Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1238 (12.7.1922)
- Date
- 1922-07-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Ar. 1238 w- Wien, Mittwoch Der A«fst»«d in Brasilien. Wieke»; Morftenzeitüna. - Die Unruhm in Brasilien, Mer welche in den letzten j&it Pagen nur fragmentarische Meldungen einliefen, haben ihren Ursprung in den März-Präsidentenwahlen. In diesen war Kandidat der Regierung Senhor^Arturo Verna r d e s, Kandidat der Opposition Dr. Nilo Pefanha. Die Feststellung des ungewissen Wahlergebnisses zog sich so lange hin, daß der Kongreß erst am 9. Juni Senhor Bornardes als gewählt proklamieren konnte. Schon in der Zwischenzeit zwischen den Wahlen-und der Verkündigung ihres Ergebnisses sprach man von einem möglichen Aufruhr der Armee, da Bernardes in Offizierskreisen sehr unpopulär ist. Tatsächlich sollen auch militärische Kreise die Unruhen unterstützt haben, welche kürzlich in einigen Provinzen, so in Pernambnco, gegen die Regierung ausLrachen. Infolge dieser Ereignisse schloß die Regierung den Offiziersklub der Hauptstadt auf sechs Monate und verbot die Sitzungen feines Ausschusses. Marschall Hermes de Fonseea, gewesener Präsident der Republik, derzeit Präsident des Klubs, erhielt vom Kriegsminister eine schärfe Rüge und wurde am 2. Juli verhaftet. Diese Maßnahme scheint die unmittelbare Ursache zur aktiven Rebellion einiger militärischer Körper gewesen zu sein. Wer HrmHerliR ArchLmrd. . Warschau, 11. Ju? (Funkspruch.) Das polnische Hilfskomitee für die Opfer k.' Hungersnot in Rußland hot eine Propagandabroschüre herausgegeben, der unter anderem folgende Einzelheiten zu entnehmen sind: Am Fußboden lag die Hungers gestorbene Mutter, daneben die fürchterlich verstümmelte Leiche eines 12jährigen Sohnes und vor ihm in kniend-c Stellung erstarrt, der ältere Bruder, ein 20jähriger Jünglmg, in der krampfhaft geschlossenen Hand ein Messer haltend, zwischen den Zähnen waren Stricke auS der Leiche des jmrgeren Bruders sichtbar. In den Straßen der Stadt raufen Hunde um Leicheuveste, alle Friedh'yöfe sind umgegraben, die Leichname gänzlich ihrer Kleidung und Wäsche beraubt. Hunderte hungernder Kinder mit aufgetriebenen Bäuchen lungern umher und suchen Nahrung! . „„ ' Die Nst der Presse in.DerrMMNd. Berlin, 10. Juli. (Wolfs.) Der Reichsrat beschäftigte sich heute mit den Ausschußberichten über den Entwurf eines Gesetzes zwecks Maßnahmen gegen die Wirtschaftliche Notlage der Presfe. Es wurde ein Antrag Preußens angenommen, in dem es heißt, bei V er äu ß erung von Holz durch zur Gewinnung des Holzes von forstwirtschaftlichen Grundstücken Berechtigten wird eine Abgabe von einem' halben Prozent des Verkaufspreises eingehoben. Nutznießer von forstwirtschaftlichen Grundstücken unter zehn Hektar bleiben von der Abgabe befreit. Die Abgabe ist an hie Rückvergütungskäffe der deutschen Presse abzuliefern. Das Gesetz soll vorläufig bis 31. Dezember 1923 gelten und in erster Linie die kleinere und mittlere Presse berücksichtigt werden. Außer der Umsatzsteuer bei Holzverkäufen wird auch eine Ansfuhrabgabc von 1.6 vom Tausend eingehoben. Der deutsche Zeit«»g»streik beigelegt. , Sertiit; :1t. Juli. (Wulfs.) Im Berliner