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Wiener Morgenzeitung · 1922-05-03 · Heft 1169 (3.5.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1169 (3.5.1922)
Date
1922-05-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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VMMR 3-E 192S Zettels' Nsr K'lsBetznfMjg der vv»n dvr BeweVuittg w Hinftöuin/ft •' «u ver^o^anid'öö W ege gewiidwet sein wind ' Ein® d'esvtt'äsl'e. Böhatäwg:' i<s>fc tbr KWwig ■mmseirejr iWirk®aflÄöit giuf ciförn Gleite' d'-sr En^ietag wund K^ta' swwidraai. ' :' Dar K c re «• H sr? e Ä-s <--Ä Ml aliif dar GssMÄ" Ifege Ättsr" Ständige»»' y<0ü&teim,. die sÄtz VyMk-s^LrKlon' mWÄt, 'MsssG« wopdeu. . - ' DiiöTWDkoit M cksn v*aJl<u»tiüusJcJh'waidh seft? LÄtB«m, iv«r slMm M Äsn G'Ol«on>te»on, wie Polen, Ruirnä-' mau,' 'B-idM'en ' >ch'w.,' müsse MdsyiÄviaot weVchmi. jDas Henitnm v«empf li-phtet eiBe B'amd ei&o.Tgai'n/tisatioiniein-, 'Sbretoasten .Kräfte Äar Anbe-öt für *' <Ksu-^- Karea iHaiJessod ' au-/ Widii^jeai* •'" Dam Diipetotiotfiuith^ das Keren Hajessotd wind voWesMiAgm,' cM böspmiMs Kocfereniz dar für den' Fernes täbigarj ««Wie dar k^äseriÄten der ' "FÜd'eraik'on'ea toetoufo : Fest* se'touiEr der Ant der Arbeit' ejniautoefltj'fem. .. . . .. •' D i e Ar d e itf-erb Lyfe: Dias' Hemum -ftorderfc cKe Liäiriiäesorg'aiiiijsation'i&n atuf, einen ' eigenen' M'ontat 'der Tätigkeit für' die Arlbe>:itetibiainik i)ix- 'Piad'asitinia su vvi'dniert. '"' ’’ '■ ' ■". * ‘. •' ' ■ ' ' •■■ ‘' Die PlenarsiVditTg 'begrüßt' die 'GrüMpiNig. «Kes Büdnerverliages »H i t $ clhi d ptto« nnd . scMZgt der»Jjejtiwg vor, m erster linje efa Swirnndweiifk über WchWltvckM irLMBAugebeu... Nur ein paar Bemerkungen* ' Es gibt fi? Ungarn bochstebende .Staatswiirdenträger, die es nicht taktvoll von den Juden halten, daß sie immer wieder die'Erinnerung an daß Boipbeaattentat der „Erjurafchenden* erwecken. So ist ztim Beispiel j ke t z t der t s"h nie I tt ,d e ' als Opfer die s e s V s t* hrechens gestorben. fc '' . Die ungarische Regierung empfindet Sorge bei dfera Gedanken, was Bischof B a j t h a z a r in Amerika über die Tätigkeit der „Erwachenden“ belichten! wird. Na, da sie, von den Segenssprüchen eines anderen Bischofs, des Bischofs P r o c h a s k a, begleitet, ihr Wirken begonnen haben und es auch fortsetzen, wird es wohl ein frommes, Gott und Menschen gefälliges sein. -; ■-•'■• 4 . . ' .■■■,.••. ... _ . . i , ,.; Seltsam,, gerade die ,*E r w a.c hsndsn* i erachten SL.als -ihre Aufgabe, anderen jjum ewigen Schlaf zu verhexen. : «flgarischs Polizei unterläßt nichts, tun ihr An* rehabilitieren; SI e hat die Fälscher ianß endkrpn e n not e u we n ig e ¥»vgtz^sch -der ersten Aa1 zergo kkest* e n am m y n. r ■' - ■' Wdhtdtec, ML sieh Men» ÄnWWW'aus Ungarn — ein StzWkÄeMeM (Staatsbürger — den H e j j. a s - 0 f f l z; i e r e miß* handelten und f o 11 e t t e'n, in Wien befinde. Es ist der ungarischen