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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-29 · Heft 1195 (29.5.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1195 (29.5.1922)
Date
1922-05-29
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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' Wiener Morgenzeitung Seite 3 29. Mai 1922 Wien, Montag Nr. 1195 «l&ftlw-Ji jiaJM SS Die Positiorrskämpfe. Der Sportklub führt mit großem Vorsprung. - Der Mißglückte Vorstoß auf de« zweite« Platz. — Bedeutende Formverbesserung der Hakoah. — Wacker nimmt die Spitze im Alitteltresfen ein. — Ueberraschend hoher Sieg der Vienna.- Simmering erscheint ausstchtslos geschlagen. Die gestrigen Meisterschaftsspiele brachten im allgemeinen die Erfolge der favorisierten Mannschaften, nur kamen die bedeutende Formverbesserung der Hakoah unb der hohe Sieg der Vienna einigermaßen überraschend. Durch das unentschiedene Spiel Hakoah—Amateure hat der Sportklub neuerlich Terrain gewonnen. Die Hakoah wieder verteidigte ihren zweiten'Platz in der Tabelle mit Erfolg. Dadurch, daß es den Simmeringern wieder nicht gelang, den Erfolg an ihre Farben zu heften, scheinen sie dem Abstieg in die zweite Klasse nicht mehr entgehen zu können. Nachstehend die Berichte: Hakoah—Amateure 1:1 (1:0). Ausfallende Formverbesserung der Hakoah. Hohe Warte, 20.000 Zuschauer, Schiedsricher Schmidt. Amateure: Jockl, Heikenwälder, 'Popovich, Kurt, Jcnö, Konrad, Geyer, Köck, Vecera, Swatosch, Hansl, Cutti. ■ Hakoah: Halpern, Scheuer, Lewitus, Kohn, Guttmann, Pollack, Neufeld, Häusler, Gansl, Grünwald, Katz. Die von vielen Seiten todgesagte Hakoah feierte gestern ihre Auferstehung. Es gelang ihr Wohl nicht, den Sieg zu erringen, doch wies sie insbesondere in Deckung und Verteidigung eine bedeutende Formverbesserung auf. Anfangs spielten die Hakoahner ziemlich befangen, was Wohl darauf zurückzuführen war, daß sie mit unbeugsamem Willen, nicht geschlagen zu werden, antraten. Sie erwiesen sich in der ersten Spielzeit als nicht ganz gleichwertige Gegner, da die Amateure tut» gefähr 15 Minuten ein wesentliches Uebergewicht bekundeten. Nach Seitenwechsel hingegen lief der jüdische Verein seit längerer Zeit wieder zum ersten Male zu einer respektablen Form auf, und je weiter die Zeit fortschritt, desto größer wurde das Uebergewicht der Hakoah. Gegen Ende de? Treffens gerieten die Amateure, die dem Tempo absolut nicht gewachsen waren, in ein arges Gedränge. Mißgeschick'und Schußunsicherheit des Angriffes brachten den jüdischen Verein um den Sieg. .Die Amateure boten vor der Pause - die erwartet gute Leistung, doch fielen sie nach Seitenwechsel dem Tempo.zum Opfer. In der letzten Viertelstunde erlebten die Ober-Sankt Weiter einen wahren Zusammenbruch, der auf das Versagen der Deckung zurückzuführen war. Trotzdem gelang es ihnen mit etwas Glück, das Resultat zu halten. Das Ergebnis kann im allgemeinen als gerecht bezeichnet werden und die Rettung des einen Punktes durch die Amateure war mit Rücksicht auf zwei Stangenschüsse und das gute Spiel vor der Pause nicht unverdient. Der Kcunpf ftakb int allgemeinen auf einer ansehnlich sportlichen Stufe. Beide Parteien waren technisch und taktisch ihrer Aufgabe gewachsen. Die Amateure pflegten wohl ein gefälligeres Angriffsspiel, doch verloren sich ihre Aktionen zu sehr in die Breite. Die Hakoah-Stürmer hingegen richteten ihre Spielweise viel mehr auf den Endzweck ein, sie kombinierten steiler itnb bedeutend