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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-21 · Heft 1217 (21.6.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1217 (21.6.1922)
Date
1922-06-21
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Beite 8 Wie«, Mittwoch, versteht hatten, um sie an sich zu nehmen, wenn nicht der Bestohlene vor der Ankunft in Wien zufällig seine Handtasche geöffnet Und den Diebstahl bemerkt chatte. Gregull und die Kutil wurden des'Gesellschaftsdiebstahls/ ersterer überdies eines früheren Diebstahlfaktums schuldige erkannt und ersterer zu drei Jahren, letztere zu einem Jahre schweren, verschärften Kerkirs verurteilt. Daß das Sp'arkassebuch durch Losungswort vknkuliert war, erachtete der Gerichtshof mit Rücksicht auf die bisherige Judikatur des Obersten : Gerichtshofes als kein Hindernis für die Diebstahlsqüalifikatiön. Bei der gestrigen Kassationsverhandlung bezeichueten es die Verteidiger Dr. Kobler (für Gregull) und Dr. Flax (für die Mitangeklagte) als gänzlich unwahrscheinlich, daß Reisende einen Coupegenossen bestehlen und mit ihm ruhig b i D zur Endstation fahren werden. Das Fahren in der ersten Klasse^sei kein Verdachtsgrund. Es sei schon vorgekommen, daß man mit wenigen Geldmitteln den Rest seines Geldes für ein galantes Abenteuer ausgibt. Hedwig Kutil sei ein unbescholtenes Mädchen, die Braut eines achtbaren Angestellten. Der Oberste Gerichtshof gab der Nichtigkeitsbeschwerde Folge und sprach beide Angeklagten vom Gesellschaftsdieb stahl wegen des Sparkassebuches, das infolge der Bin-, kulierung für sie wertlos.gewesen fei, frei. Gregull wurde wegen des früheren, mit dem Eisenbahndiebstahl nicht in Zusammenhang stehenden Diebstahls zu zehn Monaten Kerkers verurteilt. Die Aufhebung des Urteils gegen Hedwig Kutil erfolgte, wie der Vorsitzende, Senatspräfident Dr. S P a t h, in der Begründung hervorhob, wegen erheblicher Bedenken gegen die Richtigkeit des auf Indizien gestützten Urteils. Rach 30 Jahren freigesprocherr. In Südfrankreich ist soeben ein Prozeß zu Ende geführt worden, der an den Fall Buchholz erinnert. Ein Bauer namens Benjamin R e y n e r war vor mehr als 30 Jahren von den Geschwornen verurteilt worden, weil er angeblich ein junges Hirtenmädchen umgeöracht hatte. Seine Freunde führten eine Kampagne für seine Freisprechung und veranstalteten Bolks-- verfammlungen. Die Presse setzte sich für ihn ein. Die öffentliche Meinung war ihm günstig und er beteuerte unaufhörlich seine Unschuld. 1893 setzten die Gerichte seine Strafe auf 15 Jahre herab, 1895 wurde er freigelassen. M i l l e r a n d hat in jener Zeit als Advotzrt in einem Preßprozeß die Zeitungen verteidigt, die sich für den Verurteilten eingesetzt hatten. Aber erst jetzt nach 30 Jahren ist es dem Verteidiger des ungerecht Verurteilten, dem SeMtsabgeordneten Louis Martin, geglückt, die offizielle Freisprechung zu erwirken. Volkswirt. Gestempelte Kro»e -- —.04 Centimes. Arrszahluilg Wie» —.03^ Centimes. Iw Zürich notierte die österreichische Kronr . . . - —.04 (—.OS1/» am iS. Juni) die Ssterrgestempelte Krone. —.03'/« (—.03»/. am 39. Juni) die tschechische Krone ... .10.05 (10.10 am 19. Zum) die Mark. . ... . . ..1.64 ( 1.59V, am 19. 5uri) Agram . .;. . . . . . . . - 1.77V* ( 1.77V2 am 19. Juni) Sofia' . . . . . . ... 3.50 ( 3 50 am 19.'