Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1182 (16.5.1922)
- Date
- 1922-05-16
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 118A Wien, Dienstag Briefkasten der Redaktion. Ä. 5l. Anonyme Zuschriften werden nicht berücksichtigt! Wegen Revision von Losen wenden Sie sich an das Bankhaus Schellhammer & Schattera, I., Stephansplah, wo Sie eine mäßitze Zahlung zu leisten haben werden. — Arr vsrfchke-ene Änfrüger. Infolge der in der Vorwoche durchgesiihrten Uebersied» tung des technischen Apparates der »Wiener Morgenzeitung" ist «ine Stockung in der regelmäßigen Publikation emyetreten, unter der tnsbesondere die Echachrubrik gelitten hat. Wir bitten dies zu entschuldigen. — Zion. Kebräischer Klub» Esperanza, II.. Novaragasse 27, Zionist, Zügendgruppe XX, Verein Erez Israel, Blau-Weiß. Im übrigen verweisrn wir Sie an das Bureau des Zion. Landeskomitees, Taborstraß-r 20 a, sowie an den Iugendreserenten Prof. W. Stein. — Abonnent XX. Die Fassung dieser Meldung ist nicht ganz klar; es wird am besten sein, wenn Sie beim amerikanischen Generalkonsulat oder bei der Ausknnfisstelle für Auswanderer Nachfragen. Sterrerfragekasten. Rsnte. Die von einem Ausländer ins Ausland bezogene Rente ist hier nur dann einkommensteuerpflichtig, wenn sie auf inländische Liegenschaften sichergestellt ,Jt. —- A. P. Das; Sle keinen Gewerbeschein besitzen, besteil Sie. nicht von der Erwerb» ssteusr. da auch der unbefugte Gewerbebetrieb erwerbsteuer» -Mchlig ist. — Eva A. Der Einkommensteuer unterliegt schon, wer sich-hier länger a's ein Jahr aushä>t. Eine Unterbrechung des Aufenthaltes nach dieser Zeit behebt die Sleuerpslicht nicht. — Buchhaltung. Die Steuerbehörde 1U belechügt. von jedem Kaufmann anzunehmen, daß er Bücher führt und die Vorlage von Inventur und Bilanz zu verlangen. Ein Zwang, die Bucheinsicht zu gewähren» besteht allerdings nur im Straf» und Berufungs- Verfahren. Doch genügt es nicht, wenn Sie einfach antworten, daß Sie keine Bücher haben, sondern Sie müjien dann eben aus andere Weste die richtige Berechnung Ihres Einkommens dariun- — F. Schlesinger. Wenn Sie das Bekenntnis zwar rechtzeitig, aber unrekommandierl zur Post gegeben haben und es verspätet bei der Steuerbehörde einlangt, jo geht das zu Ihren Lasten. Rur die rekommandierte Ausgabe hemmt den Frisienlauf. Vereine, Vorträge und Versammlungen. IivnistischeSektionfürdiewestlichen Bezirke. Keure, 8 Uhr abends, im neuen Keim, VIII., Bennoplah 1, „Lag b'Omer Feier". Festrede: Rabbiner Dr. Moritz Bauer. Vorlesung aus dem Werk von Arlur Kollitscher-S. Strauß. Kebraijche Weifen: Oberkantor Marguiies. Zionistische B e z i r k s,s e k t i v n Ottakring» Kerna 1 s. Keule, 8 Uhr abends in G. Gschwandner's Pra^'t» lokaiitäten, XVII., Kernalier Hauptstraße 41, „Lag d'Omrr Feier. — Vortrag M o s e s fileinmann. Keule, 8 Uhr abends, spricht der bekannte hebräische Echrjflsteller Moses Kleinmann aus Odessa im Lokale der Tarbuth. Casö Klinik, IX., Spitalgasie» über die gegenwärtige Lage im Zionismus und die Organisierung der russisch-ukrainischen Zionisten. Urania. Keüte Dienstag, 5 Uhr (GroßerSaal): Indien. V,6 Uhr (Kleiner Saal): vr: med. et xml. Marianne Bauer» Lok l:- Körverkultur und Kosmetik. VI. Uhn (Kurssaal): Prof. Dr. Alfred ' L a ß m a n n: Germanische