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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-26 · Heft 1192 (26.5.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1192 (26.5.1922)
Date
1922-05-26
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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-fn jr- ’ (v,y, , r, .. _ . t < , ■> ,r -rr . . ,. Wll92 Wien, Mag ÄM Morgenzeitung Die HilfsKktiW M bei Ukraine. diese Zahl aus der Notwendigkeit, süv! die bestörgcmisierte Aufbringung . und Beschaffung, des Kriegsmaterials und für eine ebensogut organisierte Stimmungsmachedie hierzu Geeignetsten in Dienst zu hal- , ten. Die sicherlich.nicht judenfreundlichen Ersatzbehörden hätten sonst , keinesfalls den Reklamationen statt- * gegeben. Im übrigen: hätte man mehr Juden Offiziere, Oberlehrer, Beamte werden lassen, dann müßte es, weniger „reklamierte Pressejuden" geben und die Statistik würde eine andere Gliederung aufweisen! Auch hrnter der Tatsache der jüdischen K. V. (Kriegsverwendungsfähigen) in Etappe und Hinterland verbergen sich die gleichen Ursachen: Juden konnten (im Anfang wenigstens) nicht Offiziere werden, blieben beim Feldwebel stecken und wurden daher ewige Unteroffiziere, also Einkäufer, Magüzinsverwalter usw. Und die jüdi-, schm Dolmetscher? Hätte man für den Vermittlungsdienst in den riesenhaften besetzten' Gebieten sprachenkundige Bauern.und Handwerker nehmen sollen? Es kamen, nur diejenigen in Betracht, . die von Berufs wegen fremde Sprachen beherrschen, also Kausleute und also — Juden! Unter der jüdischen Bevölkerung des Vorkriegsdeutschland gab es aber von vornherein 'ein Manko an Männern im wehrpflichtigen Alter. Es ist nicht ausgeschlossen, daß/es bei den Juden überhaupt weniger männliche Gebürten gegeben hat und. von diesen haben wieder relativ wenige das wehrpflichtige Alter erreicbt. Hat es denn prozentual genau so viel, jüdische Männer iin wehrfähigen Alter gegebeü als bei der Gesamtbevölkerung? Dazu kommen noch die großen Verluste, die die jüdische männliche Bevölkerung durch politische und konfessionelle Auswander u n g erlitten hat. Unter den Äuslanddeutschen, die in der famosen Statistik des K. M. natürlich nicht berücksichtigt wurden, gab es eine Ueberzahl an Kaufleuten und darunter natürlich wieder abnorm viel Juden, besonders in Amerika, die alle bei Kriegsausbruch nicht mehr einrücken konnten. Und die konfessionelle Auswänderung? Blieben denn Difsidententum und Taufe, wobei stets mehr Juden als Jüdinnen ihrem Volke verloren gehen, ohne jeden Einfluß auf die Zahl der wehrfähigen Juden? Ganz abgesehen davon, daß sehr häufig Falschmeldung, von Juden vorlag, die, um antisemitischen Schikanen zu entgehen oder aus Karriere-Ehrgeiz als Nichtjuden in den Regimentslisten erschienen sind, wodurch natürlich die. jüdische Statisttk verschlechtert und'die nichtjüdische verbessert wurde! Zusammenfassend muß gesagt werden, daß es oberster Grundsatz der Statistik ist, Gleiches Gleichem g e gen ü b e r z u st e l l e n. Daher gibt e8 kein wissen- - schaftlich eiwandfreies statistisches Bezugsverhältnis zwischen Land- und Stadtbevölkerung, zwischen einer Bauern- undeiner Kaufleutewaffe, zwischen einem normal-gegliederten Volke und einem Bevölkerungsteil mit ahnörmalem Frauenüberschuß. Ist also statistischer Vergleich zwischen Deutschen Md Juden überhaupt < möglich?. 