.Juni» Budapest . : . . . . . . . —.57 (—.54 am 19. Juni) Warschau ..... . . . —.12 (—.12' am 19. Juni)' Sanierungsprogramm und Kaufmannschaft. Aus Kreisen der Wiener Kaufmannschaft wird uns geschrieben: - y Es ist naturgenräß,. daß das Sanierungsprogramuc ebenso wie an andere Erwmcüsgruppen auch an die Kaufnrannschaft die Fordenmg stellt, große und fühlbare Opfer zu bringen, um dem Gedanken der Rettung des Staates zum Siege zu verhelfen. Die Kaufmannschaft ist auch bereit, diese Opfer zu bringen, unter Bedingungen, die im Gegensätze zu den Forderungen anderer Interessenten nicht Vorteile für sie selbst, sondern lediglich eine G aranHe für das Gelingen der Dürchftihrung des Sanierungsplanes bieten. Der Staat fordert zunächst im Hinblick auf die Senkung der Devisenkurse eine Kalkulation auf Grund der Wiederanschaffungspreise, um durch Verbilligung der Lebenskosten eine Verminderung der staatlichen Personallasten und sonstigen Ausgaben zu ermöglichen. Die Kaufmannschaft anerkennt das Gesunde in diesem Gedanken, nämlich die Kalkulation auf Grund der Wiederanschaffungskosten, muß jedoch, wenn sie sich schon entsHließt, die zu den Hochkursen gekauften Waren zu den derzeitigen TieMrsen zu kalkulieren, die Sicherheit haben, daß.die Einführung der Kalkulation auf Grund der Wiederanschaffungskosten, die ja, gewiß die einzig vernünftige uyd wirtschaftlich zu rechtfertigende Kalkulation ist, nun endlich prinzipiell vom Staate als berechtigt anerkannt, und die bisher durch die verschiedenen Preistreibereigesetze gehanvhabte Kalkulation auf Grund der Gestehungskosten endgültig aufgegeben wird. Wenn die Regierung die von ihr eingeleiiete Aktion ernst nimmt, und wenn sie von einer weiteren Senkung der Devisenkurse, zumindest aber von einer Stabilisierung der derzeitigen Kursen b e rzeügt ist, so kann sie diesem Wunsche der Kaufmannschaft ohne' weiteres e n t s p r e ch e n. Dieses Entgegenkommen würde ihr sicherlich den Erfolg einer unverzüglich fühlbaren Verbilligung der Warenpreise sichern. Die Regierung fordert neue Belastungen der Kaufmannschaft in Form von erhöhten Steuern, um die Ausgaben des Staates mit seinen Einnahmen in Einklang zu bringen. Auch auf Wiener Morgenzeliung» r_ diesem Gebiete ist die Kaufmannschaft freiwillig zu Opfern bereit,'jedoch nur unter der Bedingung, daß diese Opfer nicht bloß eine zwecklose, weitere. Vernichtung des Volksvermögens bedeuten, -und wirklich zur Gesundung des Staates dienen. Zu diesem Zwecke ist in erster Linie notwendig, daß die vom Staat geführten Betriebe in Privatwirtschaftlichen Besitz übergehen nnd daß die von den erwerbender: Ständer! aufgebrachten Geldmittel nicht dazu dienen, das Defizit, das sich bei Betrieben ergibt, die ohne kaufmännischen Geist und ohne wirtschaftliches Verständnis, nur aus Prestige- oder parteipolitischen Gründen geleitetwerden, zu decken. Das bisher betriebene Quacksalbern und die Liebedienerei gegenüber den von Abgeordneten der diversen Parteien zunr Zwecke des Wählerfanges patronisierten Betrieben muß anfhören. Die Regierung hat sich die Achtung und die Zustimmung dieser Abgeordneten durch aktive Politik und positive.Erfolge zu erringen. Die parlamentarischen lleberwachungskommissionen genießen gerade aus den angeführten Gründen nicht das volle Vertrauen aller Bevölkerungsschichten, und die Kaufmannschaft verlangt daher, daß ihre Delegiert e n den Kontrollkommissionen, welche die Reform in der inneren Verwaltung, in den öffentlichen Betrieben und die Staatsgebarung überprüfen zu haben, b e i g e z o g e n werden. Geschieht dies nicht, so muß in der Ablehnung dieser Forderung von vornherein die Gefahr erblickt werden, daß es sich wiederum seitens der Negierung um