Religion und Mythologie. VI. V,6 Uhr (Klubsaal): Dr. Joses Zuth: Ein» führung in das Marrenspiel. XI. V88 Uhr (Großer Saal): Schriftsteller und Filmregisseur Friedrich P o r g e s: Aus der Werkstatt der Filmkunst. »/,8 Uhr (Kleiner Saal) : Kosrat Fng. Rudolf Walter: Vom Rhein über Wien ins Schwarze Meer. */»8 Uhr (Knrsfaal): Prof. Dr. Egon K a j e k: Die Siebenbürger Sachsen. II. 7 Uhr (Mikroskopiersaal): Univ.» Assistent Dr. Alfred L i m b e r g e r: Die Fortpflanzungsorgane der Pflanzen. Vll. — Donnerstag. 18. d. l/,8 Uhr: Vortrag Dr. Bergauer über Klassiker des Volksstücks. (Großer Saal). re 1 e jttdische Volksbühne Gastspiel ln der Roland'BiUtne 4280 , Heute */»8 Uhr abends; Jedem sein GottÄÄAiSV:': Bühne und Kunst. Burgtheater. Zur Feier von Schnitzlers sechzigstem Geburtstag wurde seine dramatische Historie „Der junge Medardu s" in den Spiclplan ausgenommen. Das Werk gehört nicht zü Schnitzlers besten Schöpfungen. Ihn zu feiern, müßte man Meisterauffuhrri „gen vom „Einsamen Weg", von Einaktern, wie „Der grüne Kakadu", oder etwa des nachdenklich-feinen Stückes „Zwischenspiel" veranstalten. Wertvoller als die tragische Handlung sind die echt Schuitzlerschen Nebenfiguren, die in verschwenderischer Fülle von: Dichter beschert werden. Einige von ihnen waren bei den Herren Maierhofer, S t r a ß n i, M o s c r sowie bei de::' Damen S e i d l e r, Pünkösdy nnd Wille in ausgezeichneten Händen. Die beiden Helden, Medardus und fest: Oheim, gerieten den Herren Schott und Panlsen azn norddeutsch. Doch ist insbeson-: dere Herrn Schotts' Leistung in der Titelrolle bedeutend. Von früheren Aufführungen bekannt nnd längst gewürdigt Frau Bleibtreus unvergeßliche Mutter Franziska nnd Frau Wohlgcmuts herrliche Helene. Die Aufführung, die insbesondere in den Masseuszeuku lebendiger und kurzweiliger sein könnte, wurde mit stürmischem Beifall ausgenommen. Das Publikum, das Schnitzler im Hanse glaubte, applaudierte nnen ganzen Zwischenakt durch. .Deutsches VoLkstheater. ■ Die Komödie „D c r C l o w n" des' handfesten 'Dramatikers Henry Bataille beginnt mit effektvollem Furioso und endet nachdenklich. Liobestragödie mitten in eine',:: sozusagen Äistner ÄörgeüzeriM- 16. Mai 192S Seite 5 51 odod SPORTKIAJB MAKO All nnan Mittlerer Konzcithaufaaal, Montag den 29. Mai 1Ö22,. > 7 Uhr . abends 1. BCaitvsne^konz@B*t des Makoali-Orclaesters Dirigent: S. Braslawski PROGRAMM: 1. Händel: Concerto groeio G-Möll; 2. Bach: Suite H-Moll für Streichorchester wit Solo Flöte S. H a v d n: Abschieds-Sinfonie 4. Mozart: Sinfonie G-Moll geschlossenen Pariser Zirkel lüsterner, sittenloser Weiber, gehörnter Ehemänner nnd windiger Noues. Er ist in sie sterblich verliebt und mimt einen. Clown, weil er sie damit zu fesseln glaubt. Spielt seine Rolle auch weiter, da er sie mit einen: anderen ertappt, trotzdem er — lache, Bajazzo! — unsäglich leidet. Durch einen Freund erfährt sie von seiner Herzenspein, erwacht, sieht den Menschen hinter der Larve, öffnet ihm die Arme, zwei Glückliche verlassen die fragwürdige Gesellschaft und ziehen sich anss Land zurück. Natürlich meldet sich wieder das Weibchen in.ihr, nnd er weiß jetzt, daß sie für ihn verloren ist, daß sie auseinander müssen. In der letzten Stunde wird der Abschied schwer. Harmvoll, zwei Lebensgefährten, die