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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-15 · Heft 1181 (15.5.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1181 (15.5.1922)
Date
1922-05-15
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1181 Wien, Montag Wiener MorgenzeiLung Mtk 8WLWLW Die Meisterschaft. Die vrste Niederlage des Wiener Sportklubs, dessen führende SteVung aber nicht wesentlich geschwKcht wird. — AnerwarLeter Sieg der RudolfshLLgler. — Rapid verliert erneu Punkt. Der Wiener Sportklub mußte gestern die erste Niederlage in der Frühjahrsserie der Meisterschaft in den Kauf nehmen. Da aber die Hakoah am Samstag ebenfalls einen Punkt abgegeben hatte, weisen die Dornbacher innner noch um vier Verlnstpuukte weniger auf, als ihr schärfster Rivale. Rapid mußte mit Hertha die Punkte teilen und verlor dadurch neuerlich an Terrain. Die Simmeringer spielten gegen Admira unentschieden, wodurch ihre Stellung in der Meisterschaft recht ungünstig geworden ist. Besondere Erwähnung verdient der Sieg der verjüngten Rudolfshügel-Mannschaft über Vienna. Nachstehend biß Berichte: Amateure — Sportklub 2:1 (1:1). Die bessere Halvesreihe entscheidet das Spiel. Hohe Warte. 26.000 Zuschauer. Schiedsrichter Ko mar. Amateure: Jo kl; Heikenwälder, Popovich; Kurz, Jenö Konrad, Geher; Weeera, Swatosch, Kalman Konrad, Hansl, Cutti. Sportklub: Edi Kannhäuser; Beer, Teufel; Plank, Lowak, Zankl; Wunsch, Hans Kannhäuser, Karl Kannhäuser, Powolny, Gibisch. Sportklub mutzte gestern die lang erwartete erste Niederlage hinnehmen, obwohl die Mannschaft gerade diesmal ein weit besseres Spiel lieferte als in xben letzten Kämpfen. Sie traf aber in den Amateuren auf emen Gegner, der sich nicht nervös machen lieft und den man mit Kaltblütigkeit allein nicht schlagen kann. Es zeigte sich eben wieder einmal mit voller Deutlichkeit, daß unsere voraussichtliche Meistermannschaft keineswegs Extraklasje ist und bestenfalls Durchschnittsleistungen zu bieten vermag. Die Dornbacher verfügen über eine ganz famose, glänzend eingespielte Verteidigung, auch die drei Innenstürmer verrichten rechte gute, wenn auch nicht hervorragende Arbeit, aber die anderen Teile der Mannschaft lassen recht viel zu wünschen übrig. Die Deckung ist unzulänglich,. speziell Lowak, der alles eher als ein Mittelhals ist, kann nur durch immensen Fleiß über den Mangel an Eignung lnnwegtäuschen. Sehr schwach erwiesen sich auch die beiden Flügelstürmer, die durch gute Halves, wie sie ihnen in Kurz und Geyer gegenüberstanden, völlig kaltgestellt werden können. Die Amateure mußten ohne den plötzlich wieder suspendierten. Köck antreten, hatten aber dafür zum.erstenmal den wiedcrgewonnenen Kurz eingestellt, der sich bestens, bewährte. Durch seine Mitwirkung lief die Deckung, obwohl Geyer etwas unter feiner sonstigen Form spielte, zu einer imposanten Gesamtleistung aus, die das Spiel zugunsten der Violetten entschied. Der Erfolg — der übrigens sehr sicher erjudUeu war — darf jedoch keineswegs darüber hinwegtäuschen, daß auch ber den Siegern nicht alles klappte. Der Angriff bot durchaus keine einheitliche Leistung; neben E