Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1225 (29.6.1922)
- Date
- 1922-06-29
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1225 Wie», Donnerstag H“''"-'--, -r——;---:— ' iätenhändler Sandor Wendlinger eine solchevon 400.000 K., ' gegen Frau Elise Kellermann eine solche von 500.000 K. verhängt.-Die Firma Bermann u. Co.'wurde wegen unterlassener Anmeldung eines ProbesahrzeichenS mit 700,000 K., die Firma Kux, Bloch u. Co. wegen verspäteter Anmeldung mit 150.000 Kronen bestraft. * Errichtung eines Zollflugplatzes in Aspern. In einer im morgigen Bundesgesetzblatte zur Verlautbarung gelangenden Kundmachung des Bundesministeriums für Finanzen wird der im Wiener Gemeindebezirke liegende Flugplatz-Aspern als Zollflugplatz erklärt. * Verlust. Am 27. d., zwischen 10 und 11 Uhr vormittags, wurde auf dem Wege, 3. Bez., Rennweg bis 1. Bez., Schwarzenbergplatz 1,, eine Damenarmbanduhr aus Tulasilher ver- * lören. Der redliche Finder wird gebeten,, sie im Bureau der American Relief Administration Mittelstandshilfe, i. Bez., Elisabechstrcche. 9, ahzügeben. * Wetterbericht. In Oesterreich herrscht allgemein Schönwetter. Gegen Norden nimmt die Bewölkung rasch zu, im Gebiet des Kanals regnet es. Ganz Europa wird von westlichen Wanden beherrscht. Voraussage: Zunehmende Bewölkung, leichte Neigung zu Niederschlägentagsüber geringere Temperaturzunahme, westliche Winde. ' * Autoverkehr auf den Kahlenberg. Die Kahlenberg Ä>G. hat sich entschlossen,, als Ersatz für die, eingestellte Zahnradbahn einen 'Autobusverkehr von Samstag" den 1. Juli an in Betrieb zu setzen. Die Autobusse zu 85 Pferdestärken (Fliegevautos), ^werden in regelmäßigen Zwischenräumen von emer Stunde vom Brauhaus Nußdors bis zum Hvtel Kahlenberg fahren. Die'Talfahrt beginnt morgens um' dreiviertel 8'Uhr früh, bie cxftc1 Bergfahrt um viertel 9 Uhr. Von 10 Uhr bis 4 Uhr nachmittags, um welche Stundedie erste Talfahrt wiederum erfolgt, findet der Antoverkehr nur, nach vorheriger Bestellung statt. Um 9 Uhr abends fährt der letzte Autobus vöm' Kahlenberg-Hotel 'weg'. Um auch' weiteren' Kreisen den Besuch des alten Wahrzeichens Wiens zu ermöglichen, hat die Kahlenberg A.-G. die Preise so billig als möglich festgesetzt: Die Bergfahrt wird 2500 K.,'die Talfahrt 1600 K. kosten. * Der MitttonÜr Otto Kirsch oo» Ser Gattin erschossen. Aus New-Pork wird berichtet, Latz während einer Vorstellung in rimm Lichtspieltheater m Freeport Long Island die Frau des Millionärs Kirsch ihren Gatten Otto aus Kifeksuckt wegen der Anwesenheit ihrer Rivalin» , des Filmstars Neinr D a v i s, in einer Loge niedergeschossen hat. * Drohende Belriebseinslellung der Praterwirls* hSnser. Die Praterkellner sind an den-Verein der Praterbudenbesitzet mit Lohnforderungen herangekrelen, die von den Wirten unter Kinweis auf das Bestehen einrr Kellnergewerkschaft abgelehnt, wurden. Sollten die Praterkellner auf ihren exorbitanten Forderungen bestehen, wollen die Wirte heute mittags ihre Betriebe e in st e ll ».n. ...... * Der .Lohnkampf in der Konfektionsindustrie.. Montag fand im Hernalser Brauhaus eine stark, besuchte Versammlung der im Lohnkampf stehenden Stüämeister der Konfektionsindustrie' statt, in - welcher beschlossen würde,' sich 'vorläufig mit der von den Arbeitgebern zugebilligten 70 prozentigen Teuerungszulage auf die derzeitigen Mindestbezüge zufrieden zu geben. Es