Buchdruck Erstreik ist heute eine Einigung erfolgt. Die Air Laufe der zwei Jahre haben wir 27.300 Bäume gepflanzt, von diesen haben sich 25.000, das heißt mehr als 90 Prozent bewährt. Der eine Teil, den wir im Winter 1921 gepflanzt haben, beginnt schon im nächsten Sommer Frucht zu tragen. Wir plansten Trauben zum. Essen und zum Trocknen. Die Weingewinnung haben wir absichtlich außer acht gelassen, damit wir nicht in Abhängigkeit vom Weltmärkte geraten. Die Arten, die wir gepflanzt haben,'sind von den besten, in Europa, gepfropft auf amerikanische Sprößlinge .und gesichert, gegen, Phhloxera. Unser Boden ist dank den chemischen Stoffen der Kalkerde der Weinkultur sehr günstig, das gemäßigte Klima ermöglicht uns die Kultivierung solcher Arten die, lange nachdem im Tieflapde die Saison vorüber ist, reifen. In dm nächsten zwei Jahren gedenken wir die Zahl der Bäume aus 50,000 zu erhöhen. Am Beginn unserer Tätigkeit, wo wir noch keinen rechten Begriff von unserer Ausgabe hatten, herrschte die Meinung vor, daß weder das Bedürfis noch die Möglichkeit bestehe, eine gute Molkerei mit rassigen Kühen einzurichten. Wir glaubten, die verschiedenen Pflanzen seien der Hauptzweig der Wirtschaft, alle arrderen feldwirtschaftlichen Zweite, namentlich die Molkerei, hätten einen entschieden minderen Wert. Heute dagegen ist die entgegengesetzte Meinung die leitende: ohne eine große uich wohleingerichtete Molkerei sind wir überhaupt nicht imstande, unsere wirtschaftlichen Ziele zu verwirklichen. Die Frage der Düngemitttel, mit der der fachgemäße Saatenwechsel verbunden ist, Kultivierung von Gemüse und das Bedürfnis nach einer schnellen Einnahme. haben der Molkerei in unserer Ortschaft den Platz bestimmt. . Im vorigen Sommer Lauten wir einen Stall aus Steinen, das erste Hauptgebäude bei uns, und trotz des Geldmangels haben wir ihn zustande gebracht. Er beherbergt jetzt 36 Stücke. Wir allein haben die Steine gehauen und ohne jegliche Hilfe den Bau hergestellt. Der Stall hat uns bie Möglichkeit gegeben, Kühe zu erwerben. Es bleibt in des Molkerei noch viel zu wünschen übrig. Die innere Einrichtung muß zu Ende geführt, die Rasse der Kühe verbessert werden usw. Aber trotzdem tönt jeden Morgen auf der Chaussee der kleine Wagen, der Milch und Gemüse nach Jernjalem führt. Arbeit wird Mittwoch früh wieder ausgenommen werden. Maßregelungen finden beiderseits nicht statt. Die Streiktage werden nicht bezahlt. Der ELserrLahnerstreLK irr Amerika. Washington, ■ 11. Juli. (Fünkfpruch.) Aus Chicago wird berichtet, daß die durch den Eisenbahnstreik geschaffene Lage stündlich bedrohlicher wird.. In New Jersey sieht man Unruhen entgegen, da inan dort die streikenden Eiseilbahner durch Neg e r und H indus ersetzt hat. Der oberste Staatsanwalt hat die Bundesbehörden ermächtigt, im Bedarfsfall auch mit'Gewaltmitteln einzuschreiten, um weitere Verkehrseinschränkungen hintanzuhalten. ZirMMsches LrmdesLorrritee. Gang zum Grabe Herzls. Für den Sonntag den 16. stattfindenden Gang zum Herzl-Grabe wurden folgende Anordnungen getroffen: Formierung des Zuges um 8 Uhr früh an folgenden Sammelpunkten: Mitglieder des A. C., des Partoirates, Landes-, Lokal- und Provinzkomitee, Delegation