, mit welchem' der Republik Oesterreich ein Kredit von 6 Millionen Pesos gewährt worden war, durchzuführen, um aus diesem Konsumartikcl für die Bevölkerung Wiens anzuschaffen. Herr Fleischer, der setzt nach Wien gekommen ist, hat Bürgermeister Reumann über die Turchsübrung dieses humanitären Werkes, dessen Ziel es ist, hie Smlvarität der Welt zu proklamieren und anzuregen, 'bericht erstattet und hierbei die Wünsche dbr Stadtverwaltung von Buenos Aires für die Stadt Wien übermittelt. * Eine furchtbare Explosion. Aus Hamburg wird unterm 21. d. gemeldet: Heute um halb 3 Uhr nachmittags rreignete sich im Minendepot Groden bei Cuxhaven eine gevaltige Explosion. Da infolge derselben alle»' Fernsprechleitunzen gestört sind, konnten Einzelheiten noch nicht in Erfahrung gebracht werden. Gerüchtweise verlautet, daß von dem ganzen Betrieb nur noch ein Schuppen. stehen geblieben ist. Eine gewaltige Feuersbrunst ist weithin zu beobachten., * Die Juden in SowjerruKlanö. W'r haben in unserer Ausgabe vom 9, Juli (in Znkeroierv unseres Miwrbeilers Mar- Vocheus mit Kenn Dr. Roman W o 1 f k y. Sekreiär der Vertretung der russischen Sowjet, epublik in Oeiierreich: verosfentlrcht. §e,r Tr. W.o> ky,. überiendet uns.,uuy,ejne--BmchtipunLM-'-dever sagt, er habe keine rme inimer gearteten Aeußerungen über die Juden in Lowjelriihiand aemacht und auw unserem Mitarbeiter kein Intsrview in ticier Fraxe gegeben. Unser Mitarbeiter hält in d>r bcstimmlesten Form an der Authentizität des Gesvraches fest. Wir g den also der Berichtigung des Kerrn Dr. Wolfky nur darum Baum, wen er einer auswärtigen Vertretung angehört und weil er siw auf das öf'cneicbi'd'e Presiaesel; beruft. * Eine Ungarische Heilquelle. In der Gemeinde Iasz- Larajenö wurde eine sehr ergiebige GlaulbersalzguAle entdeckt, deren Heilkraft die von Karlsbad weit überirifft. Zur Ausnützung der Quelle und Errichtung der entsprechenden modernen Knranlagen bildete sich ein englisch-ungarisches Aktienunternehmen mit einem Kapital von 12.000 Pfund Sterling. Zn der Direktion der Gesell>chaft sind namhafte englische und ungarische Finanzleute vertreten. Mit dem Bau der Kuranlagen wurde bereits begonnen. * Herr Lubranicki aus Palästina, derzeit in Wien, wind ersucht, im eigenen Interesse dem Palästina-Amt, Wien, 1. Bez., Bauernmarkt 24, seine Adresse bekanntzugeben. .* Handarbeitskurse. Im September dieses Jahres eröffitet die zionistische Bezirkssektion, 9. Bez^, Alsergrund, folgende Handarbeitskurse: Bast- und Korbflechterei, Leitung Frau Hella Schneider; Thesa, Rechilie, geleitet von Fräulein Lalenfeld; Petser, Leiterin Frau Lamm. Anmeldungen nur schriftlich an die zionistische Bezirkssektion, 9. Bez.,' Ncchtensteinstraße 11, Tür 13. * Die Fettkarten in Budapest. Aus Budapest wird unS gemeldet: Die städtische Approvisionwrungskommiffion hat beschlossen, im nächsten Monat die Fettkarten wieder einzuführen. * Eine seuchenfreie Woche in Oesterreich. Das Volksgesundheitsamt teilt mit, daß in der Woche vom 26. Juni bis 1. Juli in Oesterreich keine Neuerkrankungen an