Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1219 (23.6.1922)
- Date
- 1922-06-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Keile 6 Wien, Freitaq Jonathan fällt im Kampfe, Saul wird von einem seiner Diener ermordet und David, der Auserwählte Gottes, gelangt auf den Thron.. Wie die französischen Kritiker feststelten. ist das neue „Saul"-Drama sehr reich an schönen Szenen, aber ebenso an Absurditäten. ET. A. Hosfmann-Abend. Zur 100. Wiederkehr des Todestages des großen phantastischen Erzählers E. T. A. H o f f m a n n findet am Sonntag den 25. d. Um halb 8 Uhr im kleinen Saale der Urania ein Gedenkabend unter künstlerischer Leitung des Schriftstellers S. W. Fischer statt. Mitwirkende: Opernsänger Klemens Beckmann, Tänzerin und Mimikerin Lola Ehre, Burgschauspieler Philipp Z e s k a. Neues Wiener Konservatorium. Morgen Samstag um halb 7 Uhr abends findet im Mittleren Könzerthaussaal eine Produktion der Orchester- und Dirigentenschule des Vereins Neues Wiener Konservatorium statt. Karten an der Konzerthauskasse. Die Juden in der Karikatur. Die seltensten und interessantesten. Karikaturen. auf Juden vereinigt auf mehr als 300 Großoktavseiten das neue vorzügliche Werk von Fuchs. Es ist zum Preis von 400 Mark (dazu der übliche Teuerungszuschkag) in der Buchhandlung R. Löwit (Dr. Präger), Wien, 1. Bez., Rotenturmstraße 22, erhältlich. Gerichtssaal. Verurteilte Aertzte. Vor dem Einzelrichter Hofrat Dr. Kämpf hatten sich heute der praktische Arzt Dr. G. und der Frauenarzt Dr. I. wegen Verbrechens der versuchten Abtreibung der Leibesfrucht zu verantworten. Der vom Staatsanwalt Dr. Schwarz gestellte Strafantrag legte den Angeklagten zur Last, daß sie an einer jungen Fabriksarbeiterin Marie P. einen verpönten Eingriff vorgenommen hätten, um die Schwangerschaft zu unterbrechen, durch den der Tod der Patientin herbeigeführt, wurde. Dr. G. verantwortete sich damit, daß er nach gründlicher Untersuchung der P. zur Ueberzeugung kam, daß die Patientin an hochgradiger Tuberkulose leide, und daß eine Unterbrechung der Schwangerschaft seiner Ansicht nach unbedingt nötig war, um das Leben der Patientin zu retten. Dr. I. führte an. daß er auf Grund der eigenen Untersuchung und der Indikation des erfahrenen praktischen Arztes sich zur Vornahme des Eingriffes entschlossen habe. Professor Dr. H a b e r d a erstattete ein Gutachten und sprach die Ansicht aus, daß ein operativer Eingriff nicht notig gewesen wäre. Der Richter erkannte die beiden Angeklagten schuldig und verurteilte sie bedingt mit zweijähriger Bewährungsfrist zu je dr e i M o n aten strengen Arrests.. AneingeschränLLes Gnadenrecht des Bundesprafidenten^ Der an der Vollsfchule in der Kalvarienberggasse in Hernals angestellt gewesene Volksschullehrer Maximilian Vater, der in der.Kriegszeit als Titularfeldwebel eingerückt war, wurde vom Feldgerichte wegen „Ueberschreituug der Dienstgew?lt" zu sechs Monaten Kerker, zur Degradierung und zum Verluste des Lehramtes verurteilt. Vom Präsidenten der Nationalversammlung Seitz, der damals die Funktionen des jetzigen Bundespräsidcnten versah, wurde ihm im Gnadenwege die Rechtsfolgen dieses feldgerichtlichen Urtciles nachgeseheu. Da trotzdem der Landesschulrat seine Wiedereinstellung im Schuldienst ablehnte