des oft*: galizischen Nationalstes, des Palästina-Amtes, des Keren Hajessod und des Keren Kajemeth: Hochschule für Bodenkultur, Vorderfront, Nöandatare: Hochschule für Bodenkultur, Seitenfront (Endstation der Linie 40). Die oben bezeichneten Herren wollen sich beim Passieren der an dieser Stelle postierten Qrdnergruppe durch das im Sekretariat erhältliche Abzeichen ausweisen. Zionistische Bezirkssektionen, Hitachduth, Misrachi, Verband der spaniolischen Juden: Hasenauerstraße, Ecke Cottagegasse (letzte Haltestelle der Linie 40 vor der Endstation). Karb-Ludwig-Platz, rechte Seite: Studentenschaft. Karl-Llldwig-Platz, linke Seite: Chaluzim, alle Jugendgruppen, Turn- und Sportverband. Die Gruppen, die den Karl Ludwig-Platz zur Aufstellung zugewiesen Hatzen, wollen sich der Linie 41 und .41A bedienen. Abmarsch des Zuges um halb 9 Uhr vormittags. Ordner und Ehrenwache um 7 Uhr früh beim Zentralfriedhofstor. . Die TreKKNUgsorthsdoxie mi der Arbeit- Unser rumänischer Korrespondent schreibt' uns: Die jüdisch-orthodoxe Gemeinde in Klausen bürg ist seit einigen Jahren der Schauplatz arger Zerwürfnisse, die, wie bereits gemeldet, nunmehr zu einer Art Schisma geführt haben. Die Entwicklung dieses bedauerlichen Zwistes ist folgendermaßen vor sich gegangen: Nach der Balfour- Deklaration wurde in Klausenburg ein jüdischer Nat i o n al v e tp ä nd auf^ziöstistischest Grundlage m§ Leben gerufen) dem sich die angesehensten. Orthodoxen der Stadt anfchlossen. Das Zustandekommen dieses Verbandes ist vielfach dem Oberrabbiner Glasner zu verdanken. Dieser' hervorragende Talmudgelehrte, ein Enkel des berühmten Chassam Sofer, hatte nämlich in Klausenburg eine .rege und ' erfolgreiche Propagandatätigkeit für die Idee des Zionismus und der Mischen Volkseinheit entfaltet,, Es wurde später auch eine hebräische Schule unter dem.Namen „Tarbuth" von angesehenen Juden gegründet, die von der Kasse der religiösen Gemeinde unterstützt wurde. Diese nationale und kulturelle Tätigkeit,'die in vollem Einklänge mit dem Geiste der jüdischen Tradition stand, schien ohne Störung von statten zu gehen, als eine kleine Gruppe von sogenannten Sephardims diese „traurigen" Nachrichten zu Ohren der VudaPesterZentralkanzlei der ungarischen Trenuungsörthodoxie brachte. Die Kanzlei war natürlich bereit, „helfend" einzugreifen, aber sie verlor bald darauf den Kontakt mit der Klausenburger Gemeinde, da diese infolge des Kriegsausganges unter rumänische Herrschaft gelangte. Die kleine Gruppe, von Zeloten und Heuchlern gehetzt und verführt, fetzte nun den von ihr begonnenen Kampf auf eigene Faust fort, trennte sich schließlich van der großen Mehrheit der religiösen Juden Klausenburgs und konstituierte sich als separate Gemeinde. Hierauf gelangte diese Streitfrage.durch die große religiöse Gemeinde, deren sämtliche Versucht den Frieden und die Eintracht wieder herzustellen, gescheitert waren, vor ein aus drei Rabbinern bestehendes Tribunal. Unter dem Einflüsse trennungsorthodoxer Mentalität entschied das Tribunal zugunsten-der kleinen Minderheit, daß nämlich diese berechtigt sei, die Trennung aufrecht zu erhalten und eigene Funktionäre aufzunehmen. Der Vorsitzende