eine Täuschung der Oeffentlichkeit und um eine Augcnauswischcrei handelt, da sonst die maßgebenden Kreise keinen Grund hätten, das Licht der Oeffentlichkeit und bie Kritik der in das Wirtschaftsleben cingeführten Kreise zu fürchten.. Die dritte Forderung der Kaufmannschaflist die endliche Beseitigung aller Maßnahmen, welche keine praktischen Erfolge haben können und ohne jeden Vorteil für die Volkswirtschaft der Kaufmannschaft einseitigen Schaden bringen. Als derartige Maßnahmen sind neuerliche Beschränkungen der Kaufmannschaft auf dem Gebiete der Devisenverordnung in Ansicht ge normnen. Wir haben Beweise genug, daß jede Einmischung in den Devisenverkehr des Kaufmannes bei den kolosialen täglichen Kursschwankungen für ihn einen empfindlichen Schaden bedeutet. Bon dieser Lehre rnöge die Regierung Gewinn ziehen, und endlich erkennen, daß ebenso, wie sie unfähig ist, ihre eigenen privatwirtschaftlichen Betriebe zu leiten, sie auch unfähig ist, auf die Betriebe des Kaufmannes einen anderen als schädlichen Einfluß zu nehmen. —P. Bilanz dep Anion-Bank. Dividende 150 K. gegen 44 K. im Borjahre. Der Verwaltungsrat der llmon-Bank hat in seiner Sitzung vom 20. d. die Bilanz pro 1921,,welche einen Reingewinn von 247,003.764 K. ergibt, genehmigt und beschlossen, der für den 28. d. stinüerufenen Generalvers a m m l u n g vorzuschlagen: Eine Dividende von 37,5 Prozent d. i. 160 K. pro Aktie (gegen 44 St. im Vorjahre) für das pro 1921 dividendenberechligte Aktienkapital von 200 Millionen Kronen zn verteilen, so daß 75,000.000 K. an die Aktionäre zur Auszahlung gelangen, Weilers den Betrag von 100,000.000 K. in den Reservefonds zu hinterlegen/für die Zwecke der Dotierung des im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen zu errichtendes Ersätzinstitutes für die Pcnslonsversicherung der Angestellten der Bank tantiemensrei 50,000.000 K. zu reservieren und zur Bezahlung^ der statutenmäßigen Tantieme des Verwaltungsrates 18,586.820 K. zu verwenden, so daß ein Rest von 3,416.938 K. als Gewimwortrag auf neue Rechnung erübrigt. Der Bruttogewinn beträgt 1.174,661.127 K. und hat sich auf mehr als das 8,6fache des vorjährigen Bruttoerträgnisses von 137,800.854 K. erhöht. Ter Reingewinn ohne Vortrag beläuft sich auf 245,808.263 K. (gegen 32,822.499 K. im Vorjahre). Die Erhöhung des Akticnkapitales von 200 Millionen ans den im Bilanz-Konto ansgewiesenen Betrag von 300 Millionen Kronen ist erst im Dezember 1921 durch Einräumung. des Bezugsrechtes aus 250.000 neue, ab 1. Jänner 1922 dividendenberechngte Aktien erfolgt. Die weitete Kapitalsvermehrung auf 400 Millionen Kronen, welche durch den Beschluß der außerordentlichen Generalversammlung vom 3. Dezember 1921 vorgesehen war, wurde vor kurzem durch Begebung der restlichen Tranche von 250.000 Aktien an ein Konsortium durchgesührt, dem die. Dresdner Bank, Herr C. Castiglioni, die Böhmische Union-Bank und Ine Ungarisch-italienische Bank A.-G. angehören. Dieses Konsortium übernahm auch die im Mai. vorigen Jahrs an die Bodenkreditanstalt begebenen 125.000 Aktien, welche zufolge der einverständlichen Lösung der seinerzeitigen Vereinbarungen mit diesem-Institute, zurückgeliefert, wurden. Aus der Kapitalsvermehrung. im Jahre 1921 sind der. Bank neue Mittel in der Höhe von zirka 1084 Millionen Kronen, zugcsiossen. Die kürzlich vollzogene Kapitalsvermehrung auf 400 Millionen Kronen hat der Bank weitere. Betriebsmittel. zugesührt, die in der Bilanz des laufenden Wahres zum Ausdruck kommen werden. Damit ist heute schon die Grundlage für eine zureichende Erhöhung des Nominalkapitales imWege der Einbeziehung vorhandener Reserven geschaffen. Das Zinsenkonto ergibt 411,671.643 K., um zirka 361,500.000 K. mehr als im Jahre 1920. Die Personalunkvsten sind sehr beträchtlich gestiegen und mit 423,953.848 K./gegen 56,239.278 K. pro 1920 ausgewiesen. Dtp Spesen betragen. 