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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-06 · Heft 1172 (6.5.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1172 (6.5.1922)
Date
1922-05-06
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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mim Wfen, M; .«WiEflgK-CTOKGKKZEircrHg MamTWWWrc-ru ■—nnii«imi .iiniiiKiiii— h«i—ii*i.ii.<i ... t Mii-iinir grmrmf M ii i.B.« mimmmmnurnrntJ+m 'dieser Genearalvorsa-'minliftig' 4er Öbtrwcra 4er >Kinderfreu'nde« Regietnangsrat R. T a u s s i g 'beruhten ilooante, .der Verein habe eine s Febemt e K in d e riheimstäitte m Fl,oiridtsdo tri eröffnet. Wohl kämpft amcih dleir Verein: »Jüdische Kinderfreunde« mit den größten Materiellen Schwierigkeiten, doch dis Notschreie aius den-f^sdiiedensten, Bezirken, wo sich verwahrloste jüdische Kinder in den . Gassen Eanhentrieben, drängten zü^dcfeoditer -Tätigkeit. Auf der einen Seite Bitten ahs fast jedem Bezirk, endlich eine oder eine zweite' Heimstätte zu gründen, auf der anderen die Unmöglichkeit, die bestehenden, m. allem auf ..der. gewünschten Höhe zu eirihaltferi.' ' " , 'Der yorekr.ist, jßereife bei; 'einem .Mö*iü ja't’.jsb q.dj g e t von. mehr' als i ,6oo.ooq Kronen aingelaing.t! Der Kampf mit diesen tmgeheuedichen Erf-ordertiissen mußte die Energifen;der leitenden iPersönliehkeiitea uttid der bädctgiogi^ch'en Kräfte z«m größten j Steife absorbieren.. *’ Christlicher und jüdischer Antisemitismus. Briefe Adolf Fischhofs. ..Im.«ÄcbfüWteHden' ^öffentlichen wir äud . .. dem Nachlaß, des yerstorbenen Präsidenten .der: Wierter., israelitischen .Kuiltusgeminde Dr. Alfred Stern einige (besonders ms», kante, Briefe ''des 48-pemökraten ttncB .Vor- kämpfers. der nationalen Autonomie Adolf : . Fisdhh.of, die' nicht. verfehlen . werden,;; ' . In dem ibetroffeneh KrQise^ A'ufsehen m erregen. Die rückhaltlose Offenheit dieses , Politikers wirkt wie eine Befreiung gegenüber <lsr Feigheit der heutigen israelitischen Honohatoren. Fischhof hat das Dnge, nationale Judentum nicht gekannt -und stand - politisch außerhalb der- Nation-, die er «aber trotzdem nicht'■'yefrfetignete,' wenngleich die Mittel, die er - izua* Besserung der Lage des .Judentums vorpchlägt, unserer Au/ffassmig nicht «ifsprechen. Die Briefe sind bis' auf den letzten äa den rerstorhenn Dr. Alfred Stern,' »PräAderi'tcn der Wiener gemeinde,' gerichtet* Emmersdorf, Jäiiner 1H9L Hochgeehrter HCrr Doctor! A Ich freue .mich sehr,, daß. Sie, Ihr brieflich gegebenes Wort einlösend,' mich mit einigen Zeilen beehrten., Das Hauptthjeiha Ihres Schreibens ist das Elend und der Jammer unserer^ Glaubensgenossen' iq Rußland. Eine solche ' Magsetlverfblguhg hat in. der Tat nur wenige ihres Gleichen m der Leidensgeschichte der Menschheit und sie kommt“mir fast gar nicht aus dem Sinn. Sie glauben, daß ich’meine Stimme erheben sollte, aber .an welchen Teil 'der Bevölkerung sollte ich meine Worte' richten? An den ch r is 13 i ch eh? Eris t vom Antisemitismus durchseucht. Ja, alle unsere Christ!! chen Mitbürger, mit wenigen Ausnahmen," : s in d A n tfsemi t c n. Dar Unterschied besteht nur darin, daß die Einen, die - wilden, uns Juden selbst unter Anwendung der b estialisobesten Mittel, zugrunderichten wollen, während die Anderen, die Zahmen, schadenfrohe oder doch gleichgültige Zuschauer blieben, wenn wir. zu Grundie gingen. Auf derartig Gesinnte