Regierung, gelungen, deikBeweis zu erbringen, daß hier eine fürchterliche Ve r'l«,ew m du ng Ungarns v o r l lege : Der Flüchtling Ist zwar in Wien geboren, KHsr ei» — iß'cfi sch o-siqwikis c h e r S t a ä t s* 6, n g e h ö r i g c rl Graf Apponyi und die anderen Aristokraten, die sich hie und. da hinreißen lassen, die Mordtaten in zattea Worten zu mißbilligen, betonen dabei immer, daß, dies Immer nur die Taten „unverantwortlicher Eie m e n t ctf seien. Sollte es nicht richtiger heißen, daß diese Schandtaten immer von solchen verübt. werden, die nie;sich zu — v e f a n t w o r t e u h a d er? - ■. ■■ ■ * 1 ■ ■ , Die „Neue Freie Presse“ schreibt seit mehr e r.e v (ihr en alle heiligen Zeiten einmal, ys,,', sei die »h ö c hs te Zei t“, daß die ungarische Regierung etwas rur Ahndung der grauenhaften Atrozitäten unternehme, da ßonst der „gute Ruf“ Ungarns darunter leiden könnte^ Die qN.eue Freie Presse“ braucht nicht zu befürchten, daß auch für sie die „höchste. Z e i t“, sei, ihren — guten Ruf zu schützen .,. Die-ungarische Regerung hat ein Gesetz beschlossen, «fas schwere Strafe über Jeden verhängt, der etwas tut, um das Ansehen Ungarns im Auslande zu schädigen. Ho r t h y w i r d cs vielleicht noch bitter gereuen, daß er ein Gesetz sanktionierte, da s ihn) e in s t d i e hä r t e s tenS t r a f e H z uvi e h en k a ij n. , - -v ’V •k ’ k . . - . ' 4 ■, k '. .; '"'v; < ■ Die »Reichspost“ -* so wird erzählt — hat viele Zußchrifteu, erhalten, in denen ehrliche Antisemiten ihre für das Lueger- D e n km a 1 gespendeten Beträge zu» rückfordern, und zwar mit der Motivierung, 'mati -könne von ihnen nicht verlangen, daß sie dem Manne ein Monument setzen, der tatsächlich das Wort gesprochen: „Nur ein Tfottel oder Schuft kann ein Antisemit .sein.“ Für dieses Denkmal sollen ' halt die Juden1 des „Neuen "Wiener Tag- Blatt“ sammeln! Preis f ragc: Wenn der christliche ungarische Journalist, der die ungarische Schandwirtschaft schilderte,* "ifegen Schädigung des Ansehens Ungarns 2!/a Jahre Kerker, erhielt,, w,i e v i ei J a h r e K e r k e r v erd I e tj t\n, dann Horthy und seine* Mi ni s t er, die d! e s e, S c h an d \v i r t s c h a f t d.ti'l den oder far fordern? Aul. Der Kamp? gegen die Tuberkalose. 5 Gestern wurde der vierte -ö s ‘fc e ir f e‘>! c h i»!! a e.h-e Tube r ku los e*Ji va g?, <fer im Hause der;i Gesellschaft-der Aer^te statÄid, Eh d-vÄtagfig«';; Dawer geschlossen. Der er^te.Tag war,•wissen'si^mfi* Ik'hemkBeratiujn'gm tter HcUstätHenaxAu» «lyr- NvWe Tag war den ipcdi^iui'schem Fragen der Tubcrkml'pse» bekäm-pfiuing gewidmet. Die ' allgememc Tagung, ■. welche ■ in fei crlichar Weise im Gegen’warfc bchöirdlieber Vertreter wmd ausländischer Gasije durch dsN j Voipsjt'zetjid'en.Hofrat FMosssr Vtn.D ü'-t ijj eröffnet ■ wurde,, galt den* .'Sözialen. Seite der, Tuberkijlose-; bekämpfung. Hofrat P u.t! g wies eimieitemd in emd'm'ÄMvviiör Rede, -nach, wie. das Problem deqr Tuberr