Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-06-08 · Heft 1204 (8.6.1922) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1204 (8.6.1922)
Date
1922-06-08
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980284--11332-2997774
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

j, i 14 u * f' t />' Nr. 1804 WM.DonnerskSA r~'Tr-; - ' . ' 1 - ’ •'■■ ' ■; ■ ■/""'■ ' ' das' Material hervorzirlochen,. jeder Preis wurde bewilligt, es war insbesondere in den letzten Tagen eine v ö ll st ä ndige Prer8anarchie'eittgetreten und sie erfuhr auch nach dex Verlautbarung des Connnuniques des Finanz- Ministers am Mittwoch keine Milderung. Und das ist kennzeichnend für. die Stimmung des Marktes: Devisen m an g e l verbindet sich mit der Angst vor einer weiteren. Entwertung der'Krone, um eine wahrhaftige V a ll nt e n p a n i k auszulösen. Die Devisen- Lentrale hat ihren Vorrat an .Devisen, dre ihr Nus den englrschen Borschüsien zugeflossen -waren, erschöpfte sie mußte daher.den Ereignissen vollkommen machtlos gegenüber stehen. Dazu kam, daß durch ihre bei Beginn der Devisenhausie erfolgten Abgaben die Devisen zumeist in den Besitz der Banken übergegangen sind, so daß diese es in der Hand hatten, die Devisen a la hausse zu verwerten. Die Erklärung des Finanzministers, die sich' so entschieden gegen die Devalvation ausspricht, fa§t' deü,GWßM zu, daß der ursprüngliche^ Sanierüngsplan' Dr. GMK- > Unter dem Eindrücke der Vorgänge yUsrdeM DevisenmüDe /! einer ^lenderung unterworfen würde. Äkchtig ist' die Fest-* stellung^ daß die KreditauslsichWtt günstig stehen; daß sie aber ihren Eindruck auf dem Markte verfehlten, darf nach den Erfahrungen, die man seit einem Jahre mit den Kreditversprechungen gemacht hat, nicht wnndernehmen. . v'v- > Sine Mnferenz des Bundeskanzlers «tit,den Bankem , Die Vorgänge auf dem Devisenmärkte haben ,den ' Bundeskanzler veranlaßt, eine Konferenz mit den Direktoren der Wiener Banken abzuhalten, an der auch Finanzminister S e g u r teilnahm. In der Konferenz sind die An-. sichten der Leiser der Banken über eventuell zu treffende Maßnahmen gegen die Valutenpanik eingeholt worden. Balirtenkripse. Der gestrige Verkehr brachte.neue Rekordsi^eigerungen der fremden Zahlungsmittel. Prag eröffnets 290, Dollar 14.525, Pfund 66.000. Berlin 51, Budapest 17, polnische.Mark 3,73. Diese Kurse wurden -im weiteren Ver'ause rasch ttberschriiten und es fliegen: Tichechische Krone bis 320. Dollar bis 16.500, Pjund .bis 72.00), Reichsmark bis 58. ungarische Krone bis 18.20, polnische Mark bis 8.80. Die Regierungserklärung vermochte nicht der Auswärtsbewegung , Einhalt zu gebi.'len, entscheidend blieb die Knappheit an Material. so daß von den Interessenten jeder Preis bewilligt würde, um die fremden Zahlungsmittel zu erlangen, zumal die Krone in Zürich eine neuerliche Abschwächung . erfuhr. Die höchsten 'Kurse konnten zwar, da öle Devisenzentrale, etwas 'Ware auf dem Markt brachte, b.s zum Schlüsse nicht behauptet , werden, doch sind die Steigerungen im Gesamtergebnisse gegenüber d^m Vortage noch.immer ganz a u fe e r o r d ent l t ch.! ^Nachstehend die oWellen Notierung