Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1201 (4.6.1922)
- Date
- 1922-06-04
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 Wien, Sonrtig v Wiener Morgerizeitung / 4. Juni 1922' ’9Zr: 1201 ' lassen -er ehemaligen Vorortegemeinden. Es sind dies die ' Wiener Kommunalsparkasse .-Rudolfsheim, Hernals, > Währing, Döbling, und Floridsdorf. Sie sind weder mit der Zentral- ' s p a r k a s s e noch untereinander in engerer Verbindung. €>ic; betreiben vielmehr ihre Geschäfte ganz selbständig. Nun bewirk: die-Not der Zeit,.daß doch diese zweifellos viel ökonomischere Geschäftsführung Platz greifen soll. Allerdings nicht 'in der Form, daß etwa die Kommnnalfparkassen zu bloßen Filialen der Zentralsparkassc werden. Es ist vielmehr beabsichtigt, nicht nur in diesen fünf Bezirken,.sondern überhaupt allgemein durch F i l i a-l d i r e k t i o n e n den gewählten Funktionären einen entsprechenden'Einfluß zu sichern, Durch die Fusionierung soll' zunächst eine sehr namhafte H e r a b m i n d e r u n g d e s P e rs o n a l s erzielt werden. Die überschüssigen Beamten würde die Gemeinde übernehmen. Der Gemcinderat wird sich schon sehr bald mit dieser Angelegenheit beschäftigen imb grundsätzlich Stellung nehmen. ES soll eine Kommission gewählt werden, um innerhalb einer bestimmten Frist endgültige. Anträge dem Gcmeindcrat zu unterbreiten. Die Beschäftigung der Lschecho-slowakischeu EssenindnsLrie. Bon unserem Brünner L. S.- Berichterstatter.) Wie für die übrigen Produktionszweige ist auch für die heimische Eisenindustrie eine ungemein kritische Periode hereingebrochen. Das Verhältnis der Regie zu den übrigen Produktionskosten und zum Preise der Erzeugnisse ist maßlos verzerrt, weil jedes Unternehmen nur mit einem geringen Bruchteil seiner Kapazität (20 bis 30 vom Hundert) beschäftigt ist und die Arbeitsleistung des Arbeiters infolge des 'Achtstundentages noch immer tief unter der Friedensleistung steht. Die Erhöhung unseres Kronenkurses hatte zur Folge, daß die tschechischen Eisen- und Maschineuprodukte für den Auslandskäufer im Preise zu hoch stehen, weshalb fast sämtliche Auslandsaufträge storniert wurden. Die inländische Eisenindustrie muß jedoch heute von Allslandsbestellungen leben, da die Kaufkraft des Inlandes relativ klein und unsere Industrie für den jetzt so winzigen Inlandsbedarf viel zu groß ist. (Witkowitz und Skoda genügen,.ihn zu decken.) Der Mangel an Rohmaterialien (Roheisen) und die Schwierigkeiten der Kohlen-, Koks- und Kalkverforgung haben fast alle heimischen Werke zuden weitestgehenden BetrieLseinschrankungen gezwungen, wobei jedoch dieAröeiterzähl infolge gesetzlicher Bestimmungen nicht reduziert werden konnte. Auf dem Schrot markt sind die Preise allgemein zurückgegcmgen. So notieren Drehspäne mit tsch. K. 40 bis, 50, Blechpakete mit tsch. K. 80 bis '90, Parkettierschrot mit tsch. K. .87 bis 105 und Kernschrot mit tsch. K. 100 bis 115. Auch auf dem Roheisenmarkt macht sich die sinkende Preistendenz bemerkbar. Sr kostet Gießereiroheisen i ab Werk Witkowitz tsch. K. ,158 pro 100 Kilogramm gegen tsch. K. 182 im Vorjahre. Für Walz eisen so rten werden tsch. K. 300 bis 330 bezahlt. In B l e ch e n sind die Preise gleichfalls reduziert worben. So stehen Grobbleche auf tsch. K. 400 pro 100 Kilogramm, der- Satz -für Mittelbleche ans tsch. K. 415, für Feinbleche unter einem Millimeter auf tsch. K. 430. Auch die Geschäftslage der inländischen M a s ch i n e n- «n'dustrie ist trotz