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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-09 · Heft 1205 (9.6.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1205 (9.6.1922)
Date
1922-06-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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©eite 4! 'Mdl ✓ ' Wien/ Vrenag Tagesbericht. Der Schekel. Die zionistische Exekutive in London erläßt ein Rund- -schreiben an die zionistischen Verbände, in welchem auf die Berichte einiger Verbände über das günstige Fortschreiten der! Schekelaktion hingewiesen und die Hoffnung ausgesprochen wird, daß die vorjähriger: Zahlen erheblich überschritten wurden. Die Exekutive weist noch einmal darauf hin, von welcher Bedeutung ein befriedigendes Schekelergebnis im gegenwärtigen Augenblicke ist, um die Stellung der zionistischen Organisation sowohl gegenüber jenen Faktoren, von denen die baldige Erledigung ,des Prlästinamandats abhängt, als auch gegenüber den Kreisen im Judentum, die an dem Mandat und der in ihm vorgesehenen Jewish Ageney interessiert sind, zu stärken. ES gilt der Außenwelt die Stärke der zionistischen Bewegung, ihr ständiges Wachstum und ihre Festigkeit durch die Tatsache einer großen und stetig wachsenden Schekelzahl vor Augen zu führen. Die Exekutive drückt die Erwartung aus, daß ihre Forderung von allen zoinistischen Landes- und Sonderverbänden erfüllt wird. Alle Schekeleingänge sind unverzüglich durch die Jüdische Kolonialbank zu überweisen, und zwar alle bis Ende Mai eingelausenen Beträge sofort, die im Laufe dieses.Monats einfließenden bis zum 30. d. und der eventuelle Restbetrag auf die Weise, daß er die Exekutive nicht später als am 15. Juli (19. Tamus) erreicht. Der Endtermin für die Ablieferung der diesjährigen Schekelgelder an die Exekutive ist der 15. Juli (19. Tamus), und nur die bis zu jenem Tage eingelaufenen Schekelbeträge werden bei der Berechnung der Zahl der Vertreter eines jeden Landes- und Sonderverbandes bei der Jahreskonferenz zur Grundlage genommen werden. Es ist für jeden Verband von großer Bedeutung, daß dieser Endtermin unfehlbar eingehakten wird, und zu diesem Zwecke werden alle Landes- und Sonderverbände aufgefordert, unverweilt alle Vorkehrungen zu treffen, damit der Monat Juni noch zu einer intensiven Schekelpropaganda verwendet wird, damait derSchekelverkauf innerhalb des Verbände-, bis spätestens Ende dieses Monas abgeschlossen wird und daß alle Schekelgelder restlos an die Exekutive abgeführt werden, und zwar so, daß sie diese nicht später als am 16. Juli erreichen. „Reb EifiL" und „Alt-Babele". Mag sein, daß die Feiertagsstimmung und der Zauber dieses herrlichen Frühsommers täuschte. Aber in versteckten Wiener Judengaffen nach dem Gottesdienst, als man aus den kleinen Bethäusern heimging, glaube ich sie noch immer gesehen zu haben, jene alten Judengeftalten, die uns Leopold Kompert aus ruhigeren und — weiß Gott — besseren Zeiten aufbewahrt hat, wie der Maler Oppenheim die Frankfurter jüdffchen Feste in seinen Bildern. * ( „Reb Eisik" — das ist der Inbegriff des jugendlichen jüdischen Greisentums, Praktffch an Lebenserfahrung, aber ganz Und gar nicht „Praktisch" im Sinne gut verdienender Enkel, die alles in reelle Werte umrechnen; im Umgang mit Nebenmenschen kurz angebunden, weit enffernt von gleißnerischer, verlogener Liebenswürdigkeit — aber dafür hilfsbereit; hitzköpfig — aber beileibe nicht infolge der Anlegung im und vor dem Prachtgebäude am Schottenriffg, sondern weil er jung geblieben ist, der weißhaarige Großvater, und