5 Es gibt eine Ziffer, die uns dennoch' richtige Aufschlüffe über einen übelbelohnten, vergeblichen. Patriotismus Tausender von Juden gibt, es gibt eine blutrote Zahl, die die Antisemiten nicht ableügnen können, .es gibt 9L16 jüdische KriegStote, wozu noch 8 7 8 e n d g ü l 1 i g V e r m i ß t e kommen, also rund '10.000 Juden, die „für ein deutsches Vaterland" gestorben sind, das solcher Blütopfer dankbar gedenkt. Die Prozentzahl dieser toten Juden übersteigt den verhältnismäßigen Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Selbst wenn wir die unglaublich zahlreichen konfessionellen Falschmeldungen' von „deutschen Staatsbürgern, jüdischen Glaubens" nicht berücksichtigen, ergibt der Rückschluß von den Totenziffern eine Zahl von jüdischen Frontkämpfern, die weitaus größer ist, als es die unglaublich leichtfertig erhobene und bearbeitete Judenstatistik des preußischen Kriegsministeriums vermelden will, vorausgesetzt natürlich, daß man nicht annimmt, daß. die Juden tapferer gewesen wären als ihre nichtjüdischen Schützengrabenkameraden und daß so der größere Prozentsatz an jüdischen Frontgefallenen erklärt werden müßtet Also entweder beweist die abnormale Zahl an jüdischen Kriegstoten die Unrichtigkeit der von den Antisemiten als zuverlässig beschworenen Statistik des K. M. oder aber die Statisttk ist richtig und die feigen Judassöhne besaßen germanischen. Heldenmut. Ein schreckliches Dilemma für das ärme Anttsemitenherz. Der Mit. großem Beifall aufgenommene, überaus instruktive Vortrag Professor Franz Oppenheimers wird demnächst in. Druck erscheinen: R. W. Tagesbericht. Zionistisches Landeskomitee für , Oesterreich. Für Sonntag den 28. d. ist der Zionistische Parteitag einberufen. Tagesordnung: 1. Bericht' (Ing. Robert. Stricker); 2. Keren Hajessod (Referent Dr. Jakob. Weitter); 8. Jugend» und Studentenfragen (Referent Dr. Wilhelm St e t n); 4. K o o pti e ru n g von.' zehn Mitgliedern in den Parteirat; ö. Ersatzwahl eines Mitgliedes des Landeskomitees; 6. Numerierung der Delegiertenliste zur Jahr e s k v n f e r e n z; 7. Eventuelles. Beginn der Beratungen um' 2 Uhr nachmittags im Sitzungssaal des Zionistischen Landeskomitees, 2. Bez., Taborstraße 20 a. - ' Zionistisches LandeskoMee für Oesterreich: D, L W. ‘ JyL. RoW Atricker. : Wie dem J.;E. B. m London gemeldet wird, hat die amerikanische' Relief Administration mit Rücksicht auf die schreckliche. Lage 'in der Ukraine beschlossen, ihre Ausspeisung auch auf Erwachsene auszudehnen. Das Hauptprogramm der Aktioy erfordert die Austeilung von' 800.000 warmen Mahlzeiten täglich. Hierzu kommen noch jetzt 400.000 Erwachsene. Soweit es die Mittel erlauben,'würde ,die Zahl noch vergrößert werden. Das Programm der „Ara" in der.Ukraine, zu der der „Idint" in großem Maße beiträgt, umfaßt bekanntlich die Aussp'eisung von fünf Millionen Erwachsenen und drei Millionen Kindern. Der Schekel. Alle zionistischen Bezirksstkttonett, Vereine und Verbindungen werden ersucht, die bereits verkauften Schkalim am 26. d. von 9 bis 12 Uhr vormittags und von 3 bis 5 Uhr nachmittags beim Zionistischen Landeskomitce zu verrechnen, da am 1. Juni, die Schekelgelder mit dem Schekelkommissär dev Exekutive perrechnet werden müssen. Vom hebräischen Pädazoginm in Wie«. - Mit Beginn des kommenden Schuljahres werden am hebräischen Pädagogium einige wichtige, nach den gemachten Erfahrungen notwendig erscheinende