weitgehender Ermäßigung der'Preise eine ungemein schwierige. Nur vereinzelt sind Auslandsliefernngen zu verzeichnen. Als Exportländer kommen die Nachfolgestaaten wegen der großen Balutadisferenzen fast nicht in Frage. Nur Jugoslawien, das als Neuland für Rohwaren und Halbfabrikate kein Interesse bekundet, nimmt Fertigware in größerem Stile an, weil die reichsdeutsche Konkurrenz infolge der Belieferung Rußlands daselbst an Geltung verloren hat. Desgleichen^gewinnt das Geschäft mit dem Balkan trotz des Wettbewerbes mit'- Italien „an Lebhaftigkeit. Die Lokomotive nindnstrie hat sich, da der Staat nur vereinzelte Neuanschaffungen vornimmt, mit Aufträgen für Rumänien geholfen. (Skoda.) In den Waggonabteilnngen der heimischen Werke kann, da die Ausschreibungen der Staatsbahnen gleichfalls weit hinter denen der Vorjahre zurückstehen, der Betrieb nur mit Mühe aufrecht erhalten werden. (Ringhoffer, Königsfelder.) In D a m p f t u r b i n e n und -Kesseln sind die hiesigen Fabriken noch gut beschäftigt, was namentlich darauf zurückzuführen ist," daß sie in diesen Artikeln eine Monopolstellung entnehmen. (Brünner Maschinen.^ Meist werden Auslandsaufräge in Ausführung übernommen. (Belgien, Italien usw.) Dagegen liegt das Geschäft in Dampfm a s ch i n e n schwach. Da die heimischen Zuckerfabriken .im allgemeinen wenig investieren, beschränkt sich das Geschäft im Inlandteils ans Wiederherstellungsarbeiten, teils auf kleinere Rekonstruktionen. Doch sind vom Ausland (Frankreich und Uebcrsee) größere Bestellungen auf Zuckerfabrikseinr i ch t nn g e n emgelcruseu. In Z i e g e l e i m a s ch inen ist '.die Nachfrage flau. Für Fettextraktionsanlagen (Petroleum) zeigt sich auch im Ausland wiederum vermehrtes Interesse. Witkowitz, das, wie die meisten Werke, zurzeit stark unterbeschciftigc ist, liefert momentan nahtlose Rohre nach Rußland. 1 Zur Frage der Arbeits- und Lohnverhätnisse äußert sich ein Fachnmnn folgendermaßen.' „Die Industrie als solche hät immer dann die größten Erfolge erzielt, wenn der Arbeitgeber direkt mit dem Arbeitnehmer in Fühlung getreten ist, was hdure bei den großen Konzernen nicht der Fall ist. 'Deshalb'wird der Arbeiter zur Masse gestempelt. Ueber die bestehenden Lohnverhältmsse ein Urteil abzngcben, ist schwer. Es ist Tatsache, daß auch der Arbeiter, dessen Lohn acht- bis zehnmal so hoch wie im Frieden ist, dem Zug der Zeit folgend, an minderwertigen Vergnügungen Gefallen, findet. Ein gutqualifizierter Arbeiter verdient bei vierzig Wochenstunden 480 bis MO tschechische Kronen wöchentlich. Dieser unverhältnismäßig hohe Löhn muß schon im Hinblick auf die Ermäßigung der Preise erniedrigt werden. Muß es ja auch weiterhin von der Einsicht unserer Arbeiter abhängen, ob uysere Eisenindustrie und di< ihr verwandten Zweige in der'Lage sein werden, durch Erweiterung der Ausfuhr, unsere Handelsbilanz auf eingünstigeres Niveau zu hehen." ,; '-;©ie:: YttmSitlJifj'g 33*111140. „Manchester Guardian" veranstaltet jetzt -ine Reihe von Aufbaunnmmern. In der ersten dieser Ausgaben bringt das Blatt' eisten Aufsatz.des -Direktors des Bankhauses Marmoros Blank u. Co., Maur-ee Blank, pine Studie über das rumänische Finanzproblcm, der wir die. siloenden Stellen entnehmen: „Das Problem der rumänischen Vallta Hai seit den: Kriege zwei ungünstige Phasen durchgemacht. Die Ursache hicfür liegt einerseits darin, daß Rumänien seit IN 6 unnnterhrochen schlechte Ernten hatte, andererseits waren hiefür auch besondere