Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1227 (1.7.1922)
- Date
- 1922-07-01
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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T5 ll‘ "KP -Tf v. f p *t - *rtrrw- *. , u -s srren, Damsrag Mener WorügenKeUUM. 1. Juli 1932 ',' ' ' 1 \< ' , Ml. 1227 /' . * Wetterberichk. Das Wetter ist'in Oesterreich lrüde und regnerisch. Namentlich südlich von den Zentralaipen liegt ein geschlossenes Reaengebiet. .Die Wetterlage ist wenig verändert. Voraussage: Meist bedeckt, zeitweise regnerisch, kühl, westliche Winde. * Wiener DlinSenfammellag. Leute findet in Wien der VÜndensammeliag statt. Das gesamte Ergebnis wird der Errichtung eines Erholungs- und Altersheimes für die Blinden Wiens zugeführt. * Sine IudentragvSie in den Karpathen. In Karpalhorußland, hoch oben, wo die Karpathen vom ewigen Schnee bedeckt find, hat sich eine Judentragödie abgespielt, die nur bei genauer'Kenntnis des Lebens dieser karpaihorusiischen Dergjuden verständlich wird. Oben auf der Dumenalpe lebt eine alte-jüdische Siedlung, die, abgeschlossen von der Kulturwelt, ihren malten Traditionen mit peinlichster Genauigkeit anhängt. Die Bevölkerung lebt von Viehzucht und liefert ihre Milchprodukte zu Tal. Bei der Erzeugung dieser Produkte werden die rituellen Vorschrifien aufs genaueste eingehalten.' Vor einigen Tagen wurde, wie uns aus U n g v a r berichtet wird, der Oberrabbiner Chaim Fried mann aus Raho auf die Alpensiedlung berufen, um das für die Butter erforderliche Geschirr zu Käschern, das heißt rituell gedrauchsfähiv -u machen. Der greise Dabbiner folgte der Einladung und ging in Begleitung zweier Pecjonen auf die Dumenalpe. Unterwegs überraschte ihn ein Unwetter. Er wollte jedoch nicht umkehren, weit ihm bekannt war» daß die jüdi'che Bevölkerung dort droben schon seit Tagen ohne Butter, fast "die einzige Nahrung und Erwerbsquelle oer Leute, sei. Der Wolkenbruch hatte m wenigen Mimit-n den kleinen Bilinbacd, welchen er übersetzen sollte, so angeschwellt, daß auch die Brüke weggeschwemmt wurde. Der alte Mann entschloß sich, zu Fuß aus das andere Ufer des Baches zu gelangen Die Ftut riß ihn nieder und führte ihn vor den Augen seiner Begleiter talabwärts, wo er ihren Blicken entschwand. Sein Leichnam wurde später aufgefunden. * Auch eine Bibelforfchung. Waren unsere Stammeltern?ldam und Eva blond oder dunkelhaarig? Ueber diese Frage hat der Reverend Thomas Murley aus Cineinatti lange Jahre hindurch die allergründlichsten Forschungen und Untersuchungen angestellt, deren Ergebnis er nun in nicht minder gründlichen Artikeln in amerikanischen Blättern veröffentlicht. „Es ist merkwürdig," so schreibt er, „daß die Bibel an keiner Stelle von der Haarfarbe des ersten Menschcnpaares spricht, obwohl gerade eine derartige Andeutung bon ungeahnter Wichtigkeit wäre. Die Maler, welche Adam und besonders Eva bildlich darstellten, haben sich zwar bei der Kolorierung ihrer Gemälde von keinerlei Gewissensbebenken tragen lassen, sondern die' ersten Menschen nach ihren Persönlichen Idealen blond, brünett oder schwarz bepinselt. Es muß sogar zugegeben werden, daß bei der künstlerischen Darstellung des ersten Menschenpaares der blonde Typus vorherrscht, obgleich nach den Anschauungen der Wissenschaft die schwarze Haarfarbe zweifellos die ältere ist. Ja, man schließt aus verschiedenen Gründen, daß die Urhaarfarbe der Menschen weder schwarz, noch brünett, noch blond, sondern r o t gewesen sein muß. War also Eva rothaarig? Die Bibel gibt darüber, wie ^'chon erwähnt, leiderkeinen Aufschluß. In