Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1211 (15.6.1922)
- Date
- 1922-06-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nt. 1811 ' Wien. DonMlaff ' Liebhaber beim Trinken nicht an einen Bären denkt. Selbstverständlich verwandelt sich das Zimmer für den unglücklichen Fürsten sofort in einen Bärenzwinger und jedesmal, wenn er ansetzen will, vergrößert sich die Bärenfamilie. Schließlich wird der Kelch inmitten eines allgemeinen Rasens — der Zirkusreiter hat in der Gemahlin des Fürsten, der „Sphinx", die erste seiner sieben Frauen, im Kammerdiener den Charakterdarsteller seiner Schmiere erkannt, die junge Gräfin tobt, weil man ihren Lämmergeier geschlachtet hat usw. — doch geleert und denkt der Fürst natürlich trotz allem an einen Büren. Infolgedessen Hilst der Trank nichts, Katha nimmt von ihrem alten Verehrer Abschied, der ihre weichere Stimmung für die ersehnte Liebe hält, aber an der Ausnützung det vermeintlichen Chance durch unerwünschte Wirkungendes Gebräus gehindert wird. Zuletzt steckt man den Alten mit Zaubertee ins Bett, der Abenteurer erobert (bei verdunkelter Bühne, ganz a la Reigens die junge Gräfin und zieht mit ihr unter den Hoffnungsvollen Aspekten auf eine gemeinsame Zirkustätigkeit in die weite Welt. Um dieses gewollt primitive' Handlungsgerüst sind bunte und grelle Episoden und Einfälle, krause psychologische Randbemerkungen, Narrheiten, Weisheiten, Bizarrerien und Plattheiten gehängt mtb es ist fast in keiner Szene möglich, zu sagen, ob sich der Autor über sich, über seine Gestalten, über ein politisches System, die, Welt oder das Publikum, lustig macht. Das Zirknsmaßige und Possenhafte schlägt überall durch und man ist sich eigentlich selbst nicht klar darüber, ob es anziehend oder abstoßend wirkt. Die Welt vom Clownstandpunkt zu betrachten, hat natürlich auch seine Reize, wenn man auch just nicht warm und behaglich dabei wird. ES muß doch bezlveifelt werden, ob namhaften Autoren ein Dienst erwiesen wird, wenn man ihre, unbedeutenderen Werke ans Licht zieht. Die Ausführungtut ganzen wohlgelungen und verständnisvoll, war allzu grell und durchwegs zu bunt . Max Liebl als Fürst Roposchin bewies Gestaltungskraft und Temperament, das letzte kann auch Traute Carlsten (Kätha) nachgerühmt werden, allerdings verfiel sie mitunter fast ins Toben und zeigte in der Szene, in der sie auf alle Bitten und Beschwörungen nur mit dem Satze: Er ist mir zu dumm, antwortet, zu wenig Nnancierungsgabe. Ernst Stahl- Nachbauer, der Abenteurer, und Emmy Schleinitz, die „Sphinx" trafen den Ton bizarrer Schiwdrigkeit vortrefflich. In den lauen Beifall - eines fassungslosen Publikums mischte sich diskretes Zischen, ganz unverdient von den Darstellern, die ihr Bestes gaben. Aus den Tbe-telk». Im B n r g t h c a t c r wird morgen „H o ch z e i t stagc" gegeben. Im Operntheater gibt man morgen „Der N o s e n k a v a l i e r". (Kein Kartenverkauf.) ' In der Bolksoper bringt die. heutige Aufführung von „Der Troubadour" drei Gäste, und zwar Kammersänger Rudolf Ritter als Manrico, Fr. Alma Tellmann als Azucena und Herrn Drago Hrzic vom Nabionaltheater. in Agram als Luna. Leonore, -7- Frau Pfisfcr-Lax. .Dirigent Herr de.'Stermichl'Beginn 'hälb 8 Uhr. — Die für Samstag den 17..d. angesehte Premiere „Heitere Kunst" wurde wegen plötzlicher Erkrankung von Frau Iosma Selim auf Mittwoch den 21. d. verlegt. Als Ersatzvorstellung geht Samstag den 17. d. „M adame Butterfly" mit den beiden Gästen Frl. Maria Rcljdl als Cho-cho-san und Herrn Kammersänger Aagard Oestvig als Linrerton in Szene. Die bereits für Samstag gelösten