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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-30 · Heft 1196 (30.5.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1196 (30.5.1922)
Date
1922-05-30
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1196 Wttn, Dienstag «mcKct -/corgrnzynMA 30. Mal 1922 SW 5 ' töcun man bedenkt,', daß die Gesamtzahl der Mrde« Arbeiter mehr als eine Million betrögt. ' / Vereine, Vorträge und Versammlungen. 3N d i s <ß e r M i t! e l s ch ji l tz r h u n h in Wien. Der erste Diskussionsabend findet beuje, präzise %lß Ahr abends, im Gqaltz -er Hezirksvertreluyg.!X., WährwgerNraße 43, statt. Thema: Her junge Jude und sein Volk. Sprechen werden : Dr. Witt), Stein, Dr?Ssidor Klaber, Äurt Grttnwa'd. — B e r e t..n sgung j N d t s ck e r A K a d e m i K e r. Leute um >/,8 Uhr abends im Meistallokak. Wien.!J„ 5m Werd l^Kurs. Zeiajä. Kap, ß. Vortragender? Bakdinrr Wundermann. — Der Schuh« b u n d bex Bu kywinger in D e.u tsch ° Oeste rreich veranstalte! am Sonntag den 4. Tüni einen Ausslüg nach Äeuwaldegg. zu welchem die Vereinsmitgtleder samt ihren Familien und von ihnen eingesiibrte Gäste einaeladen sind, Treffpunkt Endstation, der 43er Linie. S Ahr nachmittags, Aus« Künste erteilt PH. Mlienbaum. Phönix. Aipsterneuhurgerlirahe 40 und V. Druchmann. X)l., Kaschlgaffe 1. — Kultnrve re i n i g u n g d e r z i o n i st i s ch e n Bankbeamten. Leute präzsie 8 Ahr abends tm Leim. VIII-, Bennoplah Nr. 1, erweiterte Austchnßfitzung mit äußerst wichtiger Tagesordnung. Znteressenien wollen bestimmt und pünktlich.erscheinen, -7 S v zia l p h d a g v g i s ch e Gesellschaft. Mittwoch den St. - 7 Ahr abends, Anat. Znsb, IX,, .Wöhrsngerstraße 13, Prof. Dr. D. Feuchta ang, Die Bolle des Symbols tm realem Leben. — Zionistische Bezixks- Sektion Land st ratze. Alle Mitglieder und Gefinyungsaenossen des NI. Bezirkes werden darauf anfmerkiam gemacht, datz ah hxuie täglich von 6 bis 7 Ahr im Lokale der Sektion, Ui.. Antere Diaduktgaffe 13. Schekel abgeholt und verrechnet werden können. — Z i 0 n i st t s ch e r akademischer Landesverband. Leute, V»8 Ahr abends. Toria-Bude, . IX., Glasergasse 4a. Sitzung des Landesverbandes. Tagesordnung: Abrechnung oer verkauften Schkasimtage m Lochschistausschuß, Krre« Lqjessod usw. Mst Rüchsicht aus di? Wichtigkeit der zu beratenden Gegenstände werden die Delegierten ersucht, zuverlässig und pünktich zu erscheinen. Urania. Leute Dienstag. 5 M (Großer Saal): Zn den Felswänden Tirols. M Ahr (Kurssaal): vr. xstst. u, msä. Fritz Schulhof: Lernen. I.?/,8 Abr (Großer Sqal): Sympbonie- Konzftt. Dirigent: Dr. Kans Pietz. J/,8 Ahr (Kleiner Saal): Regferungsrat Zug. Zosef Löwv, Magnetfiche und elektromagnetische Phänomene, t. V»8 Ahr lKursjaalj: Prof, Dki Egon Kqjek; Die SiebenhÜrger Sachsen. IV, 7 Ahr (Mikrolkopierfaai): Aniy.-Affiffent Dr. Alfred Limberger: Die Fortpsianzungsorgane der Pflanzen. IX. Die fexuells Aufklärung vom pädag 0 g i schon S t a n d p u n k f. 8n einem morgen Mistwoch den J). d.. Vt3 Ahr abends, im Kleinen Eagle dex Urania sigtifindendön Vorträge, der siÄ in erster Lin'e an die Eltern wendet, wird Eduard G 0 lias die Frage der sexuellen Aufklärung -es Kindes, eins der wichtigsten und brennendsten Erziehungssrage,', ausführlich behandeln. Steue«pFrasekaften. Exekution. Wenn'bei der Zwangsverjleigmmg der Gläubiger selbst di? versteigerte Sache ersteht, so unterliegt der Lüxußwarena-gabe nur der Aeberiü-utz des Erlöses über dis Forderung -es Gläubigers. — A. Singer. Der Kause.