wirkte selbst die Beredtsamkdt eines Demostheneb nicht. Man kann schlummernde Gefühle erwecken, erstorbene ruft man vergebens wach. . Es,ließe sich somit, nur auf den jüdischen Theil der Bevölkerung wirken. Unzweifelhaft könnte man durch kräftiges Zusammenwirken aller westeu ropäischen Juden das Elend, unserer russischen Glaubensgenossen, nemen’tlich der .dürftigsten, wenn auch nicht beseitigen, so doch mildern und Wien als eine der faßten , Judengemeinden der Welt, könnte zu einer, solchen Hilfsaktion den kr'äf- | tigsten Impuls geben. ^Dic Aufforderung zu einer solchen Aktion .ch»xk;.-aHf.xD:H'ML sondern muß von den Vertretern, Seelsorgern und Honoratioren der j Wieaier Kulfusgemeindc ausgehen, die zunächst sich an 'die :österteicHiseh-tihgarischdh JudChgetiieinden und - dann an die auswärtigen sich1 zu wenden hätten. Col-; lecten, unter den Angehörig®« aller jüdischen Gemein- | den des Abendlands veranstaltet, müßten eijj&n statt-, i liehen Hilfsfonds bringen. Während ich diese Zeilen schrieb, führ mir ein Gedanke durch den Kopf, dessen Realisierung vielleicht nicht ohne Aussicht auf Erfolg wäre. Ich lege Ihnen denselben zur gefälligen Beurteilung,‘vur: Wie wäre es — so dachte ich mir—• wenn die Cültüsvorstände der : fünf : - größten Metropolen I Westeuropas, somit "die Vorstände von Wien, Berlin, : London, Paris und Roms, denen sich vielleicht noch die Vorstände in Budapest, Frankfurt am Main und Am* j sterdam anschließen könnten, eine Petition an den Czav : richteten und ihm dieselbe durch eine Deputation über-, i reichen ließen? Die Verhandlungen müßten in höchst! 'vertraulicher Weise stattfinden, so daß nichts in die . Oeffentüchkeit dränge. Auch die Deputation sollte sich! in aller Stille nach Petersburg begeben; denn nichts ' erregt den Unwillen eines Despoten so sehr, als die I Absicht einer durch die öffentliche Meinung zu übenden Pression auf seine Entschlüsse. Die Deputation ä dürfte nur aus einer ganz kleinen Zahl von Mitgliedern | 'bestehen, welche den hervorragendsten Männern der \ jüdischen Haüte-Finaoce zu entnehmen wären. Beispielsweise' Rothschild für Wien,' Bleichröder für Berlin usw. Solche Männer erschließen sich selbst die Pforten des russischen Kaiserpalastes. Ein sehr 'beredtes und die französische oder die .russische Sprache vollkommen beherrschendes Mitgliedmüßte der Deputation beigegeben werden, darsit er als Sprecher die Petition nachdrücklich, unterstütze., Deutsch dürfte lfian den Czar nicht ansprechen, weil die Deutschen und ihre Spräche derzeit!u Rußland höchst mißliebig sind. ’ Die Wähl des Sprechers ist Von großer Wichtigkeit, denn in einem Dafflige Zeit traißtein' sicli alle Akigestellteri' talt iiütmensdhlkh niedrigen Gehalten begnügen, - die Ü-ehrer,. derqn Srnn. einzig titnd! Allein.. die.Er-. jmelhtMg der -Kfnde'r gerichtet seinsollte, nmßten -sich läufregender Sammeltätigkeit widmen, die Eltern, der [Kinder jeder Heimstätte organisierten sich-- m einem iElteunirat, tun die für, ihre .Kleinen so notwendige Ünstkutiön zü rebban*, Üiridi. jetzt ist eine - a>uf den jerstem Blick iliochst. nmsöziale ehscheiaende Neueiriing gieiplant. Derr Kindern der HeimiS'tattenj. die bisher mt Jauscaiin^ilcJlt eine Schnitte Brot^‘.bekamen,soll; dsus Barqt^ entzogen werdenJ'.Einzelnen' Eltern fällt ics ja gewiß nicht, schwer, dem' Ki-pde ein. Stüolc.chea!Broi.mitm'g'dbfpf dqdh, füaden. Verrnn ^sdeutet' die allgemeine Brotversibreiehnng.eMe.miqnAtliehe.'