einer alten Darstellung aus dem 12. Jahrhundert sicht man' Eva' als A l b i n o mit ganz Hellen, nahezu weißen .Haaren, aber, roten Augen und milchweißer Haut abgcbildet. Waren demnach die ersten Menschen Albinos? Diese Frage muß man entschieden verneinen, da sonst die Bibel sicherlich eine diesbezügliche Andeutung nicht Unterlasten hätte. Sie spricht aber überhaupt von keiner Haarfarbe, und daraus muß der logische Schluß gezogen werden, daß Adam und Eva — kahlköpfig waren." * Fürst Albert von Monaco. Wie gemeldet, ist dieser Tage in Paris der Fürst von Monaco gestorben. Fürst Albert, der ein Alter von 74 Jahren erreicht und 33 Jahre die Last seiner einträglichen Krone getragen hat, hat eine Zeitlang -insofern auch eine eigene politische Rolle gespielt, als ihn Wilhelm der Zweite wiederholt als Gast zu seinen Kieler Regattafestlichkeiten geladen und ihm die Rolle eines Mittlers bei gewissen Verhandlungen mit der französischen Regierung zugedacht hat. Das hat aber den Fürsten nicht abgehalten (und er konnte nuch kaum anders), beim Krigsäusbruch sich sofort den Franzosen anzuschließen und ihnen seine 85 Mann starke Armee zur Verfügung zu stellen. Man hat es ihm nicht übel genommen. In weiteren Kreisen bekannt geworden ist der, Fürst durch seine jahrelange rege Beteiligung an der ozeanogravhischem F o r s ch u n g, für die er wertvolle Stiftungen gemacht hat, und durch sein Auftreten als Förderer des Sports, ' auch hier namentlich auf dem nassen Element. Auch die Geschichte seines häuslichen Lebens hat die Oeffentlichkeit mehr als einmal "beschäftigt. Seine erste Ehe mit der Lady Douglas Hamilton ist von der Kurie für ungültig -erklärt, seine zweite mit der Herzogin von Richelieu, geborenen. Alice Heine, gerichtlich^geschieden worden. Der Erbprinz Louis, ans den die Fürstenwürde übergeht, . ist 52 Jahre alt und Oberstleutnant im 1. französischen Fremdenrcgiment.; * Eine Stoßpartie im Cafe de l'Europe. In der Nacht zum 30. Juni um halb 1 Uhr wurde im Cafe De l'Europe, 1. Bez., Jasomirgottstratze, von Organen des Stadikommissarims eine Gesellschaft von sieben Personen beim Hasardspiel „Stoß" betreten. Auf eine einzelne Karte wurden Beträge bis zu 100.000 K. gesetzt. Auf dem Tische lägen stets ganze Stöße Banknoten höherer Werte, mitunter zusammen vier bis fünf ‘ Millionen Kronen. Ein Teil der Einsätze und die Bank, zusammen 2,250.000 K., und' die' Spielbehelfe winden beschlagnahmt. Die Strafamtshandlung ist eingeleitet. die von den Sprengeln gervülsilen Mitglieder wollen bestimmt erscheinen. — Jüdisch-akademischer Kulturverband Jabne. Leute, 8 Il'ir abends, IX., Türkenstraße 59. Plenarversammlung. — K i ha ch d u th. Die Mikalieder werden aufgefordert, die übernommenen „Schkalim" spätestens bis Sonntag den 2. d. bei Lbarer Boaelfänger adzurecknen. Abrechnungszeit Samstag von 3 bis 3 Uhr. Sonntag von 10 bis 12 Uhr.Leb r ä i fch e r K t u b. ir., Taborstrotze 1. Leute, 8 Uhr abends, dringende Ausschußfihung. Anschließend Sicha sisrutitii. Bet Siraßenbahnverkebr morgen, Sonntag. V-3 Uhr, gemeinsamer Ausflug nach Neuwaldegg. Treffpunkt Schottentor. — Zionistische Jugendgruppe (Kultursektion. XX., Karl Meißlstratze 5. Leute, 3 Uhr, Vortrag des Kerrn S. Schwager. Anschließend Vorlesung. Morgen, V-8 Uhr, Kerzl-Feier in der Toynbeehalle. XX., Denisgasse 33. unter Mitwirkung erstklassiger Kunstkräste. Beginn 7*8 Uhr.. — S e p h a r d i.s ch - a k a d e m i s ch e r Verein Esperanto. Die heutige Versammlung entfällt. Mitt woch den 5. d-, 9 Uhr abends, im Cafe Theater (vis-a-vis der Volksoper) Generalversammlung. — Jüdische Volksbiblrothek Zion. Leute, 4 Uhr. Ausichutzfihung. Mitglieder, die ihre Schkalim noch nicht adgelieftrt haben, werden aufgefordert, bis Montag den 2. d. abmliefern. — Verein Erez Israel, 1!.. Zirkusgasse 33. Leute, 5 Uhr nachmittags, dringende Ausschutzsitzung. Urania. Leute. Samstag, 5 Uhr (Großer Saa»): Unser Freund, der Lund.. Morionettenkrieg. 