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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-23 · Heft 1189 (23.5.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1189 (23.5.1922)
Date
1922-05-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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s.^^/r!DN i lUr/MS 'WM< Dlennag.. 8. Bez., Lautensackgässe 25, wohnhaft, zu Mährisch-Trübau geboren. Er war am 22. April 1920 in die Dienste der Mion getreten, ist aber vor etwa 14 Tagen wegen Unregelrnäßigkeiten entlassen worden. Von einer Anzeige nahm man damals Abstand, da - er den Schaden wieder gutzumachen versprach. Bei der Bücherrevision wurde das Fehlen des unbenutzten Scheckblanketts aus dem Scheckbuche bemerkt. Darüber zur Rede gestellt, hatte Fritscher angegeben, daß er das Formular verpatzt habe. Fritscher ist seither aus Wien verschwunden. Seine Verfolgung ist eingeleitet. Er ist seht groß, korpulent, hat graue Haare, grauen, englisch gestutzten Schnurrbart, trägt Zwicker und hat an dem einen Auge eine Hornhauttrübung. * Einbruck in der Arena in Baden. Heute nachts wurde die Garderobe der Arena in Baden erbrechen. Es wurden den Mitgliedern i*» dl rügen Biiiine neun Reisikörbe mit modert'c» Damen-- und Herrcnkleidern iv.t Werte ven mehreren Milanen Kronen gestohlen. * Zwei große Kasseneinbrüche in Wien. In der Nacht zum Montag wurden in Wien zwei große Kasseneinbrüche verübt, bei denen den Tätern Millionenwerte in die Hände fielen. Der eine Einbruch ist bei der Autogengasakkumulatoren- Gesellschaft m. b. H. Krukl u. Hausmann, Dreihufeisengasse 5, Serübt worden. Die Täter haben in den im ersten Stock ge- Tcgeuen Bureauräumen eine große eiserne Kasse durch Bloßlegen der Schlösser von vorne geöffnet und einen Barbetrag von 17 Millionen Kronen sowie mehrere einem Direktor gehörige Schmuckstücke, gleichfalls im Werte von mehreren Millionen Kronen, erbeutet. Der zweite Einbruch wurde gestern nachts in den Räumen der Holleschowitzer Kottondruckerei Friedrich Rubinsky, 1. Bez., Maria Theresienstraße 22, verübt. Der Einbruch ist erst Sonntag nach 4 Uhr nachmittags verübt worden, denn um, diese Zeit weilte einer der Chefs dieser Firma in den Räumen, ohne etwas Verdächtiges wahrzunehinen. Die Täter haben einen Betrag von 246.000 K., einige alte Kleider, bunte Kopftücher und einen alten Schirm gestohlen. Obwohl sie noch Waren im Werte von vielen Millhnen Kronen hätten erbeuten können, haben sie nicht einmal den Versuch gemacht, inehr wegzutragen. In den großen Kassen, an die sie sich nicht heranwagten, befanden sich Beträge von vielen Millionen Kronen. Energische Maßnahmen zur Ausforschung der Täter wurden eingeleitet. *<gfo schlechtes Stiefelgeschäft. Die „Alpha"-Schuhgesellschaft ist in den letzten Tagen durch einen stillen Teilhaber um 13,5 Millionen Kronen geschädigt worden. Der Schuldige, der 32 jährige Chemiker Paul E., ist noch vor Erstattung der Anzeige aus Wien geflüchtet und wird nun verfolgt. Er hat dem Chef der Firma „Alpha" den Vorschlag gemacht,, von der Firma Einörl u. Manowill 2000 Paar Boxcalf-Herrenschuhe um den Preis von je 15.000 K. zu kaufen, und hinzugefügt, er habe schon einen Abnehmer in einer Wirtschaftsorganisation, bei der ein entsprechender Gewinn zu erzielen sei. Er erhielt die Zustimmung des einen der Chefs und bezog tatsächlich die 2000 Paar Schuhe. Er hatte schon vorher mit einem Vertreter der Stelle ein Abkommen getroffen, demzufolge die Stelle die Schuhe um einen Preis von 7000 K. per Paar, also nicht einmal um die Hälfte