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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-18 · Heft 1214 (18.6.1922) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1214 (18.6.1922)
Date
1922-06-18
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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yi fcWdi Mf<iiai,irtiSail)(liiB Nr.'1S14 . Wim, Sonntag Ferner sprach sich die Kammer gegen die Einreihung der Erzeugung von Stickereien unter die handswerkLmäßigen Gewerbe im BerordnungSwege aus. ..- Börse für landwivtschasiliche Produkte. Schlechte ErnteauSsichten in Oesterreich? (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) Der gestrige Wochenmarkt verkehrte wohl bei etwas ruhiger Tendenz, doch konnten Preisermäßigungen nur in vereinzelten Fällen durchgesetzt werden. Im Vordergrund des Interesses standen / schöne, schwere Weizen und doppelgriffige Mehle, während der Verkehr auf allen anderen Gebieten sich in engen Grenzen abwickelte. Die Preislage der einzelnen Artikel zeigte gegenüber den letzten, Tagen nur geringe Aenderungen, vornehmlich wohl deshalb, weil in. seinem Artikel reiches Material zu Gebote steht. Der Stand der Vegetation in den österreichischen Erzeugungsgebioten findet eine ziemlich ungünstige Beurteilung. Wenn nicht ehestens reiche Niederschläge eintreten, wird ein Mindererträgnis der heurigen Fechsung schwer zu vermeiden sein, ftn den mitteleuropäischen Ländern erfolgten in dieser Woche genügende Niederschläge. Tie Berichte aus Deutschland, aus Ungarn, ans Tschechien und Jugoslawien lauten durchwegs zuversichtlich.; Wiener Movgenzeliung. Die Devisenkurse. Zürich. 17. Sink (Devisenkurse. — Milgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 1.63 (1.66). Kollond 804.10 (804.25). Nrio-Bork 526.25 (525.—), London 23.44 (23.49). Paris 45 92 (45.10), Ma'Icmd 26.15 (26.37), Brüssel 43.50 (43.25), fiop<nbocicn 113.75 (114.—), Stockholm 136.— (136.—), Cliristicwia 90.10 89.60), Madrid 82.50 (82.70), Buenos Aires 189.50 (190.-). ‘flTOfl. 10.05 (10.05).,Budapest -.52'/, (—.51). Agram 1.8'> (1.80), Sofia 3.50 (3.65), Warschau —.12'/« (—.127«), Wien Geld —.OS1/* (—.03), Wien Ware —Oesterr. gest. Kronen Geld —.03'/s (—-.OS1/*)# Oesterr. gest. Kronen Mare Berlin» 17. Juni. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abaellempelt 2.03 (1.75'/.), Prag 622.20 (607.20), Budapest 3Ü70 (31.66). Berlin» 17. Juni. (Kurse der Devisenzensrale.) Roten: Dollar 321.65 (314.80), Pfund 1432.50 (1412.75), gtaltenilche 1698.25 (1581.25), Polnische 7.35 (7.25). Tschechoslowakische 614.25 (605.50), Alle österreichische —(—.—). Oesterr. gestempelte 2.3L'/g (2.07'/,). Amsterdam» 17. Juni. (Devisenkurse.) London 11.48 (11.49V,), Berlin 0.80 (0.8!'/,). Parts 82.45 (22.57»/,), Sckwei, 48.90 (48 92'/,). Wien 0.0116 (0.0150), Kopenhagen 55.70(65.75), Stockholm 66.60(66.60), Christi an ia 43.80 (43.60). Rew-York 857.— (257.-). Brlisset 21.20(21.20), Madrid 40.75 (40.55), Italien 12.95 (12.95). Budapest 0.25 Sportprogramm für heute. Fußball. Bapid-M. T. K. (F.).Napid-Plah .... 7-6 Uhr F. Ä. C.-7-Kertha (M.) . . . . F. A. C.-Platz . . 7,6 . Adtnira-ÄudolfshÜgel (M.) . . Admira-Plah . . . 7,6- . Ostmark—W. A. F. (M.) . . . Ostmark-Platz . . . '7,6 . Krchawer—Weiße Elf (Ai.) . . . Äedlersdorfer-Platz . 