wurde aber auch beschlossen, darauf zu bestehen, daß auch' für besser Qualifizierte Kleidungsstücke, die gegenwärtig über-den'Mindestlöhnen. entlohnt werden, ebenfalls eine 70prozentiae Zulage gezählt werden müsse, und daß ferner innerhalb 14 Tagen ein vollständig neuer, den heutigen Verhältnissen entsprechender Mindestlohntarif für die Konfektionsindustrie auszuarbeiten und der Arbeitgeberschast zu überreichen sei, Der Verband der 'Kundenschneidermeister vereinbarte auf Grund des Kollektivverkrages mit den Vertretern der Arbeiterschaft infolge der Steigerung aller Lebensbedürfnisse eine Lohnerhöhung, die in allen Lohnklassen vom 19. bis, 30. d. 50 Prozent, und vom 15 Juli 55 Prozent der letzten Tariflöhne beträgt. Samstag den 24. d. gelangte der um 60 Prozent er-' höhte Lohn, zum ersten Male zur Auszahlung. Mit der Stückmeistervereinigung wurde für die Zeit dom 19. d. bis inklusive 16. Juli eine Erhöhung des Stücklohnes, um 60 Prozent vereinbart.'Auch, dies wurde bereits am Samstag den 24. d. zur Auszahlung gebracht. Diese Steigerung der Arbeitslöhne wird in einer 50 prozentigen Erhöhung der Fassonpreise zur Geltung kommen. . * Warendiebstähle. Am 26. d. wurden die Verkäuferin Hermine Falle, 22 Jahre alt, und ihr Geliebter, der 23jährige Monteur Jaroslav Johann Novotny, verhaftet. Die Falle steht im dringendsten Verdachte, bei der Firma Franz A. Iv y, 1. Bez., Graben 21, bei der sie. bedienstet war, Waren in großen Mengen entwendet zu haben. Novotny soll von den Diebstählen. Kenntnis gehabt haben. Bei einer Hausdurch-. suchung wurden größere Mengen von'Waren gefunden und beschlagnahmt. Von der Firma Jbh wurden Waren im Werte von 700.000 K.. als ihr Eigentum erkannt. Man fand, aber auch Waren im Werte von etwa eineinviertel Millionen Kronen heutiger Schätzung, die von der Firma Gerngroß, Mariahilferstraße, bei der Hermine' Falle bis vor etwa zwei Jahren bedienstet war, als ihr Eigentum erkannt wurden. Das Paar wurde dem Ländesgericht eingeliefert. * Speditionen und Kommissionen» internationale Lransporle aller Art» Verzollungen. Einlagerungen» Streifungen- sowie : alle speditionsg'eschäsilichen Transaktionen besorgen Sie am besten durch die bekannte kulante Spediiions- und KomMistionsfirma „M a a w i r i m"> Transport A.--G., Zentrale: Men, Bauernmarkt 24 (Telephon Nr. 62-3-40). Das Unternehmen wurde in der letzten Zeit reorganisiert und den Erfordernissen / der Neu reit in jeder Kinficht angepatzi. Die „Maawirim", welche - sich schon über ganz Europa ausgedehnt hat, nahm bereits Fühlung mit Rußland, so daß demnächst auch nach dieser ^Relation Speditionen zur Aufnahme gelangen werden. Das Unternehmen gewährt auf W u n f ch W ä r ende v o rf ch u f f u n.g e n! Für den Orient und Balkan unterhalt das Unternehmen feit Fahren einen Leftfunktionierenden Spezialverkehr.; .; .. ' * Schnlnachrichten.; Ocffentliche Kandelsschule Allina. Prospekte - und Ausnahmen der Schüler und Schülerinnen in die zwei- und einjährigen Tageskurse und in die Sonderkurs» des 75. Schuljahres. 1922/1923 in der SchuIKanzlel. Wien, Rauhensteingasse 5, Telephon 65-75. * Schwachbegabte» schwer erziehbare Kinder. TpeziaHnstitul E m i n g e r. XVIII., Schulgasse 45. Vereine, Vorträge und Veesämmlungeu. Museum für Volkskunde. Fm Füll und i August bleibt das Museum für Volkskunde. VUl.