Veränderungen durchgeführt. . Der Kurs zur Heranbildung, hebräischer Kindergärtnerinnen wird ausgelassen und der Kurs zur Ausbildung von Lehrern der hebräischen Sprache und Literatur um ein Jahr verlängert, jedoch nur für eine gewisse ' Kategorie von Schülern. Zu diesen Maßnahmen führten folgende Erwägungen: Die im Pädagogium ausgebildeten Kindergärtnerinnen' gehen nur zu einem geringen Teil ins Ausland, wo sie gebraucht werden, die meisten, bleiben in' Wien. Manche, können sich selbst nicht, entschließen, allein ins Ausland zu reisen, anderen erlauben es die' Eltern nicht; andere wieder möchten just nach dem Westen gehen, während bekanntlich ein hebräisches Schulwexk nnr im Osten besteht. Ferner ist in Betracht zu ziehen, daß es für. die Länder, wo hebräische Kindergärtnerinnen gebraucht werden, nicht nur leichter sondern auch praktischer ist, eigene, ihren besonderen Verhältnissen entsprechende Borherettungskurse zu errichten, als Kindergärtnerinnen aus Wien, zu beziehen, die. mit den Verhältnissen des betreffenden Landes nicht vertraut sind. . Tatsächlich wurden bereits in mehreren Städten des Ostens - solche Kurse errichtet. Dahex wnrd^ auch , letztens die Zahl der Mädchen/die'aus dem Ausland nach Meü/kamen, um'sich im Pädagogiumausbilden'zu -lassen/ geringer, so daß dieser Kurs jetzt fast ausschließlich auf in Wien wohnende Mädchen angewiesen w ar. EZ, meldeten' sich zw Beginn, des laufend?«! Schuljahres nur sehr wenige' Schülerinnen in die erste Klasse des Kindergartenkilrses und die Klasse, mußte vor einigen Wochen, also.mitten im Schuljahr, ausgelassen werden. Was den Lehrerkurs betrifft, so erfolgt die eingangs erwähnte Verlängerung seiner Dauer, um eine gewisse Kategorie von Kandidaten, die bisher infolge nicht, ganz , genügender Vorbildung znrückgewiesen werden, müßten, nunmehr aufnehmen, zu können. CS mutzten nämlich wegen der , nur zweijährigen Dauer des Kurses bei der Aufnahmsprüfung verhältnismäßig hohe'Anforderungen gestellt werden, denen zumeist jene Kän-. didaten nicht entsprechen konnten, die aus dem Gymnasium kamen, daher keine Talmudkenntnisse hatten, und auch in den übrigen Gegenständen nicht so viel Vorkenntnisse.mitbringen konnten, als etwa „Beth-Hamidrasch-Jünger", die aber trotzdem für die hebräischen Schulen, .insbesondere Mittelschulen, ein wertvolles. Lehrermaterial darstellen. Diesen Kandidaten soll nun die Möglichkeit geboten werden, ins Pädagogium einzutreten. Andererseits werden aber Kandidaten mit genügenden Talmndkenntuissen usw. ebenso wie bisher für nur zwei Jahre ausgenommen werden. Das ^Pädagogium will ferner jüdischen Studenten dev philosophischen Fakultät in Wien, die sich an.der Universität für den Beruf des Mittelschullehrrrs vorbereitcn, Und eine gewisse hebräische,Vorbildung besitzen, die Gelegenheit geben, sich Kenntnisse der hebräischen Sprache und Literatur in solchMaße anzueignen, daß sie befähigt/ sein sollen, an einer.Mittelschule mit hebräischer Unterrichtssprache in ihrem Fache tätig zu sein. Es muß betont werden, daß an solchen Lehrern, also an Lehrern der Mathematik, Physik, der Naturwissenschaften usw. mit hebräischer Unterrichtssprache ‘ ein sehr empfindlicher Mangel herrscht. ES wäre daher für die hebräischen Mittelschulen von. ungeheuum Nutzen, wenn eS dom Pädagogium gelänge, ihnen eine Anzahl solcher Lehrer zuzuführen. *. ■ Im Schulst hre 1919—1920 bc'lvfccu