sich in unendlicher Zärtlichkeit betreuen, sehen sie einander in die Augen. Sie kehrt auf den noblen Liebesmarkt zurück, er zieht in das Philistertum einer Provinzstadt. Dieser Ausklang ist echt. Ein Hauch von Poesie durchweht ihn. Wahrscheinlich deshalb wurde er prompt medergezischt. — Hugo Werner-Kahle s Stärke sind die passiven Männer nicht. Auch spielt er diesmal, zu viel Kino, legt Pantomimen ein, zerpflückt die Rolle, nimmt die.Sache viel zu schwer. Vornehm, ganz Dame, in den tragischen Szenen unendlich sein, ist Annemarie Swmsieck. Ein Schuß „Lulu" wäre diesmal angebracht. Ucberrascheud beweglich ihr rusiikanes Orgau, klug dämpfend Grete Polckmar und angenehm Leopold J w cr l d. ' O, A. Aus den Theatern. Im Burgthea her wird morgen „Spiegelm e n s ch" gegeben. Im Operntheater gelangt morgen „Dia tote Stadt" mit Kerrn Fritz Scherer vom Wiesbadner Nationaltheater als Paul zur Aufführung. Im R r d o t e n j a a l derKofburg wird morgen ,.F i g a r o s K o ch z e 11“ gespielt. In der V o l k s o p e r geht heule, Dienstag, Verdis „Rigoletto" in Szene. Für dis Titelrolle würde' der italienische Baritonsst Sigismondo S a l e s ch i gewonnen, als Kerzvg gastiert Kerr Michael Rasta aus Kamburg. Die Gilda fmgt Frau Gstö. Dirigent Herr de Stsrm'ch. -- Morgen findet nach „Cava 11 e r i ä?- ü s Vf c a n u‘*"öfc' AtcMsführüilg des Ballets „D ama 6" stait. Im D e u t s ch e n Volk s t h e a t e r wird morgen „D e r E I o w n" gegeben. Das Stück wird wird Freitag und Sonntag um 7 Uhr abends wiederholt. In den K a m m e r f p i e i e n des Deutschen Volks» lhealers wird morgen um 7 Uhr das Lustspiel „F r ä u l e i u Ai a m a" von Louis V e r n e u i i aufgeitthrt. Die Nachtvcr» stellungen entfallen aus technischen Granden und werden erst Samstag den 2t). i>. um iü U-jy wieder ausgenommen. 3m W : e n o r S t a ü t t h e a t e r findet heute. ein Slrindberg°2lbenü stait. Es gelangt ,.G e j p e n jt e r f o n a t e" und „Ä \ t d e m F e u e r s p i e t e n" zur Darstellung. — Morgen gastiert Valec:e M a r t e n s m „D i e M a r y". Wiener Bürgertheater. Die neue Operette „Die ver- .tauschte Braut" bietet in ihrer Mischung von drastisck)er Komik und leicht eingäuglicher Melodik die nötigen Voraussetzuugeu für ein Zugstück der heißen Sommermonate. Die Haaplsigur von Binzen- B a u e r und Joses S ch w i d e rnoch gezimmerten Operette ist ein schlauer Heiratsvermittler, der mit Todesverachmng um seine Provision kämpft. Dr. Josef Bergauer spielt ihn. :-:U. allzu - ansdringlicher, aber stets wirkungsvoller Komik.. Das süße Madel, wird von Atizzi M ad er-An zengrub er mir natürlichem Liebreiz gemimt nnd gesungen, der Liebhaber von Erich Zeisl mit flottem.Sp'.el und klingendem Tenor ausgestottet. Frau Pohl- Meis er als alte Taute sorgt wie stets mit ihren grotesken Tänze:: für laute-Heiterkeit.. In kleineren Rollen wirkten noch die Namen Koppler, To eg el und Ger na, die Herren Her r n f e l d, Schöpse r und Weiß verdienstlich an- Das Mnsenm: bewahrt jetzt 69.700 Handschriften/ 4330 Bilder und 14.500. Druckwerke. Als Vereinsgabe wird dieses Jahr wieder ein Band der „Veröffentlichungen dos Schwäbischen Schillervereins" ansgegeben werden, in dem Adolf Dörrfuß das Ringen Schillers um seine Weltanschauung, insbesondere seine