139,842.474. K. gegen 21,127.291 K. im Vorjahre Infolgeder.' fortschreitenden 'Geldentwertung, die emr. sprunghafte PerteueruNg' astev Lebensbedürfnisse mit sich bringt--werden die Auslagen für'Gehalte und Spesen im laufenden Jahre ein Vielfaches höher sein. ' Die Steuern belasten die Bilanz'mit 362,479.482 K., betragen also mehr als das 13,5fache des vorjährigen Betrages 21. Juni 1922 Nr. 121? von 26,575.461 K. Die Lasten absorbieren nahezu 80 Prozent des Brnttocrträgnisscs: Das Konto Konsoriialgeschäfte ist mit 162,013.703 K. gegen -22,719.460 K. im Vorjahre ausgewiesen. Die Debitoren im Bank- und Warengeschäfte belaufen sich auf 17.203,836.916 Kronen gegen 2.268,581.414 K. int Vorjahre, die' Kreditoren ans 18.4t3,707.210 K. gegen 2.541,728.164 K. im Jahre 1920. Tie Steigerung dieser beiden Positionen findet ihre Begründ dnug in der beträchtlichen Zunahme des Geschäftsumfanges. Die Bildnzsumme hat sich von 2.950,764.298 K. im Vorjahre auf 20.230,841.073 K. erhöht. Bilanz der Allgemeinen Verkehrsbank. Der Verwaltungsrat der Verkehrsbank hat in seiner Sitzung die vorgelegte Bilanz für das Jahr 1921 genehmigt und beschlossen, der für den 30l d. einberufenen Generalversammlung den Antrag zu stellenvon dem ausgewiese» neu Reingewinn ww 321,062.420 K. (Plus 272,031.288 K.) eine : Dividende bdRtÖO K., das sind 35,7 Prozent pro Aktie (gegenüber 36 K.W»s sind zwölfundsechssrcbentel Prozent im Vorjahre), zur Vermilnng zu bringen, dem Reservefonds 100 Millionen Kronen (Plus 90 Millionen) zu überweisen, dem Pensionsfonds eine außerordentliche Dotation von 100 Milliynen Kronen (Plus 85 Millionen) tantiemenfrei zu widmen und den nach Abzug der statutenmäßigen Tantiemen verbleibenden Restgewinn per 12,856.808 K. (Plus 9,973.981 K.) auf neue Rechnung vorzutragen. * Die Bilanzsumme der Verkehrsbank ist von 6 Milliarden, auf 20 Milliarden Kronen gestiegen, wobei sämtliche Devisenpositionen aus der Vorkriegszeit zum Friedenskurs eingestellt sind. Den eigenen Mitteln von rund einer - Milliarde Kronen stehen 19 Milliarden Kronen Verbindlichkeiten gegenüber, wobei allerdings das eigene Bankvermögen, das zum großen Teil . aus den später angeführten Beteiligungen besteht, zu Friedens» - surfen bewertet erscheint. . ( Der starken Ausdehnung des Geschäftes Rechnung tragend, wird die Verkehrsbank in der Generalversammlung Vorschlägen, das Aktienkapital von 500 Millionen Kronen auf 760 Mil» l i o n e n Kronen zu erhöhe n, wobei wieder der gleiche Vorgang eingehalten werden dürfte, daß die halbe Tranche den; alten Aktionären im Verhältnis von, einer neuen auf vier alte Aktien reserviert. wird, während hinsichtlich der weiteren 125 Millionen Kronen Nominale von der Verwaltung die Vollmacht zur freihändigen Begebung angesprochen wird. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) An der gestrigen Warenbörse war reichliches Ausgebot in verschiedenen - Gattungen Chemikalien vorhanden. Die Tendenz neigte eher?ur F'slial'esi. Gesucht wurden Milchsäure, Essig» - slüre. Marecille-Skise. Schwerspat, ßäfaltiali,. Ammoniaksoda, gelbblausoures Kall, Chlorkalk, Krisiallfoda und Kupfervitriol. A b g e f cd l o l f e n w u r d e n: Minium Bleiberger zu 1885 K.. Paraffin 25/54 weiß zu 1650 K., Soda Mmoniak 96-98?.u 9 jugosl. K. . A u s g e b o l e n w ü r d e n : Aehkcli 88 90 zu 38 Mark lransii Vassau, Aehnatron 128/130 zu 1380 K., Alaun' in Stücken.