u 11 x, der der beste Mann im Felde war, konnte eigentlich mir-Hansl befriedigen, Kalman Konrad ist nur der Schatten von früher und Swatosch war herzlich schwach, wodurch auch Weccra in Mitleidenschaft gezogen wurde. Die Backs, besonders Popovich, arbeiteten diesmal ziemlich sicher, aber auch nicht fehlerlos. Erwähnt muß werden, daß einzelne Sportklübspieler, die Niederlage vor Augen, sich nicht gerade fair zeigten. Lowak und Teufel hätten zumindest eine Verwarnung verdient. Das Spiel beginnt nicht gerade lebhaft, Sportklub, mit der Sonne im Rücken, wird zuerst gefährlich, aber die Amatcure-Backs klären die Situation. Bei dem Gegenangriff der Violetten geht Hansl den Tormann an, erkämpft sich den Ball, findet aber keine freie Schußlinie. Die Sportklub-Backs wenden meisterhaft ihre berüchtigte „ofs-side"-Taktik an und die gegnerischen Stürmer falfeu ihnen jedesmal geradezu kläglich hinein. Einige brenzliche Situationen klärt Edi durch Heranslaufeu, cm Schuß Karls verfehlt nur knapp das Ziel, Hansl, allein und off-side vor dem Tore stehend, trifft ebenfalls nicht ins Schwärze. Bei einem schnellen Angriff des Sportklubs begebt Heikenwälder einen Fehler nnd Hansl erzielt das führende Tor. (1:0 für Sportklub). Die Amateure lassen sich nicht entmutigen, ober erst knapp vor der Pause gelingt es Hansl, eine von Jenö.Konrad eingeleitete Aktion mit einem Bombenschuß aüzuschließen. Halbzeit 1:' 1. Nach Seitenwechsel spielen die Amateure mit der Sonne im Rücken und machen eine leichte Ueberlegenheit geltend. In der zwölften Minute führt in Prachtlauf Euttis an Halves nnd Backs der Dornbacher vorbei und Amateure führen 2:1! In der Folge vergeben die Violetten mehrere gute Gelegenheiten, aber auch einzelne gefährliche Angriffe des Sportklubs bleiben ergebnislos. Zankl wird bei einem Zusammenstoß mit Kurz leicht verletzt, spielt aber gleich wieder weiter. Noch einmal hat Jokl einzugreifen, dann Schluß. Kornerverhältnis: 3:2 für Amateure. Rrrdolfshkgel — Vienna 3 :2 (1:2). Allicklicher Sieg der verjüngten Rudolsshiigel-Mannschaft. Hohe Warte. 26.000 Zuschauer. Schiedsrichter Reichsfeld. Rndolfshügel: Litzky; Wagner, Dworschak; Kohn, Lang, Prohaska; Minarik, Fröhler, Kreuz, Duspieva, Kölbl. Vienna: Pendl; Tobias, Blum; Tremml, Chrenka. Ludwig; Eckl, Heinleiu, Kargl, Bulla, Trinkl. Nudolfshügel bestritt dieses Wettspiel mit einer gänzlich „verjüngten" Mannschaft. Nur fünf Leute der bisherigen „Ersten^ waren gestern in der Favoritner Elf tätig, aberdas Experiment gelang und bewies deutlich, daß diese Maßnahme, wäre sie rechtzeitig und allmählich erfolgt, schon längst vorzügliche Erfolge gehabt hüte. Die jungen. Nndolfshügler Spieler zeigten zwar nicht allzuviel Kunstfertigkeit, brachten aber einen lebhaften und frischen Zug in die Mannschaft, der manche Mängel aufwog. An der Verteidigung erwies sich Dworschak seinem routinierten Partner Wagner als ebenbürtig, womit allerdings nicht gesagt sein soll, daß die beiden fehlerlos spielten. Der Ersatztormann zeigte einige gute Paraden. Vorzügliches leisteten die betben Seitenhalves Prochaska nnd speziell Kohn, der neue Mittelläuscr Lang fiel gegen