Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1218 (22.6.1922)
- Date
- 1922-06-22
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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i:218 \ " '' Wien- EönneÄag übtfgeüdett Teil der Wirschaft sichren,- t'qütteit, so daß er selbst auSkiihreNf' apfräünten,'.die "Fenster, pützeii, das Frühstück kochen niußte.r- «,/bcjc beiden Rechte Döktop...Er. habeM) dieser Arbeiten' nicht geschämt, aber die Zeit dazu habe ihm gemangelt. Die Geklagte erwiderte, sie habe nicht geheiratet, um die Haüsgehilfin ihres Mannes zu werden. Deshalb habe sie die-groben Arbeiten abgelehnt, -die sie Zeit ihres Lebens im Elternhäüse. nie berrichtes Häbe./Mit der Gemeinschaftsküche habe sie es versucht, das Essen daselbst sei aber ein Schlangenfraß gewesen, Zurück ins Elternhaus/ woher sie gekommen — das sei für sie der, eMigeMust^ggewesen. ,Da8 Upillandesgericht sprach' hie Trennung der Ehe, mit dem Beisätze auL, daß keinem der Heleute feirt: Verschulden an der Trennung der Ehe treffe^ weil nur die Verschiedenheit der Charaktere und ViNlnguNst der wirtschatflichen Verhältnisse,' hie gegenseAge Abneigung hetvorgerüfen habe. GLgeN dieses Urteil brachte der Ehebandsverteidiger die Berufung nndasOberlandesgericht ein. Der Berufungssenat (Vorsitzender 'Hdsrat-'-Dot Schei-b evt) vermochte jedoch zu keinem anderen Resultate zu gelaugen als die -erste Instanz, das Urteil derselben wurde b e st ä-t i g t, . ' . , ' % , .... GoLKSOM. ©efiempelie &votte —.03^ Centimes. Äirszahlttng Wien C^ntlmed'. ‘ , In Zürich notierte. > , ' bis österreichische Äronr . . < — -Pß1/®.iiriöZ'U orn .20. Juni) die löffett, gestempelte Kröne. —.0§a/4 "(—.Ci, am 20, Juni) die tschechische Krone > . . . 10.05 (10.105 am 20. Tunis die Mark. . . ...... . ' 1.64 ( 1.64 am 20. Surft Agram . . . . . . . . . . 1.75 ( 1.77V, am 20. Funi) Sofia . . . . . . . 3.52 ( 3.50 . am 20. Sinti) Budapest . ..., , . . . . , .-7-,56Vr (—.57 am 20. Juni) MarschLu.. . . ., .V :. . —.lls/4 (-^.12 am 20. Juni) ... Die. Valulenkurse Halten gestern gegenüber dem Rückschlag von Montag eine Erholung zu verzeichne^ wenn auch die Notierungen wesentlich niedriger warön, wie d'e aus dem vorgestrigen Ptivalverkeht bekanütgewordenen Taxationen^ Obwohl die Krone aus Zürich 0'04 gemeldet wurde, hielt die Erholung trotz zeitweiliger. starker Schwankungen 'bis zum Schlüsse an, wie nachstehende ossizielle Notürungen zeigen: VerökktzntliebunZ dei* Devisenzentrale vom 21. Juni 1922. Devisen (Schecks und Aus- 7in. Kurs v. lg. Juni Zahlungen) i„o G6,tI w?re Ge!d Ware Amsterdam t. 1 holl. Gulden , 4% '5877.80 -'5682.50 5317.50 5322.50 Agram 1 jug. Kronen ...» » . , 6 50.47 50.53 45.97 46.IZ Belgrad 1 Dinar ... . . . 6 201.88: / 202.13 183.88; 184.12 Berlin 1 deutsche Reichsmark . 5 44.95, 45.05 41.75 41.85. BrüsseU belgische Francs . . 4‘/j 1234.50 1235.50 1139.50 1140.50 Budapest 1 ungarische Kronen' . 6 15.57 15,63 14.97 15.03 Bukarest 1 Lei" . . . . . . 