-Laudonj gaste 17. .an Sonn- und Feierlagen für den allgemeinen Besuch! geschlossen. An Wochentagen ist das Museum täglich von 9 bis 1 Uhr geöffnet. U r a n i a. Wiener-Neustadt: Vortrag von Professor M. L e U t in ö h e r am S a m s i a g den 1. Juli ty58 Uhr im Kleinen Saale der Urania» Am g. Fult, um M Uhr, wird Oberll--. D..V r a b ec über Albanien wottraaen.- - - / Wiener Morgerrzettrmg. W'/t . V, W hWß tW -•/itAy v-’v An unsere geehrten Abonnenten! A m 1. I u l i beginnt ein neues Abonnement. Wir ersuchen» die Bezugsgebühren rechtzeitig zn Überweisen» damit die Zustellung der »»Wiener Morgenzsitung" keine Unterbrechung erlerSe. Bczugsbrdingungen ab 1. ZuN 1822: Abonnement für Wien (zum Abholsn im Expedit oder in den Derfchleitzstellev) . monatlich ... K. SSW»— Oesterreich monatlich .... .. K. 2900 Lfchecho-Stowa«^et monatlich . . . . tfchech. K. 20*— Polen monatlich....... . . . poln. Mark 800 - TAgoffawien monatlich . . . ...... Dinar 25*— Deutschland monatlich .... ...... Mark 80*- Rmnünien monatlich . . . . . ..Sei 40*— Kolland monatlich...... . . . hot!» fl« 1*30 Italien monatlich ...... 6*- Schweiz monatlich ...... schweig. Franken 3.— Frankreich monatlich . . . . .Francs 6*- Äelsien monatlich ...... . . Belg. Francs «*- England monatlich.. . . . Schilling 3*— Amerika monatlich . . . . . ..... Dollar —♦SO Zahlstellen: Oesterreichisches Poflsparkafsenkonto 130.693. Tschecho-slowakisches Postfparkafsenkonto (Prag) SS,331. Polnisches Postsparkassenkonto (Warschau) 189.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin W 7) 103.722. Rumänien (Czernowitz): Allgemeine Depositenbank Ezernowitz. Schweiz r Schweizer Dolksbank in St. Gallen. SugMawien: Postfparkafsenkonto (Zagreb) 40.083. ZtatiUi Sozieta di Creditö Commereiale Triefte» Via Mazzini 39. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung" Wien, ll.f Taborstratze 1—3. Telephon 44.038» 43.319. Die Wahrheit zum Falle des Iuwelen-Better. Wir erhalten von Äerrn Juwelier Jakob Vetter folgende Miileilung: 1. Es ist unrichtig, daß ich bereits einmal wegen Ankaufs von Orden des französischen Gesandten in Last war; richtig ,st nur, daß ich damals wegen Erwerbung der von meinem Angestellten .für mich gekauften Gegenständ?, befragt, wurde. 2. Alle vom Kändler Alois Weiß herrührenden Schmuckstücke — Weitz hat sich mit Lichtbild und Legitimation als „Handelsagent" ausgewiesen— habe ich unter Angabe der vollen Adresse in den'Büchern meiner beiden Geschäfte eingetragen und die Gegenständ: tnt Original in die Auslage gelegt, wo sie auch erkannt wurden. Es ist eine durch nichts gerechtfertigte Behaupfang, daß ich Steine äusgebrochen oder die Originale verändert habe. ., ••...■■ . . 3. Aus dielen Gründen ist es geradezu undenkbar, daß Ich-, mit dem Täter Weitz irgendwelche Verbindungen unterhalten oder Verabredungen-geiroffen hätte. Dies wird auch noch dadurch erhärtet, daß ich der Polizei freiwillig e i it Schmuckstück als von Weiß gekauft übergab, worüber die Polizei nicht weniger erstaunt war als der Eigentümer (Juwelier Pattscho), die beide vom Diebstahl nichts wußten. . 