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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-28 · Heft 1194 (28.5.1922) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1194 (28.5.1922)
Date
1922-05-28
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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r. f. 1194 Men, WKner MoWttzeWwg 28. Mai 1929- Seite 13 besonderett Reserve-für die Vorkriegsäktiben der Gefellstzast in. Rußland 148.060 Pf. St. Während ftü Beginn die Enüvicklung der Jüdischen Kolonialbank. langsam vor sich ging, hat di<> Bank später beträchtliche Ausdehnung genommen ünd schreitet ungeachtet der ökonomischen Schwierigkeiten, die der Krieg in allen Zweigen von Handel und Finanz hervorgerufen hat, in einer sehr z ü sriedenstellenden Weise fort. Die Zahl ihrer Depositeure-und Kunden hat beträchtlich Angenommen, insbesondere in England selbst. Der Reingewinn der Bank bttug: 1913 9072 Pf. St., 1919 25.154 Pf. Sh, 1920 27.566 Pf. St. ' -Die letzte ordentliche Generalversammlung der Gesellschaft hat den Beschluß des Direktoriums bestätigt, für das Geschäftsjahr 1920 eine Dividende von 5 Prozent frei von Einkommensteuer zur Perteilung/gelangen zu lassen." Im Jahre 1905 hat die Jüdische Kolonialbank eine Filiale im E a st E n d von London etabliert die/bedeutende Depositen von der jüdischen Bevölkerung an sich gezogen hat und über eine ständig wachsende Kundenzahl verfugt . v. In Uebereinstimmung mit dem Wunsche zahlreicher Klienten im Auslande, beabsichtigt das Direktorium'der Jüdischen Kolonialbank, Zweiganstalten und Agenturen in den großen jüdisch enZentren zu etablieren. Die notwendigen vorbereitenden Schritte in dieser Richtung sind bereits unternommen worden. Schon bisher hat^ die Jüdische Kolonialbank viesfach Geld für englische, amerikansche und südaftianische Juden an deren. Verwandte in Osteuropa übermittelt. , Die Agentur her Jüdischen Kolonialbank in den Vereinigten Staaten, deren Gründung beabsichtigt wird, soll diesen Geschäftszweig entwickeln und zu gleicher Zeit den Verkauf von Aktien und Obligationen industrieller und kommerzieller Gesellschaften Palästinas Bank- und Weehse3$tubQfi*Fil6aie Wseny EBay ttvllsnÄsirsLe 7 (früh. Stephaniestraße) fei. 44*2*82 Mitglied ddr d. 8, Dovlsenzentrale Tel. 44*2*82 An- und Verkauf von Valuten tind pevisen Kulanteste Durchführung sämtlicherBörsen- Transäktlorten (auch während der Bdrsezeit) Die Jüdische Kolonialbank selbst führt kein direktes Geschäft in Palästina. Dis wird ausschließlich getan durch ihre Tochtergesellschaft, dieAnglo-PalestineCompanh Ltd. Der Anteil der Jüdischen Kolonialbank an dem Mienkapital der Anglo-Palestine-Company betrug am "31. Dezember 1920 $93.675 Pf. St. Die Anglo-Palestine Company gilt als eine der führenden, Banken Palästnas. Das autorisierte Aktienkapital beträgt 1,600.000 Pf. St. .Sie hat ihren Hauptsitz in Jaffa und unterhält Filialen in Jerusalem, Haifa, Safed, Liberias, Hebron Und Beirut. Trotz Krieg und wirtschaftlicher Krisis hat die Anglo-Palestine Company allen Stürmen standgehalteir und ist in der Lage, wiederum Mit der Ausschüttung von Dividenden zu beginnen. Die Dividende für das Jahr 1921, die die Jüdische Kolonialbank für ihr in der Anglo-Palestine Co. investiertes Kapital erhalten wird, wird erst in der Abrechnung der Bank für das Jahr 1921 ausZewiesen sein. - . Mit dem Anwachsen der jüdischen Einw a n d e r u n g i n P a l ä st i n a und mit der allgemeinen Entwicklung von Industrie und Handel hat die Bank, die