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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-11 · Heft 1177 (11.5.1922) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1177 (11.5.1922)
Date
1922-05-11
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Wien, DonnerLiag Wiener Morgenzeitung 11. Mai 1922 Nr. 1177 -- ‘ : ' besondere Aiaufiuft, da Deutschland z. B. um 30 bis 50 Prozent billiger liefert. Die Preise des Fertigmaterials sind gegen das Vorjahr bedeutend gefallen.. Während mall für ein Kilogramm Buntdruckpapier G,ö bis 7 tschech.- K. zahlte, komnrt es heute.auf 4 tschech. K. zu . stehen. Wie verlautet, soll der Preis noch weiter herab-, gesetzt werden. Kanzleipapier wird nach wie vor mit 8 bis 10 tschech. K. pro Kilogramm gehandelt. . Der inländische Papier m a rtt stagniert fast, völlig. Wie bei anderen Industrien, liegt der Grund vor allem in der erwähnten neberproduktion und im Fehlen von Exportaufträgen,, wodurch die bestehende AbsatzLrise bedingt erscheint. Es ist noch lange nicht alles getan, die Kohlensrage endlich in günstigen: Sinne zu lösen. Das spat cinsetzende Frühjahr zwang die meisten Fabriken, die bekanntlich von der Wasserzufuhr, abhängig sind, ihre Kohlenreserve anzugreisen, wodurch sich die Produktionskosten, die ohnedies durch die hohen Steuern und Pahnfta»./.."-'- (Ruzem^erg—Brünn 35 tschech. K. sur 100 Kilogramm) sowie die gesteigerten Materralpreise und Regieauslagen rapid emporschnellten, noch nur ein Bedeutendes erhöhen. Was die L o h n v e r h ä l t n i s s e anlangt, wurde von den Erzeuger» der Versuch gemacht, die Löhne um 20 Prczrut (Abbau der Teuerungszulagen) herabzusetzeu, was bei der Arbeiterschaft auf teilweise berechtigten Widerstand stieß. Der Ansstand, der sich auf einige Großbetriebe erftreckt. dauert bereits die zweite Woche an. Die mir Verlust.arbeitenden Produzenten wollen nicht nachgeben und erhoffen hon der Lohnermäßigung eine beträchtliche Verbilligung der Produktionskosten. Die gegenwärtige Lage wird auch dadurch gekennzeichnet,. daß sämtliche Betriebe nur zwei bis vier Tage in der Woche arbeiten (fünf Prozent der vollen Kapazität). Der Rest der Erzeugung liegt infolge der Stagnation aller übrigen Industrien (Textil) fest. Da neue Abschlüsse nicht getätigt werden, haben auch große Firmen nur noch Aufträge ftir wenige Tage (Rußland). Etwas besser, steht es in der Zigarettenpapierbranche. die infolge der hochwertigen Qualität ihrer Erzeugnisse auch mit Auslandsorders versehen ist. Im allgemeinen ist für den Herbst eine Wiederbelebung des Geschäftes zu erwarten. Sollten sich die Preise der Rohstoffe und die Arbeitslöhne - wieder so weit verbilligen lassen, daß i1* Höhe der tschechischen Krone kompensiert erscheint, ist auch mit einer Besserung der Konjunktur zu rechnen. - . . . Die «eue Handelskammer in Petersburg. Aus Riga wird Ans berichtet: Vor kurzem wurde in Petersburg die neue Handelskammer eröffnet. Diese Erössnungsseicr ist von großer politischer Bedeutung, denn die neue Handelskammer bildet auch ein Wahrzeichen für den neuen wirtschaftspolitischen Kirrs, den die bolschewikische Räjeregierung unter dem Drucke, der Verhältnisse nehmen muß. Die neue Petersburger Handelskammer ist in dem