Blattern, Cholera und Flecktyphus eingetreten sind. * Eine Wachaufahrt der Wiener SicherhektSbeamten. Zwei Sonderschiffe der Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft, auf.Has herrlichste mit Blumen aller Gattungen geschmückt, standen "bin v. d. abends am Landungsplatz nächst der Reichsbrücke zur Aufnahme der Teilnehmer der vom Verein der' Verwaltungs¬ und Kanzleibeamten der Wiener Polizeidirektion veranstal- . teten Fahrt in die Wachau bereit. Mit rund 1000 Fahrgästen wuvde die Donanbergfahrt bei klingendem Spiel und bei klarem Mondschein angetreten. Alle an der Donau im Wächauer Bereiche gelegenen Schiffsstationen hatten Flaggengala angelegt und die meisten Gemeindevertretungen erwarteten die. Ausflügler, um sie zu begrüßen. * Bon der tfchecho-slowakischen Gesandtschaft« Der tschechoslowakische Gesandte Dr. Camill Krofta hat seinen.Sommerurlaub angetreten. Die Leitung der Gesandtschaft übernimmt als charge d'afsaires Legationsrat Dr. Peterkü. * Bier Millionen Belohnung. Der Amerikaner Sieger, dem fm Sanatorium Guttenbrunn in Baden von einem Einschlcichcr, der durchs offene Fenster eindrang, Juwelen, darunter eine mit. 40 Brillanten besetzte Platinuy.r, zusammen im Werte von 60 bis 80 Millionen Krönen, gestohlen worden sind, bat die Belohnung auf die Wiedererlangung der Juwelen aus vier Millionen Kronen erhöht und sichert dem Dieb, wenn' er die Juwelen abHibt, Straflosigkeit zu.'Wer die flache viereckige, am Rande mit Brillanten besetzte Platrnuhr. vie PlatingoMette mit Diamanten besetzt, ein Anhängsel, eine Goldkette mit Schlüsselrmg, zwei Schlüsseln und ein goldenes Federmesser, ,n der Kanzlei des Regierungsrates Dr. Sieger, Doktor Hirsch und Dr. Koretz, 1. Bez., Werdertorgasse 6 (Telephon Nr. 61.324 und 63.114) abgibt, erhält ohne weitere Nachforschung' den -Betrag vonwer. Millionen Kronen, ausbezahlt. * Kofcher-SeMwarerr. Schönfeld. Fellner & Co.. II., Kaidgasse 5, täglich frisch. Chaluzim Rabatt. Vereine, Vorträge und' Versammlungen. Urania. Keule, 5 Uhr (Großer Saat»: Unser Freund, der Kund. Mariontllenkriea. — 7,8. Uhr (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik. Verein jüdisclier Äörer an d e r K o tfi» schule für Vodenku Nur in Wien. Lehie Diblivtheksstunde im Evmmerlemester 1022 Samstag den 15. d., 2 bis 3 Uhr, im Veremslokol, tX.» Liechlevsieinftroße 11, Tür 13. Kollegen, welch» Wien verlassen» haben ihre entliehenen Bücher unbedingt zürückznsrellen. 9 ü d i sch e TischgeseI Ischüft Land st ratz'e. Während des Sommers finden von nun ab die Zusammenkünfte in der Meieret tm Stadtpark (beim Kindersme'piatz» statt. Mücke Zuiämmenkuntt morgen» Donnerstag» 3 Uhr abends. Diskussion. Gäste willkommen. Ernährung. Die LebensmWelmSrLte. Der vorgestrige Lebendviehmävkt in St. Marx stand im Zeichen leichter Preisrückgänge, namentlich für mindere und mittleve Sorten/ weshalb mit einem Preisrückgang im Laufe dieser- Woche für Rindfleisch zu rechnen ist. Gestern blieben dir Preise im Deta.ilhandel gegen vorgestern noch ziem- I i ch u n v e r ä nd e r t, doch ist schon für -heute ein Nachgeben der Preise zu erwarten. Der Konsum hält sich in -den bescheidensten Grenzen und geht -von Tag zu Tag zurück. , Auf den Grünwarenmärkten find die Zufuhren anhaltend günstig, die Nachfrage ist lebhafter, die Preise blieben im allgemeinen unverändert^ Die Preise für Eier haben infolge ~ geringerer Zufuhren etwas angezogen. Auf dem Naschmarkt, betrug gestern der Detailpreis 285 bis 295 K. für ein Stück. T . ...... 