-qenjümer erhält wohl eine Emschädigung für seine Mühe hei Cinhobung der Mietzinsabgabe, und zwar 4 Prozent des Mietzinses. Diese ist aber natürlich aus der Abgabe in Abzug zu bringen und nicht besonders von d?n Mietern - einzubeben. — Ff. St,, XVH, Zm ahgemelnen ist das Einkommen eines Zahres als Einheit anzulehen, so Satz Verluste aus einer Einkommensauelle vpm Gewinn aus anderen abzuziehen sind. Börleoerluste können aber, wenn sie nicht im Betrieb einer ErwerböNuterntzhinung einqeireten sind, nur soweit abgezogen werden, als ihnen gleichartige Gewinne gegenfiberilrhen. — AgiMt, Llbzugspolim find nur di? lausenden Ausgaben für die Kgltung des Bureaus, nicht auch dis Kosten der ersten Einrichtung. — Zion. Mit dem Austrilt aus dem Kaushalt der Eltern und der Begriindüng eine« eigenen Lausstandes sind Sie in die selbständige Steuerpsticht eingestelen. müssen daher de, sonstigerdafe Pinnen l.4 Tagen dies der Sleuerhehörtze anze.gen und zwecks yorläusiger Veranlagung ein Bekennt!? über die wahrscheinliche Löhe Ihres Einkommens vorlegsn. -w Fritz M. Wenn der Mieter die Zahlung der Mietzinsabgahe verweigrrs. jo bat der Lauseigentümex dies dem- Magistrat anzuzeigen. Die Abgabe Wird dann beim Mieter zwangsweise cingehohen. Ein MdlgungsgrUnd ist dies nicht. Ernährung. Der Warkt-ericht. Die ersten Kirschen. — Ein Kilogramm 3300 K. Gestern waren, das erstemal' in dieser Saison auf dern «-kaschmarkt italienische Kirschen 31t sehen. Sehen ist Hier im wörtlichen Sinne zu verstehen, denn als Käufer konMen angesichts des Preises nur sehr wenig Leute in Betracht. Die aus Bisceglie angekommenen Kirschen stellen sich in Fünfkiloköxberl brntta für netto ans 10 Lire, woraus ein Kilogrammpreis fcou 3800 Kresultiert. Die ^vünwarenmörkie warm m astgenreinen gut h?- schicht- Infolge des starken Angebotes von Kartoffeln und der verhältnismäßig geringen Nachfrage rnußten alte Kartoffeln unter dem Einkaufspreis, um 100 Kper Kilogramm, verkauft worden'. Auch Frühkartoffeln sind stark vertreten, so daß sich ihr Preis etwas ermäßigt hat. Sie kosteten ans dem Naschmarkt 600 K. bis 6200 K, per Kilogramm. Gärtnersalar ermäßigte sich pro Nagel (30 Stück) von 2400 K. auf 1800 K., Kohl pra Nagel von 4500 Kauf 4000 K., Neusiedler Salat, der im Preise bereits zurückgegangen tvar, verteilerte sich infolge der kob« heften Nachfrage im Verlaufe des Marktverkehres, von 700 K. b>'s 800 K. auf 1200. K. pro Nagel. Blätterfpinat verteuerte sich von 1g0 K. his 200 K. aus'300 K-, Stengolspinat von 100 K. bis 120 K. auf 180 K. bis 250 K- Per Kilogramm, da Syinar bereits in geringeren Mengen auf hon Markt kounnt. Gestern war auf dem Naschmarkt auch Butter ans Sberösterreich zu sehen. Es handelt sich, da die Ausfuhr von Butler ans bell Landern bekanntlich noch immer osfiziett verboten ist, um Ware, die auf t,Umwegen" nach Hien komm:. Kochhutter frMe sich per Kilogramm ans 6006 K-, NschbnW ans.MO per Kilogramm M DetaMrkanfe. - Die EierMsg ztztgen weiter sttztgende MdtzN-j. Ans dem BnrgenlaNd waren gestern dem Naschmarkt 11.000 Stück zuge sühi s, die s'ch im Detailhandel per Stück auf 1-55 K. bi? l“.