nr: VeröttenlHeklutiZ äer Devisenzenfrale : vom 7. Juni 1922. Devisen (Schecks und Au , , Zahlungen) Amsterdam f, t holl. Gulden Agram 1 .jufc. Kronen . . . Belgrad 1 Dinar > .. . . . Berlin 1 deutsche' Reichsmark Brüssel 1 belgische Francs . Budapest 1 ungarische Kronen Bukarest 1 Lei ...... Christiania 1 norweg. Kronen Kopenhagen 1 dänische Krouor . London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 1 Pesetas . . . » . . Mailand 1 Lire ....... New York 1 Dollar . . ... . Paris l Francs . Prag 1 tschecho-slow. Kronen . Sofia 1 Lewa ....... Stockholm 1 schwedischeKronor . Warschau 1 polnische Mark . . Zürich 1 schweizerische Francs . Kursv. C.’-Junl 21ns luü Geld Ware Geld Ware 4V. 6122.50 .6127.50 ■ 5347.50 5352.50 6 55.47, , 55.53 v ' 48.72 48.73 6 221.83 222.12 104.58 194.82 5 53.95 54.05 43.2’) 48.30 5 1319.50 f320.ß0 1156,50 1157.50 I! 17.51 17.57 15.72 15.78 5'/- 2m.~ 280L- 24491 — ‘2451*— 5 3473,75 3476,25 3073.75 3076.25 4 70.575 70.625 61.475 61.525 5'/, 2498.75 6 814.70 47, - 15.510 5 5 f' 7 1431.50 303.90' 112.95 4048.50 3.77 3'/, 3008.75 2501.25 815.30- 15.531 1432.50 3o4.10 113.05 4051.50 3.81 3011.25 711.70 13.044 1254.50 270.90 . 98.70 3548.50 3.455 2618.73 712.30 13.656 1255.50 271.10 98.80 3551.50 3.495 2621.25 Noten . merikan. Noten v, 5 Dollar aufw. „ . „ kleinere ... Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » » „100 , . » «» kleinere» , , Dänische Noten 100 Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . » » „ 100 „ . . „ „ „ kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Llvrest.?hutw. „ „ kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. , ' „ kleinere . . . lugosl. Noten ungest. zu lOOODInar » i» n * 100 „ »■! „ n kleinere . . Norwegische Nöten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. „ „ kleinere .... Rumänische Noten zu 1000 u. SOOLel „ „ » kleinere . . . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel » » „ » 100 „■»V » „ kleinere . . Schwedische Noten 100 Krörior . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 1Ö0 Pesetas . . Tschecho-slow. Not. v. 1000 aufw* ‘ „ „ kleinere . ,. . 'Ungar.Noten (neue Em.) zu 100Ö Kr. „ „ zu 10.000 Kr. . . . , , kleinere . . . . . 15144.- 15456.- 13569 13531 15344.- J5356.- 1311.50 1312.50 1149.50 1150.50 109.95 1)0,05^ 96.45 96.55 34Ä'.75 3456.25 3053*75 3055*.25 53.95 51.05 48.20 49.30 . 70.075. 70.125 01.275 61,325. 1430^50 1431.50 1254*f50 1255*50 6107.50 6112.50 5327.50 5332.50 801.70 810.30 707.70 708.30 22L3S 22L62 194^33 194^62 2779*.-> 2781.- 2429*— 2431 i- 3.73 3.77 3.42 3.46 99^64 Id0i06 88i94 89^06 4028.50 - 4031.50 3539.50 3541,50 2N8 75 3001.25 2608.75 2611.25 2473.75 2476.75 2138.75 2141.25 303.30 303.50 270.40 271.60 303.15 303.35 270.30 , 270.5!) 17.56 17.62 15.82 . 15.88 Wökersdorfer SBerke A.^G. Wir haben kürzlich über den Vertrag der Regierung ynt der Berliner A. E. G.. betreffend die Wollersdorfer Werke berichtet, der vom Hauptansschuß genehmigt würde. Die Uebergabe der Werke mtb: die Inangriffnahme ihrer Neugestaltung wird bereits in wenigen Tagen erfolgen. Zn diesem Zwecke wird eine österreichische Aktiengesellschaft unter der Firma „Wöllersdorfer Werke A.