und das Unterrichtsamt seinen Rekurs abwies, brachte er die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein, in welcher er den Standpunkt vertrat, daß das Begnadigungsrecht des Bundespräsidenten (ftüher des Präsidenten der Nationalversammlung) ein uneingeschränktes sei und daß daher die Begnadigung eines verurteilten Lehrers, be.zw. die Nachsicht der Rechtsfolgen die Wiederverwendung im Schuldienste zur Folge habe. Der Verwaltungsgerichtshof (Vorsitzender Senätsprösident Hock) gab der Beschwerde Folge und hob die angefochtene Entscheidung als ungesetzlich auf, weil die Begnadigung durch den Bundcspräsibenten ron der Behörde bei ihrer Entscheidung mit in Betracht zu ziehen war. Wenn man den Juden gerecht wird. Aus Budapest wird uns berichtet:'Die Staatsanwaltschaft erhob gegen den pensionierten Direktor - des Lehrerseminars Anton I u h a y, einen Urarier, auf Grund einer anonymen Anzeige die Anklage wegen des Vergehens gegen die ungarische Nation. Juhah, der siebzig Jahre alt ist, soll im Juli vorigen Jahres in einem Gespräch mit dem städtischen Chemiker Dr. Jassik unter anderem gesagt haben, daß die Ungarn keine Lebensfähigkeit besäßen, und verdienen würden, vom Erdboden zu verschwinden. Von Rechts wegen sollten die Ungarn ihren Platz den von ihnen verfolgten Juden räumen, die mehr Herz und Verstand bekunden. Bei der am 21. Juni vor dem hiesigen Strafgerichtshof stattgehabten Verhandlung bestritt der Angeklagte, von der ungarischen Nation in dem ihm zur Last gelegten Tone gesprochen zu haben. Er habe bloß gesagt, daß beispielsweise bei Sammlungen für Flüchtlinge aus den abgetre'nnten Gebieten sich nur die Juden und nicht die Christen opferwillig gezeigt hätten. Die Zeugen Dr. Jassy und seine Familie blieben dabei, daß der Angeklagte die ungarische Nation geschmäht habe. Demgegenüber erklärten einige Lehrer und Lehrerinnen, ehemalige Schüler Juhays, daß dieser stets ein wahrer Patriot und ein Christ im evangelischen Sinne gewesen sei. Der Gerichtshof verurteilte trotzdem den Angeklagten im Sinne der Anklage zu einem Monat Gefängnis und tausend Kronen Geldstrafe, susvendierte jedoch den Vollzug dieser Strafe, Wiener Morgenzeitrmg. Gestempelte Krone----—.VSVi Centimes« Auszahlung Wien — —.033/8 Centimes. In Zürich notierte die österreichische Kronr ... —.03»/, (—.037» am 21. Juni) die österr. gestempelte Krone. —.03'/« (—.03*/« am 21. Juni) die tschechische Krone .... 10.067« (10.05 am 2l. Juni) die Mark. 1.617, ( 1.64 am 21. Juni) - Agram . . . .. 1.75 ( 1.75 am 21. Juni) Sofia .. 6.52 { 3.52 am 21. Juni) Budapest.—.54 (—.567, am 21- Juni) Warschau.—.12 (—.11*/« am 21. Juni) Ferdinands-Nordbahn. Der gestern veröffentlichte Bericht der Ferdinands-Nordbahn widerspiegelt die Produktians- und Absatz- Krise, die im obgeiaufenen Jahre in der Tichecho-SlowaKei eingesetzt hat. Die Kohlenförderung ist um 845.000 oui 11,105.000 die Kokserzeugung um 1,059.300 auf 2,601.700 Meterzentner, zun'ckgegongen. Auch der Gesamlarbeilersland weilt eine kleine Verminderung auf. Das Erträgnis der Kohlenbähnen beträgt rund 2.100.000 tschech. K.. das Erträgnis der Kohlenwerke und der Koksanstalt 17,200.000 tschech. Ä.. die Aktivzinsen 1,200.000 tschech. K. Die Generalunkoslen haben eine weitere Steigerung