Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1231 (5.7.1922)
- Date
- 1922-07-05
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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So schreibt „Jzbanda", daß sich das Ensemble der Wiener „Freien Mischen Volksbühne" mit den größten europäischen Theatertruppen vergleichen darf. „RamPa" widmet Paul Baratoff einen eigenen Aufsatz und „Dimineata" hebt das unvergleichliche Ensemble-Spiel der Künstler' hervor. „Curierul Jsraelite" betont' die große moralische Wirkung dieser jüdischen Theateraufsührungen und gibt seiner Genugtuung Ausdruck, das endlich auch in Bukarest der Augenblick gekommen ist, da man im jüdischen Theater wahre Kunst bewundern durfte. Dem Veranstalter des Gastspiels, bcni Bukarester jüdischen Künstler I. Goldenberg, wird besondere Anerkennung gezollt, daß er das Bukarester jüdische Publikum mit diesem hochstehenden jüdischen Ensemble bekanntmachte. Wie aus den Bukarester Blättern hervorgehl, besuchen alle künstlerisch interessierten Persönlichkeiten der Stadt die Vorstellungen der „Freien jüdischen Volksbühne", so daß dieses Gastspiel zu einem künstlerischen Ereignis geworden ist. Die „Freie jüdische Volksbühne" setzt ihr erfolgreiches Gastspiel noch bis Ende Juli in Bukarest fort und wird'dann andere Städte Alt- und Neurumäniens besuchen. Aus den Theatern^ In der Volksoper geht heute „Margarethe" (Faust), mit Frau de Debicka in der Titelrolle, in Szene. Als Mephisto gastiert Herr Sigismondo Saleschi,' als Faust Herr ArUon Ludwig vom Nationaltheater in München. Dirigent: Herr de Stermich. Beginn einviertel 8 Uhr. — Morgen gelaugt „Tannhäuser", mit den beiden Gästen Herrn Kammersänger Karl Jörn von der Metropolitan-Oper in New- Nork in der Titelrolle und Herrn Harald Falkmrn von der königlichen Oper in Stockholm als Wolfram, zur Ausführung. Im Johann Strauß-Theater gelangt Freitag i,Jh r e Hoheit, die Tänzerin", Operette in drei Akten von Oskar Felix und Richard Bars, Musik von Walter W. Goetze, zur Erstaufführung. Im Metropoltheater spielen in „Frühlingsl u f t" die Rolle der Hanni — Mizzi Freihardt, Knickebein — Eugen Strehn, Hildebrandt — Josef Vietora, Emilie — Luise lkrauß, Landtmann — Erich Dbrner, die Rolle des Nazi wie bisher Richard Waldemar. Im Lustspieltheater singt der neu engagierte Herr Willi Bauer am Freitag zum erstenmal den Franz Schubert im Singspiel „Das Dreimäderlhaus". r Unfall auf der Bühne. Aus Baden bei Wien wird uns berichtet: Bei der vorgestrigen Auffiihrung von Schönherrs „Glmibe und Heimat", stürzte, der Darstellerdes wilden Reiters, Regisseur Artur Klein-Ehren walten, am Schluß des dritten Aktes zu nahe dem Vorhang nieder. Dadurch fiel ihm der an der Innenseite des Vorhanges befestigte, ziemlich schwere Sandsack auf den Kopf. Herr Klein erlitt eine Gehirnerschütterung und mußte nach Schluß der Vorstellung in seine Wohnung überführt werden. Frankfurter Theater. Man schreibt uns aus Frankfurt: Die Hellmer-Bühnen, die trotz ihrer beschränkten Mittel die ganze Spielzeit gelungene Aufführungen herausbrachten, feierten den 60. Geburtstag Artur Schnitzlers mit Neueinstudierungen: „Paracelsus", „Die Gefährtin", „Der grüne Kakadu" im neuen Theater boten gute schauspielerische Leistungen, besonders des Herrn Gerd es; auch der Anatolzyklus in den Kammerspielen geriet vortrefflich. Harmlose Fröhlichkeit aus echtem Uebermut, ohne jede literarische Ambition, aber auch ohne jede Zweideutigkeit, war die Signatur zweier Schwankabende: „ Das Extemporale" und „Der grüne Heinrich". — Elli Ney war bei ihrem diesjährigen Frankfurter Konzert bestens disponiert, ihre Art Schubert und Chopin vorzutragen, ist schlechthin vollendet. Bücher zur Herzl-Feier. 