4 * Billiges rumänisches Rindfleisch in Wien. Die Wiener Fleischbankgesellschast wird ab Donnerstag den 13. d. in ihren. Jleischständen und in ihren Geschäften an Wien rumänisches Rindfleisch an elf Stellen, welche bisher schon Extremware führten, vorderes Fleisch mit Zuwage um 6100 K., Hinteres mit Zuwage zum Preise von 6900 K. pro Kilogramm, an 38 Stellen, die schon bisher Primafleisch führten/Vorderes mit Zu-., wage zum Preis von 4600 K., Hinseres mit Zuwage zum Preis von 6100 K. pro Kilogramm,, an vierzehn Stellen, von denen schon bisher drei. Mittelware, die restlichen elf aber Primaware führten, lediglich Mittelware, zum Preis bei Vorderes mit Zuwage um*4200 K.-und bei Hinterem mit Zuwage um 4800 K. pro Kilogramm zum Verkaufe bringen. Die Differenz zwischen den Preisen, zudem die Wiener Fleischbänkegesellschaft dieses rumänische/Fleisch abgibt, beträgt gegenüber ^enen Preisen, zu welchen sie in der Vorwoche das normale Fleisch"-abgab, durchschnittlich. 1000 K. pro Kilogramm. Bühne MkKmst. Der jüdische Tondichter Ernst Bloch. Ein bemerkenswertes Urteil über den Komponisten. — Bloch über seine Kunst.., Ernst Bloch, der jüdische Tondichter, ist Gegenstand eines bemerkenswerten Aufsatzes, den Guido M. Gatti in den Mufikblättern des „Anbruch", veröffentlicht. Bloch, . der eine Oper „Israel" verfaßt.hat, und gegenwärtig an feiner Oper „I e z a b e l" arbeitet, ist am 24. Juli 1880 in Genf geboren, fytjj sich schwer, aber durch eigene Kraft durchgesetzt und wirkt'jetzt bekanntlich mit außerordentlichem Erfolge als Komponist und Dirigent in Amerika. Sein bisheriges Werk umfaßt außer den genannten Opern unter anderem eine „H e b r ä i s ch e R h a p s o di e" für Solo- Cello mit Orchester, drei Psalmen für Singstimmen mit Orchester und Kammermusik.; Gatti schreibt über ihn: Gestern wie heute und morgen packt Blochs Kunst unser Empfinden, drängt sich der Betrachtüng auf. Kein Ergebnis der Mode und nicht mit dem Geschick irgendwelches Zirkels verbunden, repräsentativ für einen Menschen und für eine Raffe, hat sie keinerlei Folgen veränderten Geschmacks zu tragen gehabt. Die Vision erhabener Säulentempel mit gewaltigen, strengen Statuen wird wach,, Reichtum an Marmor, Gold und Tapeten, das Fabelgefolge der Königin von Saba, all Pracht der'Bibel, Erinnerung an die heiligen Schriften und an verlorene Weisheit, Heinrweh nach Vergangenem, Widerhall heiliger Tänze, leise und sinnlich verklingend im Weihrauch, klingend noch, wenn ihr Ton auch verflogen ist." . Der Komponist selbst hat sich über sein Werk folgendermaßen geäußert: „Ich nehme mir nicht vor und ich wünsche nicht, eine