sie etwas ab. Im Angriff kam von den Junioren der rechte Flügelstürmer M i n a r i k, dank der Unterstützung F r ö hlers, am meisten zur Geltung. Duspieva scheint für dm erste Mannschaft doch noch etwas zu jung. 15. Mai 1922 Seite 3 Vienna hatte im allgemeinen mehr vom Spiele Die Stürmer kombinierten recht gut, vermochten sich aber, wie schon so oft, vor dem Tore nicht, durchzusetzen. Die Mannschaft der Blau-Gelben weist neben ganz, vorzüglichen Spielern einige schwache Punkte auf und dieser Umstand wurde ihnen auch gestern zum Verhängnis. Trinkl ist in einer erstklassigen Mannschaft ganz und gar unmöglich. Neben überraschend guten Aktionen leistet er sich geradezu haarsträubende Schnitzer. Die durch den Abgang Webers entstandene Lücke ist ebenfalls noch immer nicht ausgefüllt, überdies versagte Eckl und auch einige andere Leute spielten unter ihrer sonstigen Form. Wirklich zu befriedigen vermochten nur Pendl, B l u m, C h r e nk a und Karg l, in dem die Vienna endlich einen einigermaßen brauchbaren Flügelstürmer ■ gefunden hat. Das Spiel ist anfangs offen, die Vienna-Angriffe sind aber weit gefährlicher als die ebenfalls recht häufigen der Favoritner. Nachdem Bulla nnd Heinlein mehrere gute Chancen vergeben haben, gelingt es endlich Trinkl, eine Flanke Heinlcins 5um ersten Treffer zu verwerten. Kargl nützt einen schweren Fehler Wagners zum zweiten Goal aus, aber Nudolfshügel ist nicht entmutigt, und eS dauert nicht lang, bis Kreuz den Vorsprung der Gegner verringert. Halbzeit 2:1. Nach der Pause hat Breuna weiterhin etwas mehr vom Spiel, doch Fröhler gelingt durch einen schönen Schuß nach einem Strafstoß der Ausgleich. Das pulvert die Favoritner auf, sie unternehmen heftige Angriffe, und erst gegen Schluß drängt wieder Vienna. Gerade in dieser Zeit gelingt aber Duspieva nach einem Durchbruch der siegbringende Treffer. Vienna zieht nun Blum in den Angriff vor, vermag aber an dem Stande nichts mehr zu ändern. Kornerverhältnis 6:6. Nechrd — HevLha 1:1 (9: v). Hertha spielt nach der Pause mit zehn Mann. Rapid-Platz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter G. Grünbaum. Rapid: Pauler; Klär, Steyskal; Neubauer, Brandstätter, Nitsch; Witka, Uridil, Kuthan, Bauer, Wesselv. Hertha: Ostricek; Malousik, Schneider; Sokel, Kantner, Listopad; Richter, Kabada, Sylvester, Schindelar, Picha. Das gestrige Spiel bewies wieder, daß Rapid seine Glanzzeit hinter sich hat. Leider zeigt die von früher sieggewohnte Mannschaft jetzt recht wenig Sportgeist und spielt nach dem Grundsatz: „Der Zweck heiligt die Mittel". Die Grünen traten bis auf den verletzten Wöndrak in ihrer verstärkten^ Aufstellung an.. Der linke Flügel und Kuthan waren technisch ausgezeichnet, aber ohne alle.Durchschlagskraft. Uridil war. in jeder Beziehung der gefährlichste Stürmer. In der Deckung waren die Flügel besser als Brandstätter. In der Verteidigrmg bot Steyskal eine hervorragende Leistung, Klär siel gegen ihn stark ,ab. Pauler war sehr sicher.. Die Favoritner spielten mit fünf Ersatzleuten, die sich durchwegs sehr brav hielten. Ihre Haüptstärke lag in der Verteidgung, besonders Ostricek bewies ganz hervorragendes