Stellung zur Religion, behandelt. Otto Ubbelohde gestorben. In Goßfelden bei Marburg ist der bekannte Maler des Hessenländes Otto Ubbelohde gestorben. Ubbelohde war ein ausgezeichneter Landschafter, der nicht müde wurde, als-Maler und Graphiker die Reize seiner hessischen Heimat zu schildern. Seine Gemälde haben durch die Reproduktion ein weite Verbreitung gefunden. Berliner Thealerskandal. Ein Theaterskandal, der sich auch nach der Vorstellung aus der Straße fortsetzte, fand im Berliner Deutschen Theater anläßlich der Aufführung von Bromis Drama „Der Vatermörder statt. Während der letzten Szenen herrschte größte Unruhe, die sich zu heftigem Lärnwn steigerte, als der Vorhang gefallen war. Als man zur. Beendigung des Skandals die Lichter verlöschte, kälnvften die Parteien im Dunkeln weiter. Auf oer Straße gab -s dann noch eine Prügelei. Ans Mailand Bevorstehender Glaubenswechsel Perosis. wird berichtet: Die hiesigen Blätter melden: Ueber den Geistes-- zustand Perosis waren in den letzten Zeiten wegen seines beabsichtigten Uebertrittes zur Waldenser 5k i r ch e verschiedene Gerüchte verbreitet. Wie nun aus Toxwe P,e lticc, dem Zentrum der Waldenser, bekanntgegeben wird,' ist Perosi geistig normal, sein Glanbenswechsel war ernstlich vorbedacht. Aiit der katholische,: 5kirche war er schon längere Zeit zerfallen und las aus diesem Grunde seit Jahren keine Messe« Er ist im ständigen Verkehr mit Simeoni, dem Haupt dev Waldenser in Rom, und wird nächstens die Stadt verlassen^ um den Glaubenswechsel zu vollziehen. Dr. Artur Schnitzler in .Holland. Aus dem Haag wird nnS berichtet:.. Dr. Artur Schn.itzler hat in den letzten Äprilq' tagen eine Reihe von Vorlesungen in holländischen Städten gehalten. Tr. Schnitzler wurde überall mit dem größten Enthusiasmns empfangen. Ueberall waren die Häuser ausverkauft. In Amsterdam znm Beispiel war der Andrang zu der Vorlesung derart stark, daß mau sich um die 5karten förmlich raufen mußte. Die kleine Tournee war ein großer Triumph für den Meister. :'i -? . Ausstellung „Komödie". Jeden Mittwoch findet in dieser Ausstellung (Nationalbibliothek, Wien, I.^Bez., Josefsplatz 1) um 3 Uhr nachmittags eine allgemein zugängliche wissensck)aftliä)e Führung statt. Der Preis der Teilnehmerkarte beträgt 500 Kronen. An diesen Nachmittagen ist die Ausstellung für den übrigen Besuch geschlossen. ,. , , , Das Buch der jüdischen Weisheit. Parabeln, Legenden nnd Gedanken aus Taünnd und Midrasch, herausgeg. von Gst'stpp.' —ift eben erschienen. Vornehmste Ausstattung und sachgemäße Zusammenstellung maä)en dieses Werk z einer Zrerde jeder Bibliothek. (At. 100.) Zu bez. durch Buch Handlung 3t. Löwit (Dr. Präger), 1. Bez., Rotenturmstr. EMKHrurrg. mit. Die hüb:che Musik von .Kar: Hieß fördert, ohne' spruchsvoll ober originell zu sein, das muntere Spiel, und so nnfi p8 piitott Ymttpn Rvpniipvppvk,i>>i ■ f(Tv gab es einen lauten Premwreerfolg. ' slb. Das Hakoah-Orchester wird unter Leitung B r a slawskys am 20. Mai im illtittleren Konzcrthaussaal ein Karumerkonzcrt geben. Auf den: Programm stehen Händel, Bach, Haydn und Mozart. Fleisch rmd Brot teurer. » Ans-M Morx<ujrd.