erfahren, doch hofft die Gesellschaft das nunmehr eine absteigende Tendenz der Produktionskosten eintreten wird. Die von der tschechischen Regierung geleistete Abschlagszahlung a uff die G i n l ö s u n g s r e n t e ist in der Bilanz mit 824.704 tschech. K. ausgewlesen, der Aktivlilgungsfonds wurde mit 248.158 dotiert, aus die Anlagekoslen der verstaatlichten Bahnen wurden 319.585 tschech. K. abgeseht; als Saldo verbleibt ein Reingewinn samt Vortrag von 8,078013 tschech. K. , Die Dividende beträgt 84 tschech. K. „Astra", Erste rumänische Waggon- und Motorenfabriks A.-G. Bei der am 21. d. abgehaltenen Generalversammlung wurde die Bilanz des Geschäftsjahres 1920—1921 genehmigt. Nach vorsichtiger Bewertung der Vorräte und reichlichen Rückstellungen ergibt sich ein Reingewinn von 36,120.162.32 Lei, ans welchem für die Geschäftsperiode von 1.5 Jahren eine Dividende von 14 Prozent pro anno, d. i. 105 Lei, zur Aüsschüttung gelangt. Der fällige Dividendencoupon wird in Oesterreich bei der Societa Jtaliano di Credito Commereiale, Wien, 1. Bez., Ring des 12. November 12, ausbezahlt. Gleichzeitig wurde beschlössen, das derzeit 75 Millionen Lei betragende Aktienkapital durch Ausgabe von weiteren 100.000 Stück volleingezahlten Aktien zu 600 Lei Nominale auf 125 Millionen Lei zu erhphen. Die Festsetzung des Kurses^ und -der sonstigen Begebungsmodalitäten wurde dem Verwaltungsrat überlassen, der diesbezüglich alles nähere verlavtbaren wird. Abnehmende Arbeitslosigkeit in der Welt. In der letzten Zeit macht sich in den von der Arbeitslosigkeit am meisten betroffenen Ländern eine Verbesserung der Arbeitsmarktlage bemerkbar. Nach dem deutschen „Reichsarbeitsblatt" ist in England die Zahl der Unterstützung beziehenden gegen Arbeitslosigkeit Versicherten (am 1. April d. I. ungefähr 12 Millionen Arbeitnehmer) zurückgegangen von' 17.3 Prozent im Mai 1921 auf 16.2 Prozent Ende 1921 und 14.4 Prozent im April 1922. Belgien, das noch im Sommer 1921 91.600 Arbeitslose zählte, hatte im Februar 1922 nur noch 42.750 Arbeitslose; die Zahl der Kurzarbeiter ging herunter von 141.000 im März 1921 auf 32.000 im entsprechenden Monat des Jahres 1922; von den den Arbeitslosen5-,ssen angeschlossenen Arbeitern waren im Mai 1921 noch 32.3 Prozent arbeitslos, anfangs 1922 dagegen nur noch 10.1 Prozent. In Kanada sank die Zahl der arbeitslosen Gewerkschaftsmitglieder von 16.5 Prozent im März 1921 auf 10.6 Prozent im entsprechenden Monat 1922. Sogar in der Schweiz, die ivegen ihrer hohen Valuta bisher unter Arbeitslosigkeit besonders zu leiden hatte, waren im April d I. nur rund 81.000 Arbeiter gänzlich erwerbslos gegen fast 100.000 im Februar d. I. Dieselbe Bobachtung läßt sich in den nordischen Ländern machen, wo z. B. in Dänemark die Zahl der Arbeitslosen in den gewerkschaftlichen Fachverbänden von 33.1 Prozent im Februar d. I. auf 24 Prozent im April gefallen, ist, und in Schweden, wo sich die Zahl der arbeitslosen Gewerkschaftsmitglieder von 35 Prozent im Jänner auf 31.3 Prozent im April vermindert hat. Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit haben von den europäischen Ländern nur zu verzeichnen die Niederlande, Italien und Norwegen; aber auch hier ist sie (mit Ausnahme von Italien) unwesentlich gestiegen. Notenbank und innere Anleihe. In der gestrigen Sitzung der Obmännerkonserenz erklärte. Bundesfinanzminister Segur, er werde in der Läge sein, die Vorlage über die Notenbank zu B e g i n n der n ä ch st e n W o ch e, die Vorlage über die innere Anleihe gegen-Ende dernächsten Woche dem Nationalrate zu unterbreiten. Von der Wiener Börse, ,2'uch in der Woche vom 26. bis 80. d. entfällt am Dienstag iwn 27. d. di' Effektenbörseversammlung, so daß in dieser Woche nur Montag den 26. d., Mittwoch den 28. d. und Freitag den 30. d. Geschäftslage sein werden. Spanien und der Wiederaufbau Europas. Madrid, 21. Juni. (Havas.) Der Oberste spanische Bankenrat ist zusammengetreten, um die Teilnahme Spaniens an den Arbeiten 23. Juni 1922 ' Nr. 1819 des Internationalen Ausschusses für den europäischen Wiederaufbau zu prüfen. Spanieü wird 12,5 Millionen,Goldpesetas beisteuern und einen Vertreter in den Internationalen Ausschuß ernennen. Die Tätigkeit der Palestine Land Development Company. In der letzten Sitzung des Direktoriums der Palestine Land Development Co. in Jerusalem wurde eine Dividende von' 6 Prozent bewilligt, die die Gesellschaft sofort auszuschütten bereit ist. Aus dem Geschäftsbericht der Gesellschaft geht hervor, daß im Jahre 1921 Bodenkäufe im Werte von 600.000 Pfund Sterling abgeschlossen wurden. Im Jahre 1921 wurden Bodenflächen im Werte von 400.000 Pfund Sterling verkauft. Die Gesellschaft wird demnächst in der Umgebung von- Haifa und Jaffa 30.000 Dunam (11 Dunam ist gleich 1 Hektar) erwerben. Ein Bergbaudepartement der palästinensischen Regierung. Die Handels- und Jndustrievertvaltung der palästinensischen Regierung hat Mitte Mai ein besonderes Amt für den palästinensischen Bergbau errichtet. An der Spitze der neuen Behörde wird der Geologe G. S. Blake stehen. Ausfnhrerleichterungen für gewisse Obst- und Gemüsesorten in Ungarn. Laut einer am 17. d. in Kraft getretenen Verordnung des ungarischen Ackerbauministeriums wurde die bisher an eine besondere Bewilligung gebundene Ausfuhr von Weichseln, Frühsommerpfirsichen, Erdbeeren und Ananaserdbeeren sowie vm 'rische'» Fisolen. Kohlrabi und Speisekürbissen bis auf weiteres, die Ausfuhr von Gurken bis zum 1. Nrgust d. I. und die von frischen, halbreifen Zwiqbeln bis 16. Juli d. I. freigegeben. Die näheren Einzelheiten der Verordnung sind im Haiid^s-mstum Wi9. Bez., Berggasse 16, Zollcbteilung, erhätz.uch. Die ungarische Handelsstatistik. In den ersten drei Monaten dieses Jahres betrug die Wareneinfuhr nach Ungarn 97.056 Stück und 6.6 Mill. Meterzentner die Ausfuhr 248.676 Stück und 2.8 Milt Meierzentner. Von der Einfuhr entfallen 86 Prozent auf die Tschecho-Slowakei, je 19 Prozent auf Rumänien und Deutschland, 10 Prozent auf Oesterreich und 4 Prozent auf Jugoslawien. Die zwei größten Posten der Einfuhr sind Holz und Kohle. An Holz wurden zwei Millionen Meterzentner eingeführt, und zwar ausschließlich aus ehemals t'.ngarischen Gebieten Rumäniens und der Tschecho-Slowakei. Die Kohleneinfuhr belief sich auf 1.9 Millionen Meterzenmer. An der Ausfuhr war Oesterreich mit 41 Prozent, Jugoslawien mit 24 Prozent, die Tschecho-Slowakei mit 17 Prozent und Deutschland und Rumänien mit je 3.3 Prozent beteiligt. . Die norwegische Warenmesse findet dieses Jahr in Christiania vom 3. bis 