Können. Kantner bot eine Extraleistung und entschied fast alle Einzelaesechte mit Kuthan und Brandstätter zu seinen Gunsten. Er war auch der eigentliche Angriffslenker und zwang durch seine seiuberechne'ten Patzballe die drei wenig routinierten, aufgeregten Ersatzstürmer förmlich zum Kombinieren. Schindelar ist etwas langsam, aber technisch und auch, was bei seiner geringen Erfahrung um so aner kennenswerter ist, taktisch gut ansgebildet. Das günstige Abschueiden der zur Hälfte aus Ersatzleuten bestehenden Mamcschaft war ein wohlverdienter Erfolg der rührigen Sektionsleitung, die jahrelange, mühsame Arbeit auf die Ausbildung der Jungmannschaften verwendete. Vor Halbzeit entwickelte Rapid im Felde eine erdrückende U Überlegenheit, doch verhindert die gut disponierte Hertha- Verteidigung,. besonders Ostricek, jeden Erfolg. Einmal gelangt Wessely nach einer schönen Kombination mit Kuthan und Uridil allein vor das gegnerische Tor, er verschießt aber. Auch Bauer vergibt eine Reihe ■ günstiger Gelegenheiten. Kuthan kommt nie zum Schießen, da er in seinen langwierigen Vörbereitungerl regelmäßig gestört wird. ■' Die zweite Spielzeit bringt zunächst offenes Spiel, dann beherrscht Hertha durch eine Viertelstunde souverän das Feld. Trotzdem ffchießt Uridil bei einem blitzschnellen Vorstoß das erste Tor. Da Ostricek bei dieser Gelegenheit so zugerichtet wurde, daß er ohnmächtig vom Platze getragen werden muß, scheint ein Debakel der Favoritner unausbleiblich. Sie halten aber auch mit zehn Mann das Spiel offen und Kantner, der ins Tor gegangen ist, fängt sofort einen scharfen Schuß Brandftätters. Kurz darauf bombardieren Schindelar und Richter die Goalstangen nnd zehn Minuten vor Schluß wälzen sich nach einem gut getretenen Freistoß die ganze Rapid-Verteidigung, drei Heriha-Stürmer und auch der Ball ins Tor von Rapid. .-Ostmavk — Wecker v r v. Gute Verteidiger. Ostmarl-Platz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter Kienzl. Ostmark: Kraus; Pichler, Hiltl; Trs, Hofbauer 1, Lackenbaner; Tscherwitz, Biegler, Patzelt, Hofbauer 2, Rybnicek. Wacker: Reicz; Kolndorftr, Huber; Pellet, Resch, Liebhardt; Jellinek, Kowanda, Wana, Röscher, Stach. Ostmark konnte aus diesem Treffen einen wichtigen Punkt Herausbolen, den sie nicht zuletzt dem vorzüglichen Spiel ihrer Verteidigung zu verdanken haben. Hofbauer 2 wurde zu gut bewacht, um entscheidend eingreifen zu können. Der Wacker-Angriff konnte sich nicht recht zusamenfinden, obwohl die Hintermannschaft, in der Huber 2 besonders hervorstach, den Angriff innner wieder nach vorne warf. Vom Abstoß weg ist Ostmark in Front. Langsam gewinnt Wacker die Oberhand, und bereits in der 16. Minute müssen die Hausherren drei Ecken über sich, ergehen lassen, die aber unausgenützt bleiben. An der 43. Mnrute kommt derselbe Spieler schön durch, gibt zu dem freistehenden Röscher, der aus kürzester Distanz verschießt. Nach Seitenwechsel stellt Ostmark um, und zwar geht Rybnieek als Zenterhalf, Biegler am linken Flügel und Hofbauer 1 in die Verbindung. Bereits in der 0. Minute schießt Hofbauer 1 einen Freistoß, der wuchtig getretene Ball geht an die Stange und wird von dem hinzncilenden Hofbauer 2aus zwei Meter Entfernung über das Tor gejagt. Knapp vor Schluß erscheint ein Treffer, unvermeidlich, als Hofbauer 2 ans nächster Entfern.mg einen Bombenschuß aufs Tor gibt, den aber der gut placierte Reicz noch zur Ecke abwehreu kann. Simmering — Admira 2 r 2 (0:2). Simmering kämpft unglücklich. Simmeringer-Platz. 