die Anstalt 15 Lehrer. und 12 Kindergärtnerinnen, hn Jahre 1920—1921 12 Lehrer und U; Kindergärtnerinnen, iin lausenden Schuljahr werden tnrauss'chllich 22 Lehrer und 18 Kindergärtnerinnen , die Anstatt Verl r'jen. Bon den'aus dem Pädagogium hervorgegangenen Lehren» übt ein Teil bereits den Beruf aus: so einige in Siebenbürgen, einer in Jugoslawien, einer in der S l o w a k e *. eine Lehrer> in der B u? o Win a, einige in Palästina und einige in Wien, Bon den Kindergärtnerinnen sind erlüge in Wien tätig, s.'nige beabsichtigen nach Polen und L'.taue,' zu gehen und Wev jchvr in diesbezüglichen Vechandl'mgi'n. Cine- Anzahl. Absolventen ist. noch nicht gcnz denSchlußprüsungen ftrtig, wenngleich sie - die Anstalt bereits vor zwei biß dreiSeWstern verlassen haben. Nur wenige sind nämlich in dev Lage, unmittelbar nach der Absolvierung des. vorgeschriebenen Lehrganges ans allen Gegenständen die Schlußprüfung.zu.machen, Pei den meisten. dauert es noch zwei bis dretz Semester, bis sie zur Prüfung aus .allen Gegenständen vorbereitet sind; Endlich ist noch zu. bee 29. Mai 1922 , .. .Seite.S rnerke»», daß diejenigen, die zugleich an der Universität stu« diereu, erst nach Beendigung dieser Studien einen Posten anuehmen können. Mündliche, Auskünfte werden täglich, außer SämStag» zwischen 9 und'11 Uhr vormittags im Sekretariat, 2. Bez.« Obere Donaustraße 91, erteilt. . Kandidaten, die nach den Ferien (im Oktober) die Aufnahmsprüfung machen wollen, haben ihre mit Abschriften ihrer allsälligen Zeugnisse und sonstigen Personaldokumente versehenen Gesuche bis zum 2 0. Juni einzureichen. Bemerkt wird,, daß Kandidaten, die nicht in der Lage sind, ein Zeugnis der absolvierten sechsten Klasse eines Gymnasiums oder einer ähnlichen Mittelschule vorzüweisen, verpflichtet sein' werden, am Unterricht'nichthebräischer Fächer, zu dem das Pädagogium ihnen Gelegenheit verschaffen wird, teilzunehmen. . Eike Parade der Voten Armee. Der „Rigaschcn Rundschau" entnehnren wir . den folgenden Bericht ihres nach Moskau entsandten Sonderberichterstatters, den wir unverändert wiedergeben. Er bietet ein eigenartiges Bild des neuen Sowjetmilitarismus, der sich durch und um Trotzky Herausgebildet hat: Moskau, im Mai. Erst am Ende des fünften Jahres ihrer Herrschaft hat die Sowjetregierung sich entschlossen, die Armee zu vereidigen, was am 1. Mai glücklich erfolgt ist. Seit Jahren hat Moskau nicht eine so freudig erregte und vergnügungslustige Menge auf seinen Straßen gesehen, . wie an diesem sonnigen Frühlingstage. Es muß der Objektivität halber. verzeichnet Werdendaß den „proletarischen Masten" dieser Tag mit seinen Festlichkeiten ein ungeheures Vergnügen bereitete. Es war nichts weniger wie ein Zwang bemerkbar, und pan fühlte so recht, daß jedenfalls in Moskau die große Maste der Arbeiter und Sowjetangestellten ebenso wie die Armee in der Sowjetregierung eine -Macht sieht, an deren Erhaltung sie aus bestimmten Gründen unter allen Umständen interessiert ist. Das Ereignis des Tages bildete die Parade auf denk Roten Platze vor dem Kreml, die um halb 12 eröffnet wurde. Bereits um 8 Uhr morgens hatte sich hier eine Armee von fast 800.000 Mann ausgestellt. Alle Soldaten, ohne Ausnahme, waren glänzend equipiert. Sie trugen neue Uniformen. Rote Hosen, grüne oder, graue Hemden.mit drei breiten rotem oder dunkelblauen Streifen auf der Brust! und hatten alle als