6, ChrUtlänla 1 norweg. :Kronen - . 5% 2649;-. 2851.- 2354.-- 2356,- Kopenlipgett 1'dänische Kronor . 5 3298.75 3301.25 2973.75 2976,25 London 1 Plllhd Sterling . . . 3^. 66.075 66.125 60.975 61.025 MadridI Pesetas. * . •* . 5V- 2323.75 2326.25 2123.75 2126.25 Mailand' l' Lire ....... 6 - 721.70 . 722.30 671.70 672,30 New1 ^prtt 1 Dollar. ... . . .4V, 14.894 14.9,16 13.744 13.756 Paris T/Fräncs: ... .... . 5 1314.50 1315.50 1184.50 1185.50 Prag 1 tscheclio-slow. Kronen . 5 289.90 290.10 269.90 270.10 Sofia. 1 Lewa .. . -OV, 99.20 99.30 93.45 93.55 Stockholm 1 sclnVcdischeKronör . 5 5898.50 '• 39CI.59 3573.50 3576.5Ö Warschau 1 polnische Mark . . 7 3.42 3.46 3.125 3.165 ’cürich 1 schweizerische,Francs , 37, 2798.75 2801.25 2593.75 , 2601.25 Noten.. Vmerikan. Noten v. 5 Dollar aufw. „ n kleinere . . . Belgische Noten lOQJFrancs . . Bulgarische Nöten zu 3000 Leva . i» n •» 100 1 » » , m kleinere. , , Dänische Noten 100 Kroner , , ■ Deutsche Noten fcu 1000'Mark. . * > » - » ,10p » . » , . kleinere. . . . Fngl. Noten von 5 Llvrcst, aulw. * V « kleinere . ... . Französische Noten .100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. ICO Lire aulw. „ „ kleinere . . . lugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar » » „ . . „ 100 „ » \ n' « kleinere . . Norwegische Noten lOY. Kroner . Polnische Noten Vi 500 Mark aulw, „ \ kleinere. . . . Rumänische Noten zu 1000 u. 500 Lei n n kleinere ... Rus?, Noten (Roman.),zu 500 Rudel * » * ' rf ' » 100 , n * v kleinere . , Schwedische Noten ICO Kropor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noteh 100 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v. 1000 aulw. n „ kleinere . .» Ungar. Noten (neue'Em.) zu 1000 Kr, . tu 10.000 Kr. . . . » kleinere . , ... 14794.- 14806,- 136^4.-t 13656.-, 1224^50 122ol50- 112015O ..1130l50 97.70; 97.80 90.93 91.05 327s!75 3281 jS. 2948! 75 2951.25 41.75 41.85 65975'.- C6ö25;r— G0J75 60.825 1309^50 131ol5Ö 1184150 118^50 5657-50 5662.50 5297.50 5302.50 721.7.0 722.30 r661.70 . 662.30 201!68; 201.92 183^58 183J2 2639.'- 264 Ü- 2349.'» 2351.'- 3.38 3.42 3.075 3,115 HL69 sciai 8g!ß4 ÖÖ!c6 3878^50 3881!50 3548*.50 355K50 2798.75 2801.25 2573-75 2576-25 2298.75. 2301.50 2103.75 2106.25 269.40 269.60 '209.15 269.35 16.635 15.7Ö5 ' 1-1.97 15.03 Die Budgetreform. Der Finanzplan, den Minister Segnr gestern dem Parlament. vorlegte, zersällt in mehrere Teile, von denem der erste eine Erhöhung der Einnahmen aus' den bisherigen Siä atsüetrieb.en und Staatsmonopölen umfaßt. Diese Einnahmen sollen der Geldentwertung angepaßt werdend und die Assimilation sogar so weit'gehen, daß dem FiNanzminister das Recht eingeränmt wird,. die Preise auch dem Stande der auswärtigen Zahlungsmittel, 0 h n e B efragen d e s 'N a t i 0 n a l r a t e s, zu regulieren, d; h.: bet sinkender Krone zu erhöhen, bei. steigender zu ermäßigen. . . Der zweite/Teil des Finanzplanes besteht in. einer Erhöhung' der älten Stenern und Einführung einer Reihe neuer Steuern, darunter