kulosebekämpfuthg -aufs engsteverknüpft - sei;mü den verworrenen und uwsidi*erön Lebensibedingmi- - gedi,. unter denen; die Bevölkerung' Oeetearreichs ■ zu leben gezwungen sei. Je-schwieriger sich die Drage der.Ernährungj^ die Besdiaffn-ng, die Beheiitzumg und 'Beleuchtung -vod' Wohnräümen gestalte?, desto imtenisiver müsse die Fürsorge' -für Tuberkulose und .deren Angehörige ausgest-altet werden. W-enm. wir heute von. aiuisländisehe»» 'Missionen,',- ins'bescmdere vom amerikarnkhen Roten Kreuze, der, Gesellschaft der Freunde, don •Vienna Ghildern Milz Relief Fonds tund den Schwedenfür ihre werktätige -.Unterstützung im den Tagender bitterstem 'Not'Miseren wärmatea Dank a'bstattcn, so müssen wir auch die Kiräft, den Mut, die Zuversicht 'finden, uns selbst, wejiterzuhelfen. (Lebhafter Beifall.) Gtpstav N e a m d e -r (Stockholm) überbrschte die Grül3e des schwedischen Volkes. - Hierauf wurde m die meritorischen Beratungen eingsigangeaiu Als erster Referent erstattete Doktor .Alfred Gobi den Bericht über den Sltapd dlör Tuberkulösebekämtpfung' in den Ländern. Da*. Siegfried R ös e m ie 1 d besprach in •ausführlicher Weise -die Statistik der Tuberkulose. Ueber .Org-amisation umd! Fiaanzierußg: der Fürsorge s-prs-ch' :Mrmste>nalrat Professor Dr. Robemt B a -r t s e h. An dieses Referat knüpfte steh eine sehr; lebhafte Debatte, am der sich Hofrat- K -u t *s c h e va Wn sbrnek); ' Hofrat M ö 11» Dr. Gre>1, (NeMdÄrWiM Dr. Painer, P^ofe-MM Hamburgek (Gmz), simitefnhrrsmLsx Ldadtrst Professor T a n d j s r. Dr, Gl ä s! n g e t (Gfa*z)V wiid Dz. D.-npn!,« ProfossoL' -Dr. T an dl e r . erklärte, daß die Fürsorgestewiar trotz ihrer Erhöhung nicht hinreiche; die Wohlfahrtsaus lagen der Gemeinde Wiein zu decken. Die Tagung, an der neben zahlreichen. Aerzten umd Fürsorger innen, die ungarische,;(polnische -und ukrainische Gesandtschaft, die Buh-desmimsterien für Heerwesen und Verkehrswesen, die Poli-zeidirekticm, die Ariberterkanimer durch ihre ' Vertreter; PeMahmsw, fand in der Beskahtigttng dar Lufpusheilstätte ihren 'Abschluß. > ' ,... $ut»ventionen der Gemeinde.;;:;a Im FfnatKyatr&sdh^ß ■ berichtete . gcÄMn' - Ge» m.eindyrat M re.ß ubsr die Gewährung, einer Lubven» tion im Betrag von.fünf Millionen Kremen an. di^ Landeszentrale Wien zur Bekämpfiüng der Tuberkorl-ose. Die Landeszaniti-ale hat diese Summe »y >die Fürsorge*teile«, zu verteilen, die. ihr vollständigen Einblick in die Gebaharung gewähmi.und die Ausweise über Eintiaihmiejn und Ausgaben vorlegen. Sodann berichtete amtsführender .StachtrDt pro* fessoir Tan d l er über einen ^wsdhnß von 30 Mil» Honen Kranen, der sich bei den -zwei Liegehallen für Tuberkulose als «notwendig erweist -Die . eine Liegehalle wird im Spital der Stadt-Wien, errichtet, die andere -beim Schlosse HeNevue m Döbling. Beides; Liegehallen werden einsö Schlaf- und eine Speise« baracke enthalten. Diese, beiden Anlagen; smd für solche Personen bestimmt, die