-G.">, mit dem Sitz in Wien und einem durch das Konsortium bar einzuzahlenden Aktienkapital von einer Milliarde Kronen Nominale errichtet. Die Bundesverwaltung erhält ein Drittel der voll eingezahlien Aktien. 7<Aus dm "Einzelheiten, des V.ertragstextcs sei hervorgehoÄxlt.daß. die vorhandenen Werksemrichtuiigen, Maschinen 8. Juni 1922 * $dte » mid .Materialien-im Work UrWihen und dort verwendet werden. . Nur ungeeignete, Maschinen' dürfen; veräußert werden, dochj. ist ihr ' Wps ausschließlich zp Investition e u im. Werk, zu. berwepden, wöitüM' den Bündesvertreiern in' der A.*G. das unbedingte .Kontrollrecht zusteht.^Arbeiter Und -An-. gestöMcr werden -mit ihM gegenwärtigen Bezügen und. zu . den gesetzliche^,Bedingungen. in ben. Dienst der Ä.-G. - Über-' nommen. Auch sind nach dem Vertrag .,überw,iegemd ' heimische Arb e i t e r, u n d An ge st eilt e^ zu beschäftigen, welche Verpstichtttng stch.auchauf-die etwä'zu errichten-, den Untergesellschaften. ..evstrecht,.-Die technische und,, kommerzielle Leitung j einschließlich der, Personalfrggen ohsiegt, einem Exekutivkomitee,;.ttt demdie Bundesverwaltung vertreten sein wird. Sie hat ihre OWne im Inland, an ihr NlUß einschließlich des, Stoatsanteiles österreichisches Kapital inft.WiIdMns HO Px,Wni beteiligt.sein. -Dje UrtbchiHn^:! auf^d^'-Mchre' tz4s p e r r^, auch ist ,vörgesorgt, daß die A. "E G., büH-die^ganze Berw'ägMüeü so vielä iü MiMKeML'ball» ‘Äüstde, . des MKilkEpftaV verfttgst HÄ'.' erweiterte' Produktionsprogramm der'Gesellschaft ist so festgesetzt, daß ein Wettbewerb Mit heimischen Fäbrikationszweigen, insbesondere auch mit demMrleual, iw West,nstichen .nicht st'attsindet. Die Errichtung/von/. HW- Und Röhrenwalzwerken ist ausgeschlossen.' Die -Wöllersdmstv Werke werden vorwiegend, für den Export arbeiten, w^fiir dst A. E. G. ihre eigene Absatzorganisation im weitesten Maße zur Verfügung stellen, wird, Es werden auch hauptsächlich nur. Erzeugungen. ausgenommen, die bisher in Oesterreich weüig oder gar nicht vertreten gewesen.sind. /, , ' : : . Die Leistungen der Gesellschaft füh den. Bund sind folgende: 10 Prozent/ des? ReiMwittnes nach. Dotierung der gesetzlichen und satzMgSÜHiD^Fonds; .sodann Auszahlung. einer Minimaldividende von'6 Prozent, wovon der Bund als Aktionär ein Drittel' erhält. Hierauf werden 10 Prozent zur Bildung' eines JnbestitionsfoilLs verwendet, der gleichfalls dem Bunde gehört und solange bei best verzinslicher Anlage zu dotieren ist, bis er die Höhe des vom Bunde zu Jnvestitionszwecken zu leistenden Zuschusses von insgesamt 3,9 Milliarden Kronen plus dem Erlös, der, Fertigfabrikate''erreicht 'hat. Bei Kapitalserhöhungen können aus diesem Fonds die vom Bund zu erwerbenden-neuen Aktien gedeckt werden. Bei Auflösung des Vertrages/fällt er dem-Bunde zu. Die Gesamtheit dieser Bundesgenüsseergibt annähernd eine' LOprozentige Gewinirbeteiligung des Bundes. Von dem sodann noch zu verbleibenden Reingewinn ist rin gleicher Prozentsatz für deir ^Verlvaltungsrat .und für Wohlfahrtszwecke der Arbeiter und Angestellten bestimmt. Der Rest des Reingewinnes ist nach den - Beschlüssen