1. Herzl und'der Judenstaat von Max Nordau, Prof. Marburg, Jzrael Zangwill. 2. Geschichte des Zionismus von Nachnm Sokolow (Vorrede von A. I. Balfour). 3. Tragödie der Assimilation von Max Nordau. 4. Der neue Jude von Nachum Sokolow. 6. Träumer und Kämpfer (palästinensisches Volksbuch) von Jakob Poljeskin. 6. Zionismus und Judeuheit (Krisis und Lösung) von Dr. Alfred Nossig. Int. Perlag „Renaissance (Erdtracht) Auslieferung Buchhandlung Löwit und Szelinski. Ein palästinensisches Volksbuch ist das soeben erschienene Buch von I. Poljeskin (Jaffa): Träumer n n d Kä mp fer. „Neues Wiener Journal" schreibt: „Der schlichte palästinensische Bauer Poljeskin schildert uns das harte Leben und opfervolle Ringen der Kolonisten im neuen Palästina. Es ist ein anspruchsloses, aber herzerquickendes Bnch." Das Werk enthält zwei unbekannte Skizzen von Herzls Aufenthalt in Palästina. Int. Verlag „Renaissance" (Erdtracht), Auslieferung bei Löwit und Szelinski. Gerichtssaal. Der Wiener Kommnnistenprszetz. Die Angeklagten freigesprochen. Der Prozeß gegen die fünf Kommunistenführer wurde gestern abends zu Ende geführt und-fchloß mit dem Freispruch der Angeklagten.' . > Nach mehr als zweistündiger Beratung verneinten die Geschworneu die ihnen für den angeklagten Karl T omann vorgelegteu Schuldfrageu wie folgt: Die Frage ans Aufreizung gegen die Staatsgewalt mit 9 gegen 3 Stimmen, :two Auf Auklebnuna.aeaen^Erkenntuiüe.der Gerichte io«. wie die Frage auf. gefährliche Bedrohung der Staatsanwaltschaft mit je 8 gegen 4 Stimmen, die Frage auf gefährliche Bedrohung eines Teiles der Wiener Bevölkerung mit 10 gegen 2 Stimmen. Die gleichen Schuldfragen wurden auch für den Angeklagten Josef Mornik mit je dagegen 3 Stimmen verneint, dieser aber der Uebertretung der pflichtgemäßen Obsorge teils mit 9, teils mit 10 Stimmen schuldig erkannt. Die Schuldfragen für Dr. Paul Friedländer, Doktor Johannes W e r t h e i m -.und Franz K o. r i t s ch o n e r auf Auflehnung gegen gerichtliche Erkenntnisse wurden bei allen drei Angeklagten mit 6 Ja und 6 Nein beantwortet. Im Sinne dieses Verdiktes verkündete der Vorsitzende den Freispruch der Angeklagten Tomann, Friedländer, Wertheim und Koritschoner. Mornik wurde zu 10.000 K. Geldstrafe, eventuell zu 5 Tagen Arrest verurteilt. Der Verlauf der Verhandlung sowie die Urteilsverkündigung wurden durch keinen wie immer gearteten Zwischenfall gestört. Bemerkenswert ist, daß die Polizei zur Bewachung des Auditoriums ein Aufgebot von etwa 200 Mann bereitgestellt hatte. Die Wachleute hatten das ganze Landesgericht umstellt und waren zum Teile auch in der Wachstube in der Wickenbürggasse einquartiert'worden. D§r MvrÄProzetz von Orgosany. Das Budapester Divisionsgericht setzte gestern die Verhandlung gegen die sechs verhafteten Mörder von Orgovany fort. Die Angeklagten sind zwar