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Wiener Morgenzeitung · 1922-06-07 · Heft 1203 (7.6.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1203 (7.6.1922)
Date
1922-06-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1203 Wien, Mittwoch Weener Warerrhörse. \ (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung".) : Der Verkehr an der gestrigen Warenbörse war ziemlich kebhqft. Die Tendenz, sprach sich infolge' der andauernden Steigerung der fremdländischen Valuten fest aus, durchgehends wurden erhöhte. Forderungen gestellt und auch bewilligt. . Für einige Gattungen Chemikalien bestand Frage,. wie z. B. .nach Essigsäure^ Marseiller Seife,' 'Kupfervitriol Und Gelbkali., : ... A b ge s ch l o ss e n wurden: Bleiglätte Bleiberger zu 1160 K. Wien, Chromkali zu 2800 K. transit Wien, Glaubersalz kalziniert iy Stücken zu. 148 K. ab niederösterreichischer Fabrik,-französisches Harz F. G. zu 0,81franz Franken. Men, Paraffin 50-62 zu 1030 K.» Soda kristallisiert zu 140 K., Weinsteinsäure-zu. 6800 K. Wien. . - Zrim öffentlichen Verkaufe gelangten laut Art. 343. des, H.-G.-B.- 6792 Kilogramm Schwefelsäure 60 Grad (Heiligenstädter) zu 81 K. pro. Kilogrymm Wien exklusive Emballage. Ä u s g e b o t e n würden: Alaun in Stücken zu 16 Mark transit, Wien, Borax in Stücken zu 47 Mark transit Wien, Chlorkalk 110-116 zu 356 K. Wien, Cbromalaun zu 43 Mark, Gummi cord, zu 104 Mark. transit Wien, inl. Harz dunkel zu 650 K. ab Wien inklusive Faß, Kupfervitriol 98-99. zu 1650 K. Wien, Natronlauge 30-32 zu 220 K., Salmiaksalz zu 1560 K., Salzsänre 19-21 technisch rein zu 7. Mark ab Wien inklusive Ballon, Schellak T. N. orange zu 380 Schilling transit Wien, . Terpentinöl Wiener Neustädter'zü 4000 - K. Men, Carngubawachs zu. 116 Mark-Wien, Peterswalder Kronen-Zinkweiß zu 12 tschech: Kronen, Chromnatron zw 72 Mark. . Von Oelen und Fetten wurden ausgeboten: holländisches Leinöl zu.0,64 holländischen Gulden, Speiseöl zu 3200 K^,. Schweinefett (pure lard) zu 81-60 Dollar.. Gesucht waren Knochenfett und Talg. ' . . N ä h r-, L e b e n s m i t t e lu n d K o lo N i a l w a r e n: verzeichneten feste Tendenz. Abgeschlossen wurden: Kacao-Butter zu 72 holl. Gulden pro 100 Kilogramm, transit sowie Traubenucker amerikanisch zu 8,60 Dollar transit Wien. Ausgeboten wurden: Kaffee Santos fuperior zu 4860 K., Rio 3zu 4500 K., Santos Primes zu 6200 K., Sul de Minos zu 4600 K., Kakaopulver 1'holländisch zu 8700 K. Gewürze: Cassia ligttea zu 4600 K., Kümmel zu 3000 K., Pfeffer Singapore schwarz zp 3600 K. Reis: Burma 2 neue.Ernte zu 980 K. Kristallzucker^ zu' 6,75 tschech. K., Würfelzucker zu 6,60 tschech. K. in Ganz-, Waggon ab.Grenze unverzollt unversteuert. Kondensmilch gez. amerikanisch. Per Kiste (14-Unzen-Dosän) zu 4,76 Dollar, ungezuckerte amerikanische Vollmilch per Kiste (16-Unzen-Dosen) zu 4,55 Dollar ab Men. .. Außerdem waren noch erhältlich: Weindestillat, Himbeersaft und Treber. Zum öffentlichen Verkaufe gelangten'laut. Art. 343 des. H.-G.-B. 500 Kartons Karbon-Papier zw 600.000 K.. .' . ' / ...; ■ ■ * . ■ ■ ■ Oeffentliche Verkäufe finden statt: Am 9. d. um. halb 1 Uhr Eisenvitriol, am 13. d. um halb 1 Uhr Hautcreme (Sarg), um dreiviertel 1 Uhr Pfeffer Singapore und am 16. d.' um halb 1 Uhr. Dextrin. , Berliner Börse Berlin, 6. Juni. Wenn auch das Geschäft heute keinen größeren Umfang, aunahm, fo war doch die Grundst.immuug dcrBörse unter Einwirkung der am Devisenmarkt eingetretcnen wesentlichen Desscrung^und der über den Geschästsganh von Handel und Industrie vorliegenden günstigeren Berichte, wonach der zeitweilige Stillstand.infolge Emlangens von- Neu- QMftÄt. verMeMtlM eUM-weseulüch^Helebüng^gewichen... E 'me Kurserholungen 'machten "Mit'eve Forr^ ' schritte. Sic betrugen für die Mohrzahl der Aktienwerte. 