Erneuerung der hebräischen .Musik zu versuchen oder meine Arbeit auf mehr oder weniger echte Melodien aufzubauen. Ich bin kein Archäolog. Ich glaube, daß es am wichtigsten ist, gute und ernsthafte und meine Musik zu schreiben. Viel eher ist es die Seele des Juden, die mich interessiert, diese vielfältige,' glühende, erregte Seele, die ich mir aus der Bibel erstihle; die Frische und die Einfalt der Patriarchen, die Heftigkeit, die sich in den Büchern der Propheten ausdrückt, die wilde Liebe zur. Gerechtigkeit, die Verzweiflung des Predigers von Jerusalem, der Schmerz und die Unergründlichkeit des Buches Hiob, die Sinnlichkeit des hohen Liedes. Alles das ist in uns, alles das ist in mir und das ist mein bester Teil. Und das ist es', was ich in mir zu finden suche und in meine Musik übertragen, möchte: die heilige Erregung eines Stammes, die. in unserer.Seele schlummerte"; \ _i__ Aus den Theatern. In der Volksoper wird heute „Aida!' mit Fräulein Rantzau in der Tirclri'lle und den Gästen Frau Baiier- ' Pilecka (Amneris), Kammersänger Jörn '-(Radaiues) - und fz. IM 1S2L ' Seite 1 Harald Falkwan.(Amonasrol gegeben. Als. Dirigent verabschiede: nch Herr Kapellmeister Pietto de Stermech . vom Wiener Publikum. Beginn 7 Uhr. Im R aimund - The a t e r bleibt die Posse - „D i e Liebe gebt um", mit Pepi Glöckner und Franz Glawatsch in den Hattpjrcll'en,^ auch weiterhin , täglich auf dem Spielplan. Im Wiener Komödienhaus gelangt allabendlich die erfolgreiche Possg „Schummel macht alles", mit Otto Glaser in der Titelrolle' und Viktor Flemming. Trude Traw bert und Hans Steiner als Gästen in den Hauptrollen, zrw Aufführung. Die.Müsikfestwoche 1920. Am 13. Februar 1920 wurd» durch Beschluß des Wiener Gemeinderates ein Ausschuß eingesetzt,- uni. im Frühjahr durch - große musikalische Veranstaltungen die'Aufmerksamkeit der Welt auf die hohe kulturelle Bedeutung Wiens zu lenken. Untere dem..Titel „Meister» aüffühvungen Wiener Musik" wurden tatsächlich in der Zeit > vom 26. Mai bis 13. Juni eine Reihe von Aufführungen geboten, wie sie ausschließlich mit eigenen Kräften' in dieser ReMalLigkttr und künstlerischen, Qualität wohl keine andere Stadt zu bieten vermag. Der Ausschuß hielt am 7. d. seine Schlußsitzung ob. Die vorgelegte Bilanz wurde genehmigt und dem Finanzausschuß empfohlen, den UeLerschuß und auch den in Aussicht genommenen Kredit einem Fürsorgezweck zu widmen. Finanzausschuß und Stadtsenat haben sich mit dieser Ängelegenheit beschäftigt. 627.000 Kronen werden der Errichtung -und dem Betrieb der städtischen Erholungsstätte für skrophulose und' luberkulös^ Kinder bestimmt. Den Mitgliedern des Ausschusses wurde für die Durchführung des Musikfestes gedankt, insbesondere dem ständigen Referenten Dr. Bach, der . die Musikfestwoche in künstlerischer uüd administrativer Hinsicht -leitete, ohne dafür in irgendeiner Form eine Vergütung beansprucht oder empfangen zu haben. Rezitationsabend Dr. Josef Gregor. Freitag den 14. d. halb 8 Uhr abends, liest der bekannte Schriftsteller im großen Saal des Volksbildungshauses, * 