steht die.Getränkesteuer mit einem Einnqhmeerträgnis von 60 Mihiarden .obenan. Hierzu gesellt^ sich noch hie Umwandlung des Süßsto.ffmonopols > in eine S üßst 0 f f.a b g.a h e, die Umgestaltung der Zucke r- und M i n c r a I p I c«c r, ferner die Erhöhung der Eis:e n-- b a hnw e r k e h v s-st euer und des B v r s e n st e m p e 13, SL'Züni 1922" 6 fite' 5 6ic Eistführnug der,Wa^teNuMsa-tzsteuer, die Holzs)ro dnk t ionund.W einp.rodu zent..enab g.abe. Der dritte Teil besteht in. Erspar u n 'g s Maßnahme n, die sich auf eine- Fülle' von Details erstrecken Und-zu deren. Durchführnntz'-"eiN Abbauviktütör in derHersön des Dr; Franz H o rn i k' ernannt wird, .. der seine.Feuerprobe,. bei den militämschen Zigüidierungsstellen. nrit. Erfolg, abgelegt hat.^ ] Die Ersparungen sollen mindestens - 60 Mürbbi är d e,n nach denr heutigen Perkehrswert, v dev. Krone umspannen, die. ist e.d n. k t i o iv d e r B ru m t c it* ' u n d Dien e r z'a'h l mindestens .20-Mvzent betragen. Diese Ziffer fällt bei -eüu Mil-- liardenbud'get nicht.ins Gewicht.: : . Äer vierte Teil des Finanzplanes besteht in der'Auflage einer inn eren ANleih.e auf'Grunb' einer sechsprozentigen Zwangshypothek .anfaIXc,..L'i-egensich afte n. Diese Maßnahme erwies sich als:notwendig, da trotz dor^Steigerung der Eiiinahinen, trotz' der'-'-vorgeschlagenen unv ' Präliittinierten - Ersparungen n.o ch i m mer , e i n D e s i.z it. v o n 300 MilIiarhen: Vorhanden ist,. Die Ausfüllung! dieses Defizits stellt sich die- Regierung.'aüf-...^rüub-:-be/p. i n n^-r eu. - Anleihe vor, die .der, -städtisch^:unh,.ländliche Immobiliarbesitz aufzubringen hat. Die Anleihe.kann entweder in barem entrichtet werden, "i,t welchem Falle von der Eintragung der Hypothek Umgang genommen - wird, sie kann aber auch in Form ihrer Intabnlierung erfolgen. -- " ' Die Negierung will den größten Teil der Steuererhöhungen erstdann in Kraft setzen, Uvenn -die erste. Rate der. inneren Anleihe aufgelegt werden kann und. wenn .die. Gewähr für Er-, spqrungeu in der Höhe von 60 Milliarden besteht. Im Herbst soll zu den bisherigen' St euer'maßnahmen auch noch! .'eine lansende Bermögensste'Uev hinzukommen, doch kann diese erstdann ins Tatsachenr'eich 'einziehen, wenn die Uebevburdung .der Stenerbureaukratie beseitigt werden kann. Nach dieser Richtung unterbreitet die Regierung auch einige 'bemerkenswerte Entwürfe/ die einerseits den Jnstanzerizug äbkürzen,. andererseits Steuerausgleiche ..für die Periode 1919 vorseheu. - - Der ganze Finanzplan hängt einerseits davon ab, ob die der Bevölkerung . zugemuteten-. Opfer hereit LiristUUgsfähigkeit nicht übersteigen, -ferner davon, ob es, der N,e u e n N o t e nbank gelingt, den.Kronenkurs bei-einem bestimmten Niveau festzuhälten, damit die menen Steuern michtauf die Preise'und Löhne überwälzt werden.können; dann erst,' wenn es gelingt,. die inflationistischen Wirkungen der Steuererhöhnngen zu paralysieren, kann der Schaden des -Finanzplanes für die Zahlungsbilanz