4. Trotz Anbots einer Haftkaution durch meine Angehörigen wurde ich über Weisung der Staatsanwaltschaft nach genauer Prüfung der Akten ohne Kaution aus freien Fuß gesetzt. Ernährung. Der Marktbericht. Die Preise für einzelne Fleisch- und Fettsorten haben gestern neuerliche Steigerungen erfahren, die mit dem knappen Angebot auf dein letzten Markt in St. Marx erklärt werden. Die Steigerungen sind so gewaltig, daß her ohnedies bescheidene Konsum trotz'des Feiertages gestern noch weiter zu-- , rückgegangen ist. Auch der Straßenbahnerstreik trug dazu bei, daß auf den Hauptmärkten, in der Großnckrkthalle und auf dem Naschmarkt nur sehr geringer Verkehr herrschte. Im.Großhandel verteuerten sich -Rindfleisch um 600 Ki, Bratenfleisch um 400 K., Kälber um 400 K., Fettschweine um 50 K., Fleischschweine nur 200 K., Schweinefleisch um 800 K., Ziege:: um 100 K. pro Kilogrünnn. Billiger, wurden bloß Schafe um 50 K. per Kilogramm. Im Detailverkauf erhöhten sich im Preise Rindfleisch nur 600 K., Kalbfleisch um 800' K., . Schnitzel um 1000 K. Schweinfleisch um 200 K. per Kilo--, gramm. Von auswärts waren drei Waggonladungen mit Kälbern und Schweinen, und zwar aus Steiermark, angekommen. In der Groß Markthalle notierten im Detailhandel per Kilogramm: Rindfleisch K.-4400 bis 6600, Bratenfleisch K. 6400 bis 8000, Kalbfleisch -4200 bis 6800, Schlägel und Schnitzel K. 7800 bis 9000, Schweinfleisch 6000 ,bis 8000, Schmalz K. 6000 bis 6400, Speck 6400 bis 7400, Bauchsilz K, 7000 bis 8000, Selchfleisch K. 7000 bis 8400. Auf den Grünwarenmärkten waren die Zusichren trotz des Feiertages geringer als am vorigen Mittwoch, in-- folge des Straßenbahnerstreiks vollzog sich der Absatz schlepp ' pend. Trotzdem erhöhten sich einzelne Sorten im Preise, grüne Erbsen wurden um 100 K. per Kilo teurer,. Häuptel-, salat um 800 K. pro Nagel. Heute war das erstemal, niederösterreichischer Knoblauch heuriger Ernte auf dem Markte, dev sich im Großhandel auf.1500 K. per Kilogramm stellte. Neue Zufuhren vo,n Eiern fehlten, doch, konnte mit den Resten des' Vortages, da der Verkauf infolge der hohen Preise nur langsam vor sich. Mt, das. AllSlalMtzN MMhM .. ' 29. Juni 1923 Sene & Keme Milchpreiserhöhnng in Wien. Der Milchwirtschaft-' liche ^Ausschuß hat beschlossen, derzeit, trotz der gesteigerten! Produktionskosten, von einer Milchpreiserhöhung abzusehen. Weitere Beschlüsse werden einer später emzuberufen->.- den Sitzung Vorbehalten. fzionistisclie Ortsgruppe in Baden j Qrosser Kurhaussaal in Baden bei Wien, Donnerstag den 29. Juni 1922, halb 8 Uhr abends I nn7Prt ^es Hakoai1* i iJj UljJllUlllu JlUiluOi l Orchesters Dirigent Prof. S. Braslawsky. MHwirkend: Oberkantor O. Margulies! PROGRAMM | 1. Mendelssohn, Hebriden-Ouverture; 2. Braslawsky, Jüd. Volkslieder mit Orchester sssi 1 3. Mendelssohn, Symphonie Nr. 8; Zugunsten des Keren Kajemeth ^Israel! Bühne und Kunst. Dr. Emil Geyer. Unverbürgte Nachrichten über Direktionstvechsel xtt Theatern pflegen wir nicht zu veröffentlichen. Die Er- ' fahrung hat gezeigt, daß ein Vorauseilen der Presse mit solchen Mitteilungen oft schädlich ist und daß das Resultat Brunnenvergistung sein kann, wenn auch nicht beab- . sichtigte. Nun hat der Direktor der Neuen Wiener Bühne! ein Abfchiedsschreiben an feine Schauspieler gerichtet und! sein Rücktritt vom Amte muß demnach als Tatsache gelten.' Die Vertrustung der Theater schreitet eben vorwärts und! die Robert-Bühnen umfassen jetzt neben drei Berlinern Theatern auch^noch die Renaissance-Bühne in der Neu-! baugasse und die Neue Wiener Bühne. Wir haben in einer Uebersicht über das Theaterjah> die Schäden des Wiener Theatevbetriebes aufzuzeigen ver-! sucht. Was wir feststellten, wird