Karten können entweder bis Freitag mittags nnigctaüscht werden oder behalten für die Ersatzvorstellung „Maoame Butter- 'fly" ihre Gültigkeit. Im W i c u e v K o m ö dienhaus spielen Freitag den 10. d. in der täglich ffatffinbcitbcn Ausfübrung der Posse ,„D i e Parlament Skat hi" zum erste« Male Mitzi Freihardt die Kathi, Turl Wiener den Apotheker Führich. Im R a i m u n d - T h e a t e r spielt morgen abends, 7 Uhr. Fräulein Irene Grave von den Jarno-Bühnen in ..Hedda Gabler" die Titelrolle. Das Deutsche Ländestheater in Prag. Wie das „Prager Tagblatt" meldet, hat die Paritätskommission entschieden, daß als Ersah für den bisher infolge der Wegnahme des Deutschen Landestheaters entstandenen Schilden diesem 2,300.000 tsmech. Kronen, also um 100.000 tschech. Kronen weniger als deutscherseits gefordert worden sind, ausbezahlt werden sollen. Der „Oesterreichilchen Künstlerbilfe für die Hungernden in Rußland" ist von Prof. Robert Pollak als Reinertrag seines letzten Konzertes unter Mitwirkung des Pianisten August Göllner der Betrag von 400.000 K. als Spende für'die Hungernden in Rußland Angewiesen worden. Der 12. Zionistenkongrcß. Das Protokoll des Karlsbader Kongresses ist soeben cingetroffen. (36 Mk.) Gleichzeitig erschienen: Holitscher, Reise durch das jüdische Palästina (brosch. 3b W., geb. 65 Mk.); S. Rubaschow, Privaiwirtschaftliche und genossenschaftliche Kolonisation in Palästina, 25 Mk.; C. B r u n ne r, Der Judenhaß und das Denken, 10 Mk. Erhältlich: Buchhandlung R. Löwit (Dr. M. Präger), l. Bez., Rotenturmstrgße 22. Gerichtssaal. Orientalische Ladendiebe. Gestern nachmittags wurde die am Montag vor einem Schöffensenat unter dem Vorsitze des Hofrates Dr. Schneeweiß begonnene Verhandlung gegen eine ans Rußland, Persien und Griechenland zugewanderte Bande von Ladendieben zu Ende geführt. Zunächst verkündete der Vorsitzende den Frei- , sprück) der angeklägten Kaufmaniisgattiu Endokia. Mardirossiän und der Privatbeamtin Amalie Böhm. Abraham F l i s f i S wurde des Diebstahls und der Teilnehmung am Diebstahl schuldig'erkannt und zu drei Jahren schweren Kerkers verurteilt. Das Urteil gegen die Angeklagte Nina Iwanowa, falsch Khakhitelachwili, lautete wegen Diebstahls und DiebstahlsteilNchmttng auf fünfzehn Monate schweren Kerkers. Erwand Mardirossian wurde wegen Diebstahlsteilnehmüng zn Sintzin Jahr« eittsächen Kerkers und Mordche (Max) Chussil auch' wegen Diebstahlsteilnehmung zu s t ch s M o n a t e n einfachen Kerkers verurteilt. ' Außerdem würde gegen alle Verurteilten auf Landesverweisung nach verbüßter Strafe erkannt. Volkswirt. Gestempelte Krone Centimes. Auszahlung Wien ----- —.0374 Centimes. Zn Mich nvllerte die öfter reichische Krön.» . . . (—.62V, am 13. Juni) die österr. gestempelte Krone", .—.03V, l—.02"/» am J3. Juni) die tschechische Krone .... 1O.Ö5 (16.02'/, am 18. Funi) die Mark.. .... .... 1.70 ( 1.65 am 13. Suhi) Agram . . ... . 1.83 (1.84 am 18. Zuni) Sofia . . . . .. 3.60 , ( 3.70 am 13. Juni) Budapest.—.50 (—.53 am 13. Zuni) Warsci au. —.12 (—.13 am 13. Juni) Valütenkurse. Der entschiedene Wille zur Selbsthilfe, der in dem Entschluß der Banken, , sich an der Gründung einer neuen Notenbank zu beteiligen, gum Ausdruck gekommen ist, die Tatsache, daß die Banken unter der Führung des Hauses Rothschild inl Interesse der Sanierung der Währung auch Opfer zu tragen gewillt sind, haben gestern bereits im vorbörslichcn Verkehr einen Kurssturz der Valuten hervorgerufen, der auch nach Eröffnung des offiziellen Verkehrs anhielt. Hatte in den borangegangenen Tagen eine Panikstimmung geherrscht, weil die Kurse immer höher emporgewirbelt wurden und sich ein Wettrennen um das spärlich auf den Markt gelangende Material entwickelte, das immer schwächer wurde, so herrschte diesmal vorübergehend eine Panikstimmung beim Verkauf. All diejenigen,. die Valluten zu den Höchstknrsen erworben hatten, suchten sie l o s z u s ch l a g e n, um zu retten, was noch zu retten war. Man langte bei folgenden T i e f k u r s c n än: D o ll a r 14.500.