.Ans- ^£t]yon. fast 700.00p..Kronen! /. , . vNnntraehlr-'haben lalber 'diie Tiins.lJiitltiibi'öiren'. ,dbs. Verein es - Jüdische .Kiniderfirenrade, . d'eneni.-.. schon manche' Anierkernniumgder Gemeinde Wien timd’/dies aUgemeineTi .Ve^baiEidee^. für fneiw-ülige Jiugendfüa*-. sorge ■ auteii gewondlen. itsit, Auch die Aufmerksamkeit Wjsfömföscfier Misstibnein atof ÄikÄr gelenfofc,,.•- Dajs Japanische Rote - Kmaz hat -dem VsteJn too.ooo Krönen gespendet, Vienna CSiiHdkenu Mitk Relfierf,-' dessen Vertreter die- Vereiinseinnidh'ttmgeii gqhaiu 'besichtigten- und «prüflten, hat, überzeugt; ’vbn rÄ«n •Mdfs.'iJürgü'ltigkieit -imd- . NofcWendigilceit;,; - ehre nuonaiölliich'e Swb.vieniriom iwö iSo.ooo'.'Krmien. mx* "MO ■mdtt^itikidhe Defizit, diejcft.Göo -KÄoteeas für das Brot, sind sömiit:-fliotdlr lange ttiicSit gedeckt W.H dteaniqeh. trägt sich dleir Vonsitanidl .Iberejtis' mit dem Gedhaiikein', ,,dlen. früheren.Beschluß röckgadgig' ^;mi3Jchen»v»utti!d! •dm Batotvarabreicbuing. forbziusctzöru. •j'/v.^Wemn ''.diiy^zMZieUhyH. Besfiicher^ f,dien:.Generäl,- NmsaifniraflfciTig- '-als. Vfeirtirdtef der -. jü'dliischeiDi .Bayö'lkeramg Wäeiüs .anfz'ufa'sisen ’sinid1, dlaftum ist aju-s den IWklIleiw8äuKÄriU'.Uigein' .dieser Veirtreter: iztu 'Ciiikeninieia, dbß -90 ufncntfedhrfliclie, tatenfr-ohe iüdlfeche Fünsorge^ «mstitMtiipütietv wie die dar Jüdii-scheh. inKimdieiußround-e MM 'zn-gruMlegehen wendierr.. - - 8. A.-- - -c--’.-- - ' : - i -——.;Jiorthy-Magyarisches in Oesterreich. .Der itii• Wien lebende Jüdische Schiriftstellenr Köcher'B:. wollte in der Nacht auf den 28: April die Rückreise von Schwarzenau der Franz- Josefs-Bahn, wohin er einen Ausflug unternommen hatte, iiadSfi Wien atatretea. Während er, nachdem er im H'ötel keine Unterkutnft gefunden hatte, auf diem dortigen Bahnhof' auf den -Zug' wartete, wurde^ er von einem' 'unbekannten Tndividuuni attacktiert, weldhes sich-ziuerst m blntrünisitigeti Hetzreden^egeh 4ic Juden, erging und hierauf, ohne jede Veranitosstaag, denL ihm gänzlich Fremden, zu:'schlagen t?egäauni - B.-war genötigt, -'mit Rücksicht auf-seine schwangere Frau, sich die größte Selbstbeherrschung auf zuerlegen,, zunia-l da er sah, daß die‘Szene zahlreiche Zusiphaner hatte; die - nicht im .mindesten Adiene machten,, ihn zu schützeh .und ruhig zusaiheu, [wie der Rohling auch der;sdiwa!n-geren Frau einige 'Stöße versetzte. Als sich.nun B. an den Bahnhofiv 0 a* >91 a :n d tun Schutz- und Ititefveufion wandte, ‘wurde ihm diese mit der Bemerkung verweigert, daß der Vorstand dienstlich -.'beschäftigt - sew Zwei später exschemeÄde dieasttiuendö G endarmeh {lehntenes ab, delt bmtäle-h E^zedehtai zu. verhaften, dies rwt der Begründung, daß bloß eihe tätliche Beleidigtsng votliege und B. n ich t veVlc t zt Ebenso -verweigerten sie die Aufnahme eines Pro- HokoUs, jb sogaif die Feststellung der Idenfitäjfc des [Rowdys, so daß B.0 keinerlei Möglichkeit gegeben ÜÄt^ 'diesen' zittr Redhehischäft-'zidhen' zu laissen;' — Wit machen die zaistähdigen-Behörden auf diesen krassen Fall aufmerksam und halten es für im öffentlichen Interesa« gelegen, daß sidh solche Skandale nicht -wiederholen. Wennsich Bahnorgane und solche der öffentlichen Sicherheit hu Dienste - wergern, «sch dem Rechten zü sehen, weaun es sich um JJüdec hamdeit, so könnten leicht anarchische Zö- Standc eehreiße«;, die auch' rnsiurher Rackmsutissmrt Ws spZmsn' könnte.' despotisch regierten Staate kann die mamch-tanc Mi& 'Ieidteregung -des Gewalthabers rasch eine günstige Wen-»'? düng* herbeifühlen, und . das Wecken dieses Mitleids Wäre die Aufgabe des Sprechers, ... ... Ich hege in Bezug auf den Erfolg der propanierte^j »«tatiou keine sanguinische Hoffnung, -aber wenn! -. matt bei geringem Einsätze auch nur Wenig - Aussicht auf-großen Gewinn hat, kann man ein. Spie!' immerhin^ wageii4 . 