Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-05-21 · Heft 1187 (21.5.1922) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1187 (21.5.1922)
Date
1922-05-21
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980267--11162-2997587
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

dar ausgehört. Die KMKLste sind uversWingttch Äd so ist,' das Tagewerk ein endlose Kette von kochen» fegen,- waschen nähen und stopfen. Keine Arbeit' wird aus dem Hguse gegeben, keine Erleichterung durch bessere Putz- und Scheuermittel, durch maschinelle ^Einrichtungen und Einstellung von' Hilfskräften ist möglich:- Angekettet an die tausend häuslichen Pflichten, an den Aerger, die Plage, die täglich sich erneuernden Sorgen sieht die Hausfrau nur, daß jeder kleine Ausflug, jeder Spaziergang sich für sie in neue Arbeit umsetzt und hegt nur einen Wunsch: Ruhe und Alltag. Zur körperlichen Gefangenschaft gesellt sich die geistige. Wer sonst' wohl Auslandsliteratur zu.Verfolge« pflegte und eine schüchtern Frage an den Buchhändler-stellt, schrickt zurück, wenn er die Zahlen hört. Es sind-vielleicht Nur fünf Franken, nur drei Schillinge, nur acht Lire. Aber welche Riesenbeträge, wenn man sie in Kronen übersetzt. Bon Jahr zu Jahr wird der Kerker enger, in dem wir gefangen sitzen. Wr starren hinaus durch die Gsiterstäbe, wir find zu matt, zu müde, zu verzweifelt, um auch Mur daran zu rütteln. Hertz brennt die Sehnsucht nach der Freiheit in unserem'Herzen — der Kerker hält uns fest. Im. Nebel verfielen die Berge und Wälder, im Nebel verschwimmt das blaue Meer. Sagen sind sie geworden, Märchen, die ein Häftling dem anderen verstohlen zuraunt. Das Meer und die Berge — es war einmal. Klara Mautner. ElternverfammlUNg. Dienstag den 23. d. um 7 Uhr abends findet eine Vollversammlung der Eltern der Schüler des jüdischen Realgymnasiums ' im Sitzungssaal des Zionistischen Landeskomttees, 2. Bez., Taborstraße 20 a, statt, in der der Direktor des jüdischen Realgymnasiums und der Sekretär des Jüdischen Schulvereins über aktuelle pädagogische und materielle Fragen der. Schule sprechen werden. Die Elter..- schast wird dringend aufgefordert, vollzählig und pünktlich zu erscheinen. Die VAgebildeten Eltern. Aus der Hochschätzung des Juden -für Wisse» und Biwung, einer Hochschätzung, die oft genug zur ueberschätzuug führt, ergibt sich von selbst der Wunsch des Juden, seinen Kindern alle jene Bildung zu erschließen, die ihm selbst versagt ^gewesen. Diese heiße Sehnsucht nach höherem, dieser weichherzige Glaube an die Macht des Wissens sind oft unendlich rührend. Menschen, die mit Sorgen um den dringendsten Bedarf des Tages kämpfen, nehmen neue schwere Opskr auf sich, ihren Kindern nicht nur eine tüchttge Berufsausbildung gewähren zu können, sondern ihnen darüber hinaus noch jene Kenntnisse zu verschaffen, die nach ihrer Vorstellung zu einem höheren Standplatz im Leben verhelfen. Der . Vater geht vielleicht mit den: Packe auf dem Rücken, er führt den Hobel oder sticht sich die Finger wund beim Nahen, die Mutter steht beim Herd, und wäscht die Wasche — aber der Sohn wird „gebildet" sein, die Tochter muß französisch sprechen und Klavier spielen,, ob sienun'musikalische Begabung besitzt oder nicht. Sehr glücklich ist die Wahl der Bilduttgswege.ja nicht immtz:, aber der redlichste Elternwille