Kopfüekleiduug die neue, einem .Wikingerhelm gleichende Mütze der Roten Armee.. Diplomaten fast aller Herren Länder, Journalisten und Film-'. Operateure waren in großer Zahl herbeigeströmt. Un» elf Uhr zwanzig Minuten trat Trotzky aus dem altertümlichen ' Tor des Kreml und schritt, mit/Ovationen empfangen» die. Front der zahlreichen Regimenter ab. Hieraus bestieg er die Rednertribüne und hielt eme längere politische Ansprache. Er sprach jedes Wort überaus laut und gedehnt aus und von den gegenüber liegenden Häuserreihen der alten Mos- . kauer Kaufleute, dem Gostinnh Dwor, schallte das Echo deutlich Wider. Fast eine Million Menschen lauschten schweigend und aufmerksam seinen Worten. Es machte einen eigenartigen Eindruck, als seine Rede einmal durch' den Klang der Kremlglocken unterbrochen wurde, die mit klingendem: Spiel — das seit mehr als fünf Jahrhunderten von diesen Türmen ertönt —, die zwölfte Stunde ankündigten. Als Trotzky seine Rede beendet hatte,-befahl er laut seinem Adjutanten, das Zeichen zur Ankündigung des „No-, s ten Eides" zu geben. 15 Hornisten stteßen. hieraus in silberne Fanfaren. Trommelwirbel erscholl und Trotzky erklärte mit erhobener. Stimme: „Ich fordere jeden Rvt-, ärmisten auf, laut den Text desRoten Eides nachzusprechen"- Und er begann. Nach jedem dritten 'Wort wiederholten / 200.000 Stimmen den' Satz. Ms diese Prozedur vollendet war, wurde die „Internationale" gespielt, ein nicht endenwollendes Hurra erklang, irgendwo wurden Kanonenschüsse abgeseuert, von allen Seiten schwirrten Aeroplane heran,' und des Jubilierens war kein Ende. Dann begann die große Revue der Truppen, ganz nach altem Muster. Trotzky an der Spitze jemes Stabes ließ ein Regiment nach dem andern - vorbrl^silieren. Er begrüßte sie laut durch, irgend einen . Zurltf "nd wer unermüdlich in dem Ersinnen neuer Worte. Die Soldaten antworteten ihm mit lautem Hurra« Die Konnnankewc. eines jeden Truppenteiles schwenkten, nach.'«em sie Trotzky passiert hatten, ab, und gesellten sich zn den übrigen :hn ^umgebenden OWeren. Manche Regimenier erregten allgemeines Aufsehen. So beispielsweise das in bl-s^nderer Uniform erschienene Regimettt der „Tsch-cko", polnischen kommunisttschett Legionäre, die Trotzky.Po!l»isch begrüßte, und ein Frauenbataillvn. Viele Anwesendenwaren mit Recht erstaunt über.die Ausdauer TroykyS. Er siand mehr als drer Stunden an ein und dem-, selben Platze und nahm, ohne zn ermüden, den nicht endenwollenden Bsrbrimarsch der Truppen, Gewerkschaften,, Arb-!t,rorgan!s.»ttsven, 'Sowictbecrmten usw.. entgegen. Erft gegen,drei Uhr habe diese eigenartige, seit dem Bestehen der glanzvollstL Veranstaltung .hr Ende «wicht, -'sch vockl -tts in »en spaten Abend traf man aus allen Straßen und Plätzen in großer Zahl die heimwärtsstrrbendM und ^lt-ttersormattonm an. * Ein polnischee Palrior. Wir erhallen die. folgende Zuschrift: „Zch. ersuche Sie um Ausnahme nachstehender Berichtigung der ln der Nummer 1182 Ähres Blattes vom i?.d. unter der Spitzmürke ,Mr polnischer-Patriot" > gebrachten Mit- ' teilung. Es entspricht den Tatsachen nicht, daß Graf Kart Lanckoronski' eine Beschwerde an die polnischen Behörden in Angelegenheit der Bemessung der einmaligen Vermögensabgabe^ gerichtet hat, in welcher er die Frage der Staatszugehörigkeit HÜüülbwll^lWichM.Mbrl.. BMa. vielmebr. daH.M

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