mit den produktiven Elementen des Landes eng verbunden ist, die Möglichkeit, das führende Finanzinstitut in Palästina zu werden. Und in der Tat ist fhre absolute Notwendigkeit für die ökonomische Entwicklung Palästinas von der Administration des Landes immer wieder betont worden. Die . verstärkte jüdische Einwanderung nach Palästina Und die Bildung einer A n z a h l b o n g e s ch ä f t l ich e n B8rsen»Komm!ssIonsgesch8ft und Wechselstube MAG ID & Co. Wien, 8., Hohenstaufengasse 11 4027 Unternehmungen mnd Gesellschaften, inssondere zum Zwecke der Entwicklung der Industrie, haben auch die Notwendigkeit geschaffen, eine gute Bankverbindung mit den verschiedenen Ländern herzustellen und insbesondere Palästina in diese Verbindung einzustellen. Die Agenturen und Zweiganstalten. der Jüdischen Aolonialbank, deren Gründung babsichtigt ist, sollen den größeren Teil dieser Geschäfte übernehmen. Im Dezember 1921 ist ein finanzielles Institut unter dem Namen General Mortgage Bank os Palest ine, Limited in Palästina eingetragen worden zur Durchführung der Geschäfte einer Hypothekenbank und zur Gewährung von durch Pfand gesicherten Darlehen guf bewegliches und unbewegliches EigenMm. In hren Statuten sind alleArtenvon langfristigen Krediten vorgesehen, sowohl auf städtischem als auch aus landwirtschaftlichem Boden. Für diese Hypothekenbank eröffnet sich ein Weites und fruchtbares Feld der Tätigkeit. Die Gesellschaft ist mit einem nominellen Kapital von 200.000 Pf. St. registriert, das in 200.000 Aktien von je 1 Pf. St. zerfällt. Die Jüdische. Kolonialbank hat davon 50.000 Aktien erworben und wird so die Kontrolle über die Tätigkeit der Hypothekenbank ausüben können. Die Finanzierung der Hypothekenbank soll nach dem System erfolgen, das in Europa gebräuchlich ist. Das Akttenkapital der Bank bleibt dabei als' eine ständige Reserve, unberührt, während das notwendige Geld für Darlehen durch Ausgabe von Pfandbriefen der .Gesellschaft verschafft wird. . Das britische Mandat über Palästina, das geordnetere Verhältnisse im Lande Mit sich brachte, und die schnelle Entwicklung von Händel und Industrie, wie auch die. Niederlassung einer großen Anzahl von Juden, öffnen für die Jüdische Kölonifllbank. ein. weiteres Tätigkeitsfeld. Abgesehen von Eien mit Hilfe der Jüdischen Kolonialbank geschaffenen Institutionen der. Anglo-Palestine Company, der General Mortgage Bank, und der Arbeit erbank (Workers BanH hat das Direktorium jetzt auch eine Anzahl von Plänen für bedeutende Erweiterung seines Arbeitsgebietes in Behandlung. Diese erfordren. natürlich eingroßesKaPital. Die Jüdisch Kolonialbank braucht immer mehr Kapital, um allen Anforderungen, die an sie gestellt werden, entsprechen zu können und um die geplanten Zweiganstalten zu eröffnen. Es gibt keinen befferen Weg, um die Stellung der Bank zu festigen und in der Entwicklung Palästinas zu helfen, als Aktien der Jüdischen Kolonialbank zu erwirb en, ' , u-/-/ Bilanz 31. Dezember 1920. £ s. d. Aukorlsierles Kapital £ 2,000.000 0 0 Elngezahltes Kapital . . . . .... . 380.310 . 0 0 Reserven ••**•••.»•••••• 146.060 6 8 Anleihen von Banken (gegen Schatzscheine). 105.000 0 0 Laufende Depositen und andere Rechnungen 1,315.137 6 2 Ilneingesorderte. .......... 17.415 14 5 Gewinn- und Derlujtkonlo . . . » » . , 27.566 10 10 £ s. d, Barbestand *•»•♦•«»•••••• - 88.075 9 11 Dlskoniierte Wechsel (einschließlich 330.000 Schahscheine) ........... 484.254 1 5 Vorschüsse an Kunden .......... 433.145 6 5 Korrespondenz und andere Rechnungen. , . 