hat sie. getroffen und in der Freude darüber, dem Kinde eine neue Staffel erklimmen zu Helsen, übersehen die Zärtlichen ganz, daß mit dieser Erhöhung bine Entfremdung innerhalb der Familie fast unvermeidlich ift; Am fühlbarsten tritt diese Entfremdung der Mutter gegenüber hervor. Die'Jüdin hat, soserue sie nicht die modernen Ideen in sich ausgenommen und verarbeitet hat, von varneherein instmktmäßig eine NeignUg sich'zur Familiensklavin zu machen. Ihr Respekt vor der Bildung bringt es Mit sich, daß sie die Kinder, so bald sie nur ein weniges gelernt haben, als höher geartete Wesen betrachtet und sich zu allen Diensten für sie verpflichtet fühlt. Wer nur ein wenig den Blick dafür-geschärft hat, kann es täglich sehen, daß Mütter die Töchter für „zu gut" halten, Arbeit zu leistendie sie selbst verrichtet Die Mutter scheuert den Boden, die Tochter liest einen Roman — das sind Gegensätze, die wohl immer zu finden waren in den letzten Jahrzehnten. Sie sind nicht gemildert worden dadurch, daß die Töchter nun auch noch lateinisch lernen. Ueberhaupt die fremden Sprachen! Nur um sagen zu können! „Meine Tochter spricht französisch", gewähren so manche Eltern ihren Kindern die Möglichkeit, sich mit Geschwistern, Freunden, ^Kameraden ohne Ueberprüfung unterhalten zu können, wahllos und unkontrolliert zu lesen, was den neugierigen, sensatronslustigen jungen Sinn lockt, und zuletzt noch auf leise Mahnungen achselzuckend zu sagen: „Ach, das verstehst du ja nicht". Wird es aber nicht ausgesprochen, dieses „Das Verstehst du nicht", so wird es doch wenigstens gedacht, und es währt gar nicht lange, so sind die jungen Menschen fest überzeugt davon, .Welt und Leben weit besser zu erkennen und von ihrem , hohen Standpunkt den. richtigen Einblick in die Natur aller Geschehnisse zu haben. Weil die Erfahrung der Ettern nicht in die Formen der Literaten und Denker gekleidet ist, wird sie von dem jungen Volk als altmodisch mißachtet und beiseite geschoben. Das führt nicht nur zu — oft lächerlicher — Selbstüberschätzung des jungen Nachwuchses, sondern hat auch zur Folge, daß den Ratschlägen und Mahnungen der Eltern, mögen sie noch so bescheiden vorgebracht werden, Nur wenig Gehör geschenkt wird. Vielleicht hätte die Verwahrlosung der Jugend nicht so reißende Fortschritte gemacht, wäre der Einfluß der Mutter nicht duf jede nur mögliche Weise unterbunden, worden. Dabei sind die erreichten Bildungsvorteile selbstverständlich bei weitem nicht so groß wie der junge Nachwuchs glaubt. Denn, wenn es in der Natur keine Sprünge gibt, so gibt es in der , geistigen Entwicklung auch keine. Wissen und Können kann mit einem Schlage erworben wetden, das Bildungsniveau •pho* ftftai tsttmcv nur lanalam van Generation m Ge- 4vtvtlvv netatiön. Dengesuilden Fortschritt anzüstreben an Stelle der unnatürlichen, überhasteten Entwicklung muß daS Ziel überlegten Wöstens sein. Denn auch die größte Bildung ist zu hoch bezahlt, wenn sie die Kinder den Eltern entfremdet, wenn sie die Söhne lehrt, über ihre Mütter geringschätzig zu lächeln, und. die Töchter, sich ihres einfachen Vaterhauses zu schämen. Planwirtschaft im paläsiineustschen Bauwesen. Bis zum Ausbruch de- Weltkrieges herrschte in Palästinas Bauwesen, wenn - Man von einigen Häuserkomplexen in größeren Städten Und Siedlungen absieht, ein fatales