Gebäude der ehemaligen Börse untergebracht. An der Eröffnungsfeier beteiligten sich außer den Vertretern der Institutionen der Sowjetwirtschaft, den Behörde:: und den ausländischen Missionen auch die in Petersburg bereits funktionierenden auswärtigen Handelskammern und die Vertretungen der neugeschafferien Truste. Der Präsident der Petersburger Handelskammer Logge erörterte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung der neuen Handelskammer, indem er darauf hinwiesdas; die Gesellschaftsklasse, die früher in diesen: Gebäude, als es das Heim der Börse war, geherrscht hat'.eund zu jene* Zeit das Gehirn des Weltkapitals bedeutete, nicht mehr bestehe, da sie in der kapitalistischen Krise zugrunde gegangen sei. Nunmehr habe das Staatskapital und das genossenschaftliche Kapital die Aufgabe, die- Volkswirtschaft auszubauen. Während das Kapital bisher die Zivilisation förderte, habe es künftighin das Menschentum zu fördern. Der nächste Redner, Cyperowitsch besprach die Wege der neuen russischen Handelspolitik und die Allsgaben.der Handelskammer im Rahmen dieser Politik. Programmatisch führte Cyperowitsch aus, daß in der Wiederbelebung des noch der Revolution verödeten Gebäudxs, ir. welchem sich die neue Petersburger Handelskammer etabliert habe, ein Symbol des Willens. liege, auch ändere zerstörte Formen wieder ftr Ordnung zu bringen. Die neugegründeten russischen Truste utijb Genossenschaften müssen auch daran gehen, ihre Ausgabe zu erfüllen, die darin bestehe, die. Arbeit des Handels zu verrichten und Rußland mit dem Ausländern friedlicher wirtschaftlicher Arbeit zu verbinden. Die Budapester Kontermine an der Arbeit. Seit einigen Tagen widmen die hiesigen Iinanzkreise der erhöhten Tätigkeit der Budapester Kontermineplatte, die sich in den letzten Tagen wieder den Wiener Platz als Arbeitsfeld zu ihren Machinationen erwählte, rege Aufmerksamkeit. Die Aktion der Budap'cster Kontermineure richtet sich in erster Reche gegen die favorisierten Papiere der Wiener Börse rmd von Budapest aus werden mit Hilfe williger Wiener Börsensprachrohre alarmierende Gerüchte ynd Falschmeldungen verbreitet, um das Wiener Publikum dauernd zu beunruhigen, mißtrauisch zu machen und die Aktienbesitzer derart zu verwirren, daß sie sich ihrer Papiere entledigen und die Budapester Haifische . ihren Beutezug ohne Risiko durchführen können. In Wiener Finanzkreisen erzählt n:au, daß Herr Simon Krausz, der in Budapest eine führende Rolle in der Korücrmiuc spielt, sich jetzt auch der Unterstützung eines Wiener Großbankdirektors erfreut und mit seinem Budapester Anhang die Baisseaktion gegen .die Slaatsbahnakticn, die Rima- und die Südbahnwertc dirigiert. Man wird die Tätigkeit dieser eigentümlichen Gesellschaft scharf kontrollieren müssen, damit nicht wieder Tausende durch die Budapester Skrupellosigkeiten zu Schaden kommen. Präsident Bernhard Metzler gestorben. Bernhard Metzler, Ehrenpräsident der Anglobank und einer der bedeutendsten Industriellen Oesterreichs, ist hi:' Alter von 83 Jahren gestorben. . Auch als Wohltäter zeichnete er sich aus. . Eine amerikanisch-palästinensische Finanzierungsgesellschast. In New-Hork wird eine Gesellschaft für die'Finanzierung k au f n: ä n n i s ch e r