der Gesamtheit behoben sein. Die VerWendurrg der Kredite. .. Dem Nationalrat ist., gestern ein Bericht der Finanzverwaltüng - über die Kreditöperationen zngegangen. Darin wird; Mitteilung von'den Vorschüssen von 2,250.000 Pfuüd Sterling, auf die Kredite des Völkerbundes gemacht und bekänntgegeberi, daß auf.'Diesen, Porschüß um' auf 2,393.617 Pfund Sterling hütender, Februar, 1922. ausgestellter Schatzw ech feb^^^fevtig^^ÄE^^N^MtrMÜ^ Februar 1923 bei der Bank 'E'Mgland'^'Wl b äü' gestellt wird.; Der Wechsel kaUn nrit-'AMmniuug der englischen Sie* ■ gierung für einen weiteren Zeitpunkte, jedoch nicht, mehr a l s e i n J ah r verlängert^werden. Der den..Vorschußbetrag übersteigende Teil' der Wechselsumme — 113.607 Pfund Sterling — betrifft die sechspwzentigen. im voraus zu entrichtenden ^VorschMinsen für mn. Jahr. Als' Sicherheit für.- die' Summe von.2,250.000. Pfuud Sterling hat;.bie österreichische Regierung der englischen Regierung gewisse Gobelins nach einer zu genehmigenden Liste verpfändet, Sofort nach A u f he b ün g des Gen er al pf a nd recht e s und nach Erlangen einer oder mehrerer Anleihen auf Grund der Sicherstellung ans alle oder einige Aktiven, hat die österreichische Siegierüng den Schatzwechsel zurückzulösen. Aus dem Vorschuß von 2,250.000 Pfund Sterling ist am 17. Februar 1922 der der vsterreichischeu Negierung von der britischen Regierung im November 1921 flüssig gemachte Vorschuß von 250.000 Pfund Sterling samt 5 Prozent Zinsen zurück gezahlt worden. Eine Verwendung des von der Bank von England mit Zustimmung von der österreichischen Regierung tn oerschiedenen Geschäften fruchtbringend' veranlagten Vorschußrechtes hat bis znm 31. Marz d. I. nicht stattgefunden. -lieber die -Einlieferüng -ausländischer Zahlungsmittel wird mitgoteilt, .daß bis 81.;März 1922, auf Grund des..Py-, lütenanmeldungsgesetzcs gegön Barzahlung' dem" Bund ' zur Verfügung gestellt wurden: 14.636 Dollar, 14.022 belgische Franken, 106.000' Lewa, 2,633.000 Deutsche Mar^DVL^enW sche Pfund- 71.000 französische Franken, 64.000 holländische Gulden, 202.000 Lire, 1,104.000 jugoslawische Kronen, -82Ä00 Dinar, 21 Millionen polnische Vtark, 866.000 Lei, 145.099 Rubel, 121 schwedische Krönen, 118.000 Schweizer Franken,. 1,800.000 tschechische Kronen, 16 ^türkische Pfund und 2,80.0.000 ungarische Kronen. Die an die! Einlieferer geleistete Barvergütung beläuft sich.aus 1.070,888.230 Kronen. Dem Bünde sind ferner-in der /Zeit Üöin 1. Jänner bis 31, März b. A ausländische Zahlungsmittel gegen Anforderung von 6 .Pro--' zent verzinslichen Bündesschuldverschreibungen .zur.Verfügung gestellt' worden: 24.000 Dollar, 1,120.000 deutsche Mark, 1286 englische Pfund, 67,000 - französische Franken, .