7-ll » Kasmonea—Feuerwehr (M.). . . Remiweger-Platz . . 4 , Kazair—Vindobona (M.) .... Krleauer-Platz... 4 „ Kadimah—Veritas (M.) . . . . Ostmark-Platz. . .7,11 „ Leichlalhlettk. Iugendwektbewerbe.Kakoah-Platz ... 10 » Schwimmen. Meeting der Äakoah. . . . . . Dianabad. .... 5 „ ®i«e Entstellung I Dem Sport wohnt eine suggestive Kraft inne. Cr gebietet und mancher Einzelmensch gehorcht. Nur so kann man e8 erklären, daß sich absolut anständige Menschen, wie zum Beispiel Willy Meisl, dazu verleiten lassen, Tatsacheü bewußt zu verschleiern oder unrichtig wiederzugeben. Willy Meisl handelt dabei um so unschöner, als er dadurch dem Ansehen eines ehrlich arbeitenden Vereins, und zwar dem der Hakoah, im Ausland großen Schaden zusügt. Ganz abgesehen davon, daß Willy Meisl dem Können der Hakoah seit ihrem Eintritt in die erste Klasse im „Kicker" nie gerecht wurde, benützt er die Besprechung des Wettspiele- Amateure—Hakoah (1:1) dazu, um eine uUgemeiue „Vorlesung" zu halten, die, wie er sagt, insbesondere, der „Wiener Morgenzeitung" gilt. Willy Meisl schreibt: „Die „Wiener Morgenzeitung" scheint mir pädagogisch'sehr unrichtig zu Werke zu gehen, wenn sie den Hakoah-Krakehlern, die den Amateur-Krakehlern gegenüber durch das eine über sind, daß sie nämlich an Zahl und folglich auch an Stimmkraft diesen zehnfach überlegen sind, das Zeugnis ausstellt, sie wären wohldiszipliniert, und nur der gegnerische Anhang, der nämlich in jeder Beziehung aus einem ganz ähnlichen Holze geschnitzt ist, lasse den freundlichen Nachbar nicht in Ruhe schreien." Die Wettspielbesprechung weiß weiter zu berichten, daß es während des ganzen Treffens kaum zwei derbe Fouls, gab. Das erste schiebt er dem Hakoahner Neufeld zu. Willy Meisl schreibt: „Ich erwähne Neufeld nur deshalb, weil er sich durch seine ausgiebige Simulation bei mir sehr geschadet hat. Solche Vorfälle erregen ein Publikum, das an und für sich vom Fußballspiel nicht allzu viel versteht."^. Dieser letzte Satz weist deutlich dem Leser die Richtung, wo er die Schuldigen an den Schimpforgien suchen soll, wenn' Meisl auch besonders betont, daß er außer der „Wiener Morgenzeitung" dem Anhang beider Vereine eitle Vorlesung halten will. Das „Wiener Sporttagblatt" hat nämlich das Märchen in die Welt gesetzt, daß das Hakoah-Publikum in den Regeln weniger sattelfest sei als die Anhängerschaft der übrigen Wiener Vereine. Ob Neufeld das erste Foul Begangen und später simuliert hat, erscheint mir derart nebensächlich, daß ich daraus nicht ertvidern will. Vollkommen lurrichtig ist es aber, die Hakoah-Anhanger mit denjenigen der Amateure in einen Topf zu werfen und die „Wiener Morgenzeitung" der Unwahrheit zu zeihen. Seit niehr ' als zwei Jahren hat es bei Hakoah-Spielen nie Zwischenfälle oder gar Ausschreitungen gegeben. Kann Willy Meisl das Gleiche von den Amateuren behaupten? Ich glaube mich nicht allzu sehr zu irren, wenn ich feststelle, daß in den letzten zwei Jahren bei den Amateur-Spielern mehr Skandale vorgekommen sind als bei allen Treffen der übrigen Wiener erstklassigen Vereine zusammen. Schuld an diesen Vorfällen trug immer das Publikum der Amateure, das in w i d e rl i ch st e r Form 'ständig provoziert. Der letzte Zwischenfall bei einem Hakoah-Tresfen trug sich vor