Unternehmungen gebildet, dieöo:: der zionistischen Organisation empfohlen werden. Ihre erste Aufgabe ist die Begebung der auf 30.0 0 0 Dollar lautenden Aktien der Tcpvichfabrik „Marbadia Polostine. Carpet Company", welche als amerikanische Gesellschaft registriert wurde. (I. C. B.) A. Gerngroß Aktiengesellschaft. In der am 9. d. abgehaltenen Verwaltungsrätssitzung wurde beschlossen, der für den 24. d. einbcrusenen Generalversammlung für das Jahr 1921 die Verteilung einer Dividende von 120 K. vorzuschlagen. Postpaketannahme durch die Postämter Zicqlergasse, Doblergasse und Westbahnstraße. Zufolge des Einschreitens des Gremiums der Wiener' Kaufmannschaft hat die Generalpostdirektion verfügt, daß die im 7. Bezirk gelegenen Postämter Wien 60 (Zieglergasse 8), Wien 61 (Doblergasse 1—3) und Wien 136 (Westbahnstraße 66—58) vym 1. d. ent Jnlandspakete unbeschränkt annehmen. Postämterverzeichniffe. Ilm den Absendern von Paketen in Wien die Berechnung der inländischen Paketgewichtsgebühren, die ab 1. d. nach Entfernungsstufen verschieden sind, . zn erleichtern, hat die Postsektion des Bunoesmimsteriums für- Verkehrswesen die für die Postämter in - Wien aufgelegten Verzeichnisse der Postämter in Oesterreich mit Angaben der Zonen in größerer Auflage Herstellen lassen. Diese sind in den nächsten Tagen bei den größeren Postämtern in den einzelnen ' Bezirken sowie beim Zeitungspostamt, Wien, 1. .Bez., -Postgasse 6, um den- Preis von 250 K. für das Stück erhältlich. Die elektrotechnische Industrie Italiens. Ans M a iland wird berichtet: Auf Anregung des Unterstaatssekretärs des Schatzamtes de Capitani fand hier eine . Versamm-. lung der Firmen der elektrotechnischen Industrie Italiens statt. De Capitani llegte dar,, daß Italien von Deutschland auf Reparationskonto Waren im Werte von 240 Millionen.Goldmark zu erhallen habe, was' einer Milliarde Lire entspreche. Bei aller. Rücksichtnahme auf die heimische Industrie, könne auf diese -bedeutende - Reparationsforderung nicht verzichtet: werden. Er forderte die Industrie zur Mitarbeit und zur Vorlegung positiver Vorschläge auf. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. , ‘ Abrechnungsverkehr des Wiener Saldierungsvereins. Die Zahl der Mitglieder des Wiener Saldierungsvereins hat sich, in: Jahre 1921 um eines vermindert und um eines vermehrt; es sind dermalen zwanzig Institute in dem Verein vertreten. Die im Jahre 1921 zum gegenseitigen Austausch gebrachten Wechsel, Schecks, Anweisungen usiv. ' betrügen 262.048,038.960 K. 96 H. (darunter Schecks 233.638,431.168 K. 77 H.) gegen 68.075,233.823 K. 55 H. (Schecks: 55.821,691.735 K. 31 H.) im Jahre 1920. Es hat sich.sonach der Abrechnungsverkehr um 193l972,805.137 K. 41 H. oder um 284,939 Prozent erh ö ht. Von 'den gegenseitigen -Forderungen wurden im Jahre 1921'zirka 59 Prozent der Einreichung durch Kompensaiton, die übrigen 41 Prozent durch Gutschrift, beziehungsweise Lastschrift auf Bankgirokonto der betreffenden Mitglieder ausgeglichen. Im Jahre 1920 waren zirka 48,50 - Prozent - durch Kompensation, 51,60 Prozent Mer Girokonto zur Ausgleichung gelangt?. ^. Im Petersburger Hafen sind anläßlich der bevorstehenden Eröffnung der Schisfahrt Arbeiten im Gange. Sobald der Finnische