-n 1450 Mark tränsit Passau. Ameisensäure technisch 80°/„ zu 71.50 Mark lransii Wren. Antichlor grießsönntg zu 775 K. Mien, Bittersalz zu 6.75 Mark. Bleiglätie Bleiberger zu- 1700 K.. Bleiweiß Hamburger zu 1250 K.. Bleizncker rafsin'ert kristallisiert rein weiß zu 44 Mark Wien. Borax in Slücken zu, 44 Mark iransit Wien. Chlorbaryum' zu 27 Mark, Chlorkalk 110/115 zu 11.20 sugosl. K., Chromalaün zu 44 Mark»' Chrvmkali zu 72 Mark Wien. Ckromnairon zu 70 Mark, Dextrin Maisblond zu 1850 §., Glaubersalz krisiallrsiert zu 150 K.» Kalzium gemahlen zu 240 K. ab niederösterreickischer Fab'ik. Glyzerrn chemisch rein 28° zu 110 Mark tränsit Wien, Gummr cord, zu 110 Schilling lransii Wien, inländ sches^Karz zu 820 K. ab niederöslerrcichilcher C-iätion, Kali aelbblausaüres zu 9800 K.' Wien. Knochenleim Äannersdorfer zu 3800 K. Wien, Naphlbaiin' Schuppen weih zu 21 Mark, Nigrosin kriställistert se'llöelich zu 250 Mark Wien, Salalkalt pulverisier! zu^ 22 Mark. Salmiaksolz zu 29 Mark iransit Wien, Schwefelnstrium 60/62 zu 31 Mark, Sodaammoniak 96/98 zu 250 K.,' Svdabrkarbonat B zu 625 Ä. ob mederösterrerchischer Fabrik, Soda.kristallisiert zu 185 K. ab viederösierretchtscher Fabiik, Terp-nimol zu 93 Mark lransii Wien exkl. Emballage, Japanwcchs zu 5500 K. t-annt Wien, Montanwachs ztl 24 Mark lranfit' ÄZien, Weinsieinsäure von 8760 bis 9400 K., Peters» walder Kronenzinkweiß zu 11.70 tschech. K. Bon OelenundFe t t e n waren ausgeboien: Speiseöl zu 3800 K., Schweinefett zu 31.25 Dollar, inländnches Pflanzenspeis.'fett zu 3600 K.» Kokosölsettsäure zu 61.50 Mark, Talg zu 4000 K. Näh r-, Lebensmittel und Kolonialwaren oerzeichneten etwas schwächere Tendenz bei mäßigem Geschäfte. Erhältlrch waren-: Kaffee Santos superior zu 64cil K., .Bio Vtl zu 5150 K., Tee Souchong zu 10.600 K., O^ecco orange zu 10.260 K., Kakaopulver I. holländisch zu 3900 K., Gewürze Cassia lignea' zu 10.43 Lire. Kümmel zu 3800 K.. Psesser Singapore schwarz zu 3900 K., Prmenl zu 2800 K., Kristallzucker zu 6.20 tschech. K.. Würfel zu 6.80 lschech. K. in Gonzwaggvn ad Grenze unverzollt unversteuert. Kristall zu 2020 K., Würfel zu 2300 K. ab Lager Wien. Ferner wurden noch offener!: Marmelade, Marillen, Preiselbeeren, Weindestillat, Treber und Ktmbee^saft (echy. Viehmärkte in St. Marx. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Schweinema-rkt. Der gestrige Auftrieb belief sich auf 1480 Stück, worunter sich 836 Fleisch- und 614 Fettschweine befanden.' Die angemeldeten 541 Stück dürften erst für den ' Donnerstagmärkt einlangen.^ Bei reservierter Kauflust blieben die Preise> ziemlich Unverändert.' Nur mindere Fettschweine haben in einzelnen Fällen einen Rückgang von 200 bis 800 K. pro Kilogramm erlitten. Es notierten Fettschweine, Prima K. 5700 bis 5900, extrem K. 6000, mittelschwere K. 5J500 bis; 5700, alte Schweine K. 4800 bis 5400, leichte 4600 chis 5200; und Fleischschlpeine K. 4400 bis 4900 pro Kilogramm Lebendgewicht. ' , Zum P f e r d e m a r k t wurden 84 Schlächter- und 603 Gebrauchspferde gebracht. Bei lebhaftem Verkehr zahlte man Zugpferde leichtst K. '380.000 bis 800Ü00, schwere St. 1,000.000 brs 1,200.000, Kutschpferde St 500.000 bis 800.000; Pferde' für Schlachtzweüs K. 900 bis 1Ö00 pro Kilogramm Lebendgewicht,.

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