leicht tuberkulös erkrankt sind. Die Gesamtkosten werdensich bei Hk)-. Zurechnung d«s schon im Vortmschlag vorgesehenen Betrages auf raeibr als vierzig MflHoncn Knönen belaufen, Der Referent-teilte mit, daß zweifellos noch Zu-Beginn’des hhurrigen Sommers mit der-Benützung der beiden Hallen' zu" rechnen!' isL ' Bddiei Anträge wurden angenommen. , Das Neueste . Das Neueste ist nämlidh Mtz Teuerungswelle Nr. 7. Sie flutet hoch über alle Ufer, sie - ist eine' förmliche Teuerungswasserh0se. Stenographen 1 sind aufgenomtnep worden, um. die'Preise festhaltej? zu können, und im" Wettla'üf mit dem Schnettschreiben sind, die Preise immer* der Swinegel, der schreit: Ichbi» schon da! Dtc Preise wachsen wie die Jungen Dackeln, wahrend man ihnen ztis-ieht, Tn der Vorwoche schwüre« . tausend auf de« Knien (in der Tabaktrafik), kein Stäubchen 'fahak mehr zu verwenden, heute hat man sich schon darüber beruhigt, weil das Fleisch anfängt, seine KJetterkünste zu produzieren. Schuhe sind ein sündhaftes Verlangen, geworden und die Zeit ist' sicherlich picht ferne, da der Wiener geistige Arbeiter sich Sthuh. werk mit Lackfarben an die Füße malt. Das Salz der frommen Denkungsart ist ein unerschwinglicher Luxus geworden und wenn dem Herrn Professor ein Brillenglas zerbricht, so ist CS eine Familienkatastrophe. Brief-, schreiben wird zwar noch immernicht mit dem Tods bestraft, ist aber mit hohen Geldstrafe« belegt, und wer ein Telegramm'bla-nkett verlangt, ohne sich durch entsprechende Schieberkleidung als zu diesem Unternehmen berechtigt aiiszuweisen, , wird der polizeilichen, beZieh'ungsvteis’e ärztlichen Untersuchung überwiesen. Die Kohle wird, teurer, weil die Tsohechenkron« steigt, das Holz aus Mitgefühl, die Eier, weil die Hendel« Osterferien verlangt -haben, die Stoffe, weil die DSaisonc kommt, die Kartoffeln und Zwiebeln, weil sic auswachse«, und das MeM aus Solidarität. Aber dabei . gibt es Nörgler, die immer noch behaupten, daß wir, »loht in der besten aller Weite« leben! Kater M:uvr* * Wer das eigene Nest beschmutzt. Ein unerhörte? Vorfall würdeloser Selbstbesudelung eines Juden hai :$ich ‘ dieser Tage in Czernowitz ereignet. Der Steuer* amts-kanzlist Samuel Berger, beziehungsweise dessen! -Schwiegervater, war als Kläger in einer Nachlaßa-nge* •legenheit wegen Besitzstörung vom Bezirksgericht körn tumaziert worden. Berger, welcher sich durch dieses Urteil ins Unrecht gesetzt glaubte, verschmähte-es, -Rechtsmittel zu ergreifen utüd, erhob' beim Gerichts^ Erstand Beschwerde gegen den Richter. In dieser Be^ gchwerde, welche die Konsequenz eines Prozesses zwischen zwei jüdischen Parteien bildet, de» ein jüdn scher Riclxter zu entscheiden'hatte, so daß also nicht geltend gemacht werden, kann, ein christlicher Richter ■ habe sich'jfuguttsten des jüdische» Prozeßpartners par-t .teiisch erwiesen, heißt cs:, »Es bestätigt, sich nun wieder die geschichtliche Ueberliefenmg, daß die meisten Richter mosaischen Glaubens in jedem Zeitalter im! •Urteil b e f a h g e n waren. Wir leben Gott 'sei Dank ' noch niclit in Palästina, daß map es Zulagen soll* daß die .Befangenheit eines Richters mosaischen Glau-, bens so nadkt iind offen an das Tageslicht treten darL Ich appelliere daher an das christliche RcchtSri gef nhl und bitte die Aufhebung des Kontumaz- Urteils -verfügen zu , wollen.