raumgreifender. Das Treffen zeigte zwei voneinander vollkommen verschiedene Hälften. Wir erwähnten schon, daß die Amateure vor der Pause zeitweise das Uebergewicht hatten, nach Seitenwechsel hingegen wurden die Hakoahner immer besser, so daß ihre Gegner sich immer mehr in die Verteidigung gedrängt sahen. Zusammenfassend kcknn konstatiert werden, daß die Hakoahner in jedem Mannschaftsteil.ein kleines Plus für sich in Anspruch nehmen konnten. Dieses Uebergewicht kommt auch im Eckenverhältnis, 8:3 für Hakoah, zmn Ausdruck. Für den jüdischen Verein ergaben sich auch viel bessere Schußchancen, die aber nicht ausgenützt werden konnten. Die Einstellung von Lewitus in die Hakoah-Verteidigung bewährte sich vollkommen. Er war vor allem taktisch ausgezeichnet und bewies viel Stoßvermögen. Auch Scheuer, der noch immer verletzt ist, war seiner Aufgabe gewachsen. Auf der Gegenseite brillierte Popovich vor der Pause, nach Seitenwechsel hingegen fiel der Amateur-Verteidiger gänzlich ab. Sein Partner Heikenwälder spielte aufopfernd, ohne aber eine besondere Leistung zu bieten. Von den beiden Torwächtern war Jockl der stilvollere, obwohl ihm der einzige Treffer, den die Gegner erzielten, zum Teil zur Last fiel. Halpern war einige Male unsicher, doch machte er diese Fehler wieder gut. Die Deckung der Ober-St. Vetter spielte vor der Pause hervorragend, wobei Jenö Konrad sein taktisches Können ins beste Licht setzen konnte. Nach Seitenwechsel ging allen drei Läufern die Luft aus. Kurz und Geher, die den schnellen gegnerischen Flügelstürmern nicht mehr gewachsen waren, versuchten durch Regelverletzungen das Unheil von ihrer Mannschaft abzuhalten. Die Hakoah-Deckung entsprach in der ersten Spielzeit nicht ganz den Anforderungen, was auf die mäßige Leistung des rechten Läufers Kohn zurückzuführen war. Guttmann spielte aufopfernd, ohne aber ein anständiges Mittelmaß zu überschreiten, der technisch vorzügliche Pollak hielt nicht immer Platz. In der zweiten Spielzeit lief die Hükoah-Deckung zu einer imponierenden Form. Pollak war in dieser Zeit der beste Mann auf dem Felde. Guttmann, der ein ausgesprochener Angriffshalf ist, leitete sämtliche Angriffe ein, und man gewann wieder den Eindruck, daß der Hakoah-Mittelläufer das ganze Spiel dirigiert. Auch Kohn War. nach der Pause allen .Anforderungen .gewachsen. Das Stürmerquintett der Amateure zeigte insbesondere - in der Viertelstunde, in der die Ober-St. Beiter das Uebergewicht hatten, blendende Aktionen. Es ließ aber einen wesentlichen Fehler erkennen; alle Sturmläufe waren auf Cutti zugeschnittön. Im Felde spielten die Stürmer recht gut, trotzdem waren zahlreiche Mängel erkennbar. Swatosch ist nicht der richtige Angriffsführer, Hansl wieder war etwas behäbig, Vecera zeigte großes Schußvermögen, doch blieb er wieder in anderer Beziehung viel schuldig. Köck kam nach der .Pause kein einziges Mal an Pollak vorbei, und auch Cutti war nach Seitenwechsel mit feinem Latein so ziemlich zu Ende. Die Unterlegenheit der Amateure-Mannfchaft nach Seitenwechsel kam am besten dadurch zum Ansdruck, daß Halpern in dieser Spielzeit ein recht beschauliches-Dasein führen. konnte. Der Hakoah-Angriff hatte viel mehr Individualitäten in seinen Reihen. Katz und Neufeld waren sehr gut. Auch Gansl bekundete eine Formverbesserung, obwohl er das Pech hatte, zwei sogenannte totsichere Chancen zu vergeben. Häusler war wegen seiner Schulterverletzung anfangs zaghaft, später fand er' sich aber zurecht und