7-6 Uhr (Realschule. III., Nadetzkystraße, 1. Stock, Klasse VI b): Prof. Dr. Lmanuel W i t l a c z i i: Kurze Naturgeschichte des Pryters. 7,8 Ahr (Großer Saal): Aus der Glanzzeit der heiteren Wiener Musik: 7,8 Uhr (Kle'ner Saal) .- Prof. M. Leutra ö tz e r: Wiener-Neustadt, seme Geschichte und Baudenkmäler. 7,8 Uhr (Klursiaal): Univ.-Pros. Dr. Leopold Kober: Bau und Bild Oesterreichs. IV. Ernährung. Die LebensMittelmArkLe. Neue Steigerung der Fleischpreise. In der Großmarkthalle macht sich der SLraßenbahnerstreik sehr unangenehm fühlbar. Der Besuch der Halle war gestern wohl, etwas lebhafter, doch ist das Geschäft sehr gering. Die hohen Preise tragen übrigens das ihrige dazu bei, daß der Fleischkonsum sich in äußerst ' bescheidenen Grenzen hält. Noch vor dem -Feiertage haben nach der vormittägigen Preiserhöhung am Mittwoch neuerliche Preissteigerungen im Großhandel Platz gegriffen. Es verteuerten sich weiter im Großhandel Kälber, Kalbfleisch und Lämmer um je 200 K, Schweine um 100 K., Kitze um 600 K. pro Kilogramm. Im Detailhandel blieben die Preise vorläufig unverändert auf der horrenden Höhe des Mittwoch. Von auswärts waren gestern fünf Waggonladungen mit verschiedenen Fleischgattungen angekommen, drei stammten aus dem Burgenlande, zwei aus Jugoslawien. 'Die Grünwarenmärkte find günstig beschickt, trotzdem^ sind keine Preisermäßigungen zu verzeichnen. Frische Eierzufuhren fehlten, was sofort dex Anlaß zum Anziehen der Preise war. Auf dem Naschmarkt kosteten gestern frische Eier pro Stück bereits wieder 280 bis 290 K. ILÄischer Frauenbund. Spendenausweis der Jnlandsaktion für Kinder und Greife dom 14. bis 30. Juni 1922. 'Frau Anna Berkowih IX. 20.000, durch Frl. Nelly Zwecker IX. 13.500, Dr. Josef Gelernter 1.10.000, Frau Pouline Wehl 111/3000, Frau Lea Korowitz IX., Frau Lotte Necheles IX., Frau Goldmann IX., Frau Klara Katsane IX.. ^rau Esther Sucher H., Frau Berta Ampel I!., Frau Dora Goldfeld II., Lerr Agatstein TI., Frau Rosa Anger!X., Frau Frieda Käufer IX., durch Frau Lilly Bäns II., durch Frau Dauer!X.' ' je K CO K. Frau Anna Landau Frau Lotte Lehr IX.. Äerr Fürst IX.. - Frau Rebekka Schächter U, E. K. je 500 K. Frau - Mali Baumöl II.. (Monatsbeitrag) 500 K. Frau Reilner IX. (Monatsbeilrag) 400 K. Frau Amalie Rosenblatt 111. '4 Monatsdeiträge 400 K. Diverse, 1000, früherer Ausweis 463.000, zusammen 526.300 K. , - Vereine, Vorträge und Versammlungen. Z i o n i st i s ch e B e z i r k S s e k t i o n Leopold-' st n d t. .Beute, 8 Ilhr abends, im eigenen Lokal. II., Zirkus- <-,ai!e 33. drtvoende Auslchuklikung. Ausschutzmitglteder wie auch : Bühne mür Kunst. Die VsLLsLüynenbewegrmg. In Deutschland 400.000 Mitglieder. — Der dritte Bostsbühnentag. — Die Rede des Preußischen Ministers des Innern. — Die Festsetzung der. Spielpläne. Während in Wien und Oesterreich die Volksbühnenbewegung trotz wiederholter Versuche nicht gedieh, hat sie in Deutschland in den letzten Jahren einen großen Aufschwung genommen. Die Bewegung umfaßt bereits alle Teile Deutschlands. Wie man anläßlich des dritten Volksbühnentages erfuhr, der in Bielefeld abgehalten wurde, bestehen Zweigvcreine, die nach dem Muster der Berliner Volksbühne organisiert sind, in