10. September statt. Die Messe wird alle norwegischen Erzeugnisse umfassen. Deutschen Besuchern werden besondere Paßerleichterungen eingeräumt. Ein Anlehen der Stadt Linz. Linz, 22. Juni. In der letzten Sitzung des Gemeinderates wurde ein Antrag auf Aufnahme eines in fünf Jahren rückzahlbaren Kredites von 6 0 0 Millionen Kronen bei der Pensionsanstalt für Angestellte in Wien angenommen. Als Sicherstellung ist das st ä d t i s ch e Gaswerk in Aussicht genommen. Jugoslawisch - polnische Handelsvertragsverhandlnngen. Belgrad, 22. Juni. (Tel. der „Wiener Morgenzeitung".) Die jugoslawische Regierung hat mit Vertretern der polnischen Regierung Verhandlungen bezüglich eines Abschlusses eines jugoslawisch-polnischen Wirtschaftsabkommens begonnen. Die Verhandlungen versprechen einen günstigen Erfolg. In den nächsten Tagen soll'bereits die Unterzeichnung dieses Abkommens erfolgen. Einfuhrverbot für Steinnutzknöpfe in der Tschecho-Slowakei. Wie das Handelsmuseum mitteilt, ist die Einfuhr von Sleimmtzknöpsi.n;Z. T. Nr. 361. b 2) in die Tschecho-Slowakei auch in Fünfkilogramm-Postpaketen seit 1. d. an eine besondere Bewilligung gebunden. Die Kriegsanleihe in der Tschecho-Slowakei. Prag, 21. Juni. Die „Bohemia" erfährt, daß der Gesetzentwurf über die Kriegsanleihe den Ministerrat passiert hat und in dieser Woche dem Abgeordnetenhaus vorgelegt werden dürste. Geschäftsanfsicht. Vom Wiener Handelsgericht wurde auf eigenen Antrag die Geschnftsaufficht angeordnet bei der Firma Aladar.Back u. Co., fabriksmäßige Erzeugung von Strick- und Wirkwaren, 6. Bez.. Mollardgasie 60. Aufsichtsperson: Alfred Spitzer, 7. Bez., Schottenfeldgasse 12 und bei der Firma Aladar Back. Gemischwarenhandel im Großen, 1. Bez., Neutorgasse 11, Aufsichtsperson: Alfred Kirsch, 18. Bez., Köhlergässe 14. Ausgleichsbestätigung. Der zwischen der Firma Otto Langer u. Co., Ges. m. b. H., Gemischtwarenhandel im Großen, in Wien, 7. Bez., Stiftgasse 21, und. ihren Gläubigern angestrebte Ausgleich erlangte die gesetzliche Masorität und wurde vom Wiener Handelsals Ausgleichsgericht bestätigt. Die Gläubiger erhalten eine Quote von 12 Prozent. Ausgleich A. D. Hist Söhne. Vom Wiener Handelsgericht wurde im Ausgleichsverfahren der Gemischtwrrenfirma A. D. H i f t Söhne, 1. Bez., Heinrichsgasse 4, die Ausgleichstagsätzung neuerlich gem. § 46 A. O. auf den 3. Juli 1922, vorm. 10 Uhr, Zimmer 98, vertagt. Der Schuldner verbesserte neuerlich den Ausgleichsantrag von 26 auf 27 Prozent. ' Ausgleich. Bont Landesgericht Wien wurde das Ausgleichsverfahren über das Vermögen des Mathias Slavik, Schneider, 13. Bez., Hüttcldorferstraße 93, eingeleitet. Auspleichskommissär: Hofrat Dr. Karl Dölzl. Ausgleichsverwalter: Samuel Bernhard, 16. Bez., Mariahilferstraße 144. Anmeldefrist: 26. Juli 1922. Ausgleichstagsatzung am 2. August 1922, halb 10 Uhr. Ausgleich „Pechöl", Ges. m. b. H. Vom Wiener Handelsgericht wurde das Ausgleichsverfahren über das Vermögen der Firma „Pechöl"-Vcrtriebsges. m. b. H. in Liquidation, 8. Bez., Albertgasse 14, infolge Rückziehung des Antrages eingestellt. Brrdapefter Börse. Budapest, 22. Juni. Die heutige Börse eröffnete bei lebhaftem Verkehre in zuversichtlicher Haltung. Im weiteren Verlause wurden die gesteigerten Kurse zu Gewinnrealisationen