des Gerichtes, Rabbiner BrrSk (Tusnad), anscheinend von Gewrssensskrupeln geplagt, werrdete sich in dieser Angelegenheit an einige ungarische Rabbiner und Lat sie um ihre Meinung. Unter den Antworten ist die des Rabbiners Winkler aus Mod die interessanteste. Dieser verweist nämlich in seinem Antwortschreiben auf seine längst ausgesprochene Meinung, daß die Zionisten ohne Ausnahme (einer Stelle im Jore doa 119 zufolge) als von der ganzen Thora Abtrünnige zu betrachten wären und die Trennung daher nicht nur berechtigt, sondern sogar geboten sei. Der thorakundige Leser wird sich vergeblich bemühen, einen Zusammenhang zwischen der angezogenen Stelle und dem Zionismus herauszufinden. Aber was vermag die pilpuliftifche Sophisterie eines Trmnungsorthodoxen nicht, tvenn eS gilt, das jüdische Volk in Stücke zu reißen. Es ist auch, gar nicht überraschend, daß derartige Rabbiner für den Erez- Jsrael-Gedauken kein Verständnis hüben. Dieser kann nämlich mit pilpulistischeu Spitzfindigkeiten in einem Kopfe nicht zusammenwohnen. Daher erzählt der Talmud (B'ba Mczia 65), das; Rabbi Sira. bevor er nach Erez- 12. Juli 1922 _ Seite 6 Israel ging, hundert Tage fastete und zu Gott, betete, daß er ihn den babylonischen Pilpul vergessen lasse. Das Verständnis für Erez-Jsrael setzt einen gesunden Verstand und eine logische'Denkweise voraus. , Die sogengnute „sephardische" Gemeinde irr Klausenburg hat nun sämtliche den Streit betreffenden Briese in einer Br oschüre veröffentlicht, deren Einleitung die bedauerlichsten Beschimpfungen gegen den greisen und verdienstvollen.Dberräbbiner M. Glasner und die anderen Mitglieder der großen Gemeinde.enthält. Diese Schmähschrift wird in der jüdischen Geluthgeschichte zu den beschämendsten Denkrnälerit trennungsorthodoxer < Beschränktheit zählen. ' Die Schülrefor'M. Neuregelung der religiösen Hebungen. In der neuen Schulreform, die von den leitenden- Faktoren, insbesondere von dem Leiter des Wiener Stadtschulrates Otto G l ö.ck e l, in Angriff genommen und der Verwirklichung mit anerkennenswertem Eifer zugeführt wird, sind besonders zwei Erlässe, denen der Wiener Stadtschulrat in seiner am Montag durchgesührten Sitzung p* gestimmt hat, von einschneidender Wirkung für die Zukunft unserer nun ins Leben gerufenen Einheitsschule., Es handelt sich da um nichts Geringeres, als um die Neuregelung der religiösen Uebungen und,um die Ä b s ch äs f u u g. d e s S ch st l g e b e t e s. Der Stadtschulrat hat sich hierbei — das muß objeküv anerkannt werden, von keinen: parteipolitischen Standpunkt, sondern einzig und allein vom kulturellen und erzieherischen leiten lassen. Er-chat deshalb in diesen Fragen nichts unternommen, ohne vorher mit den Vertretern der einzelnen R e l igionsgenossenschäften in Frihlung zu treten und ihre Meinungen einzuholen. Einstimmig hat er gleich in seiner konstituierenden Sitzung beschlossen, an die Kultnsbehörden aller gesetzlich anerkannten Religionsgenossenschaften das Ersuchen zu richten, die religiösen U eb un gen für die Kinder der Volks- und Bürgerschulen neu'festzufetzen und hierbei auf die Bedürfnisse der Schule die nötige Rücksicht zu nehmen. Die Antworten der Kiütusbehörden haben