« Es gibt eben in aheip.; Zonen ' einzelne jüdische Exemplare, welche. sich -bei; mühen-, durch ihr Auftreten den-.-7 Aatisemitismus ztf rechtfertigen! * Eine interessante Trauung in der Vativkirch^ Zum Fall'Oberländer wird uns von' befreundeter Seite geschrieben: O b e r 1 ä n d e r gehört zu den Kultus*. Vorstehern der Mehrheit, Welche sich trotz getaufter. Kinder durch die Gunst ides Fleischer von der rUnion< bim jüdische Repräsentantenstellen bewerben' dürften. Daß .ihn die Wiener Juden«chaft duldet, ist nicht er.-, stannheh; die 'läßt sich ja vo>n^ der Kahal-Parteti mancherlei bieten. Nur daß ihn die eigene Familie noch' d'uidet, nimmt Wunder. Was sagt die getaufte Gattin, Frait Jean ne geh. Rechner, zu diesem! scheinbar aus ihrer Art geratenen. Mann? Was wenden sich 'bloß die fromme D e n i s e und der getaufte Jude von ' einem Schwiegersohn denkenA Dr. Maksymi 1 ian Dr6choclki, Beamter dss> >Mericurc, ist doch ei» waschechter Pole für »jeden, der ihn nicht sieht, hört und nicht weiß, daß er eigentlich der Dr. Deiches aus Krakau äst. Es ist wirklich' empörend von Oberländer, seine gutchristliche Familiii durch das jüdische Mandat zu icompromitieren. _ .Bä? hätte man ja gleich am späten Vormittag im Seitenri Stettentempel heiraten können .und. nicht bei nachL schlafender Zeit in die Votisfcirche laufen müssend Gestern soll Madame .Oberländer entrüstet ausgertrfetf. haben: 2Wie konnten diese Jude« wagen, Papa zurni Kitlfusvorsteher zu wählen!« Die Frau hat leider rccht.,1! Aber Frau jeanne denikt und — Fleischer lenkt!, * Abgeführt. Graf Sicbcnthaf tsntemahm’ tö^ Jahre 1785 eine- Reise nach' Hamburg. Bei einer. Einladung in einer dortigen. Adelsfämllie erhielt er seinen^ Hätz neben dem jüdische« Bankier Herz. Das beleidigt», Graf Siebenthal Sehr, und er beachtete seinen NacihbsK^ ostentativ nicht und -wartete auf die Gelegenheit, ihn pttf kränken!. Man sprach von der Türieea. >Ich habe vie® über dies Land gelesen,« «ahm der Graf das Wort/ ^adw Ich'sympathisiere sehr mit den Türken. Besonders sind ihnen zweierlei Geschöpfe sehr verhaßt, für welche äcüä ebenfalls «$e Neigung dr Katze und Maus empfinde, miti' der Ausnahme, daß ich. sie nicht essen tnag.< -- >Was sind das für Geschöpfe, Herr Graf?«, fragte einer sus; der Geeellschaft. —- >Das sind die Esel und die Juden,<l sagte Graf Siehcnthal mit einem höhnisch«^n LeitsnbliM »Beide sind in der Türkei gleich verachtet, usid man! schlägt sie tot, wo man sie findet.