sich noch ereifern kann wie ein Zwanzigjähriger; gesprächig — aber kein schmalziger Drauflosredner wie gewiffe besser angezogene und weit bester genährte Epigonen, sondern kernig im Zwiegespräch und im Besitze einer höchst selten gewordenen Eigenschaft: er kann auch zuhören. Die Backen röten sich, wenn er effrig wird, und da du mit ihm durch die Gaste wandelst, fühlst du dich geborgen. Ein herzhafter Mann, unverderbt und grundgütig, aber fest gewurzelt in seinen Grundsätzen, wenn er sie auch keinem ausdrängt, einfach und gesammelt, heiter Und knorrig. I „Alt-Babele" — das ist der Inbegriff stattlichen, jüdischen Famlliensinns. Blank wie das alte, schwarzseidene Sabbatkleid fft der Blick geblieben, trotz der siebzig Jahre. In den zitternden knöchernen Fingern hält sie alle Fäden fest. Bis zu den Enkeln und Urenkeln führen diese Fäden, und ich glaube, in der Stunde tiestten Schlafes spürt sie -am Beben oder Anziehen eines Fädchens, daß draußen, an der Peripherie der Sippe, Gefahr im Verzüge ist, ein Heid geschah, ein Angstruf, ein Seuster verhallte. Dann ist!sie unverzüglich am bedrängten Vorposten, die alte Frau, Und siLht zum richtigen. Ihre Gegenwart schon Hilst, denn ffie ist sehr klug, die altmodische Matrone, und unerhört tatkräftig. Und so beschränkt sie auch in ihrer Lebensfüh- 'rung, in ihrer gedankenlosen Gläubigkeit erscheint — sie äst eine lebendige Familienchronik, und keiner könnte die ^Geschlechter, die vorher waren und später kamen, köstlicher kennzeichnen, wüßte erquicklicher Bescheid über große Vyr- '-"ge und kleinste Schwächen aller, aller, die gleichen Natragen. li Ich weiß, daß solche senttmentale, lavendelduftende Betrachtungen, solche Großelternsehnsüchte jetzt gar nicht rm Schwung sind und daß ich sie vielen Zeitgenossen, insbesondere dett schreibenden, nicht zu Gefallen anstelle. Dennoch hatte ich's mit Leopold Kompert und frage mit ihm, was er in einer seiner glücklichsten Stunden stagte, als er seinen „Eisik mit der Brille" schrieb: „Warum läßt Gott die alten Leute auSsterben und mit ihrem schönen , weißen Haar in die Erde legen? Warum schont er nicht ihrer, wie er des Baumes schont, den er grünen, blühen und duften -läßt, selbst wenn daS grimmige Feuer des Himmels an! dem knorriLm Mamme Wg IM „daß er Wiener Morgenzettung 9. Juni 1922 Nr., 1205 das Höhere und Feinere eher zu sich beruft, eben weil cs ö ist aber kurzsichtig, wie wir sind, mit Gemütern, die zwischen dem Heute und Morgen auf und nieder schwanken, begreifen wir nicht, warum das Naturgesetz unseren „alten Leuten" ein so kurzes Ziel gesteckt hat . . . Mitten in der Gewalt eines vollsaftigen Daseins lverden sie gefällt; kein Baun: in: Walde ist so knorrig als mancher alte Mensch, so lebensgetränkt vom Scheitel bis zur Fußspitze. Warunr läßt Gott die alten Menschen aussterben? Ich möchte das gerne wissen, lieber fast als tausend andere unnütze Dinge, an denen ich im Grunde keine Freude habe. Aber an euch hatte ich Freude, ihr alten Leute aus meiner Kindheit, um euretwillen hätte ich das gerne gewußt. .Ihr wäret von jeher meine Lieblinge, und wenn einer von euch gegen mich „dort oben" zeugen sollte, so zeuge er, ob ich jemals vergessen, vor seinem grauen Haupte aufzustehen." * lieber Geschlechter hinweg sucht der neue Jude die „alten Leute". Und es ist eine Anklage gegen die Väter, daß er die Urgroßväter suchen muß, eine bittere Klage an Gräbern, daß er den Heranwachsenden nicht zu geben hat, was ihm von Vätern hätte in Treue überliefert werden müssen, eine, über alle Maßen, tragische Klage, daß es