Mitglieder der Abteilung des Hejjas, jedoch nicht die richtigen Führer der berüchtigten Mordtaten. Gestern gestanden vier Angeklagte,, daß sie die ersten drei Morde zwischen der Donau und Theiß, dem Befehl Ivan Hejjas' folgend, verübten. Sodann kam es zum Verhör der Angeklagten Ambrosius und Emmerich Toth, die gleichfalls ein Geständnis gegen Ivan, Aurel und Andreas Hejjas ablegten. Der Angeklagte Emmerich Toth erklärte: „Ivan Hejjas hat uns den Befehl 'erteilt, die drei jüdischen Großbesitzer von Jzak zu verhaften und hinzurichten. Dabei war auch Feldwebel Danits und Zbona zugegen. Mit'diesem Befehl gingen nach Orgovany. Wir holten die Leute ab, luden sie auf einen Wagen, ich weiß nicht, wie viele wir waren .., Der Jude war stark, ich konnte ihn nicht allein tragen . .. wer eigentlich den Strang über seinen Hals warf, kann ich schon nicht sagen, aber die Juden .. Verhandlungsleiter: Sagen Sie nicht immer Jude, nennen Sie ihn beim Namen, j Emmerich Toth: Wir haben die Juden auf der Steve begraben. Ich kann mich nur daran erinnern, daß wir sie, dem erhaltenen Befehl folgend, ermordet haben, Der Einzelheiten kann ich mich nicht erinnern. Derhandlungsleiter: Ist es wahr, was Zbona angibt, daß Sie betrunken waren? Toth: Es ist nicht wahr, wir habensozusagen nichts getrunk-en. - Verhandlungsleiter: Was ist mit. den Kleidern, Gold und Juwelen der Ermordeten geschehen? Toth: Wir haben sie genommen und an Hejjas ausgeliefert. Aber das eine kann ich Ihnen sagen, daß nicht ich es war, der die Ringe von den Fingern der Toten heruntergezogen hat. Verteidiger Dr, C z i a k Y: Was war der Zweck ihrer Abteilung? Zbona und Toth unisono: Die Wiederherstellung des christlichnationalen Lebens des UngartumS und die Verfolgung des Kommunismus. » Verhandlungsleiter: Ich verbiete derartige Fragen. Hier handelt es sich nicht um den Hintergrund gewisser Taten, sondern um Raubmord. Wir haben hier Tatsachen festgestellt, nicht Hintergründe gesucht. Diese Leute haben im Rahmen einer persönlichen Unternehmung, einem. Befehl folgend, ohne Recht zum Urteilen und Hinrichten, einfach gemordet und geraubt. Darüber verhandeln wir. Die Witwe des ermordeten Kaufmannes Panczel, als Zeugin vernommen, schilderte die Ereignisse der Schreckensnacht vom 17. November 1919. Die Angeklagten, die sämtlich mit Gewehren bewaffnet waren, hatten mit Axthieben die Wohnungstüren zertrümmert, Bargeld im Betrage von 120.000 K. sowie Kleider und Wertgegenstände geraubt und ihren Gatten fortgeschleppt. In gleicher Weise sagten die Witwen der Ermordeten Beck und Schmied aus. Der als Zeuge vernommene Direktor der Jzsaker Volksbank sowie der Kassier dieser Bank gaben an, daß bei ihnen Geld und Pretiosen auf die Namen Franziaa-Kis, Danics und Juhasz deponiert wurden, daß sie aber diese Depots im Dezember dem in der Bank erschienen Hauptmann Makkai, dem Franzia-Kis und noch einem Oberleutnant über deren Aufforderung ausgefolgt haben. Der als Zeuge vernommene Oberleutnant Aurel Hejjas, ein Bruder Ivan Hejjas, bestritt die Behauptung des Danics, daß dieser ihm die geraubten Wertgegenstände übergeben hätte. Leoprechting zu lebeusläuglichem Zuchthaus verurteilt. ,r Der Hintergrund her Anschlußbewegüng. München, 3. Juli. (Wolfs.) Im weiteren Verlaufe des Verhörs (siehe „Wr. Morgenzeitung" von gestern) erklärte der Angeklagte Leoprechting, in politischen Dingen dürfe man sich auch solcher Mittel bedienen, die im bürgerlichen Leben unzulässig seien. Er habe auS patriotischen Beweggründen gehandelt. Der Vorsitzende wies auf das Unzutreffende dieser Behauptung hin- und hob das Doppelspiel des Angeklagten gegenüber dem französischen Gesandten in München, Därd, und der Reichsregierung hervor. Der Angeklagte behauptet weiters, das von ihr hergestellte Expose sei nicht für Dard bestimmt gewesen. In diesnr Expose ist der Gcne- .ralMan i.ür_.eine ba.lb.i_fl* Lostr.ennunaaJfc 5. Juli 1922 Seite 7. er ns,' Württembergs und Badens vom Reich ei enthalten. Weiters wird darin die Entfachung eines heftigen^ Kulturkampfes empfohlen, um Zwietracht zwischen Süds und Nord zu säen. Im weiteren Verlause des Prozesses er»f klärte der Angeklagte über^ seine Beziehungen zwischen dem französischen Gesandten in München, daß er von diesem im ganzen 59.000 Mark erhalten habe. Die won Därd vertretene Politik sei eine Separationspolitik gewesen. Zur Förderung des Separationsgedankens habe Dard vergeblich' versucht, eine- Anzahl bayrischer, württembergischer und badi-j scher Zeitungen zu b e st e ch e n. Im weiteren Verhöre wurde! näher auf ein von Leoprechting verfaßtes und von ihm dem! französischen Gesandten Dard übergebenes Expose emge0cm»j gen, in dem ein genauer Organisationsplawautzgearbeitetj wurde, der sich auf Süddeutschland, einen Heil Oester-! reichs und Tirol erstreckt. Das Gericht erkannte den Angeklagten des Hochverrates« schuldig und verurteilte ihn zu lebenslänglicher Zucht-; hausstrafe unter dauernder Aberkennung der bürgerlichen! Ehrenrechte. VGlksWirt.^^ Gestempelte Krone --- —.02% Centimes Auszahlung Wien —.02V2 Centimes. Wetterer Rückgang -er Mark. ’v; , Ln Zürich notierte ' ''/ \ die österreichische Kwnr . .. . —.02'/, (—.02*/* am 3. Juli)', die österr. gestempelte Krone. —.02'/« (—.02V, am 3. Juli) die tschechische Krone . . . . 10.10 (10.10 am 3. Juli) die Mark. . . . . . L.is'/, ( 1.26 am 3. Jtrli)! Agram . ........ .1.62 (137% am 3. Öüli)j Sofia; 3.45 ( 3.45 am 3. Juli)! Budapest .47l/g (—.50 am 3. Juli) Warschau—.11 l~M% am 3. Juli); Hausse der fremde« Zahlungsmittel. Keroorgerufen durch große Käufe für Rechnung Deutsch»^ lands erzielten im gestrigen Verkehr fremde Zahlungsmittel ganz enorme Steigerungen. Gefördert wurde die Nachfrage durch Len Tiefstand unserer Krone und der Ungewißheit hiniichtiich des Finanzplanes. Gegen Schluß trat eine leichte Ab-f schwächung in die Erscheinung, doch waren gegenüber dem leht-j gemeldeten Stand noch ganz onfehuliche Avancen zu verzeichn.— wie nachstehende offizielle Noiierungen zeigen. VerÜtkentlieliunZ 6er vevisenrentrale , vom 4. Juli 1922. F 6 5 T- G 5VS 5 3V. svr Zahlungen) Amsterdam f. 1 holl, uulden Agram 1 jug. Kronen .. . Belgrad 1 Dinar ... ' Berlin 1 deutsche Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs »1 ■Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei; ... . . ' Chrlstlanla 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . ♦ Madrid 1 Pesetas . . Mailand 1 Lire . . . ■ ,'Vv6 New York 1 Dollar . # *f'. '. -» V**4 Paris 1 Franca . . . t. . Prag 1 tschecho-slow. Kronen Sofia l Lewa ...... Stockholm 1 