1 1 --v-V Sagt Ihnen, hochgeehrter Herr Doctor, meine Ided,' ztf, dann machen Sie für dieselbe -gefälligst Propaganda/' Herr. Wilhelm Gutmann, der ein glühendep Verfechtern jüdischer Interessen und ein höchst einflußreicher UaiMs ist, könnte Ihnen hiebei sehr förderlich sdn.' : |' . Jedenfalls sind Sie so freundlich;-mir über .Erfolgs: oder Mißerfolg Auskunft izu geben. (Anmerkung: Der Schluß des Briefes berührt nuij' (private und Familienangelegenheiten.) " •; Emmersdorf, 2§. Februar;rS9i.: -. Hochgeehrter Herr Doctor! J' - Die jetzige Wahlbewegung in der Residenzstadt,' die Sie in Ihrem, jüngsten Briefe besprachen, affjcirt mich auf das ipeiulichste. Die Wählerschaft im Mittel-. Punkt des Reiches hält zum großen Theilc -jeden- 'gesprochönen. Uttsinn für vernünftig und alles Vernünftige für Unsinn. Und man wird schamroth, wenn man sieht, daß gebildete Männer, daß Lehrer, Doctoven und Professoren es sind, welche dem Unsinn,, zur Herrschaft .' verhelfen und daß der Sprosse eines fürstlichen Ge-" schlöchts, den .Princc Egalite der französischen. Revo-i’ l.ution parodierend, -der Gemeinheit, Roheit und Pöbel-.1 haftigkeit ein aristokratisches Cus-tre verleiht. Es ist schmerzlich, tief s c h m eir z 1 i c.h*,' bekennen zu müssen, daß 'unsere 'glaü»: b e n s g e n ö s s i s c >h c n J o u r n a 1 i s t e ny n a m e n-t-j lieh in W i e31, den An ti s c nri-1 i smirs wachrief en und gro'ßizogen- Ich habe es vorher-"' gesagt, daß den von ihnen so üppig genährten Racen-, | haß die Juden zunächst empfinden werden und leider, behalte ich Recht. »Der Antisemitismus in Oesterreich' sst eigentlich nur Antijournalismus«, sagte mir vor Jahren Baron Walterskirchen, und es läßt sich .diesem“ Ausspruch nur wenig entgegenhalten. Daß dem tireffUdhen und muthige« Wra.betz iiv Kronawetter ein Gegen-candidat opponiert würde, 'ist* mir sehr unangenehm. Audi die Demokraten bedauern ,i wie mir von Wien aus mitgeteilt wurde, dieyBekämp-i fung seiner Caiididatur, aber sie folgen dem Gebote’, der, Notwendigkeit, da Kronawetter nur kn neuaiten Bezirk Chancen hat. Was Benedikt betrifft, wird esy schon von Bedeutung sein, wenn et eine ansehnlich^' Zahl vorr Stimmen erhält,' UeJberdies hätte'ktzM-ariderer ' Candidat d^iv.J^öiischrittspptei'mehr Aussicht äüf*Tir-! folg als ■er*--*' , V " i Inmitten der stütoöfedien Wahlbewegung schenktAV;;• man der an Leopold Löwy von einem Pölizeicommissäry i verübten Gewalttat’nicht die genügende* Aufmerksam-*' : keit und! doch verdient sic die gr.ö^e Beachtangy.de^in.'; 1 sie ist die erste offenkundige GesetzesüberscbrerfcuiJ&v welche eine Amtsperson sich aus Antisemitismus gegen? einen Juden ."erlaubt hat. Offizielle .Unbill haben wir^- Juden oft zu, erleiden. Doch über das, was innerhalb des Rahmens"der Gesetze sich vollzieht, können wir wohl klagen;* aber keine Anklage erheben. In diesem, Falle jedoch1 liegt ein völlig «nprovociette. eine niutli-- willige Verletzung des Gesetzes von Ein Beamtcry der für die Sicherheit der .