mehr als fünfzig Städten mit insgesamt 40 0.000 Mitgliedern. Bemerkenswert ist die Rede, welche anläßlich der Tagung der preußische Minister des Innern.Severing hielt. Er betonte, daß die Volksbühnen zwei Aufgaben haben: die breiten Volksschichten für die Geistesschätze «des Volkes sehend und hörend zu rnachen, ^andererseits aber auch nach dem .Fallen der Zensur durch freiwilligen Boykott, offenbarer Geschmacklosigkeit eine s e lb st a u f e r l e g t e „Z e n s u r " zu üben. Die' große Verantwortlichkeit des Volkes als mitschasfenden Faktors-am Kunstwerke müsse gerade den Volksbühnen zum Bewußtsein kommen.-- Ein interessantes Referat hielt auch Dr.--Gebhardt über die Entwicklungsgeschichte des Theaters. Der Geschäftsführer des Verbandes Dr. Ne-striepke erklärte-.-es-als die wichtigste Aufgabe der Volksbühne, unter ihren Mitgliedern das Bewußtsein ihrer Zugehörigkeit zu einer Kulturhewe-- g u n g zu wecken. Nachahnrenswert ist auch, daß anläßlich dieser Tagung mit größter Gewissenhaftigkeit und in ersten Bemt-nngen an der Gestaltung des -Spielplanes der Volksbühnen gearbeitet wurde. 'In Wien ist -bekanntlichPor drei Iahen für einen kleinen Kreis die Freie jüdische Volksbühne gegründet worden. Sie -hat in chrem Milieu und in Anbetracht des schwierigen Bodens sehr Erfreuliches und auf dem Gebiete jüdischer Kultur. Vorbildliches' geleistet. > ' . . •' deau, zur ersten Airfführung und an den folgenden Tagen zu Wiederholung. > Im Raimund-Theater gelangt allabendlich un halb 8 Uhr „Die Liebe geht um" mit Franz Glawatsck und Pepi Glöckner zur Auffuhrimg. 6 1 , „ Aru.W i e n e r, Komödien h a u s gelangt heute uir. halb 8 Uhr dw breraktige. Posse mit Gesang „SchumMe' nt a ch 1 alle s" von Karl. Marfeld-Neumann, Musik von Cd' mund Eysler, unter persönlicher Leitung des Komponisteii. mit, Otto Glaser, Viktor Flemming, Trude Traübert. Hast? Stemer als Gasten, zur Aufführung. In der Urania findet Dienstag den 4. d. um halb 8 Uhr im großen Saale ein Kammer-Tanzabend von Elsa, Berta und Martha Wiesenthal mit teilweise neuem Vro. gramm statt. Mitwirkend: Das Urania-Orchester. Gerichtssaal. Wenn man auf das Steigen $et Krone spekuliert. Der chilenische Staatsangehörige Carlos H egedüs hatdr in Wien auf das Steigen der österreichischen Krone spekuliert und zu diesem Zweck dem Wiener Bankverein Dollarnoten und holländische Gulden verkauft. Aus diesen Trarlsäktionen ergab sich im August 1921 zu seinen Ungnnsten ein Saldo von 3,807.000 Kronen, welchen Betrag der Wiener Bankverein beim Zivillandesgericht einklagte. Hegedüs wendete durch Dr. Otto. Brun st ein ein, daß es sich um unklagbareDifserenzgesch äfte handelt, da er die zu liefernden 18.000 Dollar und 12.000 holländischen Gulden nie besessen habe und erkennbarerweise auch nicht die Absicht einer Lieferung hatte, vielmehr sei das ganze Geschäft um die Kursdifferenz gegangen, was als Spiel und Wette anzusehen sei. Die klagende Partei.sei daher nicht berechtigt, außer den bei ihr erlegten und durch diese . Spekulation bereits verloren gegangenen^ 6.805.0 0 0 KroneN noch einen weiteren Betrag mit Klage ' zu begehren. Der Vertreter des Bankvereins Dr. Artur Kur an d a brachte gegen die Behauptung eines Disferenzgeschäftes vor,/ daß der Beklagte ein chilenischer Kaufmann ist, in dessen Besitz man also ausländische Valuten voraussetzen müßtet daß er die nötigen Mittel besitzt, gehe schon aus der Ueberweisung von drei Millionen Kronen bei Abschluß des Geschäftes hervor, außerdem war ein kurzer Lieferungstermin vereinbart. Der Geklagte gab dies zu, brachte aber dagegen