spielte taktisch sehr gut. Die Hakoah hatte wieder das Pech, daß einer ihrer Stürmer um die Mitte der ersten Spielzeit außer Gefecht gesetzt wurde. Grünwald erlitt eine klaffende Wunde auf der Nase, und der starke Blutverlust hatte zur Folge, daß dieser brave Stürmer nur unter Aufgebot aller Kräfte den Kampf fortsetzen konnte. Nach. Schluß des Spieles erlitt Grünwald einen Ohnmachtsanfall. Wir glauben, nicht zu viel zu sagen, wenn wir die Behauptung aufstellen, daß die Hakoah — falls Grünwald nicht verletzt gewesen wäre — einen knappen Sieg errungen hätte. Das Spiel war vor der Pause für Wieuer Verhältnisse wohl scharf aber Nicht unfair. Nach Seitenwechsel brachten Kurz und Geher eine mehr als derbe Gangart in das Spiel. Ein eigenes Kapitel verdient die kleine Anhängerschar der Amateure. Was sich diese „Sportleute" an Selbstüberhebung und Provokationen leisteten, überschrittalle Grenzen. Wir konstatieren mit Genugtuung, daß^ unsere Aufforderung zur Disziplin bei den Hakoahnern vollen Erfolg hätte. Wir glauben kaum, daß die Anhängerschar irgend eitles anderen Vereines, die sich in derart, gewaltiger Uebermacht befindet, alle Provokationenso ruhig hinnimmt. . ' ' Schiedsrichter Schmidt war vollkommen objektiv/ er hatte auch das Spiel im wesentlichen in der Hand. - Die Amateure, die mit dem Wind im.Rücken aber gegen die Sonne spielten, gehen sofort vor und Halpern muß gleich in der ersten Minute rettend eingreifen. Der Gegenangriff bringt das Heiligtum der Amateure in Gefahr. Jockl kann einen Flankenball Nenfelds nur mehr zur Ecke drehen. Dieser und noch ein zweiter Eckßoß gegen die Amateure bleiben ergebnislos. In der dreizehnten Minute gibt Köck eine Flanke zur Mitte, Lewitus und Guttmann wollen köpfen, sie stoßen aber zusammen, und verfehlen das Leder. Scheuer eilt zur Rettung herbei, doch bevor er noch eingreifen kann, schiebt Swatosch den Ball zum vollkommen fteistehenden Hansl, der unbehindert einschießen kann. Die Amateure führen 1:0. Bald darauf verschuldet die Hakoah den ersten Eckstoß. Nach eurem raschen Vorstoß Nenfelds gelangt der Ball zu Grünwald, doch letzterer stoßt mit Kurz zusammen, was ihm in der 23. Minute die eingangs erwähnte Verletzung einträgt. Bald daraus rettet Lewitus in größter Gefahr. Die Arnateure gewinnen nun die Oberhand. Einmal vergibt Vecera eine günstige Schußchance. Halpern rettet ganz ausgezeichnet. Langsam finden sich wieder die Hakohaner und sie erzwingen in der 39. Minute einen Doppelcorner, der ergebnislos verläuft. In der 41. Minute erscheint der Hakoah der Ausleich zu winken, als Gansl seine Gegner abgeschüttelt hat. Die günstige Chance blieb aber unausgenützt, da der Hakoah-Mittelstürmer den Ball dem gegnerischen Tormann in die Hände schießt. Die Hakoah kommt in Schwung, Katz überspielt mehrere Gegner, gibt den Ball gut gur Mitte, doch wieder hat Gansl das Pech, das Leder mit dem Kopf knapp übers Tor zu lenken. Nach Seitenwechsel überniinmt die Hakoah sofort das Kommando. Schon in der ersten Minute müssen die Amateure neuerlich einen Eckstoß in den Kauf nehmen. In der dritten Minute läuft Jockl dem Hakoah-Flügelstürmer Neufeld entgegen, der Amateur-Cerberus bringt auch den Ball in seinen Besitz, doch nimmt er ihn außerhalb, des Strafraumes in die Hände. Der Freistoß wird von Neufeld, obwohl er im ungünstigsteü Winkel ausgeführt werden muß, zum ausgleichbnngenden Tor verwandelt. Gleich darauf erzwingen die Hakoahner neuerlich einen Eckstoß. Kurz und Geyer spielen jetzt