durch folgende Satze be-! stättgt, die in dem Abschiedsschreiben'Direktor Geyers! enthalten sind: - „Nun haben sich die Umstände in rapidem Verfall sozum Schlechten gewandelt, daß eine kleine Bühne mit, geringerem Fassungsraum, ohne Mäzen und. ohne staatliche Subvention sich wirtschaftlich in Wien für sich allein,' ohne Fusion mit einem zweiten Theater, nicht mehr behaupten kann, wenn sie nicht mit den allergröbsten Reiz-^ Mitteln, mit hemmungslosen Sensationen, mit dem Unfugs des Starwesens, unter Preisgabe jeder -organischen Ar-^ -beit, das Geschäft um jeden Preis machen will. Ein so', beschaffenes, ohne jed-e Hemmung geschäftlich orientiertes Theater interessiertmich nicht. Ensemblekunst existiert an Miene r T h e a t-'e r n n i ch t m e h r'. Sie sind im besten Falle Ga st spielhallen für Stars oder Regisieure geworden, oder sind auf dem Wege zu dieser traurigen Entwicklung." Es wäre undankbar, anläßlich des Rücktrittes Doktor Geyers nicht an seine ausgezeichnete, ja vorbildliche künstlerische Tätigkeit an dieser Bühne zu erinnern. Er. wußte tatsächlich, mit den geringsten technischen Mitteln und mit einem Ensemble, das erst unter seiner formenden Hand zu einer, künstlerischen Gemeinschaft wurde, ganz ausgezeichnete Vorstellungen herauszubringen. Wir erinnern vor allem an seine „Hamlet"-Jnszenierung, an die Wedekind-Abende (insbesondere „Erdgeist", „Die Büchs? der Pandora"), an die Ludwig Thoma-Abende und an die nicht genug gewürdigten Inszenierungen, welche fast alle Werke an der Neuen Wiener Bühne fanden, wenn Moissi gastterte. Auch in den Jahren, da die Bühne monatelang mit Jarqonschwänken über Wasser gehilten werden mußt:.' mühte sich der Direktor, ein literarisch wertvolles Pro- ' gramm am Spielblan zu erhalten, und sorgte übrigens dafür, d itz auch die Jargonunterhalrungsstücke in ihre': Art mit Geschmack in Szene gingen. In seinem Adschiedsschreiben teilt auch Dr. Geycc mit, daß er aü> O? erregtstem der Robert-Bühnen mit der Neuen Wrener.Bühne in Verbindung hleiben werde. Es kann denr Wiener Kunstleben nur zum Vorteil gereichen, wenn xi Wirkungskreis Dr. Geyers in Wien möglichst groß ta' wird. , Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Was ihr wollt" gegeben. Im OPerntheaier gehen morgen „Covpelia", „Die Prinzessin von Tragant" und „Pnppenf e e" in Szene. In der Volksoper findet heute das einmalige Gastspiel des Kammersängers Richard Schubert als Pedro in „Tiefland" statt. Die Martha singt Fräulein Rantzau. Dirigent: Dr. Meirich. Beginn halb 8 Uhr. Im Deutschen Volks'theater wird Sophokles' „König Oedipus",.mit Alexander Moissi in der Titelrolle, heute und Sonntag um halb 8 Uhr wiederholt. Für Samstag um halb. 8 Uhr ist Hermann Bahrs Lustspiel '„Wienerinnen" angesetzt. Fräulein Waldow spielt wieder die Marie Fischl, Fräulejn Keller die Risa. An das R a i m u n d - T h e a t e r würde Herbert Brunar von den Vereinigten Deutschen Theatern in Brünn für die kommende Spielzeit verpflichtet. Das Johann Strauß-Theater hat Fräulein Paula. B r o s i g vom Stadttheater in Baden als jugendliche Operettensängerm engagiert. ' Im Wiener KornLdienhans gelangt Samstag um halb 8 Uhr die Burleske in drei Akten von Karl Marfeld- Nenmann, Musik von Edmund Eysler, „SHummel' . macht alles", mit Otto Glaser, Viktor Flemmiug, Trude 1 24auher.st Laus Steiner als Gästen, zur. Nussührum. Reaie:-