zweieinhalb Jahren zu und auch diesen „Wirbel" haben Mitläufer der Amateure hervorgerusen, obwohl ihr Verein gar nicht spielte. Anläßlich der Begegnung Hakoah—„33 F. C." ergriffen Amateur-Vorkämpfer, die ich namentlich anführen kann, Jur die Ungarn in für die Hakoahner .beleidigender Form Partei. Als der „33 F. C." trotzdem immer mehr in Nachteil geriet, spielten sich diese Sportsleute als Hetzantisemiten auf. Ich glaube dem Herrn Willy Meisl nicht versichern zu. müssen, daß diese sympathischen Gesellen Juden, Assimilanten waren, deren Hochburg der Amateursportverein ist. Nur dem energischen und zielbewußten Einschreiten der Hakoah-Ordner war cs damals znzuschreiben, daß diese jüdischen Antisemiten nicht die gerechte Strafe-erfuhren. Und so wie vor zweieinhalb Jahren, führen sich die jüdischen Amateur-Anhänger auch heute auf. Daß die Spiele zwischen Hakoah und Amateure trotzdem halbwegs ruhig zu Ende gehen, ist nur der Disziplin des Hakoah-Publikums zu danken: würde es auf die von den Assimilanten gemachten antisemitischen Aeußernngen reagieren, dann wären die bedauerlichen Ausschreitungen an der Tagesordnung, deren Opfer die Ammeur-Jsraeliten sein müßten, da W.illy Meisl ja selbst zngibi, daß üch die Hakoahner in zehnfacher Uebermacht befinden. Ich freue mich, daß ich mit meiner Vorbesprechung zum letzten Spiel Hakoah—Amateure recht behalten habe. Ich schrieb nämlich, daß die Disziplin der Haloahner, die sich schon in wahrlich, viel ernsterer Zeit..voll ^md ganz bewährt hat, Ausschreitungen .perhüten wirh. Den jüdischen Antisemiten der Amateure und den: Herrn Willy Meisl gebe ich zu bedenken, daß. sie und ihre Ellern vor nicht allzu langer Zeit die Nutznießer der Disziplin de,: Mional-jüeffchcn Sportsleute, Turner und Studenten waren. „ . Fritz Baar. Die Meisterschaft. Die gestrigen Meisterschaftsspiele endeten mit ganz gewaltigen, aber fast „erwarteten"^ Üeberraschungen. Sportklub verlor einwandfrei gegen Wacker- und die Amateure mußten sich den um ihre Existenz kämpfenden Simmeringern beugen. Durch diese Resultate gewinnt die Meisterschaft sowohl nach oben als nach unten ganz bedeutend an Interesse. In der' zweiten Klasse festigte der W. A. C. seine führende Position durch einen Sieg über Sturm. Sämtliche Wettspiele hatten übrigens wieder ganz beträchtliche Zuschauermassen angelockt, Simmering—"Amateure 2:1 (1: 0). Verdienter Sieg Simmerings. Simmeringer Sportplatz, Schiedsrichter Kinzl, 10.000 Zuschauer. Simmering: Aigner;.Riedl, Prießmann; Lukesch, Röscher, Baumgartner;. Geiger, Danis, Pulpittel, Milositz- Dvorak. . Amateure: Remeny; Popovich, Heikenwälder;. Geyer, Jenö Konrad, Fuchs; Köck, Vecera, Kalman Konrad, Hansl, Cutti. ' Die, man möchte sagen, erwartete Ueberraschung ist pünktlich eingetreten. Die Amateure, die erst kürzlich der notleidenden Admira mit zwei Punkten unter die Arme griffen, erwiesen nun den Simmeringern denselben Liebesdienst. Die Niederlage ist in erster Linie aus das schwache. Spiel der Deckungsreihe, in der nur Jenö vereinzelte gute Aktionen zeigte, zurückzusühren. Im Angriff war Cutti weitaus der beste Mann. Auch Köck bewährte sich, während die Innenstürmer, ganz besonders Kalman Konrad, versagten. Die Der- . teidigung ist an der Niederlage schuldlos, Popovich und Remeny