5. Bez., Stöbergasse 13—15, Szenen aus seinem Drama „Krieg" zugunsten des Bundes der Kriegs-dienftgegner Oesterreichs. GerLchtyssal. Eine Rüge des BerwaltnrrgsgerichrsL Hofes wegen einer Aeirtzermrg über die Wehrmacht. Die Wohnung des Majors der Wehrmacht Erich Riv« in Wels war angefordert worden, weil der Wohrmngsinhaber keine eigene und regelmäßige^ Wirtschaft führe (nach der oberösterreichischen Verordnung gehört dies zu'den ÄnfordeMngS- ' gründen). Die" Gnw'endung, daß eine Oberstenswitwe für den ÄSohnungsinhaber. das/Essen bereite, wurde, vom Miet'amte. eM 'fremde' Wirtschaftsführung sei. Ueber dis gegen diese Anforderung etngöbvachte 'Beschwerde fdnd gestern Vov> dem Verwaltungsgerichtshofe unter Vorsitz 'des Vizepräsidenten Dr. Jenny die Berhandkmg statt. In der Beschwerde wurde darauf verwiesen, daß ein alleinstehender Mann wohl oder übel sich durch eine andere Person das Essen, bereiten lassen muffe und daij dies eine eigene Wirtschaftsführung und nicht die Wirtschafts^ führung der Köchin sei. Die reMmäßige Wirtschaftsfichrung werde darin erblickt, daß der Wohnungsinhader nur das Abendessen zu Haufe einnehme, während er zu Mittag in der Gemeinschaftsküche esse. Wäre diese Anschauung des Miet» amtes die richtige, dann müßte jeder Wohnungsinhaber, der. tn der Gemeinschaftsküche esse, die Anforderung seiner Wohnung wegen Mangels einer eigenen oder nicht regelmäßigen Wirtschaftsführung befürchten. Der Beschwerdevertreter fügte hinzu, daß Major Riva im Burgenland gegen die ungarischen Banden gekämpft, >datz er also, man .könne über die Wehrmacht denken wie nran wolle, dem Vaterland einen Dienst erwiesen habe. Dafür wolle man ihn nun obdachlos machen. Der Vorsitzenve erteilte dem Beschwerdovertreter.'wegen der Aeußemngr „man kann über die Wehrmacht denken wie man will", eine Rüge. Die Beschwerde selbst hatte Erfolg. Der Verwaltungsgerichts- Hof hob MS den in der Beschwerde geltend gemachten Gründen die Lugefochtene Entscheidung als ungesetzlich Ms mit dem Zusatze, daß die Wohnungsänfovdevung nicht zu Recht besteht. (Zu einem solchen Zusatz ist der Verwaltungs- Gerichtshof erst durch das Bundesverfassungsgesetz berechtigt.» Volkswirt. Kräftiges Anziehen -er Tfchechokrone» Deffernng de» Mark. Gestempelte Krone --- —.0272 Centime» Auszahlung Wien ---- ->.02*/* Centimes. 9n Zürich notierte die österreichische Krön; . . . -.027, (-.027, am 10. SuU die österr. gestempelte Krone . -.02 V, (-.027, am 10. Sult> die tschechische Krone .... 13.- (1110 am 10. 9uit; die Mark 1.05 ( 0.96 am 10. 9ull' Agram.. 1.55 ( 1.57-f, am 10. Juli' Sofia. 3.45 ( 3.45 am 10. Zull Budapest. .. 0.377, (-.40 am 10/ Zull Marschau. 0.097, (-.10 am 10. Zull' Das Nolenvankgesetz i« Ausschuß angenommen. Iut Finanzausschich"" legte Berichterstatter Doktör S ch ü r,fff die Anträge des Unterausschusses zu dem Gesetzieutwurf betreffend die Errichtung einer Notenbank vor. Abg. Dr. Bauer bemerkt, man könne die Vorlage ,über die Notenbank-. uW 'gett^migeü, Hne vM.omlnene

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