Grauköpfe gibt in der eigenen Sippe, die ihm bitter fremd sind und' bei bestem Willen nicht der Gegenstand der Verehrimg; bei denen wir nicht empfinden, was eine der schönsten jüdischen Mythen „die Krone des Alters" nennt. In der Sammlung jüdischer Vottssagen des M. I. bin Gorion ist sie zu lesen: „Abraham war der erste, dem die Krone des Alters aufgesetzt, wurde. Gleichwie einst ein König zu seinem Liebling sprach: Soll ich dir Gold und Silber, Knechte und Mägde geben? Siehe, das hast du alles. Ich will dir nun die Krone von meinem Haupte schenken — so sprach auch der Herr zu seinem Liebling Abraham: Was soll ich dir geben? Gold hast du die Fülle. Aber siehe, wie es von mir heißt: Das Haar auf seinem Haupte fft wie weiße Wolle — so will ich auch dich machen." * Mag sein, daß die Feiertagsstimmung täuschte und der Zauber des Frühsommers, daß ich ihnen gar nicht begegnet bin, denen vom Schlage des Reb Eisik und des Alt- Babele. Aber ist es nicht ein Segen, daß man sie sucht und sie zu sehen wähnt, fft es nicht der dreifache Segen ihres in Gott beschlossenen Lebens, daß sie mir und jedem, der in fepner Kindheit auch nur einen Schimmer ihres Wesens genoß, allgegenwärtig sind, die alten jüdffchen Leute aus Münchengrätz oder Boskowitz, Pohrlitz oder Nikolsburg? Die Unsentimentalen mögen überlegen die Lippen kräuseln: Eine Stunde der Sammlung, die uns zu solchen Genossen der Kindheit zurückleitet, daß n:an sie plötzlich zur Seite hat, ist Glück und Bereicherung. Nicht bloß für dich, gesühlsduseliger Träumer. Auch für dein Kind, für deine Schutzbefohlenen, für jedes Geschöpf, das dir anvertraüt fft, damit du es behütest. - *: Otto Aböles. Mizzi Zwerenz verunglü ckt. Gestern abends sind Frau Mizz: Zwerenz und Herr Direktor Paul O l l m ü h l Opfer eines seltsamen Straßenbahnunfalls geworden. Sie standen gegen viertel 7 Uhr abends auf der rückwärtigen Plattform eines Wagens der Linie „2". In der Radetzkhstraße kam nächst der Franzensbrücke dem Straßenbahnzug ein einspänniger Streifwagen entgegen. Plötzlich riß die Brusttette des Pferdes, die Deichsel schnellte jäh um und drang durch das Schutzgitter auf dierückwärtige Plattform des Straßenbahnwagens und traf die Schauspielerin und den Theaterdirektyr. Mizzi Zwerenz erlitt eine große, zirka drei Handteller umfassende Fleischwunde am linken Oberschenkel und mehrfache Quetschungen des Schenkels, sowie eine Quetschung des Sprunggelenks. Direktor Olmühl eine Quetschung des Unterschenkels und eine Gehirnerschüterung. Die Rettungsgesellschaft leistete beiden Verletzten erste Hilfe und überführte sie in die zweite Unfallstation. Gewässer war der Stachelträger am andern Tage wieder da. ' f. ' i \ ' Die Tatsache, daß Haustiere Und freilebende Tiere/ ihre alte Heimat wieder auffuchen, ist also unbestritten. Dagegen ist es höchst zweifelhaft, ob diese Rückkehr auf „Heintweh" bericht. Allerdings reden Hagenbeck in seinem Buche: „Von Menschen und Tieren", ebenso E. S. Thompson 'in seinen Schilderungen der amerikanischen Tierwelt vom Heimweh der'Tiere als der selbstverständlichsten Sache. Tompsm verherrlicht geradezu dichterisch das Heimweh der Brieftauben. Als Dichter hat er ein Recht dazu, aber, der Naturforscher muß doch zu dieser Auffassung den Kopf schütteln. Denn gerade die Brieftaube erhält an der einen Stelle Futter, an der anderen weibliche Gesellschaft. Je nachdem der Hunger oder die Liebe sie beherrscht, sucht sie die eine oper andere Stätte auf. Das „Heimweh" erscheint also in einem etwas seltsamen Lichte. Auch der neueste Brehm, der von Männern