vor, daß er das gleiche Arrangement zirm Zwecke von Spiel und Wette bei der Anglobank unterhalten hatte, und erst, als diese es nicht verlängern wollte, unter Mitteilung dieser Tatsachen die Uebernahme des Arrangements dem Bankverein-an-- getragen hat. Der klägerische Bankverein bestritt dies. Das Zivillandesgericht verurteilte den Geklagten zur Zahlung der eingeklagten 3,807.000 Kronen an den Bankverein, weil, wie zu jedem anderen Vertrag, auch beim Sprelvertrag Willensübereinstimmung der Parteien erforderlich sei. Der Geklagte hatte alsv Nachweisen müssen, daß der hei ihm bestandene Wille eines Disferenzgeschäftes auch auf seiten der Bank bestanden habe. Diesen Nachweis habe er aber nichterbracht. Mit Recht habe dagegen die klägerische Bank anführen können, daß kein Verdacht aufkommen -konnte, daß der Beklagte als chilenischer Staatsangehöriger die verkauften fremden vWcrte nicht besitzt. Die Bank vermochte auch bei Anwendung aller Sorgfalt nicht zu erkennen, daß dem Beklagten die effektive Lieferung serngelegen war. Ueber die dagegen von dem Beklagten eingebrachte Berufung fand gestern vor dem Oberlandesgericht die Verhandlung statt. Der Berufungssenat (Vorsitzender Hofrat Dr. En der) gab der Berufung kein- Folge und bestätigte das erstrichterliche Urteil. Volkswirt. Gestempelte Krone Auszahlung Wien In Zürich notierte -.02V, Centimes. -.02% Centimes. Aus den Theatern. Spie'lplan des D e u t s ch e n V o l k s t h e a t e r s. Samstag um halb 8 Uhr „Wienerinnen": Sonntag um hälbP Uhr „König O'edivus"; Montag um halv' 7 Uhr „Hamlet"; Dien8tag -um 7. Uyr „Der lebende- Leichnam".; - , In den Kammerspielen gelangen heute um^ 7 Uhr „Abenteuer in Marokko", erotischer.Schwank in drei -Akten bon Pierre Malin, und um 10 Uhr „Venu s", e.in Akt-- von Chlaude Benjamin, „D i e 'S p e l u n k e", Drama in einem Akt'von Charles Merc, „Lauf do'ch nicht immer nackt berumi". Luitivicr ü» einem Akt von Georges Fehdie österreichische Kronr . . . —02'/. (—027, am 29. Juni) die österr. gestempelte Krone. —027s (—.03 am 29. Juni) die tschechische Krone .... 10.10 (10.10 : am 29. Juni) die Mark. 1.43 ( 1.46 am 29. Juni) Agram.......... 1.65 ( 1.67 am 29. Juni) Sofia ... . . . ,v. . . . 3.40 ( 3.42. am 29. Juni) Budapest ......... '—.51 (—53 am 29. Junj) Warschau. —11'/, , (--UV, , am 29. Lüni) Die Südbahnkonferenz. Die Generaldirektion der Südbahn teilt-mit: Nach aus Venedig eingetroffenen Mitteilungen werden die dort gemäß den einschlägigen Bestimmungen der Friedensverträge' von St. Germain und Trianon über die Südbahnsragen geführten Verhandlungen voraussichtlich noch bis etwa 12.-Ir:li andauern. Monsieur Bellefrey, Präsident der Association Nationale, die bekanntlich - die Interessen her französischen Priorität vertritt, ist gestern zu dem von ihm bereits bei seiner Ankunft in Vendig bestimmten Termin wegen dringender beruflicher Inanspruchnahme nach Paris ab gereist. Hierbei wurde mit ihm vereinbart, daß die Association Nationale über den weiteren Fortschritt der Verhandlungen im Laufenden gehalten und erforderlichenfalls nochmals einen Vertreter nach Venedig entsenden wird. / Die Warenumsatzsteuer. Am Dienstag fütdet, wie bereits gemeldet, im Sitzungssaal des Finanz- und Buvgetausschusses eine Expertise über die Wärenumsatzsteuer statt. ,Wie wir-erfahren,, wird an dein Prinzip der. Warenumsatzstener unter allen Umständen , sestgehalten , und daher , wird der Obmäun des' Unterausschusses für die Wärenumsatzsteuer,' K oll mann, jede Diskussion^ du sich gegen das Prinzip der Steuer richten sollte, int vorhinein