600.893 10 2 Bankgebäude 11.156 7 8 Kapitalsanlagen: £ 50 Consols at 45 £ 293:675 Anglo-Pal» Co. Aktien zum Nennwert £ 15.000 Anglo-Levanttne Bank Aktien zum Nennwert M. i0.O0OPaiästinä Industrie Synd. Aktien zum Nennwert £ 19.300 5Vo Kriegsanleihe 1928/1947 zu 83V. £ 50.000!5°/o National War Bonds 433.965 2 6 1923 zu 98 , JS 20.000 5% National War Bonds 1922 zu 98V, £ 10.000 Kriegsanleihe 1925/1926 SU 83»/z R. 280.000 4'/,«/„ Russische Gisenbahn-Anleihe 1916 zum Nennwert Verschiedene ausländische Obligationen zum Nennwert £ 1,991.495 ' 18 1 £ 1,991.495 18 1 Gewinn- und Verlustkontü fich das GMSststMMM ' \ . , £ s, d. Gehälter und andere Auslagen . . . 22.358 1,774: Reingewinn des'Jahres , , « . » . 27.566 10 10! /■. : . s J £ S. 6. 'Unverrvendeier tNewinn 'am f. Zannkr f920 '» 109 ' '3 11 Bruttogewinn für das Sahr 1920 ..... 49.816 4 .6 ' £ 49:925 8 5 £ 49.925 8 5 V I -— -: ' “—-«S Die englischen Forderungen an Ungarns Wie,uns aus L ondon berichtet wird, richtete in.de« letzten Sitzung des Unterhauses Abg. Samu<l an die Regierung die Anfrage, ob sie Kenntnis davon habe, daß. die Stadt B u d a p est behufs Regelung der V orkrie gS-./ schulden der Stadt und zur Führung von Verhandlungen wegen einer n e u e n A n l e i h e Vertreter nach London entsenden wolle. Samuel wünscht Äufilärung darüber, was die englische Regierung zur Wahrung der Interessen der jetzigen und eventuellen späteren englischen Gläubiger bezüglich ihrer Forderungen gegenüber der Stadt Budapest zu unternehmen gedenke. Namens der Regierung antwortete Thompson, daß. er von der Entsendung einer solchen Delegation keine Nachricht erhalten habe und daß die vön der Stadt Budapest emittierten Anleiheobligationen, die sich im Besitze englischer Gläubiger befinden, und deren Kupons vor dem Kriege oder während des Krieges fällig waren, in dem mit der Verwaltung der in England befindlichen ungarischen Güter betrauten Amte zu deponieren fein werden, welches Amt. dann die. englischen Forderungen mit Berufung auf den § 231 des Trianoner Friedensver-, träges im ungarländischen Clearingsamt -nmelden-werden. ■ ‘ Börse für landwirtschaftliche Produkte. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeitung^. Infolge der Balutenhausse hielt sich das Geschäft allgemein in engeren Grenzen, da sowohl Handel wie Konsum sich gegenwärtig nur zu kleineren Käufen entschließen können. Die Tendenz war auf allen Gebieten sehr fest, und wo es zu Abschlüssen kam, wurden Mehrforderungen leichtest durgeseht. Gehandelt wurde Baöskaer Weizen 78 Kilogramm zu, 628 K. ab Spielfeld. 77 bis 78 Kilogramm zu 625 K. ab Spielfeld.' Oesterr. Weizen zu 640 K. bis 660 K. ab Stationen, österr. Roggen zu 576 K. ab Stationen, Western zu 560 K. ah Stationen und Nyiregihazer 74 Kilogramm zu 600 K. Wien. Gerste. österr., zu 420 bis 430 K. ab Stationen, slowakische zu 490 bis 493 K. ab Wien. Rumän. Hafer zu 6.10 Lei ab Wien, Reis, zu Sh. 14.6 waggonfrei Hamburg, doppelgriffiges ung. Null er zu tsch. K. 4.60 Wien, Roggen gleichmehl, (exekutiv) zu 780 K. franko Wien und ung. Heu zu 170 K. vis 180 K. ab Stationen. M a i s war je nach Herkunft zu 430 bis 460 K. offeriert, fand aber kaum Unterkunft. — Der Saatenstand wird allgemein günstig beurteilt, der letzte Regen war von vortrefflicher Wirkung, allein von, zu kurzer Dauer und wäre ein tüchtiger Landregen siir die Weiterentwlcklnug der jungen Vegetation von größtem Vorteil. Erhöhung des BanknotenumlauseS in Ungaru. Der ungarische Bankausweis weist eine Erhöhung des