> K. steliicir. In der Großmarkthaste war -er Perkeh-: ganz belanglos. Die Fle'.chprcist blieben unverändert auf der' Höhe des lehten Markttages. . . Bühne Md Kunst. Wiener Stadtthe-ter. 8,, d,m graziösen stmzölilchen Lustspiel „Das kleine SchMadenmädchen" Lyn Mul Gatzanltz das jetzt im Weiler Stadttheater in Szene geht, spielt Valerie Martens die Titelrolle, Ihr kleiner Pariser Wildfang ist nicht nur dev Ausbund an Liebenivürdigkeit, der entzückende Frechdachs. Ein herzhaftes Mädchen, hei. aller Keckheit' vornehnr bis indie Fingerspitzen und kindlich nnverdorbt, erobert fick) den Geliebten. Ihre Sprachkultur und gewinnende Unaufdringlichkeit erinnern immer wiederhaß das Burgtheater an dieser jungen Künstlerin eine hoffnungsvolle Kraft verloren hat. Herr Rh öd en ist ein vortrefflicher Partner und spielt sich allnlählich in die erste Reihe der Lustspielhelden. Ausgezeichllot Herr Weißmüller in einer Episodenrolle, holl Verdienst die Damott Richter und' K a r m e n, die Herren A l t h 0 f f und K n e i d i n g e r. Der sollst tüchtige Herr Volker vergriff sich gründlich. Ans der launigen Figur des Asalers, der vor der Stasselei ein Stümper, ansonsten aber ein- Hausttkerl ist, wllrde ein klobiger/ polternder KöMnns. — Die Vorstellung, von Direktor Japno mit Geschmack inszeniert, fand großen Beifall und Valerie Martens würde sehr gefeiert. A. Ms dyn Theater I'm' B u r g t h e a t er wird morgen ,M eh' d tz m, d e r kngt^ aufgeführt. , Im Operntheater wird'morgen „D'er Barbier von Bagdad" lllld,,I 0 s e f s l e h e n d e" gespielt. Im D e'u t s ch e n V ol k s t h e a t?r -beginnt Donnerstag de» -1,' Inni Alexander Moifsi sein Gastspiel als „Hamlet^ und setzt es Freitag den 2. Juni als Johannes Bockerat in Gerhart Hauptmastns „Einsame Mellschen" rlnd Samstag den 3. d. als Oswald in Ibsens „Gespenster" fort. Die Erstaufführung von Tolstois Legende „Bäcker Petrus" wurde tun einlge Tage verschoben. „ * - In den K a m nr e r s p i e l e n mutzte die. Wiederaufnahme der Nachtvorstellungen auf SaMstag' verschoben werden. In der V 0 l k s 0 p e« findet heute die erste Wiederholung von Millöckers „Die sieben Schwaben" in der Premierebesetznng statt. Dirigent: Herr Kurmann als Gast. Beginn:7 Uhr, / Im Railnnnd-Theater gelangt heute das Schauspiel „Evchon Humbrecht" von H. L, Wagner zur Erstanfsührung. Die Vorstellung beginnt pünktlich um 7 Uhr. Zuspätkommende könne« erst nach dem ersten Akt zu ihren Sitzen gelangen. . Im-I0hL«n.St4'höater wird Rost) Werginz demnächst als Henri irr der Henbergerschen Operette „Der Opernball" gastiere«. .... / Für die Freitag an. der Roland bühne stattfindende Uraufführung oep Burleske aus der Lederbranche „Sch uhhaus^ Zenith" von> Emil Brüll und Oskar Fviedmann mit Ludwig Stärk als Gast hat der Vorverkauf an den , Tageskassen und in -den Kartenbureaus bereits begonnen. Im Wiener Stadttheater verbleibt das französische Lustspiel „Das kleine Sch010lndenmädchen" von Paul Gavaült mit Valerie Marsens als Gast und Hans Rhoden in den Hauptrolle« allabendlich auf denr Spielplan. Nur Dienstag den 1. Juni findet ei« Strindberg-Apend statt. Zur Darstellung kommt mit Josef Jarno 1« den Hauptrolle« „Gespensters0nate" und „Mit denr Feuer fpissle«. Max Pallen borg wird'infolge des große« EMges vo« „Wauwau" «och an vier Abenden im Raimirnd-Tbeatex diese Rolle spielen und zwar Samstag den 3.' Juni bis inklusive Dienstag den 6. Juni. Herr Ferdinand Onn0 tritt in der heutigen Aufführung