—, Pfund 66.000.—, tschechische Kronen 290.—, Lire 830.—, Schweizer Franken 3000.—, poln i.s cheMark 4.—. Die Schwankungen waren jedoch im weiteren Verlauf ungemein groß, Erholung und Abschwächung wechselte!: jäh miteinander ab.' Zück Schlüsse machte sich wiederum eine feste Tendenz geltend und in der Valutenkulisse stieg der D v l l a t gegen 1 Uhr auf 19.500.—, Pfund auf 80.600.—, tschechische K ron e n auf 386.—. Diese Kurse sind auch (im Clearing der Devisenzentrale) teils übernommen worden, teils sogar überschritten Wörden, wie aus nachstehenden amtlichen Notierungen hervorgeht: VeröffentttckunZ der Devisenzentrale vom 14. Juni 1922. Devisen (Schecks und Aus- 7,ne Kurs v. 12. .Tun< Zahlungen) fuß Ge,ri ,Wi*fe Ge,d Wi*re / nisterdain k. 1 holl. Üulden . 4*/, 7697.59 7702.50 8397.50 8tr?.50 Ai ian I juir. Kronen ... . 0 65.97 6(5.93 74.07 75.(3 Belgrad 1 Dinar 6 263.53 263.82 293.48 299.72 Berlin 1 deutsche Reichsmark . 5 6- .95 61.05 68.20 0**.30 Brüssel 1 belgische Francs . . 5 1599.50 1300.50 179^.50 ,800. Budapest I lintzarische Kronen . 0 16.97 19.03 22.97 23.03 Bukarest l Lei . ..6 . Christianla I norwei?. Kronen . 5'/* 3449.— 3451.— 3849. — 3831.— Kopenhagen 1 dänische Kronor . 5 * 4346.75 .4351.25 4723.75 4726.23 London 1 Plund Sterling ... 4 86.77.8 86.825 97.175 97.225 Madrid 1 Pesetas.. 5'/. 3123.15 3126.25 3493.75 . 3501.25 Mailand 1 Lire ....... 6 ' 962.70 983.30 1079.70 1080.30 New York 1 Dollar. 4*/, 19.494 19.556 21.594 21.606 Paris 1 Francs . . . . . .. . 5 1714.50 1-715.50 1931.50 1935.50 Pia? I tschecho-slow. Kronen . 5 .36>.90 38,3.10 419.93 42'': 10 Sofia 1 Lewa ....... 6'/, 133.->5 13,3,55. 144.95 1 >5.05 Stockholm I scliwedlscheKronor . 5 4938.50 5(01.50 5623.5') 5620.50 Warschau 1 polnische Mark . . 7 4.33 4.37 . 8/ 8 8.12 Zürich I schweizerische France . 3>/, 3723.75 3726.25 4123.75 4126.25 Noten Amerikan. Noten v. 5 Dollar aufw. 19394.- 194C6.- 21494.- 21506.- .h r kleinere ... —.— - . - —. - Belgische Noten 100 Francs . . 1589.50 ' 1592.30 1789.50 1790.50 Bulgarische Noten zu 1000 Leva . —. - 143.95 144.05 „ 100 . . » , kleinere. . . - —. - -. - . - Dänische Nolen 100 Kroner . . 4323.75 4325.25 4698.75 4701.25 Deutsche Noten zu 1000 Mark. . —.— n , 100 ... « „ kleinere.... — Engl. Noten von 5 Livrest. aufw. — kleinere - -.- -.- Französische Noten. 100 Francs . 1709.50 1710.50 1924.50 1925.50 Holländische Noten 100 Gulden . 7497.50 7502.50 8197.50 8202.50 Italienische Noten v. 100Lire aulw. 957.70 953.30 1071.70 1072,30 . n » kleinere .... , —.— Iitgosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar 263.58 263.82 299.48 299.72 - » « . . 100 .. » » ■ » kleinere . . ' - Norwegische Noten 100 Kroner . 3439. 3441.- 3824. - 3826.- Polnische Noten v. 500 Mark aufw. 4.28 4.32 5.04 5.08 . » *. kleinere .... Rumänische Noten zu lOOOu. 500Lei 124.91 125.06 144.94 145.06 i. . » . kleinere ... Russ. Noten (Roman.) zu500Ruhel —.- ——.- — - » , , 100 , , -.- * ..; kleinere. . —. — ‘ — .— Schwedische Noten 100 Kronor . 4978.50 4381.50 5623.50 5626.50 Schweizerische Noten 100 Francs — — —.— 4108.75 4111.25 Spanische Noten 100 Pesetas . . 