der Wissenschaft herausgegeben ist, behandelt das Heimweh der Tiere als feststehende Tatsache. In Übereinstimmung mit Hagenbeck führt v. Oertzen, der sich in Kamerun eingehend mit dem Gorilla beschäftigt hat, das schnelle Sterben des größten Menschenaffen in der Gefangenschaft auf Heimweh zurück. Dabei kann gerade beim Gorilla die Sache ganz anders liegen. Er. ist Bewohner der düsteren Wälder und kennt Sonnenlicht eigentlich gar nicht. Ausdrücklich heißt es auch von jungen Gorillas, daß sie bei Hagenbeck sofort aus der Sonne gingen und den Schatten auffnchten. In Unkenntnis dieser Taffachen bringt man die Menschenaffen, da sie ja „Afrikaner" sind, in das grellste Sonnenlicht und wundert sich dann darübe^ daß sie die Augen mit den Händen bedecken. Das hält man dann für Heimweh. Die Rückkehr der Tiere nach ihrer Heimat beweist noch nicht, daß sie wirkliches Heimweh haben. Der Grund hierfür kann einfach darin liegen, daß es ihnen an ihrer früheren Stelle bester gefallen hat. Wäre es umgekehtt, so würden sie wahrscheinlich bleiben, gemäß dem bei so vielen Menschen herrschenden Grundsatz: Ubi bene, ibi Patria. _____ Dr. Th. Zell. * Errichtung von »»Allgemeinen Mittelschulen" in Wien. Der Wiener Stadtschulrat hat in seiner letzten Vollsihung nach mehrstündiger. Debatte, in der alle Parteien und Lehrergruppen ihr Einverständnis bekundeten, den einstimmigen Beschluß gefaßt, zu Beginn des Schuljahres 1922/23 an je drei Wiener Bürgerschulen für Knaben und Mädchen, je vier erste Klassen naÄ dem imUnterrichisamt ausgearbeiteten Lehrplan der „Allgemeinen Mittelschulen" zu e r ö f f n e n. In den betreffenden Schulsprengeln werden die Kinder, die Heuer die vierte Klasse der Volksschule besuchen, im nächsten Jahr nicht nach dem Lehrplan der fünften Volksschulklasse, sondern nach den neuen Lehrplänen für die erste Klasse der Allgemeinen Mittelschule unterrichtet werden, und zwar von einem Lehrkörper» der zur Kälste aus Miitelschullehrern zusammengesetzt ist. Die Allgemeine Mittelschule, ist im Falle ihrer Bewährung dazu bestimmt, die jetzige Bürgerschule und die bestehmdew Untermittelschulen in sich zu verewigen und zu ersetzen, Die Schüler dieser Schule werden Dank der Beweglichkeit des nenen Lehrplanes soweit vorgebildet sein, daß sie nach Beendigung ihrer Schulpflicht aus der vierten Klasse der Allgemeinen Mittelschulr ohne A u f n a h m s P r ü s u n g in eine " der neuen Obermitielschulen und durchs diese andie K v ch s ch u l e gelangen können. So wird die schwierige Entscheidung über Schulbahnwahl und Studienrichtung vom 10. bis zun: 14. Lebensjahr hinausgeschoben. Die allgemeine Mittelschule ist ein' Teil der Pflichischule und stellt daher Unterricht und Lehrmittel unentgeltlich zur Verfügung. * Die Verhandlungen mit den Straßenbahnern. Gestern nachmitiags fand im Dathaus unter Vorsitz des Personal: eferenien StA. Speiser eine Verhandlung mit dem Lohnkomitee der Straßenbahner statt. Für die Gewerkschaft des K. T. V. waren GR. Weigl und GR. F o r st n er erschienen. In der Verhandlung wurden die bei den Vertragsabschlüssen aufgetauchten Schwierigkeiten erörtert und GR. Weigl erstattete einige Dermiitlungsvorsckläge. StR. Speiser erklärte, daß er diese Permiltiungsvorschldge dem Präsidium des Gemeinderates voriegen werde, daß aber durch die noch weiter zu führenden Verhandlungen die Grundlagen des abgeschlossenen Vertrages unter keinrn Umständen erschüttert werden dürsen. da sonst die Gemeindevertretung nicht in der Lage sei, die in dem neuen Vertrage enthaltenen Zugeständnisse an die