sehr derb. Die gelegentlichen Durchbrüche der Ober-St. Weiter.' führen einmal zu einer gefährlichen Situation vor dem Hakoah- Tor, doch Pollak klärt die Situation. Der Schiedsrichter sieht sich gezwungen, das Spiel fortwährend wegen Verletzung der Foulregel, die jetzt von beiden Seiten begangen werden, zu unterbrechen. In der 29. Minute rettet Popovich im letzten Moment zur Ecke. Ein rascher Gegenangriff führt zu einem Doppelcorner vor dem Hakoah-Tor. An dem Stande wird aber nichts geändert. Bald darauf schießt Hansl knapp neben das Tor. Die Hakoahner haben nun alles vom Spiel und die Amateure wehren sich unter Aufgebot aller Kräfte. In der 40. Minute faustet Jockl einen von Neufeld getretenen Ball wieder zur Ecke. Ein Tor für die Hakoahner scheint unausbleiblich, doch ist ihnen das Glück nicht günstig gesinnt. In der 42. Minute bringt Häusler einen rasanten Schuß an, die Zuseher glauben den Ball schon im Netz zu sehen, doch verfehlt das Leder knapp sein Ziel. Noch einmal ergibt sich für die im glänzenden Endsport liegenden Hakoahner die Siegesmöglichkeit, als ihnen knapp vor Schluß ein Freistoß zugesprochen wird. Guttmann schießt scharf, doch verfehlt der Ball neuerlich knapp däs Tor. Bald darauf pfeift der Schiedsrichter den aufregenden Kampf ab. Rapid—W. A. F. 4:1 (1:0). Rapid in großer Form. Rapid-Platz. 5000 Zuschauer. Schiedsrichter Waneura. Rapid: Pauler; Schlosser, Stefskal; 'Klär, Brandstätter, Nietsch; Wittka, Uridil, Kuthan, Neubauer, Wessely. W. A. F.: Saft;. Wind, Gold; Heinz, Achatzy, Frala; Klein, Jany 2, Horeys, Fischer«, Pappstein. Rapid bestätigte durch einen sicheren Sieg über seinen alten BezirksNvalen seine' Formverbesserung. Wohl hatte, der W. A. F. fast ebenso viel vom Spiel wie sein Bezwinger, er hätte bei etwas weniger Pech ein weit besseres Resultat erzielen können — ein Treffer fiel während der Abwesenheit des verletzten Gold, das drttte und entscheidende Tor entsprang einer klaren Abseit-Stellung — nichtsdestoweniger ist die Leistung der Grünen sehr hoch zu werten und der Sieg als wohl verdient zu bezeichnen. Rapid trat mit zwei Ersatzleuten an und hatte Neubauer in den Angriff gezogen, ein Versuch, über den sich angesichts der starken gegnerischen Verteidigung noch kein abschließendes, Urteil fällen läßt. Mit der Wiederherstellung Kuthans und" Uridils, die ebenso wie Brandstätter sich .derzeit wieder in Hochform befinden, hat die gesamte Rapid-Elf ihre alte Schlagkraft wieder zurückgewonnen. Selbst oie sonst so unsichere Verteidigung,lief dismal zu einer recht annehmbaren Form auf. Von den Seitenhalfs war Nietsch bedeutend besser als Klär: im Angriff wäre noch Wessely hervorzuheben. Der W. A. F. überraschte durch außerordentlichen Spieleifer, er vermochte den'Kampf aber doch nur infolge der außerordentlichen Leistung seiner Läufer offen zu Hallen. Die Verteidigung war durch die Verletzung Golds etwas geschwächt. Der Angriff ist aber in seiner derzeitigen Zusammensetzung unmöglich. Ftschera ist zwar in vorzüglicher Verfassung, er wurde aber ständig von drei bis vier Gegnern abgeoeckt, was bei der völligen Unzulänglichkeit der übrigen Stürmer leicht durchführbar ist. Horejs ist absolut kein Mittelstürmer und kann durch Wucht nicht das mangelnde Spielverständnis ersetzen. Klein wurde nicht beschäftigt und Jany ist noch unreif. Ganz unverständlich ist es übrigens, warum Sipeler wie Kafka und Roi ty der Reservemannschaft spielen müssen, während in der „Er- , sten" einzelne Posten