der Generalversammlung zu verwenden, wobei der Bund als Aktionär wieder mit* einem Drittel bedacht wird. Sinngemäß gilt das gstiche für'-.di.e^TochterMAts^aHön',/ .. . . ° Der Berwaltungsrai .soll, abgesehen, von den - nach dein ' Betriebsrätegesetz zu entsendenden Mitgliedern, aus neun Mitgliedern bestehen, von welchen, drei der Bund präsentiert.. Auch im. Falle der Erhöhung der' Mitgliederzahl wird ' stets .ein Drittel der Mitgliedervom Bunde, vorgeschlagen. Auch der erste Stellvertreter dK Präsidenten wird vom Bunde nominiert. Weiter wird em dreigliedriges Exekutivkomitee ' zur Ueberwachung der Geschäftsführung vom Verwaltungsrat gewählt, welchem die technische und kommerzielle Leitung ob- ' liegt, Auch in diesem Komitee .ist ein Bundesvertreter vorge- . sehen. ' ' Der Vertrag läuft auf fü nf ziahr e, ist drei Jahre vor Ablauf kündbar und verlängert sich automatisch auf je weitere zehn Jahre,, falls eine rechtzeitige Kündigung nicht erfolgt. Nach Ablauf des Vertrages, oder bei früherer »Liquidation sind dem Bunde alle Immobilien und Anlagen in betriebssähigem Zustand zw übergeben, Eine Ersatzforderung für" bauliche Investitionen'gegen den Bund besteht, nicht.. Bezüglich der.maschinellen Einrichtungen' ist der Bund berechtigt, sie bei Liquidation zum Schätz-,, beziehungsweise zum Buchwert zu übernehmen. Britisch-österreichischr Dank- und. Handelsaktiengesellschast. Die außerordentliche Generalversammlung der Britischösterreichischen Bank- ' und ^andelsaktiengesellschaft vom 19. Aprils 1922 hat den Beschluß gefaßt, das Aktienkapital d'er Bank von 400 auf.800 Millionen Kronen zu erhöhen. Auf Grund der erfolgten Regierungsgenehmigung gelangt jetzt eineerste Tranche zur Emission, von der 500.000 Stück, d. i. Nominale 200 Millionen Kronen, den Aktionären zum Bezüge angeboten werden, wahrend . 250.000 Stück, ft i., Nominale 100 Millionen Kronen, von einem unter Führung der Britischungarischen Bank-AktiengeM'schaft, Budapest, stehendem Syndikate, welches die Durchführung der ganzen Nenemistion garantiert, fix übernommen werden. Die Aktionäre haben düs Rechts auf je zwei alte Aktien eine junge Aktie. zuM Preise, von 1000 K.,. zuzüglich der Stückzinsen von 6 Prozent, gerechnet von Nominale ab 1. Jänner 1922 bis zum Einzahlungstatze, zu beziehen. Die jungen Aktiensind gleich den alten Aktien vom 1. Jänner d. I. dividendenberechtigt. Das >' Bezugsrecht kann bei der Britisch-österreichischen Bank- und Handelsakiengesellschaft, Wien, und bei der Britisch-ungarischen Bank- und HündelsäktiengeseÜschaft, Budapest,-in der Zeit vom 16. bis 26. d. äusgeübt werden. Nach Durchführung der .vorstehenden Kapitalserhöhung wird das Aktienkapital der- Bank 700 Millionen betragen. Der Reservefonds erhöht sich aus dem emgezahlten Agio auf 600 Millionen Kronen. Nene Kulissepapiere an der Wiener Börse. Bon heute ab werden folgende Aktien aus dem Schranken in die Kulisse überstellt: A. E. G.-Union-Elektrizitäts-Ges., Koburgsche Berg- und Hüttenwerke, Poldihütte, Tiegelgußstahlfabrik-A.