20 bis 40 Prozent, vereinzelt auch bis 70 Prozent, und für Läurahütte-, Deutsche Kali-, Hammersen- und Stöhr-Aktien mehr als. M Prozent. Die'nach oben gerichtete Kursbewegung hielt bei kleinen Umsätzen auch im weiteren Verlaufe an. In den zu. Einheitskursen gehandelten Jndustriepapieren hat das' Angebot vollkommen nachgelassen und Anleihekäufe bewirkten hier zum Teil ganz- .ansehnliche'Kürsbesserungen.-Auf dem Markte dcr^festverziirslichcn Werte wären heimische Anleihen gut behauptet. Größere' Umsätze fänden bei anziehenden Kursen wieder in Lprozeutigcr.Reichsanleihc statt. Von ausländischen Renten setzten ungarische, österreichische, türkische, .rumänische und Mexikaner ihre steigende Bewegung fort, wobei'besonders . letztere als rein valniarische Papiere und Türkenlose mlt nicht .unwesentlichen Kurssteigerungen bedacht, wurden. v Budayester Börse. Budapest, 6. Juni. Die Heutige Börse stand unter , dem Einfluß -der unveränderten Züricher Kronennotierung und der Abschwächnng der - österreichischen Krone, auf dem hiesigen Markte. Die Arbitrage konnte daher infolge des letzteren Um- Itandes keine .Geschäfte abschließen. Die Kulisse /und hauptächlich die Arbiiragewerte derselben lagen still und die Kurse röckelten punktweise ab, nur die führenden Papiere konnten ihr Eröffmmgiribeäu behaupten. Salgo-, .Rima-, Staatsbahnnnd Süobahnwerte verloren einige hundert Kronen. Auch auf dem Eisenmarkt gingen die Kurse zurück. Im Vordergründe des Interesses'standen heute Bergwerksunb Mühlenwerte, und der größte . Teil der Käufer wendete sich diesen Gebieten zu: Die Kurse dieser Papiere waren zu Beginn steigend und hielten die feste Tendenz bis zum Schlüsse, bei. Auf' dem Valutenmarkt war infolge Berliner Nachrichten der Dollarkurs besonders fest, zog bis:671 au, und stieg gegen Schluß noch mehr. Die deutsche Mark verstaute dagegen und verlor einige Punkte. Ausfallend flau lag die österreichische Krone, Rubel schwächten sich, leicht ab. Die Valuten der Nachfolgestaaten tendierten freundlich und gewannen einige Punkte. Die Hausse -- des Dollarkurses griff auch auf sämtliche Westvaluteu Wer.. Auf dem Devisenmarkt zogen gleichfalls die westlichen im Kurses, an. Auch Berliner und Mailänder Auszählung bewerte'sich.im Kurse. ' . / Krag er Börse. > v Präg, 6. Juni. Die Eröffnung der heutigen Börse war fester und dies einerseits infolge der günstigen Beurteilung'der' Situation, andererseits infolge der - stürmischen 'Nachfrage mach böhmischen Werten au der Wiener Börse, Die Nachfrage konzentrierte.. sich ans den Jndustrieaktienmarkt, wo die Kurse beträchtlich-über das letzte Niveau stiegen.. Eine teilweise Ao- .schchächung stellte sich gleichzeitig mit-dem -Rückgang dtt'/öster-..' re'i'chischen Krone ein? Der, Anlägemärkt hatte einen, verhält--', nlsmäßig ruhigen Verlauf. Türkenlose.gewannen 95 Kronen. Von Bankaktien besserten' sich Jndustrialbank-, Union-,' Anglobank-. Bankverein-Aktien, wogegen Mährische Agrarbank-, Bodenbank- und Jugoslawische Aktien, für' die sich kein lIyi tertzsse zeigte, schwächer, lagen. Auf.