■ 190.000t:- italienische Lire, 4,600.000 polnische Mark, 74.000 jugoslawische Krönen, 1,600.000 nngarrsche Kronen/ 1720 sch'vrdische Kronen, 79.000 Schweizer Franken arsw l Ten Cmlüf.rern . würden zwischenweilige Bestätigungm eiiigebändigt, die gegen BünM'kschnldverschreibnngen eingetauscht, werden, Schwetzew FrankeiÜ sLsammcn. Davönsollen 60 Millionen zur Einzahlung - gelangen, 40 Millionen stellen'dahermür eine Prömesse ans eine kommende Kap i« talsvermehrUng "dar,'die nurunter bestimmten Voranssetzungen-in Szene gesetzt werden dürfte:- ‘ ' '! ' Der Ä it f t eil u n g s s ch I ns s e l, auf Grund dessen diese 60 Millionen SHiveizer Franken ünter dir Angehörigen des Finanzkapitals,' d.' i. -unter die Groß-, Miiel- und Kleinbaükea sowie die Privatbankiers äufgeteilt werden soll, steht noch nicht fest. Die zehn^führeuden Größbanken, Hau8 Rothschild, Kredit- ' ünstait, Bodenkreditanstält, Wiener Bankverein, Unionbank, Niederösterreichische 'MümptegWschM' ''ÄützÄbänk) -Ländetbank, Verkehrsbank und Merkur wollen von den 60 Millionen Schweizer, Franken die Hälfte, das ist 30 M'llionen, fix übec> nehmen und h'höchstens 10,■ Prozent den übrigen MipMdern des Bänken.vevMndes, zu denen auch die führenden, erbeingisessöuen Privatbankfirmen sowie die Kommanditen großer auSländischer Finanzmächw gehören, überlassen. - . ' - Es veMeibeü daher io Prozent, die äuf^ tüte tttlviin iinb Mittelbanken, Sparkassen, VersicherUngZgt'sellschästeiü ' Räisf» eisenkässen, kleinen und' mittleren Priöätii/.üen) die' anderen kleinen Finänzorganifätione'n und Börsr-eö'mptörrS,' die kn '''ber' - Regel über keine eigenen Valüt-enbezüge ve.:fügeu, aüfßeieilt werden. Der Aüfteilungsschlüssel von '60-gr 40'Prozent ist em» schieden ungerecht uüd bedarf einer' eütscheidend'eü 'Körc^ktur. auch die Gleichstellung der zehn Großbanken h-nsichtlich' der Partizipitationsquoten entspricht nicht den ÄLbaten der unbedingten Gerechti'gkeit,-da sich einzelne Grotzranlrn in viil stärkerem Grade äm Devisengeschäst' beteilig't'-häbcn als-Ihre Kollegen Und' da ferner bei "der Bemessung der'Opsergabe auckr die "Größe'des' österreichischen ''JnVikstrieköüzernSin BÄrach! zu ziehen ist; - den" jedes einzelne'Jnstrtur mic -ausländ'scheu Zahlungsmitteln im. Interesse der Aufrechterhaltung der Betriebe zu versorgen hat. Die Frage muß aber im Schoße des Bankenverbandes ihre e'ndgüVge -Kläruyglfinden. Die P er s o n e n f r a g e -wurde no h nicht erörtert, die Besetzung der Gouverneurstelle bleibt selbstverständlich d»x Regierung .Vorbehalten, doch ist es nicht gewch.. daß. Dr. .S.p i '^ müller mit. -dieserFunktion betraut wird, ia sich,gegen, ihn starke Widerstände, bemerkbar machen. In d/r. L-rffe.mlHkrit wünscht man an .der Spitze, der,Notenbank. erne..P.ersönl'chkeü. der.geringere Gefügigkeit gegen. die Regie -ungsgebote zugemntet wird als dem derzeitigen Gouverneur. , ...... Die -Regierung bringt in die neue N? :enbank, neben de & italienischen und dem französischen Kredit - mit -zusamm-ur 40 Millionen! Schweizer; Franken auch . noch'. 