Bediensteten bei dem neuen Tramwaytarif von 150 K. ausrechtzuerhalten. Kenne» die Tiere das Heimweh? Es ist nicht leicht zu beweffen, daß bei Tieren wirkliches Heimweh vorkommt. Jedoch fft unbestritten, daß seit dem grauen Altertum Haustiere ihre alte Heimat auffuchen, nachdem sie durch besondere Umstände in eine andere Gegend gelangt sind. Greffen wir aus der großen Anzahl verbürgter Fälle einige heraus. Bei Pliniüs lesen wir folgendes: Publius AufidiuS Pontianus, ein Amiterner, kaufte einmal im äußersten Umbrien einige Schafherden samt den dazu gehörigen Hunden. Die Hirten sollten sie bis Heraklea bringen. Als das geschehen, und die Hirten wieder zu Hause waren, liefen die Hunde nach einigen-Tagen weg. Obgleich'der Weg etliche Tagereisen betrug, so gelangten sie doch wieder nach Umbrien zu ihrem alten Herrn. Da Heraklea am Meerbusen von Tarent lag, so sind die Hunde fast durch ganz Italien gelaufen — gewiß eine nicht gewöhnliche Leistung. Bei Militärpferden, die ausrangiert waren , ist es wiederholentlich vorgekommen, daß sie ihrem neuen Besitzer entflohen und sich in. ihrer alten Kaserne meldeten. Bon freilebenden Tieren ist besonders die Anhänglichkeit des Hasen an seine Scholle bekannt. Darauf baut der Jäger und lauert dem vom Hunde ausgescheuchten Lampe auf. Es dauert gar nicht so lange, und der Hase kehrt zu seiner alten Sasse zurück, wobei er von dem verborgenen Schützen leicht erlegt werden kann. Nach Lenz setzte ein Bekannter von ihm einen Igel aus und machte ihn durch einen roten Faden kenntlich. Trotz der weiten AnttnrnuiL Md der dazwMm MrndM * Ein Preisausschreiben über die Geschichte öer Juden in Kottand. Die Gesellschaft für jüdische Dissenschast inKol 1 and erläßt ein Preisausschreiben für eine Bibliographie. über die Geschichte der Juden in Solländ. : Gefordert wird eine systematische. Auszählung von Büchern und Artikeln über die Geschichte der Luden in Holland, ferner ein Verzeichnis von einschlägigen Resolutionen, Pamphleten, Gelegenheitsschrlsten, Statuten usw. Die Einreichnng der Manuskripte mutz bis zum 1. April 1923 an den Schriftführer der Gesellschaft in Amsterdam erfolgen. * Lanöausenlhatt für Wiener Hinder. Der Verein „Wiener Kinder ousts Land" hat in seinen Ferienheimen m St. Pölten (Lehrerbildungsanstalt, Mittelschüler / mm 14 bis 18 Jahren), Kronftein und Kirtenberg) Knaben und Mädchen von 7 bis 14 Jahren) noch Plätze frei. Der Vervstegsbeitrag der Eltern ist voraussichtlich 700 bis 800 Kronen täglich. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle, Gonzagagaste 23, Dienstag, Donnerstag und Samstag von 12 bis 1 lllir mittag*, entgegen. " Die berühmtesten und die berüchtigtesten Männer in Amerika. Die amerikanische'Revue „Vanity Fair" hielt unter ihren Lesern eine Umfrage, wer der berühmteste und wer der berüchtigteste Mann sei. Die Antworten wurden nach per Stimmenzahl gruppiert. Sie werfen ein eigentümliches Licht auf den Geschmack des amerikanischen Volkes, und die großen und kleinen Berühmtheiten, die noch leben, werden darüber lächeln, die toten vielleicht noch mehr. An der Spitze figuriert Shakespeare. Dann folgen Goethe, Anatole France, Beethoven, Nietzsche, Leonardo da Vinci, Charlie C ha p l i n. Ihm folgen Flaubert, Aristoteles, Plato, Washington. Unter den B e r ü ch t i g tsteti figuriert an erster Stelle Woodrow Wilson. Ihm folgen merkwürdigerweise Roosevelt, Walter Scott, de Valera, Bryän und Northclfffe. Bei zwei Persönlichkeiten he- Jl den sich dieMmmen E. fotatJik AmmÜm MLeKi $

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