wirtschaftliche Gründe'maßgebend. Nach Anfhören der feindlichen Besetzung würden sämtliche Verfügungen des Marghiloman-Kabinetts, darunter ' das die Devisenkontrolle verfügende Gesetz, außer Kraft gesetzt. Am 80. Jänner 1919 erließ die Bratianu-Regierung eine neue Verordnung, welche die Zentralisierung aller in den Händen der Banken, öffentlichen Anstalten oder Privaten befindlichen Devisen verfügte, und die Zession der ausländischen Devisen an die Bewilligung einer Sonderkommission knüpfte. Diese Verordnung wurde jedoch im Jahre 1920 aufgehoben,' und so wurde der D e v i j e n h a n d e l abermals frei. Im Februar 1922 wurde die Devisenkommis-- sion durch gesetzliche Verfügung abermals aktiviert und diese Kommission kontrollierte mit der größten Strenge den ausländischen Devisenverkehr und die Ausgabe von' Schecks ans Ausland. ' 1 . Die einzige Möglichkeit der Hebung des Leikurses im Ausland bestand darin, - daß das »Gleichgewicht zwischen.Einfuhr und Ausfuhr hergestellt wird. Da jedoch-dos durch den Krieg erschöpfte Land unfähig war, zu exportieren, haste auch die Einfuhr - völlig verboten werden müssen. -Das oben erwähnte Gesetz .hat nun eine solche Verfügung unterlassen. Anstatt bloß die für die industrielle und verkehrstcchnische Rekonstruktion er-- forderlichen Arikel hereinzulassen, wurde die Einfuhr aller Artikel freigegeben. Der Staat selbst hat seine schwebende Schuld erhöht, unter deren moralischen und materiellen Folgelt der' Kredit des Landes noch Heute zu leiben hat. Gleichzeitig damit überschwemmten ausländische Kaufleme die rumänischen Häsen, in denen im Herbst 1919 Kaffee, Textilwaren, Schuhe und Sardinen in phantastischen Mengen aufgestapelt waren. Ter französische Franken, der beim Mzug der Deutschen 1,30 Lei stand, und das Pfund, welches znr selben Zeit mit 32 Lei bewerteiwurde, stiegen binnen weniger Wochen auf 2, beziehungsweise 50 Lei. Die Kauflente kauften für die so gewonnenen Betröge ausländische Papiere, um die Transaktionen von neuem aufnehmen zu können. Das Angebot von. Schecks auf Galatz und Bukarest übeistieg bei weitem die Nachfrage des Westens nach Lei, was das ständige Sinken desLei zur Folge hatte. Die Einfuhr erfolgte nicht nur gegen Barzahlung, sondern auch auf kurzfristige Kredite. Die KaufteEWarsn. gezwungen, entweder um Rückzahlungsauffchüb anzusuchen oder die erhaltenen Beträge zu wesentlich höheren Kursen znrückzuzahlen, wenn sie nicht gar zahlungsunfähig wurden. Die Tätigkeit der Devisenzentrale blieb völlig wirkungslos. Die ausländischen Schiffsbesitzer, die unerhörte Warenmengen oufludcn, konnten für die erhaltenen Leibeträge in Rumänien keine esttsprechenden ausländischen Valuten einkaufen, so daß sie gezwungen waren, diese Beträge im Ausland um jeden Preis loszuschlagen. Hiezu kam noch der Umstand, daß mkin gezwungen war, in Siebenbürgen die Kron'en und in Beßarabien die Rubel e i n z u l ö s e n. Hätte man in den neuen Gllneten die Rubel und die Kronen im Verhältnis von 1 :1 eingelöst, so hätte man, abgesehen davon, daß die Bevölkerung nicht verbittert worden wäre, es auch vermeiden können, daß die Krone und der Rubel zwei Jahre hindurch zwecks Einlösung ins Land geschmuggelt werden. Zur Zeit des Anschlusses von Siebenbürgen und Beßarabien hätte man etwa 700 bis 800 Millionen Rubel und 2 Milliarden Kronen einzulöseu gehabt, während diese Beträge bis zur Zeit der Einlösung auf 1,3 Milliarden Rubel und 8,7 Milliarden Kronen gestiegen waren. Die