•Person und des Eigentums zu sorgen hat, beraubt einen Staatsbürger seines behÖiMlieh anerkannten Vornamens -und zwingtihm ci-nön anderen auf. Er heftet ihm Äen Nahten LM ^Is gelben Fleck an, er macht den Versuch, den Juden in ein Vornamen-Ghetto einzupferchen,. -und doch lese ich in keinem Journale, daß .die Vertreter der Wiener. Jucleji--; gemeinde behördliche Satisfaction verlangen, -und zwa-rj eine öffentliche; denn sonst'Wird der Commissär nur zu eifrige Nachahmer finden, dann-wird gar., bak? Alfred amtlich in Aaron und Julius in Schmule -umgewandelt werden. Und, ce mest quele premier ipay;1' qui cpnte. Ist uns nur erst das Recht der -Namens-' wähl entzogen, entzieht man -uns nach -undnach. die. staatsbürgerlichen und 'bürgerlichen Rechte und schließ-; lieh auch efes Recht auf unseren materiellen^ Besitz.! ylnätiis obstä!« Ich «nehme daher an» daß die Vertreter, der jüdischen Interessen in Wien nicht die Hände iii den Schoß legen, sondern energisch, wenn auch ohne eclät,' gegen die dreiste Rechtskränkung demonstrieren.5 v In Rußland scheinen in der That die Maßregeln; gegen die Juden aufgeschoben zu sein. Ist aber ans-! geschoben auch aufgehoben? Und glauben -unsere jüdischen Matadore, daß män~ die Gesetze rückgängig machen werde, wenn sie «bereits promulgirt sind.-' * K’onstitBieiftfnde Versammlung des zionistiafefeen Sprengels »Links von der Tiaborstraße«. Umber itenn Vcmsöite «es He«pn Dcunerataig füm . '4. «d. Aimneaiiriatcjs S t c-irtni Hamid M. äm RsstLUimNtt B aj rsch’«ak die kfonstliHwöremlde Ve?rwN!MMu!n^ dlefe izioiafstS«ächön SprengeBs- »li'hfe ‘ utem «dter Tlaibiofn&tnaße« statt. Najdhdom Setotar LeWatnon« den 'ziälh’Irei'cli V«etitsafnmidtm Zweck «wld1 Ziel dler’ «Siprong'eflieki'- teadttug dargelegt und’ «dlre Aufgebern beßprochen hatte, vor die dse Wtener Zicmistsn jöözt gostdiit 6Mid, sdhritt «rsy «uir Walhll eianes Sjpiröng'ellawJsdchm'siseis. Nach -eänier iktaPzett,- -Ätnssipwacftite wtiinde ,dfie vom MonKmieM-nZk-olmAt«: MrgeiscM(äg;e«e Liste iper Acclaimation. angenommen. Eis wtirdem gewählt: Atnmenmat B a'-risc h oric, Alhriaham'' utn«i Leo BorsiiStei®, die Hennen, Gel’hart, Geldern ar«k, David H otro w iz, Jafcolh, Dr. J. ICoirnn, Siitmcsi M ä ic z, May» M nia Siio^ni k, LejopofHd Mosßio zoik, M i i* c z k i, A. Schiwertf r ö ge r, Fr. S i e et n1, rA<mten»ria?t J. «S itc «r in; Heinwich S c h ir e c!k, Leiißer «S c h 0 nr umd Vort t e f f- Lich JiUffiv Die kön^titmereMJdle findet Dienstag den 9. d M., S Uhr abends, im Rcisteuriant Baafschak stabt. * Technische Berufsau^fldung von Judcit m Rußland. Das jüdische gesellschaftliche Komitee >Idges*i komc, die Moskauer Sektion der Gesellschaft >Ortc und die jüdische Abteilung de® Sowjet-Bureaus für professionelle Ausbildung befassen sich gegenwärtig mit dfer professionellen technischen Ausbildung von Jude,? in Rußland und der Ukraine. Die früheren Haaidwerksschulen sind in verschiedenen Städten reorganisiert worden und werden nun von dem Idgcskom .finanziell unterstützt. Auch die Farmerschuk der Ica in Minsk ist vom Idgcskom. wieder eröffnet worden«. (jL C. B.) Resenmäntel K14.900 mmam engl. Stoffe, Herren- und Damenwüsche, Leinen-und Strickwaren, alles erstklassig und billigst bei wmmmmummmmmmm Schiffmann II.. Taborstraße 48 Telephon 47-1-70 En gros Kn detaß

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