des Wertes, abnehmen sollte. Tatsächlich hat die'Stelle auch die Schuhe bezogen. E. ließ sich 13 Millionen Kronen ausbezahlen und gab davon 1,5 Millionen Kronen an die „Alpha"-Gesellschaft ab. Ehe man darauf kam, daß der Mann die Schuhe weit unter dem Wert verkauft hat, war E. mit seiner Frau am 13. d. aus Wien, verschwunden. * Diebstähle. Der Stephanie Schubert wurde am 18. d. aus ihrem Zimmer in einem Leopoldstädter Hotel eine goldene Handtasche mit goldenem Taschenspiegel und goldener Kette im Werte von einer halben Million Kronen gestohlen. — Der Valerie Neuwkrt, Neubaugasse 3e, wurde gestern ein goldener Ring mit kirschrotem, geschliffenem Rubin und etwa 20 Stück Brillanten in zwei Rechen im Werte von 800.000 Kronen gestohlen. -^- Gestern nachmittags um halb 3 Uhr wurde den; Michael Manko int Prater ein zweispänniger Kutschierwagen, mit einem Schimmel bespannt, gestohlen. Der Dieb fuhr über die Schlachthausbrücke gegen die Wieden. — Gestern wurde die Wohnung der Marie Friedrich, Neustiftgasse 78, erbrochen. Gestohlen wurden , mehrere Herren- und Damenuhren, eine Krawattennadel mit vier kleinen Perlen, eine goldene Herrengliederkette mit rechteckigem Medaillion und ein goldenes Halsketterl mit Glücksstern, 700.000 Kronen wert, und 200.000 Kronen bar. Briefkasten der Redaktion. M. A. Arnskadk. 1. Wegen einer entsprechenden Bibelausgabe sowie hebräischen Grammatik wenden Sie sich an den Verlag F. Kaufmann in Frankfurt, der Ihnen Gewünschtes liefern wird. 2. Deutsches Lesebuch für die vierte Volksschulklasse beim Wiener Schulbücherverlag, l. 3. Losrevisionen können wir derzeit nicht vornehmen, Sie müssen sich gegen Erlag einer entsprechenden Taxe an ein Bankhaus wenden. 4. Bezüglich Rumäniens besteht der alte Zustand. — Bernhard Löw» Drohobycz. „Petroleum", . Wien. l.. Elchenbachgasse 9. Ein anderes derartiges Blatt ist uns nicht bekannt. — Dr. F. Berghof» Slanislon. Wenden Sie sich an das Palästin-Amt, Wien. l.. Bauernmarkt 24. oder in Warschau. Rückporto! — Äalpern. Für die kommende Saison war bisher noch nichts verlautbart. Erkundigen Sie sich in einem Reisebureau. Brieflich» Anfragen können in der R e g e l n u r im ,.B r i e f k a st e n" beantwortet werden, Briete'ohne Rückporto müssen unerledigt bleiben. Steuer-Fragekasten. Wohnbausteuer. Bei einem Sahresmiekziens von 4000 A. «selrägt die Mietzinsabgabe jährlich 4250 K. Wegen verspäteter Zahlung der Mielzinsabgabe Kann nicht gekündigt werden, doch sind Verzugszinsen zu entrichten. — W. Ä.» XIV. Heber Steuprverheimlichung und Steuerhinterziehung eulscheiden nicht die Gerichte, sondern die Steuerbehörden. Die Strafen sind Geldstrafen, mit denen Arreststrafen bis zu zwei Jahren verbunden werden können. — DMa. Bei einem Kausverkauf sind in der Regel zu zahlen: V.'rtragsgebühr, Jmmobilargebühr. Eintragungsgebühr, Weltzuwachsabgabe und vom Veräußerungsgewinn die Einkommensteuer. Letztere kann nicht auf den Käufer überwälzt werden. — April 1922. Diäten sind im Bekenntnis der ganzen Köhe nach anzuben und zugleich jene Umstände anzuführen, aus denen Öle Kommission sich ein Urteil bilden kann, inwieweit diese Beträge tatsächlich zur Brsireiiung eines dienstlichen Aufwandes dienen. Dieser Teil ist dann Abzugspost, der Rest ist Cinbommensteuerpflichtig. — Geschenk. Bei geschenkten Sachen beträgt der steuerpflichtige Deläußerungsgewinn die Distetenz zwischen dem Wert am 30. Juni 1930 und dem Der- - yamwv. 