^meldel. daß..Z4k29. Ssüctz Pieh.gufgelrieben worden sind, wovon der größte Teil r u m ä n i s ch e r Kerkunst war. Das Vieh stand an, Güte weit hinter dem Austrwb des vorigen Mviitägs zurück. Ls war nur wenig P r i m a v t e h, das info l ge großer NW rage iM Preise um 50 K. b t s 100 (K. beim K i i o g ramm sich g eg e n ü e n o o r l gen M v n t a g v e rl e u e ri e. Dagegen machtrn sich P r e i sermaß l g u n g e n b e:. m i n d e r en D : e h s o r t e rt gellend. Die Verteuerung beim Primavieh würde mit der Stditze« rung der unaarrschen Valuta begründet. Mck Aücksii.t aus die neueri,chen Valutasieigerungen soll der Preis des Gefrierflel s ch es erhöht werden. Gestern hat die G e t r e i d e a n st a l t d e n B r o t m e h l p r e i s n e u e r l i ch v o n 65V a u f 700 K. erhöht. Gleichzeitig würo e' a u ch der Preis d e s w e i ß e n M e h l s v o n 780 a u f 800 K. h i n ä u s« gesetzt. Wojo. In der Zeit vom 16. bis inklusive 115. d. gelangen er. die Milglieder tm Lokale IX., Berggasse 7 Ketten- und Damenzchuhe in erstklassiger Aussührung zur Ausgabe. Ver« llaujsze'i ausschließlich von 4 bis 6 fihr. Preiserhöhung öes Gefrisr'rinöfrejschrs. Angesichts der Teuerung nelche d,e ausländischen Zahlungsmittel erfahren haben, ist es notwendig geworden, die v dgabe des Gefriere,ndfieljcyes, das derzeit in Wien zur Ausgabe gelangt, mit W rksamkeit vom Ätiitwoch den 17. d. zu erhölien. Der neue Klein- ,? erkausspreis belrägt >ür Verdcres 1460 K.. für Kintmes 1600 K., Uw Rvsivrat-n, Lungenbraten und Beined 1L00 K. pro Kilogramm. Vorderes und Kutteres dürfen nur mit Zuwage, Rostbraien,.Lungenbraten und Beiried nur ohne Zuwage vcr« Uaujt werden. _ Gerichts?aal. Das Schiller-Museum in Marbach. Aur 13. Mai fand in Stuttgart die Jahresversanunlung des Schwäbisd)e,r Schiller- Vereins statt, der, das den: Gedächtnis Schillers geweihte Aruseun: in Aiarüach gesäiaffen hat und unterhält. Unter den Stiftungen des letzten Jahres sind in erster Linie zu nennen: Oelgemälde, andere Bildnisse und Handschriftliches ans dem Nachlaß von Schillers Sohn Karl, 40 Briefe an Schiller, Briefe seiner Frau, seiner Geschwister nnd Kinder,' seiner Schwägerin Karoline v. W o l z o a e n und seines Schwagers Reinwald. Auch das Archiv schwäbischer Dichter, das den: Museum angegliedert ist, wurde - weiter bereichert durch Briefe und Manuskripte, zum Teil in größerer Anzahl, von Uhland, Gustav Schwab, Justiuus Kerner, Mörike, Her- : „umu Kurz, Wich. Waiblinger, D. Fr. Strauß, Fr. Bischer u. a. Der aRLisemMjetze Schaffner. Herr Dr. Alfred 3k o s e n f e l d, Gerichtsdollnetsch füC Ungarisch, teilt uns mit: Ein offenbar christlichsozialer Schaffner beschimpfte einen Fahrgast in der Elektrischen mit Sauju d. Um einer Verurteilung zu entgehen, bat der Schaffner den Beleidigten bei Gericht um Verzeihung. Ich bestand jedoch daraus, daß der Beleidiger auch einen Sühnebetrag für einen ausgesprochen jüdischen Zweck (Armenkasse der Kultusgenwinde) leiste. Der Betrag wurde tatsächlich sosort vor Gericht (Strasbezirlsgericht 1) erlegt. Es ist wichtig, daß bc* wußte Juden (Parteien und Anwälte) bei antisemitischen,^-, schimpfungen sich stets bloß bei Erlegung eines angemessenen Sühnebetrages sür ausgesprochen jüdische Zwecke zur Rück« ziehung der Prwatanklage bereitsinden lassen! » »***.«»*04 rau?B.bn«jtip >'» na äo.a » kann an i ■ ■ ■ mv u ■ »WH a BBaiaaaaoiwaaaaaa »»».»»» »»»»»» »»■■■■ »»WH» J 't