Geldeinlöstmg beanspruchte unter solchen Umständen 7 Milliarden Lei neuer Banknoten, während zur richtigen Zeit diese Operation mit 2,8 Milliarden hätte durchgeführt werden können. Dieser Grundfehler war die Ursache der späteren -I nflaiion. In Rumänien entfallen auf 17 Millionen Bewohner 13,5 Milliarden Lei Notenumlauf." Zum Schluß bemerkt Generaldirektor Blank, daß die Zukunft Rumäniens schon wegen seiner großen Naturschätze optimistisch beurteilt werden könne. Die erste Aufgabe Rumäniens sei, das Gleichgewicht im Budget herzustellen, die innere Schuld zu omortiüereu, die Verkehrs- Verhältnisse zu regeln und die ausländ'sch e schwebende' Schuld zu konsolidieren. Schließlich müsse jede übeinommene Verpflichtung pünktlich erfüllt werden. Oesterreichische Vorkriegsschulden an englische Gläubiger. Von informierter Stelle wird uns geschrieben: Während das englische Ausgleichsamt bisher vor Genehmigung eines Ver-; gleiches die Anerkennung der ganzen Schuld verlangte, hat das britische Amt nunmehr erklärt, die Genehmigung eines Vergleiches auch dann ns Erwägung zu ziehen, wenn auch' .'der österreichische Schuldnäb n ^r e i nen Teilbetra'g'mtwrkannt hat.' Wird jedoch der Vergleich mcht eingehälten> so is? ' der anerkanntei Teilbetrag, insoweit er noch nicht direkt bezahl: - sei, im Clearing zu verrechnest imd' zü'..hezählen;'- übenden strittigen' Restbetrag hat der gemischte' Schiedsgerichtshof m, erkennen, ' - ' . ' 1 * . ' Die Zwangsanleihe in Deutschland. Dem deutschen Reichstag ist der Gesetzentwurf über die Zwangs an leihe mit den vom Reichsrat an der Regierungsvorlage'beschlossenen Abweichungen zugegangcn. *' ' Die Entwertung der Mark. Der deutsche. Botschafter in Atadrid erklärte dem Ministerpräsidenten, Deutschland würde die Handelsbeziehungen mit Spanien abbrechen, wenn dieses fortfahren wird, ein Aufgeld für die Entwertung der Mark einzuhebcn. Eine Pftmd-Anleihe der Stadt Nom. Die..römische Gemeindeverwaltung teilt mit, daß sie in England . eine in dreißig Jahren rückzahlbare Anleihe von drei Millionen Pfu^nd Sterling zum Kurse von 93 ausgenommen habe. Der Ertrag der Anleihe soll für den Bau von Schulen, Straßen und Straßenbahnen verwendet werden. Die Oesterreichische Anzeigengesellschaft Ä.-G. hat am - 2. d. ihre konstituierende Generalversammlung abgehalten. Die Gesellschaft, deren Jlktienkapital 35 Millionen Kronen beträgt, ist aus der gleichnamigen Ges. nt. b. H. hervorgegcmgeir. Sie , übernimmt deren in Wien.'1. Bez., Riermrgasse 9, betriebene Annoncenexpedition einschließlich der' GeneralvcrtretungZverträge mit - der „Ala , Vereinigte Anzcigengesellschafteu H a a. s e n st e i n u. Vogler. Ä.-G., Daube u. Ko. m. b. H., Berlin, Orell Füßli, Annoncenexpedition, Zürich, KienreichS Auzeigengesellschaft, Graz, usw. Die Firma hat ferner die Eigentum sellschaft. Dem Direkiionsrat^ gehören . an: Generalrat Dr. Richard F a b e r, Präsident; Kammerdirektor Hans Kn i'e p, Birpvräsivent: -Knmnrkrrialvat SRrtfiin** Vizepräsident; Kommerzialrat Robert Cz.erweny;..Justizrat Dr. Günther Donner, Berlin; Generalkonsul Oskar H ö l-, der; Redakteur Karl Junker; Generaldirektor Ludwig K l i tz s ch, Berlin; Bankdirektor Dr. Alois M a r q u e t; Bank« direktör Dr. Richard S ch ö n t h a l; Ing. Ernst S ch o e P k e; Generaldirektor Dr. A. Thorndrke, Berlin; Kommerzialrat- Paul Zugmayer. Verwaltungsräte:.Dr. Adolf Jglseder und Friedrich Hering. Prokurist: Georg Döpke. Revisoren: Direktor-Stellvertreter Georg Leitner und Prokurist Leopold Kretschik. Einführung der Aktien der Wiener Messe A.