3098.75 3101.25 3468.75 3471.25 Tschecho-slow. Not. v. 1000 aufw. 384.90 385.10 419.90 420.10 H ' n kleinere .. —.-7 —.- .- — Ungar. Noten (neue Bm.l zu 1000 Kr. 19.02 19.08 23.02 23.08 . . zu 10.000 Kr. . . . » . kleinere. —.— — Die Grundzttge der künftigen Notenbank. Wie wir an anderer Stelle berichten, finden Beratungen mit Mr. Uoung statt, die eine Ergänzung der durch das inländische Finanzkapital auszubringenden Devisenbeträge für die neue Notenbank durch eine Valutaanleihe im Ausland zum Gegenstände haben. Das heimische Finanzkapital soll sich, -wie verlautet, bereits verpflichtet haben, 806 Millionen Schweizer Franken für die neue Notenbank zu zeichnen. Gedacht ist jedoch nur ein Aktienkapital von 100 Millionen französischen Franken, da das Aktienkapital der Notenbank unabhängig von der Bedeckung des Notenumlaufes ist. 15. Justi 19ZS ' Srite 7 Die' neue Notenbank soll nicht eine barzahlende sein, son« dern man wird sich damit begnügen, den Notenumlauf durch Golddevisen und bankmäßige Wechsel zu fundieren. Als Deckung für die Noten kommen in Betracht: die aus der Liguchationsmasse der Oestereichisch-ungarischen Bank auf Oesterreich entfallende Quote von 35 Millionen Goldkronen, der französische Kredit von 55 Millionen französischen Franken uüd der italienische Kredit'von 100 Millionen Lire. Die neue Bank soll dem gegenwärtigeir Notenumlauf eine hinreichende Deckung gewahren. Bon diesem Notenumlauf gelten 130 Milliarden, die auf die eingereichten Finanz- und Kommerzwechsel entfallen, als hinreichend fundiert. Da nur an einen Stabili* sierungskurs von 1000 Kronen für einen französischen Franken gedacht ist, so ergibt sich, daß die aufzubringenden Devisenbestände 270 Millionen französischer Franken ausmachen müßten. Es stehen aber insgesamt — die oben angeführten Kredite und die'Liquidationsquote der Oesterreichisch-ungarischen Bank nach dem erwähnten Stabilisierungskurse in französische Franken umgerechnet — nur 180 Millionen französischer Franken zur Verfügung. Es besteht daher -noch ein Erfordernis von 190 Millionen französischer Franken, damit der gesamte Kronennotennmlauf ausreichend gedeckt sei. Aus diesem Grunde soll eben eine Valutaanleihe im Tluslande aufgelegt werden, worüber gestern mit Mr. Aoung verhandelt wurde. Die Chancen einer solchen Anleihe sind nun als um ft» günstiger anzusehcn, als die Botschafterkonferenz bei den Statt» ten, die ihre Zustimmung zur Aufhebung dLr Generalpfandrechte noch nicht erteilt haben, die ErledignuMieser Angelegenheit ürgiert. Plenarversammlung der Fachsektion der Handelsagenten im Gremium der Wiener Kaufmannschaft. Das Grennum der Wiener Kaufmannschaft ersucht uns zu veröffentlichen, daß Freitag den 16. d., pünktlich halb 0 Uhr Nachmittags, im großen Saale des Gremiums, 4. Bez., Schwarzenbergplatz 10, eine Plenarversammlung der Fachsektion der Handelsagenten stattfindet, zu der sämtliche Mitglieder der Fachscktion eingeladen werden. Allgemeine österreichische Boden-Kreditanstalt. Der Verwaltunflsrat der Boden-Kreditanstalt hat dem Sekretär Herrn Engen Pollak die Prokura erteilt. Nationale Bank und Wechselftnben-N.-G. In der am 12. d..unter Vorsitz des Präsidenten Josef Thun abgehaltenen Generalversammlung wurde der Geschäftsbericht für die Zeit vom 15. November ^920 bis 31. Dezember 1921 einstinnnig genehmigt und beschlossen, von dem Reingewinn pro 4,460.642 K. 30 §.