derart schwach besetzt sind. Schtedsrichter Waneura pfiff fortwährend und unterbrach das Spiet aus den nichtigsten Gründen. Er'beging übrigens auch bei seinen Abseit-Entscheidungen mehrere verhängnisvolle Fehler. . Vor Halbzeit haben beide Parteien gleich viel vom Spiel, aber die Rapid-Angriffe sind weit gefährlicher und'in der 15 Minute erzielt Urrdil den ersten Treffer. Nach ver Pause erhöht derselbe Spieler während der Abwesenheit Golds den Stand auf 2:0. Die Roten sind jedoch nicht entmutigt, sie unternehmen heftige Angriffe, aber wieder find es die Gegner, die den Erfolg erzielen. Aus klarer Abseit-Positioit erreicht Kuthan das dritte . Tor und Wittka erzielt nach einem Korner Punkt vier. Rapid ist nun klar überlegen und der Zufall will es, daß den Roten gerade jetzt der Ehrentreffer durch Fischer« gelingt. Vienna-F. A. C. 3 :1 (1: 1). Ueberraschende Formverbesserung der Döblinger Stürmer. F. A. C.-Platz, 6000 Zuschauer, Schiedsrichter: Kienzl. Vienna: Pendl; Trinkl, Reiner; Trentmel, Chrenka, Ulrich; Kargl, Bulla, Schweda, Heinlein, Kuzel. ■ F. A. C.: Hofer; Cihak, Amon; Plivä, Kraus, Bostrak; Seidl, Jszda, Bastcek, Paradeiser, Wimmer. Beide Vereine, die in gesicherten Positionen im Mittcltresfen der Tabelle liegen und in der laufenden Meisterschaft, nichts mehr zu fürchten oder zu hoffen haben, traten mit zahl- ' reichen Ersatzleuten an, die sich durchwegs bewährten und führten den Kampf auf eine leider fast ungewohnt gewordene .freundschaftliche Art. Für den überlegenen Sieh der Vienna war dte bei ihr ganz ungewohnte Energie und Schußsicherheit des Angriffes maßgebend. Besonders zeichneten sich Kargl, Kuzel und Bulla aus. In der Deckung glänzte Tremmel, die Verteidiger — zwei Ersatzleute — boten keine überragenden Einzelleistunaen, verstehen aber einander sehr gut, so daß der Gesamteffekt nichts zu wünschen übrig läßt. Pendl spielte sehr sicher.' Beim F. A. C. war die Verteidigung, oie in Hofer und Cihak ihre Hauptstützen hatte, trotz der erhaltenen fünf Tore der beste Teil. Auch die Deckung, besonders Kraus, bot ansprechende Leistungen. Im Angriff, der vor dem Tor sehr unsicher > war, spielten Seidl und Wimmer am besten, Jszda war der schlechteste. Die Blau-Weißen gewinnen das Los itnb sind, mit der Sonne im Rücken spielend, stark überlegen. Trotzdem kommt .die Vienna in der 9. Minute in die Führung, als Kuzel einen .schnellen Lauf mit einer hohen Flanke vor das gegnerische Tor abschlietzt und Schweda unhaltbar einköpsi. F. A. C. schnürt nun dje"GMe > vollends in ihrer Platzhälfte ein, kann aber erst nach -einer halben 6hntbe ansgleichen. Seidl schießt scharf aufs Goal, der schon abgewehrte Ball Mt demin vollem Lauf än.siücmenden Vasicek auf den Fuß und springt ins Netz.^Bei dem Stand 1 i werden oie Seiten gewechselt. „ Wiederbeginn ist das Sviel zunächst offen. In der 20. .Mmüte führt eine Kombination Kuzel-Heinlein zuw zweiten Treffer. Bier Minuten später erzielt 'Kuzel ttach raschem Znsammenspiel aller fünf Stürmer ein weiteres ©böf.. Die Flor'.'.sdorser sind 'edoch keineswegs entmutigt, ganznn' Gegenteil gewinnen sie im Feld immer mehr die NbeHaA .besonders, nachdem Ulrich wegen einer Verletzung Hakoah^Spörtplatai Donnerstag den 1. Juni 1922, halb 6 Uhr Ostmark - Hakoah Vorher die Reserven Vorverkauf ab -morgen: Gafö Atlashof, Sportwarenhaus P. Illik & Huber, III., Löwengäase 39, Geschäftsstelle „Ostmark“,.XX., Heinzelmanngasse 1—3 Üta

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