-dem JndustrieaktienmäM sind böhmisch-mährische und böhmische Zucker-Aktien mit? Hochststeigerungen hervorzuheben. Sehr lebhaftes Geschäft bestand auch in Skoda-Aktien. Die steigende Tendeyz verbreitete - sich von Arbitragepapieren auch auf heimische, vdn deüen na- - mentlich die Aktien der chemischen - .Unternehmungen, Papier, ' Maschincnfabriks- und Elektrizitäts-Aktien profitierten,^Einige. Papiere verloren gegen Schluß aüf Realisationen einen Test' ihr'er anfänglichen.Besserungen, doch, vermochten.die angebote- ' nen Werte glatt untergebrqcht zu werden. Die Schlußtendenz war fest. Die .Westdevisen haben sich jusgesämt befestigt, wäh-. Wiener MorgenzeUung -——--- -. -— rend im freien' Verkehr - eiste allgemeine Abschwächung Platz gr-!'- . . . ■ ■■■■■>■ . , . . , DieDeviseiiklurss. Zürich» 6. Juni.. (Devisenkurse. — "Milgeteilt von der -. Berlin 1.82 (1.92), Kolland-203.40 (203.50), N.'w-Pork 522.- (522.50),. London.23.46 (23,38), Paris 47.60 * (47.65), Mailand 27.20' (27.15). Brössel 44.-.' (44.—). Kopenbaadn 114:^5 (114,25),. Stockholm 135.50 (135.37), Ehristianiä 93.35 (93.75), Madrid 82.75 (82.37). B 'enos Aires.181.— (190.—). c'.raq 10.1? (lv.15), Budapest —.68 (-7.63). Agram 1.82 (1.85), Sofia 3.85 (3.92), ^Warschau —.14 (—.14), Wien Geld -r.04‘/8 (-?.04>/2), Wien Ware —.— (—.—), . Oeskerr. gest. Kronen Geld —.04'/. (Sp4*/.), Oesterr. gest. Kronen Ware Amsterdam» 6. Ävnü (Devisenkurse.)^ . London , 11.52 (11.48V»), Berlin 0.89 (0.94V,), Paris 23.32'/, (23.47-/,). Schweiz 49.20 (49.27V»), Wien 0.0225 (0.0250). -Kopenhagen 56.40(56.-). Stockhöim 66.70 (66.80). Ehristiania ' 7. Jün! 1922 Seite 7 46.10 (46.10), Nem-Bork 256.25 (258.75), Brüssel 21.57V, (21.67V,), Madrid 40.60 (40.65). Slalien 13.45 (13.45), Budapest 0.30'/, Berlin» ö. Iuni.. (Devisenkurse.) Wien alles —(-.—), Wien abaesieckpelt 2.23 (2.38'/,). Prag 560.75 (525.80), BudaW 33.45 (32.50). / , , Berlin» 6.yjuni. (Kurse der Devisenzenirale.) Roten: Dollar 286.20 (271.70). Pfund 1293.75 (1213.25), Italienische 1483.50 (1418.50), Polnische 7.20 (6.90), Tschechoslowakische 552.75 (525.-). Alte österreichische (-.-), Oesierr. gestempelte 2.42V, (2.50). Prag» 6. Iünh (Devssenlmrseä — Mitgeteill' vom Bankamie des tschecho-s'owakischen Finanzministeriums.) Berlin 17.80 (i9.02Vr), Zürich 995.—(986^). Belgrad 72.25 (72.25), Bukarest —(—.—), Wien 0.2825 (0.3550), Warschau, 1D0V. (1.21V*),. Agram —.— (-.-). Budapest 5.88 (6.09), Jugoslawische: 72.25 (72.25). OesterrMijche gestempelte Krone 0.33 (0.38), Polnische 1.20'/» (1.21'/-). Uügarische 5.88 (6.09). . ' ' Von drn lrtzten Ereignisien. Die eiserne Traverse. Unsere Füßballgeschichte ist um eine interessante Figur reicher geworden. Wir wurden siehumo- 'ristisch behandeln, wenn sie-nicht-für manche Naivlinge recht schmerzhafte Folgen gehabt hätte. Als eiserne Traverse wurde der Engländer Travers vor dem Spiel der Döblinger bezeich-- net. Leider hat sich aber diese Traverse nicht als tragfähig, erwiesen, sie stürzte ein und fiel harmlosen Fußballern auf ddn Kopf.-Sie hätte eine Stütze, per Döblinger Mannschaft sein sollen, doch zeigte sie sich Nur als'Breschenschlager,.ohne aber irgend, welche Tragfähigkeit .zw bekunden^ Trotzdem wird diese eiserne Traverse von vielen Zeitungsschreibern als gut bezeichnet. Es tut uns. nur herzlich leid, daß. diese Herren beim .Niederbruch nicht die Folgen, zu spüren bekommen haben, so - mußten aber nur harmlose Spieler pes Vivo.es Ä. E. ihre heilen Glieder zu'Markte trägem Falls, die Weltweisen, die das Gras rvachsen hören, nach einem Zusammenstoß mit Travers