-G. an der Börse. Demnächst gelangen unter der Patronanz sämtlicher Wiener Großbanken -die Aktien der Wiener .Messe A.-G. zur Eiutührurkg an der Börse. Das Akiienkmüml betrug bei'- der Grürcdmtc. 60 Millionen Kronen »nd wurde mit Generalvcrsamrnlungsbeschluß vom 26. Oktober, 1921 auf 200 Millii'- neu Kronen, zerlegt in 600.000 Aktien zu 400 K., erhöht, von denen ein namhafter Teil sich in festen Händen befindet. Die Goldparität (Umrechnungsverhältnis betreffend die Zollzahlüngen in Gold) für die Periode vom 6. Juni bis 10. Juni 1922 wird mit 2400 K. festgesetzt. „Kompaß", Allgemeine Garantiebank. Die Bureaulokalitäten . der „Kompaß", Allgemeine Garantiebank, befinden sich ab Dienstag den 6. d. in derpn neuem-Anstaltsgebäude,! Wien, 1. Bez., Wtpplingerstraße 30. Die Telephonnummern bleiben vorläufig unverändert. Der Saatenstand in Ungarn. Nach Berichten an daZ Ackerbauministerium-machte sich in der zweiten Maihälfte mit Ausnahme des rechten Tlieißufers überall R e g e n m a n g e l bemerkbar. Der Saatenstand wurde jedoch dadurch meist nur .geringfügig beeinträchtigt, ja .der Weinernte kam das sonnige Wetter sogar zunutze. Auch Hülsenfrüchte sind trotz des Reaenmangels schön entwickelt. Nur im Gedeihen der Zuckerrübe zeigt sich ein merklicher Rückstand-Im Somogher Komitat sind in den Weinreben einige Hagelschäden zu verzeichnen. Die Abstempelung rumänischer Rententitres. Von der königlich-rumänischen. Gesandtschaft, administrativ-finanzielle Direktion, wird auf zahlreiche Anfragen mitgeteilt, daß die Abstempelung von Rententitres des rumänischen Staates, die sich int Besitze von rumänischen Staatsangehörigen und Staatsangehörigen alliierter und'neutraler Staaten außerhalb Rumäniens befinden, ausnahmslos von Spezialkommissionen bei den königlich-rumänischen Gesandtschaften in Bern und Brüssel unter den vorgeschriebenen Bedingungen bis 16. d. vorgenommen wird. Börse für kandwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgonzeitung") * Während die gesamten ausländischen Getreidemärkte in der Berichtswoche in flauer Haltung verkehrten, erfuhr die - Tendenz ^auf dem hiesigen Platze infolge der neuerlichen Erhöhung der Valuten eine weitere Befestigung, die 'in namhafterhöhten Forderungen für Zerealien ihren Ausdruck fand. Das Geschäft an der Wochenbvrse hielt sich gleichwie an den letzten Geschäftstagen in sehr engen Grenzen, einerseits fehlte es in Brotfrüchtetr urtd teilweise auch in Futterstoffen' an entsprechenden Offerten, andrerseits ist die Kauflust zurückhaltend, da der Konsun: sich mit den derzeit in Geltung stehenden hohen Preisen nicht befreunden kann.-Mehle sind fortgesetzt gut befragt und es konntet: in' folchet: ungarischer und heimischer Erzeugung relativ bessere Abschlüsse getätigt werden. In Reis war der Verkehr belaüglos, das gleiche ist in Rauyfutter der Fall, in 'welchen: Artikel die Forderungen gleichfalls erhöht waren. Die Hitze der letzten Tage hat die Vegetation wohl gefordert-, allein eine Ernteverspätung dürfte kaum zu verntetden sein, und hinsichtlich des qualitatiöen Ergebnisses der heurigen Fechsung wäre ein mehrtägiger Landregen, von größtem Vorteile. . Wiennii JF'ooäfasfcftftnC/Atral» Morgen, Pfingstmontag, 8 Uhr abends zu Ehpen des Haarlem-F.-C. im Marien-Therooiengarten des Kasino ZÖgernitz, 19.Bezirk, Hauptsträsse Nr. 76 Auftreten erstklassiger Kunstkräfte ms* wmäüM WM WWW rwtt.