3nvqfctt$ienuttQ kausspreis. — Äerminengaffe 8. Der.Untermieter hat dem Kauptmieter jenen Teil der allgemeinen Mietzinsabgabe zu ersehen, der verhältnismäßig» auf die untervermieteien Räume Entfällt. Es ist jedoch Sache des Kaupimielers, die ganze Abgabe an den Kauseigentümer sbzujühren. Versine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Sektion für die westlichen Bcgirke. Heute Dienstag um 8 Uhr abends im neuen Heim, 8. Bez., Bennoplatz 1, großer Gesellschaftsabend. Programm: Trio: Dr. Deutsch —Cello, Dr. - Bondy —Klavier, M. Gelbkopf — Violine. Jüdische Märchen: Frl. Silly Gerold. Gesang: Konzertsängerin Fr. Pick-Bon. Klaviersolo: Frl. Brunner Duriez. Vorlesung aus Scholem Alejchim: Ben Zion Sigall, Mitglied der jüdischen Volksbühne., Anschließend Tanz. — Zionistische Sektion Wieden-Margareten. Heute Dienstag um 8 Uhr abends. Generalversammlung. Ort: Sitzungssaal ves Margareten-Tempels, 5. Bez., Siebenbrunnengasse 1a. Referat Prof. Freud, Bericht des Obmannes Dr. Sprecher, Neuwahlen, Eventuelles. — Verein für jüdische Geschichte und Literatur in Wien. Laut Beschluß der zweiten Generalversammlung wurden die Mitgliedsbeiträge erhöht und zwar betragen nunmehr: Für ordentliche Mitglieder Jahresbeitrag mindestens 300 K., für Förderer einmaliger Beitrag mindestens 3000 K., für Stifter einmaliger Beitrag mindestens 20.000 K. Die Vereinsleitung ersucht, die bereits geleisteten Beiträge entsprechend zu ergänzen. — Vereinigung jüdischer Akademiker. Mensalokal, 2. Bez., Im Wert» 13. Heute Dienstag um halb 8 Uhr abends Kurs. Gegenstand: Jesaja, Kap. 8. Vortragender: Rabbiner Wundermann, Volksbildung im Technischen Museum. Morgen Mittwoch um 5 Uhr nachmittags vierter Lichibildervortrag für die Lehrerschaft Wiens: „Die Glaserzeugung", von Negierungsrat Dr. E. Selch. Hierauf Führung durch die Sammlung. Für die Lehrerschaft Wiens frei zugänglich. Gäste nach Maßgabe der freien Plätze willkommen. Donnerstag den 26. b. (Feiertag) ist das Museum (Erdgeschoß) von 9 bis 1 Uhr ^geöffnet. Um 10 Uhr im Festsaale Filmvorträge mit den neuesten technischen Filmaufnahmen. Urania. Heute Dienstag. 6 Uhr (Großer Saal): Wild- Afrika. Halb 6 Uhr ^(Kurs-Saal): Hochschulprof. Ing. Artur Budau: Die Wasserkraft im Dienste der Menschheit. 2. Halb 6 Uhr (Klub-Saal): Dr. Josef Zuth: Einführung in das Gitarrenspiel. 12. Halb 8 Uhr (Großer Saal): Prof. Dr. Ludwig Heck: Menschenaffen. Halb 8 Uhr (Kleiner Saal): Dozent Dr. Rudolf Granichstaedten-Czerva: Aus der Werkstatt der Börse. Halb 8 Uhr (Kurs-Saal): Prof. Dr. Egon Hajek: Die Siebenburger Sachsen. 3. 7 Uhr (Mikroskopier-Saal): Univ.- Assistent Dr. Alfred Limberger: Die Fortpflanzungsorgane der .Pflanzen. 8. Ernährung. 2v. ofctu ivaa, '©emrtry -; -i für eine Neueinstudierung der „Meistersinger" nicht zur Vers, fügung standen und daß sich Fehlbesetzungen ereigneten. Herrj Oestvig, der in seinen Konzerten mit Vorliebe das Preislied singt, ist kein Waller Stolzing. Minuten versucht er esmit visionären Zügen, sonst singt er mit einer gewissen Gleichgültigkeit, die sich mit dem Liebesfeuer des. jungen Ritters nicht. gut verträgt. Seine Liebste ist Fräulein Rajdl, sie singt die Eva Mit hübscher heller Stimme, besitzt eine schöne Erscheinung uyd Gewandung, aber durchaus nicht jene rührende Mädchenanmut, die frühere Vertreterinnen dieser Rolle auszeichnete. Die Zeiten sind eben vorüber, da crnj Reichmann und Winkelmann, Hesch und Schrödter, Felix und | die Förster-Lauterer in den „Meistersingern" zusammenwirkj ten .. . Herr Manowarda, dessen jugendlichen Schultern! man alle Schwierigkeiten aufbürdet, wird Wohl, ein .ganz! vorzüglicher Hans Sachs werden. Er weiß