noch zurechnungsfähig gewesen wären, dann hätten sie. wahrscheinlich'eine andere Meinung über die^ eiserne Traverse bekommen. "/ ' - Nur so gekracht Hai eS, als. der Rechtsverbindungsstürmer des Haarlem F. C. die beiden ersten Volleyschüsse abgab. Ein Raunen ging durch die Zuschauer, dem schließlich ein Orkan des Beifalles folgtet Solche Schüsse haben wir nur in den. besten Zeiten des Wiener Fußballsportes zu sehen bekommen. Derzeit gibt es in unseren Reihen keinen, Stürmet:, der nur annahevstd^ so. scharf,und zielsicher' schießen kann ' als Hont-' -skee'pex> "V'-v.;, v;. Der, Vivo es Ä.' C. AM eine' typisch jüdische Maünschäst ins Feld./Jeder emzelne SpielM kämpft mit großer Aufopferung, .alle züsamuren sind-auch technisch und faktisch nicht schlecht, ,doch fehlt - ihnen ' jegliches Schüßvermögen.. Üeberdies . sind die Stürmer zu leicht, um sich gegxw-.erne.rchüste -Bertridigung durchsetzen zu können. Immerhin ist der B. A. C. äbso- . lut - erstklassig, ünd wir sind überzeugt, daß er seinen- Weg . machen wird. . ' ' - ' •. .'' ': t - Die Hakoah dürste in den kommenden Spielen, erst das halten, wäs sie anfangs versprochen hat. Die Mannschaft wird zusehends besser, und es ist zu erwarten, daß-fie gegen Ende der Saison ihre Höchstform erreichen wird: Mit Grünwald im Angriffhätte die Hakoah dem Haarlem F. C. voraussichtlich eine-, empfindliche Niederlage bereitet. ' .- .". Der S. C. Hakoah -und sein Budapester Bruderverein fanden sich am Sonntag abends - bei einem /gemeinsamen . Abendessen, bei dem bedeutsame -Redengehalten wurden, zu->, sammen. Die außergewöhnlichen ^Verhältnisse in Ungarn haben es bewirkt, daß der- V. A. C. ein strammer' jüdischnationaler Sportklub gdwordpn ist, der der gesamten .jüdischen. Sportbewegung zur Ehre gereicht. Unser Budapester, Bruderklub hat derzeit ruehr " als 4000 Mitglieder,die sich in zahlreichen Sektionen sportlich betätigen. ... , - , Die deutschen Gäste,. - die .im Layfe der letzten Woche in Wien weilten, erbrachten neuerlich! den Beweis, .Paß auch heute noch ein. Klassenunterschied zwischen den Dmchschnittsmannschaften hüben und drüben besteht. Wohl haben die Spitzenvereine. Süddeutschlands unsere Spielstarke1 erreicht, dies geschah aber durchwegs unten dem Einfluß -ausländischer, zum Teil öslMeichischer und ungarischer Lehre^v/mitidenen äych diese/ /Mänstschästen stehen und -.fMn.- Mran ändert auch der 'Aus- - gäng^ des letzten Länderspieles' nichts, , das trotz der schwachen Leistung, die die.Unsrigen.gerade an dem. Tage boten, leicht hätte gewonnen^verden können. ' : . - .Am Donnerstag führte/der keitzssswegs.Wiener.Schule: in Bollendung/zeigende SportÜub nstt/' seinem. Leipziger Gegner . ein wahres Katznnd Mausspiel auf, bei dem die völlig ausgepumpten Gegnev^eitweise''bloß verblüffte Zuschauer abgaben. Die Deutschen .verfallen trotz aller gegenteiligen 'Be-- mühungen immer'wieder in'ihr altes Kick .and Rush"-System, das gegen früher'höchstens den Unterschied cmfweist, daß sie jetzt wenigstens versuchen, den Ball flach zu führen, erreichen aber dieser Spielweise gegen einen technisch guten Gegnernatürlich' nicht mehr, als sich selbst auszupumpen. Üeberdies ' bedeutete ihr System auf -dem kleinen Lehret-Plätz auch einen' groben technischen Fehler, da sie hier ihre Schnelligkeit nicht im geringsten zur Geltung bringen, konnten V - Die Ueberlegenheit des Sportklubs im Spiel gegen Wacker (Leipzig)-kam. vor allem in. technischer. Beziehung klar zum Ausdruck. Die