■ eine Dividende von 8 Prozent zn verteilen. Der Coupon pro.32 K. gelangt an der Hauptkasse des Institutes, 9. Bez., Koliirgasse 19, zur Auszahlung. In den Verwalungsrat wurden die Herren Rudolf Freu.denthal, Immen dorf und Direktor Gustav Grub er berftten. . ■ Eine neue arabisch-jüdische Unternehmung in Palästina. Auf Initiative der ägyptischen Warenhäusergesellschast, an deren Spitze angesehene jüdische und arabische Kaufleute stehen, hat vor kurzem in Palästina die Gründung einer solchen Warenhausgesellschaft statt gefunden, an der Araber und Juden mit ihrem Kapital und ihrer Arbeitskraft - beteiligt sind. Die Palästinaabteilnng der Gesellschaft wird Warenhäuser in großem Stile schon in kurzer Zeit in Jerusalem, Haifa und Jaffa erbauen. Ms Bankstelle der Gesellschaft dient die Anglo Palestine Company. Die Holzeinfuhr nach Ungarn. Nach einer Verfügung des Regiernngskommissärs für Holzversorgung ' kaün Holz ohne die bisher erforderliche Einfuhrlegitimation des Holzamtes aus dem Anslande eingesührt werden. Konsolidierung der rumänischen Schatzbans. Nach den Mitteilungen des heute aus Paris zurückgekehrten Finanzministers Vintila Br nt i an n sind die Verhandlungen über die Konsolidierung der rumänischen Schatzbons zn einein guten Ende geführt worden. Die -Inhaber der Bons werden 'konsolidierte Renten zu 4 Prozent erhalten, in der die Interessen kapitalisiert enthalten sein werden. Die Rente ist in vierzig Jahren zu anwrtisieren. Der Jahresabschluß der Diskonto-Gesellschaft weist einen. Reingewinn von .228,523.014 gegen 160,133.409 Mark^ im Vorjahre ans. Der Aufsichtsrat schlägt die Verteilung . einer Dividende von 20 Prozent (16 Prozent) vor. Anmeldung der österreichischen und ungarischen Vor« kriegs-Staatsschuldverschreibungen im Besitze von türkischen Staatsangehörigen. Die Schweizer Gesandtschaft l^ertretüng der türkischen Interessen) in Wien, 4. Bez., Prinz Eugenstraße 40, richtet au alle türkischen Staatsbürger, die auf dem Gebiete-der Republik Oesterreich österreichische und ungarische nicht sichergestettte Vorkriegs-Staatsschuldentitres (nicht Kriegsanleihen) in eigener oder bankmäßiger Verwahrung haben, die Aufforderung, diese sogleich, spätestens aber bis 25, d., gemäß Artikel 203 des Friedensvertrages von Saint- ^Germain anzumclden. Die Anmeldung hat ans amtlichen Formularen, die für jede Rentenkategorie in zwei Exemlaren auszufüllen sind, beim Wiener Bankverein, 1. Bez., Schottengasse 6 (Vermögensanineldebureau, 8. Stock), zn erfolgen, wo auch die Fornmlare gegen Erlag der hierfür zu entrichtenden Gebühr erhältlich sind. Die in eigener Verwahrung befindlichen Stücke sind samt Coupons beim Wiener Bankverein zu hinterlegen. Die in Banken deponierten Stücke sind gleichfalls beim Wiener Bankverein anznmelden, und zwar in der Weise, daß deren Nummern von der Verwahungsstelle in die Formulare , eingetragen werden. Die Titres selbst können bei der bisherigen Verwahrungsstelle verbleiben, zedoch ist eine Erklärung der Bank, notwendig, daß sie diese Stücke zur Verfügung der Schweizerischen Gesandtschaft unter Sperre genommen hat. Allgemeine Depositenbank. In der gestrigen Verwaltunczsratsitzung wurde vom Vizepräsidenten Paul Goldstern, 'welcher den Vorsitz führte, die Demission des bisherigen Präsidenten. Herrn Cästiglioni und seiner Freunde mit Bedauern zur Kenntnis gebracht und hierauf der Verwaltungsrat durch die Kooptiernng der beiden Industriellen Herrn Artur Drucker nud Baurat Ing. Sachsel ergänzt; gleichzeitig wurden beide Herreck in den Vorstand der Bank delegiert. An die Stelle des ausscheidenden Herrn Cästiglioni wählte der Verwaltungsrat einstimmig Herrn Paul Goldstcin zum Präsidenten der Bank. Oesterreichische Stickstoff-Werke A. G. Unter dem Vorsitze des Präsidenten, Herrn Dr. Franz Win di sch er, fand Y UCHHAUS zn HIRSCHEN 140 cm CoQerco K SOOt