4000 Zuschauer. Schiedsrichter Rctschury. Simmering: Swinka; Riedl, Prießmann; Lukesch, Röscher, Baumgartner; Danis, Dumser, Pulvrrtel, Milosits, Dworschak. ' Admira: Wieser; Neidlinyer, Czihak: Burgert, Führlinger, Weigl; Siegl, Runge, Klnna, Schiert, Frauneder. Die Simmeringer mußten sich wieder einmal als die bessere Mannschaft mit einem unentschiedenen Resultat begnügen. Wenn aber die Mannschaft auch weiterhin derartige Spiele liefert, so braucht ihr um ihr weiters Abschneiden nicht bange zu sein. Die Admira konnte sich gestern durch zwei hervorragende Einzelleistungen Klimas einen Vorsprung sichern, der ihr dank der vorzüglichen Arbeit ihrer Verteidigung einen Punkt rettete. Das Wettspiel brachte recht hübschen Sport. Bei den Hausherren spielte die Verteidigung gut, aber ein wenig riskant. In der Deckung bot Baumgartner eine ausgezeichnete Leistung, seine Partner standen ihm nur wenig nach. Vorne gefielen Danis und Pulpittel, aber auch Milosits und Dumser leisteten wertvolle Arbeit. Der Ersatztormann befriedigte. Bei Admira überbot Wieser im Tore sich selbst. . Neidlinger bot, obwohl er in der zweiten Hälfte verletzt wurde, die beste Verteidigerleistung aus dem Felde. Deckung nnd Angriff boten nichts Besonderes. Gleich nach Spielbeginn ziehen die Roten vor das gegnerische Tor. Trotz andauernder Belagerung verhindert Wiesers glänzendes Spiel jeden Erfolg der Hausherren. Glücklicher sind die Gäste, die durch zwei Durchbriiche Klimas ebensoviele Tore buchen. Noch vor Halbzeit holt Simmering dutch Milosits auf. Nach dem Seitenwechsel ist Dumser erfolgreich. Trotz andauernder Ueberlegenheit kann aber Simmering das siegbringende Tor nicht erzielen, Stand der Meisterschaft der I. Klaffe. «■ T»re Verein Sportklub . Punkt« Amateure Bccnna Floridsdorf .18 © 13. 2 S; 3» 40 ' «t 19 28 . .19 30 6 3 40 26 26 12 1 6 47 29 26 m . 18 10 2 6 54 40 22 . .18 7 5 6 27 28 19 .17 7 4 6 26 26 18 . 20 7 4 9 88 37 18 * .17 . 7 2 8 27 84 16 .18 4 8 6 25 28 16 6 A 8 35 37 14 .19 5 4 10 23 41 14 . 17 4 3 10 34 62 11 . . . . 17 2 3 12 24 46 7 li. KLaffe. Simmering - Die gestrigen Spiele endeten mit den Siegen der führenden Vereine, obwohl letztere keine besonderen Leistungen boten. Nachstehend die Berichte: W. A. C. — Simmeringer S. V. 2:0 (1:0). Der W. A. C. konnte erst nach schärfstem Kämpft die ambitionierten Simmeringer bezwingen. Die SchwarEoten hatten in Neumann, Eichler, Buschner, Hudec und Sudrich ihre besten Leute. Die Simmeringer gaben dem W. A. C. einen ebenbürtigen Gegner ab. Der W. A. C. bedrängt sofort. Beim Gegenangriff der Hausherren verkäpft Necas. In der 41. Minute rasiert Swoboda, Eichler läuft durch, paßt zu Neumann, der mit schönem Eckschuß dem W. A. C. die Führung verschafft. Nach Seitenwechsel ist zuerst die S. S. B. in