im . gister Bescheid, verbindet Güte mit Humor, man glaubt ihn: j seine Liebe zum Handwerk und zur Kunst, den Schuhmacher s und Poet dazu. Stimmlich schien er etwas ermüdet,, stützte sich - auf den Sprechgesang und sandte in seinen großen Szenen nur selten voll ausströmende Töne in das Haus. Herr W i e d emann hat den r'echten Ton für seinen Beckmesser noch nicht gefunden, Herr Zec erfreute durch seinen wirksamen Gesang- Frau Kittel war wie stets eine vorzügliche Magdalena, Herr Gallos, dessen vielseitige Verwendbarkeit auffällt, war ein vortrefflicher David. — Das Quintett schien wenig studiert, dafür trat die Prügelszene wieder einmal in, voller! Plastik in Erscheinung. Im orchestralen Teile gelang fast alles j aufs glücklichste. Direktor Schalk erwies sich als der treue! Hüter der Wagnerschen Tradition, er versteht sich, wie wenige! ' auf die breiten Wagner-Tempi, auf die wunderbaren Lichter! und Farben dieser ewig jungen deutschen Festspielmusik. H®, 1. KamMerkonzert des Hakoah- Orchesters. Montag den 29. Mai veranstaltet das Hakoah-Orchestes, im mittleren Konzerthaussaal ein Kammerkonzert. Zur! Aufführung gelangen erlesene, klassische Werke, die in Wien I fast nie gespielt werden, darunter die Abschiedssymphonie von! Haydn, ein Werk von außerordentlicher Schönheit. Dirigent des Abends ist Prof. S. Vraslavsky. — Die Bestre-j Lungen des Hakoah-Orchesters' verdienen von seiten des! jüdischen Publikums die größte Beachtung. Karten zu diesem! Konzert sind im Sekretariat der Hakoah, 1. Bez., Wiesinger-! straße (Cafe Atlashof), und bei Löwit, 1. Bez., Rotenturnr-! straße, zu haben. Der Marktbericht. Die Lebensmittelmärkte. In der Großmarkthalle herrschte gestern nur belang-, loser Verkehr. Die Preise blieben im Großhandel und im Dctailverkauf unverändert. Hie Zufuhren waren günstiger ausgefallen. Im ganzen waren zehn Waggons mit verschiedenen Fleischgattungen angekommen. Zwei Waggonladungen mit Rindfleisch waren aus Ungarn gekommen, vier aus Jugoslawien, die Schweinefleisch und Pferdefleisch brachten, vier Waggons enthielten 37. Tonnen gefrorene amerikanische Schweine. Auf den Grünwarenmärkten war lebhafter Absatz zu beobachten. Neusiedler Salat ging schleppend ab, weshalb die Preise nachgaben. In den Frühstunden betrug der Preis im Großhandel per »Nagel (30 Stück) 2000 bis 2500 Kronen, er ermäßigte sich.im Verlaufe des Marktes auf 1500 K. Sonst blieben die Preise im allgemeinen unverändert aus der Höhe des letzten Markttages. Eier waren nicht zugefiihrt worden, doch konnte mit den restlichen Vorräten das Auslangen gefunden werden/ Freie jüdische Volksbühne Gastspiel in der Roland-Bühne 4280 Heute */j8 Uhr abends: Jedem sein Gott Schauspiel in 4 Akten von David Pinski Bühne nnd Kunst. Operntheater. Auch in diesem Jahre hat die Doppeldirektion Strauß- Schalk nur halbe Arbeit geleistet. Neben Kienzls in der Volks - oper längst abgespielten „Kuhreigen" gab es als einzige Novität das Schaustück der „Josefslegende". Schrekers „Schatzgräber", der in ganz Deutschland gespielt wird und sogar in - Graz bereits zur Aufführung gelangt ist, wurde nach wiederholten Verschiebungen bis zur nächsten Saison zurückgestellt. Zwei Neueinstudierungen im Redoutensaal, wenige Reprisen im Opernhause, die teilweise mangelhaft einstudiert waren, teils, wie „Palestrinä" oder „Die verkaufte Braut", infolge von Besetznngsschwierigkeitcn rasch wieder aus dem Repertoire verschwanden, sind die geringe Ausbeute der ablaufenden Saison. Der Spielplan verdorrt, die Lücken im, Personal werden immer