-G., Waagner R. PH.' — Biro u. Kürz, Felten.u. Guilleaume. Beginn der SiidbahnverhandlUWen. am IS. Juni. Die . italienische Vegicrung hat der Südbahn -mitgcieilt,. daß der Bcginn der Verhandlungen in Venedig, der für den 12. d. anberamnt' war,/ans' technischen Grü-nden auf Don«ttS>> tag den 15. d. v e r s ch o b en wird. Präsident Dr. F a l l reist' am Montag zu den Verhandlungen nach Venedig ab. -. Hofherr-Schrantz-Clahton-Shuttleworth, landwirtschäft« liche Maschinenfabrik-A.-G. In der gestern unter dem Vorsitze des Hertcn Vizepräsidenten Wilhelm Schrantz stattgefundenen 14. ordentlichen' Generalversammlung. würde der Geschäftsbericht und die Bilanz pro 1921 vorgelegt und. genehmigt. ES! wurde einstimmig der Beschluß gefaßt, vom Reingewinn. per 37-684- Millionen Kronen eine Dividende von- 40 Prozent, daS sind 80 K. pro Aktie, an die Aktionäre zur ÄuS-. Zahlung zit bringen. Wie im -Vorjahre wurde züM Zwecke äußert ordentlicher fallweiser Zuwendungen an Beamte und Arbeiter, bezw. deren Familienein Betrag von 6-000,000 K. gewidmet. - Die,. Gerreralversammütng ^erneuerte auch den schon/ in dev außerordentlichen Generakvdrsammlung vom' 16. März 1982 ,gefüßten/Beschluß.auf^Erh/öhung des ÄcktienkapiMir i auf Rom- 200,00ll.000 K. in betreff den noch nicht durchge« -führten Erhöhung, von Nom. 150,000.000 ,K., .auf' Nom» 2H0M0.OOO K. Die aus dein BerwaliungSräte tUrnUsgemäß ausscheidenden Herren Wilhelm Schran-tz, ' Maximilian Kraus und Felix S'transky wurden einstimmig wiedergewähü, ferner würde die seit der letzten ordentlichen Generalversammlung erfolgte Kooptierung der Herren P. W. R v b« son und George Blakey in den Verwaltüngsrai der Gesellschaft bestätigt. In der an die'Generalversammlung anschließenden Verwaltungsratssitzung .brachte Vizepräsident Wilhelm Schrantz zur Kenntnis, daß Präsident Ing, Wilhelm Kestranek sein Maildät äks Mitglied des VetwaltüngsrateS niedergelegt habe.-. Diese Mitteilung^ würde vom Berwaltüngsrat mit aufrichtigem Bedauern' enigegengenoMmen und bei diesem Anlaß seitens des Vorsitzenden ft: wärmen Worten der hervorragenden Verdienste und her wertvollen Mitarbeit ge dacht, die dem scheidenden Präsidenten die. stete Dankbarkeit des Unternehmens sichern. Bei. der hierauf erfolgten Neukonstituierung des Präsidiums wurden Herr Wilhelm Schrantz zum Präsidetttesi, Herr Direktor Wilhelm Kux zum Vizepräsidenten der GeseWast gewählt. . „Danubia", Mineralölindusycie-Aktiengefellschaft. Gestern fand im .Sitzungssaale der Niederösterreichischen Eskomptegesellschaft in Wien die konstituierende. Generalversammlüng -der „Danubia", M i n e r a lö l i n d u st r i e - Ackt i e n gesell schaft in Wien, statt.. Die Gesellschaft übernimmt die Betriebe der Vösendorser Mineralöl- und Fettwareniudustrie- Gesellschaft m. b. H. sowie den Geschäftsbetrieb der „Danubia^, Mineralöl- und chemische Produktevertriebsgesellschaft m. b. H. Die neue.Gesellschaft, an welcher die Societe de Nüphte „Limanowa" in Paris' in bedeutendem Umfange beteiligt ist, wurde mit Mem anfänglichen Aktienkapital von 100. Millionen Kronen konstituiert. In den ersten Verwaltungsrat der Gesellschaft wurden nachstehend^..^rren gewählt: Claude D u clos, Hermann Freund, Marcell Gascheau, Dr. Moritz Josefo.vits, Friedrich Korn,. Artux Kubie, Einst Müller und Minister a.