arbeiteten im besten. Stil. An der ganzen Mannschaft, die sonst modernsten Fußball betreibt, fiel das hohe, ungenaue Zuspiel auf. Im Gegensatz hierzu stand das schnelle, flache Kombinationsspiel der Simmeringer, die den Sieg redlich verdient haben. Eine hervorragende Leistung vollbrachte Danis, auch die schnellen Flügelstürmer waren im Feld sehr gefährlich, doch besorgten sie den Abschluß ihrer Attionen meistens so kopflos, daß der Effekt gleich Null war. Pulpittel bewies, daß ein guter Half ein schlechter Stürmer sein kann. Lukesch war vor der Pause sehr -schwach, liefaber später zu seiner vollen Form -auf. Die Verteidiger, insbesondere der Tormann, arbeiteten fehlerlos. Die erste Gefahr drohte dem Simmeringer Tor, als Köck nach einen: schönen Lauf nur noch Aigner vor sich hatte. Da .er jedoch^ anstatt zu schießen^ paßte^ kamen die Simmeringer. _iS.Jimi 1922 .Seite 13 mit dem Schrecken davon. Kurz darauf schoß Kalman küapp über die Querlatte. Zwei Minuten vor der Pause geht Dvorak von der Feldmitte aus durch und Danis jagt seinen Zenterball unhaltbar aus der Luft ins Tor. Sofort nach Wiederbeginn sind die Roten vor dem Amatcnr-Tor, doch verschießt Pulpittel freistehend. In der 80. Minute läuft Dvorak seinem Gegner Fuchs auf und davon, Popovich vefchlt den flach zur Mitte gegebenen Ball und Danis schießt flach in die Ecke. Fünf Minuten später erzielt Hansel nach einem Dribbellauf über das halbe Feld ein selten schönes Tor. Pulpittel tauscht nun mit Röscher den Platz und bietet als Mittelläufer eine prächtige Leistung, dank deren die Simmeringer bis zum Schluß überlegen bleiben, ohne aber am Resultat etwas ändern zu können. Walker—SportkLrrh 2: v (1: 0). . . Verdienter Sieg. Wacker-Platz. 8000 Zuschauer. Schiedsrichter Putzendoppler. Wacker: Feig!; Huber, Kolndorfer; Liebhard, Resch> Pellet; Jellinek, Kailich, Wana, Röscher, Stach. Sportklub: E. Kannhäuser; Beer, Scheidl; Pazak, Lovak, Zankl; Bauer, Hergeth, Karl Kannhäuser, Powolny, Giebisch. Der Sportklub hat gestern seine zweite Schlappe in dieser Woche erlitten. Beide Mannschaften waren genötigt, Ersatzkräfte einzustellen, bei den Dornbachern fehlten Teufel und Plank, bei den Meidlingern Kowanda. Während aber der Ersatzmann für Kowanda.entsprach, versagten bei Sportklub beide Ersatzleute. Die Meidlinger spielten sehr aufopfernd und haben den Sieg ehrlich' verdient. Eine prachtvolle Leistung vollbrachte Feigl im Tor, der den größten Anteil an dem Sieg seiner Farben hat. Sein berühßrtes Gegenüber wurde von ihm weit in den Schatten gestellt. Huber und Kolndorfer bildeten ein sicheres Backpaar. In der Deckung war in der ersten Halbzeit Resch sehr schwach, wodurch der Wacker-Sturm selten zur Geltung kam; nach Seitenwechsel lief er aber zu recht guter Form auf. Der Sturm hatte im linken Flügel in Röscher-Stach die treibende Kraft. Der aus der Jungmannschaft entnommene Kailich führte sich sehr gut ein. Vom Sportklub ist wenig Erfreuliches zu berichten. Edi war infolge des schlechten Spieles seiner Verteidiger recht unsicher und die Deckung mußte Verteidigungsarbeit verrichten. Im Angriff befriedigten nur Kannhäuser und Giebisch, Das Spiel war eine typische Punkteschinderei. Di» Dornbacher sPieltenTvom Anfang an sehr nervös und konnten sich nur zeitweise zu einheitlichen