« Der Graf schwieg? triumphierend, die übrige Gesellschaft war höchst veir-i legen. Da erhob sieh Bankier Herz em wenig von s^netm Platze, klopfte dem gräflichen Nachbar auf die Schulter, und sagte gemütlich lächelnd: 2Ja, mein Bester, datett ist es'gut, daß wir beide nicht in der Türkei sind.*- * Mindestlöhne für Erzieherinnen und Haus* gehilfinnen. Im pemeinderatsausschuß für Sozialpolitik berichtete gestern Gemeinderätin Königstetter über« eine Besprechung, an der die Reichsorganisation der fjaus* trauen, die Vereinigung der. arbeitenden Frauen, die.Or^äni*. sätldn der Häusgenilfinnen und die Vertreter der Gemein dpi beteiligt waren und In der folgende Mindestlöhne für Er** zieharinnen und Hausgehilfinnen vereinbart» wurden: Es. sollen erhalten Erzieherinnen und GeseUh Schatterinnen mit Musik- und Sprachkenntnissen odersonstiger Unterrichtsbefähigung, wenn sie ständig im Hause sich befinden, monatlich K 30.000, wenn sie nur tagsüber beschäftigt sind, die Verpflegung erhalten, monabn lieh K 40,000, wenn sie nur vormittags beschäftigt werden mit Verpflegung K 15.000 und ohne» Verpflegung K 35.000 monatlich. K i n d e r g ä r t n e r i »neu mit Sprach- und Musikltenntnissen eventuell zur Schulnachhilfc sollen als Mindestlohn, wenn sie Im Haushalt wohnen, monatlich K 30.000, wenn sie nur tagsüber beschäftigt werden und die Verpflegung erhalten, mouatllcU K 28.000,‘ wenn sie nur vormittags beschäftigt werden, mit Verpflegung K 10.000 und ohne Verpflegung K 25.000 monatlich; Kinderfräuleins ntit Praxis sollen monatlich K 17.000. wenn sie. beim Dienstgeber wohnen und ver- * pflegt werden, sind sie uur-tagsüber beschäftigt mit Verpflegung K 23,000, mir Vormittags mit Verpflegung K 8000, ohne Verpflegung K 18.000, nachmittags mit Verpflegung K 18.000 und ohne Verpflegung K 20.000 monatlich erhalten, Kinderiräqleins, die einen Kurs besucht haben, erhalten als Mindestlohn im Anfang K 10.000; wenn sie keinen Kurs besucht haben K 8300 monatlich. Wird ein Kinderfräulein nur tagsüber ^verwendet, so muß sie mindestens mit Verpflegung K 16.000 monatlich . erhalte«; Fahrtspesen sind separat zu berechnen oder zu vergüte«. Für die Hausgehilfinnen wurden folgende Mindestlöhne in Vorschlag gebracht: Mädchen für alles ohne Kochen bis zum 16. Lebensjahr monatlich K 3000, bei etwas Kochen K 5000, mit einem Zeugnis einer Haushaltungsschule K 7000, Köchln für alles einfach K 9000, Köchin für alles. perfekt K 12.000, Köchin perfekt neben Stubenmädchen K 14.000 monatlich, Stubenmädchen perfekt K 12.000, Kammerjungfer K 20.000, Haushälterin und Stütze K 16.000, Kinderfrau K 12.000 und Kindermädchen bis zum 16. Lebens-- jahre K 5000 monatlich. Diese Mindestlöhne wurden im Gemeindeausschusse einstimmig genehmigt. Regenmäntel K14.900 engl. Stoffe, Herren- und Damenwäsche, Leinen-und Strick waren, alles erstklassig und billigst bei (Schiff mann II., TaborstraBe 48 TatonhM «7-1-7« En gros En detofl

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