schwedische Kronor Warschau 1 polnische Mark . Zürich 1 schweizerische Francs Noten Vmerikan. Noten v. 5 Dollar aufw. „ „ kleinere . . ,; Belgische Noten 100 Francs . Bulgarische Noten zu 1000 Leva V » » 100 m » > „ m kleinere ,v> Dänische Noten 100 ICroner ' . ' Deutsche Noten zu 1000 Mark,::.? an 100 a .; .; » * kleinere. . . ’. Engl. Noten vpn 5 Liviest, aufw. „ , kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . ' Holländische Noten 100 Gulden-. Italienische Noten v. 1O0 Lire aufw. Kleinere # * lugOBl. Noten ungest. zu 1000 Dinar * » a n .100 „ » ' „ « kleinere .:. Norwegische Noten 100 Kronery. Polnische Noten v. 500 Mark aufw. Kleinere » Rumänische Noten zu KXX) u. 500 Lei „ „ kleinere . . . Russ, Noten (Roman.) zu 500 Rubel * a a a 100 » - a a kleinere.,. Schwedische Noten 100 Kronor '. Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v. 1000 aufw. „ „ kleinere . . Ungar. Noten (neue Ern.) zu 1000 Kr. . . zu lö.opo Kr* » ., » . kleinere , . . Kurs v . 3. Jnlfl f Geld Ware Geld Ware* 8297.50 8302.50 7997.50 8002.50 65.27 65.38 64.22 64.28! 260.88 261.12 257.38 257.62 49.45 49.55 '48.45 43.55) 1699.50 1700.50 1659.50 1660.50; 18:77 18.83 18.645 18.705; , 3524!- 3526!— 3424!- 342fjQ 4548.75 4551.25 4348.75 4351.25; 94.775 94.825 91.975 92.025] 3248.75 3251.25 3173.75 3176.25' 989.70 990.30« 974.70 975.301 21,469 21.481 20.844 20.856! 1785.50 1786.50 1741.50 1742L0! 414.90 415.10 399.90 , 400.10; 134.95 135.05 131.95 132.05 5448.50 5451.50 5248.50 5251.80, 4.47 4.51 4.33 4.371 4073.75 4076.25 3948,75 3951.25; 21319;- 2133!.- 20669.- 20581.- 1684L0 1685.50 1649.50 1650)50 131.05 131.15 129,95 130.sK 4518*75 4KK25 4318!75 432l)25 49.75 49.85 I)~ —— 94.575 94.625 91)975 92.025 1779!50 1780*50 1741'.M 1742)50 8247*50 8252.50 7977.50 7982.50 981.70 982.30 969.73 970.30 259ÜÜ 260*22 256)88 257*.12 259.63 259.87 3499!- 350l!- ' 4.47 4,51 4.34 4.38 125!94 126)06 121.69 12l)81 54*18*50 542Ü5Ö 5224)50 5227)M 4048.75 4051.25 3923*75 3926*25 3228.75 3231.25 414.40 414.60 399.40 399.60 414.15 414.35 399.15 399.35 , 18,89 18.95 18.795 18.855 z% —!— —)— Die Enquete Wer die Warenumsatzsteuer. Unter dem, Vorsitz des Abgeordneten Kollmann fand, gestern die Enquete über die Warenumsatzsteuer statt. Rosen-! b e r g (Handelskammer Wien) verweist auf die große Gefahr^ die sich aus per leichten Ueberwälzungs- und Hinterziehungsmöglichkeit ' ergeben würde. Der finanzielle Vorteil der Steuer wäre wegen derhohe» Einhebungs- und Kontrollkosten von Haus aus gering. Das Gesetz müßte eine förmliche Re< volution im grämten Wirtschaftsleben mit sich bringen.! Nicht nur bezüglich des Verkehrs im Inland, sondern mit Rücksicht auf den Warenverkehr mit dem Ausland. Eine besondere Gefahr wäre die Ueberhöhüng der Preise, da nicht nur eine Ueberwälzung der bezahlten, sondern auch der hinterzogenen Steuer zu befürchten ist. ,! Ingenieur Taussig (Handelskammer Wien): Wir fittb' nicht für die Waren» ms atz st euer, wir müßten uns. aber damit äbfinden und würden für den Fäll ihrer Einführung bei der Eigenart der österreichischen Industrie es für uni richtig halten, die Steuer von jedem Verkchrsakt einzuhebem Eine solche Steuer wäre rückschrittlich und produktionshemmend.' Me Steuer., soll eiuM.l beim IMergehen jedes. Prodtcktes. i*|