klaffender, die Lockerung der Disziplin infolge der sich häufenden Gastspiele immer größer, und ein Flppell an das künstlerische Gewissen. des ehrwürdigen Kunstinstituts fruchtet wenig angesichts der immer wachsenden Valutanot. Noch zehrt das Opernhaus an seiner Vergangenheit, daneben müssen Sensationsgastspiele, wie Bohnen , oder Kemp zu Kassaerfolgen verhelfen, momentan schafft der Jeritza-Taumel ausverkaüfte Häuser. Es ist bezeichnend für die Verhältnisse an unserer Opernvühne, daß trotz des riesenhaften Personals die nötigen Sänger Die Wiener MNsikwoche in BerLitt. fand gestern abends ihre offizielle Einleitung mihi einer Begrüßungsfeier im Plenarsaale des Rer ch §■> tagsgebäudes. Zahlreiche Vertreter der Reichs- und Staatsbehörden, darunter die Minister Brauns und Sie ring, der ehemalige Reichskanzler Fahren Luch, Oberbürgermeister B ö ß, weiters führende MMsiker, Literaten und Künstler, darunter Gerhart Hauptmanly Ludwig Fulda, Max Schilling, waren der Einladung des österreichisch-deutschen Volksbundes gefolgt. Von der österreichischen Gesandtschaft hatten sich Gesandter Riedel und Legationsrat B u ch b e r g e r eingefunden. Den Abend leitete ein vom Berliner Sängerverein „C äciliaMelodia" Prachtvoll vorgetragener Chor, „Das Morgenlied" von Kann, ein. Die Schlußworte: „Es werde Licht, da muß vergehen, was dunkel ist", lösten den! stürmischen Beifall der Versammlung aus. Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Das Schiff Tenacity" gegeben. Im Operntheater geht morgen „Othello" in Szene. In der Renaissancebühne gelangt bis einschließlich Mittwoch allabendlich um 7 Uhr ,^Der Unbekannte" zur Aufführung. Donnerstag findet die Erstausführung des dreiaktigen Lustspiels von Hermann Bahr „Das Prinzip"- statt. Im Raimund-Theater gastiert Max Pallenberg nur mehr an sechs Abenden m der lustigen Detektivkomödio „Der Wauwau", von der Freitag die 26. Aufführung stattfindet. — Dienstag den 30. d. gelangt das Schauspiel „Evchcn Humbrecht", von H. L. Wagner, das in Berlin mehr als 300 Aufführungen erlebte, zur Erstaufführung. Inszenierung: Willy Schmieder. Im Deutschen Volkstheater gelangt morgen zum' vierzigjährigen Bühnenjubiläum Cornelius^ Kirschners neu einstudiert Nestroys Posse mit Gesang „Einen Jux will er sich machen" m folgender Besetzung der Hauptrollen zur Aufführung: Zangler — Herr Ra'nzenhofer; Marie — Fräulein Krem; Weinberl. Herr Thallep a. G.; Christopherl — Herr Krones; Kräps — Herr' Kammauf;. Frau' Gertrud — Frau. Pohl: Melchior — Herr Kirschner; Sonders — Herr Frank; Hupfer — Herr Danegger; Madame Knorr —Frau Hetseh; Frau v. - er ». M-'rb's; Fräulein Blumenblatt — Frau Thaller; Rab — Herr Brady, Spielleiter: Viktor Kutschers. .... Im Johann Strauß-Theater gelangt heute, morgen und Samstag „Das Sonntagskind" .zur Wiederholung. — Donnerstag und Sonntag wird als Abendvorstellung „Die Csardasfürstin" gegeben. — Freitag veranstaltet die russische Tänzerin Zara Alexejewa mit ihrem Partner Holger Mehnen einen Tanzabend, dessen musikalische Leitung Kapellmeister Dr. Heinz Knüll von der Staatsoper in Dresden übernommen hat. In der VolkSoper geht morgen „Hoffmanns Erzählungen" mit Herrn Neumann als Hoffmann und Frau Gero als Olympia und Antonia in Szene. Dirigent: Herr Schwarz. Betzinn halb 8 Uhr. — Donnerstag gelangt- „Die Boheme" mit Herrn Schürmann als Rudolf und Frau de Debieka als Mimi zur Auffühtung. TDCHHAÜS zum HIRSCHENll; Hkschenhaus Wollcheviot . 5500K Covercoat. . 8000 K Modewollstoff 4600 K

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