Meerbusen eisfrei sein wird, werden süMebn englische» amerikanische und deutsche Dampfer mit Waren im Gewichte von 85.000 Tonnen einlausen. Credit-Anstalt. Der VerwaltungSrat hat die Prokuristen Mch'ard Langstein und'Crnft Ornstein zu Direktor- Stellvertretern ernannt. Börse für landwirtschaftliche Pro: rr?:Le. Tie Grundtendenz des Wiener Marktes hat sich neuerlich befestigt, gleichzeitig haben sich die Getreideunisatze verringert, nachdem die Ausnahmsfähigkeit des Konsums immer schwächer wird. Andauernd lebhafte Umsätze finden im Mehlhandel statt. Wie verlautet, ist das seitens der ungarischen Regierung, zugestmdeue Aussuhrq.—.. mn bereits zur ^ersenduug gelangt, und die Ausbietungen, der- Budapester Mühlen sind rummehr außerordentlich gering., In dieses Woche Konten bereits in amerikanischem Mehl einige Umsätze geth...,. werden, und beim Bert regen der ungarischen Znft:hren wird wohl das amerikanische Produkt in der nächsten Zeit berufen sein, den hiesigen Bedarf zu amuentieren. Ungarisches Nuller erzielte heute bis K. 780.—, österreichisches Backmehl ist etwas billiger-erhältlich und Ingonuller zu st K. 24.80 ab Spielfttd: In R^äenmehlen ungarischer Herkunft wickelt sich der Verkehr auf der Preisbasis von nng. K. 54.— bis 60.— je nach Qualität ub. Der Verkehr in Getreide hielt-sich in engeren Grenzen, die Stationspreise in ungarischem Getreide haben sich etwas erhöht, ebenso mußten für, greifbaren Mixedmais bis K. 360.— und für rumänische oder jugoslawische Ware, ebenfalls. prompt greifbar, bis K. 375.-7anLelegt werden, um sich Ware zusichern. Hafer würde im Transitverkehr tschech. K. 2.15 ab Vreßburg, slowakisches Primamalz zu K. 700— Wien und Moldau bis zu K. 600.— Wien umgesetzt. In Reis ist der Absatz infolge Verteuerung der ausländischen Valuten schleppend. In Raubfutter haben sich die Verhältnisse insoferne geändert, als Stroh besserer Nachfrage begegnet und werden für solches K. 100.— bis K. 110.— bezahlt. Wiener Holzbörse. (Eigenbericht der »Wiener Morgenzeitung") Ter Besuch an der gestrigen KolMrse war schwächer als sonst, was darauf zurückzufüdren sein dürste. daß die Kandier lind die in Betracht kommenden Interessenten mit der Expedition der früher getätigten Abschlüsse nach dem Ausland beschäftigt sind. Das Anbot war gering, die Nachfrage gestattete sich etwas befier, was als Zeichen einer Besserung der Situation anzusehen ist. Die Tendenz war unverändert fest. Abgeschlossen wurde von Nadelholz-Rundholz Schleisholz-Langbvlz. Ö bis 14 cm, 4 bis 16 m p 16.500 K. ob niederösterreichischer Station, von Nadel- Holz-Schnittmaierial 25 mm Bretter von 20 bis 30 cm aufwärts zu 52.000 K. ab Wien. A u s g e b o t e n wurden von Nadelliotz-Rundholz Langholz von 19 em aufwärts. 4 bis 16 m zu 26.000 K. ab niederösterreichischer Station, von Nadelhotz-Schnittmaieriol 13 nun Bretter' von 10 bis 20 cm zu 42.000 K.. 33 mm von 20 cm aufnäris zu . 