von „Professor Bernhardt" in der Rolle des Pfarrers vor seinem Scheiden aus dem Deutschen Volkstheater zum letzten Atalo ans, ___ Neue ostjiidische Bücher bei R. Löwit (Dr. Präger), 1. Bez., Rotenturmstraße 22, gingetroffen: Bergolwhn: Am Bahnhof (geb. 95 Mk.). Schalem Alejchem: Die Geschichte Tewjes des Milchhändlers (geb. 3.0 Mk.). Scholem Alejchem: Stemponjn (geb. 36 Mk.). Oesterreichjsche Angst j« Südamerika, Direktor Felix Weingartner ist.mit euren: großen Opernensemble, dem die Damen Wildbrnn« und Lotte L eh «rann und Herr Dr, Schipper angehöre«, anfangs Mai zr: einem Gastspiel nach Buenos Ayres abgereist und demnächst sollen die Wiener Philharmoniker die Reste nach Buenos Äyres antreten, In der gastlichen Stadt hat das Enseurhle Weingartners schon den „Parsival" in deutscher Sprache anfgeführt und danttt,. eine«: Telegramm an den Vorstand d'er Phfiharmouiker M a r k l zufolge, einen sensationellen Erfolg errungen. Rabbi Beerinku, jüdischer: Schriftsteller von einigen Jahry« s rial Über die seinerzeit „Rabbi Beeriniu, der tz Mgy in jüdischer Spr< demnächst im Verlage stutz zu richten an: F. Nr, 6, 12. der Lewer, im Romam Dem bekannte« Jmen (F. Witkower) ist es im Häufe elnngen, ein sehr umfangreiches Mateviel umstrittene Affaire des sogenannten Lewer" zu. sammeln und in eurem Roche zu verarbeite«. Dieses Buch erscheint hes Autors. Bestell««aen und Anfragen Witkower, Wien, 2. Bez., Vereinsgasse Falsche Tausendlirenote«. Vor einW Schäffensenat unter Vorsitz, des Hofrates M. RM hahen^ sich gestern der 2Whrige Handelsangestellte WgODÄuS»Hin HGder,. dev -Mhxige Mich SiMs und .hktz iw Hebilly, Protzinz Pernggia in Jtalitz^ gyborne Handelsangestellte Giovanni Adelamo Moretti wegen Verbrechens des verfüchten Betruges, Aügust Sixtus auch 'wegen voll-, brachten Betruges, begangen durch die Verausgabung fälschet Tansendlireno'ten, zu verantworten. Der Fall, der das Wiener Gericht beschäftigt, ist nur der Ausläufer einer große« Fälscheraffäre, die in Italien spielt, wo, wie die Mailänder Gerichte nach Wien berichten, von einer Falschmünzerbände enorme Quantitäten vo.n falschen Noten^der Banca d'Jtälia im Nennwerte von vielen Millionen herg^stellt worden sind, Agenten, zu denen Moretti gehören soll, haben die Noten tm Ausland zu verausgaben versucht, was ihnen auch zum großen Teil gelungen ist, da die mit Maschine hergestellten Falfifikate, wie der 'im Vorverfahren einvernommene Sachverständißr angab, zur Täuschung sehr geeignet und für die Laien als Fälschungen nicht leicht erkennbar waren. Die vom Staatsanwalt Dr, Höllriegl erhobene Anklage schildert, wie Moretti gewöhnlich Reisen -nach Triest unternahm, wo er auch in den Besitz der Falsifikate gesetzt wurde. Dabei spielte auch ein gewisser Rosst eine Rolle. Die Anklageschrift erklärt, daß der Nachweis, es habe ein Einverständnis zwischen den Fälschern und den Verbreitern der falschen Noten bestanden, nicht nachgewiesen werde« könne. Die Angeklagten legten ein reumütiges Geständnis ab, weshalb auf das weitere Beweisverfahren und alle Zeugen verzichtet wurde. Der Gerichtshof, erkannte sämtliche Angeklagten schuldig und verurteilte Aügust Sixtus und Giovanni Adelamo Moretti zu je eine m I a h r e schweren Kerkers,' Erich Sixtus bedingt mit dreijähriger Probezeit zu vier Monaten strengen Arrests. Bei allen wurde die Strafel als durch die Untersuchungshaft