Banknotenumlaufes um 210,613.339 K. auf 130.915,389.108 K, aüs. ,i Agramer Messe. Wie das Handelsmuseum mr! teilt. findet die Erste Internationale Messe in -Agram (Zagreb) in der Zeit vom 3. bis 16. Juni d. I. statt. Die Zahl der Aussteller überschreitet die Ziffer 700, darunter 70 Prozent jugoslawische Firmen. Die Franzosen und' die Tschecho-Slowaken haben eingene Messehäuser errichet, wahrend 25 österreichische Aussteller im „Auslandpavillon" mit den reichsdeutschen, polnischen, schweizerischen und italienischen Firmen untergebracht sind. Die Messe ist übrigens branchenweise gegliedert. Sie hat insbesondere auf dem Balkan eine rührige Propaganda entfalietv Das Belgrader Verkehrsministerium und die Südbahn haben den Messebesuchern auf den jugoslawischen Strecken eine 50 prozentige Fahrpreisermäßigung bei Benützung von Personenzügen gewährt. . ' N Bank- und Wechselstuben-Aktiengesellschaft „Mercur". Der Verwaltungsrat der Bank- und Wechselstuben-Mengesellschast „Mereur" hat in seiner am 26. d?stattgchab.ten Bilanzsitzung die Bilanz für das Geschäftsjahr 1921 genehmigt. Diese ergab ein Bruttoerträgnis von 864,600.368 K. (plus 730,416.08o Kronenl abzüglich der Spesen, Gehalte und Steuern resultiert ein Reinerträgnis von 244,874.681 K. (plus 206,633.487 K.). Es wurde beschlossen, der für den 16. Juni 1922 einberufenen ordentlichen Generalversammlung den Vorschlag zu unterbreiten, den Reservefonds mit 100,000.000 (plus 90,000.000 K.) zu dotieren, dem Pensionsfonds-der Angestellten 40,000.000 K. (plus 30,000.000 K.) als außerordentliche Dotation tantremenfrei zuzuweisen sowie eine Dividende von 30 Prozent gleich 120 K. gegenüber einer Dividende von zwölfeinhalb Prozent gleich 60 K. im Vorjahre zu verteilen und den Restbetrag von 10,864.063 K. auf neue Rechnung vorzuträgen. Weiters wird der Generalversammlung der Antrag unterbreitet, werden, den bisherigen Firmawortlaut in Mercnr-Bank abzuändern. 1 Fünfprozentige Wohnbau-Anleihe der Bundeshauptstadt Wien vom Jahre 1922. Im Hinblicke auf den Umstand, daß sich namentlich im Auslande ein größeres Interesse für die 6vrozentige Wohnbau-Anleihe der Bundeshauptstadt Wien vom Jahre 1922 zeigt und daß auf Grund der^eingetretenen Propaganda noch größere Zeichnungen zu erwarten sind, hat das Konsortium beschlossen, den Zeichnungsschluß uuf den 17. Juni d. I. zu verschieben. Zu diesem Termin durfte auch mit der Lieferung der definitiven Stücke, deren Druck eine Verzögerung erlitten hat, begonnen werden, .> ä $& ■ Die Devisenkurse. Zürich. 27. Mai. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von'der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 1.76 (1.82). Kolland 203.75 (203.90). Nrw-Vork 523.75 (534.52). London 23.29 (23L4). Paris 47.62 (47.77), Mailand 27.37 (27.55), Brüssel 44.— (44.30), Kopenhagen 111.— (113.50), Stockholm 134.— (135.50), Christians 94.25 (96.30), Madrid 82.80 (83.50), Buenos Aires 190.- (191.50), Prag 10.05 (10.02), Budapest —.63 (—.64), Agram 1.88 (1.87), Sofia 3.92.(3.95), Warschau —.13, (—.13). Wien Geld —.05Vs (—.0550), Wien Ware —(-.—), Oesterr. gest. Kronen Geld —.0525 (—.0550), Oesterr. gest. Kronen Ware •— (—»—)• Ämffer-am, 27. Mai. (Devisenkurse.) , London 11.43'/. (11.44V,). Berlin 0.87»/. (0.88»/«), Paris 23.35'-(23.47l/^),? Schweiz^ 49.12»/? (49.10). Wien 0.02'/< (0.02'/.). Berlitt» 27. Mai. (Devisenkurse.) p Wien alles —(—.—), Wien üü gestempelt 2.78 (2.90'/,)» Prag 561.25 lsss.80). Budapest S5.05 (34.95).

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