Dornbacher konnten ihre Künste in einer Weise vorführen, wie es ihnen auchkaum-gegen eine drittklassige Wiener Mannschaft gelungen wäre.Zisfermäßig kam das Kräfteverhältnis nur deshalb nicht voll zur Geltung, da die Wiener, mit Ausnahme Karls, erst nach Halbzeitans Schießen pachten und vielleicht auch ein wenig langsam waren. . -Die. Sportklubläufer haben sich im'Läufe' der letztem Monate zu ausgesprochenen VerteidizuNgshalves entwickelt, leditzsich Zankl macht eine rühmliche Ausnahme. Die beiden „Wunderkinder" Baumgartner - und Jellinek standen einander Sancstag .im Spiele > Wacker—Simmering' gegenüber,, dybei/schnitt aber der verwöhnte Meidlinger Liebling sehr schlecht ab. Jellinek.wird überhaupt von Spiel zu ' Spiel schlechter: . Kargl ist ein Alrvund-Spieler in des -Wortes ^vollster . Bedeutung. Cr hat sich bisher sowohl als Verteidiger als -auch.; als Flügel- und. InstensÜirmtzr vollauf bewährt / und Sonntag / auch als Half recht gut gehalten. Es wird in Wien jeden- .. falls nicht allzuviel Spieler geben, die sich - derart auf /allen" . Posten zurechtfindem. - > ./ Das Duell Brandsietter-7-Resch im letzten Meisterschaftsspiel Wacker—Rapid erbrachte den Beweis, daß/der Wacker- Mann technisch und taktisch seinem internationalen. Gegenüber bereis vollständigebenbürtig ist,, daß aber der-.alte' Seppl dankseiner Routine doch-noch etwas nützlicher arbeitet. Auf dem Wacker-Platz . macht sich jetzt nicht nur das frühere 'Abströmen des Tribünenpublikums durch die :Laufbahn . unangenehm bemerkbar, auch während des Spieles/'stören die zahlreichen zuspütkommenden Zuschauer die /übrigen, und. nach 'der Pause, in der die Laufbahn zur Promenade wird, kann sich ein Teil der Spaziergänger lange nicht bequemen, auf die. Plätze zurückzukehren. Es muß daendlich einnral energisch, Ab-' Hilfe geschaffen werden.- / .. Die Sirnmeringer gewännen das Spiel/ gegen Wacker Hauptsächlich -dank.des /Verzichtes auf ihre gewohnte UeberkomhinäFon. Während sich aber die. jungen, durchaus nicht routi-, nierten Leute der geänderten Spielweise rasch anp'aßten, fiel es dem „alten" Danis /anscheinend sehr schwer, auf seine überflüssigen' Spielereien zu verzichten.. Des Lebens ungemischte Freude . .. Wer sich .freut, auf .cineiu Sportplatz einige Stunden in frische^ staubsteier Lust verbringen zu können: sieht sich bitter enttäuscht. Abgesehen von der Staubplage'auf einigen Anlagen — die ja für die Vereine eine Vis major'ist — wir trotz behördliche Verbots aus allen Plätzen, besonders, aber auf/ den Tribünen, derart geraucht und gequälnit, -daß. es für einen des Kaffehäusbesüchs Wgewohnten oft unerträglich ist. Es schejni, daß die „Wiener Spießer", wenn sie^chon des Sports (?) halber auf ihre dumpfige,,Wirts-, .odeic, ' Käffeehausstnbe verzichten, ihre anderen „süßen Laster" nicht zun; Opfer bringen wollen.- Zigaretten und' Mkohol — trotz .Alkohokverbotcs — sind - derzeit weit wichtigere Artikel ans einem, Sportplatz als. etwa, .eine Sportzeitung: und die $unl* tionäre gehen mit gutem Beispiel voran. ...... ___ .Linie 37 bi» Porntergags?, Linie 36 pss 0tzrL^itLksgLS,s. Zännlvssf . Stad fenhn tntion Hailigenstadt^ dann ScliulweR i, S UAibt Y° TXJ r k aii f von Sitzen und Entieckarten dpir Pohl, I., Kfcratnerstrasse) Stadion, IL, Franzensbrflckehstrasse 24» Lazar, IX., Koliogasse 39, Hako&K;/ Wie|ingerstr46ae 11) Sportpietz Höfie Warte, Wr.: SjörUclnt» XV1L,' /Rötzergässe 6,

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