49.000 K. ab niederoslerreichischer Station. Staffel von 8:8 auswärts mit Kern zu 46.000 K. ab niederösterrerchischer Station, von Laubholz-Rundhvlz Buche, 25 bis io cm zu 27.000 K. ob burgenländischer Sialion, Erle, polnisch, von 23 em aufwärts, I», zu 60.000 K.. Wien, Esche, 28 cm, Mühri ch zu 65.000 K. W:en. Wime (Rüste), mährisch zu 50.000 K. Wien, von L a u b h o l z - S ch n i t t m a t e r i a l ungedämpfte Buche, inländisch, W bis 100 mm zu 46.000 ftawonisch I zu 100.000 K. Wien, gedämpfte Buche, bosnisch, von 27 mm aufwärts, ftawonisch 1. Klasse zu 130 000 K. Wien, , Eiche, inländisch von 40 mm aufwärts zu 100.000 K. Wien. Eiche von' 27 mm aufwärts zu 130.000 Ä., Erle, polnisch, von 20 mm aufwärts zu 130.000-K.. Wien, Esche von 60 mm aufwar.s mit Seiteninalerial zu 140.000 K., Wien, Linde, I. Älaffe, ilau-rnila') zu 150.600' K. Wien, Alme (Rusts)., mährisch zg U0(.yo K-, Weißbuche.' slawontsch, 1. Klasse zu 130.600 K.. Buche, Siebenbiirg.'r (Loulesware) zu 85.000 K. Wien, ferner srischcs Ärennho'z zu 190.000 K. ab niederösterreichischer Station. - Wiener Warenbörse, (Eigenbericht der .,.Wiener Morgenzeitung".) Zum ö f s e n i 1 i ch e n B e r k a u f e gelangten lauf* Artikel 343 des H.-G.-D. Faber-Kopierstifle (442 Gros) zu 200 Ata:!: per Gros sowie 400 Gros Bleistifte zu 60 Mark per Gros. Berliner Börse. Berlin, 10. Mai. Ans dem heutigen Effektenverkehr hatten weniger politische Momente als Erwägungen wirtschaftlicher Ar: Einfluß. Man wies auf die vermehrt sich zeigenden Mel- , düngen hin, wonach der Höhepunkt der Industriekonjunktur überschriten, sei, und erklärt hieraus die bei der Spekulation bestehende Geschah. ..uüust und Abgabeneigung. - Das' Privatpublikum zeigte dagegen Neigung, noch an seinem Besitze fest- Zubalten. Bei der geringen Aufnahmsfähigkeit ergaben, sich gleichwohl beträchtliche Rückgänge. So oüßten Neu-Essener 140, Laurahütte 20, Phönix 50, Berliner-Maschinen 65 und Deutsche Waffen 1:0 Prozent-ein. Im a:-gemeinen waren für Jndustriewerte Kursrückgänge vor: 10—50 Prozent sestzuftetfeu. Bankwerte ließen Widerstandsfähigkeit erkennen. IsN späteren Verlaufe machte sie, eine leichte Besserung bemerkbar, die aus Deckungskaufe der Spekulation zurückgestihrt wurde. Aus dem Mlagemarkte verlören türk.sche Unleihen bei ruhigem Geschäfte-einen Test der an den Vortagen erzielten beträchtlichen Gewinne. Dagegen erhielt sich reges Kaufinteresse für. ungarische Werte. Auch österreichische Papiere waren fest. Mutsche Anleihen behaupteten ihren Kursstand. Die Devisen setzteni im VormitlagSve: lehr fest ein, schwächten sich dann - wieder ab uud erfuhren an der Börse leichte Schwankungen, Valutapapiere gaben etwas nach. -• ■ BuÄapeftev Börse. ' * Budapest, 10. Mai. Die heutige Börse. eröffnete bei allge«- ineiner Zurückhaltung in eher flauer Stimmung und die Kurse der führenden Papiere gaben durchweg nach. In der Kulisse war d:e Arbitrage infolge des Ausfalles der Wiener Börse nicht tätig. Nur die Kontermine nahm Deckungen vor. Interesse zeigte sich nur für Ntima-Wien infolge .der Kapitalserhöhring. Dieselben stiegen unter lebhaften Schwankungen von 3600 ans 3950. Südbahn-Aitien zogen von 3975 bis 4225/in: Kurte an. StaatsPahn-Aktien schlossen .nach^ 13>800. zu 14.100. Die Kursverluste des Bormitags wurden später größtenteils wieder wettgenurcht. Auf. den': Kohlenmarkte konnten sich, mit Ausnahme von Drasche-Aktien die Kurse behaupten,- desgleichen Eisenwerte. Der Spezialmarkt -tendierte, stau. Glühlampen-, Gummi- und Aegis-Attien waren reger) begehrt. Holzwerte blieben