verbüßt erklärt. Enthaftet wurden aber nur-August Sixtus und Erich Sixtus, Moretti wurde zum Zwecke seiner Anslieferung nach Ungarn weiter in Haft behalten. Die Frauenleiche oh«e Kopf. . Wie schon angekündigt,, hat gestern'vor dem Schwurgericht di? Verhandlung gegen den „Hamsterer" Engelbert Hasel st einer begonnen, der angeklagt wird, die Grünwarenhändlerin Franziska. W a g n e r Mitte November ermordet zu haben. Die Leiche dieser Frau wurde in einem Holzkofser, der bei Greifenstein aus der Donau gefischt wurde, gefunden. Der Kopf und die Beine fehlten, würden.jedoch später eruiert. Haselsteiner leugnek die Tat. Er ist , wegen Schändung, begangen an einem neunjährige« Mädchen,, und wegen Preistreiberei vorbestraft. Nachmittags begann das Zeugenverhör. Haselsteiner leugnete, weiter und bestritt einzelne Angaben der eintzernommcnen Zeugen in heftigster Weise. Abends wurde die Verhandlung abgebrochen und auf heute vormittags vertagt. Held Knüppel-Kunze. Die Berliner „Rote Fahne" hatte' über die Prozeß« Verhandlung des deutschnational-antisemitischen Agitators Kunze gegen das Berliner „Tageblatt", von der wir berichteten, unter der fteberschrift berichtet „Anüppel-Kunze als Schwindler entlarvt." Kunze stellte Strafantrag. Ms am Mittwoch die Verhandlung vor dem Schöffengericht Berlin-Mitte beginnen sollte, fehlten nicht nur die Zeuge«/ Kunzes, nicht nur sein Verteidiger, sondern Kunze selbst hatte den bessere« Teil der Tapferkeit erwählt und sich gedrückt. Das. Eericht betrachtete bei dieser Sachlage die Klage als zu rück ge»;äP<jeu und bürdete den: Kläger die gesamten Kosten des Verfahrens ans. Volkswirt, Gestempelte Krone Auszahlung Wien BeffermH Zn Zürich notierte djs österreichische Kronr . . hie österr. gestempelte Krone die tschechische Krone . , . die Mark . * ..... . Agram basta,.,«»»»»»» Budapest . . .. Marschau ........ — ~.053/s Centimes. —.Y5Vs Centimes. der Mark. ~,05y, (—,05 Vs 10.05 1.87 1.87 3,92 —.64 —.13 (-.0585 (10.05 ( 1.78 ( 1.88 ( 3.92 (-.63 (-.13 am am am am am am am am 27. Mai) 27. Mai) 27, Mai) 27. Mai) 37. Mail 27, Mai) 37. Mi) 27. Mai) Für' die jüdische Arbeiterbank in Palüstina. Seit einiger Zeit hat die Propaganda zür Placierung von Aktien der jüdischen Arbeiterbank in Palästina in verschiedenen Gebieten Europas und Amerikas eingesetzt. In den letzten Tagen hat sich in Berlin, wie uns von dort gemeldet wird, ein Komüee zur'Förderung der Arbeiterbank konstituiert, das den fügenden Ausruf erläßt: „Die Arbeitorbank in Palästina schafft Arbeit und daruit ein jüdisches Palästina! Sie dient dazu, den einwandernden Arbeitern Aufbaumöglichkeiten zu geben, die große:: Unternehmungen der Arbeitergenossenschaften zu finanzieren, die genossenschaftlichen Siedlungen der jüdischen Arbeiter aufrechtzuechalten. Sie ist eines der wichtigsten Instrumente für praktische Palästinaarbeit. Die Arbeiterbank ist keine Wohlfahrtsinstitution. Sie wird nach banktechnischest Grundsätzen aufgebaut und" geleitet. Wer Arbeiterbankaktien zeichnet, gibt keine Spende, sondern beteiligt sich mit.seinem Kapital an: Aus- " M u P a l ä st i n 0- Der Ausruf ist unter anderen von Dr. ArtM Ha«tke, Felix Rosenblüt, Bialtf und Artur H o l lits ch er unterfertigt, Wrsvnemisus Vyilvfivviot . 5$00x Covercoat. . 8000 K Ü/utowoltotoff 4600 K SmiMaiMaii

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