35 Millionen Schweizer Franken aus - dem ..Goldschatz . und.. das auf '15 - Mil-, lionen Schweizer Franken geschätzte Vermögen -der Devisea< zentrale ein. Die, Notenbank wird - daher 'ü'ü.r eipen -Devisenschätz versügen, der sich aus. 60 Millionen Schweizer Franken an Aktienkapital und 90 Millionen der staatlichen Subsidien znsümmeüsetzt. Insgesamt würden daher cinem unbedeckten Notenumlauf von 356 Milliarden Kronen- (bei Äbstrcshierung ' vom dett - durch' -ÄüViNerzwechsrll - gedeckten "-1A).-Milliarden) 150 Millionen Schweizer Franken . gegenüberstehen. - Der Notenumlauf wäredaher aus der Basis der gegenwärtigen Sie-- lationskurse vost fundiert. Die weiter in - Aussicht genommene Ausgabe:von 250' Milliarden Kronennoten soll entweder auf G old o b l i g al i o n e n, denen das- Zollgeic-lle als Garantieobjekt zur. Seite stünde, oder auf die mit der Zwangshypothek im- Zusammenhang stehende innere Anleihe fundiert werden, Jedenfalls kann die Regierung heute versprechen, daß sie in der nächsten Zeit keine uub'deckten Noten aisge^m wird, in. soferne der Finanzplan mit großer Beschleunigung verwirklich! wird. Die neue Notenbank wird den Titel „Oesterreich'ischi Nationalbank" führen. Starke Zunahme des Banknotenumlauses. Der Ausweis der Oesterreichisch-ungarischen Bank vo^ 16. Juni verzeichüet eine Zunahme.des Banknotenumlaufcs um 31,8 auf rund 439,46 M i I t i a r b c u - Eonen. Davon entfallen 20,3' auf eingereichte kommerzielle Wechsel, so daß dieses Portefeuille auf 149,43 Milliarden Kronen gestiegen ist. Diese ganz ungewöhnliche Zunahme des kommerziellen '' Portefeuilles" tvitd" von der LeitnW M Desterteichisch-ttn'garischen aBnk zum Teile auf die,- wie sie erklärt, unbegründeten , Gerüchte über eine bevorstehende Erhöhung des Zinsfußes zurückgeführt. Größtenteils infolge dieser großen komnterzielleu Inanspruchnahme habe der. BaUknotenuMlauf. mit 81,8' Milliarden zügenommen. Der Itotemtmlauf in Deutschland. Der Ausweis der Reichsbank vom 15. Juni zeigt eine Erhöhung' des- BanknotumlaUses' um 480,4 auf 15 5.3 4.5,3 Milli o n en Mark, während.der Umlauf an-Darlehenskasfenschemen um ' 149,5. auf 9.890,6 Millionen Mark zurückgittg. Für beide Geldzeichen zusammen ergab sich also per. Saldo, eine Reu an 8g ä.be von.280,9 /Millionen Mark gegenüber Rückflüssen -in der Höhe von.491,3 Millionen Mark in der Vergleichszeit des Jahres 1921. ' -; . Votbereitimgen zur Verstaatlichung her Ausftg-Teplitzer Eisenbahn. Präg, 21.-Jüni.-Der Gesetzentwurf-über den Ankaufder.. Au s sig-Te plitz er - Eisenb ah n durch die Regierung bestimmt, daß diese ermächtigt wird, mit. Wirksqmkeit vöm '1.' Jänner'1923 auf Grund der Konzessionsurkunde. und , Oesterrrichische NatrMalbanK. (Von informierter Seite,) Die Notenbank fetzt sich, tvie düs^ offizielle- EomnusuMe erklärt, aus einem Mieukapitäl von 1.00 M'i'tl\6nfit der sie ergänzenden Vereinbarungen die genannte Eisenbahn- - gesellschaft,anzukaufen oder durch freie Vereinbarung inst der Gesellschaft,- eventuell mit Wirksamkeit vom 1. Inner 1922; den Betrib - zu. uhernehmeü. Die: Swatsvertvältüng hat E das-Recht, auf '.den eventuelleu noch , nicht festgesetzten Kaufpreis. . II, Hirschenhaus MUL- MM