vernachlässigt. Auf den: Balutcnmarkte war die Tendenz flau. Der Dollar neigte zur Schwäche, während die deutsche Mark bei behauptetem Kurse ohne Umsätze blieb. Devisen wiesen nur in Prager und Berliner Lluszahlung einige Um-' sätze auf. ' Prager Börse. . Prag, 10. Mai. Die .heutige Bövse- Hatch bei maßia weichenden Kursen einen ruhigen. Verlauf, was auf die Rückgänge der gestrigen wiener Börse sowie auf zahlreiche Entlastungs- Verkäufe zurückzuführen ist. Anlagewerte' bewahrten ihre Festigkeit. In Staätspapieren herrschte teilweiser Warenmangel. Bedeutende Besserüngeu wiesen Mähr. Eskompte- Aktien -.auf. In Bcrkehrsaktien kam es zu bedeutenden/Preise erhöhungen, so namentlich BuschtiehradSr „A" (plus (plus 230) und Anflig-Teplitzer (plus 50).. Vpn JnmrsttiM Aktien besserten sich Kroatische Zucker-Aktien um 40, Papier. und böhmische Handelsanteile um 10, Desterr. Bergunp- Hüttenwerke um 16 Kronen. Unbefriedigte.Nqckftrage herrschte^ wrcder in böhmisch-mä yrlschen und west böhmischen Kaoline Aktien. Die Kurse der-übrigen Werte gaben Mmeist-mach,^ ohne daß sich ein starkes Angebot zeigte. Von Exoten schwächten/., sich Bulgaren ab. Kurssteigerungen erfuhren dagegen Brümmr Maschinen und Schönpriesener. Schlnßtendenz rnhig. Westdcvisen haben sich insgesamt befestigt. Im freien Verkehr zogest Berlin, Belgrad, Sofia, Wien, Warschau und Budapest i:v Kurse an. Die Devisenkurse. Zürich, 10. Mai. (Devisenkurse. — Miigeteilt von da Echweizetischen Kreditanstalt.) Berlin 1.80 (1.78), Holland 199.60 (199.25). Nlw-Vork 518.— (516.—). London 23.05 (23.03), Paris 47.40 (47.02), Mailand 27.55 (27.35), Brüssel 43.50 (42.70), Kopenhagen 110.12 (110.—), Stockholm 133.50 (133.50), Chriftiana 97.— (97.7-). Madrid 80.50 (80.40), Buenos Aires 187.50 (187.50), "-rag 9.85 (9.90). Budapest—.67 (—.67). Agram 1.85 (1.90), Bukarest —(-.-), Warschau —.13 (-.13), Wien Geld -.0625 (—.0625). Wien Ware —(—.—), Oesterr. gest. Kronen Geld —.0637 (-.0650), Oesterr. gest. Kronen Ware Amsterdam» 10. Mai. (Devisenkurse.) London 11.30Vz (11.56'/<), Berlin 0.90‘/2 (0.90), Paris 23.80 (23.70), Schmerz 50.15 (50.20), Wien 0.03 (0.03%), Kopenhagen 55.35 (55.30), Stockholm 67.- (67.10), Chriftiana 48.75 (48.95), New-York 260.— (260,12), Brüssel 21.75 (21.80), Madrid 40.40 (40.32), Stalien 13.77*/2 (J3.77Va), Budapest 0.33'/, (-.-). Berlin» 10. Mai. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgellempelt 3.30»/, (3.48), Prag 542.30 (554.30). Budapest 36,75 (37.20). Berlin» 10. Mai. (Kurse der Devisenzenkrale.) Noten: Dollar 281.95 (287.70), Pfund 1283.50 (1282.50), Italienische 1503.25 (1518.25). Polnische' 7.— (7.1?'/,). Tschechojlowakische 538.50 (548.25), Alle österreichische —(—.—), Oesterr. gestempelte 3.42'(3.52). Prag» 10. Mai. (Devisenkurse. — Mitgeleilt vom Bank« amte des tschechv-slowakifchen Finanzministeriums.) Berlin 18.35 (17.921/,), Zikl Ü 1022.— (1012.-), Belgrad 75.75 (75.25), Bukarest —(--.—), Wien 0.5087 (0.50). Warschau 1.20‘/2 (1.20), Agram —Budapest 6.62'/, (6.45). Jugoslawische 75.75 (75.25), Oeslerretchische gestempelte Krone 0.57 (0.57), Polnische 1.305 (1.20), Ungarische 6.625 (6.45). Cerinnungrseao««»! LLL AWiMMorflenzelhiifl

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