Durcheinander. Als der Krieg auch in das Heilige Land getragen wurde, mutzte jede Bautätigkeit eingestellt und die Sorge der Landesbewohner aus Erhaltung des Bestehenden gerichtet werden. Erst nach dem Eintreffen der Zionistischen Kommission konnten die produktiven Kräfte sich wieder regen, da ihre Entfaltung gefördert-und in vernünftige Bahnen gelenkt wurde. Mit der neuen jüdischen Esnwänderung begann in allen Zentren eine Bautätigkeit, deren Ausmaß dem Lande bis dahin Unbekannt war.. Die Initiative' der Unternehmer, so sehr sie dem Gesamtittteresse . Palästinas diente, drohte jedoch, sich im Sinne der Vorkriegszeit zu betätigen, indem sie weiter alle Erfahrungen einer neuzeitlichen. Architektur unbeachtet, ließ. Mit Unterstützung der Zionistischen Weltorganisation begab sich deshalb Prof. Petrick Gedd es, einer der. bedeutendsten britischen Städtebauer, nach Palästina, unr die Baumöglichkeiten zu studieren und den für die Errichtung des jüdischen Nationalheims maßgebenden Faktoren mit Rat und Tat behilflich zu sein. Nach fast einjähriger Arbeit verließ Geddes das Land, dem er in trefflichen Entwürfen die Errungenschaften der modernen Baukultur vermittelt hatte. Seine Vorarbeiten wurden von den: Architekten Richard Kaufmann übernommen und dem besonderen Charakitt des Landes angepaßt. Einige Entwürfe, die geg-nwärti,. der „Palestme Land Drvelopnrcn' Compä'../ vorliegen und der Vollendung - harren, mögen hier kurz erwähnt wetden. Ein großer Teil der Pläne bezieht sich auf Jerus a l e m, die Hauptstadt des Landes. Da ist vor allem ein großes Handelsviertel, das auf beut von der „Palestine Land Development Company" erworbenen Terrain errichtet werden soll. An der Nähe von Jerusalem sieht der Plan eine Großsiedlung für. die G a r t e n st a b t T a lpioth vor, während südlich von Ratisboneh ein neuer Wohrchezrrk, nordwestlich von Jerusalem, aus dem Wege nach Ein-Kerem, Wohnstätten für L e h rer und Beamte errichtet werden sollen. An der Peripherie von i f awerden: einige Gartenstädte errichtet, die den Charakter des Gesamtbildes der Stadt günstig beeinflußen werden. Ein ähnliches Projektrist für diei Umgebung^ von Tibe-! rias vorgesehen,. wo dieHäuserLau-Gettössenschaft den Bau einer ausgedehnten. Gattenstadt vornehmen will. Die Pläne für den Siedlungsbaü beziehen sich ' auf die Erweiterung alter und auf die Errichtung neuer jüdischer Kolonien.'So soll m Kürze die jeit 1890 bestehende Kolonie Rechoboth wesentlich ausgebaut werden. In bezug auf die Neusiedlungen wird zuerst in der Ebene ,Jesreel eine große-Heimstätte für Arbeiter entstehen. Diese Projekte dienen, jedoch zumeist der planmäßigen Entwicklung bislang willkürlich angelegter Baukomplexe. Dem organischen Neuaufbau einer städtischen Siedlung großen Formats, einer Siedlung, die die modernen Erfahrungen mit den edelsten Traditionen verbindet, gilt, heute in Palästina nur eine Arbeit, die allerdings-für die Entwicklung der jüdischen Heimstätte von erheblicher Bedeutung ist. Er handelt sich um die jüdische Neustadt Tel - Awi w, die sich in der Nähe von Jaffa erhebt und durch ihre rapide Entwicklung nach verhältnismäßig kurzen: Bestehen die Anerkennung als selbständige. Gemeinde erworben hat. Schon vor der Errichtung der palästinensischen Bauberatungsstelle, hatte Tel-Awiw eine Tätigkeit entfaltet, dienicht itfmtct