Aktionen auftaffen, erdriffen aber nach einigen gefährlichen Angriffen Wackers selbst die Offensive. In der 12. Minute vergibt Bauer, allein vor dem Tor stehend, eine totsichere Chance. Einige scharfe Schüsse Kannhäusers und Powölnys meistert Feigl in sicherer Manier und aus einem Fehler Pazaks erzielt Stach in der 30. Minute die Führüng für Wacker. Resch tauscht mit Pellet Platz, aber obwohl die».Dornbacher mehr vom Spiel haben, gelingt ihnen kein Treffer. Nach Seitenwechsel nimmt das Spiel schärfere Formen an. Sportklub bedrängt, doch Feigl bildet ein unüberwindliches Hindernis. In der 26. Minute wehrt Edi eine Flanke Jellineks zu schwach ab und Wana sendet mühelos, ein. .Vor Schluß forcieren die Dornbacher das Tempo, Beer geht in den Sturm, doch alle verzweifelten Angriffe der Dornbacher finden bei Feigl ihr Ende. Unter unbeschreiblichem Jubel verlassen die Hausherren als Sieger das Spielfeld. Reserven: 2:2. W. A. C.-Sturm 14 3:1 (2:0). Sturm 14-Platz. 2000 Zuschauer. Schiedsrichter Riedauer. W. A. C.: Fried!; Hoffmann, Sudrich; Kührer, Mschncr, Grün; Enver, Wallner, Hofftätter, Nenmann, Eichler. Sturm: Tiller; Krautenbeer, Stary; Stippel, Tauber, Schwarz; Schuiiedel, Lambrechter, Kreuzer, Wagner, Schierl. Die Athletiker konnten gestern mit viel Glück die zwei wichtigen Punkte nach Hause bringen. Ausschlaggebend für den Erfolg war das gute Spiel der Halfreihe, in der Pnschner brillierte. Der Angriff lies zeitweise zu schöner Form ans. Neumann und Wallner waren die treibenden Kräfte. In der Verteidigung hatte Friedl einen glänzenden)Tag. Die Sturm-Leute kämpften mit großer Aufopferung und bereiteten dem W. A. C. Bange Minuten. Ihre besten Leute waren Kreuzer, Tauber, Schierl und Tiller. Nach heftigen Angriffen Sturms gelang den Praterleuten eine hübsche Kombination, die Hofftätter in der siebenten Minute erfolgreich abschloß. Die Sturm-Leute bedrängten nun, doch werden die sichersten Chancen vergeben. In der 32. Minute erzielt Enver das zweite Tor. Nach Halbzeit sind die Athletiker stark zurückgedrängt und Lambrechter skort für Sturm. In der 32. Minute gelingt Hofstätter ein Durchbruch, durch den er das Endresultat herstellt, Kornerverhältnis: 6:3 sür Sturm. Die Generalversammlung des Sesterreichischen FutzbaÜverbandes. Ruhiger Verlauf. Die gestern im Festsaale des Gewerbevereins abgehaltene Generalversammlung des Oesterreichischen Fußballverbandcs nahm den erwarteten ruhigen Verlauf, lediglich nach Erstattung deS Rechenschaftsberichtes gab es eine längere Debatte, aber schließlich wurde das Absolutorium doch erteilt. Es wurden nur noch zwei Kontrollore gewählt, die die Buchführung neuerdings, zu überprüfenhaben. Die vorgesehene Statutenänderungen fanden einstimmige Annahme, ein von Herrn Dosedie im Verlaufe der Debatte gestellter Antrag bezüglich -einer Einteilung nach-nationalen Unterverbänden wurde dagegen Überhaupt nicht in Verhandlung gezogen. Die sodann vorgenommenen Neuwahlen ergaben den Sieg der vom V. A. S. eingebrachten Liste, auf der neben Dr. Abeles und Hugo Meisl auch der Präsident der Hakoah, Dr. Körner, fungierte. Gewählt erscheinen demnach: Präsident: Dr. Abeles mit allen abgegebenen 136 Summen, Vizepräsidenten: Dr. Brichta und

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