-D.^Dr. Julius Ritter v. Twa,rdowski. In der an die Generalversammlung anschließenden Verwaltunlsratssitzung. wurden Minister a. D. Dr, .Julius Ritter von T w a r d 0 w s k i .znm. Präsidenten,^ bie .firnen Direktoren Artur Kubie und Friedrich.'Korn zn.Vizepräsidenten des Verwaltungsrates gewählt.. - /-- / /. Eine internationale Dvnaukönftreriz in Preßvurtz. Die Friedensschlüsse von Versailles, Saint-Gerniain, Nenilly und Trianvn erklärten die Donau als international und.die rnter» nationale Ddnaükommission, die in Paris ihren Sitz hat^ veröffentlichte jüngst, wie gemeldet', die neuen Donauakte, laut welchen den einzelnen Uferstaaten bestimmte Rechte und Vorteile zuerkannt werden. Bisher hat man von-einer Jntcrnationalität^ der Donau in wirtschaflichem Sinne noch, wenig verspürt. Die an der Donäü gelegenen Staaten hüten ihre nationale Donau mit einer Eifersuchtdie sich'in den Schwierig- 'keiten kundgibt, welche beim Ueb^rtritt der-Dampfer, Wären- .boote und anderer kleinerer Fahrzeuge von heM einen nationalen Donaustreifen in den anderen zutage treten. Admiral Tr 0 ü b r i d g e mußte vor einigen' Tagen Pressevertretern gegenüber ganz offenzugeben, daß die Schisfahrt auf der Dönaü -durch die Ein- und Ausfuhrbewilligungen sowie durch die weitschweifige Kontrolle der Grenzpolizei eine schwere, den Verkehr lähmende Verzögerung -erleide. Die anfangs Mai in Bukarest abgehaltene Donaukonferenz befaßte sich'-im größten Teile ihrer Verhandlungen, mit der „tatsächlichen Jnter- ' Nationalisierung" der Donau und faßte Beschlüsse, welche von der im Juni in Preßburg abzuhaltenden Donaukvnfe- .r.enz sanktioniert werden sollen^ In Preßburg wird, wie in allen bisherigen. Beratungen der Donaukonfererd» die Frage aus welche Weise die Grenzmanipulation so zu erleichtern wäre, daß die Dampfer die^Wäre'n ohne Aufenthalt weiter befördern können, den Hauptgegenstand der. Auseinandersetzungen bilden. Nebenher wird auch die Frage erörtett, ob Pretzburg^sich für die Errichtung eines Zentralhafens eigne und in Prag.werden bereits Stimmen laut, welche den Ausbau des Hafens in Koinorn bevorzugen.. Auch diese Angelegenheit wird in der Preßburger Donaukonferenz-erörtert werden. Ermäßigte Fahrpreise nach Budapest? Wir erhalten foldende Mitteilung: Die zum ^Besuche der .B u d a p e st c r W a r e n m u st ermesse reisenden Kaufleute können in der Zeit vom 10. bis 22. b..die Grenze ohne ungarisches Visum überschreiten. Sie erhalten das Visum nachträglich in Budapest bei der Paßamts-Expositur der Messe, und zwar mit 50 Prozent. Ermäßigung. Weiters erhalten die Messebesucher bei der Austro^Ungarisch en Handelskammer, Wien, 8. Bez., Marxergasse 2 a, Legimationen, die zur Benützung sämtlicher Eisenbahnzüge zü halbem Preise, berechtigeil. Rechtzeitige Anmeldung ist angezeigt. Ein 100 Millionen Mark-Kredit für die. Ukraine. Au8 Charkow» 7. d., wird uns gemeldet: Das Volkskominissariat für -Einfuhr 'hat mit.einem großen deutschen.Banksyndikat ..einen Vertrag abgeMossen^ demzufolge die Ukraine einen -•"t. '' üslUW,,«"!,»!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.