dem künftigen Gesamtbild der Stadt Rechnung trug. Der aus diese Weise entstandene Nachteil ist aber nicht sogroß, daß er nicht durch vernünftige Fortsetzung der Arbeit behoben werden könnte. ' Gegenwärtig wird in Tel-Awiw fieberhaft an dem Ausbau des Stadtgeländes gearbeitet, und wenn das Werk vollendet ist, soll die erste jüdische Neustadt ein Schulbeispiel für die architektonischen Möglichkeiten im neuen Orient bieten. Der Ehrgeiz der Stadtväter von Tel-Awiw ist ganz dazu angetan. (Ziko.) i Das italienische Torpedoboot in Wien. si. Msr ins' feiner Erhöhung bit Morrats- und Jahreskarte« auf der Skdbahn. Die Generaldirektion der Südbahn teilt mit: . - Mit Wirksamkeit vom 1. Juni 1922.bis auf Widerruf werden;auf den. im Bereiche Pepubsit Oesterreich gelegenen Strecken der Südbahngesellschast, dann auf der Wien-Pottendorf-Wiener-NeüstädteL, Bahn, der Graz- Koflacher Eisenbahn, der Leoben-Borderstberger Eisenbahn und der Lokalbahn Liesing-Kaftenlentgeben und 'Spielselö-Radkersbürgs die Preise der Monats-, Vierteljahrs- und Jahresstreckenkarten erhöht. Die über den 1. Juni hinaus lautenden Monats¬ und Vierteljahrsstreckenkarien behalten ihre Gültigkeit - ohne. Aufzählung. ' ' " Bej den für das Jahr 1922 gelösten.Jahresstrcckenkarten hat sich die Bahnverwaltung im Tarif ausdrücklich Vorbehalten, die erwähnten KarOn in Anbetracht des stets schwankenden Geldwertes den Besitzern vierzehntägig zu kündigen, so daß sie Mt Ende Mai außer.Geltung gesetzt werden könnten. Doch sollen diese Jahreskarten noch bis Ende Juni ohne Aufzahlung gelten und bloß für-die restlichen sechs Monate eine Züzahlung leisten. 'S -i Kündigung pou ArbeitsvertrügeN Wie die „Arbeiterzeitung" meldet, Hübel: die Unternehmer die Verträge mit den JndustrieangestMen in der : Metall-, in der Gu m m i-, Asbest- und Pa p iev . verarbeitenden, der Schuhmaschine n-, der H o l z. verarbeitenden Industrie und der W ä s ch e r.e i b e t r i c b e gekündigt. Ungefähr 30.000 Jndustrieangestellte werden Ende- Juni vertragslos sein. Die Unternehmer versuchen, eine Herabsetzung der Gehalte zu erzielen. Die letzte Vollversammlung der Betriebsräte des Kreises Wien des Bundes der Jndustrieangestellten hat beschlossen, die Herabsetzung der Teuerungszulagen , für die Zeit bis zum Ablauf der Verträge abzulehnen. Vor der SchließunK der LebeusMitLeU betriede Lu Wierr. Wegen der loprozeutigen Abgabe, die, den Lebens- Mittelbetrieben von der Gemeinde anferlegt werden soll, Plänen die beteiligten Genossenschaften eine Sperrrurg ihrer Betriebe, und zwar die Bäcker, Buschenschenker, De- - likatessen- und Fischhändler, Fleischhauer . und Fleischselcher, Gastwirte, Geflügel- und WildbrethänÄer, _ Gemischtwarenverschleißer, Heurigenschenker, - Hoteliers, Kasfeeschenker, Kaffeesieder, Kaffeesurrogateerzeuger, Viktualienhändler und Zuckerbäcker..Dieser Beschluß soll.sin - einer Massenversammlung vom Montag den 22..d. gefaßt^ Werden, und zwar ist von .einer Seite beantragt, die Sperre schon am Freitag den 26d. zu verhängen. .. -. -MMotte«LWbrrrch -Pr-Str - Gestern nachts wurde aus dem Gelände^W? St.,Där^. xer Schlachchauses ein Kasseneinbruch vetübt, bei'dem den Tätern Werte in der Höhe von Kronen in barem und Juivelen rn die Hände' fielen. Zu ebener Erde im rechten Seiientrakt.des Gebäudes sini) die Kassenräurne der