Front. Necas tauscht mit Büzenee Platz, wodurch S. S. V. bedeutend an Offtnsivkrast gewinnt. In der 33. Minute nützt Hofstettor einen Fehler Swobodas aus und stellt das Endresultat her. Schiedsrichter Großmann. Reserven 3:2 für W. A. C. 2000 Zuschauer. Germania — Red Star 1 r.0 (1:0)* Da der' nominierte Schiedsrichter nicht erschien, leitete Herr Negrin das Spiel. Die Germania war mit viel Eifer bei der Sache und konnte einen knappen, aber verdienten Sieg erringen. Eine Glanzleistung vollbrachte die Verteidigung. Auch bei Red Star war die Verteidigung der beste Mannschaftsteil. Anfangs gleichwertiger Kampf. Erst in der 35. Minute gelingt es Swoboda, mit schönem Weitschuß das einzige Tor zu erzielen. In der zweiten Spielhälfte artet das Spiel aus. Grätzer nnd Havelka wrden ausgeschlossen. 4000 Zuschauer. Reserven 1:1. Gersthof — Sturm 1914 3.r2 (1:1). Knapper, aber verdienter Sieg. Die Gersthoftr hatten in den beiden Flügelstürmern, dann in Weiglhofer und Molnar die besten Kräfte. Auch bei den Hausherren boten die Außenleute die besten Leistungen. In der ersten Spielhälfte spielt Gersthof gegen Sonne und Wind, trotzdem kommt er aoer aus ernem Durchbruch Kleinpeters 1 zu seinem ersten Tor. Bald darauf gleicht Lambrechter ans. Nach Seitenwechsel skort Schink zürn zweiten Male, doch läßt der Ausgleich durch Pabeschitz nicht lange auf sich warten. Nachdem Grnber wegen Kritisterens ausgeschlossen wurde, konnte Wazulek den schönsten Treffer des Tages erzielen. Schiedsrichter Kaulich. Reserven 6 :2 für Sturm 1914. Slovan — Nennweg 2 r 1 (1 r 1). Die Tschechen waren in technischer Hinsicht besser. Bei den Rennwegern bildete das Verteidigungstrio den besseren Mannschaftsteil. Das Spiel war unschön und wurde besonders in der zweiten Spielzeit in einer überaus scharfen Gangart erledigt. Nach der Halbzeit wurden bei jedem Verein zwei Spieler ausgeschlossen. Hanel erlitt eine schmerzhafte Verletzung und schied 30 Minuten vor Schluß aus. Slovan beginnt mit heftigen Angriffen und der Tormann der Rennweger bekommt reichliche Arbeit. In der 31. Atinute erhält Hanel den Ball und schießt ein. Noch vor dem Seitenwechsel gleicht Budin aus. Nach der Pause spieleu beide Manuschaften auf Siea. Die Rennweger sind in der Wahl ihrer Mittel wenig wäylerisä). Hanel schießt das siegbrinaende Tor. Schiedsrichter Ferrh. Nuffdorf—Wierrer Sportfoemrde 2:2 (1 r 0). Die Ni'.ßdorser, die auf eine sehr erfolgreiche Frühjahrsspielzeit zurückblickeu, muhten sich diesmal mit einem unentschieoenen Ergebnis zuftiedengeben. Am besten gefielen der Btittelläuftr und das linke Flügelpaar. Bei den Sportfreunden war die Deckung der beste Mannschaftsteil. Nach wechselndem Spiel kommt Hürmer in der 29. Minute allein vor und sendet das Leder in das Torgehäuse der Sportfreunde. Nach der Panse wird der Kampf sehr scharf geführt. Die Nußdorfer nehmen eine Umstellung vor, die zunächst kein.e Vorteile bringt. Die Sportfrerrnde gewinne,! die Oberhand nnd Nigrovie führt den Ans.uei'h herber. Die Ueberlegenheit der 'Sportfreunde dauert an'und sie erreichen in der 2c. Mi- \m ui.

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