so viel Verständnis für die Notwertdigkeiten des Schullehcns gezeigt, daß der Stadtschulrat — einen einzigen Punkt ausg'enommen — die religiösen Uebungen für sämtliche Konfession e lt dem A n t r a g d e r K ü l t u s L e h ö r d e n gemäß nun zur Verlautbarung bringt. Vorausgesetzt ist dabei selbstverständlich, daß die Teilnahme an jeder einzelnen religiösen Hebung für jedes Kind vollständig freiwillig bleiben muß. - ... ' Der Punkt, in dem der Stadtschulrat sich mit Rücksicht auf die Schulordnung genötigt sah, Anträgen der Kultusbehörden die Genehmigung z u v e r s a g e n, betrifft das, HVmf'e Wo n e l l e Sch u l g e L e t vor iüld nach dem Unterricht. Bisher war ein solches für die katholischen Kinder ^vorgesehen und gerade von, hier ans entstanden fortgesetzte Schwierigkeiten und Reibungen. Born nächsten Schuljahr ab wird das konfessionelle Schulgebet daher unterbleiben, der Ordnung uno dem Fneden dev Schule wird ein wichtiger Dierflt geleistet sein, ohne daß dadurch das Interesse irgend' einer Konfession oder irgendein pädagogischer Vorteil. pxeisgegebLn würdest. An die Stelle des Schulgebetes vor und-nach dem Unterricht tritt ein „Erbauungsspruch"' („Erbauungslied"), den die Kinder aller Konfessionen mit Verständnis, werden sprechen können. ' . .. Die zwei Erlässe. Der Erlaß, welcher an Stelle des SchulgeLetes den „Erbauungsspruch" für die Kinder aller Konfessionen einführt und an die Leitungen sämtlicher öffentlicher 'Volks-, Bürger- und Sonderschulen in Wien, an sämtliche Ortsschulräte, an sämtliche Bezirksschulinspektoren mrd an das Bundesministerium für Inneres und Unterricht gerichtet ist, lautet: ■ J . Um den täglichen.Unterricht an den öffentlichen Volks-, Bürger- und Sonderschulen stimmungsvoll, einzuleiten und äbzuschließen, ist fortan von den Kindern.vor Beginn und nach Beendigustg des Unterrichtes ein von der Lehrerkonferenz auszuwählender und erhebender Spruch in gebundener oder ungebundener Sprache mit einem für alle Kinder ohne Rücksich tauf ihr Bekenntnis geeigneten Wortlaut zu sprechen oder ein derartiges Lied zu singen. Die Austvahl hat aus dem zum Unterrichtsgebrauche zugelassenen Lehrbüchern, Liedersammlungen oder sonstigen von der Schulbehörde zulässig erklärten Texten zu erfolgen. Die Leitungen der genannten Schulen.werden angewiesen, das Entsprechende zur Durchführung dieser Anordnung zu veranlassen. .... Der Erlaß, welcher die Neuregelung der religiösen Uebungen anordnet und an die Leitungen sämtlicher öffentlichen Volks-, Bürger--und Sonderschulen in Wien, an sämtliche Ortsschulräte,'an die pädagogischen Leiter der Hilfsschulen Wiens, an das erzbischöfliche. Ordinariat, an den Vorstand, de.r rsraelitifchen Kultus gemeinde in-Wien und an die Leitungen und Vorstände der anderen Z^ligionsgenossenschaften sowie , an das Bundesininisterium für Inneres und Unterricht gerichtet ist, regelt die religiösen Uebungen, wie sie von den Religionsgenossenschaften und dem Stadtschulrat übereinstimmend bestimmt wurden. Für Mische Schulkinder kommen auf Grund dieses Erlasses als religiöse Uebungen in Betracht: Jugeudgottesdienste, die von dem Vorstand der israelitisä)en'Kultusgemeinde von Fall zu Fall fest-