SchlachthaUs-NebenProdüttegesellschaft, deren Direktor. Herr Otto Reichberger .ist.' Ein Fenster geht auf die Straße und durch dieses sind die Täter ' eingestiegen. Sie erbrachen die eiserne Kasse durch Bloß- ' ''legen der Schlösser und erbeuteten an Bargeld ' zehn Millionen Kronen- 1200 deüffche Reichsmark, 1000 jugoslawische Kronen, mehrere ffchechö-flowa-/ kische Hundertkronennoten. Dann fanden sie noch in der Kasse wertvolle Schmuckgegenstände. Der' Gesamtwert der Beute beträgt ftinfzehn Millionen Kronen. Aüf die Ergreifung der Täter ist eiste Belohnung von einer Million Kronen, auf die Wiedererlangung der Beute eine ^Belohnung von 10 Prozent des zustande gebrachten Wertes ausgesetzt. Die Einbrecher haben aus dem Tatort die, Einbruchswerkzeuge zurückgelassen. Auch eine etwä 40 Zentimeter lange Mentasche aus schwarzem Leder rührt offenbar von ihnen her. Sie hat eine kleines' Metallschild mit von rurbeholsener Hand, emgekritzelten Zeichen; sie lauter:: „Franz Z. 1. 12. 20." Nach der Zusammenstellung der Zahlen des Monatsdatums handelt es sich zweifellos um. einen Ungarn, der die Zeichen eingekritzelt hat, da die Ungarn den Monatsnamen innner dem Tagesdatum vor- - aussetzen. Wer über den früheren Eigentümer der Aktentasche etwas auszusagen weiß,, wird im Interesse der -Untersuchung geheten, sich beim Polizeirät Wegl im Sicherheitsüureau, Roßauerlände 7, zu melden. Gestern vormittags fand eine Besichtigung des italienischen Torpedobootes 69 P. N., das seit einigen Tagen an der Marienbrücke liegt, statt. Der Korymandant deß Bootes, Cavaliere Rino Mattenucci, von dem die Einladung ausging, und der Vertreter der Wiener italienischen Gesandtschaft Dr. G i o v a n a r d i erläuterten die Einrichtung des Kriegsschiffes, die Torpedorohre und deren Funktion, den Maschinenraum im Bauch des Bootes, und die Kabinen. Der Kommandant betonte den freundschaftlichen Charakter der UebuNgssahrt und nahm die Besucher aus das liebenswürdigste auf Das Torpedoboot, das bereits sm Juni 1920 die -heimischen Gewässer verlassen Hat und auf-dem Schwärzen - Meer Und der Donau kreuzt, tmrd wahrscheinlich am Mittwoch die Reise stromaufwärts fortsetzen. Am 4. Juni wird das Boot in Mauthausen ankern, woselbst an diesem .Tage die feierliche Euthüllung ctitcS Denkmals für die 2000 im. dortigen Kriegsgefangeneulager verstorbenen Italiener ltotttinden wwL. Die Entwicklung des LuLernatiorralen ÄrbeitsüMtes. ' Aus Genf'wirh uns geschrieben: Das internationale Arbeitsamt, das im Sinne des 13. Teiles des Friedensvertrages ^gegründet würde, um die Erscheinungen des -Weltarbeitsmartte^ in Evidenz zu halten und die sozialpolitische Gesetzgebung auf internationaler Grundlage vorzubereiten und zu orientieren, entwickelt sich immer Mehr und mehr zu einer der wichtigsten internationalen Organisationen von autoritativer Bedeutung. Der Versuch, internattonale Arbeitsämter zu schaffen, ist nicht neu. Doch waren jene Schöpjungen, wie z.. B. das int Jahre 1900 ins Leben gerufene Baseler Arbeitsamt, nur dem Namen nach international, während ihm itt Wirklichkeit nur wenige Staaten ihre moralische und materielle Förderrmg liehen. Dem internätionalen Arbeitsamt schlossen sich bisher 34 Staaten als Mitglieder an. BoN bat* ..ewwväMum .Staaten ißMai unruaL N.uLck o.u d.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.